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MOMUCO

MOMUCO
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Hallo liebe Mitleidende. Wenn man in verschieden Foren stöbert, tut es gut zu lesen, das man nicht allein ist, mit den miesen Absetz-Symptomen.
Vor allem, dass es sich um bekannte Symptome handelt, die bei den meisten Menschen innerhalb kurzer Zeit wieder abklingen.
Ich selbst war gerade erst eine Woche auf 75mg eindosiert worden und muss leider schon wieder raus, da ich Unverträglichkeiten (Tachiokatien) feststellen musste. Also wieder zurück auf 37,5mg für wenigstens eine Woche. Das war kein großes Problem, bis auf die ursprünglichen, krankheitsbedingten Symptome der Depression und Angststörung, die wieder leicht vermehrt auftreten.
Auf Anraten meiner Psychologin sollte ich dann abwechselnd einen Tag nix nehmen und den nächsten wieder 37,5mg. Am ersten Tag, als ich nix genommen habe, merkte ich abends bereits vermehrte Kopfschmerzen. Nachts war ich völlig verschwitzt mit ungünstigen Träumen und Schlafstörungen. Am nächsten Morgen dann wieder Kopfschmerzen und starker Schwindel/Benommenheit.
In den Foren wird häufig über diese oder ähnliche Symptome gesprochen.
Vor allem und meistens verstärken sich die Ausschleich-Symptome häufig, wenn das Venlafaxin auf 0mg reduziert wird. Ein wirklich mieser Zustand, der hoffentlich "sehr" bald wieder abklingt.
Wie ist/war bei Euch die Zeit des ausschleichens? Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht? Greift ihr in den schlechten Zeiten auch ab und zu zu einer Tavor?

02.05.2025 x 1 #1


41 Antworten ↓
Sandra3

Sandra3
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Hallo zusammen
ich bin gerade auf die Erfahrungsberichte gestoßen und möchte auch meine Erfahrung mit Venlafaxin mit Euch teilen.
Ich habe dieses Medikament ( damals noch Trevilor ) vor vielen Jahren genommen, soweit ich noch weiss war das im Jahr 2007. Der absolute Horror. Man fing mit einer kleinen Dosis an, die dann immer wenn es mir nicht besser ging erhöht wurde. Ich habe dann 2x täglich 75 mg eingenommen. Zu Beginn war ich nur müde und habe nur noch geschlafen ! Mein damaliger Neurologe sagte das könne nicht sein denn es wirkt antriebssteigernd, haha das ich nicht lache. Ich war wie eine Schlaftablette, habe mich irgendwie verändert gefühlt als ob ich nicht mehr ich bin. Desweiteren hatte ich Wahrnehmungsstörungen z.B. beim Auto fahren ! Und da war für mich der Punkt das ich gesagt habe das nehme ich nicht mehr und habe von heute auf morgen abgesetzt ( ich hatte es ein paar Monate genommen ) . Wenn jetzt einer denkt, wie dumm kann man sein es aprubt abzusetzen, tja ich wurde nicht darüber aufgeklärt ! Die Entzugserscheinungen waren der absolute Horror, ich bekam so starke Kopfschmerzen das ich dachte der Kopf platzt mir gleich, massiver Schwindel und Übelkeit. extrem Müde, ich konnte keine schnellen Bewegungen machen denn mein Gehirn kam nicht so schnell mit z.B. beim aufstehen vom sitzen oder Treppen steigen, Sprachstörungen hatte ich auch. Das allerschlimmste hatte nach ca 14 Tagen geschafft aber bis die Symptome weg waren insgesamt 6 - 8 Wochen.
Ich wollte nie wieder soetwas einnehmen ! Für mich ist das nichts anderes als Dro. ( ich habe zwar nie soetwas genommen ! ) aber ich frage mich wieso bekom.t man dann Entzugserscheinungen?
Im Jahr 2011 musste ich mich leider wieder diesem Thema widmen und habe dann Citalopram von meiner damaligen Psychotherapien erhalten. Diese nehme ich nun bis heute 30 mg 1x täglich. Diese waren definitiv besser für mich geeignet. Aber ich habe auch schon Absetzversuche hinter mir die fehlgeschlagen sind ! Jetzt versuche ich es erneut , mal sehen ob ich es diesmal schaffe.
Ich habe nach einer Alternative gesucht und bin auf die Aminosäure L-Thruptophan was die Vorstofe von Serotonin ist gestoßen und versuche es.
Sollte sich jemand dafür interessieren , es ist von Hüber und nennt sich Gute Laune. Kann man im Internet nachlesen.

