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201821.02




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Warum suche ich immer unbewusst nach Aufmerksamkeit und Anerkennung?

Ich stehe eigentlich nicht gerne im Mittelpunkt und traue mich meine "Probleme" nicht offen anzusprechen, weil ich immer das Gefühl habe, dass es sowieso nur Kleinigkeiten sind und man sich bestimmt denkt, warum ich wegen solcher Kleinigkeiten rumjammere, doch irgendwie habe ich manchmal das starke Bedürfnis alles zu erzählen, um nur dann eventuell zu hören, dass ich nicht übertreibe und man mir sagt, dass ich allen Grund dazu habe, schlecht drauf zu sein. Ich wünsche mir dann manchmal so Sätze wie "Ich verstehe dich, da würde es mir auch nicht dabei gut gehen".
Bei meiner Mutter habe ich es paar mal versucht irgendwie sie dazu zu bringen, dass sie mir sagt, dass sie auf alles stolz auf mich ist und dass ich toll bin und ich wollte auch von ihr persönlich hören wie sie meine Stärken aufzählt, aber dazu ist es nie gekommen, obwohl ich weiß, dass sie mich liebt, aber manchmal möchte ich es trotzdem gerne aus ihrem Munde hören. Ich weiß nicht, einmal haben wir uns mal so gestritten (den Grund muss ich jetzt nicht nennen), dass ich gesagt habe, dass ich mich eben umbringe (eventuell auch Suche nach Aufmerksamkeit?) und als sie dann gelacht hat, habe ich (zum Glück nur) ein Buttermesser genommen und wollte auf meinen Arm einstechen, weil ich mich nicht ernst genommen gefühlt habe. Sie dachte sogar, dass ICH auf sie mit dem Messer losgehen wollte.

Einerseits möchte ich, dass jeder auf der Welt sieht, dass es mir nicht so gut geht (und ja ich gebe es sogar zu, dass es mir nicht so gut geht, obwohl ich es verdrängen möchte) und dass sich alles um mich dreht, aber andererseits könnte ich sowas nicht ertragen und sage nie wie es mir wirklich geht. Dann würde ich noch jedem am liebsten sagen, wie sche*** ich mich finde und dass ich dies und jenes verdient habe, um nur solche Sätze zu hören "Wie bitte? Warum erzählst du sowas? Du bist wertvoll, lustig, ohne dich fehlt was!" Dann bin ich manchmal neidisch, wie gut andere Personen von ihren Problemen erzählen können und diese dann von anderen aufgebaut werden mit "Du schaffst das!" etc.
Ich fühle mich dann immer so schuldig und schlecht und undankbar, weil ich zwar wenig Freunde habe, aber dafür gute und langjährige und eine Freundin davon versucht mir immer zu sagen, dass ich gut so bin wie ich, obwohl sie manchmal auch die Freundschaft beenden wollte, weil ich so ein schwieriger Mensch bin. Dann bin ich auch erstmal zufrieden, wenn ich höre, dass man mich mag, aber es muss nur ein kleines Ereignis kommen, wo wieder lauter Selbstzweifel kommen und ich am liebsten immer mehr solcher positiven Sätze über mich hören möchte bzw. Bestätigung brauche, dass ich geschätzt werde, aber sowas fordere ich natürlich nicht ein.

Mir ist auch ein Ereignis damals in der Grundschule im Gedächtnis geblieben, wo ich mir mal einen Verband um den Kopf und um meine Hand gewickelt habe, obwohl ich mir nichts gebrochen habe und damit zur Schule gegangen bin und gerne wollte, dass die Lehrer darauf aufmerksam werden. Die Schüler waren mir egal, ich war auf die Erwachsenen fixiert. Dumm oder?

Außerdem habe ich immer in der Schule den Clown gespielt und habe echt bescheuerte Sachen gemacht und die Schüler haben mir immer Anweisungen gegeben, was ich machen soll, um sie zum lachen zu bringen und da hatte ich auch gewisse Aufmerksamkeit, nämlich dass sie über mich gelacht haben und ich dachte, die finden mich dann alle toll und trotzdem wurde ich von den Jungs immer beleidigt. In der ganzen Stufe wurde ich mehr oder weniger bekannt und viele hielten mich für gestört, aber damals dachte ich, dass die mich cool finden und mit mir lachen und nicht über mich. Ich wusste aber auch nicht, wie ich sonst in Kontakt mit anderen Schülern treten sollte. Ich wollte einfach irgendwie Kontakt aufnehmen, aber wusste nicht wie, deswegen habe ich viel Unsinn gemacht.

Wenn ich das alles schreibe, fühle ich mich schlecht, weil ich doch alles habe, was ich brauche: Ich habe ein Dach über dem Kopf, ein eigenes Zimmer und eine Mutter, wenige aber sehr wertvolle Freundschaften. Was will ich also mehr?

Kennt das denn trotzdem jemand oder weiß, woran diese "Sucht" nach Anerkennung und Aufmerksamkeit liegen könnte? Oder bin ich die einzige? Gibt es dafür einen Grund oder ist es einfach so wie es ist?

Auf das Thema antworten


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  21.02.2018 21:15  
Hallo. Du bist nicht die einzige, mir geht es genau wie dir und ich hab mir auch schon die selbe Fragen gestellt und habe auch keine Antwort..



