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roterschnee

roterschnee
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hallo leute,

auf der suche nach einer lösung meines problems bin ich grad auf diese seite hier gestoßen... wieder ein mal zeigt mir das, dass es so viele menschen gibt, die angst haben... nur findet man sie natürlich nicht auf der strasse - ich würde gerne menschen in meiner umgebung kennenlernen die eine angstörung haben, vielleicht hilft es das man sich nicht alleine mit seinen probleme rumschlagen muss oder mit menschen die die krankheit zwar kennen aber nie verstehen werden da sie selbst nicht betroffen sind.

ich leide seit ca 9 monaten unter sozialer phobie. ich weiss weder wie das passieren konnte noch wie es wieder weggeht. ich weiss nur - ich hasse es und es zerstört langsam aber sicher mein leben.

ich war immer der typ im mittelpunkt, der spaßvogel, der frauentyp, ein selbstsicherer etwas selbstverliebter sogrenfreier mensch. sehr extrovertiert und für jeden spaß zu haben... vor ca 3 jahren hab ich mich von meiner damaligen freundin getrennt, bin umgezogen, und führte ein sehr schönes erfolgreiches singleleben und lernte jede woche neue tolle menschen kennen, wurde ein richter partyhengst und lies kaum was aus. mein bester freund ist dj und bei jedem auftritt war ich dabei - ein traumhaftes tolles spannendes leben das ich in vollen zügen genossen habe.

dann lernte ich eine frau kennen und dachte mir nach ca 3 monaten, das isse! ich gestand ihr meine liebe und sie sagte zu meiner verwunderung - nein! hmm sowas war mir noch nie passiert ! - das war meines erachtens, der auslöser, ab da gings los - ansgt. angst vor menschen - angst vor sozialen zusammenkünften - angst durch die stadt zu gehen - angst überhaupt raus zu gehn. schweissausbrüche - panikatacken - herzrasen - extreme überlkeit - würgegefühle....

was ist das nur - ich hatte keine erklährung... alles was ich liebte ist jetzt ein alptraum!

ich versuchte erst damit zu leben - dann baldrian - kein Alk. - keine Zig. - viel schlafen - wenig schlafen - sport - ernährungsumstellung - alles für die katz.... ich ging zum algemeinarzt - er gab mir pillen - die pillen halfen mehr oder weniger...

mit der zeit fand ich heraus das es sich um soziale phobie handelte und fing an mich damit zu arangieren. mit genug pillen und Alk. schaffe ich jetzt auch wieder auf eine party zu gehn... dennoch kann man nicht ständig pillen in sich rein stopfen - erst recht nicht wenn sie alprazolam heissen und Alk. ist ja nun auch keine lösung... ich werde mir, hoffentlich bald einer therapie unterziehen dürfen falls ich in diesem leben noch einen termin bekomme was sich extrem schwierig gestaltet.

mit meiner anmeldung hier suche ich: eine lösung der probleme, eine antwort was es ausgelöst hat(das versteh ich bis heute nicht) und evtl menschen in meiner nähe denen es genauso geht...

vielen dank für eure zeit...

19.11.2009 #1


28 Antworten ↓
C

Chris
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Hi roterschnee.

schon zwei Tage vom neuen Jahr vorbei. Das Jahr rast auch wieder so dahin

Ich danke auch Dir für die ausführlichen Antworten. So hat man eine gute Komunikationsbasis, und deswegen schreibe ich Dir auch gerne.

Ich habe Deine Antworten jetzt mal mit meinen eigenen Erfahrungen als Sozial Phobiker verglichen. Das ist natürlich nicht wirklich Aussagekräftig, da wahrscheinlich jeder betroffene Mensch seine Phobie unterschiedlich wahrnimt und auslebt.
So fand ich Szenarien ( Telefon, Türklingel) wo ich mich mit Dir im Einklang befinde. Kurios fand ich die Sache mit Freunden.
Zitat:
"die angst vor menschen bezieht sich nicht nur auf fremde, diese aber natürlich sehr verstärkt als auf personen die ich kenne. auch eine zu große bande von meinen leuten kann zu angstzuständen führen, etwa ab 4 oder 5 personen"

