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Peekay
Hallo ihr Lieben,
derzeit hänge ich in der Depression fest plus Angst und Panik.
Habe eine Therapie angefangen, seitdem gehts mir noch nieder.
Lebe ja alleine und bin auch fast jeden Tag alleine. Ab und an kommt morgens mal eine Bekannte zum Kaffee, oder mein Sohn auf ein Kippchen an den Balkon, aber das ward auch schon.
Habe so viele Baustellen an die ich ran müsste. Bin sehr übergewichtig, nehme aber trotz Intervallfasten nicht ab. Sport fehlt. Damit gehts schon los, ich bin so fix und foxi dass ich mich mal für fünf Minuten zu etwas zwinge, aber das wars auch schon. Danach lüge ich wieder auf meinem Sofa. Alleine bekomme ich den A**** nicht hoch.
Rehasport geht nicht, denn dort komme ich alleine nicht hin.
Ich rauche, deutlich viel zu viel, sollte es lassen.
Wenn ich Schoki in die Finger bekomme Futter ich sie auf.
Also ich arbeite gegen mich obwohl mein Verstand weiss wie blöde das ist.
In der Theorie klappt alles, nur an det Umsetzung scheitert es.
Eigentlich habe ich einige Hobbys, aber die machen keine Freude mehr.
Also lungere ich den ganzen Tag rum, bis auf wichtige Termine, und Scanner mich und meinen Körper.
Gehts jemandem ähnlich oder hat jemand einen umsetzbaren Rat?
Lieben Gruß

11.07.2021 22:19 • 13.07.2021 x 1 #1


10 Antworten ↓


Thomas_83
Angst, Panik und Depressionen verbrauchen höllisch viel Energie. Dass dann Schokolade ins Spiel kommt, ist leider nur logisch. Der Körper schreit nach Zucker und zudem sorgt Schokolade auch noch für Glücksgefühle. Wenn du es irgendwie hinbekommst, iss' wenigsten 85%ige Schokolade, die reduziert das Cortisol im Blut, wirkt somit gegen Stress und schützt sogar die Gefäße.

Zum Rauchen kann ich wenig Positives sagen: es stresst den Körper enorm und setzt dir die Arterien da zu, wo Schokolade sie gerade wieder frei gemacht hat

Also, mein Rat: setze dir ein Ziel, ein einziges, ein kleines. Bei dem Berg, den du da beschrieben hast, würde ich sogar im fitten Zustand schon aufgeben, bevor ich angefangen habe. Mit einer akuten Depression dürfte das absolut unmöglich sein (ich hatte nie eine, ich vermute das nur).

Du könntest dir zum Beispiel vornehmen, jeden Tag die Treppe zweimal runter und wieder hoch zu gehen. Oder vielleicht jeden Tag 250 Schritt draußen laufen. Und das könntest du immer weiter steigern... nach zwei Wochen könntest du 251 Schritte gehen, oder so. Und das ist keineswegs witzig gemeint.

11.07.2021 22:32 • x 2 #2



Möchte einiges ändern, schaffe es nicht

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Mimi1995
Wenn du einmal mit Sport anfängst & es zwei drei mal gemacht hast dann gehört es dazu. Menschen gewöhnen sich so schnell an etwas. Ich weis aber was du meinst ich mache manchmal Sport zuhause aber nie lange weil sich der Körper immer dran gewöhnen muss. Bei YouTube gibt es so viele Videos wo dich die Personen motivieren. Ich bin selbst übergewichtig aber nur rumsitzen & Depressionen unterscheiden sich. Es kann auch viel Faulheit bei dir sein. Ziele erreichst du nur wenn du etwas tust. Du musst dir einfach überlegen möchte ich in 2-3 Jahren noch immer so leben vielleicht noch mehr zu nehmen ? Nein ich denke nicht das du das möchtest. Popöchen hoch

11.07.2021 22:39 • x 1 #3


Peekay
@Thomas_83 das wusste ich nicht das Schoki das Cortisol reduziert. Und ja, mein Energielevel liegt bei Null derzeit. Das mit dem Ziel setzen, das mache ich ständig, nur gebe schon nach ein paar Versuchen wieder auf.

@Mimi1995 das Thema Sport... War vorletztes Jahr regelmäßig beim Rehasport. Alle sagen irgendwann kann man nicht mehr ohne, das ist ein Gerücht.
Ich hasse Sport. Ich überlege schon seit vielen Jahren das ich so nicht weitermachen kann, wie gesagt, bei der Umsetzung hapert es.
Eigentlich bräuchte ich eine Person an meiner Seite die mich an die Hand nimmt und mit mir mitmacht

11.07.2021 22:59 • x 1 #4


Thomas_83
Zitat von Peekay:
@Thomas_83 das wusste ich nicht das Schoki das Cortisol reduziert. Und ja, mein Energielevel liegt bei Null derzeit. Das mit dem Ziel setzen, das ...

