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Hallo,

dieser Gedanke kam mir gerade, als ich im andere Thread ein Posting schrieb...

Ich weiß, dass das ein sehr schwieriges Thema ist. Es würde mich aber trotzdem freuen, wenn wir hier vielleicht darüber sprechen könnten; was man unter Gewalt in der Beziehung versteht...

Vielleicht bringt es uns was, wenn man einfach mal darüber schreibt und erzählt.

Was habt ihr als Gewalt in der Beziehung empfunden...sei es psychisch, körperlich...Gewalt, die vielleicht man selbst empfunden hat und ein Fremder es gar nicht als Gewalt sieht...man selbst vielleicht lange Zeit nicht gesehen hat, weil man die Schuld bei sich suchte...

Sobald ich mehr Zeit habe, schreibe ich nochmal was dazu.

lg
nicita

22.05.2008 06:24 • 30.05.2008 #1


21 Antworten ↓


T
Liebe Nicita,

ich nehme an Du meinst Beziehung in Form von Partnerschaft?

Liebe Grüße
teichmaus

22.05.2008 09:30 • #2


A


Was bezeichnet man als Gewalt in der Beziehung ?

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B
Ich denke, von Gewalt in der Beziehung kann man sprechen, wenn ein Partner seine Überlegenheit missbraucht. Diese Überlegenheit kann psychischer oder physischer Natur sein.

Ich habe früher mit einem Mann zusammengelebt, dem ich intellektuell überlegen, physisch jedoch unterlegen war. Er hat mich nicht grün und blau geschlagen, doch oft geschubst, umgeworfen, mich in einem Zimmer eingeschlossen, mich festgehalten, gegen meinen Willen mit mir geschlafen usw. Sehr gerne hat er mir einfach die Faust unter die Nase gehalten und gesagt: Du bettelst nach Schlägen!. Das Schwierigste war, dass er mir immer wieder gesagt hat, ich sei klein, fett und hässlich und ich könne mich freuen, dass er mich genommen hat, da mich kein anderer Mann haben wolle. Mit der Zeit habe ich das geglaubt und als ich es nach 3 Jahren endlich geschafft habe, mich von ihm zu trennen und aus der gemeinsamen Eigentumswohnung auszuziehen, war mir klar, dass ich nie wieder einen Parnter haben würde (so ist es nicht gekommen, ich hatte relativ schnell einen neuen Freund, aber damals hatte ich das Gefühl, nie wieder einen Mann finden zu können, der mich überhaupt will).

Eigentlich ist derjenige, der die Gewalt ausübt, der Schwache, denke ich. Meinem damaligen Freund habe ich oft angedroht, ihn zu verlassen. Da hat er immer nur gelacht und gesagt, dann geh doch, dann such ich mir halt eine andere. Als ich wirklich ging, war er am Boden zerstört und ist über Monate überhaupt nicht klargekommen. Mittlerweile hat er aber eine andere Freundin und hat auch ein Kind mit ihr. Keine Ahnung, wie die Beziehung läuft, ich habe keinen Kontakt mehr.
Ich will ihn nicht in Schutz nehmen, aber im Grunde genommen ist er selber ein armes Würstchen - sein Vater war sehr jähzornig und hat sich wohl auch eher mit körperlichen Argumenten durchgesetzt. Seine Eltern haben sich scheiden lassen, als er 12 oder 13 war. Der Vater wollte danach nichts mehr von ihm wissen, die haben sich nichtmal mehr auf der Straße gegrüßt. Eigentlich bräuchte er wohl selber Hilfe.

Interessantes Thema, bin gespannt, was noch so berichtet wird.

Liebe Grüße und einen schönen Feiertag (haben ja leider nicht alle),
Britta

22.05.2008 09:52 • #3


N
Hallo,

ja Teichmaus ich meinte Partnerschafts-Beziehung

Ok, dann legen wir mal los mit dem Outing

Ich frage mich, was meine Geschichte für Auswirkungen auf meine Psyche hatte und ob es überhaupt eine Auswirkung hatte... Mein Thera hat wie meist, keine direkte Antwort darauf gegeben, ich habe ihn aber auch nicht wirklich gefragt, weil mich das Thema ansich schon genug aufgewühlt hat.

Ich versuche das jetzt stark zu verkürzen.

Ich rutschte mit 15 in eine Affaire rein, die über zwei Jahre ging. Ich schreibe jetzt EX, weil er tatsächlich später auch mein EX war...