Also hier kann ich Dir soweit folgen, das man vielleicht schon mal lieber alleine ist, als bei Freunden. Wobei man bei Freunden zwar nicht das selbe "bedrohliche Potential" verspürt wie bei Fremden, aber im Sinne von " heute keine Lust" sich dann schon selbst ein bischen belügt. Wenn es aber dann doch dazu kommt, in Gesellschaft von Freunden zu sein, dann wäre es mir lieber es wären so viele wie nur möglich. Dann beschäftigen sich die Leute schon automatisch mehr miteinander als mit mir. Das resultiert wohl ( bei mir) aus mangelndem Selbstvertrauen, allen Anforderungen auch gewachsen zu sein. Hier fiel mir das erste mal ein Unterschied zu Dir auf. Bis dahin dachte ich auch, das mangelndes Selbstvertrauen die Ursache für Deine Phobie wäre. Deswegen auch mein Hinweis auf Deine Resourcen , die ich nun doch mal erläutere.

Da wären zum Beispiel Deine Freunde, die trotz der relativ nun länger anhaltenden Angststörung immer noch an Deiner Seite sind. Vielleicht weißt Du garnicht was Du für ein Glück hast, solche Menschen zu kennen, die nicht nur den Titel "Freunde " tragen. Solch netten Menschen an sich binden zu können setzt auch voraus, das DU es ihnen Wert bist. Vielleicht dadurch, das Du auch ihnen ein guter Freund gewesen bist.

Du hast berufliche Erfolge vorzuweisen. Das heißt, Du besitzt mehrere Fähigkeiten, die auch Anerkennung finden. Du weißt also, das Du gewisse Dinge gut kannst. Auch das wäre ein Potential, was man nutzen könnte Angst zu besiegen.

Ich könnte das jetzt noch weiter ausführen, aber ich merke nun das Dein Selbstvertrauen garnicht Dein Problem ist. Und das finde ich so erstaunlich. Denn nach meiner Erfahrung gibt es soziale Phobie nur als Kombipack mit verringertem Selbstwertgefühl. Ich habe auch diesbezüglich heute nochmal das I-Net durchgeschüttelt und könnte Dich mit Links, wo genau das heraus vorgeht, totwerfen.

Deswegen steht mir auch immer mehr in Deinem Fall und der Bezeichnung sozialer Phobie ein Fragezeichen im Weg.
Auch die Entstehungsweise von SP, meist im Kindesalter durch übermäßige Behütung, aber mangelnder emotionale Zuwendung. scheint ja auf Dich auch nicht zuzutreffen. Dann hättest Du auch früher schon was davon bemerkt.
Dann gibt es noch die Möglichkeit eines traumatischen Erlebnisses, was ja Lorilea auch schon ansprach. War ja auch nicht der Fall. Sowas kann man zwar auch verdrängen, macht aber alles keinen Sinn bei Dir.

Also meiner Meinung nach hast Du ein untypisches Krankheitsbild. Ich lasse mich aber auch gerne von anderen Teilnehmern hier im Forum diesbezüglich belehren.

Ich will Dir dazu nochmal einen Link geben:
http://sozphobie.freehosting.net/sp-lang.html

Ich bin jetzt mal gespannt, welche Therapie Dein Therapeut nun für ratsam hält.
Grundsätzlich ist es tatsächlich so, das SP am wirkungsvollsten mit Verhaltenstherapie begegnet wird. Im Deinem Falle weiß ich nicht. Möglich das wie bei Pasta auch bei Dir eine analytische Gesprächstherapie das beste wäre. Aber das wird Dein TP schon rauskriegen.

Ich hatte mal vor einigen Jahren das Problem mich aus einer Arbeitslosigkeit aus eigener Kraft nicht mehr befreien zu können. Diesbezüglich suchte ich einen TP auf, der mit mir Verhaltens TP sowie analytische TP, darüber hinaus noch Fokal TP machte. Den goldenen Abschluß brachte Chi Gong. Nein, das ist nichts zum rauchen ) Das Ziel damals, mich bei Firmen wieder Vorstellen zu können, konnte erreicht werden. Allerdings hatte ich dann auch wieder einen Job, und damit kaum noch Zeit neben Familie noch die TP weiterzuführen. So war das ganze leider eine Vorübergehende Angelegenheit und im Laufe der Zeit verschlimmerte sich alles wieder. Bevor Du Dir da aber jetzt für Deinen Fall Sorgen machst, muß ich noch erwähnen das ich mein SP schon mein Leben lang habe. Läßt sich also mit Deiner eigentlich gar nicht vergleichen.