02.05.2025 20:28 • #42


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A


Venlafaxin absetzen / auszuschleichen Symptome

x 3


M

mikaa
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@MOMUCO danke für Deine schnelle Antwort 🙏🏻 Es ist mein zweiter Versuch und ich stelle fest, ich habe es wieder zu schnell gemacht. Muss es noch langsamer angehen. Die Symptome kamen plötzlich und waren wie bei Dir (ausser Brainzaps). Die schnelle Tour kann ich nicht machen. Habe einen kleinen Sohn. Und kann es mir nicht erlauben, 2-3 Wochen flachzuliegen. Ich will einfach weg von der Chemie - ich weiss, dass ich es ohne schaffen werde - bin in Behandlung und habe viele Tools, die mir bei der Ursprungs-Symptomatik helfen werden.

Bist Du Dir wirklich sicher, dass Dich nun Deine alten Symptome plagen / Deine Krankheit?. Ich habe heute in einer alten Mail von meiner damaligen Psychiaterin nachgelesen, dass
Venla eine sehr lange HWZ hat....damals bekam ich bei einer Dosisreduktion von über 100 auf 75 mg nach ca. 3 Wochen viele Symptome (heisst nicht sofort) und sie meinte, ich wäre erst dann wirklich bei 75 mg angekommen. Es besserte sich im Anschluss step by step. Würde in Deinem Fall heissen, dass Du auch noch mittendrin bist?

Liebe Grüße, Monika

17.04.2024 19:04 • x 1 #32


Zum Beitrag im Thema ↓


E
@MOMUCO Ich benutze Venlafaxin schon jahrelang, kenne aber diese Absetzsymptome auch gut, durch Reduktion der Dosis zum Beispiel. Wirklich abgesetzt habe ich es noch nie. Deine Absetzsymptome nach 0 werden in 2 bis 4 Wochen i.d.R. vergehen, bei jahrelanger Einnahme kann es unter Umständen viel länger dauern.

Tavor wenn du damit umgehen kannst ist sehr gut, ansonsten eignen sich auch sehr gut Doxepin oder Promethazin. Diese beiden Medikamente werden im Entzug eingesetzt, um vielfältige Entzugserscheinungen bzw. Absetzsymptome abzumildern. Alles Gute! 🍀😊

x 1 #2


P
Ich bin zum Glück immer von Absetzerscheinungen und dergleichen verschont geblieben.

Als ich das erste Mal Venlafaxin genommen habe, ging es mir auch schrecklich, diese 'Brainzaps', Schweißausbrüche, Herzklopfen, Schwindel, Orientierungslosigkeit... Habe damals noch den Beipackzettel gelesen und war überzeugt jede einzelne Nebenwirkung davon bei mir zu bemerken. Aber nach ein paar Tagen war alles okay und bei der späteren Steigerung der Dosis habe ich nie einen Unterschied gemerkt.

Abgesetzt habe ich dann von 175mg auf 0 auch komplett ohne Probleme. Wir haben das ausschleichen aber auch so lang gezogen wie es ging, auf 6 Monate glaube ich? Ich hatte diese Kapseln wo so 8 kleine Tabletten drin sind, die habe ich dann mit einem Messer immer noch halbiert, damit es wirklich in klitzekleinen Schritten geht.

x 2 #3


MOMUCO
Gruppe Danke für Eure Tipps. Ich werde mich mal nach Doxepin oder Promethazin bei meiner Psychologin erkundigen. Auch das Teilen der Tabletten ist ein guter Tipp. Ich werd's mal versuchen und berichte dann in diesem Chat wie's gelaufen ist. Allen anderen in meiner Situation wünsche ich erst mal alles gute und eine Symptomfreie Osterzeit Smile

x 1 #4


D
@grumpy_cat

Ganz kurzes Offtopic.

Richtig tolles Profilbild.

OT Ende Friede

x 1 #5


B
@MOMUCO ich habe im Januar ausgeschlichen von 225mg immer um 37,5 pro Woche und ganz zum Schluss war es nicht gerade einfach aber mit promethazin 25mg.ging es

x 2 #6


E
@Dunkelbunte Ohh ☺😊 dankeschön. Es passt aber auch so zu mir 🙈

x 1 #7


MOMUCO
Hallo liebe Mitleidenden und alle die das später mal in einer ähnlichen Situation lesen. Hier mein kurzer Erfahrungsbericht von heute.
Wie schon ganz oben berichtet, soll ich auf Anraten meiner Psychologin das Venlafaxin täglich wechselnd 37,5mg und 0mg nehmen. Ich könnte die Tabletten auch teilen, aber ich würd gern nächste Woche erst mit meiner Psychologin darüber sprechen.
Heute war wieder der Tag mit der Dosis 0mg:
Der Tag war im wesentlichen mit nur wenigen Ausschleich-Symtomen vom Venlafaxin begünstigt. Es kommt mir allerdings so vor, als würde die gestrige Dosis von 37,5mg noch seine Wirkung halten.
Allerdings merke ich dann am Abend das sich mein Befinden verschlechtert. Kopfschmerzen, Schwindel und Unruhe kommen in mäßiger Stärke hinzu.
Die letzten Nächte waren bereits beim Reduzieren alle sehr unruhig, verschwitzt und mit häufigen Wachphasen geprägt. Es scheint, als würde diese Nacht ähnlich verlaufen. Im Moment sind die Symptome aber noch erträglich. Mal schauen wie's heute Nacht oder morgen aussieht.

