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Hallo Olimpia,

das klingt ja grauenhaft!
Das ist Vergewaltigung! Lass das nicht mit dir machen! Dass du keine Lust mehr hast mit ihm zu schlafen, ist ja kein Wunder!

Hm, also ich würde ja sagen: pack deine Sachen und gehe! Aber so einfach ist das ja nicht... Hast du schon drüber nachgedacht?

Findest du es gut, dass dein Mann fremdgeht? Also ich hätte damit ein massives Problem!

aber weißt du denn, dass auch Vergewaltigung in der Ehe strafbar ist? Weiß er das?

Warum lässt Du das mit dir machen?? Das hat KEIN Mensch verdient!

LG

25.08.2007 08:09 • 28.09.2007 #1


40 Antworten ↓


Hallo Olimpia,

bei deinem Beitrag kommen eine Menge Fragen und Gedanken in mir hoch...also zuallererst mal du hattest doch überlegt ob du einen Klinikaufenthalt wahr nimmst...was ist mit der Entscheidung diesbezüglich?
Vielleicht ist das die vernünftige, richtige Richtung in die es weitergehen sollte bei dir!?

Das wir mit unseren Depressionen und Angst und Panik zwischenzeitlich kein Interesse an Sex haben ist ja logisch, das was dein Mann da macht ist nicht wie eine Vergewaltigung so wie du es ausdrückst sondern das ist eine ...da gibts auch keine Entschuldigung weil er zuviel getrunken hat...gut du hast dir nun die Möglichkeit genommen ihm das mit diesem Club zu gestatten so das er dich in Ruhe lässt...aber trotz deiner Zustimmung verletzt dich das nicht dennoch...?
Das stärkt dein Vertrauen sicherlich auch nicht und seins doch bestimmt auch nicht wenn du ihn so einfach "gehen" lässt....wie soll da Geborgenheit aufkommen?

Hast du schon mal darüber nachgedacht das dich deine Coabhängigkeit so an ihn bindet?
Und das hilft euch beide nicht gesund zu werden...da solltest du dir mal Gedanken drüber machen...

Du sagst er ist der Richtige für dich, deine grosse Liebe und umgekehrt genauso...das ist schön wenn man diesen Menschen gefunden hat, vor allen Dingen wenn es auf beiden Seiten so ist...ich habe auch dieses grosse Glück aber weisst du er würde mir nie Gewalt antun, er gibt mir Geborgenheit, er ist nicht nur einer mit dem ich über meine Panikattacken reden kann sondern er hilft mir auch damit umzugehen er unterstützt mich und ist einfach da....versteh mich nicht falsch ich will eure Liebe nicht beleidigen nur hast du dir mal wirklich Gedanken darüber gemacht ob ihr nicht abhängig voneinander seit....aus dem Grund habe ich auch mal zulange eine Beziehung aufrecht erhalten die nur auf Abhängigkeit aufgrund meiner Situation basiert hat und er mich schön klein gehalten hat....das ist keine richtige Liebe...

Hast du schon mal mit deinem Mann über seine Sucht gesprochen....?
Hast du ihm schon mal gesagt das du dich bei ihm nicht geborgen fühlst...?

Puh, ich denke das reicht nun erstmal mit meinen Fragen und Gedanken zu deinem Post...

25.08.2007 18:26 • #2



Kann man einen Seitensprung seines Partners verzeihen?

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Guten Morgen Olimpia,

schön zu lesen das du über das thema Klinikaufenthalt mit deinem Psychiater reden möchtest...schön das du dich damit auch selber schon gedanklich auseinander setzt!

Hast du denn schonmal mit deinem Mann über das Thema Geborgenheit gesprochen?
Es ist so wichtig sich bei einem Menschen geborgen zu fühlen...es ist eine schreckliche Vorstellung für mich wenn ich mir ausmale das ich das nicht mehr hätte ...

Aber weisst du bei eurer komplizierten Beziehung ist das für mich auch ehrlich gesagt kein Wunder das du dich nicht bei ihm so fühlen kannst....was sagt er denn dazu?

27.08.2007 08:06 • #3


hallo olimpia

ich bin nicht sicher, dass ich deine situation wirklich überblicke (ich bezweifle das sogar), aber ich habe deine beiträge zumindest teilweise verfolgt und ganz allgemein folgenden eindruck gewonnen:
ich glaube, dass du, deinem bedürfnis und deiner sehnsucht nach geborgenheit und verstandensein und ähnlichem folgend, von einer abhängigkeit in die nächste taumelst. ich mag mich irren (wie gesagt, es ist wirklich keine erkenntnis nach langem nachdenken, sondern vielmehr ein eindruck).

als ich deinen ersten beitrag bei diesem thema gelesen habe, drängte mir der gedanke auf - vorsichtig formuliert - dass der seitensprung nur die spitze des eisbergs ist, im vergleich zu dem rest, der sich in deiner ehe und in deinem leben abspielt, sogar verblasst (ich hoffe, ich trete dir damit nicht zu nahe )

Zitat:

Während meiner Ehe habe ich festgestellt, das ich eigentlich mehr auf Frauen stehe. Ich hatte vor meiner Ehe noch keinen Sex mit einem Mann, deshalb habe ich das wirklich nicht gewußt.


Zitat:
Oft war es dann so ähnlich wie bei einer Vergewaltigung, manchmal war es ein richtiger "Kampf", der dauerte dann über eine halbe Stunde, dann hatte ich keine Kraft mehr mich zu wehren. Dann habe ich "es" einfach über mich ergehen lassen, das hat mir so wehgetan, körperlich nicht so sehr wie seelisch.



Zitat:
Am nächsten Tag hat es ihm dann leidgetan, aber er hat es immer wieder getan, wenn er zuviel getrunken hatte.

Ich habe mich dann immer wie ein Stück "schei." gefühlt.


wie gesagt, ich hab noch nie eine ehe geführt und daher verschließt sich mir auch vieles, darüber hinaus weiß ich auch nicht, was bei dir alles dran hängt. aber mal ganz objektiv: wenn mir jemand erzählt, dass seine ehe so wie oben beschrieben läuft, würde ich ihn ernsthaft fragen, warum er daran festhält. was gibt dir denn diese ehe? keine geborgenheit, keine stabilität, keine bestätigung - was hält dich in dieser ehe? das gefühl, dass du ihm moralisch verpflichtet bist, dass du ein schlechter mensch wärst, wenn du ihn verlässt, gerade wenn er ein problem hat? was ist es?

du sagst, dass du ihn liebst. und das ist der punkt, an dem ich gern einen gedanken einfach mal einbringen möchte: die abhängigkeit.

