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Hallo,
ich hoffe das es Menschen gibt die mir ihre Sichtweise schildern, wie sie mit der Situation umgegangen sind.

Zum mir ich hatte eine nicht normale Schullaufbahn. Ich habe mich vom Hauptschulabschluss zum Fachabitur hochgearbeitet (trotz Faulheit), ich musste sogar einmal die 11 wiederholen, weil ich mich erst einmal an das Tempo und die Struktur gewöhnen musste.

Dann habe ich 2 Jahre Pause gemacht. Jahrespraktikum und Zivildienst.

Jetzt im ersten Semester hab ich gemerkt, das der Unterscheid total krass ist. Es wird alles knallhart durchgezogen und man muss sich alles selber erarbeiten und Fragen werden auch nicht optimal beantwortet, so das man es auf anhieb verstehen kann.(ich bin an einer FH).



Im nachhinein muss ich sagen, das die Klausuren alle zu schaffen waren für mich, nur die ganze Umstrukturierung und Organisation haben mir so ziemliche Probleme bereitet. Besonders das lernen.

Was mich besonders gewundert hat, ist, das Aufgaben in den Klausuren (besonders Mathe) aufgaben vorkamen, die man in der Art und Weise weder in der Vorlesung noch in der Übung so gemacht hat.

Gibt es welche die auch solche Erfahrungen gemacht haben? Also ich haben von 8 Modulen 7 geschrieben und bisher nur eine bestanden. 2 stehen noch aus.

22.02.2011 19:38 • 17.03.2011 #1


42 Antworten ↓


Hi!

Gewisse Ähnlichkeiten kann ich bei mir zu deinem "Lebenslauf" erkennen.

Ich selbst hab auf der Realschule die Mittlere Reife gemacht ( ui meine Noten waren da.. naja Faulheit lässt grüßen ) anschließend hab ich nicht gleich nen Ausbildungsplatz gefunden und so einen Grundausbildungslehrgang gemacht. Anschließend kam dann eine Berufsausbildung und ein Jahr Arbeit.

Danach hab ich meine FH-Reife nachgeholt und studiert. Anfangs wars schon ziemlich ne Umstellung.
- alles neu
- um alles selber kümmern ( Tutorials, Üben, ... )
- Vorlesungsarten ( Profs die nur vorgelesen haben, reine Theoretiker, ... )
- ...

Am besten war z.B. ein Prof der in den Vorlesungen total praxisbezogen war und in der Klausur dann voll auf die Theorie ging. Oder ein anderer der zwar in der letzten Vorlesung vor der Klausur ne Fragestunde machte, dort aber "falsche Angaben" machte ( z.B. eine leichte Rechenaufgabe eine schwere / in einem Themengebiet eine best. Grafik und da die Oberpunkte und einmal alle ( 7/8 ) Unterpunkte genau die andere Grafik in dem Themengebiet kam dran/ ... ).

Mit der Zeit gewöhnt man sich aber an die ganze Art und Weise wie das da abläuft. Wichtig ist das man bei den Vorlesungen immer schaut das mans verstanden hat und das man rechtzeitig vor den Klausuren mit dem lernen anfängt da es sonst ziemlich eng werden kann ( besonders wenn mal mehrer Klausuren knapp hintereinander sind ).

Je nach Fach und Prof und Kommolitonen kanns hilfreich sein:
- ein Tutorial zu besuchen ( falls angeboten )
- mit höheren Semestern zu sprechen
- alte Klausuren anzuschaun
- in der Bibliothek mal nach unklaren Themen auch in anderen als den in den Vorlesungen verwendeten Büchern nachschaun
- beim Prof in die Sprechstunde gehen
- evtl. ne Klausur schieben
- Skripte von höheren Semestern verwenden
- selber ein Skript machen ( PC/schriftlich )

Am Anfang ists meisst ziemlich gewöhnungsbedürftig ( Vorlesungszeiten, Vorlesungen, Dozenten/Professoren, .... ) aber das wird schon!

22.02.2011 21:00 • #2



Studium - erstes Semester total verhauen

x 3


Das doofe finde ich ja, das manche Dozenten/Professoren erwarten, das man diesen Stoff schon in der Schule hatte.

Aus psychologischer Sicht sind solche Erwartungen ja nicht richtig.

