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Ehemaliger User

Hat hier jemand wie ich Angst vor Medikamenten?Meine Panikattacken wurden durch ein Medikament ausgelöst,ich hatte ganz schlimme Todesängste über Tage.Seit dem kann ich keine Medikamente mehr nehmen.Bekomme schon beim Gedanken daran,dass ich krank sein könnte und was nehmen müsste Panikattacken...Kennt das jemand?Also ich habe keine Angst davor was zu schlucken sondern vor Nebenwirkungen oder Unverträglichkeiten.Würde mich freuen von jemandem zu hören der ähnliche Erfahrungen gemacht hat und diese Angst evtl überwunden hat.Gerade habe ich wieder seit ich aufgestanden bin sehr starke Kopfschmerzen (habe ich eigentlich jeden Tag) Und mir bleibt nichts anderes übrig als diese aus zu halten,manchmal unter Tränen da die angst vor einer Schmerztablette grösser ist als die qual der schmerzen...

19.10.2012 13:54 • 06.06.2019 #1


43 Antworten ↓


MitSouKo63


@ Endi,
ich bin so ein Fall....ich halte auch lieber Schmerzen und alles Mögliche aus und hab panische Angst vor Tabletten und vor allem vor den Nebenwirkungen.
Bei mir war das anders,ich hatte eine sehr schwere Krankheit und mehrere OPs und da haben die mal versehentlich die Schmerzmittel falsch dosiert und seit damals hab ich echt höllische Angst vor jedem Medikament.
Das ist natürlich auch ein Problem bei meinen PAs,ohne Medikamente ist natürlich alles viel langwieriger und ich weiss das auch,aber trotzdem hab ich da eine totale Blockade.
Hatte grad eine echt schlimme Erkältung die letzte Woche und das ganze auch nur mit Hausmitteln behandelt....jeder Andere hätte in dem Fall irgendwelche Antibiotika genommen und ich bring das einfach nicht über mich,du siehst also es gibt mehrere Angsthasen...

19.10.2012 14:31 • #2


Taddy


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Hallo!
Ich habe auch große Angst vor Medikamenten. Bei mir wurden die Panikattacken auch durch ein Medikament ausgelöst. Ich dachte, jetzt ist es gleich vorbei mit mir.
Seitdem traue ich mich auch nicht mehr eine Kopfschmerztablette o. ä. zu nehmen, weil ich Angst vor den Nebenwirkungen habe.
Bei mir ist auch ständig die Angst da, dass ich mich mit irgendwas anstecken könnte und dann womöglich ein Antibiotika nehmen muss oder so.
Leider traue ich mich auch nicht an homöopathische Mittel.....

Liebe Grüße
Taddy

19.10.2012 18:11 • #3


nico_73


Hi,

Ja hier Auslöser ein anaphylaktischer Schock nach Einnahme eines Schmerzmittels. Konnte jahrelang nichts mehr nehmen und auch meinem Kind nichts geben aus Angst vor einer allergischen Reaktion.
Habe eine Therapie gemacht und kann mittlerweile wieder einiges nehmen bin aber trotzdem noch extremVorsichtig habe Angst bei der Einnahme und auch wenn meine Kinder was nehmen müssen. Dank meines Therapeuten kann ich aber recht gut damit umgehen und vermeide es nicht mehr.

Gruß Nico

19.10.2012 19:05 • #4


Ehemaliger User


Ich habe ja seit dem eine Panikstörung und Agoraphobie entwickelt,daraus sind dann weil ich kaum noch mein Haus verlasse auch noch Depressionen entstanden...Kann ebenfalls keine Medikamente dagegen einnehmen weder Antidepressiva noch Beruhigungsmittel...Kämpf mich jeden Tag so durch aber Leben kann man das net nennen.Musste seit dem nur 1 mal Medis nehmen wegen einer schlimmen Geschichte,Antibiotika.Das waren Tage voller Panik.Den ganzen Tag Angst und nach der Einnahme Todesängste...Würde mich mal interessieren wie du es geschafft hast nico_73?Was musstest du während deiner Therapie machen?

