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Napoleon

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Es fällt mir schon sehr schwer, mich in der "Öffentlichkeit" zu meinem Problem zu outen. Vor etwa 8 Jahren habe ich meine "Liebe des Lebens" getroffen. So dachte ich. Das Problem war jedoch, dass diese Frau in einer langjährigen Ehe - mit zwei erwachsenen Söhnen" steckte. Ich wußte jedoch, dass diese Ehe nur noch auf dem "Papier" bestand. Da mir das alles bekannt war, habe ich 2,5 Jahre lang keine Anstalten unternommen, näher mit dieser Frau in Kontakt zu kommen. Ich habe mich die ganze Zeit damit gequält und im Februar 2011 konnte ich die Gefühle der Liebe nicht mehr zurück halten und alle Dämme brauchen. Wir kamen zusammen und wollten es probieren ob wir eine Beziehung eingehen könnten. Nach etwa 6 Monaten erklärte sie mir, sie hätte sich unsterblich in mich verliebt und sie könnte sich eine gemeinsame Zukunft mit mir vorstellen. Aber ich müsste noch solange warten, bis ihr jüngster Sohn die Ausbildung abschließen würde. So vergingen die nächsten 2 Jahre und wir beide fühlten uns in dieser Beziehung geborgen und verstanden. Es war für mich die Erfüllung der großen Liebe und ich ging davon aus, dass es für sie ebenso war. Aber vor etwa 1, 5 Jahren zogen dunkle Wolken auf und sie "ruderte" immer mehr von ihrer Liebeserklärung ab bis zum Februar diesen Jahres, als sie mir eröffnete, dass sie auf keinen Fall ihren Mann verlassen würde, weil sie "ihr Glück nicht auf das Unglück Anderer aufbauen wollte. Ich war wie vor den Kopf gestoßen nach all den Jahren. Aber sie meinte auch, dass sie m ich auf keinen Fall verlieren wollte und unser Band der Liebe würde stets bestehen bleiben und ich wäre immer in ihrem Herzen. Aber ich wurde misstrauischer und hatte immer mehr Angst sie doch zu verlieren, zumal sie unsere Treffen immer mehr einschränkte. Mitte August diesen Jahres sind wir noch für ein paar Tage in Urlaub gemeinsam gefahren und dort haben wir unbeschreiblich schöne Tage verbraucht, voller Vertrautheit, in tiefer Zuneigung und sie sagte mir, dass sie an meiner Seite sich unglaublich glücklich und geborgen fühlt und sie wolle mich niemals gehen lassen. Nur 4 Wochen später jetzt Mitte Sept. 2016 hat sie von einem auf den anderen Tag zuerst den Kontakt abgebrochen und über ihre Freundin mir ausrichten lassen, die Beziehung sei zu Ende und es würde auch kein Kontakt mehr gewünscht. Ich fiel - nein ich falle noch jeden Tag - in ein großes schwarzer Loch der Einsamkeit, der tiefen Enttäuschung und Verzweiflung. Frage mich nach dem WARUM! Ich habe aus Angst sie zu verlieren, vielleicht in den letzten Monaten zu viel geklammert, sie mit meiner Liebe überfordert, manchmal vielleicht war ich auch übergriffig. Aber ich tat es aus aufrichtiger Liebe. Ich bin zutiefst verletzt und es tut so unheimlich weh auf diese Art verlassen zu werden ohne eine plausible Erklärung ohne Chance mich zu äußern. Ich habe sicherlich Fehler gemacht, auch den Fehler eine Beziehung zu einer verheirateten Frau einzugehen. Aber es ist für mich die wahre, aufrichtige Liebe gewesen und es ist sie immer noch. Und für sie war es bestimmt ebenso, sonst wären wir keine 6 Jahre unter diesen Voraussetzungen zusammen geblieben. Ich glaube auch noch daran, dass sie mich sicherlich noch liebt, aber der Druck es jedem gerecht zu machen ist für sie wohl zu groß. Aber ich möchte sie als Mensch nicht verlieren. Es ist für mich kaum zu ertragen, dass sie sich nicht meldet. Aber ich möchte mich auch nicht melden, weil ich dann befürchte sie weiter unter Druck zu setzen. Habt ihr ein solche Situation auch schon einmal erlebt und wie habt ihr Euch verhalten bzw. wie seid ihr mit der Situation umgegangen?

