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22.06.2010 18:07 • 24.10.2019 #1


78 Antworten ↓


Ach so.... habe vor 3 Wochen mit dem Absetzen angefangen... in kleinen Schritten. Hatte zwar da auch schon ähnliche Reaktionen, aber nur leicht. So extrem ist es erst jetzt, wo ich gar kein Venlafaxin mehr nehme.
Nehme seit diesen 3 Wochen Valdoxan, welches ebenfalls kaum Wirkung zeigt.

22.06.2010 18:21 • #2


Hallo

Mich würde Interesieren vie lange du Venlafaxin genommen hast und warum ?

ich bin am Überlegen ob ich dieses med. nehme oder nicht , weil ich schon abends MMirtazapin nehme und es mir am tag schwer fällt auf arbeit durchzuhalten , da sollte ich noch Venlafaxin zusätzlich nehmen .

26.06.2010 08:11 • #3


Ich habe Venlafaxin über ein halbes Jahr genommen. Ich bekam es wegen Depressionen und Panikattacken. Es soll Antriebssteigernd sein, aber bei mir habe ich davon nichts gemerkt.
Vielleicht hilft es dir ja....jeder reagiert anders.

27.06.2010 05:53 • #4


Christina
Hi,

Venlafaxin muss man langsam absetzen, sehr langsam. In drei Wochen von 150 mg/d auf 0 ist viel zu schnell. Was du hast, ist ein Absetzsyndrom, das ist leider häufig bei Venlafaxin, hat mit Abhängigkeit aber nichts zu tun. Wenn du jetzt schon eine Woche lang nichts mehr nimmst, hilft wohl nur noch Augen zu und durch. Ich bezweifle, dass es viel bringt, nochmal einzusteigen.

Liebe Grüße
Christina

28.06.2010 17:19 • #5


Zitat von Christina:
Hi,

Venlafaxin muss man langsam absetzen, sehr langsam. In drei Wochen von 150 mg/d auf 0 ist viel zu schnell. Was du hast, ist ein Absetzsyndrom, das ist leider häufig bei Venlafaxin, hat mit Abhängigkeit aber nichts zu tun. Wenn du jetzt schon eine Woche lang nichts mehr nimmst, hilft wohl nur noch Augen zu und durch. Ich bezweifle, dass es viel bringt, nochmal einzusteigen.

Liebe Grüße
Christina



Hi!

Nee, anfangen werde ich sicher nicht mehr. Da mir Valdoxan auch nicht hilft und ich daurch nur noch 2 bis 4 Stunden schlafen kann, muss ich diese auch wieder absetzen. Ich hoffe, da kommen keine Absetzreaktionen.
Das ich binnen 3 Wochen abgesetzt habe, war auf Empfehlung meines Arztes. Er meinte die Dosis wäre nicht so hoch gewesen.

Bin gespannt, was ich als nächstes bekomme. Habe bis jetzt Opipramol, Citalophram, Venlafaxin und jetzt Valdoxan genommen und nichts hat so wirklich geholfen.

28.06.2010 18:35 • #6


Also ich hatte 150 mg Venlafaxin genommen. Mir hat es einfach nicht geholfen wie die anderen Mittel auch. Jerdenfalls habe ich dann eine Woche nur noch eine halbe Tablette genommen und danach habe ich Lyrica bekommen. Aber es hilft einfach nix. Nun habe ich eigenmächtig von einen Tag auf den anderen die Tabletten abgesetzt, hatte morgens Lyrica und abends Paroxetin. Muss sagen ich merke keinen Unterschied ob mit oder ohne Tabletten. Mir ist es irgendwie zwar bissl übeol, aber ich denke das liegt an der Hitze und an der schwülen Luft.

Ich denke das Absetzen von Medikamenten ist eine Kopfsache. Nehme einfach ein Stück Traubenzucker und denke Du hast Deine tablette genommen.

Wünsche Dir alles gute.

13.07.2010 20:27 • #7


Christina
Hi Lady1988,

es ist nicht nur Kopfsache, aber das ist im Prinzip auch egal - jedenfalls bei Venlafaxin, da ist das Absetzen nicht gefährlich. Bei Lyrica kann's aber gefährlich werden, wenn du es von jetzt auf gleich ohne Ausschleichen weglässt. Das ist ein Antiepileptikum, du könntest im ungünstigen Fall einen epileptischen Anfall provozieren (auch wenn du nicht unter Epilepsie leidest). Sei bloß vorsichtig! Dass es nicht gewirkt hat, bedeutet leider gar nicht, dass das Fehlen dir jetzt keine Probleme machen kann.

