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Sportsfreund
Moin zusammen,
habe 2,5 Monate 75 mg Venlafaxin für Panikattacken genommen. Mitte Januar habe ich auf 36,5 mg verringert mit deutlicher Besserung (weniger benebelt im Kopf, konnte klarer denken). Insgesamt schlägt meine Verhaltestherapie sehr gut an. Meni Psychologe hatte nichts gegen eine Reduzierung auf null, meinte aber ich solle mit meinem Doc sprechen (leider hatte ich keine Zeit...)

Vor 3 Tagen habe ich von 36,5 mg direkt auf 0 abgesetzt, dachte ich doch es sei bei einer so geringen Dosis nicht so schwer auf 0 zu gehen. Nun fühle ich mich teilweise benebelt, hab Hirnblitze (wie bei der ersten Einnahme), Magen-Darm-Probleme, Stimmungsschwankungen, aber nicht so krass wie eine Depression.

Was ein Teufelszeug. Gut ist, dass trotz Stimmungsschwankungen, die ganz klar auf Venlafaxin zurückzuführen sind, ich mir klar gemacht habe, dass es die Absetzerscheinungen sind und nicht die Panikattacke.

Trotzdem meine Frage: Wie lange braucht der Körper um wieder einigermaßen normal zu funktionieren bei meiner Einnahmedauer?

Liebe Grüße,
Sportsfreund

18.02.2016 10:17 • 04.08.2016 #1


21 Antworten ↓


Wieso sollte er denn nach Venlafaxin normal funktionieren, wenn er es vorher schon nicht hat ?

18.02.2016 16:57 • x 1 #2



Venlafaxin ausschleichen von 36,5 mg auf 0 !

x 3


Hallo Sportsfreund,

wie lange die Absetzerscheinungen andauern, vermag ich nicht zu sagen.
Bei Jedem ist es anders.

Ich selbst habe Venlafaxin auch reduziert. Von 225mg auf 75mg.
Hatte aber nur knapp eine Woche mit Schwindel zu tun.
Jetzt nehme ich alle zwei Tage 75mg und es geht mir gut.
Werde es so beibehalten und dann zwei Tage dazwischen lassen. Usw.
Vielleicht wäre das auch eine Maßnahme für Dich.

Ansonsten Kapsel auf und Kügelchen abzählen und so Dosis noch einmal
verringern.

Dir einen schönen Abend und
liebe Grüße,

Mari

18.02.2016 19:44 • #3


Sportsfreund
Zitat von Kern12:
Wieso sollte er denn nach Venlafaxin normal funktionieren, wenn er es vorher schon nicht hat ?

Venlafaxin war ja nur eine Lösung, um die Wartezeit auf die Verhaltenstherapie zu überbrücken. Seit der Therapie geht es mir besser.
Ich geb mir mal ne Woche und hoffe das dann das schlimmste vorüber ist. Bin ohnehin die Tage bei meinem Hausarzt.

19.02.2016 09:48 • #4


FeuerWasser
Zitat:
Vor 3 Tagen habe ich von 36,5 mg direkt auf 0 abgesetzt, dachte ich doch es sei bei einer so geringen Dosis nicht so schwer auf 0 zu gehen. Nun fühle ich mich teilweise benebelt, hab Hirnblitze (wie bei der ersten Einnahme), Magen-Darm-Probleme, Stimmungsschwankungen, aber nicht so krass wie eine Depression.


Genau aus dem Grund hat dir auch dein Psychotherapeut geraten mit dem behandelnden Arzt Rücksprache zu halten.
Du bist weder Psychiater noch Pharmazeut und kannst nicht im Alleingang entscheiden wie man Psychopharmaka ausschleicht.
Jetzt hast du den Salat. Ich würde dir anraten den Psychiater aufzuschen und nun nicht im Alleingang oder mit Hilfe von Laien
weiter im Alleingang herum doktern.

