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Safira
Es sollte speziell solche hausärzte dafür geben.
Diese Praxen wären überlaufen.

x 2 #41


Cloudsinthesky
Da würde ich sogar bezahlen! *träum* und man geht heim und alles ist gut

#42


A


Chronisches Erschöpfungssyndrom und Ängste

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kritisches_Auge
Und sie sollten WhatsApp haben zur Kommunikation.
Ich mag meinen Hausarzt, etwas Besseres hätte mir nicht passieren können.

x 2 #43


Delo11

Chronisches Erschöfungssyndrom?

Hallo allerseits,

Ich bin Michel, 20, neu auf dem Forum und brauche dringend Unterstützung. Ich fühle mich seit ca. 3 Monaten unnormal müde/erschöpft, leide an Durchschlafstörungen und weiteren körperlichen Symptomen (auf die ich gleich eingehe), bin dadurch erheblich eingeschränkt und mache mir seit vielen Wochen große Sorgen, dass ich am CFS erkrankt bin! Viele Symptome passen und ich habe mir das in den Kopf gesetzt und kriege es nicht mehr raus.

Die Angst ist vor Allem dadürch größer geworden, dass ich seit ca. 3-4 Wochen Muskelschmerzen in verschiedenen Bereichen habe: Nacken, Schultern, Hüfte, Waden. Ich wache nachts auf und liege ne gute halbe Stunde wach und wache auch morgens ziemlich früh wieder auf (mehr als 6 zerstückelte Stunden Schlaf krieg ich nicht hin). Ich habe Kopfschmerzen, vor allem nach Anstrengungen, doch diese haben sich in letzter Zeit etwas gebessert. Ich wache ziemlich energielos auf und bin dann den ganzen Tag etwas gerädert. An guten Tagen schaffe ich einige Sachen wie 10 000 Schritte laufen, Einkaufen, ins Kino gehen usw. An manchen Tagen geht das aber nicht so gut (Oft zwei Tage aktiv und 1/2 Tage weniger Enegie). Außerdem habe ich mittlerweile auch täglich etwas Durchfall und huste auch schon ein paar Wochen.

Ich habe mich außerdem total auf meine Lymphknoten fixiert. Ich habe seit einem Monat das Gefühl, dass sie im Hals leicht angeschwollen sind und bei Druck Schmerzen. Das gehört ja auch zu den Symptomen von CFS. Zwei Ärzte haben mir versichert, dass sie zumindest nicht geschwollen seien aber ich will es nicht wahr haben.

Zur Entstehung der Erschöpfung: Sie ist in einer ziemlich hohen Belastungsphase aufgetreten: Ich bin in eine neue Stadt gezogen, hab ein neues Studium begonnen, eine neue (Fern-)Beziehung angefangen, einen neuen Job (2 Mal die Woche in einer Bar bis spät nachts gearbeitet) und hatte über mehrere Monate keine Wohnung und hab bei meinen Brüder gepennt. Das alles hat ca. 2 Monate gut geklappt bis ich dann nach 2 ziemlich anstrengenden Wochen (Bararbeit, nach Hamburg zu meinen Eltern mit meiner Freundin, kleine Grippe und Erstiwochenende mit wenig Schlaf) beim Basketballspielen auf einmal nicht mehr konnte und ein starkes Derealisationserlebnis hatte, welches ca. eine Woche in der Stärke anhielt und sich dann zu diesem Erschöpfungsgefühl entwickelt hat. Ich habe aber erstmal einfach weitergemacht, auch wenn es mir natürlich Sorgen bereitet hat. Das ging dann einen weiteren Monat gut, aber nur mit großer Müdigkeit und vielen Mittagsschläfchen.

In den Weihnachtsferien, wo ich mir Erholung erhofft habe, bin ich dann psychisch etwas zusammengebrochen, weil ich gemerkt habe, dass mir der Urlaub nicht hilft. Da bin ich auch auf CFS gestoßen und hatte starke depressive Symptome.

Seitdem begleiten mich die Angst vor CFS und die Symptome täglich. Parallel dazu steht meine Beziehung seit Wochen vor dem Ende und das belastet mich auch sehr. Einzige Verbesserungen: Gefühl, an einzelnen Tagen wieder mehr machen zu können, ohne Mittagsschlaf. Abends aber dann meistens ziemlich erschöpft. Und Kopfschmerzen sind wie gesagt besser. Aber: Muskelschmerzen und Durchfall und Angst vor Lymphknoten sind dazu gekommen.

Zu meiner psychichen Vergangenheit: Habe jahrelang immer wieder unter leichten bis mittelschweren depressiven Episoden gelitten, hab etwas unter einem Jahr Verhaltenstherapie gehabt und war schon immer, auch schon als Kind, ein Hypochondrer.

Nun hatte ich ein paar psychologische Sprechstunden und Arztbesuche, die mir alle versichert haben, dass das alles Burnout/Depression/Hypochondrische Störung sei, und dass ich meine ständigen Sorgen somatisiere. Klingt alles auch plausibel aber trotzdem verfolgt mich diese Angst vor CFS und macht mich verrückt, das liegt vor Allem an den ganzen körperlichen Symptomen, die ich aufzeige. Es macht mich echt verrückt. Meint ihr, das kann alles von Angst und Stress kommen? Und dass die Muskelschmerzen zb durch Muskelverspannungen entstehen?