Dann setz dir noch kleinere Ziele.

Schokolade reduziert Cortisol... reine Schokolade, nicht die mit 50% Zuckeranteil (bzw. doch, die vermutlich auch, aber die negativen Aspekte überwiegen dann doch).

11.07.2021 23:02 • #5


Spaceman
Ich kenne das Problem mit den vielen Baustellen und fehlender Motivation. Es gibt drei Strategien, die bei mir häufig funktionieren:.

1. Wie von den anderen schon angesprochen: Kleine Schritte machen und den ganzen Berg ignorieren. Schaffst Du es nicht, dann mache noch kleine Schritte. Zwinge Dich dann aber mit allem, was da ist, das auch zu tun. Sage Dir selbst mit Überzeugung "Das kann ich jetzt wirklich mal schnell machen! Auf geht's!"

2. Sandwich-Taktik: Baue je eine unliebsame Aufgabe zwischen zwei angenehme Tätigkeiten ein.

3. Jeden Tag etwas erledigen. Das dürfen anfangs auch Kleinigkeiten sein. Dabei hilft ein Wochenplan, in den Du angenehme und unangenehme Tätigkeiten einträgst.

12.07.2021 17:23 • x 1 #6


Peekay
Kleine Schritte sind gut und ich werde mir nun jeden Tag ein Ding aufschreiben und das auch machen. Soweit zur Theorie..... kommen wieder irgendwelche Symptome und die Angst bezweifelt ich das ich es schaffe.
Dieser Teufelskreis und die Angstspirale ziehen sich immer weiter zu.
Grade eben hab ich mich gefragt ob es wirklich Sinn macht mich Tag ein Tag aus mit diesen Themen zu beschäftigen, ob es mich evtl noch mehr belastet?

12.07.2021 18:05 • #7


Spaceman
Zitat von Peekay:
Soweit zur Theorie..... kommen wieder irgendwelche Symptome und die Angst bezweifelt ich das ich es schaffe.


Ich weiß, ich weiß

Wenn das passiert, dann versuche nicht zu schnell aufzugeben. Wenn es wirklich nicht geht, dann akzeptiere es und nimm Dir vor, morgen weiterzumachen. Schiebe Gefühle wie Scham und (Selbst-)zweifel beiseite, denn die verschlimmern alles nur.

Bleibe hoffnungsvoll und zuversichtlich, dass das klappt. Manchmal dauert es etwas länger, aber irgendwann schleifen sich regelmäßige Tätigkeiten ein und werden zur Gewohnheit.

Ach eins noch. Wenn möglich, dann sind Zeitziele oft besser als Ergebnisziele. Will heißen: "15 Minuten aufräumen" ist besser als "Wohnzimmer aufräumen".

12.07.2021 18:38 • x 2 #8


Orangia
Wie wäre es mal mit einer Kontaktanzeige ?
Einsame Frau sucht nette Freundin, etwa soundso alt für gemeinsame Aktivitäten.

12.07.2021 21:32 • #9


cube_melon
Zitat von Peekay:
Eigentlich bräuchte ich eine Person an meiner Seite die mich an die Hand nimmt und mit mir mitmacht

In der Theorie sollte man selber so viel Eigenliebe haben um sich selbst zu motivieren. In der Praxis kann das anders aussehen.

Für mich klingt das wie eine Abwärtsspirale aus Einsamkeit, selbstschädigendem Verhalten, Abwertung der eigenen Person, was dann wiederrum zu mehr dysfunktionalem Verhalten, Antriebs- und Hoffnungslosigkeit führt. Gekoppelt ist der Verlust von Ressourcen - sprich deiner Hobbys. Und dann fängt die Spirale von vorne an.

In dem Sinne gebe ich dir Recht, das ich das auch sehe, das Du Hilfe von aussen suchen solltest.
Je nach dem wie viel Du von einem anderen Menschen diesbezüglich erwartest, desto kleiner wird der Kreis der Personen die dafür in Frage kommen würden.

Aus meiner Sicht würde ich mir überlegen in eine teil oder vollstationäre, psychosomtische Einrichtung, mit dem Schwerpunkt der Gewichtsreduktion zu gehen um einen gewissen Grad an Eigenständigkeit und Motivation zurück zu gewinnen.
Sicher kann man das auch so schaffen, nur halte ich die Chance das der andere Weg schneller zu einem Ergebnis führt, für hoch.

12.07.2021 23:47 • x 3 #10


Peekay
Zitat von cube_melon:
Aus meiner Sicht würde ich mir überlegen in eine teil oder vollstationäre, psychosomtische Einrichtung, mit dem Schwerpunkt der Gewichtsreduktion zu gehen um einen gewissen Grad an Eigenständigkeit und Motivation zurück zu gewinnen.

Das kommt nicht für mich in Frage, ich will auf keinen Fall in ein fremdes Umfeld zu fremden Menschen. Das wäre der absolute Horror für mich.

13.07.2021 12:07 • #11



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