Liebe Grüße
Christina

13.07.2010 20:34 • #8


Dienstag muss ich wieder zum Doc, mal sehen was die zu meiner Aktion sagt. Ich will doch endlich nur wieder ohne Angst und ohne diesen blöden gedanken leben...

13.07.2010 21:22 • #9


Wegen Venlavaxin war ich im KH , weil es mir so extreme nonstop Panik auslöste, dass ich es nicht aushalten konnte. Ich würde es NIE wieder nehmen. Hatte es aber auch nur 3 Tage genommen und absetzen klappte sofort.

Seit Januar nehme ich Valdoxan. Auch ich hatte Schlafprobleme, die sind aber nur kurzzeitig! In der Zeit nahm ich auf Raten des Arztes Cetirizin (Allergietablette). Davon schlaf ich wunderbar und nur kurze Zeit einnehmen ist das ok. Muss natürlich jeder selber entscheiden. Halt durch mit Valdoxan. Mir geht es VIEL besser dadurch.

13.07.2010 21:46 • #10


@ Christina,

man hast Du mir eine Angst gemacht, mit dem Satz das ich im schlimmsten Fall einen epileptischen Anfall bewkommen kann.... Aber so weiß ich wenigstens was ich eigentlich einnehme...

14.07.2010 08:02 • #11


Christina
Zitat von Lady1988:
@ Christina,

man hast Du mir eine Angst gemacht, mit dem Satz das ich im schlimmsten Fall einen epileptischen Anfall bewkommen kann.... Aber so weiß ich wenigstens was ich eigentlich einnehme...
Ich wollte dir keine Angst machen. Aber ich hoffe, du hast die Sache mit deinem Arzt geklärt (und zwar speziell diese Gefahr). Solche Medikamente müssen ausgeschlichen werden. Ich weiß leider nicht, nach wieviel Tagen man Entwarnung geben kann.

Liebe Grüße
Christina

14.07.2010 11:09 • #12


ich habe sie angerufen und sie meinte ich solle die weiter nehmen. ICh wäre noch zu labil... Aber leider hat die wenig Zeit weil sie soviele Patienten hat. Das ist der Wahnsinn. Ich nehme jetzt wie gewohnt wieder meine Medikamente sie wird sich schon was dabei gedacht haben.

14.07.2010 11:10 • #13


Hallo Tayler,

Venlafaxin bezeichnet erst einmal den Wirkstoff. Das Medikament gibt es von Wyet (m. W.) oder von BETA-Pharma als Lizenzprodukt (Generika).
Damit Du Dir die Symptome der Nebenwirkungen und Entzugserscheinungen (darum wird es sich im wesentlIchen handeln) besser erklären kannst, empfehle ich Dir, mal bei Wikipedia nach Venlafaxin zu fahnden, dort werden Symptome der Nebenwirkungen und Entzugserscheinungen m. E. sehr präzise beschrieben.

So wie Du es beschreibst, dürfte es sich um eine "Überlappung2 von Nebenwilrungen und Entzugserscheinungen handeln.

Die Symptome
des Zentralnervensyastems (ZNS)
- Zuckungen und Stromschläge im Kopf
dürften unter dem Begriff Tremor - unwillkürliche Muskelreaktionen - bekannt und darauf zurückzuführen sein. Diese Symptome gehören zu nahezu allen "trizyklischen" Antidepressiva und lassen, so auch meine Erfahrung, erst nach mehreren Monaten nach Beendigung der Auschleichphase nach.

des vegetativen Nervensystems (VNS)
- Übelkeit und Durchfall
sind die Reaktionen des vegetativen Nervensystems (Magen und Darm) die i. d. R aber bei der "Einstiegsphase" (erste 3 - 6 Wochen) neben Schweißausbrüchen, sehr oft austreten, weniger beim absetzen.

Leider enthalten Deine Angaben keine Anhaltspunkte, seid wann und wie lange Du das Medikament nimmst, nur läßt sich aus Deinen Angaben daraus schließen, dass Dich Dein behandelnder Arztin/Arzt sehr schlecht vorab über das Medikament ausgeklärt hat, diese von Dir genannten Reaktionen gehören zum Standart der Wirkungen von Venlafaxin - BETA. Meine Erfahrungen mit dem Original Trevilor (hier die Retard-Kapseln) zeigen wesentlich weniger Nebenwirkungen.