Ich war total verknallt und wir kamen für einen ( ) Tag zusammen...Am nächsten TAg meinte er, er wäre immer noch an seiner Ex interessiert und kann mit mir keine Beziehung führen...
und dann ging es los, dass er immer wieder zu mir kam, mit mir rummachte und es auch zu mehr kam als nur Küsse, allerdings zu dem damaligen Zeitpunkt haben wir nicht miteinander geschlafen..
DAs ganze zog sich über ca. 2 Jahre. Am Anfang war ich froh, dass ich überhaupt Kontakt zu ihm bekommen kann, danach war es ja eigentlich fast eine Beziehung, aber wir waren nicht offiziell zusammen. Jede Heimfahrt endete mit Sex. Er fragte immer: Willst du noch und ich konnte nicht nein sagen...
Um das zu verkürzen: Ich hatte es dann irgendwann doch gepackt und hatte dann auch zwei Jahre einen richtigen Freund. Als mit diesem Schluss war, kam ich dann richtig mit meinem Ex zusammen. Er hatte in der Zwischenzeit gemerkt, wie sehr er mich liebte

Das erste halbe Jahr, lief wirklich gut. Dann starb mein Vater und ich glaube ab diesem Zeitpunkt ging es los..
Am zweiten Tag nach dem Tod überredete er mich zum Sex. Ich machte mit obwohl ich mit keinem Gedanken dabei sein konnte, dementsprechend sind auch meine Erinnerungen daran. Ich brauche wohl keiner Frau erzählen, wie es sich anfühlt, wenn man Sex hat und den nicht will...

Zeitgleich mit dem Tod meines Vaters begann mein Mietvertrag in meiner ersten eigenen Wohnung...und fortan, gab es keinen Tag andem wir nicht beieinander übernachteten. In der Regel ich bei ihm im Elternhaus, weil es für ihn einfacher war...Kaum einen Tag ohne Sex...Alle möglichen Ideen und Praktiken und ich konnte nicht NEIN sagen...ich habe alles über mich ergehen lassen..Oftmals dachte ich, er müsste es doch an meinem Gesicht sehen, dass ich nicht will...aber wohl nicht... Ich habe Ekel und Abneigung empfunden und wenn er betrunken war, dauerte es ewig bis er fertig war...Ich kann euch nicht mehr sagen, warum ich nicht einfach aufgestanden bin oder nein gesagt habe..

Wahrscheinlich hatte ich auch Angst vor dem alleine sein..Als dann die Phase kam (und das war glaube ich relativ schnell), dass ich nicht mehr wirklich mit ihm zusammensein wollte, ging es mit Kontrolle los...ich trennte mich irgendwann von ihm und dann kam er überall da hin wo ich auch war um mit mir zu reden.. er rufte ständig an, kam betrunken vorbei, machte mir Szenen... usw.

Der Showdown war dann eines Abends nachdem wirklich Schluss war und er betrunken an der Haustüre klingelte. Ich lies ihn rein, weil ich Angst hatte, dass er das ganze Treppenhaus aufweckte (Außensteuerung)...es gab ein Wortstreit nach dem anderen, bis ich zum ihm sagte: Du hast mich vergewaltigt, du hättest doch sehen müssen, dass ich nicht will....

Danach wollte er sich selbst anzeigen bei der Polizei...Irgendwie schaffte ich es dann meine Mutter und seine Schwester anzurufen..Als sie kamen erzählte er was ich gesagt habe und seine Schwester meinte: WEnn ich nicht will, dann sage ich NEIN...

Damit waren die Vorwürfe wieder bei mir...

Es hat insgesamt ca. zwei Jahre gedauert, bis wir wieder normal miteinander umgehen konnten. Heute sind wir befreundet, er hat wieder eine Partnerin und eine Tochter, die etwas älter ist als meine....Wir sprechen ab und an noch über die Zeit. Ich glaube er hat es auch seiner jetzigen Partnerin erzählt und ich glaube auch aus der damaligen Zeit gelernt...

Wir waren offiziell ca. 4 Jahre zusammen. Mein Vater starb im ersten Jahr

Hat das Ganze jetzt was mit Gewalt in der Beziehung zu tun ...?

Ich weiß es bis heute nicht...

lg
nicita

22.05.2008 11:18 • #4


N
Hallo Britta,

weißt du noch die Gründe warum du dich nicht getrennt hast ?