  21.02.2018 21:18  
Dann bin ich etwas beruhigt, dass es nur mir nicht so geht =)

Mir ist noch eingefallen:
Eine damalige Freundin hat mich mal gefragt, ob wir zusammen in ein Cheerleaderteam gehen wollen. Ich habe dann zugesagt und habe es 3 Jahre durchgehalten. Die anderen Mitglieder haben über mich gelästert, wie dumm ich mich anstelle und wie ungelenk alles bei mir aussieht. Die fanden mich alle komisch, da ich da auch irgendwie kein Anschluss finden konnte. Ich wusste nicht wie, obwohl meine Freundin dabei war, aber sie hat irgendwie Anschluss bei den anderen gefunden. Ich habe 2 Mal das Team gewechselt, aber es wurde nicht besser und bin immer mit Angst hingegangen, aber ich habe mir versucht einzureden, dass es nicht so schlimm ist und in meinen Traumvorstellungen war ich auch bei allen beliebt (in der Realität natürlich nicht!), aber ich hoffte einfach, dass es irgendwann wirklich so ist und ich sogar in diesem Sport gut werde und ich immer gelobt werde, deswegen habe ich es auch 3 Jahre durchgehalten.
Der Auslöser war dann, warum ich aufgehört habe, dass eine Trainerin mich mitten im Stadion während einer Choreografie rausgenommen hat, weil sie meinte, dass es bei mir nicht gut aussieht wie ich mich bewege und ich deswegen nicht mitmachen darf. Da konnte ich wohl nicht mehr mit Lob und Anerkennung rechnen.



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  21.02.2018 21:21  
Und mich beruhigt es auch, das es nicht nur mir so geht..

Danke1xDanke


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  21.02.2018 21:27  
LIebe Dani
Ich freue mich, dass du den Mut gefunden hast, dichhier mitzuteilen. Ganz Ehrlich.

Warum diese suche?
Die Antwort gibt du dir in dem Posting eigentlich selbst.
Deine Mutter.
Sie hatjetzt keinliebes Wort für dich übrig, kein verständnis und hatte es vermutlich auch nicht, als du klein warst.
Nun sind Menschen im Allgemeinen und im Besonderen Kinder darauf angewiesen Aufmerksamkeit zu bekommen. Und als Kind nochmal mehr. Die Welt bestht da doch nur aus den Eltern die es braucht um sich zu finden, zu reflektieren, zu merken > das bin ich>.
SIch also auch zu spiegeln in dem, was von den Eltern zurückkommt.
Aber wenn da ncihts kommt, dieses GRUNDBEDÜRFNIS nicht erfüllt wird, fängt man natprlicha n, sie zu suchen auf die unterschiedlichesten Arten und Weisen die uns so zur Verfügung stehen.
Viele davon hast du beschreiben, der Verband, der Clown...und nichts schient auszureichen um etwas zurück zu bekommen. Etwas, das jeder Mensch und jedes Kind verdient hat ohne danach zu suchen.

Ich habe auch eine lange und schwere Geschichte mit Gewalt und MIUssbrauch hinter mir und auch Vernachlässigung.
Und eine meiner frühen Erinnerungen aus dem Kindergarten ist, dass ich mir ein >Aua> mit roten Filzstift aufgemaclt habe um ein Pflaster zu bekommen. Das Pflaster zeigte ich stolz der Mutter, die mich nur auslachte. Danach schnitt ich mir mit der Bastelschere selbst in den Finger weil ich dachte aha, jetzt habe ichein richitges Aua, das muss beachtet werden, wurde es auch nicht.

Somit bleiben einem eigentlich nur zwei Wege offen,entweder man treibt das Spiel weiter oder man verstummt. Man resigniert. Und dennoch bleibt da die Hoffnung auf Aufmerksamkeit und dieses Loch wird immer und immer größer. BIs man selbst zu zweifeln beginnt und alles relativiert und rationalisiert nach dem Motto > Ich bin es nicht wert dass....> und vor allem auch das von dir beschriebene > ich habe dochalles, warum jammere ich...?>

NEIN Du hattest nicht alles. Du hast jedes Recht der Welt dich schlecht zu fühlen!
Auch mit Dach über dem Kopf, mit Heizung und all dem Luxus, das uns hier gegeben ist, aber in anderen Teilen der Welt nicht.
Aber das mindert deinLeid nicht. Das macht nichts besser. Denn in einem emotionalen Kühlschrank aufzuwchsen kann einen eben auch ganz schön kaputt machen.

Das Kindin dir schreit nach Aufmerksamkeit, die es früher wohl nicht (oder nicht genug) bekam.
Und du gehst genauso damit um, wie deine Mutter es tat, es nierderreden.
Kannst du dir einen anderen Weg dafür vorstellen?

Das ist so, was ich dabei denke.
Ichhoffe, es ist okay.

Liebe Grüße

Danke7xDanke


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  21.02.2018 21:36  
Danke, Da hab ich auch die Antwort gefunden.

Danke1xDanke


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  21.02.2018 21:36  
Mir gehts genauso..! Ich dachte immer ich bin voellig bescheuert. Manchmal frag ich mich ob ich texte auswendig gelernt hab um die ueberall abzuspulen und darauf warte das was von meinem vater oder meine stiefmutter zurueck kommt. Oder generell jemandem der bei nahe steht. Will man denn aber fuer mich da sein bzw sieht man mich denn, bin ich ueberfordert, spiele das runter und nehme abstand. Obwohl ich mich ja danach sehne. Eigendlich.