Zitat:
Ich denke einen besseren Mann hätte ich nicht finden können, er würde fast alles für mich tun. Leider hat er jetzt dieses Alk..

Manchmal denke ich zwar an Scheidung, aber mein Mann war und ist meine große Liebe. Er ist auch der einzige aus meiner Familie, mit dem ich über meine Panikattacken reden kann. Er hat mich nicht verlassen, als es mir wirklich schlecht ging.

wie gesagt, ich weiß nicht, inwiefern er dir beigestanden hat, was genau alles zwischendurch passiert ist, aber hast du mal überlegt, ob er wirklich noch der mann ist, in den du dich mal verliebt hast? ob du wirklich noch den mann liebst, der dich allein lässt und vergewaltigt, oder ob es vielmehr die gewohnheit ist und die angst, etwas zu verlieren, worauf du dich mal verlassen konntest?
ich kann mir vorstellen, dass sich menschen ändern, insbesondere, wenn man lange eine ehe/beziehung führt. das ist nicht gut oder schlecht - es passiert wohl einfach. ich selbst neige dazu, diese veränderung einfach auszublenden, es nicht wahrhaben zu wollen, sondern voller verzweiflung aufrecht zu erhalten, von dem ich glaube, dass es das noch gibt, obwohl ich es schon lange verloren habe.
vll liebst du ihn nicht mehr. vll lässt dich nur deine angst und deine ganzen sehnsüchte bei ihm bleiben, damit du wenigstens ein wenig von dem bekommst, das du dir wünschst, ein wenig hoffnung hast, dass du doch noch wieder das gefühl bekommst, liebenswert zu sein. wenn dem so ist, dann lebst du in einer illusion, die du irgendwann nicht mehr aufrecht erhalten kannst. auf die ein oder andere art gehst du daran kaputt. ich hoffe es nicht für dich, aber vll denkst du mal drüber nach.

aber mal ganz unabhängig davon: wenn ich das richtig gelesen habe, dann hat dein mann ein richtiges Alk. und dann hat er sich nicht mehr unter kontrolle. und eines muss ich dir ganz ehrlich sagen: aus meiner sicht gibt es nichts, das einen mann berechtigt, ungestraft oder ungesühnt eine frau zu vergewaltigen. und das hat er getan. das heißt nicht, dass du ihn anzeigen sollst (auch wenn das aus meiner sicht das einzig richtige ist). aber wenn du ihn denn dann doch liebst, musst du ihm helfen. und du hilfst ihm nicht, indem du stumm erträgst, insbesondere, da du selbst wohl genug probleme in deinem leben hast.
und wenn du ihn anzeigst, heißt das nicht automatisch, dass er im gefängnis landet und nie wieder rauskommt. ein gericht kann ihn auch dazu zwingen, eine therapie zu machen, was wohl in seiner situation das wichtigste ist. eines solltest du jedoch auf keinen fall machen: einfach damit weiterzuleben und dich damit zu trösten, dass alles schon irgendwie werden würde. dass du eine therapie anfängst (machst du doch, oder?), ist ein anfang, aber wenn du mit deinem mann weiter leben willst, muss auch er etwas tun. irgendwas.

so, ich hoffe, ich war jetzt nicht zu ungerecht und kompromisslos, wenn doch, entschuldige bitte. aber das kam irgendwie so aus mir raus.

liebe grüße.

ps: jetzt hab ich fast den auslöser vergessen. der gedanke, dass sich deine gefühle, die du als "liebe" und "ich brauche dich" interpretierst, vorrangig auf abhängigkeit und angst und sehnsucht begründet, kam mir, als ich dein @ gelesen habe.

Zitat:
@ my "special friend"

Ich weiß, ich habe viele Fehler gemacht. Ich bereue alles aus tiefstem Herzen. Ich würde Dich nie wieder anlügen. Als ich versucht habe Dir meine Situation zu erklären, war ich vielleicht nicht 100&ig ehrlich, aber nur aus Angst. Ich will Dich nicht für immer verlieren.
Warum schreibst Du mir keine Antwort auf meine eMails? Habe ich Deine Gefühle so tief verletzt?
Ich weiß einfach nicht mehr weiter. Das ist einfach alles zu viel für mich.

dieses anflehen und entschuldigen und alles erklären wollen, erinnert mich einfach so sehr an meine situation, in der ich mal war. du musst dich einfach ganz konsequent fragen: ist es wirklich der mensch, an dem mir etwas liegt? oder ist es ausschließlich das, was er mir gibt? flehe ich ihn an, zu bleiben, weil ich ihn als mensch schätze, oder hauptsächlich deswegen, weil ich mich dann wieder allein fühlen würde?
das geht natürlich alles ineinander über und bedingt sich, aber es ist auch durchaus trennbar, wenn man sich bemüht. und dann kann man erkennen, ob man wirklich liebt oder ob man angst davor hat, was kommt oder nicht kommt, wenn man diesen menschen nicht mehr hat, wenn man plötzlich allein ist. diese gedanken kamen mir einfach.