Ich Studiere ja Wirtschaftsinformatik, d.h. von der Mathematik her, gibt es nicht allzuschwere Aufgaben. Nur ich hätte nie gedacht, das man uns nur eine Aufgabe mit einer Variation gibt/gezeigt wird und müssen direkt alle Variationen können. In den Vorlesungen wird uns ja auch nur die Herleitung der Formel erläutert, aber nicht wie man sie anwendet.

Aber am schlimmsten in diesem Studiengang sind Module wie Physik, Elektrotechnik, Fertigungstechnik, Verfahrenstechnik und Automatisierungstechnik.

Und das als Wirtschaftsinformatiker.

Meine Komilitonen kann ich soweit alle vergessen. Die sind mehr auf der "null Bock" Schiene. Mit denen kann man nicht lernen. Und es gibt die, die nur auf sich achten niemanden helfen, aber viel am schnorren sind.

Wenn man Fragen hat, kann man sich nicht an die Komilitonen verlassen.

Ich bin jemand der das Studium durchziehen will. Nur ich habe nicht die Voraussetzungen um es zu schaffen. Ich muss definitiv schon 1 Semester dranhengen. Und kein Komilitone den ich kenne, hat die gleiche Motivation wie ich, sich mit mir wöchentlich zusammenzusetzen und den Stoff nochmal ausführlich durchgehen, damit man ein tieferes Verständnis dafür entwickelt.

22.02.2011 23:59 • #3


Hallo Franzose,

Ich war sowohl an der FH als auch an der Uni und ich fand dass die FH strenger ist im Durchziehen, allerdings auch strukturierter. Dafür ist der Zeitplan straffer. Wir mussten z.B. unsere Stundenpläne abholen, wir durften sie nicht selbst gestalten. Das hieß ich wusste genau was ich machen muss und was nicht, ich hatte klare Vorgaben. ABER ich hatte eben auch keine Freiheiten in der Gestaltung. Jetzt an der Uni z.B. mach ich mir die Stundenpläne selber und mach sie genau so wie sie mir passen. Wenn ich z.B. unter der Woche arbeiten gehen will dann halt ich mir einen Tag frei, wenn ich weiß ich muss jetzt bald einige Seminare belegen wo man mehr arbeiten muss als für Vorlesungen dann nehm ich weniger Stunden damit ich das Arbeitssoll gut erfüllen kann. Man hat mehr Freiheit, muss aber auch viel mehr selber mitdenken, selber organisieren. Im Nacken sitzt die ständige angst davor irgendwas vergessen zu haben. Da hilft's nur einmal pro Semester beim Berater vorbei zu gucken und zu schauen ob man noch gut dabei ist.

Zitat:
Das doofe finde ich ja, das manche Dozenten/Professoren erwarten, das man diesen Stoff schon in der Schule hatte.

Das stimmt, ABER genau zu diesem Zwecke gibt es in den Semesterferien auch zu fast jedem Fach Kurse in denen du dein Vorwissen noch mal aufarbeiten und überprüfen kannst. Die sind sehr sinnvoll und sollten auch belegt werden, macht nur kaum einer weil man entweder a) nix davon weiß oder b) seine Ferien anderweitig verplant hat. Wenn du dir unsicher bist im Basiswissen würde ich sie dir empfehlen. Hab ich damals auch gemacht und es hat mir SEHR geholfen. Ich war danach viel sicherer in den Vorlesungen und Übungen.

Dass du keine Arbeitsgruppen zum Nacharbeiten findest ist natürlich blöd. Das kenn ich so nicht. Bei uns gab es immer mindestens 5 Leute die sich mit mir zusammen gesetzt und gepaukt haben. Die muss es bei dir doch auch geben. Vielleicht mal ins Uni-Forum gehen oder so, jede Uni/FH hat doch ein Studentenforum. Da kannst du mal ein Gesuch aufgeben. Oder vielleicht was ans schwarze Brett hängen. Da melden sich sicher welche! Kann mir nicht vorstellen dass alle nicht zusätzlich nacharbeiten. Das geht nicht.

Zitat:
ch bin jemand der das Studium durchziehen will. Nur ich habe nicht die Voraussetzungen um es zu schaffen. Ich muss definitiv schon 1 Semester dranhengen.

Naja, jetzt sei mal nicht so streng zu dir Ich glaube das kann keiner leisten, aber indem du es von dir erwartest machst du dir unnötig viel Druck.