Auf die Wikipedia Erklärung zum Thema Selbstwert noch näher einzugehen, schenke ich mir jetzt mal. Denn es bezieht sich auf ein Problem was Du ja garnicht hast.

Dann wünsche ich Dir viel Erfolg bei Deiner ersten PT Stunde und alles gute.

Chris

PS: Alle sozial Phobiker beneiden Dich um Deinen Job (von zu Hause aus)

02.01.2009 15:42 • #24


Zum Beitrag im Thema ↓

A


Traumfrau gibt mir einen Korb - danach Panikattacken

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C

Chris
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Hi roter Schnee,

da bist Du ja wieder. Sieht so aus als bleibst Du uns noch ein wenig erhalten. Hat doch auch was gutes, oder?

Dann wünsche ich Dir erstmal ein frohes neues Jahr. Für Dich hat es ja schon mal das positive, das Du Dich nun der Aufgabe, Dein Leben zurück zu erobern, nicht mehr alleine stellen mußt. Hast Du doch noch einen Therapeuten im Ort gefunden, der nicht ausgebucht war.

Damals meintest Du mal,
Zitat:
"die angst vorm arzt hatte weniger damit zu tun das es ein arzt ist. es geht eher darum das es eine person is die ich nicht kenne mit der ich mich aber beschäftigen muss und mich mich vorstellen muss. ich habe keine angst vor ärzten sonder vor menschen.

Das bezog sich aber nur auf unbekannte Menschen, oder?
Wie sieht das mit Bekannten oder Freunden aus. Hat sich da was geändert? Ich meine jetzt nicht , das erfolglose Rettungsversuche von Freunden auch nerven können oder Du Dich nicht mehr dazugehörig fühlst, da Du nicht mehr alles machen kannst?

Du meintest es wäre schlimmer geworden. Was ist zu dem bisherigen noch dazu gekommen? Und wie sieht es mit der Medikamentierung aus, hat sich die auch verschärft? Hat es beruflich negative Auswirkungen gehabt?

Du merkst schon, meine Fragen einzustellen war für mich kein Neujahsrvorsatz

Weißt Du , ich habe da immer noch Probleme damit, daß so in die Reihe zu bekommen. Du hast soviele Resourcen in Deinem Leben auf die Du Dich stützen kannst. Bist Du Dir dessen eigentlich überhaupt bewußt?

Die Sache mit " der Frau fürs Leben " ist für mich sehr schwer einzuschätzen. Grundsätzlich will ich nicht leugnen, daß wenn man glaubt den geeigneten Partner fürs Leben gefunden zu haben und der sagt dann Nein, man einer gewissen Orientierungslosigkeit ausgesetzt ist. Aber dann hat es ja wohl doch noch geklappt. Genau hier ist der Punkt wo ich sagen würde, das war wohl die beste Therapie, die es geben kann, wenn das wirklich Dein Problem war. Aber Dein Zustand hat sich nicht gebessert.

Bliebe immer noch der Verdacht, daß erfolgreiche Menschen sich mit negativen Erfahrungen ( nicht ereichte Ziele, Ablehnung, Kritik, scheitern usw.) viel schwerer tun als Menschen, für die dies alltägliche Begleiter des Lebens sind.
Im Laufe Deines Lebens hast Du bestimmt auch mal Mißerfolge gahabt, und konntest das alleine schon auf Grund der überwiegenden positiven Erfahrungen leicht verarbeiten. Villeicht ist sogar das Geheimnis Deines bisherigen Erfolges, das Du das sogar besser wie andere kannst?!