19.02.2016 10:20 • #5


Hallo Sportsfreund,

ich nahm auch längere Zeit Venlafaxin 225mg (retard), musste es aber aufgrund von sex. Dysfkt. absetzen.
Wurde von 225mg radikal auf 75mg zurückgesetzt - merkte keinerlei Absetzerscheinungen.
3 Tage darauf wurde ich ebenfalls von 75mg auf 0 mg zurückgesetzt - auch dies lief ohne Probleme - gleichzeitig wurde ich aber auf Fluoxetin 30 mg eingestellt.
Merkte auch glücklicherweise bei Fluoxetin keine Nebenwirkungen.

Mein Psychiater, welcher mir die Absetzung von Venlafaxin verordnete, sagte mir aber auch, dass das Absetzen bzw. das Einschleichen eines Medikamentes immer schwierig sei, da man nicht genau sagen kann, wie der Patient darauf reagiert.
Und genau deshalb ist es wichtig, in dieser Zeit in engem Kontakt mit deinem Psychiater zu sein bzw. zu bleiben.
Solltest du, wie du genau beschreibst, Absetzsymptome feststellen, so halte mit deinem Psychiater sofort Rücksprache und erzähle von deinen Symptomen.

Liebe Grüße
Marvin

19.02.2016 11:25 • #6


Zazazu
Ich kann mir nicht vorstellen dass die Absatzerscheinungen seit Mitte Januar anhalten. Erst recht nicht bei der geringen Dosis.... Leidest du bezüglich der PA auch an Depressionen? Wenn dem so sein sollte liegt es nahe dass diese nun auch vermehrt durchkommen ohne die AD. 2,5 Monate Einnahmezeit ist sehr kurz. Ging es dir denn mit dem AD besser? Oder haben die NW die Vorzüge überwogen? LG zazazu

22.02.2016 18:50 • #7


Sportsfreund
So, die erste Woche ist bereits seit einigen Tagen um.

Folgende Absetzerscheinungen hatte ich bislang:
- Brainzaps
- Kribbeln im Kopf, Armen
- mittlere bis starke Übelkeit (z.T. mit Reisetabletten behandelt)
- Müdigkeit
- Niedergeschlagenheit

Nach nun 10 Tagen weiß ich nicht ob das Absetzen zu früh war. Stehe kurz davor die Tabletten wieder zu nehmen weil meine psychosomatischen Reaktionen (Reizdarm) wieder verstärkt auftreten. Ich hatte in der Absetzphase auch glückliche, gute Tage. Dennoch kommt das grübeln wieder, was das Leben sehr anstrengend macht. Aber, das muss ich wohl zugeben, bislang keine Panikattacke. Lediglich unterschwellige Ängste, die ich nicht mal benennen kann, kommen wieder.

Mit den ADs ging es mir sehr gut. Die niedrigste Dosierung hat die letzten 6 Wochen bei mir ausgereicht. Keinerlei Angst- oder Panikattacken mehr, lediglich etwas Kopfkino, aber aushaltbar. Depressionen habe ich nicht, es wurde lediglich eine depressive Phase diagnostiziert.

24.02.2016 11:20 • #8


Sportsfreund
Musste gerade eine nehmen, ging nicht mehr. Jetzt kontiunierlich weiternehmen oder kann ich morgen damit aufhören? Wie ist eure Erfahrung?

24.02.2016 13:26 • #9


Da du die Wartezeit auf eine Therapie ja schon überbrückt hast, deine Verhaltenstherapie sehr gut angeschlagen hat und dein Psychologe dir geraten hat, dass du absetzen sollst, dann lass es weg.

24.02.2016 13:29 • #10


Frollein
Hallo Sportsfreund!

