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S
Ich wünschte ich hätte etwas von Deiner Genügsamkeit.
Sparen fällt mir tatsächlich sehr schwer.

Ich glaube es gibt keine eindeutige Antwort warum sich manche mit dem Sparen leichter tun wie andere.

Eigentlich war das mein Vorsatz für 2026: Überlegter mit meinem Geld umzugehen.
Hat nicht gerade lange gehalten.

x 1 #101


Islandfan
Zitat von Sarita:
Spielzeug, Hobbys, genug Kleidung, später Führerschein und Studium finanziert bekommen. Ohne, dass wir jemals was dazu verdienen mussten.
Mitschüler/innen von mir haben schon als Jugendliche gejobbt.

War genauso bei mir, habe alles in den Hintern geblasen bekommen, damals war das selbstverständlich für mich, ich war so dumm und naiv, dass ich früher gar nicht wusste, dass es Eltern gibt, die den Führerschein nicht bezahlen.
Meine Eltern haben mir auch das Studium inklusive einer eigenen Wohnung bezahlt, ich habe mir nie Gedanken gemacht. Egal, was war, teure Urlaube, Schmuck, etc. Papa hat geblecht. Ich schäme mich dafür heute.

Was ich mir gewünscht hätte, wäre mal eine tiefe Umarmung oder Sätze wie "wir lieben dich" oder "wir sind stolz auf dich", das kann kein Geld gutmachen.

x 2 #102


A


Kaufsucht- wer hat sie wie überwunden?

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S
Zitat von Islandfan:
War genauso bei mir, habe alles in den Hintern geblasen bekommen, damals war das selbstverständlich für mich, ich war so dumm und naiv, dass ich früher gar nicht wusste, dass es Eltern gibt, die den Führerschein nicht bezahlen. Meine Eltern haben mir auch das Studium inklusive einer eigenen Wohnung bezahlt, ich ...

Geht mir auch so.

Materiell hatte ich alles und deswegen fühle ich mich heute so.
Nur mit Besitz wertvoll.

#103


Tigerlilie
Bei mir war es anders, meine Eltern hatten nicht viel Geld. Ich war manchmal auf andere Kinder neidisch, die das neueste Spielzeug hatten, was gerade in war. Ich habe vieles nicht bekommen, weil es hieß, wir können uns nicht alles leisten.
Für meine erste Wohnung musste ich Wohngeld beantragen. Führerschein habe ich nie gemacht (erst fehlte es am Geld und dann war ich sowieso zu ängstlich und habe es deshalb gelassen, als ich dann Geld gehabt hätte). Urlaub gab es nur als Autoreisen (was ich auch bereue, weil ich, wenn ich von Klein auf mit sowas aufgewachsen wäre, vielleicht keine solche Angst vor Flugreisen hätte (bin noch nie in den Urlaub geflogen und habe extrem Angst, dass ich Panik im Flugzeug bekommen könnte, vor unbekannten Dingen habe ich immer Angst, usw.)

Ich bin also mit Sparsamkeit aufgewachsen. Aber die Frage ist auch, wofür spare ich überhaupt? Ich weiß es nicht. Und dann denke ich mir, dann kann ich mir ja auch was Hübsches davon kaufen. Und dann sitze ich da und qutsche den xten Rock in den Schrank und was aussortieren ist aber auch schwierig für mich, weil ich so zur Sparsamkeit erzogen wurde, möchte ich nichts wegschmeißen und hänge dann an dem Zeug und denke, ich kann es ja noch gebrauchen, ...

Bei mir ist auch manchmal der Gedanke, wenn ich Lust habe, shoppen zu gehen, "Was habe ich denn sonst?". Ich lebe oft so eingeschränkt durch meine Ängste und meine Erschöpfung, dass das ja auch ein einfacher Spaß für mich geworden ist, wo ich mal abschalte kann, mal schön gucken kann, was es in den Läden gibt, ich mich freuen kann über etwas Neues, ich mir mal was gönne.

x 1 #104


S
Das Gefühl "sich etwas gönnen wollen" kenne ich auch.
Also quasi nach der Arbeit noch was schönes kaufen gehen.
Wozu arbeitet man sonst den ganzen Tag?