Und kopfloseshuhn: mir kamen bei deinem text echt die traenen... Als waers fuer/ ueber mich geschrieben

Danke3xDanke


  21.02.2018 21:53  
kopfloseshuhn hat geschrieben:
LIebe Dani
Ich freue mich, dass du den Mut gefunden hast, dichhier mitzuteilen. Ganz Ehrlich.

Warum diese suche?
Die Antwort gibt du dir in dem Posting eigentlich selbst.
Deine Mutter.
Sie hatjetzt keinliebes Wort für dich übrig, kein verständnis und hatte es vermutlich auch nicht, als du klein warst.
Nun sind Menschen im Allgemeinen und im Besonderen Kinder darauf angewiesen Aufmerksamkeit zu bekommen. Und als Kind nochmal mehr. Die Welt bestht da doch nur aus den Eltern die es braucht um sich zu finden, zu reflektieren, zu merken > das bin ich>.
SIch also auch zu spiegeln in dem, was von den Eltern zurückkommt.
Aber wenn da ncihts kommt, dieses GRUNDBEDÜRFNIS nicht erfüllt wird, fängt man natprlicha n, sie zu suchen auf die unterschiedlichesten Arten und Weisen die uns so zur Verfügung stehen.
Viele davon hast du beschreiben, der Verband, der Clown...und nichts schient auszureichen um etwas zurück zu bekommen. Etwas, das jeder Mensch und jedes Kind verdient hat ohne danach zu suchen.

Ich habe auch eine lange und schwere Geschichte mit Gewalt und MIUssbrauch hinter mir und auch Vernachlässigung.
Und eine meiner frühen Erinnerungen aus dem Kindergarten ist, dass ich mir ein >Aua> mit roten Filzstift aufgemaclt habe um ein Pflaster zu bekommen. Das Pflaster zeigte ich stolz der Mutter, die mich nur auslachte. Danach schnitt ich mir mit der Bastelschere selbst in den Finger weil ich dachte aha, jetzt habe ichein richitges Aua, das muss beachtet werden, wurde es auch nicht.

Somit bleiben einem eigentlich nur zwei Wege offen,entweder man treibt das Spiel weiter oder man verstummt. Man resigniert. Und dennoch bleibt da die Hoffnung auf Aufmerksamkeit und dieses Loch wird immer und immer größer. BIs man selbst zu zweifeln beginnt und alles relativiert und rationalisiert nach dem Motto > Ich bin es nicht wert dass....> und vor allem auch das von dir beschriebene > ich habe dochalles, warum jammere ich...?>

NEIN Du hattest nicht alles. Du hast jedes Recht der Welt dich schlecht zu fühlen!
Auch mit Dach über dem Kopf, mit Heizung und all dem Luxus, das uns hier gegeben ist, aber in anderen Teilen der Welt nicht.
Aber das mindert deinLeid nicht. Das macht nichts besser. Denn in einem emotionalen Kühlschrank aufzuwchsen kann einen eben auch ganz schön kaputt machen.

Das Kindin dir schreit nach Aufmerksamkeit, die es früher wohl nicht (oder nicht genug) bekam.
Und du gehst genauso damit um, wie deine Mutter es tat, es nierderreden.
Kannst du dir einen anderen Weg dafür vorstellen?

Das ist so, was ich dabei denke.
Ichhoffe, es ist okay.

Liebe Grüße


Hallo kopfloseshuhn,
ich danke dir für deine Antwort, sie regt schon echt zum nachdenken an und ein bisschen treibt es mir die Tränen in die Augen, wenn ich so an meine Mutter denke. Ich glaube, ich es ab und zu mal geschrieben, dass ich ein schlechtes Gewissen habe, wenn ich was negatives über meine Mutter schreibe oder sage, denn im Grunde genommen, habe ich ja nur sie. Irgendwie ist das schwer zu beschreiben. Ich weiß jetzt genau, dass ihr wichtig bin und dass sie mich liebt (früher habe ich schon daran gezweifelt, das muss ich zugeben, vor allem, wenn ich meine Tante mit meiner Cousine gesehen habe, wie da so deren Bindung war). Ich hatte/habe auch viele schöne Erlebnisse mit meiner Mutter, aber ja, wenn ich ehrlich bin, fehlte schon irgendwie was und manchmal hatte ich auch Angst vor ihr. Sie macht es bestimmt nicht mit Absicht. Ich habe früher öfters zu hören bekommen, dass einige meine Mutter komisch finden und sie auch nicht gerne bei uns Zuhause anrufen, weil meine Mutter am Telefon immer so genervt und kühl klingt. Das hat mich schon verletzt wie andere über sie geredet haben. Auch meine eine Cousine sagt immer, dass meine Mutter sehr speziell und schwierig ist. Ich denke, da habe ich auch so einiges von ihr geerbt? abgeguckt?, das kann man ja nicht so genau sagen. Ich war damals als Kind auch schon sehr sensibel und ängstlich und ich dachte, sie würde mich dumm finden, weil sie vor allem während der Mathehausaufgaben häufig sehr laut wurde und auch einmal meinen Radiergummi gegen die Wand geschmissen hat, weil ich eben oft verträumt und unkonzentriert war und die Aufgaben nicht so wirklich verstanden habe. Seitdem spielt auch eine gewisse Angst mit rein, wenn ich jemanden um Hilfe bitten soll. Da mache ich mir Gedanken wie "Was ist, wenn ich nicht verstehe, was er mir sagt? Wird er oder sie dann auch so ausrasten?"
Ja es ist wirklich schwierig zu sagen, denn einerseits merke ich, dass sie mich liebt, aber andererseits....ach ich weiß auch nicht :( ich war ja auch nicht besser zu ihr oder generell. Kann man das echt emotionale Verwahrlosung nennen? Ich finde auch, dass sie manchmal einen so runterzieht und etwas negativ ist. Ich glaube manchmal, dass mit ihr auch irgendwas nicht stimmt.

