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Kleine Elfe
Hallo,
Ich ziehe oben Genanntes nach einer Oddysse emotionaler Erpressung ernsthaft in Erwägung.
U.a. versucht meine Mutter neuerdings mich mit einem Erbe gefügig zu machen. Stalkt rum und belästigt sogar meinen Freund per Whatsapp. Es geht einfach nicht mehr! Ganz zu schweigen von den zahllosen Grenzübettritten in meiner Kindheit/Jugend!
Immer wenn Grad keiner da ist soll ich oder auch mein Freund und ich zum Kaffeekränzchen kommen und wenn ihr neuer Mann bei ihr ist (den sie vornehmlich aus fin. Gründen geheiratet hat, Steuervorteile und so... dann will sie nichts von mir wissen) genauso nicht wenn Sie mit einer ihrer zahlreichen falschen Freundinnen ein Treffen hat...ich mache das zum Teil deshalb noch "mit" weil sie eine bösartige Krebserkrankung hat und ich insgeheim hoffte dass sie sich durch ihre Krankheit anders verhält und besser mit mir umgeht... leider ist das Gegenteil der Fall und ich weiss nicht wie lang sie noch Leben wird.
Es macht mich sehr traurig.
Sie hat auch den kompletten Kontakt zu meiner weiteren Familie unterbunden (im Keim erstickt ohne dass ich weiss wieso), so dass ich gar keinen Kontakt zu meinen Cousins/Cousinen mütterlicherseits hab (seit 7 Jahren)... Sie leben mehrere 100km weiter weg und ich hätte gerne meine Familie gekannt und sie hat einfach so eine Sch*** abgezogen und mir so vieles genommen... ganz zu schweigen von dem dass sie meinen Vater betrogen hat.

Hat hier jemand den Kontakt zu seinen Eltern/Elternteil abgebrochen? Wie alt seid ihr (ungefähr)?
Wieso (ungefähr)? Und wie geht es euch mit der Entscheidung?

04.02.2018 23:48 • 11.02.2018 #1


14 Antworten ↓


NurIrgendjemand
Hallo kleine Elfe,

Deine Mutter hat dich offensichtlich in der Vergangenheit mehrfach sehr verletzt. Versuche herauszufinden, ob du denn wirklich noch Kontakt zu ihr haben möchtest und evtl. warum oder ob du eher ein schlechtes Gewissen wegen ihrer Erkrankung hast (das musst du auf keinen Fall!).
Hast du nicht die Möglichkeit mit deiner Familie Kontakt aufzunehmen, ohne dass deine Mutter davon erfährt?

Ich bin jetzt 37, und seit etwa einem Jahrzehnt habe ich keinen Kontakt mehr zu meiner Mutter. Ich kann mich daran erinnern, dass ich als Kind Angst vor ihr hatte - damals war eine Ohrfeige (oder auch mal mehrere) noch ein "normales Erziehungsmittel". Auch als Teenager hatte ich kein gutes Verhältnis zu ihr.
Als ich etwa 26 war, haben sich meine Eltern getrennt (ich hatte da schon längst eine eigene Wohnung); danach habe ich noch ein paar Mal mit ihr telefoniert, aber sie wirkte immer so kurz angebunden. Irgendwann hatte ich einfach nicht mehr die Energie, den Kontakt aufrecht zu erhalten; sie hat sich bei mir nicht mehr gemeldet (zu meinem Vater habe ich übrigens noch Kontakt).

Heute denke ich noch manchmal an sie, und in ganz schlimmen Momenten frage ich mich, warum sie sich nicht für ihre einzige Tochter interessiert... aber im Großen und Ganzen geht es mir besser, seit ich mich von ihr gelöst habe; mein Selbstvertrauen ist doch etwas gewachsen...