Ich checke täglich krankhaft meinen Körper und google quasi jeden Tag meine Symptome, obwohl ich mir das mehrmals verboten habe aber ich halte mich nicht daran.

Ich habe einfach große Angst vor CFS, weil es nicht wirklich heilbar ist und einen ein Leben lang einschränkt Sad.
Das einzige, was gegen CFS sprechen würde ist, dass ich kein krasses "Post Effort Malaise" habe (also quasi eine noch krassere Erschöpfung die mindenstens 24 Studen nach Anstrengung anhält- wobei ich mich nach relativ wenig Anstrengung schon unnormal fertig fühle), und dass die Erschöpfung sich ja irgendwie erklären lässt.


Ich bitte euch, mir zu helfen, um meine Angst zu überwinden! Danke!

#44


Fauchur
Nabend,

Für mich klingt dass eher sehr nach posttraumatischem Stress. Das ist ja ganz schön viel großes aufeinmal was sich bei dir in relativ kurzer Zeit geändert hat. Es ist sehr häufig so, dass man wenn man sehr viel Stress hatte erst ein paar Monate nach dem Auslöser die "Rechnung" bekommt, sprich dein Körper holt sich die Pause die er nicht bekommen hat, meistens dann wenn der stress nachgelassen hat und er weiß "ah jetzt kann er das verkraften" man kriegt dann ziemliche Erschöpfung, die dafür wichtig ist dem Körper zu symbolisieren "du brauchst ne Pause"

Ich kenn das auch, bin 28 und hatte auch mal sehr starke Hypochondrie, die mittlerweile zum Glück einigermaßen weg ist. Mir hat da oft geholfen, den Anwalt zu spielen "wo sind die Beweise?" "Welche Gegenbeweis gibt es?" "Wie wahrscheinlich ist das was ich denke (besonders in meinem Alter)?"

x 1 #45


Delo11
@Fauchur
Danke für deine Antwort! Hat mich kurz beruhigt aber drehe jetzt wieder durch. Hab wieder ziemlich schlecht geschlafen und fühle mich wieder sehr müde und angeschlagen. War heute morgen bei einem Arzt, der meinte, es könnte alles sein, dass das CFS noch nicht so gut erforscht ist. Und dass meine Lymphknoten nicht geschwollen sind. Hat mich einerseits beruhigt aber andererseits auch nicht. Ich bin echt am Ende... Vermische irgendwie alles in meinem Kopf, wann was zuerst da war, ob die depressiven Symptome von der Angst vor der Krankheit kommen, oder ob es an sich eine 'larvierte' Depression ist. Ich weiß nicht mehr so richtig weiter, alles dreht sich nur doch darum, abschalten ist schwierig, auch weil ich Konzentrationsstörungen habe.

#46


-Leeloo-
@Delo11
Vielleicht kannst du mal deine Immunglobuline testen lassen? Mein Hausarzt hat den Verdacht auf Myalgische Enzephalomyelitis (auch CFS), ist aber noch nicht bestätigt. Ich muss noch einmal zum Neurologen. Was sagt dein Hausarzt, Neurologe dazu?

#47


Delo11
Macht mir jetzt wieder Angst ehrlich gesagt... Was kann man bei den Werten von Immunglobulinen herausfinden? War noch nicht beim Neurologen, Hausärztin meint es sei alles psychosomatisch, anderer Arzt meint man sollte noch ein paar Tests machen. Wie sind die Symptome bei dir und seit wann halten sie an?

#48


-Leeloo-
Zitat von Delo11:
Macht mir jetzt wieder Angst ehrlich gesagt... Was kann man bei den Werten von Immunglobulinen herausfinden? War noch nicht beim Neurologen, Hausärztin meint es sei alles psychosomatisch, anderer Arzt meint man sollte noch ein paar Tests machen. Wie sind die Symptome bei dir und seit wann halten sie an?


Seit meiner letzten Panikattacke im Oktober ist das Gegenteil der Fall (innere Unruhe, Schlaflosigkeit, ständig Panikanflüge, mal mehr, mal weniger usw., keine Ruhe finden, dauernd getrieben, etwas zu tun) Davor allerdings hatte ich ähnliche Symptome wie du. Andauernde Müdigkeit, Erschöpfung nach Anstrengung, lange Erholungsphasen nötig. Kopfschmerzen weniger, Muskelschmerzen, meist Nacken, Schulterbereich, welche bis heute noch da sind, trotz eigener Übungen nur geringe Besserung. Jetzt in physiotherapeutischer Behandlung. Schwäche, Konzentrationsstörungen, ständig das Gefühl, eine Grippe zu bekommen, Gelenkschmerzen...Es wurde aber auch die Depression benannt, an der ich seit über 20 Jahren erkrankt bin. Ich mache mir da keine Sorgen, denn diese Art Symptome können tatsächlich von einer Depression und anderem Stress kommen. Diese Symptome hatte und habe ich teilweise noch seit ca. 5 Jahren.

Wollte noch sagen, dass dir evtl. Mineralstoffe fehlen? Ich nehme seit einiger Zeit Magnesium-Citrat und D3. Vielleicht unterstützt das auch und wirkt gegen die andauernde Müdigkeit.


Zu Immunglobuline:

https://www.netdoktor.de/laborwerte/immunglobulin/

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