28.08.2007 14:31 • #4


Ich bin hier bisher eigentlich nur eifriger Leser gewesen, aber Dein Beitrag hat mich so berührt, daß ich mich einfach einmal äußern möchte und die Problematik aus der Sicht Deines Mannes aufgreife, da ich mich in einer ähnlichen Situation befinde. Eins vorne weg: Dir Gewalt anzutun ist mit nichts aber auch gar nichts zu entschuldigen! Nun zu meiner Situation: Ich bin 25 Jahre mit einer Frau verheiratet, die schon viele Jahre an Depressionen leidet. Wenn sie extreme Schübe hat, ist dies auch damit verbunden, dass sie sich tagelang betrinkt und nur mit mir zankt. Bis irgendwann dann wieder einmal ein Krankenhausaufenthalt ansteht und sie dann nach mehreren Wochen wieder "gesund" nach Hause kommt. Sie nimmt Medikamente, die ihre Libido sehr einschränken (meist keine Lust auf Sex, keinen Orga., nie!) und so kommt es so gut wie nichtmehr zum Austausch von sexuellen Zärtlichkeiten zwischen uns. Mir ist diese Entspannung, ich weiß nicht wie ich es anders nennen soll, aber sehr wichtig. Ich bedränge meine Frau aber nicht, schon gar nicht mit körperlicher Gewalt, sondern praktiziere in der Regel SB. Auf Geschäftsreisen bediene ich mich auch schon mal der Dienste von Professionellen, was mich aber eigentlich anekelt, aber irgendwie passiert es halt. Meiner Frau ist das alles ziemlich egal! Nur für mich wird es so langsam unerträglich. Ich entwickle immer mehr Wut auf sie, bringe es aber trotzdem nicht übers Herz mich von ihr scheiden zu lassen. Schließlich ist sie krank! Und irgenwann habe ich mal geschworen: In guten und in schlechten Zeiten... Dass unsere Ehe fast nur schlechte Zeiten kannte, dafür kann sie nichts... Wenn das Thema Scheidung dann doch einmal angesprochen wird, droht sie mir, daß alle Welt auf ihrer Seite stünde und ich dann gesellschaftlich erledigt wäre. Ganz zu schweigen von den finanziellen Konsequenzen, die sie mir, dann auch ganz klar aufzeigt. Wir haben 2 erwachsene Kinder, die ihre Mutter sehr lieben. Sie merken zwar, daß Spannungen bei ihren Eltern da sind, kennen aber nicht so genau den Hintergrund, den ich ihnen auch nicht erklären will, denn dann müßte ich ihre Mutter irgendwie"schlecht" bei ihnen machen. Das will und kann ich nicht. Liebe Olimpia, ich weiß nicht ob Du und die anderen Leute die Dir hier schreiben nachvollziehen können, was ich damit sagen will. Aber ich habe, mit Ausnahme der Vergewaltigungen, auch ein bißchen Verständnis für Deinen Mann. Auch für das Alk.!! Ich denke nicht, daß alles so oberflächlich an ihm ist, wie es hier erscheinen könnte. Zum Beispiel spricht er über seine Eskapaden mit Dir. Entweder er ist absolut perv., dafür scheint er mir aber zu einfach gestrickt oder er sucht Hilfe und Vergebung bei Dir. Daher DIE Frage: Warum lassen sich solche Leute nicht scheiden? Leider habe ich darauf keine Antwort....

29.08.2007 09:18 • #5


Hallo Gast,

du hast offenbar wirklich ehrenwerte Motive, aber: Ich finde, du siehst alle anderen Menschen, bzw. deine Familienmitglieder, als unmündige Menschen, und das finde ich nicht gut.

Du schreibst, deine Frau könne nichts dafür, dass sie so ist. Das heißt, du sprichst ihr jede Verantwortung für ihr Verhalten ab. Dass sie aufgrund der Tabletten und vermutlich früherer schlechter Erlebnisse o.ä. keine Lust auf Sex hat - ok, dafür kann sie wohl nichts.

Aber dass sie dich damit erpresst, dass bei einer Scheidung "alle auf ihrer Seite stehen würden", das finde ich absolut nicht in Ordnung von ihr, dafür ist sie sehr wohl voll verantwortlich und finde es auch nicht in Ordnung, dass du das einfach hinnimmst. :-/ Sie übernimmt offenbar überhaupt keine Verantwortung für ihre Krankheit und derern FOLGEN, sondern erpresst dich noch damit, dass die Leute dir nicht die Wahrheit glauben würden, ihr aber ihre Lügen? Das kann doch wohl nicht angehen - da machst du dir gewaltig etwas vor.

Außerdem: Deinen erwachsenen Kindern willst du nicht die Wahrheit zumuten? Wie ernst nimmst du eigentlich deine Kinder? Und wie ernst nimmst du dich selber? Du gaukelst also deinen erwachsenen Kindern und eurer sozialen Umgebung eine heile Familie vor, unter der du offenbar schwer leidest.

Für wen tust du das eigentlich? Meinst du, deine Kinder werden dir das jemals danken? Was ist, wenn deine Frau deinen Kindern erzählen würde, dass du SB betreibst und zu Prost. gehst? Oder wenn eins deiner Kinder das herausfinden würde? Was meinst du, wie du dann dastehen wirst? Deine Frau würde dann erstmal alle Manipulationsregister ziehen, um dich als Bösewicht dastehen zu lassen und sich selbst als armes, betrogenes Opfer.

Meinst du nicht, dass du doch lieber als erster mit der Wahrheit rausrücken solltest? Indem du einfach für dich selber sorgst?
Oder hast du in Wirklichkeit Angst, dich zu trennen und dann alleine zu sein? Ohne eine Hausfrau, die dir den Haushalt macht?

Entschuldige, wenn ich das so knallhart frage. Aber ist es nicht eher Harmoniesucht und der Wunsch, unauffällig zu sein, dass du dich so nach der Decke streckst - selbst jetzt, wo deine Kinder groß sind?

Gruß,
GastB

29.08.2007 22:07 • #6


Ist es Harmoniesucht? Ich weiß nicht. Möglich. Bequemlichkeit sicher nicht! Haushaltspersonal ist wesentlich angenehmer und einfacher im Handling. Im Endeffekt sogar preiswerter. Vielleicht ist es auch ein wenig das schlechte Gewissen. Denn sicher habe auch ich Fehler in der Beziehung gemacht. Warum wird mein Partner depressiv? Habe ich mich nicht genügend um ihn gekümmert? Egal wie! Es werden zum Schluß viele Fragen bleiben, die niemals beantwortet werden. Entschuldige Olimpia, dass ich nur als Gast poste, aber ich äußere mich hier nicht zu anderen Themen und nur Dein Thread hatte mich dazu veranlasst, da ich darin sovieles aus meiner Ehe wiedergefunden habe. Schade, dass man sich nicht näher kennt, dann hätten wir das SB unter Umständen ausfallen lassen können....

30.08.2007 15:14 • #7


Gast schrieb am Do, 30 August 2007 15:14
Vielleicht ist es auch ein wenig das schlechte Gewissen. Denn sicher habe auch ich Fehler in der Beziehung gemacht.

Fehler macht jeder. Das sollte kein Grund sein, dauerhaft zu leiden und sich mit Unwahrheiten erpressen zu lassen. Es sei denn, du fürchtest, dass sie wahre Sachen erzählt?

Zitat:
Warum wird mein Partner depressiv? Habe ich mich nicht genügend um ihn gekümmert?

Warum denkst / schreibst du von deiner Frau als "er"?
Davon würde ich allerdings auch depressiv werden.

Gruß
GastB

30.08.2007 20:29 • #8


Hallo Olimpia,

sei mir bitte nicht böse wenn ich Dich so deutlich und
persönlich anspreche:

Was genau empfindest Du denn jetzt tatsächlich an
Deiner Beziehung als das eigentliche Problem?

Ich bin selbst nicht verheiratet oder in einer festen Beziehung, und trotzdem frage ich mich (ich hab die meisten Beiträge und Deine Antworten darauf gelesen) warum Du immer wieder betonst, dass Du Deinen Mann so liebst, dass Du ihm sogar einen Seitensprung verziehen hast...