Ich setze auch gerade Venlafaxin ab... ich hab es auch nur ca. 2,5 Monate genommen, allerdings vorher ein halbes Jahr Sertralin 150mg und bin dann umgesprungen, weil ich so extreme Heißhungerattacken (vor allem Abends) hatte und mir doch noch ein Funken Antrieb fehlte, auch wenn Sertralin die Angst ziemlich gut im Griff hatte.
Naja, nun will ich ganz davon runter, weil, obwohl ich durch Venlafaxin weniger Apettit hatte, in 2 Monate 10 (!) kg zugenommen habe! Pfff... hat die Erfahrung noch jemand gemacht? Mein Arzt war total erstaunt, weil das wohl eher untypisch für Venlafaxin ist... aber wir wissen ja alle, bei jedem wirkt der Krams anders. Gute Überleitung zu den Absetzsymptomen: Also ich bin seit Montag auf 75mg 1-0-0, vorher, wie gesagt, 2,5 Monate lang 150mg... bis gestern hab ich gar nichts gemerkt aber seit dem durchgehend Kopfschmerzen, mal mehr, mal weniger, aber stetig da. Generell fühlt der Kopp sich so an, als wäre da gerade ne ordentliche Grippe im Anmarsch, so ein Druck/ Dingelgefühl. Ich denke, das ist das, was viele hier und auch in anderen Foren als "Watte im Kopf" beschreiben. Diese Hirnblitze hab und hatte ich noch nicht. Kann ich mir auch absolut nix drunter vorstellen irgendwie... und die Verdauung ist seit gestern ein bisschen krampfig und doch sehr, wie soll ich sagen, "fordernd"? Keine Durchfälle oder so aber ich merk schon, dass da was umgestellt oder vermisst wird.

Ich verstehe den Sinn, die Wartezeit mit Medikamenten zu überbrücken, so war es bei mir auch, aber hat man dich da direkt von 0 auf 75mg gesetzt?
Und, so wurde es mir zumindest in der Klinik erzählt, ist Sertralin (damit hab ich auch angefangen) aktuell wohl eher das Allerheilmittel gegen Angst und Panik und öfter besser verträglich und eben auch schon in kleineren Dosen wirksam. Venlafaxin, so hat mein Arzt mit das erzählt, wirkt eh erst richtig ab 150mg weil das Noradrenalin darunter gar nicht anschlägt... aber ich bin auch kein Arzt. Ich wünschte, ich wärs, dann würde man das alles besser verstehen, was da im Körper passiert

Wie geht es dir denn heute?
Und wie oft hast du Therapie? 1x die Woche?

25.02.2016 18:54 • x 1 #11


Zazazu
Also dass Venlafaxin nur in höheren Dosen wirkt kann ich so nicht bestätigen, bin aber auch Neuling auf dem Gebiet und habe vorher nichts anderes ausprobiert ausser venla. Diese nehme ich seit einem Monat. Angefangen mit 35 dann 75. Ich sollte bereits nach 3 tagen 75 mg auf 112 erhöhen. Das habe ich aber nach 2 tagen sein lassen weil ich eh schon Schlafstörungen von sen minimaldosen hatte und somit erst einmal abwarten wollte. Mir hilft es sehr. Angst empfinde ich kaum noch. Schlafen kann ich allerdings weiterhin nur mit seroquel 25mg am abend. Ich Teile die Tablette trotz fehlendem Schlitz da ich von 50 mg noch am nächsten Tag komplett müde war obwohl ich diese schon um 18 Uhr einnahm.

25.02.2016 22:51 • #12


Sportsfreund
Ich bin im letzten Jahr von 0 auf 75 mg gegangen. Nach einer Woche war ich "drauf" und war wieder arbeitsfähig. Der Wechsel auf 75 mg nach 37,5 mg war nicht so schwierig, ganz im Gegenteil. Fühlte mich besser denn je und weniger benommen.

Wie gesagt, bin wieder auf 37,5 mg da ich eine Panikattacke hatte. Nun sieht mein Plan wie folgt aus (nach Absprache mit meinem Psychologen).
4 Wochen = 37,5 mg
3 Wochen = 25 mg
3 Wochen = 12,5 mg
dann auf null.