Meine Höchstdosierung war 2 x 300 mg Trevilor (vor 5 Jahren) für etwa 6 Monate,
- danach 3 x 150 mg für 1 Jahr
- dto 3 x 75 mg für 1 Jahr
- 2 x 75 mg für 1 Jahr
jeweils die Retard-Kapseln
Die Nebenwirkungen hielten sich in Grenzen mit Ausnahme der von Dir besschriebenen "Stromschläge und Zuckungen".
Mit den Neuverträgen der Krankenkassen ab 2009 erfolgte dann (Ärzte dürfen nur noch den Wirkstoff, aber nicht mehr das Medikament selbst verordnen) eine Umstellung auf Venlafaxin BETA
- weiter mit 2 x 37,5 mg Venlafaxin - BETA
allerdings mit einer erheblichen Zunahme der Entzugserscheinungen und Nebenwirkungen so des Tremor und der Magen-Darm-Problematik. Offenbar, so meine Erfahrung, hat BETA-Pharma den Herstellungsprozess nicht so recht im Griff.

Summa um arum:
Du mußt Dich auf eine Auschleichphase mindestens von 4 x die Zeit der Einahmezeit einstellen, wobei die Dosierungsstufen nicht weniger als 0,75 der Vorstufe betragen sollten.
Aus eigener Erfahrung kann ich feststellen, das bestimmte Homöopathika (Bachblüten, Schüsslersalze) die Nebenwirkungen dämpfen können, hier ist aber dringend eine längere Konsultation mit einer/m erfahrenen Heilpraktier/in (psychiatrische Nebenqualifikaktion) anzuraten, oder die Inanspruchnahme eines entsprechenden FACHARZTES FÜR HOMÖOPATIE!

Also, Geduld und viel Ablenkung - um die Symptome nicht so geballt wahrzunehmen, sind derzeit die besten Hilfsmittel.

PS: Klare Erfahrung und Meinung: Statt sinnvoller kognitiver Begleittherapien werden viel zu schnell und viel zu oft diese gruseligen Psychopharmaka verpasst!

G. R.

26.12.2010 13:33 • #14


Noch ein kleiner Nachtrag zur Anmerkung von Christina "... jedenfalls bei Venlafaxin, da ist das Absetzen nicht gefährlich."
Diese Aussage ist grottenfalsch und hochgefährlich.
Venlafaxin ist ein sog. Serotonin-Wiederaufnahmehemmer, will heißen, des Hormons, dass die Aktivität der Nervenzellen steuert. Allerdings mit höchst unterschiedlicher Wirkung in ZNS und VNS - hier die Muskulatur
Ein schlagartiges Absetzen des Wrkstoffs Venlafaxin kann zum sog. Serotonin-Syndrom führen (z. B. Atemstillstand, schwere Sehstörungen, Ausfall des Gleichgewichts), was i. d. R. dazu führt, per Blaulicht auf der Intensivstation zu landen.

26.12.2010 13:46 • #15


Zu Tayler..., Zitat:
"... Bin gespannt, was ich als nächstes bekomme. Habe bis jetzt Opipramol, Citalophram, Venlafaxin und jetzt Valdoxan genommen und nichts hat so wirklich geholfen...."

Alles und hintereinander von einem Arzt verordnet?? Totaler Grusel
So wird man zum Versuchskaninchen für die Pharmabranche, weg von diesem Arzt und Mitteilung an die Ärtzekammer bzw. an den Fachbereich "Fehldiagnostik" Deiner Krankenkasse, da wurden offenbar Medikamante nacheinader verordnet, deren Kombination selbst vom Hersteller ausgeschlossen wurde.

ggf, kann hier eine umnittelbare Rückfrage beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Konakt per
http://www.bfarm.de
hilfreich und sinnvoll sein, geht auch per eMail über:
https://www.bfarm.de/cln_094/DE/Service ... _node.html

G. R.

26.12.2010 14:03 • #16


Christina
Zitat von Baghira_GR:
Ein schlagartiges Absetzen des Wrkstoffs Venlafaxin kann zum sog. Serotonin-Syndrom führen
Sorry, aber ein Absetzsyndrom ist so ziemlich das Gegenteil vom Serotoninsyndrom (entsteht durch "Anhäufung" von Serotonin), weswegen man beim Auftreten eines gravierenden Serotoninsyndroms zwecks ursächlicher Behandlung die auslösenden Medikamente sofort absetzt. Weil auch ein Absetzsyndrom sehr unangenehm werden kann, sollte selbstverständlich sehr langsam ausgeschlichen werden und nicht jedes Absetzsymptom ist so harmlos, dass man es aussitzen kann. Aber, und darum ging es, es besteht anders als bei Antiepileptika kein derart akutes Risiko.

