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Hallo!
Ich bin ganz aufgewühlt weil es sehr schlecht um die Beziehung meiner Eltern geht. Ich bin zwar schon 26, jedoch macht es mich doch ziemlich traurig und ich weiß nicht so recht was ich denken soll. Bereits vor 1,5 Jahren beichtete mein Vater meiner Mutter, das er sich in seine Kollegin verliebt habe. Jedoch rauften sie sich wieder zusammen, er entschied sich für uns. Ich habe zu beiden ein super Verhältnis, hatte eine Bilderbuch-Kindheit und deshalb komm ich damit gar nicht klar.
Nun fand meine Mutter sein Handy, wo natürlich eindeutige SMS drin stehen. Sie sprach ihn darauf an, er meinte, er habe sich für sie entschieden. Meine Mutter will nun, das er ehrlich zu ihr ist und nichts mehr verheimlicht. Ob diese Beziehung noch Sinn hat?
Ich weiß auch echt nicht, wie ich damit umgehen würde.
Es würde sicher die Beziehung zu meinem Vater knicken.
Meiner Mutter würde aus dem Haus ausziehen.
Der blanke Horrorgedanke für mich.
Vor 1,5 Jahren war ich noch in einer Therapie, sie sagte mir, ich soll mein eigenes Leben leben. Aber ich bin doch trotzdem noch ihr Kind

16.07.2014 12:30 • 27.11.2014 #1


21 Antworten ↓


Pestor
Auch deine Eltern haben ihr eigenes Leben.
Wenn erst einmal ein Vertrauenknick da ist, kann es auch zum Bruch kommen.
Da sind streitereien doch schon fast vorprogrammiert.

Nur weil sich deine Eltern trennen, musst du dich doch nicht für einen von beiden entscheiden.

Meine Eltern haben sich schon vor Jahren getrennt, ich habe zu beiden ein sehr gutes Verhältnis.
Warum sollte das bei dir anders sein?!

Wenn die Liebe fehlt und man sich neu verliebt, warum sollte man es sich dann antun und mit dem alten Partner noch zusammenbleiben?
Ganz ehrlich! Würdest du das tun?

16.07.2014 14:39 • #2



Trennung meiner Eltern steht kurz bevor

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Ja genauso will ich das auch sehen. Aber ich stell es mir so komisch vor, sie nicht mehr gemeinsam bei mir zu haben.

Ich finde es schon schwierig, da neutral zu bleiben, wenn mein Vater die Mutter betrügt...

Ich finde auch, das sie glücklich sein sollen. Aber eben am liebsten miteinander. Ich fühl mich wie ein trotziges Kind

16.07.2014 14:49 • #3


Pestor
Zitat von blümchen123:
Ja genauso will ich das auch sehen. Aber ich stell es mir so komisch vor, sie nicht mehr gemeinsam bei mir zu haben.

Noch ist ja nichts passiert aber wenn es passiert wirst du dich daran gewöhnen.
Es bleibt dir auch gar nichta anders übrig. Sie sind beide Teil deines Lebens aber es ist nicht dein Leben.

Zitat von blümchen123:
Ich finde es schon schwierig, da neutral zu bleiben, wenn mein Vater die Mutter betrügt...

Dann red doch einfach offen mit ihm und sag ihm deine Meinung. Aber du solltest auf passen wie du es sagst, es wird auch für ihn nicht leicht sein.

Zitat von blümchen123:
Ich finde auch, das sie glücklich sein sollen. Aber eben am liebsten miteinander. Ich fühl mich wie ein trotziges Kind

Es liest sich auch ein Bisschen so.
Es list sich auch so, als würdest du noch bei deinen Eltern wohnen. Was die Sache, für alle Beteiligten, nätürlich auch noch etwas schwerer macht.

16.07.2014 14:56 • #4


Ich kann vollkommen verstehen, dass das hart für sich ist. Ich selbst hab das auch mitgemacht und mich tatsächlich für meine Mutter entschieden- Das hatte aber den Grund, dass mein Vater meine Mutter bei der Scheidung schlecht behandelt hat. Normalerweise wäre natürlich keine Entscheidung nötig gewesen. Es war eine harte Zeit für mich, aber man gewöhnt sich dran. Ich habe meine Mutter viel unterstützt und bin ihr sehr nahe gekommen. Unser Verhältnis ist jetzt viel enger als es vorher war.