Das sollte die Übergangszeit vereinfachen und die Rückfallquote verringern.

01.03.2016 09:06 • x 1 #13


Sportsfreund
Guten Abend zusammen,

ich möchte euch mal ein Update geben und meine Erfahrung mitteilen.

Also, ich bin wie oben vorgegangen. Nach jeder Verringerung, jeweils nach 8-9 Tagen, gemäß meinem Gedankentagebuch, ging es mir am schlechtesten. Ich fiel wörtlich in ein Loch und glaubte die Krankheit wäre wieder da. Der Zustand war zwei Tage sehr extrem, danach ging es von Tag zu Tag besser. Heute bin ich am dritten Tag des "Lochs". Damit einher gingen natürlich auch körperliche Mißempfundgen, Magen-Darm, Kopfschmerzen, Unruhe, Weinerlichkeit etc. Auch mein altes Verhalten, negative Assoziationen Beachtung zu schenken, ist teilweise wieder da.

Jetzt bin ich seit exakt 13 Tagen auf null Milligramm. Ich bin mega stolz, aber ich hab auch schon zwei wirklich schwierige Tage gehabt, bei der ich einer Panikattacke sehr nah war und glaubte ich wäre wieder wie früher. Ich habe mich aber jeweils selbst in den Griff bekommen, mich beruhigt, auch wenn es wirklich schwer war. Dennoch fühle ich mich momentan nicht sehr gut. Termin beim Psychotherapeuten habe ich um einige Wochen vorgezogen, da ich glaube, dass ich nur die Absetzerscheinungen hinter mir lassen muss. Geholfen hat mir u.a. der Artikel: http://www.adios-angst.de/antidepressiva-absetzen/

Was meint ihr wie lange ich mich noch gedulden muss bis die Absetzerscheinungen vollständig vorbei sind? Begonnen habe ich mit 75 mg im Oktober 2015, seit Januar 36,5 mg, seit April 25 mg, Seit Juni 12,5 und nun 0. Hat jemand eine ähnlich kurze Zeit Tabletten genommen?

30.07.2016 18:26 • x 1 #14


anna violetta
Zitat von Sportsfreund:
Guten Abend zusammen,

ich möchte euch mal ein Update geben und meine Erfahrung mitteilen.

Also, ich bin wie oben vorgegangen. Nach jeder Verringerung, jeweils nach 8-9 Tagen, gemäß meinem Gedankentagebuch, ging es mir am schlechtesten. Ich fiel wörtlich in ein Loch und glaubte die Krankheit wäre wieder da. Der Zustand war zwei Tage sehr extrem, danach ging es von Tag zu Tag besser. Heute bin ich am dritten Tag des "Lochs". Damit einher gingen natürlich auch körperliche Mißempfundgen, Magen-Darm, Kopfschmerzen, Unruhe, Weinerlichkeit etc. Auch mein altes Verhalten, negative Assoziationen Beachtung zu schenken, ist teilweise wieder da.

Jetzt bin ich seit exakt 13 Tagen auf null Milligramm. Ich bin mega stolz, aber ich hab auch schon zwei wirklich schwierige Tage gehabt, bei der ich einer Panikattacke sehr nah war und glaubte ich wäre wieder wie früher. Ich habe mich aber jeweils selbst in den Griff bekommen, mich beruhigt, auch wenn es wirklich schwer war. Dennoch fühle ich mich momentan nicht sehr gut. Termin beim Psychotherapeuten habe ich um einige Wochen vorgezogen, da ich glaube, dass ich nur die Absetzerscheinungen hinter mir lassen muss. Geholfen hat mir u.a. der Artikel: http://www.adios-angst.de/antidepressiva-absetzen/

Was meint ihr wie lange ich mich noch gedulden muss bis die Absetzerscheinungen vollständig vorbei sind? Begonnen habe ich mit 75 mg im Oktober 2015, seit Januar 36,5 mg, seit April 25 mg, Seit Juni 12,5 und nun 0. Hat jemand eine ähnlich kurze Zeit Tabletten genommen?