Irgendwie drängt sich mir der Gedanke auf, das Deine Angst vor Menschen nur der Angst vor Mißerfolg entspringt. Die Frage ist dann natürlich, wo ist Dein Selbstbewußtsein (die Frage wer oder was bin ich) und Dei Selbstwertgefühl geblieben. Zum Selbstwert erlaube mir eine Zitierung einer Wikipedia Theorie:


Selbstwertgefühl resultiert aus dem Vergleich der vermeintlichen subjektiven Fähigkeiten mit den Anforderungen, mit denen sich die Persönlichkeit konfrontiert sieht. Es lässt sich an ganz konkreten und zunehmend verallgemeinerten Anforderungssituationen bestimmen, zum Beispiel auch in psychologischen Tests. Ein hohes Selbstvertrauen gegenüber Anforderungen zeigt sich, wenn vorausschauend eingeschätzt wird, dass diese Situation gut gemeistert werden kann.

Der Grad des Selbstvertrauens hängt im Normalfall von der unterschiedlichen Befähigung für bestimmte Tätigkeiten ab und ist zeitlichen Änderungen (etwa durch Emotionen oder Müdigkeit) unterworfen.

Personen können situativ oder ständig ein inadäquates Selbstvertrauen haben, indem sie ihre Leistungsmöglichkeiten über- oder unterschätzen. Derartige Fehleinschätzungen entstehen auf der Grundlage individueller Besonderheiten, Einstellungen und anderer Eigenschaften. Ein zu hohes Selbstwertgefühl muss jedoch keineswegs günstig sein und kann sich zu Überheblichkeit entwickeln, was bei anderen Abneigung hervorruft.

Der beste Zustand ist ein Gleichgewicht zwischen den vier psychischen Säulen oder Grundbedürfnissen, insbesondere zwischen den jeweils ersten und letzten beiden:

Eigenständigkeit und Freiheit
zwischenmenschliche Beziehungen und das Bewusstsein gewisser Abhängigkeit
Wechsel in manchen Lebenssituationen
Dauer bei wichtigen Lebensgrundlagen

Vielleicht solltest Du mal Deine eigenen Gedanken und Gefühle in Bezug auf Konfrontationen mit fremdem Menschen damit vergleichen.

So, langsam wird es draußen schon hell, was bedeutet das ich zurück in meinen Sarg muß. Deswegen bleibt mir nur noch Dir viel Erfolg mit Deinem Therapeuten zu wünschen. Ich hoffe ihr werdet gemeinsam der Sache auf den Grund gehen und den einen schwachen Feiler Deines Lebens gegen einen autarken auswechseln.

Würde mich sehr darüber freuen über die Entwicklung in dieser Angelegenheit hir mehr zu lesen

Liebe Grüße und ein gutes neues Jahr

Chris

01.01.2009 08:25 • #22


Zum Beitrag im Thema ↓


B
Hallo roterschnee,

herzlich willkommen

Ich weiss nicht, ob es möglich ist, dass ein "Nein" einer Frau, in die Du Dich verliebt hast, Dich so dermaßen nach unten zieht. Das kannst Du allein am besten beurteilen. Aber vielleicht musst Du dort ansetzen. Was genau hat Dich gekränkt? Sicher fallen Dir dazu noch mehr Fragen ein, die Dich dann stückchenweise weiterbringen.

Ich wünsche Dir alles Liebe auf Deinem Weg in Richtung Heilung.

Liebe Grüße
bollywood

#2


roterschnee
vielen dank, ja ich kanns mir auch nicht vorstellen das es diesen nein gewesen sein soll - ich muss auch noch dazu sagen das diese frau sich dann doch noch besinnt hat und wir eine 3 monatige beziehung geführt haben bis ich sie beendet habe da mit mir ja nix mehr anzufangen war und ich lieber alleine sein wollte

#3


P
Hi Schnee,
doch, genau das kann ich mir speziell bei dir sehr gut vorstellen. Viele von uns waren " vorher" Mittelpunkt,in leitender Position , irgendwie immer die bessonders Starken und dann machte es "Rumms".
Schau doch mal hier vorab rein, vielleicht hilft es dir ein bissi:
Hilfe für Roterschnee
Ich drück dir die Daumen

#4


C
Hi roterschnee,

ist schon eine Woche her, das du diesen Threat eröffnet hast. Aber ich denke nicht das sich dein Pröblem schon erledigt hat, oder? Erzähl mal.