28.09.2016 17:25 • 23.04.2019 #1


49 Antworten ↓


NachtFalke2016

NachtFalke2016


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Hallo Napoleon,
erstmal ist das ganz schwierig dir zu antworten, denn zwei Fragen stehen unmittelbar im Raum:

1.) Was meint sie mit "Sie wolle ihr Glück nicht auf das Unglück anderer aufbauen"
2.) Was genau meinst du mit "vielleicht war ich auch übergriffig" ? Da kann man ja viel hinein interpretieren...

Beste Grüße,
Nachtfalke2016

28.09.2016 17:59 • #2


Icefalki

Icefalki


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Sag mal, deren Mann, hat der das alles gewusst und da mitgespielt?

Sorry, natürlich noch ein herzliches Willkommen bei uns.

28.09.2016 18:05 • #3


Maro


Einfach so den Kontakt abbrechen, das geht gar nicht. Da ist es auch völlig egal in welcher Situation sie steckt. Diese Tat ist an Gemeinheit nicht zu überbieten und absolut unverzeihlich. So geht man nicht mit Menschen um, nicht einmal mit Tieren...
Und so würde ich ihr das auch mitteilen. Die Wahrheit soll ausgesprochen werden.

28.09.2016 18:54 • x 3 #4


Discovery41

Discovery41


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Hi Napoleon,
erst mal willkommen im Forum, mir stockts grad den Atem weil ich fast dasselbe erlebt habe. Nur schon fast 4 Jahre her.
Wir haben uns übers iNet kennengelernt. Obwohl sie gleich mit offenen Karten gespielt hat, konnte ich nicht von ihr lassen.
Und das erste reale Treffen war wie auf einem anderen Planeten. Hatte bis dto schon einiges an Beziehungen hinter mir, bin ja eher unnahbar,
aber sowas hab ich noch nie erlebt. Wie eins, wie wenn die Seele wandern ginge, das war schon Wolke 100....ja denke war die Liebe meines Lebens.
Und ich spürte ihre Liebe ja auch, Kinder, Hochzeit, alles wünschte Sie sich mit mir. Aber sie kam einfach nicht von ihrem Freund weg.
Alle waren eingeweiht, selbst der Freund wusste es, war ihm egal, tat so als wäre alles in Ordnung. Alle Bekannte sahen uns als Traumpaar.
Der Kampf ging 3 Jahre,1000te SMS, weiss nicht wie viel Mails, in dieser Zeit kaum geschlafen...wollte nur dass wir ein Paar werden.
Irgendwann meldete Sie sich einfach nicht mehr, eben bekam keine Antwort mehr, ganz sporadisch nur, hat mich ohne Begründung einfach
fallen lassen. Der Liebeskummer ging dann locker 3 Jahre, seit dem lass ich niemanden mehr an mich ran, selbst Therapien brachten nix. Diese 6 Jahre
haben mich verändert und Wunden geschaffen wo nie wieder schliesen.
Drum kann ich so mit dir mitfühlen, da kämpft man jede Sekunde, erlebt DIE Liebe des Lebens und das jähe Ende. Das ist wie ein "Liebes ICE" wo immer mehr
Fahrt aufnimmt und am Schluß mit 300 km in die Wand kracht. Du musst jetzt stark sein und sie in Ruhe lassen. Ich hab Sie gegen Schluß mit Mails überrollt,
pure Verzweiflung, wie im Schockzustand...gebracht es nix, nur das ich mit jeder Mail wo ich geschrieben habe wieder Hoffnung geschöpft habe, obwohl ich nie wieder was von ihr gehört habe. Denke musst loslassen, wenn Sie dich wirklich liebt meldet Sie sich wieder.
Hoffe kannst wenigstens schlafen und deiner Arbeit nachgehen.....
Grüssle Discovery