Liebe Grüße
Christina

26.12.2010 14:59 • #17


Zu Christina, Zitat:
Sorry, aber ein Absetzsyndrom ist so ziemlich das Gegenteil vom Serotoninsyndrom...

Hallo, hier scheinen sich sowohl Erfahrung als auch Background erheblich zu unterscheiden.
Aus sehr eigener Erfahrung aber auch aus der Pharma-Datenbank My:ifap (Stand Mai 2010)
ist mir bekannt, dass eben das Serotonin-Syndrom sehr wohl als Absetzerscheinung aber eben auch als Symptom der Überdosierung auftreten kann, was die Kontrolle und die Wirksamkeitssteuerung von Venlafaxin ziemlich schwierig gestaltet, will heißen, sowohl der Dosierungsaufbau als auch die Ausschleichung sehr fein abgestuft erfolgen muß, auch weitetestgehend auf Ergänzungspräparate verzichtet werden soll. Da ich auch die Gelegenheit hatte, in klinische Studien einzusehen, ist mir bekannt, dass zu Austauschpräparaten eine Dosierungsdistanz von mindestens 6 Monaten dringend empfohlen wird. Was ich da bei Tayler gelesenj habe, hat mir echt die Haare zu Berge getrieben. Solch ein Vorgehen in der Dosierung habe ich nicht einmal unter stationärer Beobachtung erlebt!

G. R.

27.12.2010 01:40 • #18


Christina
Zitat von Baghira_GR:
Hallo, hier scheinen sich sowohl Erfahrung als auch Background erheblich zu unterscheiden.
Den Eindruck habe ich auch...

Ein Serotoninsyndrom bezeichnet eine Sammlung von Symptomen, die durch Anhäufung von Serotonin entstehen. Klare Definition, bekannte Ursache. Wie soll es durch Absetzen eines SNRI oder SSRI zu einer Anhäufung von Serotonin kommen? Insbesondere amerikanische Patientengruppen wären über entsprechende Nachweise sicher hochbeglückt, ließen sich so doch die Herstellerunternehmen verklagen.

Zitat von Baghira_GR:
Da ich auch die Gelegenheit hatte, in klinische Studien einzusehen, ist mir bekannt, dass zu Austauschpräparaten eine Dosierungsdistanz von mindestens 6 Monaten dringend empfohlen wird.
Da wüsste ich gerne, welche Fragestellung den klinischen Studien zugrunde lag, denn die längst etablierte Praxis ist eine ganz andere. Das Design würde mich auch interessieren...

Zitat von Baghira_GR:
Was ich da bei Tayler gelesenj habe, hat mir echt die Haare zu Berge getrieben. Solch ein Vorgehen in der Dosierung habe ich nicht einmal unter stationärer Beobachtung erlebt!
Lies nochmal nach... Wie üblich wurde zunächst Opipramol ausprobiert, dann Citalopram, danach Venlafaxin und beginnend mit dem Absetzen von diesem dann Valdoxan. Fraglich, ob beim Absetzen ausgerechnet ein Quasi-Serotonin-Antagonist so eine gute Idee war, aber offensichtlich hatte der Arzt mit seinem 3-Wochen-Absetzplan eine ziemlich robuste Einstellung, was die Leidensfähigkeit seines Patienten angeht. Ein Serotoninsyndrom wurde so allerdings nicht provoziert.

Liebe Grüße
Christina

27.12.2010 12:47 • #19


Zu Christina und unterschiedlicher Erfahrung...

Aus Wikipedia zu Venlafaxin:

A) Absetzssyndrom:
Wegen des besonderen Suizidrisikos und der im Vergleich zu anderen Antidepressiva höheren Toxizität sollte Venlafaxin nach Ansicht einiger Experten nicht mehr zur Erstbehandlung der Depression verwendet werden.[9] In Großbritannien wurde die Leitlinie zur Depressionsbehandlung überarbeitet, um den besonderen Risiken von Venlafaxin Rechnung zu tragen.[10] In Deutschland wurde über ein Stufenplanverfahren die Aufnahme eines entsprechenden Warnhinweises in die Produktinformation verpflichtend.[11]

B) Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln [Bearbeiten]

Unter Behandlung mit Venlafaxin kann, wie bei anderen serotonergen Wirkstoffen, ein Poten. lebensbedrohlicher Zustand, das so genannte Serotonin-Syndrom auftreten. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn andere Substanzen eingenommen werden, die das serotonerge Neurotransmittersystem beeinflussen können. Dazu gehören zum Beispiel Johanniskraut, Lithium, Triptane, Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI), Sibutramin und Tramadol. Venlafaxin darf nicht gemeinsam mit irreversiblen und sollte nicht gemeinsam mit reversiblen Monoaminooxidase-Hemmern (MAO-Hemmern) eingenommen werden. Bei einem Medikationswechsel ist ein ausreichend langes therapiefreies Intervall einzuhalten. Auch die gleichzeitige Anwendung von Venlafaxin mit CYP3A4-Inhibitoren, wie Atazanavir, Clarithromycin, Indinavir, Itraconazol, Voriconazol, Posaconazol, Ketoconazol, Nelfinavir, Ritonavir, Saquinavir und Telithromycin, kann den Venlafaxinspiegel erhöhen.