Dein Nick sagt mir leider gar nichts. Hättest du gelber... geschrieben hätte ich gewußt was du meinst aber so...!

Deine Geschichte fand ich sehr interessant, hätte nie gedacht das es so "Erfolgsmenschen" wie dich so erwischen kann. Normalerweise hattest du ja noch den Vorteil Kraft und Stärke aus mehrern Quellen zu beziehen. Denn ich vermute mal das du auch beruflich und wohlmöglich auch familiär gut dagestanden hast. Du schriebst ja auch das dein Leben langsam zerstört wurde, die meisten hier anwesenden befinden sich schon seit langer Zeit in einem zerstörten Leben wo schon fast alle Quellen der Kraft versiegt sind.

Die Frage nach dem wieso sollte eigentlich bei dir leichter herauszubekommen sein als bei denjenigen die schon ihr Lebenlang unter Einschränkungen leiden und oft gar nicht mehr wissen wie es eigentlich anfing.

Zu deiner Situation hätte ich einige Fragen.
Die betreffende Frau, mit der du dann einige Monate zusammen warst, und die du mit "die isses" umschriebst. Wie denkst du heute über sie?
Siehst du sie immer noch als diejenige, mit der du gerne ein gemeinsames Leben geführt hättest, aber durch dein momentanes "Handycapp " nicht konntest. Hast du eigentlich vor deiner Trennung von ihr mit ihr ein Gespräch darüber geführt? Und wie bist du eigentlich in deinem bisherigen Leben mit Kritik oder Ablehnung zB. in der Schule, Ausbildung und Beruf klar gekommen?

Um tasächlich heraus zu bekommen ob ihr damaliges "Nein" der Auslöser war, solltest du dich mal mit Fokaltherapie beschäftigen.

Liebe Grüße und ein schönes Wochenende

Chris

#5


Lorilea
Hey,

zu deiner Frage ob jemand bei dir in der Nähe ist muss ich leider sagen das ich nicht genau weiß wo Görlitz liegt aber ich werd das im Internet noch nachschlagen.

Ich glaube nicht das es etwas mit dem Leben eines Menschen zu tun hat ob man erfolgreich ist oder nicht. Es gibt genug arbeitslose die ihr Leben genauso lieben wie es ist. Ich bin immernoch der Meinung das es mit Erlebnissen zu tun hat. Der Abschnitt eines Lebens der nicht sehr schön war und uns immernoch verfolgt uns seis nur mit seltenen Gedanken oder Dingen die uns daran erinnern.

Ich kann dir nicht sagen ob es an dem nein lag von dieser Frau, ich denke das es eventuell der letzte Tropfen war der ja oftmals kommt weils einfach irgendwann reicht. Vielleicht bist du früher schon abgelehnt worden vor deinem wunderbaren schönem Leben ?

Pillen und Alk. helfen immer nur eine gewisse Zeitlang wobei ich nicht wissen möchte was du in dieser Zeit deinem Körper antust, außerdem kann sich das auch ins Gegenteil umshlagen. Alk. kann auch alles verschlimmern wenn du in einen Depri Zustand fällst und alles nur noch negativ siehst.

Hast du inzwischen was erreicht was Therapie oder Arzt betrifft ?
Wie gehts dir denn jetzt ?

LG

#6


roterschnee
hallo chris,

nein mein problem hat sich nicht erledigt, leider. es ist nach wie vor so:-(
ja ich war und bin auch sehr überrascht das es gerade mich getroffen hat, ich hatte eine tolle kindheit, familär war alles bestens und auch beruflich war alles okay. ich war leitender angestellter in einer großen firma und im moment selbstständig.