Dann kommt noch die Sache mit meinen Kontaktproblemen, dass ich nie wusste, wie man auf andere Menschen zu geht und es mir immer noch nicht so leicht fällt, da habe ich auch immer Angst vor Ablehnung. Da sucht man noch mehr nach Anerkennung und Lob.

Manchmal denke ich, dass sich alle Probleme miteinander verwurzeln und somit verschachtelt sind, kann man sich das so ungefähr vorstellen?



  21.02.2018 22:04  
Ich bin auch sehr durcheinander gerade. Ich stelle fest, dass ich so viele Erklärungen für mein Befinden habe, doch es gleicht trotzdem alles einer riesigen Baustelle und ich weiß nicht, wo ich überall ansetzen soll.



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  21.02.2018 22:10  
Ich habe mich damals auch immer verglichen mit anderen maedels und deren familien. War neidisch wie schoen sie es haben, wie lustig sie am Tisch sitzen und lachen, herzlich miteinander umgehen, sich fuereinander interessieren.. waehrend ich allein in meinem zimmer saß und fruehstueck, mittag, abenbrot dort aß. Nach mir wurde nicht gefragt: Wie gehts dir? Ich wurde nur angesprochen wenn ich iwas falsch gemacht hab. Oder es kam gleich zu handgreiflichen dingen wenn ich nicht in den rahmen passte. Ich wurde nie zu einem problemkind. Ich hatte zu sehr angst davor verlassen zu werden wenn ich querschlage. Bis ich 13jahre alt war und ploetzlich war ich verlassen. Mein vater lebte von da an bei seiner freundin mit zuhause. Ich musste fuer mich selbst sorgen und lebte von da an allein... hmmmm in der schule fuellte ich ganze unterrichtsstunden mit meinem leid. KEINER SCHALTETE HILFE EIN.. ich habs bis heut nicht verarbeitet, trotz therapie... ich rolle das immer wieder auf. Und ich selbst will zwar anders sein und joahh ich habe leider zuege angenommen und verhaltensmuster tiiief verankert. Sobald ich iwas versuche anders zumachen um mich besser zu fuehlen..fuehlt sichs fuer mich extrem falsch an und ich krieg angst und fall ins "alte muster" zurueck. Weisst was ich meine?



  21.02.2018 22:24  
Knipsi hat geschrieben:
Ich habe mich damals auch immer verglichen mit anderen maedels und deren familien. War neidisch wie schoen sie es haben, wie lustig sie am Tisch sitzen und lachen, herzlich miteinander umgehen, sich fuereinander interessieren.. waehrend ich allein in meinem zimmer saß und fruehstueck, mittag, abenbrot dort aß. Nach mir wurde nicht gefragt: Wie gehts dir? Ich wurde nur angesprochen wenn ich iwas falsch gemacht hab. Oder es kam gleich zu handgreiflichen dingen wenn ich nicht in den rahmen passte. Ich wurde nie zu einem problemkind. Ich hatte zu sehr angst davor verlassen zu werden wenn ich querschlage. Bis ich 13jahre alt war und ploetzlich war ich verlassen. Mein vater lebte von da an bei seiner freundin mit zuhause. Ich musste fuer mich selbst sorgen und lebte von da an allein... hmmmm in der schule fuellte ich ganze unterrichtsstunden mit meinem leid. KEINER SCHALTETE HILFE EIN.. ich habs bis heut nicht verarbeitet, trotz therapie... ich rolle das immer wieder auf. Und ich selbst will zwar anders sein und joahh ich habe leider zuege angenommen und verhaltensmuster tiiief verankert. Sobald ich iwas versuche anders zumachen um mich besser zu fuehlen..fuehlt sichs fuer mich extrem falsch an und ich krieg angst und fall ins "alte muster" zurueck. Weisst was ich meine?


Ja so ähnlich geht es mir auch. Zwar sind keine handgreiflichen Sachen passiert und ich denke meine Mutter würde mich nie schlagen, aber ich war oft neidisch auf andere, die eine intakte Familie hatten mit Mutter, Vater, eventuell Geschwistern. Ich weiß manchmal immer noch nicht, wer die Wahrheit sagt, wer mich liebt. Meine Mutter hat oft gesagt, dass mein Vater mich sowieso nicht liebt, er ein A*** ist, weil er mir kein Geld schickt und nur am lügen ist. Er musste weg aus Deutschland, weil er hier nicht leben durfte, er war Asylant und lebt jetzt seit 18 Jahren in den USA. Die haben jetzt wieder telefonisch wieder mehr Kontakt seit meiner Diagnose, weil sie sich darüber ausgetauscht haben. Schon widersprüchlich oder? Sagen, dass er schei*** ist, aber dann trotzdem wieder Kontakt aufnehmen.
Beim Mittagsessen ist es auch sehr ruhig, ich habe kaum ein Gespräch angefangen und auch selbst nie nach den Befindlichkeiten meiner Mutter gefragt, das mache ich erst seit kurzem, weil ich gehört habe, dass man das so macht und ja seitdem ich große Angst habe, dass sie wieder krank sein könnte frage ich sowieso öfters wie es ihr geht.
Ich habe mich immer so oft verstellt, weiß nicht wie ich wirklich bin, nur um irgendwie Kontakt zu anderen Menschen aufnehmen zu können.