05.02.2018 00:36 • x 2 #2



Hallo Kleine Elfe,

Kontaktabbruch - Mutter - Erfahrung

x 3#3


Kleine Elfe
NurIrgendJemand,
Ich danke Dir für deine Antwort. Ja ich kann es gut nachvollziehen Angst vor der Mutter zu haben. Aber gut, dass du noch Kontakt zu seinen Vater hast. Familie ist nunmal auch wichtig.
Ich habe leider keinerlei Kontaktdaten zu meinem Onkel oder seinen Kindern. Auf Social Media sind sie vermutlich auch unter geänderten Namen
... könnte nix finden.
Mich macht diese Geheimniskrämerei in der Familie (mütterlicherseits) sehr stutzig. Ich weiß nicht was ich darüber denken soll. Und es ist schrecklich zu realisieren dass man als (einzige) Tochter nie eine Mutter hatte im eigentlichen Sinne. Als ich früher bei Klassenkameradinnen zu Besuch war habe ich deren Mütter auch viel normaler erlebt als es meine Mutter war...
Ich glaube sie war es auch die die Freundschaft zwischen meiner Ehem. besten Freundin zerstört hat... Die Schwester meiner Mutter hält sich ihre Tochter auch wie eine "Haussklavin" hat sie vermutlich auch die Finger im Spiel gehabt bei der Trennung von ihrem Mann... mein Cousin hat sich aber von Ihr losreissen können... auch wenn diese angeblich über seine Ehefrau gewettert haben soll.
Ich denke was meine Verwandten angeht hat meine Mutter immer nur gelogen!
Und sie hat immer viel Wert darauf gelegt was die anderen denken... dabei war ihr ihre eigene Familie total egal.
Wenn ich mit ihr Spreche ist es so als wenn ich chinesisch Rede...oder sie möchte mich nicht verstehen.

05.02.2018 00:56 • #3


NurIrgendjemand
Für meine Mutter war es auch immer am wichtigsten, was "die Anderen" von uns/ihr denken.
Dass du zu deiner Familie keinen Kontakt aufnehmen kannst tut mir echt leid... ich weiß einfach nicht was ich schreiben könnte, das dich zumindest ein wenig tröstet.

Wenn ich deine Beiträge so lese, habe ich das Gefühl, dass dich die Beziehung zu deiner Mutter eher belastet als dass sie dir irgendwie guttut... Denkst du, du könntest dich vielleicht mit deiner Mutter aussprechen?

05.02.2018 01:09 • x 1 #4


FeuerWasser
Zitat:
Immer wenn Grad keiner da ist soll ich oder auch mein Freund und ich zum Kaffeekränzchen kommen

Was hindert dich daran Nein zu sagen?

Du möchtest dich von ihr nicht abwenden aufgrund ihrer Krebserkrankung, weil du nicht weiß wie lange sie noch leben wird aber ziehst jetzt den kompletten Kontaktabbruch in Erwägung? Ich kann das nicht ganz nachvollziehen. Du bist 24 Jahre alt, zum dem Zeitpunkt an dem deine Mutter den Kontakt zu den übrigen Verwandten abgebrochen hat warst du 17. Du hättest doch in der Zwischenzeit jederzeit wieder den Kontakt suchen können, so wie auch jetzt.

...und sie hat deinen Vater betrogen.... das ist keine schöne Sache aber in erster Linie die Angelegenheit deiner Eltern. Über so etwas würde ich nicht moralisch urteilen wenn man die genauen Umstände nicht kennt.

05.02.2018 11:27 • x 1 #5


Kleine Elfe
[/quote] Du bist 24 Jahre alt, zum dem Zeitpunkt an dem deine Mutter den Kontakt zu den übrigen Verwandten abgebrochen hat warst du 17. Du hättest doch in der Zwischenzeit jederzeit wieder den Kontakt suchen können, so wie auch jetzt.

...und sie hat deinen Vater betrogen.... das ist keine schöne Sache aber in erster Linie die Angelegenheit deiner Eltern. Über so etwas würde ich nicht moralisch urteilen wenn man die genauen Umstände nicht kennt.[/quote]
Okay, ich hab nicht gesagt dass ich gleich springe wenn sie ruft. Punkt eins!
2. Mit 17 hatte ich andere Probleme auf die ich hier nicht eingehen werde. Du kennst mich nicht also lass es mal einfach sein zu betonen was ich hätte tun können!
3. Es ist ganz schön anmaßend wie du dich hier erdreistet wissen zu können was ich angeblich über die Trennungsumstände weiss/nicht weiss
Also S.T.F.U.!
OK das hätten wir geklärt!
An alle anderen: Kommentare die KONSTRUKTIV und lösungsorientiert sind, sind herzlich Willkommen, Durchsage Ende !

05.02.2018 14:39 • #6


FeuerWasser
Hast du allen Menschen deinem Umfeld gegenüber so einen Umgangston? Du stellst hier an Außenstehende eine Frage. Wenn du Rückfragen zu Unklarheiten nicht verträgst dann musst du dir andere Ansprechpersonen suchen. Ich bin gerne hilfsbereit wenn ich mir ein Bild von der Situation machen kann aber für so ein Gepampe ist mir meine Zeit zu schade. Alles Gute für dich!

05.02.2018 18:05 • x 3 #7


Kleine Elfe
Zitat von NurIrgendjemand:
Für meine Mutter war es auch immer am wichtigsten, was "die Anderen" von uns/ihr denken.
Dass du zu deiner Familie keinen Kontakt aufnehmen kannst tut mir echt leid... ich weiß einfach nicht was ich schreiben könnte, das dich zumindest ein wenig tröstet.