über die frau bin ich hinweg würd ich sagen, im nachhinein ist mir klar das wir, auch wenn ich kein "handycap" hätte, nicht zusammen gepasst haben.

das witzige ist ja das ich durch die krankheit du sie erfahren hab, da sie auch mal an sowas litt. wenns ansteckend wäre, hätte sie mich also infiziert, das geht natürlich nicht.

ablehnungen im leben haben mich wie jeden anderen sicher auch natürlich gestört aber es waren nicht viel und mein selbstbewusssein ist so groß das ich das gut wegstecken kann, eigentlich.

ich denke auch das mir nur noch eine therapie helfen kann und hoffe das ich bald was finde....
___________________________

hallo lorilea,

ich hab mir schon den kopf zerbrochen nach dem warum und was der auslöser hätte sein könn, ich habe nicht den hauch einer ahnung bzw. versteh ich nicht, das es wegen einem "nein" gekommen sein sollte.

Alk. und pillen habe ich in den letzten 2 wochen extrem eingeschränkt bis gar nicht verwendet da ich nicht von pillen süchtig werden möchte und Alk. mir derzeit überhaupt nicht schmeckt, auch auf rauchen hab ich meist keine lust - das versteh ich zwar auch nicht aber naja... kann ja nicht schaden...

was den arzt betrifft hab ich noch keine fortschritte gemacht, anscheinend haben alle urlaum im moment, keine termine frei oder nehmen keine neuen patienten, das nervt mich schon total...
heute wollt ich eigentlich zum doc wegen eines normalen problemchens, mein hausarzt hat urlaub und bei der vertretung war ich noch nicht. wollte um 3 da hin. hab aber nur ne kleine runde gedreht und bin wieder nach hause weil mir schlecht war. das is schwach, ich weiss aber ich hab angst. wovor weiss ich selbst nicht und das is genausoschlimm wie die angst ansich. war aber in der apotheke und habe bachblüten notfalltropfen bestellt - eine weitere medizin oder evtl lösung von den 100 anderen sachen die ich schon probiert habe. habe grade eine pille genommen und hoffe das ich mich in den nächsten ein zwei stunden nochmal zum doc begeben kann...

#7


P
Was für "Pillen" nimmst du denn und konnten dich die Videos so gar kein kleines bißchen weiter bringen?
Tut mir so leid, es ist schaurig, wenn man sich so schrecklich fühlt.

#8


roterschnee
ich nehm rudotel und alprazolam. mal die mal die um der suchtwirkung entgegen zu wirken....

die videos sind schön aber leider keine terapie....

jetzt hab ich mich wieder so reingesteigert - ich glaub das mit dem doc bekomm ich heute nimmer hin

#9


P
Dann erzähl doch mal, was du genau denkst, um dich da reinzusteigern Vielleicht kann man dann eher helfen, klingt es auch noch so absurd.

Sag mal, ist die Musik von dir??

#10


roterschnee
hmm schwer zu beschreiben...

also wie gesagt wollt ich heute zum arzt wegen eines normalen körperlichen problems hatte einen kleinen haushaltsunfall.... am freitag - es wird nicht besser also geh ich lieber zum doc...

ich kenn den doc nicht und war noc nie da, was die sache verschlimmert, da ich nicht weiss was und wer mich erwartet. also kamen die ersten angstgefühle ich musste auch ein zwei mal würgen was in bei mir in solchen situationen "normal" ist. meist geht es wenn ich eine weile unter menschen bin darum ging ich los und war ein päckchen wegbringen hab mich mit der postfrau noch bissl unterhalten. dann war ich noch in der apotheke. aber das hat nicht ausgereicht, ich fühl mich nicht bereit zu diesem neuen arzt zu gehn. ich weiss das das total bescheuert ist

jetzt drängen mich auch noch mein kumpel und seine frau das ich endlich zum doc gehen soll... (sie wissen von der soziophobie) also aus sorge um mich sind sie grad unterwegs zu mir und wollen mich wohl begleiten oder sowas - das funktioniert natürlich nicht, ich werde es versuchen ihnen nochmal plausibel zu machen. es ist eben schwer für menschen die die krankheit nicht genau kennen, damit umzugehen. sie meinen es gut aber verschlimmern in dem fall die situation - ach menno - ein teufelskreis...

ich könnt mich schon wieder schwarz und grün ärgern....