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  21.02.2018 22:42  
LIebe Dani
Mit deinem Posting machst du also genau so weiter, was alles zeigt, was dir fehlt.
Ich sehe es in den Zeilen und zwischen den zeilen.

Du relativierst wieder. Du hast ein schlechtes Gewissen, zu sagen >Ja meine MUtter hat Fehler gemacht> und suchst für SIE Erklärungen und Ausflüchte.
Und tust das, was einKind normalerweise eben so tut:
Die Schuld bei sich suchen.
> Ich war ja auch schwierig>
Aber die VERANTWORTUNG liegt eben bei der Mutter und es ist okay zuzugeben undzu sagen, ja sie hatFehler gemacht.
Egal was war, du fühlstest dich VERLETZT. UNd das hat ein Recht dazu, da zu sein. Denn deine Miutter war die Verantwortliche und egal warum sie nciht fähig war dies und das und jenes zu geben, was du benötigt hättest - es mindert NICHTS aber auch rein gar nicht, dass du dich nicht gesehengefühlt hast.
Du kannst heute kognitiv sagen ja ich weiß, das sie mich liebt aber gefühlt hast du es nie oder nicht genug.

Und natürlich bekommt man dann KOntaktprobleme,. Wo sollte man es sonst lernen wenn nicht als Kind in der eigenen Familie? Wie soll man wissen, wie man auf andere zugeht?
Und woher nimmt man das Selbstbewusstsein es zu versuchen?

Letztendlich darfst du nicht die gesamte Baustelle angucken sondern Stück für Stück zerlegen und Schritt für Schritt. So, wie man zu Hause aufräumt. Denn sonst verzweifelt man wegen der Masse an Aufgaben.

Liebe Grüße

Danke2xDanke


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  22.02.2018 11:42  
Hey ihr lieben,
ihr solltet unbedingt an eurem Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl arbeiten. Wie schon richtig gesagt wurde, hat sich euer Wertesystem nicht so entwickelt wie es hätte sein sollen. Durch die Erfahrungen und ständige suche (außerhalb von euch) nach Werten, geratet ihr jetzt aber immer mehr ins schleudern und durcheinander und werdet noch unsicherer.
Fangt bei euch, in euch an zu verstehen, das ihr einen ganz eigenen Wert habt, den ihr bestimmt! Nicht jemand von außen. Es ist schlimm das ihr dieses Problem jetzt habt, aber nicht unlösbar und im Endeffekt ist es aber jetzt sogar das beste was dabei rauskommen kann, das ihr es ganz alleine lösen könnt.. denn das bedeutet das ihr aufhören könnt zu warten, das jemand kommt und euch "bestätigt, wohl fühlen lässt, dafür sorgt das ihr glücklich seid", ihr könnt einfach loslegen weil ihr alles habt was ihr braucht. Euch selbst.
Lest mal ein wenig zum Thema Selbstbewusstsein aufbauen, da wird auch beschrieben wie es in der Kindheit zu dieser Verschiebung kommt.
Und nein auch wenn es jetzt vielleicht heiter und locker rüber kommt, Selbstbewusstsein aufbauen ist kein Zuckerschlecken und ein Haufen Arbeit und schwer... aber auch nicht unmöglich! Nur nicht aufgeben und das Forum hier ist ganz bestimmt immer für euch da wenn was ist und ihr euch etwas von der Seele schreiben möchtet oder Hilfe braucht.
Und wenn ihr schon zu dritt seid (wenn ich jetzt richtig mitgezählt habe) dann könntet ihr euch gegenseitig unterstützen. Vielleicht ein Selbstbewusstsein aufbauen Tagebuch für euch alle? (Wenn ihr das macht bin ich garantiert auch mit dabei, mir fehlt auch hier und da noch etwas Selbstbewusstsein.) :D

Danke4xDanke


  22.02.2018 21:18  
Hallo,
ich melde mich wieder. Ich bedanke mich nochmal für Eure Antworten. Die regen wirklich meine grauen Zellen im Kopf an und es hört nicht auf. Eigentlich bringt auch diese Grübelei nicht, aber die kommt immer wieder und es ist nicht leicht davon loszukommen.
Ich muss auch zugeben, dass ich mich immer etwas schwer tue selbstverfasste Threads weiter fortzuführen, obwohl ich gerne weiter schreiben möchte, aber irgendwie ist in meinem Kopf alles so chaotisch und ich weiß nicht wie ich drauf eingehen soll, als ob ich sogar dafür eine Anleitung brauche. Ist das nicht bescheuert? Ich brauche sogar dafür eine exakte Anleitung wie man sein Herz ausschüttet bzw. wie man von seinen Problemen berichtet. Ich erwische mich immer noch dabei, wie es mir nicht in den Sinn kommt einfach mal den Mund aufzumachen und loszureden, aber auch früher war es schon so und ich wusste ehrlich gesagt nicht wirklich, dass man es kann: Sein Herz bei jemanden ausschütten....

Natürlich darf ich schon zugeben, dass meine Mutter Fehler gemacht hat -----> Jetzt aufgepasst: Ich nehme sie wieder in Schutz und sage: "Aber jeder hat doch Fehler gemacht!" Das stimmt natürlich, aber verharmlose ich all die Dinge noch? Ich stelle fest, dass ich schon dazu neige.