Wenn ich deine Beiträge so lese, habe ich das Gefühl, dass dich die Beziehung zu deiner Mutter eher belastet als dass sie dir irgendwie guttut... Denkst du, du könntest dich vielleicht mit deiner Mutter aussprechen?


Eine Aussprache kann allein aus dem Grund nicht zustande kommen, weil sie nicht diskussionsfähig ist. Immer dann wenn man eine andere Meinung vertritt droht sie damit mich gleich aus der Wohnung zu werfen. Ich mache dass dann immer selber und verschwinde bevor sie das umsetzen kann denn ich will mir ja schließlich keine Blöße geben und habe auch noch meinen Stolz. Ich glaub das kannst du nachvollziehen...

06.02.2018 09:46 • #8


Luna70
Zitat von Kleine Elfe:
Die einzige die ja wohl as*zial ist bist du. Also scher dich dahin wo der Pfeffer wächst bevor du noch mehr Usern solche H*hlnusskommentate gibst.


Selbst wenn du dich von FeuerWasser angegriffen gefühlt hast, musst du nicht beleidigend werden. Damit machst du nämlich genau das, was du deiner Mutter vorwirfst, du stellst dich nicht der Diskussion über deine Motive und deine Ansichten. Du wirst im Leben noch häufig die Situation haben, dass du dich verteidigen willst und du wirst lernen müssen, angemessen und "erwachsen" zu reagieren. Du erreichst mit Beleidigungen nicht das, was du willst. Du willst doch ernst genommen werden, oder?

Zitat von Kleine Elfe:
Immer dann wenn man eine andere Meinung vertritt droht sie damit mich gleich aus der Wohnung zu werfen.


Wäre es dann nicht besser, dass du dich mit deiner Mutter für eine gewisse Zeit nicht mehr in ihrer Wohnung triffst, sondern bei dir oder an einem neutralen Ort? Damit machst du klar, dass du dich ihrem Diktat nicht mehr unterwerfen willst und du vermeidest dieses ganze Spielchen um Rauswurf bzw. Verlassen der Wohnung. Du bist erwachsen und musst dir nicht diktieren lassen, wann du deine Mutter triffst, wann das Gespräch beendet ist und wo es stattfindet.

Denkst du, ein Kontaktabbruch bringt dir die Ruhe, die du dir wünschst? Ich kann mir das eigentlich nicht vorstellen, du wirst dann wahrscheinlich auch leiden, dann halt anders. Und deine Mutter ist sehr krank, was ist wenn sie stirbt und ihr seid in Unfrieden auseinander gegangen. Hältst du das aus?

Versuche doch lieber, selbst mehr die Verantwortung zu übernehmen, deine Position klar zu machen, dir nicht mehr alles gefallen lassen. Aber nicht, in dem du aus einem Streit weg läufst oder mit Beleidigungen reagierst, sondern indem du klar sagst, was du willst.

06.02.2018 11:10 • x 3 #9


ja ich hab vor jahren den kontakt zu meinem vater abgebrochen. beste entscheidung meines lebens. bin ende 20.

06.02.2018 11:49 • x 1 #10


NurIrgendjemand
Zitat von Kleine Elfe:
Eine Aussprache kann allein aus dem Grund nicht zustande kommen, weil sie nicht diskussionsfähig ist. Immer dann wenn man eine andere Meinung vertritt droht sie damit mich gleich aus der Wohnung zu werfen. Ich mache dass dann immer selber und verschwinde bevor sie das umsetzen kann denn ich will mir ja schließlich keine Blöße geben und habe auch noch meinen Stolz. Ich glaub das kannst du nachvollziehen...

Ich finde den Vorschlag von @luna70, dich mit deiner Mutter an einem "neutralen" Ort zu treffen, recht gut; einen Versuch ist es doch wert, oder?
Wenn du dann immer noch nicht mit ihr reden kannst, hast du immer noch die Möglichkeit zu gehen und das Gespräch so zu beenden.

Und ein Kontaktabbruch ist natürlich schon ein krasser Schritt. Ich selbst habe auch lange überlegt ob das die richtige Entscheidung ist.

