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R

rose
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Sammelthema
huhu!

kennt ihr auch das chronische erschöpfungssyndrom? Was sind die Ursachen?

gehört das zur angst dazu?

ich danke im voraus
liebe grüsse
rose

14.02.2020 #1


48 Antworten ↓
Delo11

Delo11
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Hallo allerseits,

Ich bin Michel, 20, neu auf dem Forum und brauche dringend Unterstützung. Ich fühle mich seit ca. 3 Monaten unnormal müde/erschöpft, leide an Durchschlafstörungen und weiteren körperlichen Symptomen (auf die ich gleich eingehe), bin dadurch erheblich eingeschränkt und mache mir seit vielen Wochen große Sorgen, dass ich am CFS erkrankt bin! Viele Symptome passen und ich habe mir das in den Kopf gesetzt und kriege es nicht mehr raus.

Die Angst ist vor Allem dadürch größer geworden, dass ich seit ca. 3-4 Wochen Muskelschmerzen in verschiedenen Bereichen habe: Nacken, Schultern, Hüfte, Waden. Ich wache nachts auf und liege ne gute halbe Stunde wach und wache auch morgens ziemlich früh wieder auf (mehr als 6 zerstückelte Stunden Schlaf krieg ich nicht hin). Ich habe Kopfschmerzen, vor allem nach Anstrengungen, doch diese haben sich in letzter Zeit etwas gebessert. Ich wache ziemlich energielos auf und bin dann den ganzen Tag etwas gerädert. An guten Tagen schaffe ich einige Sachen wie 10 000 Schritte laufen, Einkaufen, ins Kino gehen usw. An manchen Tagen geht das aber nicht so gut (Oft zwei Tage aktiv und 1/2 Tage weniger Enegie). Außerdem habe ich mittlerweile auch täglich etwas Durchfall und huste auch schon ein paar Wochen.

Ich habe mich außerdem total auf meine Lymphknoten fixiert. Ich habe seit einem Monat das Gefühl, dass sie im Hals leicht angeschwollen sind und bei Druck Schmerzen. Das gehört ja auch zu den Symptomen von CFS. Zwei Ärzte haben mir versichert, dass sie zumindest nicht geschwollen seien aber ich will es nicht wahr haben.

Zur Entstehung der Erschöpfung: Sie ist in einer ziemlich hohen Belastungsphase aufgetreten: Ich bin in eine neue Stadt gezogen, hab ein neues Studium begonnen, eine neue (Fern-)Beziehung angefangen, einen neuen Job (2 Mal die Woche in einer Bar bis spät nachts gearbeitet) und hatte über mehrere Monate keine Wohnung und hab bei meinen Brüder gepennt. Das alles hat ca. 2 Monate gut geklappt bis ich dann nach 2 ziemlich anstrengenden Wochen (Bararbeit, nach Hamburg zu meinen Eltern mit meiner Freundin, kleine Grippe und Erstiwochenende mit wenig Schlaf) beim Basketballspielen auf einmal nicht mehr konnte und ein starkes Derealisationserlebnis hatte, welches ca. eine Woche in der Stärke anhielt und sich dann zu diesem Erschöpfungsgefühl entwickelt hat. Ich habe aber erstmal einfach weitergemacht, auch wenn es mir natürlich Sorgen bereitet hat. Das ging dann einen weiteren Monat gut, aber nur mit großer Müdigkeit und vielen Mittagsschläfchen.

In den Weihnachtsferien, wo ich mir Erholung erhofft habe, bin ich dann psychisch etwas zusammengebrochen, weil ich gemerkt habe, dass mir der Urlaub nicht hilft. Da bin ich auch auf CFS gestoßen und hatte starke depressive Symptome.

Seitdem begleiten mich die Angst vor CFS und die Symptome täglich. Parallel dazu steht meine Beziehung seit Wochen vor dem Ende und das belastet mich auch sehr. Einzige Verbesserungen: Gefühl, an einzelnen Tagen wieder mehr machen zu können, ohne Mittagsschlaf. Abends aber dann meistens ziemlich erschöpft. Und Kopfschmerzen sind wie gesagt besser. Aber: Muskelschmerzen und Durchfall und Angst vor Lymphknoten sind dazu gekommen.