28.09.2016 20:45 • x 2 #5


Soraya72

Soraya72


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hinterfrage nochmal die letzte zeit - du gibst zu, fehler gemacht zu haben, okay, fehler macht jeder, aber was genau für fehler ? was bedeutet übergriffig ? du musst dies natürlich hier nicht im kleinsten detail offfenlegen, aber sei ehrlich mir dir. kommst du auf DEN fehler, den sie dir nicht verzeihen kann, der sie so weggetrieben hat ? kannst du diesen fehler "gutmachen" ? kannst du mit einem gemeinsamen freund reden, der euch beide kennt, der erklären kann, was sie so verletzt hat - vielleicht kann man dieses problem aus der welt schaffen...wenn das nicht geht, bitte sie schriftlich (guter alter brief) dir zu erklären, was der auslöser für ihr verhalten war - sag ihr, dass du ihre entscheidung akzeptierst aber es dir wichtig ist zu verstehen, das ist sie dir nach all den jahren schuldig - es sei denn - es gab einen vorfall der ihren plötzlichen kontaktstopp rechtfertigt, aber das kannst nur du allein wissen....und sollte es diesen nicht geben, und sie dir eine antwort verweigern, dann hilft dir das auch - schau nach vorne und hak es ab

30.09.2016 10:28 • x 1 #6


Napoleon


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Guten Morgen Soraya72, vielen Dank zunächst für Deine Antwort. Mir schwirren seit etwa 3 Wochen die Gedanken nur durch den Kopf, ungeordnet, ein völliges Chaos. Ich glaube zwar, was sie gestört hat. In den letzten 1 1/2 Jahren machte sie die eine oder auch andere Andeutung. Das Leben was sie führt ist vorsichtig ausgedrückt, schwierig. Sie geht halbe Tage arbeiten, kümmert sich um ihre alte Mutter, sie führt nur noch nach Aussen hin eine Ehe (was im breiten Umfeld bekannt ist). Ihr Ehemann interessiert sich seit mehr als 2 Jahrzehnten nicht mehr für sie (keine Liebe, keine Zuneigung, keine Für- und Vorsorge, sie ist für ihn nur noch eine Art Haushaltshilfe). Und daher hat sie von etwa auch 20 Jahren mit dem Laufsport begonnen. Als wir uns kennen lernten hat sie mich motiviert auch mit dem laufen zu beginnen, danach mit dem Rennradfahren, dann mit dem Triathlonsport. Wir beide ergänzten uns optimal. Und auch unsere Zuneigung wuchs ständig bis hin als sie mir vor 3 Jahren einen Heiratsantrag machte, den ich überglücklich auch angenommen habe. Die einzige Bedingung war, dass ihr älterer Sohn zunächst seine Ausbildung beenden sollte, weil er ggf. durch die Trennung der Eltern leiden könnte und er dadurch seine Ausbildung gefährdet wäre (er ist psychisch nicht ganz stabil). Das habe ich bis von etwa 7 Monaten akzeptiert. Doch danach begannen die Auf und Abs in unserer Beziehung, die darin mündete, dass meine Freundin mir erklärte, dass sie aus moralischen Gründen und aus Gründen, die das soziale Umfeld betreffen (Geschwister, Mutter, Freunde) ihre Ehe nicht aufgeben will. Ich war wie vor den "Kopf gestoßen", wollte sofort die Langjährige intensive Liebesbeziehung beenden. Aber das wollte sie nicht, sie bat mich inständig einen Weg zu finden, dass ich bei ihr bliebe. Da diese Frau die Liebe meines Lebens ist, habe ich mich auf ein Arrangement eingelassen. Und sie war überglücklich, dass ich bei ihr geblieben bin. Aber ich stellte sehr schnell fest, dass dieses Arrangement nur einseitig blieb, nämlich bei mir. Ich musste mich stets zurück halten. Musste für alles Verständnis haben, wenn sie z.B. auch kurzfristig Termine einfach cancelte und ähnliches. Dann wieder glühende Liebesbeweise und Beteuerungen, die auch zu dem Zeitpunkt sicherlich von ihr ehrlich gemeint waren, dann aber wieder ein Zurückstoßen. Dieses ständige Gefühlschaos machte mich unsicherer, misstrauischer und missgelaunter. Und hier begann ich Fehler zu machen: Ich klammerte mehr, war auf einmal ungehalten und mürrisch auch wenn wir ein schönes Treffen hatten. Ich fragte häufiger nach, ob sie mich denn überhaupt noch lieben würde . Und hierauf reagierte sie meist unwirsch und wiegelte alles ab. Angeblich hätte ich ihr mit einer Bemerkung am 26.8.2016 (ich schreibe das hier genau rein, weil die Freundin es mir so ausrichten sollte) sehr weh getan und da wäre was gestorben und sie hätte sich innerlich von mir entfernt (so die Begründung). Am 26.08.16 waren wir zum Laufen verabredet und ich sollte sie bei ihrer Schwester abholen. Was ich auch so getan habe . Ich war ein paar Minuten früher dort und als sie kam, gab sie jedem die Hand, nur mir nicht. Ich war etwas verblüfft und ich ließ mich zu einer flapsigen Redensart hin reissen ("Und ich, Du übersieht wohl kleine Leute). Als wir im Auto saßen hat sie mich richtig diszipliniert und beschimpft. Wenn das der Grund und auch mein Fehler sein sollte, verstehe ich gesagt überhaupt nicht mehr und ich muss daran zweifeln, ob sie ich jemals aufrichtig geliebt hat. Ich glaube vielmehr, ihr soziales Umfeld, die Arbeit und der Alltag zu hause , das extreme Kümmern um die Mutter und sich alles Heranziehen zu wollen, sich beim Sport in den letzten Monaten leistungsmäßig extrem sich unter Druck zu setzen und dann noch ich als "Lover", der dann auch noch zu seinem Recht kommen möchte, dass hat sich schlichtweg überfordert. Und somit hat sie für sich die Reißleine, wenn auch feige mir gegenüber, gezogen. Einer musste letztendlich daran glauben und das war ich, weil ich in ihren Augen in der letzten Zeit nervig wurde und sie mit meiner überbordenden Liebe überfordert habe.. Ich glaube schon, dass ich ihr noch was bedeute und nicht ganz aus ihrem Herzen fort bin, aber sie hat sich von einem Druck befreit, das war leider ich, dem anderen Druck kann sie aus ihrer Sicht nicht entfliehen bzw. dem Leistungsdruck ihres Sportes will sie nicht entfliehen. Es ist sicherlich kein Trost für mich, nur für mich eine rein rationelle Erklärung ihres Verhaltens und ich hoffe so sehr, dass sie nochmals auf mich zukommt und mir die wahren Gründe schildert und das schönste für mich wäre, wenn ich sie als Mensch nicht verliere. Ich denke Übergriffigkeit und das zu starke Klammern aus unendlicher Liebe heraus sind Fehler, man muss mir aber auch die Möglichkeit geben, diesen Fehler zu korrigieren. Einengen und zu viel Nähe in der Liebe ist für viele Menschen schwer zu ertragen, aber gleich einem geliebten Menschen die Liebe zu entziehen, dass ist unmenschlich. Jeder hat eine 2. Chance verdient vielleicht sogar eine 3.