War es Angst vor dem Alleine sein ? Abhängigkeit ?


LG und danke für deine Antwort...

Nicita
die heute morgen um halb acht schon nach Süddeutschland telefoniert hat, weil bei uns hier oben KEIN Feiertag ist

22.05.2008 11:20 • #5


B
Hallo Nicita,

der Grund, warum ich mich lange nicht von meinem damaligen Partner trennen konnte, war fehlendes Selbstbewusstsein. Dadurch, dass er mir immer wieder eingeredet hat, dass ich nicht liebenswert bin und froh sein muss, dass er sich meiner erbarmt hat, war für mich klar, dass ich nie wieder einen Partner finden würde, wenn ich ihn verlasse. Ich habe dann so lange gewartet, bis es mir so schlecht ging, dass ich die Entscheidung treffen konnte, dann eben alleine weiterzuleben. Für mich war bei der Trennung absolut klar, dass ich nun für den Rest meines Lebens alleine bleiben würde und damit auch auf eine eigene Familie verzichte. Ziemlich verrückt, aber so habe ich es tatsächlich empfunden.

Hinzu kam, dass wir uns eine Eigentumswohnung zusammen gekauft hatten, was eine Trennung komplizierter gemacht hat. Aber das war eigentlich nur eine weitere Hemmschwelle, denn auch das konnte ja gelöst werden.

Ich weiß nicht, ob man in Deinem Fall von Gewalt in der Beziehung sprechen kann, ich denke, jeder definiert und empfindet es anders. Angenommen, Dein damaliger Partner hat einfach nicht mitgekriegt, dass Du vieles gar nicht wolltest? Es ist schwierig, das von außen zu beurteilen. Warum ist es wichtig für Dich, das zu wissen? Macht es denn einen Unterschied, wie man es im Nachhinein nennt?

Liebe Grüße,
Britta

22.05.2008 18:45 • #6


N
Hallo Britta,

ich habe lange über deine Frage nachgedacht...und ich glaube ich bekomme es nicht wirklich in Worte gefasst.

Genau mit diesem Argument ER hat es ja nicht mitbekommen, lebe ich seit Jahren...und so wird es auch gewesen sein...

Letztendlich habe ich mir die Schmerzen und den Ekel selbst zugeführt, bin als auch dafür verantwortlich, dass es nach wie vor mein Leben beeinflusst..
Den die Erinnerung sind da..

Mehr fällt mir im MOment nicht dazu ein.

lg
nicita

23.05.2008 04:53 • #7


B
Hallo Nicita,

ich fände es wichtig, diese Thematik im Rahmen Deiner Therapie zu besprechen. Wie Du angedeutet hast, hast Du das ja auch schon gemacht. Ich denke, es ist eigentlich unwichtig, wie man Eure damalige Beziehung nennt, ob es Gewalt war, Abhängigkeit, Verlustangst oder was auch immer. Wichtig ist, dass es passiert ist und Du darunter heute noch leidest. Vielleicht kannst Du im Rahmen der Therapie einen Weg finden, Dein damaliges Verhalten und das, was passiert ist, zu akzeptieren und damit zu leben. Ich denke, solche negativen Erinnerungen kann man nicht vergessen, sie gehören zu unserem Leben dazu. Aber ich finde es wichtig, an einen Punkt zu kommen, dass diese Erinnerungen einem nicht auch noch die Gegenwart vermiesen. Man muss sie als geschehen stehenlassen, heute lebt man anders und kann sich frei entscheiden.

Ich wünsche Dir viel Kraft!
Liebe Grüße,
Britta

23.05.2008 10:09 • #8


N
Hallo Britta,

danke für deinen Denkanstoß...ich werde es beim nächsten Termin ansprechen. Da rauschen sie dahin meine letzten sechs Stunden...

Ich habe mir jetzt lange Gedanken darüber gemacht und es aufgeschrieben, warum ich es als Gewalt empfunden habe...das hat mich weiter gebracht...Allerdings weiss ich noch nicht wie ich damit meinen Frieden schließen soll.

ich gebe dir recht, dass man es irgendwann abhaken sollte. Das war es eigentlich auch, sonst könnte ich mit meinem Ex ja nicht mehr befreundet sein...

Schade, dass sich bisher nicht mehr getraut haben darüber zu sprechen...