24.07.2014 14:38 • #5


Hallo blümchen,

kann ich gut nachvollziehen, dass dich die Situation deiner Eltern traurig macht. Das ist schon richtig, dein eigenes Leben zu leben und selbst wenn sich deine Eltern trennen, kannst du ja zu Beiden Kontakt halten.
Meine Eltern hatten sich scheiden lassen, als ich 16 war... Das war nicht einfach, aber die Situation davor unerträglich... Jedenfalls hatten wir anfangs keinen Kontakt zum Vater, aber dann später wieder...

Alles Gute für dich.

24.07.2014 14:53 • #6


Nun mal wieder ein kleines Update...
Meine Eltern haben sich wieder zusammengerauft und mein Vater hat sich klar zu meiner Mutter bekannt. Jetzt lief alles ein paar Wochen gut aber meine Mutter denkt, er kann die Andere nie vergessen und weiss nicht, wie lange sie das noch aushält.
Das macht mich wieder so unendlich traurig und mein Herz pocht ganz wild.
Wir bauen ein Haus gleich nebenan und stelle es mir so schrecklich vor, wenn meine Mutter nicht mehr da ist.
Ich bin so traurig

04.09.2014 10:26 • #7


Hallo blümchen,

kann mir gut vorstellen, dass dich das traurig macht... Aber sehe das mal so, das ist ne Sache deiner Eltern, die sie klären müssen.

Alles Liebe

04.09.2014 11:28 • #8


Und nochwas blümchen,

deine Mutter soll das, was sie denkt, deinem Vater sagen...

04.09.2014 11:33 • #9


ich war gerade bei ihr.
ich will immer so gern schlichten und am liebsten alles was ich denk meinem Vater sagen aber das müssen die beide tun...
Meine Mutter macht das nicht mehr lange mit. Sie tut mir echt so leid aber auf der anderen Seite will ich ja auch, das sie bleibt. Ich weiss echt nicht, wie ich mir da helfen kann. Mich belastet das so sehr.
Ich habe ihr auch vorgeschlagen, meinem Vater einen Brief zu schreiben mit all ihren Gedanken und Ängsten, das will sie auch mal machen und mit ihm reden.
Ich hab so Angst. Gibt's da nicht irgendeinen einfachen Tipp? Das wäre ja zu einfach

04.09.2014 11:41 • #10


Klar, dass dich das belastet. Als Kind belastet sowas immer, wenn man beide Eltern liebt...
Finde ich gut mit dem Vorschlag, wäre schön, wenn das deine Mutter auch umsetzen würde.

Vielleicht wäre es auch hilfreich, euch alle mal an einen Tisch zu setzen und jeder mal seinen Standpunkt dazu äußert. Du darfst da natürlich auch sagen, wie dich die Situation belastet.

LG

04.09.2014 11:58 • #11


Naja ich rede darüber nur mit meiner Mutter...Er weiss ja auch nicht, das ich so viel darüber weiss.
Damals sagte meine Therapeutin, das ich meine Eltern damit machen lassen soll denn es ist ja nicht mein Leben.
Das versuche ich auch, nur ich sehe ja wie meine Mutter leidet.
Danke Finja für deine Worte, darüber reden hilft!

04.09.2014 12:04 • #12


Da hat deine Therapeutin nicht ganz unrecht, wenn sie das sagt. Aber ich verstehe dich da voll und ganz in dem Punkt, das du siehst, wie deine Mutter darunter leidet. Das war damals bei meiner Mutter auch so ähnlich. Und ich fühlte mich aufgrund der Situation zu Hause mehr zu meiner Mutter hingezogen...

Keine Ursache, ja reden ist hilfreich...

04.09.2014 12:14 • #13


ja auch die Tatsache das ER sie belügt, ist schwierig für mich, neutral zu bleiben.
Obwohl ich irgendwo auch meinem Vater nicht böse sein kann und irgendwie trotzdem will, das sie es packen. Naja ich als Tochter kann da echt schlecht neutral bleiben.
Hast du deine Mutter beraten oder so?

04.09.2014 12:21 • #14


@ blümchen

Na ich will dir nicht zu nahe treten, aber woher weißt du denn, dass er sie belügt?

Naja, ich hatte damals mit meiner Mutter geredet und war für sie da. Denn sie hatte ja Angst vor meinem Vater, weil wenn der betrunken war, er so aggressiv wurde und ich einmal dazwischen gehen musste, als er mit dem M. auf sie zu ging. Da war ich echt sauer auf meinen Vater und auch traurig...