Es stimmt mich trotzdem traurig, wenn ich über meine Mutter so rede (Ja, ich weiß, ich DARF zugeben, dass sie Fehler gemacht hat, schließlich bin ich das Kind und habe keinen Einfluss drauf), sie tut mir irgendwie leid. Früher war es nicht so stark bei mir ausgeprägt, da habe ich sogar eher an mich gedacht, aber ich habe bewusst meine Ich-Bezogenheit abgebaut und achte jetzt noch mehr auf die Bedürfnisse meiner Mutter.
Und wisst ihr was sie mir mal gesagt hat? Nein, natürlich nicht. Deswegen sage ich es jetzt: Sie war selbst drüber traurig, dass ICH manchmal zu ihr so kühl war. Nie bin ich zu ihr hingegangen an ihr Bett, wenn sie krank war. Nie fragte ich, wie es ihr geht. Nie habe ich erkannt, dass sie vielleicht auch etwas braucht, dass ich ihr einen kleinen Gefallen tun könnte. Klar, ich war noch ein Kind, aber auch jetzt fällt es mir schwer und ich muss kognitiv erahnen bzw. zusammenbasteln wie es ihr gehen könnte, was ich für sie tun kann und mir bewusst machen, dass ich auch selbst fragen kann. Es ist anstrengend und ich fange manchmal an zu weinen, wenn sie "nur" mit Fieber im Bett liegt, weil ich mich überfordert fühle und nicht weiß wie ich auf sie zugehen kann. Und jetzt kommt's: ICH habe ein schlechtes Gewissen, denn sie hat mir Nahrung gebracht, Tee gekocht, wenn ich krank im Bett liege. Deswegen immer noch diese Verwirrtheit. Haben wir vielleicht dieselben Defizite und spielen uns damit gegenseitig auf?

Ich hänge irgendwie trotzdem so an ihr. Immer hatte ich Angst, dass sie mich verlassen könnte. Immer bin ich früher ans Fenster gegangen, wenn sie kurz den Müll raus bringt. Ich dachte mir, dass es ja sein könnte, dass sie mir wegläuft. Selbst geträumt habe ich davon. Komisch oder? Sie ist doch nicht mein Haustier, was mir weglaufen kann, wenn ich es nicht an der Leine halte.

Ach Mann. Das ist ein schwieriges Thema und irgendwie habe ich das Gefühl, dass ich vom eigentlichen Thema abdrifte und dieser Beitrag auch damit nichts mehr zu tun hat oder irgendwie doch? Immer dieses hin und her. Woran könnte was liegen? Ja, ich muss tatsächlich Stück für Stück daran arbeiten. Wie komme ich ausgerechnet jetzt drauf, mir nur das Gesamtbild anzugucken? Das mache ich sonst nicht und fixiere mich nur auf nebensächlichen Dinge. Also wieso wende ich es einfach nicht hier an?

Ja, meine Mutter ist mit schuld an meinem geringen Selbstwertgefühl. Huch? Habe ich es jetzt tatsächlich so knallhart geschrieben? Bitte nimmt es wortwörtlich, denn ich meine es so, wie es da steht!

Apropos Tagebuch:
Darf ich auch das offen und ehrlich zugeben? Ich habe ja schon mal ein eigenes eröffnet, aber nach ca. 3 Wochen es wieder sein gelassen und wisst ihr warum? Klar, natürlich wisst ihr es nicht und deswegen schreibe ich es auch hier hin: Zwar habe es aufgegeben, weil ich immer Dinge schnell aufgebe, da Interesse schnell weg, aber in diesem Fall ist es so, dass ich es eröffnet habe, weil ich Aufmerksamkeit haben wollte und ich es in anderen Tagebücher gesehen habe wie User von anderen Usern aufgebaut werden und da dachte ich mir, dass ich es HABEN WILL. Ich enttäusche mich selber immer mit meinen Erwartungen, denn auch hier habe erwartet, dass alle schreiben "Du schaffst das; Du bist stark; Ich glaube an dich!". Als es niemand geschrieben hat und somit nicht meinen Erwartungen entsprach, war ich negativ gestimmt, habe das Tagebuch aufgegeben, wollte es am liebsten löschen, weil ich mir dachte, dass ich mit so einem Mist, den ich dort verzapft habe, nichts erreiche und es einfach irgendwelche Nichtigkeiten sind, mehr nicht. Das ist auch eine schlechte Verhaltensweise von mir oder?

Ich könnte mir es mit dem Tagebuch durchaus vorstellen, aber auch nur, wenn ich es nicht alleine führen muss, denn das geht bei mir nach hinten los, das sage ich schon mal jetzt.

Mir fällt immer mehr ein, was ich schreiben könnte. Ich bin gerade im Schreibefieber, muss ich schon sagen. Deswegen verzeiht mir diesen langen Text.