Wirkt sich dein Erlebtes jetzt noch auf die Gegenwart aus ? Oder konntest du damit irgendwann abschließen.

lg
nicita

23.05.2008 13:36 • #9


T
Liebe Nicita,

ich glaube, ich kann es nachvollziehen, was Du meinst, auch wenn meine Situation ein wenig anders war.

Man weiß eigentlich gar nicht richtig, was mit einem geschehen ist und versucht zu verstehen und zu begreifen.

Allerdings habe ich es geschafft damit abzuschliessen, weil ich losgelassen habe. Es ist passiert. Ich kann es nicht mehr ändern. Es ist Vergangenheit und darf mein Leben nicht mehr beeinflussen.

Ob es Gewalt ist oder nicht, spielt wahrscheinlich für Dich deshalb eine solche Rolle, weil Du es verstehen willst und es vielleicht auch so empfunden hast.
Und wichtig ist ja das, was DU empfunden hast.

Aber darf ich Dich fragen, warum Du Dich daran so festklammerst? Du schriebst, dass Du mit diesem Mann Deinen Frieden geschlossen hast. Aber Du hast ihn mit Dir nicht geschlossen. Und das wäre sehr, sehr wichtig.

Ich wünsche Dir, dass Du loslassen kannst. Dass Du mit Dir selber Deinen Frieden schliessen kannst.
Es wäre so wichtig und würde Dich in vielem freier machen.

Ich drücke Dich mal ganz lieb.
teichmaus

23.05.2008 13:48 • #10


B
Hallo Nicita,

ich kann mich Teichmaus nur anschließen, ich denke auch, dass das Loslassen wichtig ist.

Ob die damaligen Erfahrungen sich auf meine Gegenwart auswirken? Ja und nein. Ja, weil sie mich mit geprägt und zu dem Menschen gemacht haben, der ich heute bin. Aber da sind sie nur ein winzig kleiner Teil von einer riesengroßen Menge an Erlebnissen. Nein, weil ich heute nicht mehr darunter leide. Ich werde diese Zeit nicht vergessen, aber das halte ich auch nicht für notwendig. Heute lebe ich ganz anders und wenn ein Mann mich nochmal so behandeln würde, würde ich viel schneller die Notbremse ziehen. Natürlich habe ich auch heute noch Momente, in denen ich Probleme mit meinem Selbstwertgefühl habe, aber das hat nur zu einem kleinen Teil mit den damaligen Erlebnissen zu tun. Das ist für mich Vergangenheit. Allerdings habe ich auch keine Lust, mit diesem Mann befreundet zu sein, da habe ich eine klare Grenze gezogen.

Ich wünsche Dir, dass Du bald loslassen und diese Zeit als einen Teil Deiner Vergangenheit akzeptieren und stehenlassen kannst. Oder aber, dass Du mit Hilfe Deines Therapeuten herausfinden kannst, warum das noch so präsent und wichtig für Dich ist, wofür das steht.

Alles Liebe,
Britta

23.05.2008 17:13 • #11


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Hallo,

teichmaus, du hast recht, das habe ich heute mittag auch rausgefunden...ich habe mit mir selbst keinen Frieden geschlossen, weil ich es solange zugelassen habe...darüber haben wir in der letzten Stunde schon gesprochen und er hat mir schon den ersten Ansatz gegeben, dass ich es aus einem anderen Blickwinkel sehen kann..

ich werde ihm das nochmal sagen, dass ich damit so schwierigkeiten habe..

ich kann deswegen nicht wirklich loslassen, weil es mich bis heute begleitet..ich habe in diesen bereichen immer noch probleme und wenn es nur einmal in die falsche richtung läuft...geht bei mir eine klappe runter und es ist so gut wie vorbei...ich habe dir das ja schonmal angedeutet.

Ich glaube ich kann erst dann richtig loslassen und abschließen, wenn es keine Auswirkung mehr auf die Gegenwart hat und das hat es eben noch...

Britta,
ich habe auch das Gefühl, dass ich hier am Punkt angekommen bin, wo es wichtig ist in der Therapie daran zu arbeiten...das Problem ist, dass ich im Moment nur stückchenweise das verarbeiten bzw meine Gedanken nicht alles zulassen... ist schwierig zu erklären.. ich kann es im Moment selbst noch nicht erklären..

Bisher war es einfach nur meine Vergangenheit...aber jetzt ist die Frage warum ich so reagiert bzw. mich verhalten habe...und das später immer wieder ähnlich getan habe...wenn auch nicht in dieser starken Form..