Tut mir leid, aber ob so was nun von Dir kommt oder einer Freundin oder sonst irgendwem...ich halte das für eine richtig faule "Ausrede" die im Zweifelsfall (ich behaupte nicht, dass das bei Dir so ist) benutzt wird, um dem Partner für alle Ewigkeit Schuldgefühle und Dankbarkeit abzuringen - um sein eigenes Desintresse zu erklären oder weil man selbst überhaupt keinen Plan B hat und unter keinen Umständen alleine sein will oder Angst hat keinen /keine andere zu finden oder oder...es gibt tausend Gründe - ...aber die haben meiner Erfahrung nach alle nichts mit der übergroßen Liebe zum Partner zu tun.Derlei Entscheidungen trifft man einzig und allein für sich selbst. Genauso wie Du für Dich (Euch beide) entschieden hast "der soll sich seinen Sex im Club holen, dann läßt er mich wenigstens in Ruhe" so hast Du damals auch entschieden, dass DU weiterhin seine Frau bleiben willst...

Es ist völlig ok, wenn man mit dem Partner zusammen bleibt weil man wegen "sowas" nicht die Beziehung, die Sicherheit, etc aufgeben möchte etc, etc, etc...aber sich einzureden das tut man aus Liebe ist unehrlich. Wenn Dein Mann jetzt zu Dir sagen würde "hör mal, ich liebe Dich so sehr, dass ich es für besser halte, wenn ich gehe - ich bin nicht gut für Dich und mache Dich traurig" würdest Du das akzeptieren? Ganz bestimmt nicht.

Ich hab keine Ahnung was und wie ihr beide "tickt"...oder wie ihr das beide aushaltet...vor aller Welt zu schauspielern und zu heucheln...aber auch das entscheidet jeder von Euch beiden für sich alleine oder ihr zusammen...er trinkt, zahlt für sex und ist sonst ein guter Gefährte - Du hast Dein sexuelles Interesse für Frauen entdeckt, leidest an depressiven Schüben und brauchst Deinen Mann vermutlich als Gefährten und vielleicht sogar als Versorger und Ernährer (weiß ich nicht, ist nicht mal ne Vermutung)...Das sind alles keine Vorwürfe...gut ihr seid kein "klassisches" Ehepaar - aber das wärt ihr auch nicht, wenn Dein Mann Dich nicht betrogen hätte, wenn er nicht trinken würde, wenn er nicht in Sex-Clubs ginge...Du hättest immer noch Depressionen. Ich weiß, dass Du großen Wert darauf legst, dass Du nichts "schlechtest" über ihn "sagst"...aber auch dafür hast Du einen anderen Grund als "Deine Liebe"...ich verstehe das vollkommen...aber Du verteidigst nicht ihn, sondern DICH und Dein Verhalten bzw. Deine Entscheidung, genau mit diesem Mann zusammen bleiben zu wollen.

Du möchtest natürlich nicht von irgendwelchen Leuten hören "Oh mein Gott, Du mußt den Mistkerl sofort rausschmeißen und Dich scheiden lassen, Du Armes" - Wenn Du das wolltest, dann hättest Du´s schon längst getan...völlig egal was Deine Eltern oder sonstwer dazu sagen oder sich dafür interessieren...

Und nur das verwirrt mich: ich kann nicht wirklich erkennen, was Dir daran hilft wenn fremde Leute auf Deine "Geschichte" (im Sinne von Vergangenheit und Beziehung" mit "oh mein Gott, wie schrecklich, was für ein Monster von Ehemann" reagieren aber eben nicht irgendwelche Konsequenzen vorschlagen sollen.
Tut mir leid, wenn ich hartherzig klinge aber diese Beziehung, wie ihr sie jetzt führt, wählt ihr Beide jeden Tag aufs Neue - Ihr seid beide erwachsene Menschen, und wenn ihr das für Euch wollt, dann wird auch das richtig sein.

Oder liege ich hier falsch? Geht es darum, dass Du "neidisch" oder "eifersüchtig" darauf bist, dass Dein Mann seine Gelüste befriedigt, während Du zu Hause sitzt und Däumchen dreht? Emotional als seine Frau, scheint Dich das nicht zu stören...willst Du jetzt von uns bestätigt bekommen, dass er kein Recht hat EUER GELD für TS zu verballern? Vielleicht liege ich auch hier daneben, aber wie ich so lese, empfinden DAS die meisten Leute, die geantwortet haben als das Geringste aller Probleme. Die lesen von einer psychisch kranken Frau, deren Alk. Mann auch vor Vergewaltigung nicht zurück schreckt und sie dazu nötigt seine Sexeskapaden zu unterstützen...

Ich schätze mal, wenn der TS umsonst wär, würde Dich auch das nicht stören...schlag ihm vor sich stattdessn in einschlägigen Internetchatrooms umsonst (flatrate) seinen Spaß zu holen, genügend willige Privatfrauen, die auf sowas stehen gibts bestimmt genug...und nicht sauer sein...aber das schlag ich Dir auch vor...und wer weiß, vielleicht hast Du eines Tages ja auch Lust Deine gleichgeschlechtlich Phantasien auch mal in Echt auszuleben...nur weil jeder von Euch in diesem Gebiet was anderes will heißt ja noch lange nicht, dass ihr keine besten Freunde sein und bleiben könnt...aber redet Euch um Gottes Willen nicht ein dass ihr dies und das und jenes NUR für den Anderen aus Liebe tut...oder weil der Andere dies und jenes NICHT tut - das geht immer nach hinten los. Niemand hat Lust im Leben des Anderen nur "geduldet" zu sein...

31.08.2007 12:17 • #9


hi olimpia,
da ich schon länger stiller leser in diesem forum bin, habe ich auch schon viele deiner "beiträge" gelesen.
du scheinst ja eine ganze palette von problemen zu haben!
einige leute haben eheprobleme, andere dann schwitzen sehr heftig, sexuelle störungen können auch sehr belasten, viele sind hier auch wegen angst-und panikattacken (ich zum beispiel!).
aber du schilderst hier in (fast) allen bereichen das "volle programm"!
glaubst du wirklich, daß in so einem forum echte hilfe bei sooo vielen problemen gefunden werden kann?
hattest du dich nicht gestern erst vorläufig mal verabschiedet?

ich weiß nicht ,wie deine gesamtsituation einzuschätzen ist... ich habe hier schon oft gelesen, daß der austausch mit selbst betroffenen vielen wirklich geholfen hat. aber dein -sorry- durcheinander ist wohl für die wenigsten hier noch nachzuvollziehen.

würde mich nicht wundern, wenn du mal gar keine antworten mehr auf dein "post" bekommst.

irgendwann kann man in einem FORUM keine antworten mehr finden.

liebe grüße -
kopfschüttelnder gast.