Ich als Kind, hatte auch immer Angst, wenn er was getrunken hatte... und hatte dann viel Herzklopfen und konnte nicht schlafen, wenn es laut wurde...

Ausserdem war ich selten mal weggegangen, weil ich Angst um meine Mutter hatte, sie allein zu lassen...

Und wie ist es bei euch?

04.09.2014 12:31 • #15


oh das ist natürlich auch krass...Mensch da war das Verhältnis ja schon immer etwas angespannt in eurer Familie.
Ich hatte eine tolle Kindheit und auch ein super Verhältnis zu beiden. Das ist jetzt erst in den letzten 2 Jahren gekommen. Vorher war es immer alles friede Freude Eierkuchen.
drum kann ich meinem Vater nicht wirklich sauer sein...
Ich weiss das er sie belügt weil ich vor einer Weile auch mit ihm geredet habe. Er wollte sich vor 1,5 Jahren bereits trennen, ist dann doch zurückgekehrt und das habe ich natürlich mitbekommen und auch mit ihm geredet. Er hängt eben an beiden und hat sich aber für meine Mutter entschieden. Tja aber vergessen kann er die Andere auch nicht...

Ich hab gerade den Gedanken gehabt, das sie doch eine Paartherapie machen könnten? Sie müssten beide mal reden und ich glaube sie wären nicht abgeneigt! Hast du da Erfahrungen oder wer anders?

Vielleicht sollte sie auch mal für ein paar Tage ausziehen, dann merkt er, was er an ihr hat?!

04.09.2014 12:42 • #16


Ja, war nicht einfach damals..., aber bei dir finde ich es auch traurig. Ich habe ja selbst zwei Kinder, die beide Eltern lieben...

Du das mit der Paartherapie finde ich garnicht so schlecht. Uns wurde auch mal eine empfohlen. Leider hatte da mein Mann nicht mitgezogen... Traurig sowas...

Ich hatte dann meine Konsequenzen daraus gezogen und wir sind auf Abstand, was uns ganz guttut, mir zumindest...

Meine Kinder haben auch zu mir gesagt, sie wollen keine Trennung...

04.09.2014 12:58 • #17

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Ja ich glaub ganz abgeneigt sind sie nicht, habe es damals meinem Vater schonmal vorgeschlagen (Einzeltherapie, denn er sah ja das es bei mir auch geholfen hat) und er sagte nicht nein. Mal schauen, ich werde es meiner Mutter vorschlagen! Was soll schon passieren? Und selbst wenn sie dort zu der Erkenntnis kommen, das es zusammen nicht mehr funktioniert, dann können es vielleicht beide besser verkraften oder damit umgehen!
Das gibt mir gerade einen kleinen Lichtblick!
Ja meine Mutter hat immer 2 Wochen Spätschicht, da sehen die sich unter der Woche auch nicht. Drum weiss ich nicht, ob es Sinn macht, wenn sie mal ausziehen würde? Keine Ahnung.
Wie ist das bei euch gelaufen? Habt ihr dadurch wieder zueinander gefunden? Kann mir das nicht vorstellen, wenn man sich einmal verabschiedet ob man wieder zurückkommt?

04.09.2014 13:04 • #18


@ blümchen

Klar, schlage das deinen Eltern vor und egal, wie es ausgeht, es bleiben immer deine Eltern...

Also bei uns ist es so, dass wir mehr eine Wochenendbeziehung führen, seit fast sechs Jahren. Manchmal bin ich aber auch länger bei ihm, je nach dem. Und ich muss sagen, es funktioniert. Ist aber nur meine Erfahrung. Jedenfalls sind wir auch zusammen, wenn die Kinder da sind. Bloß, wenn alle auf Arbeit sind, dann gehe ich halt auch meine Wege. Wir verstehen uns viel besser als vorher, auch das ist ein Lichtblick.

04.09.2014 14:18 • #19


Mhh ich glaube Abstand haben sie schon genug. Weiss nicht ob ein Auszug was bringt.
Aber die Therapie wäre was. Hauptsache mein Vater spielt mit. Männer sind da ja immer so etwas schwierig manchmal ne?
Das ist ja toll das es so bei euch funktioniert! Ich meine es bringt ja auch nix wenn man der Kinder wegen zusammen bleibt und sich nur streitet. So habt ihr noch euer eigenes Leben. Auch gut!

04.09.2014 14:22 • #20



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