Hallöchen,

zum Absetzen von Venlafaxin möchte ich auch mal meinen Senf dazu geben, bzw. meine Erfahrungen mitteilen:
Ich hab es seit Januar 2015 genommen (wurde mir in der Psychiatrie "verordnet"). Muss dazu sagen, dass ich seit Mai dann noch zusätzlich Pregabalin (Lyrica) verschrieben bekommen habe. Also wie dem auch sei: Ich wollte nach nun über 5 Jahren "auf" Psychopharmaka (hab schon jedes erdenkliche Medi durch. Meine Diagnosen sind u.A. generalisierte Angststörung, Panikstörung, Derealisation/ Depersonalisation, soziale Phobie) endlich ohne sein. Ich war eine ganze Zeit lang ziemlich stabil. Habe mich zumindest so gefühlt.
Also habe ich angefangen, beide Medis auszuschleichen.
War dann Anfang Mai komplett auf Null (ehemalige Dosierung von Venlafaxin war 150-75-0). Die ersten beiden Wochen hatte ich meeeeeega mit den physischen Absetzsymptomen zu kämpfen. Ständiger Schwindel, Übelkeit, Hitze usw. usw.
Kam mir echt wie ein Junkie auf Entzug vor. Dann hatte es mich noch "reingehauen", weil ich Anfang Mai einen Abszess am Bein operativ entfernen lassen musste, die erste Ärztin das nicht "richtig" gemacht hatte und ich dann das gleich Prozedere nochmal "erleiden" musste. Echt uncool. Okay, lange Rede, kurzer Sinn: ich also mit Venlafaxin / Lyrica komplett auf Null gewesen.
Ende Juni war ich dann mit meinem Mann in Erkrath übers Wochenende und was soll ich sagen? Es ging mir so so sooo schlecht ;(
ALLES WAR WIEDER DA!
Angst (ohne Grund. Ohne ein Ereignis.)
Die Angst war einfach immer unterschwellig da. Abends mit Angst eingeschlafen, morgens mit Angst aufgewacht. Die ganzen psychosomatischen Symptome waren wieder so heftig da.
Panikattacken. Die mich echt umgehauen haben.
Soziale Phobie. Ich habe in der Stadt einfach nur weg wollen. Konnte mich über nichts freuen. Hatte einfach nur verdammt schei. Angst wieder. Angst, durchzudrehen etc.
Mh... dann habe ich gleich nach dem Wochenende einen Termin bei meiner Psychiaterin ausgemacht. Das Lyrica hatte ich dann auch wieder eingeschlichen.
Der Termin bei meiner Psychiaterin war dann etwas enttäuschend, sag ich mal. Sie fragte mich, wie ich nun weiter verfahren möchte. Da ich das Einschleichen vom Venlafaxin als extrem schlimm erlebt hatte (und in der Psychiatrie damals wurde ich sehr schnell auf die insgesamt 225 mg gesetzt...) , meinte ich, dass ich eigentlich das Venlafaxin ungern wieder nehmen würde. Dass ich aber merke, dass das Lyrica nicht "ausreicht" (ich habe übrigens zusätzlich natürlich Psychotherapie, ich will also nicht alles nur über Medikamente steuern. Aber Psychotherapie hilft derzeit null!).
Lange Rede, kurzer Sinn... die Psychiaterin hatte mir dann Elontril verschrieben zusätzlich. Ich kenne mich ein bisschen mit Mediamenten aus und hatte noch im Kopf, dass Elontril ein Medikament ist, das antriebssteigernd wirken kann.
Das ist ja aber mein Problem... ich bin ja ständig unter Strom, hibbelig, nervös usw.
Hatte die Psychiaterin mehrmals gefragt, wieso Sie mir das Elontril verschreiben möchte. Ich hatte gehofft, dass sie andere Optionen nennen und aufzeigen würde... War leider nicht der Fall. Ich konnte ja ganz konkret benennen, dass ich kein Medikament brauchen würde, das antriebssteigernd wirkt.
Naja, lange Rede, kurzer Sinn: Ich habe das Elontril nicht angefangen zu nehmen (es hat als Indikation nichtmal Angststörungen).
Ich hab dann die nächsten Wochen einfach so weitergemacht. Mit dem Lyrica eben gegen meine Ängste. Nur reicht das anscheinend echt nicht aus...
Bin nun vorgestern bei einer anderen Psychiaterin gewesen (und am Donnerstag auch wieder bei meiner Therapeutin.) und die hat mir nun doch auf meinen Wunsch hin ein Rezept für Venlafaxin ausgestellt- und der Termin bei der Ärztin war voll der Horror... die ist halt gar nicht auf das eingegangen, weshalb ich da war, sondern hat versucht, mit mir ein Gespräch zu führen, was an meinem eigentlichen Begehren total vorbei ging. ;(
Ich war echt enttäuscht wieder. Und sauer. Weil diese Psychiaterin meine Ängste usw. gar nicht verstehen konnte.
Ach, sorry für den langen Text.
Die Sache ist die, ich bin mir jetzt auch unsicher, ob meine massiven Ängste nun quasi auch noch eine Art Absetzsymptom vom Venlafaxin sein können... (aber nach nun so langer Zeit ohne...? Bin wie gesagt sagt Anfang Mai ohne), oder ob jetzt einfach die zuvor "gedeckelten" Ängste grad einfach wieder ausbrechen... Ich habe keine Ahnung... Absolut nicht...
;(
Bin da mit meinem Latein auch grad am Ende.