31.08.2007 18:51 • #10


Hi, hier Cathy nochmal,

ich würde Dich gerne fragen, was Du so tust - ich kann nicht sagen, ich wüßte irgendetwas über Dich (und hab auch nicht ALLE Posts von Dir gelesen) - mir kommt es aber gerade hier und jetzt so vor, als würde Dir zu Hause die Decke auf den Kopf fallen (nicht zynisch gemeint) - und das es dementsprechend Tage gibt an denen Du regelrecht nach unlösbaren Problemem suchst um Dich nicht um die kümmern zu müssen, die Du tatsächlich angehen und lösen könntest. Ich versuche mal an Beispielen zu erklären wie ich das meine:

Einerseits schreibst Du, Du hast keine Familie und möchtest deshalb Polnisch lernen um Dich mit der netten Familie Deines Mannes besser verstehen zu können, weil Du Dich sonst langweilst.

1- du wohnst im Haus Deiner Eltern
2- Deine Mutter ist Polin und könnte Dir polnisch beibringen (oder Du gehst in die Abendschule o.ä.). Und nirgendwo lernt man besser eine Sprache als Vorort.
3- Seit 1991 seid ihr verheiratet und seit 2004 bist Du Deine Schwiegerfamilie nicht mehr besuchen gefahren.
4- Du bist der Meinung dass die Familie Deines Mannes viel besser ist als Deine, obwohl Du - wie Du sagst kaum ein Wort verstehst.

Das ist nur ein Beispiel, ok? Wenn Dein Mann Dir Polnisch beigebracht hätte, dann könntest Du jetzt perfect Polnisch sprechen und dann müßtest DU Dich nicht so fürchterlich langweilen, wenn ihr seine Familie besuchen fahrt...zu der Du nicht mehr fährst weil Du 13 Jahre nach Eurer Hochzeit feststellen mußtest, dass Du deren Sprache nicht verstehst und die Deine nicht? Sorry, aber ich kann hier überhaupt kein Problem sehen....was würde sich an Deinem Leben, an Eurem Beziehungsleben ändern, wenn Du Polnisch könntest? NIX!

Du schreibst ganz oft Niemand interessiert sich richtig für Deine Probleme - ganz besonders nicht Dein Mann und Deine Familie - glaubst Du die Familie Deines Mannes würde diesen Part übernehmen in den paar Wochen in denen Du vielleicht mal zu Besuch kommst? Glaubst Du wirklich die würden rein intuitiv besser verstehen? Das ist die Familie Deines Mannes, die meisten Sachen, die Du hier über ihn oder Dich erzählst könntest Du seiner Mutter sowieso nicht erzählen oder möchtest Du dass seine Leute ihm sagen, er muß sich mehr um Dich kümmern?

Es tut mir wirklich leid - ich finde nur, wenn Du und Dein Mann ansonsten wunderbar damit klar kommen als Freunde zusammen zu leben - dann wirst Du wohl oder übel auch damit klar kommen, dass Dein Mann sich eben auch nur soweit einbringt und Deine "Probleme" interessiert, wie es ein Freund tun würde. Wir haben alle irgendwo eine Freundin, eine Bekannte, eine Kollegin, o.ä. die jedesmal, wenn wir sie treffen irgendein anderes "Problem" zu bewältigen hat...

Und weißte was? Ganz oft sind das Leute, die - wenn man nach eingehender Grübelei und tun und machen und kümmern einen Lösungsvorschlag präsentiert - schon längst zum nächsten Problem weitergewandert sind...und gar keine Lust mehr haben über "den alten Kram" zu reden...ich weiß nicht ob Du so Jemand bist, ich weiß nur, dass man das auch als treue und loyale Seele entweder irgenwann einfach "akzeptiert" und sich ganz bewußt keine Rübe mehr macht oder man hört sich das immer wieder an und ballert Demjenigen ganz spontan irgendwelche Problemlösungen um die Ohren (was dem natürlich überhaupt nicht gefällt) oder man sagt Demjenigen frank und frei "Erzähl mir das bitte nicht mehr, ich mach mir ne Rübe und Sorgen - während Du Dich schon wieder anderweitig "amüsierst" oder "frische Probleme" kreirst" - die tun das nicht aus Bosheit - die Meisten wenigstens nicht - sondern weil dieses "ich hab hier ein Problem" zu einem durchaus "positiven" Lebensgefühl für sie gehört...nach dem Motto: Solange ich Probleme habe, bin ich.

Jeder Einzelne von uns hat einen ganzen Haufen von Problemen und unverarbeiteten Vorgängen, unverdauten Begebenheiten, verrückte Ex Beziehungen, gesundheitliche Probleme, richtig Stress in der Familie, der Arbeit, immense Geldsorgen etc...die einen belasten uns mehr, die anderen weniger und viele haben wir verdrängt, das ist was uns ausmacht...um darin nicht zu versumpfen kann man ne Menge machen: z.b. in lösbar und unlösbar unterscheiden und bei den lösbaren Prioritäten setzen...dass Du mit Deiner Familie nicht zufrieden bist ist ein unlösbares Problem - aber da Du immer noch bei Deinen Eltern im Haus wohnst hast Du wohl irgendwann Vor und Nachteile für DICH abgewogen und entschieden "so schlimm ist es nicht" - das gleiche gilt für die unkonventionelle Beziehung zwischen Dir und Deinem Mann...

Ergo: Da gibt es kein Problem an dem Du in einem fort rumdrehen mußt. Die Leute (Deine Eltern, Dein Mann) sind nicht so wie Du sie haben möchtest, schenken Dir nicht die Aufmerksamkeit die Du vielleicht brauchst etc...Du glaubst, wenn die so oder so wären, wenn die das und das tun würden, dann wärst Du glücklicher...das stimmt nicht. Wenn Du Dich mit der jetztigen Situation nicht anfreunden und arrangieren kannst, wie würdest Du Dich dann erst fühlen, wenn sich Deine Eltern und Dein Mann tatsächlich in Dein Leben, Deine Probleme, Deine Befindlichkeiten einmischen würden...wenn die tatsächlich der Meinung wären, sie wüßten besser als Du was Du wann wie von wem brauchst? Denn Du selbst äußerst Dich zu diesem Thema überhaupt nicht bis auf: Ich bin unglücklich weil der/die...werd für Dich konkreter...keiner interessiert sich für mich ist nicht konkret.