lg endi

20.10.2012 11:06 • #5


nico_73


Hi,
Es war eine reine Verhaltens-/ Gespraechstherapie.
Ich war mir ja über den Auslöser fuer die ganze Geschichte durchaus im Klaren. Vermutlich würde ich mich auch heute noch selbst damit quälen keine Medikamente zu nehmen. Weil wenn man ehrlich ist sind wir ja auch Meister darin und selbst zu belügen und uns einzureden dass es mit Hausmitteln ja auch geht oder das die Kopfschmerzen irgendwann auch wieder von alleine weggehen. Das Problem dabei ist ja nur, dass die Angst immer mehr wird und irgendwann nicht mehr nur Medikamente sondern auch Nahrungsmittel andere Menschen usw. betrifft sprich wir schränken uns selbst immer mehr ein.
Ich bin damals zum Therapeuten gegangen als mein Sohn grade 3 Monate alt war, Ausloeser endlich was zu machen war letztendlich die Situation, dass ich mit nem fiebernden Baby nachts um 1 in der Notaufnahme gesessen habe weil ich mich nicht getraut habe ihm Fiebersaft zu geben aus Angst er könne allergisch darauf reagieren und die Ärzte gebeten habe ihm den Saft dort zu geben.
Da konnte ich dann auch vor mir selbst nicht mehr behaupten, dass ja alles nicht so schlimm ist.
Mir war zum Glück immer sehr bewusst das meine Reaktion auf die Allergische Reaktion damals das normale und gesunde Maß übersteigt. Der Therapeut hat mir letztendlich nur nochmal bestätigt was ich ja schon wusste, mir das "System Angst" erklärt und mir aufgezeigt wie ich es schaffen kann diesen Teufelskreis zu durchbrechen.
Ich habe, wie schon geschrieben noch immer klein gutes Gefühl wenn ich irgendwas nehmen muss oder wenn meine Kinder beispielsweise geimpft werden müssen. Aber ich meide es auch nicht mehr sondern zieh es durch mit grummeln im Bauch und Angst im Nacken aber auch mit dem Wissen dass ich ueberreagiere und es trotzdem durchziehen kann und es nicht vor Angst gar nicht erst mache.
Ich glaube das ist ein Wichtiger Punkt nicht immer sagen ok ich Versuch es denn das gibt mir immer die Option doch einen Rueckzieher zu machen sondern ganz klar sagen ja ich habe Angst aber ich zieh es durch und es dann auch tatsächlich durchziehen. Und wenn man die Situation dann überstanden hat ( und man übersteht sie immer denn es droht ja keine reale Gefahr ) DAS ist das beste Gefühl der Welt und macht ne Menge Mut fuer die nächste Herausforderung.

Gruß
Nico

20.10.2012 11:42 • #6


gloria12101982


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Hallo zusammen.
Leide auch an einer medikamentenphobie.
Wie geht ihr damit um?
Bitte schreibt mir.
Liebe grüße gloria
Meine emailadresse

18.11.2012 15:34 • #7


Adele87


Seitdem traue ich mich auch nicht mehr eine Kopfschmerztablette o. ä. zu nehmen, weil ich Angst vor den Nebenwirkungen habe.

19.11.2012 01:21 • #8


Alfred12


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Seitdem traue ich mich auch nicht mehr eine Kopfschmerztablette o. ä. zu nehmen, weil ich Angst vor den Nebenwirkungen habe.

20.11.2012 01:44 • #9


Ehemaliger User


Also mir geht es garnet gut damit,gerade leide ich wieder mal an starken Kopfschmerzen,die ich eigentlich jeden Tag habe aber manchmal denke ich,dass es nicht aus zu halten ist.Trotz dem kann ich leider keine Schmerztablette nehmen da die Angst vor einer Panikattacke oder vor Nebenwirkungen einfach viel grösser ist... Im Bekanntenkreis stosse ich immer nur auf Unverständnis,man will mir erklären,dass ja nichts passieren kann,dass sie ja alle ständig Tabletten einnehmen und immernoch am Leben sind...Das braucht man mir net zu erklären,das weiss ich auch selbst...Ich weiss mir einfach nicht zu helfen,ich kann meine Angst was Medikamente einfach net überwinden...

19.12.2012 12:06 • #10


jess


Hallo ihr Lieben,

mir geht es genauso.
Ich habe soo viel in meinen Therapien gelernt.
Aber die Angst vor Medikamenten ist geblieben.

Ist ja gerade ein Thema in meiner Therapie. Ich
weiß, je mehr ich vermeide und je länger es dauert,
um so schlimmer wird es.
Es hat bei mir mit Vertrauen und Kontrolle zu tun.
Mich nicht mehr wehren zu können, wenn etwas in meinen
Körper kommt.
Wie ist es bei Euch?