So, nun bin ich gespannt, was ihr noch so schreibt.
Und bitte seht davon ab, mich zu verurteilen oder sonst was. Das mache ich selbst schon genug...

Alles Liebe, Eure Anna

31.07.2016 10:46 • #15


Sportsfreund
Entschuldige Anna, aber bin gerade etwas irritiert. Ich durchlebe gerade Absetzsyndrome wie eine Depression und du schilderst deinen Mißerfolg und lässt dich über deine Probleme aus. Vielleicht ist das der Grund warum Ärzten und Psychologen vor einem solchen Forum waren. Mich triggert es zu sehr, daher habe ich deine Nachricht nur kurz angerissen. Vielleicht eröffnest du einen eigenen Faden, der speziell auf deine Probleme eingeht.

Ich kann nur sagen, dass ich nun in Tag 15 bin und mit meinem Psychologen sprechen werde. Ich danke euch hier im Forum. Aber irgendwann benötigt man auch Abstand und Menschen, die einen runterziehen kann ich im Moment nicht gebrauchen. (Bitte nicht persönlich nehmen).

01.08.2016 08:57 • x 1 #16


anna violetta
Sportsfreund: oh... du hast natürlich Recht. Das tut mir leid.
War von mir echt blöd... ;(

01.08.2016 08:58 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

anna violetta
Ich versuchte schon, meinen Beitrag zu löschen, aber es geht irgendwie nicht.

01.08.2016 09:08 • #18


Sportsfreund
Alles gut! Ich habs einfach überlesen

Ich bin jetzt in Tag 17 ohne Venlafaxin. Wenn ich nur wüsste wann die Absetzerscheinungen endlich aufhören. So jedenfall pendele ich zwischen aufflammender Panikattacke ("Ist da wieder meine Depression?") und Absetzerscheinungen ("Bald ist es vorbei") hin und her.

03.08.2016 07:01 • x 1 #19


anna violetta
@ Sportsfreund: Danke für deine Worte.

Ich wünsche dir für dein Absetzen auf jeden Fall weiterhin alles alles Gute!

03.08.2016 19:32 • #20



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Dr. med. Andreas Schöpf