Venlafaxin kann die AUC von Haloperidol, Risperidon und Metoprolol erhöhen. Die AUC von Indinavir ist bei gleichzeitiger Einnahme von Venlafaxin vermindert. Die klinische Relevanz dieser Interaktionen ist nicht bekannt.[14]

ebenso dort zu Serotoninsyndrom:

Das Serotonin-Syndrom (seltener auch serotonerges Syndrom) ist ein Komplex aus Krankheitszeichen (Symptome), die durch eine Anhäufung des Gewebshormons und Neurotransmitters Serotonin oder Serotonin-ähnlich wirkender Substanzen in Teilen des Körpers hervorgerufen wird. Charakteristisch für dieses Syndrom sind autonome, neuromotorische und kognitive Störungen sowie Verhaltensveränderungen. Es schließt Symptome wie Veränderungen der psychischen Verfassung, Ruhelosigkeit, rasche unwillkürliche Muskelzuckungen, gesteigerte Reflexbereitschaft, Schwitzen, Schüttelfrost und Tremor ein. Das Serotonin-Syndrom ist häufig eine Folge einer Arzneimittelwechselwirkung zwischen verschiedenen Arzneimitteln, die zu einer Erhöhung der Serotoninaktivität führen, und kann insbesondere bei einer kombinierten Anwendung von serotoninergen Arzneistoffen mit MAO-Hemmern beobachtet werden.
(Anm: eben nicht nur als Überdosissymptom)

Soweit zu den Zitaten aus allgemein zugänglichen Quellen. Insbesondere die Aussagen zu B) - Wechselwirkungen - sind m. E. hinreichend aussagekräftig.

Habe nochmal bei Tayler nachgelesen. Da ja Venlafaxin und Valdoxan antagen - gegenwirkend sind (Venlafaxin mit dem Serotonin-Wiederaufnahmehemmer und Valdoxan mit Melatonin - das als schalfsteuernd bekannte Hormon) ergibt sich dann eben der Eindruck, dass da nicht diagnostiziert und medikamentiert, sondern wohl eher "experimentiert" wird. Wäre mal spannend, wie oft bei solchen Patienten-Arztbeziehungen das Blutbild überwacht wird. Ich hatte mal die Gelegenheit, mich mit dieser Fragestellung mit einem der führenden deutschen Neuropathologen - Prof. Baumgarten am Benjamin-Franklin-Klinikum zu unterhalten.
Klares Statement: Die Analytik zum konkreten Nachweis der Wirkpotentiale von serotonin-, dopamin-, und melatoninbasierter Antidepressiva ist längst noch nicht so ausgereift in der ambulanten Praxis, dass von gesicherten Kontrollverfahren ausgegangen werden kann.
Dies war auch Gegenstand der von mir erwähnten klinischen Studie (Stand 2006).
Sinnvoll, leider oft viel zu selten genutzt, ist eine konkrete Recherche nach aktuellem Neben- und Wechselwirkungsstand z. B. in der zentralen Medikamenten-Datenbank "AMIS", dass vom BfArM und dem DIMDi gemeinsam betrieben wird.
Mein Neuro-Psych kannte dieses nicht einmal vom Namen her...

Die Anmerkung von Lady1988, Zitat:
"... Ich denke das Absetzen von Medikamenten ist eine Kopfsache. Nehme einfach ein Stück Traubenzucker und denke Du hast Deine tablette genommen.,..."
grenzt bei dieser Thematik schon an Kamikaze, wir reden hier nicht über Plazebos sondern über Wirkstoffe, die in z. T. drastischer Weise in unser Wahrnehmungssystem eingreifen und deren unterschiedlicher Wirkung auf ZNS und VNS bei weitem nicht so erforscht sind, wie von der Pharmaoindustrie immer dargestellt wird. was ganz zweifelsohne ein sehr feinfühligen und kontrollierten Umgang damit zwingend voraussetzt.

G. R.

27.12.2010 20:54 • #20




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