Liebe Grüße,
Bianca

23.02.2011 12:18 • #4


Achso, noch was:
Zitat:
Was mich besonders gewundert hat, ist, das Aufgaben in den Klausuren (besonders Mathe) aufgaben vorkamen, die man in der Art und Weise weder in der Vorlesung noch in der Übung so gemacht hat.

Das ist die Transferleistung und wird eigentlich inzwischen schon in der Oberstufe von den Schülern erwartet, an der Uni/FH gibt's natürlich fast nur noch solche Aufgaben. Sie sollten kein Problem dar stellen insofern man den Stoff wirklich tiefgreifend verstanden hat, also die Formeln und Ansätze und Herleitungen kennt, und nicht nur weiß wie man etwas anwendet und damit eine Aufgabe löst.

Komische Profs gibt es leider überall. In der Schule waren die Lehrer auch nicht alle cool, damit muss man irgendwie leben. Am Meisten hat mich an der FH ein Prof in Informatik gestört. Immer wenn ich die Aufgabenstellung so gelöst habe wie verlangt und ZUSÄTZLICH noch kreativ damit wurde und eigenständig was damit gebastelt hab wurde ich angenörgelt weil ich so kreativ wäre Jetzt an der Uni ist das Highlight eine Dozentin die so langweilig redet dass ich in jeder vorlesung mindestens zweimal einschlafe, egal wie müde ich bin. Sie schafft es trotzdem. Auch toll ist der Prof bei dem ich vor 2 Semestern zwei Leistungen abgelegt habe, die er aber noch immer nicht ans Prüfungsamt geschickt hat so dass sie quasi nicht existieren.
Profs und Dozenten können komisch sein, aber mei, da steht man doch drüber, oder?

23.02.2011 12:24 • #5


Das ich das auf anhieb nicht schaffe war mir klar. Am Anfang war das schon eine krasse Umstellung. Das Tempo ist wirklich hoch und es wird auch alles straff durchgezogen. In einigen Modulen sollten wir auch Gruppenarbeit zu zweit machen, ich hatte meist welche, die keine Ahnung hatten wie etwas funktioniert und mich desswegen genervt hatten und ich musste mit welchen zusammenarbeiten, die nur für sich selbst gearbeitet haben. Und ich saß vor den Aufgabenblättern und habe versucht nachzuvollziehen was man von mir will, dementsprechend war ich auch 10-30 min später fertig als viele andere (legasteniebedingt).

Und wenn ich die mal gefragt habe die alleine lieber arbeiten wollten, kam so etwas, ja das ist selbstverständlich und sowas muss man wissen, denn das gehört zu Allgemeinwissen.

Dazu hab ich nichts gesagt aber mir gedacht, "oh man du bist wirklich unwissend was Psychologie und Sozialkompetenz anbelangt"

23.02.2011 14:37 • #6


Es ist ja klar, dass du dich umstellen musst. Das Niveau ist einfach höher. Aber dein Lebenslauf zeigt ja bisher, dass du alles was du begonnen hast auch erfolgreich zu Ende gebracht hast.

Versuche einfach dich etwas umzustellen. Kontinuierlich lernen, jeden Tag ein bisschen, immer wiederholen was in der Uni gemacht wurde dann fällts dir bei den Klausuren leichter!

Vielleicht fährst du bisher ja die falsche Taktik und lernst wie viele in der Schule nur direkt für die Klausuren. Das funktioniert ja meistens an der Uni dann nicht.

23.02.2011 16:23 • #7


Das Lernen und Organisieren ist einer der Gründe und sicherlich das Hauptproblem.

Ich hab keine Ahnung wie ich alles strukurieren soll, bzw. wo ich anfangen soll.

So etwas habe ich nie gelernt. Ich habe immer alles durcheinander gemacht und mich auf meine Gedächtnisfähigkeiten verlassen.

Selbst bei den Abschlussklausuren habe ich einen Tag vorher gelernt und bestanden, wenn auch nur mit 4ren.

23.02.2011 18:30 • #8


Bzw. wieso sollte man nicht nur direkt für Klausuren lernen?
Im Studium kommt es doch nur drauf an die Klausuren zu bestehen.

23.02.2011 18:40 • #9


Hat auch jemand zufällig der studiert, größere Probleme Texte zu lesen und zu verstehen also legasteniebedingt?