Zu meiner psychichen Vergangenheit: Habe jahrelang immer wieder unter leichten bis mittelschweren depressiven Episoden gelitten, hab etwas unter einem Jahr Verhaltenstherapie gehabt und war schon immer, auch schon als Kind, ein Hypochondrer.

Nun hatte ich ein paar psychologische Sprechstunden und Arztbesuche, die mir alle versichert haben, dass das alles Burnout/Depression/Hypochondrische Störung sei, und dass ich meine ständigen Sorgen somatisiere. Klingt alles auch plausibel aber trotzdem verfolgt mich diese Angst vor CFS und macht mich verrückt, das liegt vor Allem an den ganzen körperlichen Symptomen, die ich aufzeige. Es macht mich echt verrückt. Meint ihr, das kann alles von Angst und Stress kommen? Und dass die Muskelschmerzen zb durch Muskelverspannungen entstehen?

Ich checke täglich krankhaft meinen Körper und google quasi jeden Tag meine Symptome, obwohl ich mir das mehrmals verboten habe aber ich halte mich nicht daran.

Ich habe einfach große Angst vor CFS, weil es nicht wirklich heilbar ist und einen ein Leben lang einschränkt Sad.
Das einzige, was gegen CFS sprechen würde ist, dass ich kein krasses "Post Effort Malaise" habe (also quasi eine noch krassere Erschöpfung die mindenstens 24 Studen nach Anstrengung anhält- wobei ich mich nach relativ wenig Anstrengung schon unnormal fertig fühle), und dass die Erschöpfung sich ja irgendwie erklären lässt.


Ich bitte euch, mir zu helfen, um meine Angst zu überwinden! Danke!

14.02.2020 00:48 • #44


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A


Chronisches Erschöpfungssyndrom und Ängste

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-Leeloo-

-Leeloo-
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Zitat von Delo11:
Macht mir jetzt wieder Angst ehrlich gesagt... Was kann man bei den Werten von Immunglobulinen herausfinden? War noch nicht beim Neurologen, Hausärztin meint es sei alles psychosomatisch, anderer Arzt meint man sollte noch ein paar Tests machen. Wie sind die Symptome bei dir und seit wann halten sie an?


Seit meiner letzten Panikattacke im Oktober ist das Gegenteil der Fall (innere Unruhe, Schlaflosigkeit, ständig Panikanflüge, mal mehr, mal weniger usw., keine Ruhe finden, dauernd getrieben, etwas zu tun) Davor allerdings hatte ich ähnliche Symptome wie du. Andauernde Müdigkeit, Erschöpfung nach Anstrengung, lange Erholungsphasen nötig. Kopfschmerzen weniger, Muskelschmerzen, meist Nacken, Schulterbereich, welche bis heute noch da sind, trotz eigener Übungen nur geringe Besserung. Jetzt in physiotherapeutischer Behandlung. Schwäche, Konzentrationsstörungen, ständig das Gefühl, eine Grippe zu bekommen, Gelenkschmerzen...Es wurde aber auch die Depression benannt, an der ich seit über 20 Jahren erkrankt bin. Ich mache mir da keine Sorgen, denn diese Art Symptome können tatsächlich von einer Depression und anderem Stress kommen. Diese Symptome hatte und habe ich teilweise noch seit ca. 5 Jahren.

Wollte noch sagen, dass dir evtl. Mineralstoffe fehlen? Ich nehme seit einiger Zeit Magnesium-Citrat und D3. Vielleicht unterstützt das auch und wirkt gegen die andauernde Müdigkeit.