06.02.2018 22:57 • #11


Narandia
Ich habe auch den Kontakt zu meiner "Mutter" (man kann sie eigentlich nicht so nennen) abgebrochen und das ist das Beste, was ich tun konnte.
Wenn man in einer kaputten Familie aufwächst, wo es immer nur Streit, Manipulation und Krieg gibt, dann ist es klar, dass man selbst daran kaputt geht.
Mein Vater war einfach ein Fremdgänger und A.loch, zudem ich als Kind schon aus freien Stücken den Kontakt abgebrochen habe. Ich bin bei meiner narzisstischen Mutter aufgewachsen und ich habe seit ich denken kann unter ihr gelitten und sie gehasst.
Mit 17 bin ich dann mit Hilfe des Jugendamtes ausgezogen und mit meinem ersten Freund zusammen gezogen. Hätten wir weiterhin zusammen gewohnt, hätte das eine von uns mit dem Leben bezahlt.
Ich hatte dann mal eine Zeit, in der ich für ein halbes Jahr den Kontakt abgebrochen hatte, weil es mir zu viel war. Danach dachte ich, dass ich ihr eine Chance gebe sich zu ändern und ihr klar mache was Sache ist. Anfangs schien es gut zu laufen, doch sehr schnell bekam ich wieder ihre egoistische manipulative Art zu spüren und da Platzte mir der Kragen. Nach wüsten Beschimpfungen und Rausschmiss aus meiner Wohnung war die Sache für mich erledigt.
Ich habe zwar gesagt, dass sie sich melden kann, wenn es wichtige Angelegenheiten sind, aber ich ihr sicher nichts vorheuchel.
Deshalb melde ich mich nicht an ihrem Geburtstag oder zu Feiertagen. Ich tue nicht so als würde ich ihr etwas Gutes wünschen.
Mir geht es so viel besser seitdem diese Person, die diese enorme Belastung und permanente Unruhe verursacht hat, weg ist. Und ich will auch nichts mehr mit ihr zu tun haben. Denn eine Mutter war sie für mich nie.
Ich genieße das Leben ohne (so eine) Familie auch wenn das heißt, dass ich ganz allein auf mich gestellt bin.
Aber besser so als dauernd unter Menschen zu leiden, die dich nicht haben wollen.

09.02.2018 15:57 • x 1 #12


Ich bin mit 17 von meinem Vater zu meiner Mutter gezogen. Und habe seitdem keinen Kontakt. Mir als Mensch geht es, seitdem ich diese Entscheidung getroffen habe, richtig gut. Zum ersten Mal in meinem Leben habe ich heraus gefunden, wie es sein kann, wenn einem wirklich zugehört wird, und man ermuntert wird das beste aus sich selbst machen zu wollen. Es war eine neue Welt. Die Welt wie sie sein sollte.

Habe ich Mitleid mit ihm? Soweit ich ich weiß, lebt er seit meinem Auszug ganz alleine...muss nicht stimmen. Es ist mir ehrlich gesagt völlig egal. Dieser Mensch hat mir mein Leben schwer gemacht, meine Mutter Krankenhausreif geschlagen, seine eigene Familie völlig zerstört, er ist am Tod seines eigenen Vaters Schuld. Manche Menschen verdienen die Hölle und er gehört dazu. Davon abgesehen, denke ich nicht viel an ihn. Mir ist meine Zeit wichtiger geworden, als mich mit einem bedauernswerten, armseligen Niemand auseinander setzen zu müssen.

Keine Ahnung, ob Dir das weiterhilft. Aber das ist meine Geschichte. Ohne Ihn fehlt mir nicht nur nichts, sondern ich habe alles...weil ich, ich sein darf.

09.02.2018 16:35 • x 2 #13


Narandia
Zitat von digitale Kopie:
Ohne Ihn fehlt mir nicht nur nichts, sondern ich habe alles...weil ich, ich sein darf.

Wunderbare Worte, die ich nur unterschreiben kann

09.02.2018 17:57 • x 1 #14


Rosasor
HEy!
In der Zeit in der ich Therapie gemacht habe, wollte ich echt nichts mehr mit meiner Mutter zu tun haben. Sie war gewalttätig... Sie durfte mich 3 Jahre nicht mehr zu Hause besuchen... Falls wir uns wo anders gesehen haben, haben wir beide so getan , als wär alles normal... Dann bin ich wieder weicher geworden, bin aber wieder verletzt worden... Jetzt besuche ich sie aus Prinzip nicht mehr bei Ihr zuhause... für ein Treffen wäre nur noch bei meiner Schester, also auf neutralem Terrain möglich,... aber darauf geht sie eh nicht ein....
Lass Dir nichts gefallen...! Schau auf Dich! Ich weiss es ist so traurig ohne richtige Mutterliebe... aber es gibt andere Wege... Mit einer guten Freundin z.B. auch etwas Schönes zu haben... aber nicht so!


toitoitoi

11.02.2018 22:21 • x 1 #15




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