30.09.2016 11:16 • #7


Kern12


Zitat:
Ich habe sicherlich Fehler gemacht, auch den Fehler eine Beziehung zu einer verheirateten Frau einzugehen.

Das ist aber ein ziemlich großer Fehler.

30.09.2016 11:38 • x 2 #8


Eraserhead


Jaja..mal wieder eine mit "the best aus both worlds"..
Dich schön auf Standby gehalten, aber die "wärmende" Decke der Ehe nicht aufgeben.

Kenne ich in Abwandlung irgendwie auch.
So ganz können sich die Damen von ihrer ach so schlimmen Ehe dann doch nicht lösen.
Kinder sind meist eine Ausrede. Also dass man sich nicht trennt.
Sind die Damen doch bei anderen Dingen ganz forsch und konsequent.

Wenn man wirklich will und alles so schlimm ist, dann macht man es.
Und findet Lösungen.
Tat und tut sie aber nicht.

Du hast eine jahrelange Meanderei hinter dir und bist zu ihrem Spielball geworden.
Was hattest du denn jemals in der Hand?
Selbst den Antrag hat SIE dir gestellt..obwohl noch selbst verheiratet.

Ich kann dir nur raten, nimm dich und dein Leben in die Hand.
Viele verwechseln Ablenkung, Habenwollen, Jagen, jemanden bekommen,
mit Liebe.
Ich will nicht sagen, dass sie dich nicht geliebt hat - gerade in den intensiven Phasen
sind diese Menschen ganz "überliebend"...aber das erkaltet so schnell wie ein Eis bei 30Grad schmilzt.

Und genau den Fall hast du jetzt.
Via einer Freundin wird dem Herrn mitgeteilt, er kann gehen.
Und wird nicht mehr erwünscht.