Würdest Du Dich besser fühlen oder ernst genommener wenn Dein Mann für Euch entscheidet: So geht das nicht mehr weiter, ich hab nicht geheiratet um für Sex außer Haus gehen zu müssen? Was würdest Du denn machen, wenn Deine Eltern tatsächlich sagen würden "Hör mal Mädchen, wir wollen Deinen Mann nicht mehr unter unserem Dach wohnen haben, der trinkt, der verballert das Geld als gäbe es kein Morgen und treibt sich in Sex-Clubs rum"
Ich sag auch nicht So und so darfst DU nicht sein oder denken, dies und das ist gar nicht so schlimm...ich weiß nur für mich:


1-ich wollte keine Beziehung in der ich für meinen Partner - aus welchen Gründen auch immer - nicht auch sexuell "passe" da sein, kann/will -
2- ich würde nicht mal im Traum daran denken mit meiner Mutter unter einem Dach zu wohnen.
3- ich würde mich auch ganz ernsthaft fragen, was mein Mann mit seinem schon extremem Drang nach anonymen schnellen Sex und mit seinem täglichen Alkeholkonsum kompensiert bzw. verdrängt.
4- ich hätte auch nicht Dein Selbstbewußtsein und würde davon ausgehen, dass er sich früher oder später in eine andere Frau verliebt

etc,


aber weder ICH noch sonst ein Leser oder Schreiber können Dir sagen, was Du wann wie und warum tun solltest...nicht weil uns die Ideen oder das Einfühlungsvermögen fehlen - ich kann nur von mir sprechen - ICH weiß überhaupt nicht was auf DEINER Prioritätenliste ganz oben steht...was Du befürchtest und was DU glaubst ändern zu müssen.

01.09.2007 18:57 • #11


hi olimpia,
wenn du 24 stunden vor dem PC sitzt hast du ja gar nicht mehr die zeit, dich mit "realen" leuten zu unterhalten...wann willst du dann noch zur VHS? wann hast du zuletzt mal mit deinem mann oder mit deinen eltern gesprochen? wer kocht bei euch? hast du überhaupt noch zeit zu essen oder trinken? wird dein haushalt von jemand anders geregelt? bist du vielleicht auch pc-süchtig?.....da gibt`s doch bestimmt auch noch ein forum:hilfe, meine tastatur hält mich gefangen!.....
wann schläfst du eigentlich?

viele freche fragen -
trotzdem einen schönen sonntag!

02.09.2007 07:55 • #12


Olimpia schrieb am Mo, 03 September 2007 00:59
Ich wollte auf dem Elektroherd Kochen lernen, das durfte ich aber nicht, mein Vater sagte die Stromrechnung würde dann zu hoch.
Außerdem mußte ich mir dauernd anhören, das ich zuviel Wasser verbrauchen würde beim Abwaschen, Duschen, Baden etc...
Hoch heute habe ich irgendwie ein "schlechtes Gewissen", das ich zuviel Wasser verbrauchen könnte, obwohl mein Mann meinem Vater jeden Monat Geld gibt.


Und trotzdem wohnst du noch in deines Vaters Haus?

Wirklich nur, weil du ihm mit 7 Jahren beim Bauen geholfen hast, Olimpia?

Gruß,
GastB

03.09.2007 15:32 • #13


hallo olimpia

nur mal ein ganz kurzer beitrag von mir, der vll nicht mal besodners weiterhilft. aber als ich deinen letzten beitrag gelesen habe, ist mir ein gedanke aufgekommen, den ich jetzt irgendwie mal aufschreiben muss.

du schreibst recht häufig:
Zitat:
ich habe wirklich nichts dagegen


ich weiß nicht, warum es mir ausgerechnet jetzt aufgefallen ist, aber ich habe noch nie jemanden getroffen oder kennen gelernt, der das so oft gesagt und tatsächlich so gemeint hat. es ist ganz gut, gegen bestimmte dinge einfach was zu haben. wieso hast du nichts dagegen, dass er mit seiner familie telefoniert, wenn er dananch nie lust hast, mit dir zu sprechen? natürlich ist die tatsache als solche (dass er mit seiner familie telefoniert) nichts, wogegen man grundsätzlich etwas haben sollte - aber wenn es in der konsequenz ein so erheblichen qualitätsschwund für dich und deine ehe hat, dann hätte ich an deiner stelle da schon was dagegen. vll überlegst du mal (dieser gedanke geht, denk ich, konform mit meinem voran gegangen beitrag und auch anderen antworten), ob deine "ich-hab-wirklich-nichts-dagegen-haltung" nicht eher eine schutzhaltung ist, weil es einfacher ist als position zu beziehen und zu vertreten.

wie gesagt, ist einfach nur ein gedanke, den ich mal gesagt haben wollte, weil er mir ebenso kam. ich hoffe, ich hab nicht zu viel wiederholt.

lg

03.09.2007 16:53 • #14


Hey Olympia,

wie gesagt, ich kann Dir natürlich nicht wirklich sagen,was bei Dir aus dem Ruder läuft. Ich sehe nur, dass Du alleine Gestern komplett Deine eigene Meinung gedreht hast.

Erst schreibst Du: VHS ist zu teuer und Du siehst gar nicht ein, dass Du da bezahlen sollst, wenn Dein Mann Dir Polnisch beibringen kann und dann fällt Dir ein, dass ne VHS ne gute Sache ist um Leute kennen zu lernen....

ABER: das KANNST Du jetzt nicht entscheiden, weil
Du vorher noch Arzttermine regeln mußt. Und nun sagst Du auch, dass Deine Schwiegermutter sehr gut Deutsch spricht obwohl Du vor einer Weile gesagt hast, Du fährst da nicht mehr hin, weil Du Dich da langweilst weil Du nichts verstehst.


Kochen kannst Du nicht, weil Du nicht am Elektroherd lernen dürftest (und außerdem ist das sowieso Sache Deines Mannes, genauso wie Geld verdienen etc.)
Im Haus Deiner Eltern wohnst Du immer noch weil Du mit 7 Jahren als Grundschülerin beim Hausbau geholfen hast! Etc Etc Etc...

Ich sage überhaupt nicht, Du hast keine Probleme Olympia...ich empfinde viele Deiner Schilderungen nur manchmal als - mir fällt kein anderes Wort ein - Ausrede warum DU ganz grundsätzliche Dinge nicht tust, warum DU grundsätzliche Entscheidungen nicht triffst, warum DU Dich persönlich für bald gar nichts was DEIN Leben, Deine Beziehung etc, betrifft verantwortlich fühlst. Verstehst Du, ich meine nicht SCHULD sondern Verantwortung - für mich ist das ein großer Unterschied. Du bist nicht ich und ich bin nicht Du...also sind das alles weder Vorwürfe noch Forderungen.