#105


Tigerlilie
@Sarita Ja, genau. Oder nach Arztterminen habe ich das als Belohnung auch manchmal schon gemacht.

x 2 #106


S
Zitat von Tigerlilie:
@Sarita Ja, genau. Oder nach Arztterminen habe ich das als Belohnung auch manchmal schon gemacht.

Genau so ist es

#107


S
...oder ich gönne mir eine Maniküre oder Pediküre, obwohl ich das auch selber machen könnte.
Einfach weil es Spass macht und mir dann meine Nägel besser gefallen wie wenn ich sie selber lackiere.

#108


Islandfan
Gegen eine Belohnung spricht ja nichts, das empfiehlt sogar meine Psychologin. Das sollten dann aber Sachen sein, die der Seele gut tun und die mit materiellem Konsum nichts zu tun haben. Zb einen guten Cappuccino oder auch eine Mass age, ein Besuch in einem Spaßbad, etc. Es geht nicht darum, sich nichts mehr zu gönnen, sondern mit Maß.

x 1 #109


S
Stimmt. Man muss sich ja auch mal was gönnen.

x 1 #110


deepmind
Zitat von Islandfan:
Gegen eine Belohnung spricht ja nichts, das empfiehlt sogar meine Psychologin. Das sollten dann aber Sachen sein, die der Seele gut tun und die mit materiellem Konsum nichts zu tun haben. Zb einen guten Cappuccino oder auch eine Mass age, ein Besuch in einem Spaßbad, etc. Es geht nicht darum, sich nichts mehr zu ...

Kann ich bestätigen. Es sind die kleinen Dinge. Gut, hier und da gönne ich mir dann auch schon mal etwas klassisch Materielles, wie eine schöne Jacke oder ein schönes Hemd/Shirt. Schuhe waren bei mir (als Mann) auch immer ein gefährliches Thema oder auch Lederdinge generell wie kleine Täschchen oder Rucksäcke.

Mittlerweile hab ich das relativ gut um Griff und kaufe mir dann auch mal Dinge nicht, selbst wenn ich sie unheimlich schön finde oder das vermeintliche Angebot verlockend ist. Aber vor einigen Jahren habe ich damit auch einiges kompensiert, dann aber recht schnell gemerkt, dass es ja eigentlich nichts bzw. nur sehr sehr kurz etwas bringt und man bald wieder neue Dinge kauft. Auch musste ich von finanzieller Seite her etwas die Bremse anziehen.

Heute habe ich schlicht nicht mehr viel Geld dafür übrig, weil ich es für "nachhaltige" Dinge wie eben besondere Lebensmittel, einen Ausflug in eine schöne Region mit Essen gehen oder schlichtweg für ETFs verwende.

Ob es bei mir ausgeprägte Kaufsuch war, vermag ich abschließend nicht zu sagen, auf jeden Fall war ich defnitv in einer gefährdeten Zone unterwegs.

x 2 #111


S
Es ist auch schwer in der heutigen Zeit. Alles ist verdammt teuer geworden. Auch Lebensmittel.
Da sollte man mehr überlegen was man kauft. Und genau das mache ich nämlich nicht.
Ich kaufe einfach drauf los. Und der Schock kommt dann mit dem Blick auf den Kontoauszug.

x 1 #112


boomerine
Ich denke gerade in der jetzigen Zeit,wenn das Geld nicht mehr so locker sitzt sollte man es sich überlegen.
Ich musste es auch lernen, seitdem ich alleine lebe, überlege ich mir, brauch ich das......
Zum andern der Aus / Umzug hat gezeigt. Ich habe soviel / zuviel.
Neues, nicht gebraucht.....
Auch wenn ich was sehe, was mir gefällt, überlege ich.
Brauche ich das ?
Meine Spardose bedankt sich und ich freu mich darüber.