Ganz liebe Grüsse
Jess

19.12.2012 19:59 • #11


rosa42


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Hallo ihr Lieben,

ich kann eure Angst vor Medikamente nur zu gut verstehen.

Ich hatte nämlich vor ca. 4 Jahren immer unerträgliche Migräneschübe und habe von meinem Neurologen Triptane verschrieben bekommen. Lange Zeit habe ich sie genommen, bis mir das Ganze unheimlich wurde und habe versucht nur noch mit Alternativen wie Entspannungstechniken, Aussitzen des Schmerzes ect. die Tabletten zu vermeiden.

Irgendwie glaube ich das ich mir damit mehr geschadet habe als mir geholfen zu haben. Meine Migräne ist zwar viel viel besser geworden, dafür habe ich jetzt aber chronische Verspannungen, Muskelschmerzen und bin generell wahnsinnig schmerzempfindlich.

Natürlich ist das alles reine Spekulation - aber manchmal denke ich, ich habe durch die Meidung der Medikamente mein Schmerzgedächtnis komplett überfordert.

Viele liebe Grüße
Rosa

20.12.2012 10:46 • #12


Beat1


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angst vor medikamenten kann ich vollkommen nachvollziehen. denn letztendlich weiß man nie, was man da zu sich nimmt und ob es überhaupt hilft. die pharmaindustrie kann uns ja sonstwas vorgaukeln...
bei medikamenten wie asperin habe ich keine bedenekne, da dieses schon sehr lange eingesetzt wird und keine großen nebenwirkungen zu befürchten sind.

20.12.2012 11:54 • #13


gloria12101982


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Aber selbst bei Aspirin gibt's ja genug Nebenwirkungen,...ich Depp mach hält auch immer diesen Mist und geh zu dr. Google und geb dann ein, Erfahrung mit Aspirin, dann kommt natürlich die ganze Palette,...das sollte man einfach nicht tun.

Nehmen und fertig, es hilft das Medikament, diese Einstellung müsste man haben.

Die hatte ich auch immer,...hatte nie angst vor Medikamenten.

09.02.2013 07:24 • #14


puriana


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Hallo @ all

Ich habe mich gerade hier angemeldet, weil ich vor einer Situation stehe, die mir gerade über den Kopf wächst.

Vor Jahren habe ich schon mal für 4 Wochen ein Cortisonspray nehmen müssen, hab zwar jeden Tag gezittert, aber alles okay. Jetzt habe ich das gleiche Spray 9 Tage prima vertragen und dann am Freitag plötzlich Atemnot/Ohnmacht. Ich tippe aber auf Panikattacke. Es steht als Nebenwirkung drin, dass man ängstlicher wird, hatte ich aber vorher nicht gelesen!

Nun habe ich Cortisontabletten bekommen und ein anderes Spray, in dem der gleiche Wirkstoff drin ist und zusätzlich ein Bronchien erweiterndes Mittel. Und für den Notfall natürlich ab jetzt auch ein solches Spray.

Brauchen tu ich grad eigentlich nur Ruhe ein ein paar Probleme weniger. Aber dass meine Kondition schlechter geworden ist, hatte ich auch schon beim Joggen und in den Bergen gemerkt. Na ja ... es hilft wohl nichts .. immerhin bin ich mit der Angst vor Lungenkrebs zum Doc gegangen, aber da bin ich nach seinen Worten pumperl gesund. Wenn ich mein jetziges Problem überwunden habe, kann ich mich darüber auch sicher voll freuen.

Ich bin grad echt daneben, denn irgendwie bin ich auch Virus geplagt. Hab von Freitag bis Sonntag nichts in mir behalten und auch jetzt ist mein Appetit gleich Null. Rasende Kopfweh, meist mit zunehmender Nachtruhe und erhöhte Temperatur sehen mir nach Grippevirus aus, halt abgeschwächt.

Ich hab aber ja nun wirklich eine Angststörung, die ich aber so weit prima im Griff habe. Nur jetzt ist natürlich der Ofen aus. Ich habe panische Angst vor Medikamenten, seit ich schon als junge Frau mal auf Aspirin den Notarzt gerufen habe und ich lebe alleine. Aber was bitte tun? Wenn ich die Medis nicht nehme, wird das Asthma immer schlechter. Bisher kam ich ja ohne Mittel aus, aber alleine immer das Wissen von Diagnosen macht mich völlig fertig.

Jetzt weiß ich, warum meine Mutter immer meinte "Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß!"

Sorry fürs Zutexten, aber irgendwo muss ich grad damit hin ...