Ich wundere mich nur. Dein Mann hat, wie Du sagst weder seinen Alkehol noch seinen Sexdrang halbwegs unter Kontrolle, Deine Mutter überläßt wichtige Entscheidungen Deinem Vater und der sieht demzufolge keinen Grund, warum er nicht den Big-Boss raushängen lassen soll (das ist ihre Beziehung, ihre Welt, ihre Privatangelegenheit) - und doch überläßt Du es ganz freiwillig und ganz wissentlich DIESEN Leuten Dein Leben, Deine Freizeit, Deine Beziehung zu regeln und zu verantworten und Entscheidungen zu treffen, die DU eigentlich treffen solltest.

Das das zu Konflikten und massiven Problemen führt ist klar - einerseits willst Du nicht bevormundet werden, abhängig sein und zu Sachen genötigt werden, die Dir zu wider sind - aber andererseits möchtest Du auch nicht wirklich die Weichen umstellen und das Ruder und damit die Verantwortung alleine in die Hand nehmen.

Das ist weder ein Vorwurf noch ist das ein Aufruf zur Revolte, denn ich weiß ehrlich gesagt überhaupt nicht einzuschätzen, warum Du das tust. Du bist ja auch schon lange kein Teenager mehr...und trotzdem hört sich für mich Vieles so an, als wärst Du selbst auch nicht wirklich motiviert ein eigenständiges unabhängiges erwachsenes Leben zu führen - mit Allem was dazu gehört...

z.B. Dein Mann ist mehr der Versorger und Spielgefährte ("wir hatten viel Spaß miteinander, Sex spielte NIE eine große Rolle") - Das ist wie Du das haben möchtest, das ist wie Du das empfindest...Dein Mann empfand und empfindet das ganz offensichtlich anders - oder hat er Dir mal vorgeschlagen "geh doch alleine ins Restaurant wenn Du Hunger hast?"

Ich sage nicht, Du sollst/mußt mit Deinem Ehemann Sex haben, egal ob Du das willst oder nicht ODER dass er das nicht ok findet mit fremden Frauen Sex zu haben noch will ich das ganze hier auf den Sex reduzieren - aber einfach zu behaupten, für ihn ist es ausreichend wenn er hin und wieder irgendeine Frau bespringen kann" halte ich für äußerst fragwürdig und zweifelhaft was Dein Interesse an ihm betrifft - Damit machst Du - weil Du es für Dich mit ihm nicht willst - aus seiner Sexualität/seiner Intimität ganz simpel tierisches Verlangen - eine Freundin haben darf er nicht (Jemanden, der ihn auch emotional versorgt), aber ohne Intimität *beep* das ist ok...wie gesagt, kein Vorwurf...ich finde es nur erstaunlich wie leicht es Dir fällt einen Teil der zu Deinem PARTNER gehört einfach auszublenden und auszuknippsen...

Intimloser Sex kann genauso zu einer Dro. werden, wie täglich ne Flasche Vodka.

Du bestimmst nach welchen Regeln er seine Sexualität ausleben darf und welcher Teil von ihm für Dich da sein darf...vielleicht nicht bewußt, aber Du hast schon ganz konkrete Vorstellungen wie er was wann zu tun hat.

Nicht falsch verstehen, ich sehe Deinen Mann absolut nicht als armes kleines Opfer...ich würde nur gerne verstehen wie ihr Beide- jeder für sich - damit umgeht dass wichtige Teile Eurer erwachsenen Persönlichkeit immer noch im Teenagermodus zu laufen haben um so weiter machen zu können und warum ihr das überhaupt wollt. Du wirst von Deinem Vater natürlich behandelt wie ein Teenager...was hindert ihn denn daran? Das nervt und stresst Dich...aber wirkliche Konsequenzen hast Du nicht zu befürchten - außer Genörgel und Gemecker.

Du MUSST im Grunde nichts machen, was ein halbwegs erwachsener und halbwegs unabhängiger Mensch tun muss, damit sein Alltag und Überleben wenigstens halbwegs gesichert ist...ich mach Dir daraus keinen Vorwurf oder beneide Dich , ich sage nur, dass das Deine Entscheidung war und ist - jeden Tag aufs Neue...Du hast Dich dafür aber auch gleichzeitig für die ultimative Abhängigkeit entschieden...Beides geht nun mal nicht, Olympia...Dein Mann und Dein Vater müssen aber täglich den ganzen Alltagskram regeln und damit umgehen (was auch die meisten anderen Leute ab einem gewissen Alter tun müssen/wollen...dass die vielleicht weder Nerven noch Energie haben, sich in Deine "Lage" "Probleme" zu versetzen ist vielleicht nicht ganz so unverständlich - die können das doch gar nicht, die leben doch einen völlen anderen Lebensstil...woher sollen die wissen, wie sich das anfühlt wenn man den ganzen Tag keine Notwendigkeit empfindet überhaupt irgendwas konkretes erledigen ZU MÜSSEN, damit der Laden läuft. Ich sag nicht, dass Du den ganzen Tag gar nichts tust außer Dir zu überlegen, warum Du was wann nicht tun kannst und Probleme zu erfinden...aber es ist ziemlich offensichtlich, dass Du wesentlich mehr Freiheiten hast, was die Einteilung Deiner Zeit, Aufgaben und Energien hast...und wenn Du entscheidest, Du möchtest den ganzen Tag vorm PC sitzen und nicht aufräumen, kochen oder arbeiten gehen oder sonstwas tun, was zum Alltag der meisten Leute in Deinem Alter gehört, dann ist das auch ok...

Dann machst DU Dir darüber keine Rübe und Dein Mann tickt deswegen auch nicht aus - das ist für Dich selbstverständlich. Für Dich ist selbstverständlich dass DU nichts tust, worauf Du keine Lust hast - soweit ist das ok, aber es ist vermutlich ein ganzes Stück zuviel verlangt, dass die Leute, die all das Notwendige, Alltägliche oft auch wenig vergnügliche, für Dich mit erledigen, auch noch die Zeit und Energie aufbringen sollen, sich intensiv mit Deinen Problemen und Sorgen zu beschäftigen...ich glaube nicht dass das eine Frage von Interesse für Dich ist, sondern vielleicht sogar von reinem und klaren Unverständnis und einfach ausgepowert sein...