x 1 #113


S
Du bist sehr vernünftig.
Natürlich weiß ich vom Verstand her auch, dass ich auf unnötige Käufe verzichten sollte.
Aber dann ist eben dieser Zwang da.
Fehlt es dann an Selbstbeherrschung?
Das ist wie beim zu vielen Essen, Alk. oder Rauchen.
Wissen tun wir das natürlich alle.

x 1 #114


S
Wenn es alles an der Selbstbeherrschung liegt, woher kommen dann Süchte?
Für nicht Betroffene ist es oft leicht zu sagen, dass man halt nicht mehr ausgeben soll wie das Konto hergibt.
Aber wenn man dann im Laden steht oder im Online Shop scrollt und der Wunsch etwas zu besitzen, auch wenn man es im Moment nicht unbedingt braucht, zu stark ist?
Was bei mir dazu kommt ist, dass ich Dinge kaufe die ich nicht brauche und anderes auf die lange Bank schiebe.
Ich habe mich auch schon immer mit unwichtigen Dingen stundenlang beschäftigen können und wichtiges liegen lassen.
Wahrscheinlich hätte ich mehr davon, wenn ich mich weiterbilde statt stundenlang am Sonntag Nachmittag an einer Playlist zu sitzen.
So war ich als Jugendliche schon. Oder teilweise auch im Studium. Ich beschäftigte mich lieber mit Romanen (zeitweise schrieb ich Fantasykurzgeschichten, bis ich die Reißleine zog, weil sich meine Gedanken nur noch darum drehten) oder Biographien.Aber das hat mich nicht weitergebracht.

Aber das hat jetzt vermutlich nichts mehr mit Kaufsucht zu tun. Muss was anderes sein.

x 1 #115


Tigerlilie
@Sarita Das klingt für mich sehr nach Prokrastination. Ich kann mir vorstellen, dass das mit der Kaufsucht zusammenhängen kann. Hat ja beides etwas mit fehlender Selbststeuerung/Disziplin zu tun.

x 2 #116


S
Also zurück zum Thema:
Nachdem es zum Jahreswechsel nichts wurde will ich jetzt zum neuen Monat sparen und lernen vernünftig mit meinem Geld umzugehen. Vielleicht ist es gar nicht verkehrt sich die täglichen Ausgaben aufzuschreiben. Bei mir ist es ja mehr Kleinkram, der auch Mist macht.

Kauft ihr auch manchmal und werft es weg?
Ich habe mal beim Müller ganz grottige Kopfhörer für 15 Euro gekauft. Die fielen mir ständig aus den Ohren raus.
Anstatt die zurückzubringen habe ich sie vor Wut entsorgt. Toll! 15 Euro für die Tonne.

Oder zum Thema Kleinkram: Schokoriegel für die Arbeit. Ich habe ja das Glück, dass ich davon nicht zunehme.
Allerdings geht das auch ins Geld. Oder Ingwer Shots. Ihr wisst ja, dass so ein Shot auch mal um die 3 Euro kostet. Und was mache ich? Nehme mir in der Mittagspause mal einen im Laden mit. Muss auch nicht sein.
Vielleicht schaffe ich es jetzt endlich mal.

Einmal habe ich mir den gleichen Geldbeutel nochmal gekauft weil meiner einen Fleck von irgendwas hatte.
Oder ich kaufe mir goldfarbenen Nagellack für Weihnachten, der liegt heute noch ungeöffnet im Schrank.