Manchmal denke ich mir auch, wie meine Mutter stolz auf mich sein kann, wenn mir vieles schwer fällt, was eigentlich wirklich alltäglich ist. Mir fällt es schwer einkaufen zu gehen. Mir fällt es schwer zu telefonieren. Mir fällt es schwer irgendwelche Behördengänge zu erledigen. Mir fällt es sogar schwer einfach nur an mehreren Menschen auf der Straße vorbeizugehen. Mir fällt es schwer selbstständig nach Hilfe zu fragen. Mir fällt es schwer drei Aufgaben im Haushalt an einem Tag zu erledigen. Mir fällt es schwer, mir Anweisungen zu merken. Mir fällt es schwer richtig zuzuhören. Mir fällt es schwer, auf der Arbeit einfach nur alleine in die Küche zu gehen und mir einen Tee zu machen. <------ Das habe ich mich erst nach 3 Monaten getraut. Mir fällt es schwer bei anderen Leuten zu sitzen und mir fällt es auch schwer einfach nur genug Antrieb zu haben. Daraus resultiert, dass ich denke, ich bin faul und strenge mich nicht an. Ich bin ein verwöhntes Kind.
Wenn ich doch mal eins der Dinge schaffe, die mir schwer fallen, dann weiß ich es nur selber und niemand kann mir sagen wie stolz man auf mich ist und vor allem nicht meine Mutter. Ihr KANN ich es auch einfach nicht sagen, denn wie würde sie reagieren, wenn ich sage, dass ich mich freue, dass ich auf der Arbeit jemanden um Hilfe gebeten habe oder dass ich mich nach 3 Monaten getraut habe mir einen Tee dort zu machen? Sie würde lachen und sich denken: "Das nennst du selbstständig? Werd' erstmal erwachsen Mädel!" Ich messe mich immer an ihr. Sie ist so stark, hart, schweigsam und nie faul. Und ich? Ne, ich nicht. Deswegen hat sie mir selten gesagt wie stolz sie auf mich ist. Ich wollte sogar mit Fieber auf die Arbeit, damit sie sieht, dass ich nicht faul bin und stolz auf mich ist, dass ich so hart zu mir bin.

Als ich alleine in die Bank musste, um einen Check abzugeben, habe ich sogar das falsch gemacht und sagt: "Du hättest das und das sagen müssen!" Ja ich gebe es zu: Ich habe gewisse Einschränkungen/Probleme im Umgang mit anderen Menschen, deswegen geht einfach nicht mehr, aber ich will sie nicht enttäuschen. Ich habe ehrlich gesagt geweint und hatte Angst nach Hause zu gehen, weil ich sie nicht enttäuschen wollte und wollte nicht wissen wie sie drauf reagiert und nur kalt ironisch sagt: "Hast du ja wieder toll gemacht." Sogar Angst hatte ich für seine Fahrkarte von der Verkehrs AG zu holen. Angst davor die Mitarbeiter von der Verkehrs AG nicht zu verstehen. Wie soll ich vorgehen, wenn ich nicht verstehe, was sie mir sagen? Verstehen sie mich denn überhaupt? Hole ich auch die richtige Fahrkarte für meine Mutter? Wird sie wieder enttäuscht sein? Ich bin doch 21 und keine 3. Immer diese Fragenkonstellation, egal in welcher Situation, immer dieses, "was ist wenn"?
Darf ich sagen, dass mit solchen Gedanken ziemlich anstrengend ist den Alltag zu leben? Darf ich?

Ich muss jetzt wirklich aufhören. Es ist das erste Mal, dass ich tatsächlich soviel über mich schreibe in einem Text. Ich habe jetzt auch keine Konzentration mehr und verzeiht mir für Grammatikfehler oder ähnliches, denn meine Konzentration ist jetzt wirklich weg und kann den Text nicht mehr prüfen. Ich saß daran 35 Minuten.

Ciao.

Danke1xDanke


  22.02.2018 21:29  
Sie hat oft geweint, weil ich mir so viel Ärger in der Schule eingehandelt habe, diese ganzen Lehrergespräche, die schlechten Bemerkungen auf den Zeugnisse: Muss endlich mit den Albernheiten aufhören. Muss sich mehr konzentrieren. Stört den Unterricht. Oft abwesend. Aufmerksamkeit anderer Schüler wichtiger als der Unterricht.... immer dieses zu ruhig oder zu laut. Ja was bin ich denn nun? Sie hat sich zwar bei den Lehrern beschwert, dass ich geärgert werde und ich Idiot habe es nicht gemerkt und dachte mir, ich bin beliebt und lustig und trotzdem hat sie mich gefragt, womit sie sich das verdient hat. Ich erinnere mich an einen Satz, den sie Dezember 2008 sagte: Was hättest du eigentlich gemacht, wenn ich nicht mehr da wäre? Wenn ich an Krebs gestorben wäre?.... Diese Frage werde ich nie wieder mehr vergessen. Ich war 11 Jahre alt.

Danke1xDanke



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  22.02.2018 21:38  
Ich Schreib morgen was dazu. Zuviel für meine nicht mehr vorhandene konzentrilation :)



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  23.02.2018 09:54  
Ich muss ganz ehrlich sagen, dass du geschafft hast dir einen batzen von der seele zu schreiben. Das ist super! Es ist glaube ein großer knackpunkt in deinem leben und wie du indirekt beschrieben hast..weichst du dem gerne aus und "kuemmerst" dich ums drum herum. Ich haett schon wieder weinen koennen, da ich einfach weiss wie du dich fuehlst. Viele meinen zu mir ich soll mit meinem vater abschließen und mir vor augen halten, dass ers damals einfach nicht besser wusste. Er selbst sagt auch (ich hab mich damals mal getraut das gespraech zu suchen, das erste und letzte bis heute) dass er viel arbeiten war um mir alles ermoeglichen zu koennen. Er ist alleinerziehend mit mir gewesen nach einem harten schicksalsschlag. Und das alles hat ihn so abstumpfen lassen, dass er gar nicht auf mich liebevoll eingehen konnte. Stattdessen glaenzte er mit abwesenheit und Alk.. Jedenfalls versuchte ers ueber den materiellen weg. Nur hielt ich nicht viel von weil die Sehnsucht sehr groß war... von ihm zu hoeren das er mich lieb hat.. es gibt tage da hab ich ein positives gefuehl und wenn ich daran denke ihn ziehen zu lassen, fuehl ich mich auch erleichtert und gluecklich fuer den moment. Ich brauch nur eine nacht darueber schlafen. Meistens fuegt das schicksal uns dummerweise zusammen. Mit situation xy.. und wenn denn nichts von ihm kommt..spuere ich eine riesen enttaeuschung. Und da merke ich, dass ich noch lange lange nicht abgeschlossen habe.