Ich danke euch nochmal für die Antworten... muss das aber nächste Woche erstmal ansprechen...werde mich dann zu diesem Thema nochmal melden.

lg
nicita

23.05.2008 22:04 • #12


T
Liebe Nicita,

ich will da auch nicht in Dich eindringen, mit irgendwelchen Weisheiten. Ich hoffe und denke, dass kommt auch nicht so bei Dir an.

Einen Satz möchte ich noch gerne loswerden. Vielleicht, weil ich auch immer so schwer loslassen kann

Es wird leider solange Auswirkungen in Deine Gegenwart haben, solange DU es zuläßt und nicht loslässt.

Aber das ist wahrscheinlich auch des Pudels Kern. Es steht für Dich noch soviel hintendran.

Und dafür gibt es auch Deinen Therapeuten. Und der ist der, mit dem Du zusammenarbeitest. Ich mag mich da nicht einmischen und Dich evtl. verwirren.

Schreib wie es weitergeht und ob Du weiter Austausch möchtest.

Alles Liebe
teichmaus

24.05.2008 00:07 • #13


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Hallo teichmaus,

nein..! Das kommt bei mir nicht so an...und wenn würde ich es sagen.

Es ist nur so, dass es mich in der Tat so beschäftigt (das ganze Thema), dass ich mir zwischendurch eine Auszeit nehmen muss um wieder normal zu leben...und du weißt von meiner Terminproblematik

Ich rechen jetzt in Gedanken schon die Minutenzahl zusammen..Das eine Thema wg. der Dringlichkeit, dieses Thema und eigentlich noch ein ganz anderes Thema das ich seit zwei Stunden schon schiebe...

Ich glaube ich kann dann loslassen, wenn ich eine andere Sichtweise bekomme und wie gesagt, es wirkt sich dadurch auch auf die jetzige Situation aus und das ist dann nicht so einfach..

Lass den nächsten Donnerstag rumgehen, dann tauche ich bestimmt wg. diesem Thema wieder auf Denn danach habe ich erst wieder drei Wochen später einen Termin... das macht mich echt langsam fertig diese Terminabstände*kopfschüttel

lg

24.05.2008 05:21 • #14


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Hallo,

ich wollte mich kurz melden...

Wir haben einen Weg gefunden, dass ich loslassen kann...Ich war immer noch der Meinung, dass das damals erlebte sich auch auf meine jetzige Beziehung auswirkt...

Wir haben aber in der Stunde rausgearbeitet, dass mein jetziges Verhalten ganz alleine auf der jetzigen Situation basiert und nichts mit meinem Verhalten von damals zu tun hat..

Also von daher war es doch ganz gut, dass der alte Kram nochmal hochkam

Jetzt muss ich sehen wie es weitergeht.

lg
nicita

29.05.2008 20:53 • #15


B
Hallo Nicita,

geht es Dir denn jetzt gut mit dieser Erkenntnis? Ich wünsche Dir jedenfalls sehr, dass Du einen Weg findest, damit umzugehen und sich auch Deine jetzige Beziehungssituation verbessert. Es dauert halt alles seine Zeit, man muss wohl Geduld mit sich haben.

Übrigens habe ich gerade ein Buch über das Thema Trauma gelesen, was ich sehr gut fand. Ich weiß nicht, ob man hier so öffentlich Werbung machen darf, deswegen schreibe ich Dir das mal in einer PN, vielleicht ist es für Dich auch interessant.

Viel Kraft und alles Liebe,
Britta

29.05.2008 21:51 • #16


N
Hallo Britta,

ja, mir geht es deutlich besser... Ich bin glaube ich dabei mich von der früheren Zeit zu verabschieden und mich im JETZT zu sehen...

Für meine jetzige Beziehung ist es mir wichtig, dass wir offen und fair miteinander umgehen, egal wohin der Weg führt...wichtig ist, dass wir unsere Tochter ordentlich erziehen und ihr einen Rückhalt geben, egal was mit mir und meinem Mann kommt...ich denke aber auch, dass es möglich ist mit ihm..

Dadurch, dass ich mich verändere und nicht mehr mitlaufe, sind viele Reibungspunkte entstanden und ich weiß im Moment nicht wo das hinführt...ich möchte mich aber auch nicht mehr verstellen oder gar ein Tauschgeschäft eingehen, so nach dem Motto: Verhalte dich so..., dann verhalte ich mich so...