Zu Immunglobuline:

https://www.netdoktor.de/laborwerte/immunglobulin/

14.02.2020 15:57 • x 1 #49


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S
hallo rose

die angst laugt psychisch und physisch aus. bei zu geringer erholung (schlaf und entspannung) kann erschöpfung durchaus dazugehören.

meist kommen dann aber noch andere faktoren wie unzufriedenheit oder stress am arbeitsplatz oder in der beziehung hinzu. ebenso kann die erschöpfung ein zeichen von burnout oder depressionen sein. sie ist aber nicht ein zwingender begleiter der angst.

liebe grüsse

saorsa

ps. ich habe immer wieder mal so erschöpfungszustände... besonders schlimm waren sie als ich mit der angst noch den arbeitsalltag bewältigen musste. damals war die erschöpfung wirklich chronisch.

#2


R
huhu!

vielen dank für dein feedback.

einen schönen abend
rose

#3


M
ich bin oft auch einfach nur hundemüde und k.o., schaffe kaum meinen Haushalt, wünsch mir manchmal ein paar Tage Urlaub nur um mal nichts zu tun, oder liegen gebliebens zu erledigen

x 1 #4


J

Oder etwa doch Chronisches Erschöpfungssyndrom?

Liebe alle,

gibt es hier vielleicht jemanden, der jahrelang mit der Diagnose Depression gelebt hat, diese angebliche Depression nicht in den Griff bekam und dann mit dem Chronischen Erschöpfungssyndrom diagnostiziert wurde? Letzteres wird ja von vielen Ärzten nicht (an)erkannt. Ich habe bei mir aus verschiedenen Gründen den Verdacht, dass ich das Syndrom habe, meinetwegen zusätzlich zu einer Depression. Wie seid ihr zu eurer Diagnose gekommen und wie werdet ihr behandelt?

#5


B
Hallo. Als ich zum ersten mal Antidepressiva bekam, war ich sehr jung. Ich selbst wusste lang nicht was ich da zu mir nahm. Diagnose weiß ich nicht mehr.

#6


F
Ich habe zwar keine Diagnose, aber die Frage habe ich mir auch schon oft gestellt. V.a
weil ich teils Symptome habe, die nicht wirklich charakteristisch für Depression sind. Ich habe z.B oft in Phasen in denen ich gar nicht depressiv bin, starke Muskel und Gliederschmerzen ohne erkenntlichen Grund, ausserdem eine so bleierne und schwere Müdigkeit die kaum zu ertragen ist. Ich habe eher dass Gefühl, dass ich durch diese schlimme Erschöpfung und Schmerzen depressiv geworden bin und nicht dass es Symptome einer Depression sibd.

x 1 #7


Safira
woran erkennt ihr denn wenn ihr eine Depression habt? verwirrt

Depression hat doch viele Gesichter

#8


J
Danke euch allen!

Klar, sehr viele Symptome passen auch auf die Depression. Der springende Punkt ist jedoch, dass ich auch welche habe, die untypisch sind, dass sämtliche Antidepressiva und Psychotherapien nicht anschlagen und dass ich sehr oft stimmungsmäßig okay bin, aber körperlich fix und fertig. So wie Finya es beschreibt.
Was ich erreichen möchte, ist, zur richtigen Diagnose zu gelangen, damit ich mir wirksam helfen (lassen) kann. Ich will mich mit "untherapierbarer Depression" nicht recht abfinden.

x 1 #9


la2la2
Hey juwi,
ist leider ziemlich willkürlich mit Diagnosen bei psychischen Symptomen......
Es gibt auch nicht "die" Depression. Schon heute kennt man zig mögliche organische Ursachen für Symptome, die sich nach ICD Kriterien als Depresssion diagnostizieren lassen. Ist natürlich dann grober Pfusch, wenn nur die Depression diagnostiziert wird, aber die Ursache nicht direkt daneben als Diagnose steht Rolling Eyes