#11


P
Das sind NICHT deine Gedanken!
Was denkst du genau?
Sowas wie: Der Arzt wird mich für einen Idioten halten?
Was ist, wenn ich mich vor ihm übergeben muss?
DAS sind Gedanken. ersuch es noch einmal

#12


C
Hi, ich nochmal kurz


Das du dich hier im Forum (nach drei Beiträgen) an die Autoren der Bücher ( Doris Bernd und Robbi ) wenden kannst, weißt du?

Zu deiner geographischen Lage. Du wohnst ja wirklich ungünstig. Nach Polen rüber ist ja nicht. Wie weit ist das denn bis Dresden von dir. Die Therapien finden meist nur ein bis zwei mal die Woche statt. Vielleicht lohnt sich da ein etwas weiterer Weg?

PS: Deine Freundin hatte das auch? Was nehmt ihr denn bei euch als Trinkwasser ( War ein Scherz )

LG Chris

#13


Lorilea
Guten Morgen Roterschnee

Also war deine Kindheit schön. Freut mich aber vielleicht hast du was übersehn ? Ein Unfall, ein Freund der ums Leben kam, ein kranker Verwandter ? Sowas reicht oft schon aus weisst du. Dein Unterbewusstsein warnt dich ja nicht vor, von wegen in 3 Jahren hast du das und das. Das geht schleichend und über die Zeit kann es dann schon passieren das ein nein ausreicht um dich vollends aus der Bahn zu werfen.

Das mit der Angst vor Ärzten kenn ich, nur ist meine Angst etwas zu haben oder krank zu sein größer. Versuch dir zu denken das dieser Mann kein Arzt wär und seine Praxis hätte wenn da schonmal was passiert wäre. Der muss das ja elendslang lernen bis er behandeln darf. Wenn du hingehst kanst du ja damit beginnen ihm deine Angst zu sagen. Wenns ein guter Arzt ist dann wird er das verstehn und dir helfen und dir alles erklären. Wenn du das nicht behandeln lässt kanns ja sein das du dann ins Krankenhaus musst, schonmal darüber nachgedacht ? Es wird ja nicht besser. Ich weiß nicht wies dir geht aber ich mag keine Krankenhäuser. Ich weiß ja nicht was genau du dir getan hast, welchen Unfall du hattest.

Warst du vielleicht sogar schon beim Arzt ?
Wie gehts dir denn heute ?

Nimms deinen Freunden nicht krumm, sie verstehns nicht aber sie machen sich eben Sorgen um dich und das sollten Freunde auch tun. Das zeigt das sie dich wirklich gern haben. Gib ihnen ne Chance
Vielleicht hilft es ja ein bischen.

Viel Glück

#14


roterschnee
huhu iris,

es ist meist die angst vor der angst... ich bekomm einen kloß im hals und werd ein bisschen panisch und denke ich kann da unmöglich hingehn weil ich ja bestimmt noch mehr panik bekomme als jetzt schon und dann wird mir übel und ich muss brechen...

ja überall wo mein künstlername dran steht, hab ich das gemacht.
________________________

huhu chris,

oha nein das wusste ich nicht, meinst du die können mir helfen? wie stell ich das an?

ja ich wohn hier echt am a.. der welt, leider... allderdings logistisch schon extrem toll so das ich kein kfz brauch was allerdings auch den weg nach dresden nicht möglich macht.

ja meine exfreundin hatte das ein paar jahre bevor wir uns kennengelernt hatten aber bei ihr wundert es nicht sie hat schon extrem viel schlimme sachen durchgemacht.

_________________________

huhu lorilea,

ja meine kindheit war toll, kein unfall niemand ums leben gekommen keiner krank. naja uroma und uropa sind gestorben aber das is ja nunmal normal.

die angst vorm arzt hatte weniger damit zu tun das es ein arzt ist. es geht eher darum das es eine person is die ich nicht kenne mit der ich mich aber beschäftigen muss und mich mich vorstellen muss. ich habe keine angst vor ärzten sonder vor menschen.

ich wurde also am freitag noch von meinem kumpel und seiner freundin zum doc geprügelt - es war echt hart - zum glück hatte ich eine 1,5 stunden im wartezimmer zeit mich an die situation zu gewöhnen und dann gings auch. heute gehts schon besser - hab bettruhe und antibiotikum bekommen, morgen muss ich noch mal hin. hoffe das geht dann besser aber ich denk schon da ich den doc ja jetzt kenne.