Ganz ehrlich...Kontaktsperre. Zieh dich zurück.
Sie will nicht mehr.
Dann gibts dich nicht mehr. Aus Amen.
Finde zu dir und sehe die "verlorenen" Jahre nicht als Verlust an,
sondern als Erfahrung.

Wenn es in irgendeiner Form bei ihr zu einer Einsicht kommen sollte..
was ich nicht glaube...wird das ein ewiges Auf und Ab bleiben
mit Hinhalterei und viel Schmerz.

Muss das sein?
Lieben und Beziehung soll gut tun. Das eigene Leben unterstützen
und das soll der Bereich sein, in dem möglichst wenig Stress und Schmerz ist.
Warum lacht man sich ausgerechnet in dem schönen Bereich immer soviel Ungemach
(freiwillig) an?

PS: Bitte mehr Absätze machen...in Zukunft.
Dann liest es sich besser

30.09.2016 11:58 • x 5 #9


Soraya72

Soraya72


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hallo napoleon,
okay, danke für das mehr an info. nun lass mich überlegen.....sie ist mutter und hat das wohl ihres kindes über alles andere gestellt. ich bin selbst mutter - daraus kann man ihr keinen vorwurf machen, das würde auch ich jederzeit tun, versteht vlt nur eine mutter selbst. kein mann kann je so wichtig sein als das wohl des eigenen kindes. als frau würde ich sagen, sie ist nicht all die jahre bei dir gewesen, wenn sie dich nicht geliebt hätte, sie hat dich aber auch gebraucht. als gegenpol, als freund, geliebten und gegenüber in einer lieblosen ehe mit all den zwängen und koventionen um stark zu sein für die kinder. nun sind die kinder versorgt....was steht jetzt an....sie muss und will ihr leben neu orientieren. So - ab da gibt es zwei möglichkeiten, die eine, es kann natürlich sein, dass sie dich aufgibt, weil sie den ganzen druck nicht aushält und ihr das als der einfachere weg erscheint. kann sein....es kann aber auch sein, dass dieser ganze weg mit dir neben der familie her ein weg war, der euch jetzt nicht in dieselbe richtung führt. sie weiß jetzt vlt wo sie hin will, und das kann eine richtung sein, in die du nicht willst oder sie nicht mit dir gehen will. jetzt muss sie keine rücksicht mehr nehmen - auf die kinder, auf den ehemann auf dich. das ist nicht fair, aber seit wann ist das leben fair ? sollte es eine kurzschlußreaktion ihrerseits sein, wird sie das nur spüren, in dem du dich rar machst. und du ihr fehlst. dann kommt sie zurück. und hier komme ich wieder auf meinen vorschlag mit dem brief zurück. schreib ihr, dass du ihre entscheidung akzeptierst, dass du dich freuen würdest, wenn sie dir per brief genau ihre gründe darlegen kannst, damit du abschließen kannst. und dann wünsch ihr alles gute. kein - ich bin immer für dich da etc bla bla. sie muss verstehen, dass du weg bist - dann kommt sie wieder wenn sie dich liebt.

30.09.2016 12:36 • x 1 #10


Icefalki

Icefalki


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Lieber Napoleon, warst eben dir der Geliebte. Und selbst das hat sich abgekühlt. Sie hat alles, und du nichts.

Eigentlich klassisch.

Nimm die Beine in die Hand, mach ein Ende mit Schrecken, und leb dein Schrecken ohne Ende nicht mehr.

30.09.2016 15:07 • x 4 #11


Napoleon


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Danke Soraya für Deine Einschätzung. In vielen Aussagen triffst Du ins "Schwarze". Sie hat oft und zwar fast bis zuletzt mir zu verstehen gegeben, dass ich der Lichtblick in ihrem Leben bin und das sie in mir einen Menschen sieht, der ihr Geborgenheit und Vertrautheit gibt. Ich war sicherlich Freund, Vertrauter und Geliebter. Aber ich war auch zuletzt auch einengend für sie. Sie hat mir öfter gesagt, dass sie sich nicht zerreißen kann und auch sie möchte keinen Druck verspüren, um mir nicht gerecht zu werden.

Aber da ich sie so sehr liebe, habe ich wohl noch mehr geklammert und da war der Druck für sie wohl zu groß. Was würde ich geben, wenn ich ihr das alles erklären könnte, warum ich mich so verhalten habe. Ich würde heute Vieles anders machen. Danke für Deine Antwort.