24.02.2011 20:48 • #10


Probleme mit Texten hatte ich nicht aber versuchs doch mal mim markieren ( natürlich nur bei deinen eigenen Büchern ). Lies mim Lineal und wenns was wichtiges ist mit nem Stift gleich unterstreichen. Oder mach dir gleich ein Exzerpt, Block neben dem Buch - wichtiges/intressantes rausschreiben und später dann nochmal durchgehen bzw. je nachdem in den Rechner abtippen oder zu nem Skript machen.

25.02.2011 11:38 • #11


Endlich hab ich auch etwas positives für mich erlebt.

Ich habe in einem Modul wo es 2 Creditpoints gab und dessen Stoff mir bekannt war eine 3.0

Und ein einem das ich vorher noch nie hatte wo es 4 Cp gab eine 3.3

Fürs erste Semester find ichs aktzeptabel.

25.02.2011 16:19 • #12


Ist es denn in den Klausuren vorallem Mathematik normal, das Aufgaben in der Art und Weise gestellt bekommt, die man so nicht besprochen, bzw. geübt hat?

Wir hatten z.B. in den Übungen einen Gauschen Algorithmus wie:

4x -3y +7z = 26
-8x +12y +3z = 32
0x +1y + 6z = 2

Und in der Klausur kam etwas vor wie:

4x -3y +7z = 26
-8x +12y +3z = 32
0x +1y + 6z = 2 +a

Sowas war für mich völlig neu und ich wusste nicht was dies für die Aufgabe bedeutet und wie man die Aufgabe nun bearbeiten soll, denn die ganze Oberstufenmathematik ist mir fremd. Ich hab echt keine Ahnung wie ich jetzt an das Studium rangehen soll, was ich übern soll wie ich üben soll, wann ich üben soll usw.

Es wird immer wieder gesagt: Zeitplan erstellen und einen strukturierten Tagesablauf haben, aber keine gibt Beispiele dafür wie man es gestalten kann und das jeder halt eine andere Struktur hat, aber sowas will ich nie wissen. Ich muss wissen wie so ein Plan aussehen soll, wie man vorarbeitet, wie man nacharbeitet wien man Aufgaben effektiv bearbeitet, was man alles dabei haben sollte usw. Demensprechen beschäftige ich mich mehr damit wie ich etwas angehen soll, als das ich etwas angehe.

05.03.2011 17:30 • #13


Hallo franzose,

Die Studienberatung oder psychologische Beratung hilft solche Lernpläne zu erstellen oder auch das Studium zu planen. Die haben da meistens sogar schon fertige Vordrucke da. Die können, anbei, auch deine Leseschwäche testen, bescheinigen und dann dafür sorgen dass du das in Prüpfungen z.B. ausgleiche kannst indem du mehr Zeit bekommst oder so.
Wenn du im Lernstoff unsicher bist informier dich über Aufbaukurse oder Auffrischkurse! Die gibts an jeder FH und Uni in den Semesterferien, normalerweise sind sie für Studenten auch kostenlos. Da kannst du deine Lücken schließen und bereits vorhandenes Wissen festigen.
Deine Aufgaben hab ich meinem Freund gezeigt, der hat sein Diplom in Informatik gemacht. Der hat nur gelacht und gemeint: Ja, das ist absolut normal. Aber er war im Grundstudium auch kaum besser als 3er oder 4er, und im Diplom hatte er dann ne 1,1.
Also wirf das Handtuch nicht gleich weg!

Liebe Grüße,
Bianca

06.03.2011 01:16 • #14


Zitat von franzose87:
Bzw. wieso sollte man nicht nur direkt für Klausuren lernen?
Im Studium kommt es doch nur drauf an die Klausuren zu bestehen.
Nicht so ganz.

Es gibt natürlich Dinge, die man trotzdem gleich wieder vergisst, weil sie einen gar nicht interessieren. Es gibt aber auch Dinge, die noch nach Jahrzehnten präsent und abrufbar sind. Und das ist ja eigentlich der Sinn des Studiums. Wenn man nur dafür studiert, damit man am Ende ein Zeugnis, aber kein Wissen hat, dann kann man sich anschließend auch gleich einen Ghostwriter für seine Doktorarbeit besorgen, weil's da ja auch nur auf die 2 Buchstaben ankommt ...