#15


C
Hi,

schau mal hier:

angst-panik-hilfe-experten-f52/

Viel Glück

LG Chris

#16


Lorilea
Hallo roterschnee

Hast du gut gemacht das du zum Arzt bist. Kontrolle warste schon ? Wars schlimm ?

Wie gehts dir denn ?

Angst vor fremden Menschen .. hmm dazu kann ich wohl kaum hilfreiche Tipps geben. Wenn ich mich da unwohl fühle dann stell ich mir den in der früh nachm aufstehn vor. Der hat mit Sicherheit genau so ne zerrupfte Matte wie ich und is auch nur n Mensch. Noch dazu einer der mir helfen will (Arzt ect.)

LG

#17

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P
Hallo roterschnee und hallo an alle anderen,

bin auch neu hier und hab beim Lesen deiner Beiträge festgestellt, dass du genau die gleiche Symptomatik hast wie ich. Ich lebe nur bereits schon seit knapp 3 Jahren damit. Bin natürlich in psychologischer Behandlung weil ich es leider nicht allein weg bekommen hab (wie ich anfangs gehofft hab).
Das größte Problem is, wie du schon gesagt hast, Situationen und Personen die mir unbekannt sind (wie bei Dir der Arztbesuch).
Das Würgen hab ich auch und ich bin froh zu lesen dass jemand das auch kennt...

Lg

#18


roterschnee
danke chris ich guck mal....

ja lorilea, gut das ich hingegangen bin es is schlimmer als ich dachte nuja... werds überleben... das zweite mal war nicht so schlimm gestern, ich weiss ja jetzt was mich da drin erwartet, da wars nur bisschen mulmig...

hey pasta,

na dann mal auch herzlichen glückwunsch zu dieser krankheit freut mich auch zu hören das es noch andere gibt die das gleiche haben... es ist wirklich besch***en! das du das 3 jahre schon hast baut mich aber nicht grad auf:-(
wie lange machst du die therapie schon und was wird da mit dir gemacht? das interessiert mich. hilft es? lohnt es?

lg

#19


P
Das is nun mal leider kein Schnupfen, sondern hat für deine Psyche ganz unterbewusst einen Sinn. Ein ganz banales Beispiel bei sozialer Phobie ist Selbstschutz vor Verletzungen oder unangenehmen Gefühlen.

Ich hab vom Hausarzt auch erst Tabletten verschrieben bekommen, die eigentlich gar nicht geholfen haben. Dann war ich bei einer Psychologin, die Verhaltenstherapie durchführte, d.h. Behandlung der Symptome durch Konfrontation mit den angstauslösenden Situationen. Ich muss ehrlich sagen, dass mir das nicht wirklich gefiel, weil ich erstens keine Besserung in solchen Situationen merkte und zweitens wollte ich wissen warum der sch... aufgetreten ist, also die Ursachen und dann an denen arbeiten. Das ist vielleicht nicht unbedingt schneller, aber dafür langfristiger bzw. effektiver.
Deshalb mache ich jetzt seit geraumer Zeit eine analytische Gesprächstherapie bei einer Psychologin. Seitdem wird's kontinuierlich besser, ich mache Dinge wie selbstverständlich, wie vor der Angststörung, die ich am Anfang nicht geschafft hätte. Da wurde mir sogar schon im Supermarkt schlecht.
Bei der Therapie werden längst verdrängte und dadurch krank-machende Gefühle ausgegraben und einem wird nach und nach bewusst, was eigentlich dahinter steht. Das ist wichtig um Dinge dann auch wirklich verändern zu können, die dazu geführt haben.

Aber im Endeffekt kann ich hier nur erzählen, was ich für Erfahrungen gemacht hab und wie ich die Sache angehe. Trotzdem muss jeder für sich selbst entscheiden, was für ihn am besten ist.

@ roterschnee: ich wollte dich nicht entmutigen, nur weil das bei mir so ist, heißt das noch lange nicht dass das bei dir nicht ganz ganz anders ist...

#20


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