30.09.2016 17:44 • #12


Napoleon


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Guten Abend Eraserhead.

Es ist schon schwer zu ertragen, ob bei meiner Freundin alles nur auf "Eigennutz" und das sie meine Liebe und mich ausgesogen hat. Ich glaube vielmehr, der Druck in ihrem gesamten Umfeld ist und war einfach zu groß und den Druck, den sie sich seit etwa 6 Wochen selbst mit ihrem Sport gemacht hat kam hoch hinzu.

Und ich war letztendlich das "schwächste Gl." in der Druckkette und bekanntlich ist das in solchen Fällen das AUS! Menschlich unendlich traurig , besonders das sie nicht mit mir über ihre Probleme mit mir geredet hat. Ich hatte gerade in den letzten Tagen schon das Gefühl das ich sie einenge und teilweise damit nerve. Aber trotzdem hatte ich auch das Gefühl, dass es ihr schwer fiel mich aus ihrem Leben zu streichen.

Aber wie gesagt es sind Gefühle, wissen tue ich es nicht, aber so wie ich sie kenne kommt es der Wahrheit ziemlich nahe.

30.09.2016 18:04 • #13


Soraya72

Soraya72


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Gerne...such den Fehler aber nicht nur bei dir. du bist jahrelang davon ausgegangen, dass ihr eine gemeinsame zukunft haben werdet. und auf einmal heisst es - nein, dein status bleibt entweder geliebter oder gar nichts. wie hättest du denn reagieren sollen ? natürlich hast du geklammert und in gewissem maße verlangt, dass sie zu ihren worten steht. damit wolltest du eine entscheidung herbeiführen, was ja nun letztendlich auch passiert ist, auch wenn die entscheidung nicht so ausfiel, wie du es dir eträumt hast. und doch war die entscheidung wichtig. was wäre das für ein leben für dich gewesen, der ewige geliebte ? was wäre passiert, du hättest einfach zugestimmt - okay, dann keine ehe, dann bleibt es wie es ist, hauptsache du bleibst bei mir. ist das liebe ? nein - das ist unterwerfung. welche frau will einen mann der sich unterwirft, der artig wie ein hund alles hinnimmt ? und die phrasen "glück auf dem unglück anderer aufbauen" - da hab ich fragezeichen in den augen - wie passt das dazu, jahrelang einen geliebten zu haben ? seinen mann, die kinder hintergehen ? aber solange nach außen die fassade gewahrt wird ist alles okay ? du musst dich nicht erklären, das wäre ihr part in der angelegenheit. warum genau der rückzieher als sie dir sagte, sie verlasse den ehemann nicht. das ist der punkt, an dem angesetzt werden muss - die angebliche verletzung aufgrund deines flapsigen kommentars.....sorry....das kann man ja nicht ernst nehmen, das ist ein vorgeschobener grund - so einfach sind frauen nicht gestrickt, dass sie die liebe ihres lebens wegen eines vlt nicht so ganz passenden kommentars abschießen.....männer geben solche kommentare ja gerne mal ab da wären wir ja alle single....

30.09.2016 18:05 • x 2 #14


boomerine


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hallo Napoleon,
zuerst muss ich Icefalci, recht geben.
So schwer es auch ist, zieh einen Strich, für Dich.
Du machst dich sonst kaputt.

Im übrigen zu dem Thema @kern.
Es gibt auch verheiratete Männer, die sich ein zweites warmes Nest suchen.
Wenn es dann ungemütlich wird, dann macht man Schluss.

30.09.2016 18:09 • x 3 #15


Kathi 1970


Wo bleibt denn hier die Ehrlichkeit, das Vertrauen, die Loyalität zum Partner?

Solche Weiber und Kerle, die nicht den Ar. in der Hose haben, die Gusche aufzumachen und zu sagen, du hör mal, ich habe jemanden kennengelernt.

Nein, da betrügt, jawohl es ist Betrug! man still und heimlich den Partner. Sowas ist hinterfotzig! Das hat kein Mensch auf der Welt verdient!

Und ja, ich wurde auch, genauso betrogen, über ein halbes Jahr lang. Wisst ihr, was das für ein Gefühl ist, wenn man vor dem Haus des/der Neuen steht, das eigene Auto parkt dort und ihr wisst genau, dass sie beide gerade sonstwas zusammen machen?