06.03.2011 02:25 • #15


Zitat von Pilongo:
Hallo franzose,

Die Studienberatung oder psychologische Beratung hilft solche Lernpläne zu erstellen oder auch das Studium zu planen. Die haben da meistens sogar schon fertige Vordrucke da. Die können, anbei, auch deine Leseschwäche testen, bescheinigen und dann dafür sorgen dass du das in Prüpfungen z.B. ausgleiche kannst indem du mehr Zeit bekommst oder so.
Wenn du im Lernstoff unsicher bist informier dich über Aufbaukurse oder Auffrischkurse! Die gibt's an jeder FH und Uni in den Semesterferien, normalerweise sind sie für Studenten auch kostenlos. Da kannst du deine Lücken schließen und bereits vorhandenes Wissen festigen.
Deine Aufgaben hab ich meinem Freund gezeigt, der hat sein Diplom in Informatik gemacht. Der hat nur gelacht und gemeint: Ja, das ist absolut normal. Aber er war im Grundstudium auch kaum besser als 3er oder 4er, und im Diplom hatte er dann ne 1,1.
Also wirf das Handtuch nicht gleich weg!

Liebe Grüße,
Bianca



Das er über solch eine Aufgabe lacht kann ich gut verstehen. Sieht auch leicht aus wenn man ehrlich ist, nur wenn man es nie gehabt hat kommt es einen schwer vor.

Echt? Ich wusste gar nicht das die Studienberatung so etwas anbietet, ist mir völlig neu. Aber gut zu wissen! Dann muss ich mich mal so schnell wie möglich mit denen in Verbindung setzten.

Nur schade das es kein Diplom mehr gibt. Beim Bachelor zählt ja leider jede Klausur von Anfang an.

06.03.2011 16:20 • #16


Jetzt ist schon wieder etwas negatives geschehen. Ich dreh da manchmal völlig am Rad. Ich lerne für eine Klausur intensiv 4 Wochen lang, u.a. bekomme ich auch die verscheidenen Probeklausuren gut hin und dann auf einmal in der Klausur kommt was völlig anderes und unerwartetes dran. Dann kam schon wieder ein Blackout und ich konnte fast gar nichts lösen. Die Frage, bzw. den Sinn der Fragen habe ich nicht mehr verstanden. Dann kamen längere Texte wo wir etwas rauslesen und Stück für stück abarbeiten sollten konnte ich schon mal gar nicht.

Da fühlt man sich total auf den Arm genommen. Ich weiß auch nicht ob es dort einen Zusammenhang mit den ETC gibt. Für dieses Modul gab es 5 ETC.

Z.B. Bei 2 Mudule wo es 2 ETC gab, kamen genau die Aufgaben vor wie in den Jahren davor, nur leicht abgeändert.

Es ist manchmal einfach zum Verzweifeln, wenn man keine Lösungen für Fragen findet die man sucht. Man ist total hilflos. Meine Komilitonen haben einfach keine Lust sich zusammenzusetzten und zu lernen, machen statt dessen etwas anderes und meinen sie schaffen das locker, was bei den Prüfungen aber nicht der Fall war.

Die Fördertermine für Mathematik sind auch nciht das wahre gewesen. Wir kamen dahin und es wurden uns aufgaben gegeben, die wir selbstständig lösen sollen und nach ner halben Stunde wurden die Lösungen an die Tafel geschrieben. Bei fragen konnte man sich nicht an die Dozentin wenden. Sie meinte nur das sie kein Mathe studiert hat und uns daher nicht sagen kann, warum das so gemacht wird.

Anstatt das sie uns die ganzen Hintergründe erklärt, wie vorgegangen wird, wenn sich bestimmte sachen ändern wie man dann damit umgeht usw.

Wir dürfen auch alles mit in die Klausur mitnehmen, dementsprechend wird sie auch schwerer gestellt.

08.03.2011 22:18 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

Ich weiß nicht, ob das heutzutage normal ist. Oder ob es einfach absolut schlechte Didaktik ist. Es wird ja schon seinen Grund haben, weshalb Deutschland im internationalen Vergleich auch in der Wissenschaft immer schlechter abschneidet.

Kannst du nicht mal die entsprechenden Profs. / Dozenten in der Sprechstunde aufsuchen und ihnen dein Problem schildern und sie fragen, ob das Absicht ist, dass man da auf dem Schlauch steht, oder ob du vielleicht aufgrund deines abweichenden Bildungswegs Lücken hast, die du besser schließen solltest? Und falls ja, welche und wie?