Dein Vater genießt vermutlich nach jahrzehntelanger harter Arbeit seinen Ruhestand und hat einfach keine Lust mehr, sich über die Marotten seiner erwachsenen Tochter und ihres "FREUNDES" irgendwelche Gedanken zu machen oder gar nicht einsieht warum er sich Dir gegenüber irgendwie rechtfertigen sollte...für ihn hat sich in den letzten 30 Jahren nichts verändert...warum sollte er sein Verhalten ändern? Dein Mann hat Dich vermutlich als lebenslustigen und aufgeschlossenen Teenager kennen gelernt, der nicht besonders an alltäglichen Problemen interessiert ist, sondern genießen will...und 15 Jahre später ist das immer noch so...

Nur dass er und alle um Dich rum mittlerweile 15 Jahre älter geworden sind, 15 Jahre mehr Lebenserfahrung gesamelt haben und auch irgendwann viele Träume und Hoffnungen und Vorstellungen als unrealistisch abhaken mußten - Du auch, aber eben auf einer völlig anderen Ebene...z.B. Dein Mann mußte Deutsch lernen um Arbeit zu finden,um Geld zu verdienen, Du willst Polnisch lernen weil...naja, damit Du eben Polnisch kannst - aber ER MUSS es DIR beibringen, DU hast ihm ja auch geholfen... - der kann das überhaupt nicht nachvollziehen Olympia...für den ist das vermutlich als würdest Du ihm erzählen Du willst ein Pony damit Du einmal im Jahr auf den Ponyhof fahren kannst...ganz ehrlich ich meine das nicht böse, ich glaube nur, das auch dieses "Problem" für was ganz anderes steht...Du bist unzufrieden und unausgefüllt und unterfordert - das ist bestimmt kein schöner Zustand, ich sehe nur nicht was Dein Mann oder irgendwelche Bekanntschaften daran ändern können - Du möchtest Deine Energie und Zeit ja auch weiterhin für Dich einteilen können und statt Dir z.B. einen Stundenjob zu suchen, lieber in die VH gehen...aber eigentlich doch nicht wirklich...weil...Weißte, ich verstehe, dass Du vermutlich massivste Probleme oder vielleicht sogar Angst davor hast Entscheidungen zu treffen, Verpflichtungen einzugehen und nach gewissen Strukturen zu leben...aber auch zwischen ich will und ich kann nicht liegen ganze Welten - die Du für Dich alleine erstmal definieren solltest. Du kannst z.B. nicht kein Polnisch, weil Dein Mann so fies ist, sondern weil DU selbst für Dich gar nicht wirklich wolltest, sondern lieber irgendwas ganz anderes gemacht hast...

Glaub mir, ich weiß das...es gibt n Haufen Sachen, die ich auch lieber nicht tun würde, die ich auch lieber einem anderen übertragen würde...aber: ICH kann überhaupt nicht mit Abhängigkeit umgehen, ICH könnte überhaupt nich solange am PC sitzen (wie ich es jetzt manchmal tue) wenn da am Abend mein Partner fertig von der Arbeit heim kommt und notfalls auch noch kochen und putzen muss...nicht falsch verstehen, ich bin null geeignet als typische Hausfrau...aber das weil ich schon immer neben dem Job, neben meinen Hobbies, neben den Freunden, der Schule und der Familie etc für den alltäglichen Kram auch selbst gesorgt habe - Putzen, Waschen, Kochen, Einkaufen...das gehört zum Leben ...mir würde nicht im Traum einfallen irgendwas davon vollständig auf meinen Partner zu übertragen, nur damit ich es nicht tun muss oder weil ich keine Lust drauf habe...ist mir doch egal, ob meinem Partner Unordnung nix ausmacht...wenn ich morgens aufstehe, dann will ICH nicht als erstes schimmliges Essen sehen, dann will ICH nicht erst Stunden nach meinen Unterlagen suchen, dann will ICH saubere Klamotten im Schrank haben...wenn ihr das beide für Euch nicht wollt oder braucht um Euch wohl zu fühlen, dann ist das ok...aber ich finde es trotzdem nicht selbstverständlich dass DU stattdessen - je nach Lust und Laune - nichts machst oder eben den Tag vorm PC verbringst...das ist kein Urteil...für mich selbst wär das nicht selbstverständlich...Das ist vielleicht auch was, worüber Du für Dich einfach mal nachdenken magst...was für Dich selbstverständlich ist.

03.09.2007 18:12 • #15


mensch, cathy...da hast du dir ja richtig viel arbeit gemacht! ich meine das aufschreiben deiner gedanken zu TAMARAS`leben.
olimpia=tamara - eigentlich ihr wunschname im "richtigen" leben...
ich kann das, was du meinst, gut nachvollziehen. glaubst du, olimpia schafft das auch?
manchmal denke ich, da ist hopfen und malz verloren, ihr gutgemeinte ratschläge zu geben, dann wieder glaubte ich schon mal, DIE will uns nur verarschen. jetzt tut sie mir jedoch richtig leid!!
olimpia, ist es das, was du möchtest...mitleid oder mitgefühl von fremden menschen?

mehr fällt mir dazu nicht mehr ein.

gast,der immer noch den kopf schüttelt...

03.09.2007 19:18 • #16


@ Olimpia

Weißt du, ob du für deine Mutter ein Wunschkind warst?

Gruß,
GastB

03.09.2007 21:02 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

Alles Gute

zu Deinem Geburtstag

und ein

aufregendes neues Lebensjahr!

04.09.2007 07:26 • #18


natürlich!

04.09.2007 07:34 • #19


Auch von mir alles Gute ,Gesundheit und viel Erfolg in deinem weiteren leben.

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zum Thema VHS. Ich habe auch vor demnächst zwei Kurse an der VHS zu machen. Ich leide an Sozialer Phobie und es fällt mir nicht einfach einen Kurs über Deskalierende Gesprächsführung zu machen. Ich kann so sicherlich mit Menschen reden die das auch lernen wollen und genauso unerfahren sind wie ich Und zu den Kosten. Es gibt wege du musst sie nur finden. Meine beiden Kurse bezahlt das Land. Ich habe es auch erst erfahren als ich genau hingeschaut habe. Ich bin Feuerwehrmann in gehobener Position und da war eine Bestätigung das ich Ehrenamtlich tätig bin kein Problem mehr. Ein kurzes Gespräch mit meinem vorgesetzten und schon kann ich mich anmelden. Suche Wege und du findest sie. Ich finde es eine tolle Idee mit der VHS und viel erfolg.

04.09.2007 07:48 • #20



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