Das empfehle ich jedem, der Betrug befürwortet, einmal hautnah zu erleben. Es ist das Grausamste, was es gibt, was Beziehung/Liebe angeht. Es zerreißt einem das Herz!

Und noch besser wird es, wenn es alle anderen wissen und man selber immer noch sagt, nein, mein Partner macht das nicht.

Dann lieber gleich eine offene Beziehung führen und gut.

Es erstaunt mich immer wieder, wie Menschen einfach so locker über so eine Sache reden/denken/schreiben.

30.09.2016 19:09 • x 4 #16


Napoleon


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Hallo Kathi,
ich kann Dein Ungemach verstehen. Aber es geht hier nicht um Betrug in erster Linie. es geht darum, dass ein Mensch, den ich über alles Liebe, mich einfach aus seinem Leben gestrichen hat ohne mir auch irgendeine Erklärung dafür zu geben. Mich weggeworfen hat wie einen gebrauchten schmutzigen Lappen.

Das Du das Verhalten meiner Freundin - ihren Ehemann zu betrügen - als verachtenswert betrachtest mag für Dich rein subjektiv betrachtet o.k. sein. Aber was würdest Du als Frau sagen, wenn Dein Ehemann Dich über 20 Jahre nicht mehr als Frau sieht und schätzt, Dir keine Wertschätzung, keine Liebe gibt, keine Geborgenheit sondern nur noch Verachtung, Egoismus und Gleichgültigkeit. Dich nur noch als Putz- und Haushaltshilfe sieht, damit der Herr des Hauses es sich bequem machen kann. Das meine Freundin diesen Mann nicht verlässt ist für mich nicht zu ertragen. Also hat sie doch Moral?! Ich habe ihr über 6 Jahre hinweg das gegeben was in einer liebevollen von Vertrauen getragenen Beziehung nötig ist, wie aufrichtige Liebe, Wertschätzung, Verständnis, Geborgenheit, ich habe ihr zugehört, sie unterstützt in schwierigen Situationen (Verletzungen und Krankheit). All das hat nicht gereicht, um ihre Liebe ein Leben lang haben zu dürfen. Auch das ist dann verachtend.

30.09.2016 19:29 • x 1 #17


Icefalki

Icefalki


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Napoleon, nein, sie hat überhaupt keine Moral. Nicht dir gegenüber, nicht ihrem Ehemann gegenüber.

Sie hat deine Trauer und vorher deine Liebe nicht verdient.

Lass sie los.

30.09.2016 21:45 • x 2 #18


Kathi 1970


Hallo Napoleon,

natürlich verstehe ich dich und deine Gefühle, keine Frage!

Du wurdest benutzt! Und das tut mir sehr leid für dich, und allen anderen Menschen, denen es jemals so ergangen ist. Ganz ehrlich, aus meinem Herzen heraus gesagt, gefühlt.

Es wird immer so Menschen geben, die schlecht sind, daran können wir nichts aendern.

Ich habe verziehen, aber es hat sehr lange gedauert, sehr, sehr lange Zeit! Und gewiss auch Wunden hinterlassen, die bleiben...

Aber das Leben geht weiter, heute, morgen und immer weiter...

So, ich muss jetzt in die Koje, in 4 Std. gehts wieder los ins Leben, ob ich will oder nicht!

LG

Kathi

01.10.2016 02:28 • x 2 #19


Napoleon


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Guten Morgen Kathi,

Danke für Deine Worte. Ja ich komme immer mehr zu dem Schluß, dass ich zumindest in der letzten Zeit (ca. 1 Jahr) von meiner Freundin tatsächlich benutzt wurde, meine Gefühle aus mir herausgesogen wurde,
damit sie sich besser fühlte und als Frau die Anerkennung bekam, die sie über lange Jahre in der Ehe nicht mehr bekommt.

Ich war noch immer auf dem "Liebestrip" habe das wohl nicht wahr haben wollen. Sicher geht das Leben weiter, aber es ist wieder eine Wunde in der Seele und die ist riesengroß und ob sie jemals so verheilen wird, mir wird bange davor, dass sie wohl immer offen bleibt. LG Manfred

01.10.2016 07:52 • x 1 #20




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