Danke fürs Lesen! Noch mehr Danke, wenn jemand spontan irgendwie helfen kann, wie ich meinem Kopf erkläre, dass ich auf DIESE Medikamente jetzt keine zusätzlichen Ängste bekomme.

Liebe Grüße

puriana

04.12.2014 17:33 • #15


Vanessa91

Vanessa91


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Hallo.
ich habe seit fast sechs monaten meine blutung durchgehend. war vor drei wochen beim frauenarzt der mir hormontabletten verschrieben hatte. hab die bis vorgestern genommen und ich soll jetzt warten bis Freitag. Jetzt war ich heute wieder da und ich soll die hormontabletten jetzt absetzen und hat mir die anti baby pille verschrieben die ich ab freitag nehmen soll. auf die frage hin welche nebenwirkungen auftreten können, sagte er ich solle den blutdruck im auge behalten. nehme seit fast zwei jahren blutdrucktabletten. war heute nach dem termin beim hausarzt blutdruck messen und der war bei 140/90. also noch so im (akzeptablen) bereich. habe dort die sprechstundenhelferin gefragt (hab vergessen den fa zu fragen), was ich machen soll wenn der blutdruck übers wochenende auf einmal rapide ansteigt wegen den neuen tabletten. sie sagte das das nicht so schnell geht und sie glaubt das da nichts passiert von der einen tablette.. aber ich nehme ja nicht nur diese eine tablette.. ich muss die sechs Wochen lang nehmen.
aber dieses "ich glaube" hat mich wieder mal sehr verunsichert und verängstigt.. was ist wenn da was passiert... und passiert überhaupt was? was meint ihr dazu? das macht mich wieder völlig fertig...

25.08.2015 14:35 • #16


chriss1800


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Hallo liebe leute, zurzeit kämpfe ich mit einer heftigen bronchitis .mein arzt hat mir ciprofloxacin aufgeschrieben ,habe die erste tablette heute morgen genommen ,ich habe das medikament schonmmal gehabt vor einiger zeit wo alles gut verlaufen ist.mein problem ist ich habe trotzdem immer angst und bin nervös das ich allergisch reagiere oder sonst was.obwohl ich ja weis das nix passiert .kennt das jemand von euch , diese angst vor medis ?

27.11.2018 13:52 • #17


la2la2

la2la2


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Hey,
Ciprofloxacin gehört zu den Fluorchinolonen und ist SEHR umstritten und kann zu schweren Nebenwirkungen führen. Ich würde es nicht nehmen, sondern morgen zum Arzt gehen und mir was anderes verschreiben lassen und Antibiotika dieser Art nur nehmen, wenn es unbedingt sein muss......

27.11.2018 13:58 • #18


Uropanoel

Uropanoel


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Ich nehme ja viele Medikamente ein, aber dieses würde ich nicht einnehmen, auf keinen Fall.

27.11.2018 14:05 • x 1 #19


Holly83

Holly83


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Zitat von la2la2:
Hey,
Ciprofloxacin gehört zu den Fluorchinolonen und ist SEHR umstritten und kann zu schweren Nebenwirkungen führen. Ich würde es nicht nehmen, sondern morgen zum Arzt gehen und mir was anderes verschreiben lassen und Antibiotika dieser Art nur nehmen, wenn es unbedingt sein muss......


@la2la2:
mach ihm/ihr doch bitte nicht so eine Angst!
Die ist ja sowieso schon da und wird so nur noch verschlimmert.
Nahezu jedes Medikament kann rein theoretisch schwere Nebenwirkungen auslösen .....

@chriss:
Cipro ist ein oft angewandtes Antibiotika und wird von vielen sehr gut vertragen.
Bei meinem Partner hilft es immer sehr gut OHNE schlimme Nebenwirkungen.
Ich selbst bin allergisch, habe mit extremen juckreiz reagiert .

Wenn deine Bronchitis so hartnäckig ist dann ist eine Behandlung mit AB notwendig.
Eine verschleppte Bronchitis hätte viel schlimmere Folgen.
Zudem wenn du nun mit dem Antibiotika aufhörst entwickelt sich eine Resistenz die gar nicht gut ist!

Du hast es ja bereits schonmal genommen und vertragen also brauchst du dir keine Sorgen machen. Eine allergische Reaktion wäre sonst bei der damaligen einnahme bereits aufgetreten.

27.11.2018 14:09 • #20




Dr. med. Andreas Schöpf

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