Für meine CDs will ich mir im Bastelladen eine schöne Box kaufen. Da kommen die rein und ich will keine mehr kaufen.
Wollte mir am Samstag das Sinatra Duett Album für 17 Euro kaufen. Hab´s am Weg zur Kasse dann liegen lassen.
Ich probiere jetzt am Saturn einfach mal vorbei zu laufen.
Online Shops sind jetzt alle gelöscht.
Ich habe letztes Jahr auch was ganz verrücktes gemacht. Eine vergriffene Elvis Biographie für über 120 Euro gekauft.
Sind zwei Bände. Wird nicht mehr aufgelegt. Manchmal frage ich mich selber, ob ich noch richtig im Kopf bin.

Also jetzt, ab 1. Feburar 2026.

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S
Zitat von Tigerlilie:
@Sarita Das klingt für mich sehr nach Prokrastination. Ich kann mir vorstellen, dass das mit der Kaufsucht zusammenhängen kann. Hat ja beides etwas mit fehlender Selbststeuerung/Disziplin zu tun.

Danke!
Denke schon, dass das irgendwie miteinander zusammenhängt.
Alles negative soll verdrängt werden und nur Sachen gemacht werden, die Freude machen.
Kaufen gehört ja auch zu den schönen Dingen des Lebens.

x 1 #118


Tigerlilie
Zitat von Sarita:
Nachdem es zum Jahreswechsel nichts wurde will ich jetzt zum neuen Monat sparen und lernen vernünftig mit meinem Geld umzugehen.


Ich hatte mal etwas gelesen, wo es darum ging, warum Neujahrsvorsätze scheitern. Da war ein Grund, dass die Vorsätze nicht präzise genug sind. Z.B. statt "mehr Sport machen" sollte man dass dann sich genau vornehmen z. B. jeden Samstag 5 km joggen.

Du könntest dir vornehmen, einen bestimmten Betrag jeden Monat zu sparen, dann wäre das genauer. Oder, nicht mehr als xy Euro pro Woche ausgeben.
Zitat von Sarita:
Vielleicht ist es gar nicht verkehrt sich die täglichen Ausgaben aufzuschreiben.

Das ist eine gute Idee.

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Islandfan
Zitat von Sarita:
Wenn es alles an der Selbstbeherrschung liegt, woher kommen dann Süchte?

Das sind meistens psychische Ursachen und auch die Genetik spielt eine Rolle. Meine Eltern waren nie von irgendwas abhängig, aber zwei meiner Brüder und ich schon. Meine Großmutter und mein Onkel waren Alk. nikotinsüchtig, das kann auch mal Generationen überspringen.

Zitat von Sarita:
Für nicht Betroffene ist es oft leicht zu sagen, dass man halt nicht mehr ausgeben soll wie das Konto hergibt.
Aber wenn man dann im Laden steht oder im Online Shop scrollt und der Wunsch etwas zu besitzen, auch wenn man es im Moment nicht unbedingt braucht, zu stark ist?

Da muss ich tatsächlich sagen, dass ich nie mehr ausgeben würde, als ich einnehme, dann könnte ich nicht mehr schlafen, wenn ich mich verschuldet hätte. Ich würde es noch bei wichtigen Dingen wie Zahnersatz, etc verstehen, aber sich wegen Dingen aus Geschäften oder Onlineshops zu verschulden, halte ich für heikel.

Zitat von Sarita:

Einmal habe ich mir den gleichen Geldbeutel nochmal gekauft weil meiner einen Fleck von irgendwas hatte.


Ich kenne es in sofern, als dass ich nicht mehr erkenne, wie viel Geld viel ist. Ich kaufe mir sehr oft Dinge, achte nicht immer auf den Preis. Wenn was 100 Euro kostet, dann denke ich kaum darüber nach. Bei 500 würde ich schon länger überlegen.
Ich stelle mir im Alltag nie die Frage, ob ich es mir leisten kann, weil ich es mir leisten kann. Klar meine ich damit nicht Dinge, die ein Vermögen kosten, aber ob ich 500 Euro im Monat für etwas ausgebe oder nicht, spielt keine Rolle, außer dass ich es besser sparen sollte.

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