#8


MOMUCO
Tag 4
Heute hätte ich wieder 37,5mg nehmen müssen, aber ich hab doch ein kleines Stück von der Pille abgeschnitten. Denke mal es waren dann noch ca. 30mg.
Die letzte Nacht war doch schon besser und mit relativ gutem Schlaf gesegnet. Die heutigen Absetz-Symptome würde ich als mild bis mittel stark einordnen. Etwas Kopfschmerzen, Schwindel und morgens ein paar Brain Zaps. Also... in der Hoffnung das da nicht noch was kommt, ist das Ausschleichen nicht schön aber machbar:)

x 1 #9


B
@MOMUCO mehr war es bei mir auch nicht ging aber eine ganze weile

x 1 #10


MOMUCO
@Bea0203
Wie lange hattest du das Venlafaxin den insgesamt eingenommen? Wie geht es dir denn heute insgesamt wieder?

#11


B
@MOMUCO ca.10jahre höchstdosis war 225mg aber seit letzten Jahr keine Wirkung mehr so dass ich jetzt auf der Suche nach ein anderes medi bin paroxetin und sertralin halfen nicht

#12


MOMUCO
@Bea0203
Ach Mist. Das blöde gesuche nach einem neuen Medikament ist echt belastend. Hatte Escitalopram -wirkt nicht mehr. Venlafaxin - Vertrage ich nicht. Jetzt soll's Paroxetin werden... Aber du machst mir ja Hoffnung mit der Wirkung... 😒

#13


B
@MOMUCO paroxetin hatte ich nicht vertragen da ich einen empfindlich magen habe .

#14


MOMUCO
@Bea0203 ... Immer diese Unverträglichkeiten... man kann nix machen als alles durchzuprobieren..

x 1 #15


MOMUCO
Tag 5 geht heute dem Ende zu mit 0mg Venlafaxin.
Insgesamt waren mittlere Depressionen und etwas Schwindel, aber auch gute Stunden die Begleiter für diesen Tag. Ich denke, das hat nur wenig mit den Nebenwirkungen des Venla zu tun und eher mit meiner Grunderkrankung.
Doch Leider... Beim Abendbrot habe ich ohne nachvollziehbaren Grund katastrophisierende Gedanken, Verzweiflung&Angst in den Kopf bekommen... 30min später wurde es eine Panikattacke. 0,5mg Tavor helfen, aber der Abend ist wohl im A...! Weiß nicht ob's mit dem Venla zu tun hat oder ob's der fehlende Schutz vom Venlafaxin ist. Kann eh nix dagegen unternehmen. Ich bin wütend aber nehme es an und hoffe einfach das es irgendwann wieder besser wird...

#16


MOMUCO
Tag 6! 0mg Venlafaxin.
Heute war hart. Die Absetz-Symptome ähneln einem kalten Entzug. Kopfschmerzen, Starker Schwindel, den ganzen Tag Brain Zaps bis in die Arme. Dazu Ängste und depressive Verstimmung mit einigen Tränen über den Tag verteilt. Die Ohren klingeln wie verrückt, eine leichte Verwirrtheit usw. ! Hab mich trotzdem entschieden nicht langsamer auszuschleichen und es ohne Venla weiter durchzuziehen. Dann is es hoffentlich schneller geschafft.

#17

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MOMUCO
TAG 7: Das selbe Spiel wie am Vortag. Heftig, Heftig, Heftig! Ich nehme trotzdem nix mehr davon. Das Zeug muss raus und ich halte das durch. Die starken Brain Zaps, die Benommenheit und der Schwindel sind unerträglich. Dazu kam noch eine elende Unruhe. Am Abend gab's 0,5mg Tavor. Damit ging's etwas besser bis in den Schlaf, auch wenn der nicht lang und mit häufigen aufwachphasen geprägt war.

#18


MOMUCO
Tag 8. Heute geht es etwas besser. Gott sei Dank. Ums kurz zu machen, sämtliche Symptome haben ca. die halbe Kraft. Auch die Unruhe und Benommenheit lassen nach, sodass man einigermaßen normal agieren kann. Mal schauen wie's morgen ist...

#19


E
@MOMUCO Wie ich gelesen habe hattest du wohl die Venlafaxin Tabletten verordnet bekommen und nicht retardiertes Venlafaxin in Kapseln?

#20


A


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Dr. med. Andreas Schöpf
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