Das CFS ist so ne Geschichte für sich. Seit ein paar Jahren forscht man dazu, seitdem man irgendwie realisiert hat, dass es zu einfach wäre es in die Schublade "psychisches Problem" zu stecken und es damit abzuhaken. Keine Ahnung, ob es da inzwischen schon echte Durchbrüche gibt. Man vermutet, dass es irgendwie mit dem Immunsystem zusammenhängen könnte, da es manchmal nach Infekten oder Impfungen anfing......
Gibt es in Österreich vielleicht irgendeinen Arzt, der sich damit auskennt? Könntest mal schauen, ob du irgendwo in den Medien (Zeitung, Internet, Fernsehen,....) Interviews mit einem CFS Experten findest. Manchmal hat man Glück und der Experte ist niedergelassender Arzt mit eigener Praxis. Da lohnt sich dann die Anreise natürlich. Wink

x 1 #10


J
Zitat von la2la2:
Gibt es in Österreich vielleicht irgendeinen Arzt, der sich damit auskennt? Könntest mal schauen, ob du irgendwo in den Medien (Zeitung, Internet, Fernsehen,....) Interviews mit einem CFS Experten findest. Manchmal hat man Glück und der Experte ist niedergelassender Arzt mit eigener Praxis. Da lohnt sich dann die Anreise natürlich. Wink

Dieselbe Idee hatte ich auch grade - bin schon am Recherchieren Smile Ich würde sogar einen Wahlarzt nehmen, man bekommt bei uns ja eh 80% der Behandlungskosten von der Krankenkasse zurück.

#11


MiniMami30
Meine Haut is auch wieder so empfindlich. Und d zugleich Schmerzen dann meine gGlieder auch so. Zb nur das hinsetzen auf den toilettensitz schmerzt schon an den Oberschenkeln hinten Sad

#12


la2la2
Shocked
Eine sehr naheliegende Differentialdiagnose zu Depression und CFS wäre Schilddrüsenprobleme :

stammkneipe-f119/der-jammer-thread-t73178-16240.html#p1534977
Hat @Malin grad ausgegraben.......

#13


Icefalki
Im Inet hab ich auf Anhieb ein Selbsthilfeforum dafür gefunden. Ich würde das nutzen. Schwarmwissen muss genutzt werden.

#14


J
@la2la2 Schilddrüse wurde abgeklärt.

@Icefalki Selbsthilfeforum, wo? Ich finde nur Infoseiten.

#15


la2la2
Zitat von juwi:
@la2la2 Schilddrüse wurde abgeklärt.

habe eine Idee
Anfang 2018 hattest du geschrieben, dass du das Thyroxin einfach weggelassen hast, weil du keine Lust mehr hattest.
Wann wurde es denn abgeklärt und wie intensiv - also nur TSH oder auch FT3 und FT4 und evtl. Ultraschall?

#16


Icefalki

J
Zitat von la2la2:
habe eine Idee
Anfang 2018 hattest du geschrieben, dass du das Thyroxin einfach weggelassen hast, weil du keine Lust mehr hattest.
Wann wurde es denn abgeklärt und wie intensiv - also nur TSH oder auch FT3 und FT4 und evtl. Ultraschall?

Alle 3 Werte werden bei mir alle 4 Monate mit angeschaut (hab' da immer eine Routineblutuntersuchung wegen meiner schweren Medikamente), zuletzt Ende August. Und Ultraschall hatte ich wegen meines Globusgefühls und der Schluckbeschwerden irgendwann im Frühsommer. Hat alles gepasst.

#18


la2la2
Eigentlich gut, aber schade, weils eine sehr einfache und gut behandelbare Ursache wäre (im Gegensatz zu CFS). Wink

#19


J
Zitat von la2la2:
Eigentlich gut, aber schade, weils eine sehr einfache und gut behandelbare Ursache wäre (im Gegensatz zu CFS). Wink

Soll das heißen, ich picke mir das am wenigsten behebbare raus, nur um Ausreden zum Nichtstun zu haben? Das ist echt nicht so. Du glaubst gar nicht, wie gerne ich ein normales Leben hätte, vor allem endlich wieder arbeitsfähig zu sein! Es ist echt nicht schön, mit dieser lähmenden Müdigkeit und Antrienslosigkeit zu "leben", ich habe mir das nicht ausgesucht.

#20


A


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