Was deine "hilfestellung" betrifft. Ich kenn das.. ich selbst komm auf die kleinigkeiten manchmal nicht und lese mich denn quer durch google. Ich braucje konkrete fragen um mich mur darauf zu konzentrieren und nicht einzusinken in "allem was mich so beschaeftigt" . Warum ist das so? Ich denke das ist das fehlende selbstvertrauen. Dieses gefuehl nichts richtig zu machen, dieses gefuehl alles was man selbst macht ist falsch weil keiner es bestaetigt. Ganz oft ertappe ich mich dabei, dass Entscheidungen die ich getroffen habe schnell bereut/ angezweifelt werden..wenn ich diese alleine traf. Habe ich aber zb eine freundin bei mir und treffe im gespraech eine Entscheidung... fuehle ich mich sicher, wenn positives feedback kommt.
Sprich ich mach mich abhaengig von außen..

Ich bin mir meinen staerken oft nicht bewusst. Ich brauche einen der mir den spiegel vorhaelt und sagt: "siehe hin..alles was du geleistet hast, alles was du gemeistert hast, machst du wundervoll" .. erst dann erkenne ich selbst meinen wert. Schau ich aber so in den spiegel, finde ich ein haeufchen was sich zu nichts in der Lage fuehlt.

Dieser gedanke reicht aus das ich den rest des tages wie falschgeld rumlaufe und mir alles schwer faellt.

Ich bin gestern auf ein artikel gestoßen, wo uebungen drin beschrieben waren. Wie man mit seiner Vorstellung Berge versetzen kann.
Sehr interessant gewesen.

Eine uebung zb:

Stelle dich hin und versuche mit durchgestreckten beinen den boden zu berühren. (Ich komm nur bis zu den schienbeinen runter). Denn strecke die arme in den himmel. Schließe die augen und stelle dir vor wie du diese uebung machst und den boden beruehrst. Denn mache diese uebung noch einmal. Und du wirst sehen das du viel weiter runter kommst. Ich glaube das ist eine wundervolle uebung, fuer viele Bereiche.

Danke1xDanke


  23.02.2018 10:13  
Ich bin sprachlos. ...ich kann vieles von hier für mich übernehmen. Ich hatte Zeiten als Jugendliche da habe ich mich bewusst verletzt oder betrunken um ins Krankenhaus zu können. Dort hat sich jemand um mich gekümmert und das Gefühl war schön. Gegenüber mein Eltern bin ich komplett verstummt. Ich bin nicht schlecht aufgewachsen. Haus Garten Haustiere. ....aber emotional war da Leere. Ich war mir der Hilfe der Familie nie sicher was die ersten Ängste ausgelöst hat. Es ist auch heute noch so. Mittlerweile darf mich niemand *außer Tochter * berühren
Ich bin Berührungen und Umarmungen nicht gewohnt. Ich hatte eine zeitlang dann große Probleme. ..ich habe mich von Personen abhängig gemacht die mir Aufmerksamkeit gegeben haben. ...

Danke2xDanke


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  23.02.2018 10:36  
enana hat geschrieben:
Mittlerweile darf mich niemand *außer Tochter * berühren
Ich bin Berührungen und Umarmungen nicht gewohnt. Ich hatte eine zeitlang dann große Probleme. ...


Geht mir auch so. Ich hatte mal ein gespraech mit einer therapeutin. Die war jung und erkannte das.. sie meinte ich soll vllt ueber mass-agen (erkennt mein wort nicht an -.-) mir den koerperkontakt suchen. Oder eine freundin drum bitten mich lange zu umarmen.Weil koerperliche beruehrungen wichtig fuer mich sind, das war auf einer kur. Als wir das gespraech beendeten und ich ihr tschuess sagte, nahm sie mich ploetzlich 20sek in die arme. Ich war voellig ueberfordert und trotzdem nahm ichs an. Promt hatte ich eine verschriebene Mass. im plan... bei einem mann. Ich lag da oben ohne und einerseits wars schoen und andererseits ueberlegte ich wie ich aus der nr rauskomme. Ich musste puschen wie ein pferd (reaktion einer anfliegenden panikattacke).die situation wurde mir einfach zu viel. Ich blieb aber liegen und war danach stolz wie bolle.

Als ich zuhause an kam. Bat ich tatsaechlich meine freundin um eine umarmung beim verabschieden. Wir kamen uns beide total bekloppt vor als wir 20sek runterzaehlten. Immer wieder machten wir das und iwas wars lustig.mittlerweile sehr herzlich und wir genießen diese tiefe verbindung zueinander :)



  23.02.2018 11:02  
Ich habe leider keine Freunde. Deshalb ist das Üben da echt erschwert.


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