Danke für den Tipp, ich melde mich nachher noch über PN.

lg
nicita

30.05.2008 06:02 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

T
Liebe Nicita,

ich denke, dass das immer eine sehr schmale Gratwanderung ist: Vergangenheit/Gegenwart.
Umso wichtiger ist es, dass ihr des Pudels Kern wohl gefunden habt. Insofern war die Therapiestunde doch ein voller Erfolg und vielleicht auch ein weiterer Schritt weniger skeptisch das Drumherum (Termine etc.) zu beäugen.

Der Weg ist das Ziel. Und Du schreibst selber, dass Du dabei bist loszulassen. Dabei wünsche ich Dir viel, viel Erfolg.

Ich persönlich finde es aber auch wichtig, dass man den Partner in seine Veränderung mit einbezieht. Er hat Dich über Jahre anders erlebt und somit auch das Recht seine Zeit zu bekommen, um sich auf die Veränderung einzustellen. Auch für ihn kann diese Veränderung eine Herausforderung sein - so, wie es das bisherige Verhalten ja auch war.

Mein Mann und ich tauschen uns viel über die Therapie aus - auch wenn es kritische Momente bzgl. ihm sind. Er ist bereit mitzuarbeiten und die Veränderungen mitzutragen.

Ich wünsche Dir, dass Dir/euch das auch gelingt.

Herzliche Grüße
teichmaus

30.05.2008 07:41 • #18


N
Zitat von teichmaus:
... und vielleicht auch ein weiterer Schritt weniger skeptisch das Drumherum (Termine etc.) zu beäugen.

.....

Ich persönlich finde es aber auch wichtig, dass man den Partner in seine Veränderung mit einbezieht. Er hat Dich über Jahre anders erlebt und somit auch das Recht seine Zeit zu bekommen, um sich auf die Veränderung einzustellen. Auch für ihn kann diese Veränderung eine Herausforderung sein - so, wie es das bisherige Verhalten ja auch war.

Mein Mann und ich tauschen uns viel über die Therapie aus - auch wenn es kritische Momente bzgl. ihm sind. Er ist bereit mitzuarbeiten und die Veränderungen mitzutragen.



Ich habe schon wieder ein schlechtes Gewissen, weil ich das zu ihm gesagt habe...Naja, aber es ist gut so...denn hier kommen ja meine tatsächlichen Probleme hoch und die realisiere ich jetzt...Also werde ich ihm das nächste Mal sagen, dass ich schon wieder ein schlechtes Gewissen habe, weil ich meine Meinung gesagt...und das hat nicht mit ihm was zu tun, sondern mit MIR...


Weißt du, ich bin manchmal einfach müde immer wieder was zu sagen...dass das und das für mich nicht richtig läuft...es ist ja nicht so, dass ich es vorher nicht gesagt hätte. Aber ich habe immer wieder irgendwie nachgegeben...Jetzt aber bleibe ich stur...und das ist die eigentliche Veränderungen..

Mein Mann sagt auch, dass er es gut findet, wenn ich meinen Weg finde, aber er ist nicht bereit von seinem Weg abzugehen..Was ja prinzipiell ok ist, wenn er dahinter steht...nur es passt halt dann zwischen uns nicht...

Naja, das ist ein anderes Thema und das werde ich hier bestimmt auch noch aufs Tablett bringen

Aber du hast recht. Die Stunde war wirklich ein voller ERfolg...Ich bin sogar derzeit dabei, zusammenzustreichen ob ich tatsächlich einen Verlängerung brauche...

lg
Nicita

30.05.2008 11:59 • #19


T
Liebe Nicita,

bei dem Austausch über unsere Männer bin ich gerne dabei

Ich denke, das ist ein Thema, was man bei dem ganzen Therapiestreß nicht aus den Augen verlieren darf.

Also, wenn Dir danach ist - leg` los. Oder wir machen es per PN. Ganz wie Du möchtest.

Ich finde es supertoll, dass Du es geschafft hast, die Kritik Deinem Therapeuten mitzuteilen. Bleib `dran. Auch das ist Übung
Und Du wirst sehen, Deine Schuldgefühle wandeln sich in Selbstbewußtsein. Da bin ich mir sicher.

Alles Liebe
teichmaus

30.05.2008 13:18 • #20


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