Zumindest würdest du sie damit dafür sensibilisieren, dass es da ein Problem gibt.

Falls sie wirklich absichtlich so handeln, in der Meinung, damit das Niveau hoch zu halten (was ich ja sehr bezweilfe, dass das auf diese Weise funktioniert!) , dann müssten sie aber wenigstens bereit und in der Lage sein, dir deine Lücken konkreter aufzuzeigen.

Ich kenne Mathe- und Informatik-Professoren; diese beklagen sich alle, dass die Studenten heute sehr viel schlechteres Vorwissen mitbringen als früher. Ob das stimmt, weiß ich nicht, ich kann mir eigentlich auch nicht vorstellen, wie das möglich sein soll.

Ich drücke dir die Daumen, dass du da eine gute Lösung findest.

08.03.2011 22:27 • #18


Zitat:
Das er über solch eine Aufgabe lacht kann ich gut verstehen. Sieht auch leicht aus wenn man ehrlich ist, nur wenn man es nie gehabt hat kommt es einen schwer vor.

Echt? Ich wusste gar nicht das die Studienberatung so etwas anbietet, ist mir völlig neu. Aber gut zu wissen! Dann muss ich mich mal so schnell wie möglich mit denen in Verbindung setzten.

Nur schade das es kein Diplom mehr gibt. Beim Bachelor zählt ja leider jede Klausur von Anfang an.


Ach, das mit dem Diplom ist nicht so schlimm finde ich. Viele weinen dem Diplom ja hinterher. In der Arbeitswelt nimmt man aber Master-Absolventen genau so gerne wie Diplomer. Nur wofür der Bachelor gut ist, ich glaub das hat noch keiner so richtig verstanden. Ich glaube persönlich einfach dafür dass man nach ein paar Jahren was in der Hand hat und sowas wie ein Zwischenziel anstreben kann.
Und selbst wenn Alles rein zählt: Ich selber hab im Semester gut 10 Veranstaltungen. Das macht 10 Noten. Ich studiere 9 Semester. Macht rund 90 Noten und diverse Creditpoints. Wenn von den 90 Punkten vielleicht 10 schlecht sind, meinetwegen auch 20, dann fallen die immer noch ganz wenig ins Gewicht weil man sie mit den anderen guten Noten super ausgleichen kann. Da mach dir mal nicht unnötig Stress!

Und die Studienberatung sollte immer deine erste Anlaufstelle sein. Du zahlst ja vermutlich auch Studiengebühren oder Studiengeld, oder? Dann darfst du dafür ja wohl auch das breit gefächerte Angebot der Uni/FH nutzen. Das ist dein gutes Recht. Man will ja was geboten bekommen für sein Geld. Die Studienberatung fand ich jedenfalls immer sehr gut. Aber ich hab auch schon die Rechtsberatung in Anspruch genommen, die war auch klasse.

Hast du dich mal über Auffrischkurse informiert? Ich hab auch grad nen Intensivkurs 3 Wochen hinter mir Und bin sehr froh den gemacht zu haben.

Liebe Grüße!

08.03.2011 23:14 • #19


Also also Auffrischungskurse gibt es nicht wirklich. Höchstens für die 1. Semester einen Brückenkurs wo aber nur alles bruchstückhaft geschildert wird. Es wird etwas mathematisch erklärt und ein Beispiel mit einer Aufgabe zum selbst lösen. Fand das ncht sehr hilfreich, weil es gibt ja ätliche variationen. Praktisch sie hat von einem Buch abgeschrieben das wir uns auf kaufen konnten, was ich gemacht habe.

Bei der gleichen Dozentin haben wir einen wöchentlichen Förderkurs. Der wie ich einen Beitrag vorher geschrieben habe nur murks ist.

3 Aufgaben werden an die Tafel geschrieben und die müssen wir innerhalb einer bestimmten Zeit lösen können und dann werden die Lösungen einfach an die Tafel geklatscht. Es wird nichts weiter erklärt. Z.B, was passiert wenn sich dies und das so und so verändert.

Ebenso haben wir bei dieser Dozentin die Übungsstunden. Sie meinte noch zu uns, das sie das Niveau nicht runterschrauben, selbst wenn wir etwas nicht verstehen oder können.


38 von 50 sind in Mathe durchgefallen. Das fand ich schon erstaunlich.

08.03.2011 23:57 • #20



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