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XYZabc
Hilfe, ich will wieder hypochondrisch sein. Diese Angst um andere ist ja noch schlimmer als die auf mich selbst bezogene Angst. Meine Mutter nimmt 3x täglich ca eine Handvoll Spirulina und behauptet, es komme daher, dass sie sehr dunkelgrünen Stuhlgang hat. Die Reste in der Toilette sind wirklich extremst dunkel, um nicht zu sagen schwarz! So an sich hat sie wohl keine Probleme, also sie geht nicht öfter als 1x täglich, behauptet keine Schmerzen zu haben, wirkt auch relativ fit. Sie geht dreimal täglich mit dem Hund, macht den Haushalt, geht einkaufen - alles problemlos. Sie ist 57.
Kann das wirklich sein? Dass es von Spirulina - das sind diese Algen - kommt? Zum Arzt will sie nicht. Ich werde noch wahnsinnig vor lauter Verlustängsten, sie ist davon total genervt und versteht nicht, worüber ich mich so aufrege. Und ja, ich bin erwachsen! Aber auch als Erwachsene will man seine Mutter nicht verlieren! Meine Hilflosigkeit wechselt sich mit Wut, Angst, Leere und Verzweiflung und "Oh Gott, was wenn sie sterben wird"-Gedanken ab.

18.11.2017 23:57 • 10.04.2018 #1


7 Antworten ↓


Frozen93
Ich habe auch starke Verlustängste man fühlt sich so alleine und hilflos Gel ? Also Ich kann mir vorstellen das durch Algen der Stuhl sich schon verfärbt aber sicher wissen tu ich es nicht. Wenn es erst seitdem Medikament ist dann bestimmt nur davon.

19.11.2017 11:14 • x 1 #2



Angst um Mitmenschen - mache mir Sorgen

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XYZabc
Hallo zusammen, ich schon wieder. Vorab erst mal frohe Restweihnachten euch allen.
Ich hab mal wieder Angst um meine Mitmenschen, dieses Mal betrifft es meine Tante. Sie war gestern bei uns eingeladen, musste aber absagen, weil sie sich nicht gutfühlte. Rückenschmerzen, Kopfschmerzen, Halsschmerzen. Heute war sie da und wirkte wieder relativ fit, abgesehen davon, dass ihr COPD ihr zu schaffen machte und sie anfangs erst mal ein wenig gebraucht hat, um wieder Luft zu bekommen. Sie war auch nicht blass oder durcheinander oder müde... hat ganz normal Kaffee getrunken und Walnüsse und Kekse gesnackt. Und trotzdem hab ich solche Angst um sie, einfach weil sie gestern absagen musste. Meine Befürchtung ist, dass es ein H.I. war, und das macht mich psychisch mal wieder dermaßen fertig, dass ich nicht mehr so recht lebensfähig bin.
Ist es möglich, dass es auch einfach nur verspannungsbedingt war? Wärme hat ihr wohl angeblich geholfen. Hätte sie einen H.I. nicht gemerkt und sofort den RTW gerufen? Zumal sie eh so ärzteerprobt ist und regelmäßig zu irgendwelchen Ärzten geht.
Meine Mutter ist natürlich mal wieder völlig unbesorgt, und genervt von meinen Ängsten. Letzteres bin ich natürlich auch. Ich weiß nicht mehr weiter. Am liebsten würde ich so schnell wie möglich in eine Klinik, bestenfalls sehr weit weg, und an meinen Ängsten arbeiten. Unsere örtliche Psychiatrie kann man vergessen, da kommt man kranker raus, als man reingegangen ist. Ein guter Freund ist da erst recht abgek...t. Ich bin überfordert mit mir und meinem Leben, welches keins mehr ist. Total verzweifelt. Ich steigere mich komplett rein und gehe noch vor die Hunde, wenn sich nicht bald - bestenfalls sofort - was ändert.

26.12.2017 22:08 • #3


Ja ich kenne das....Sorgen um die Mitmenschen...Angst davor es könnte was schlimmes passieren, man weint die ganze Zeit, fühlt sich depri...ich weiß auch nicht wie man das verbessern kann...aber du bist nicht alleine. Ich kann diese Gedanken nicht abstellen, die sind aggressiv und dann muss ich eben diese Gedanken aushalten bis es von selber wieder etwas weggeht bis dann der nächste Schub kommt. Angst davor alleine gelassen zu werden, wenn was schlimmes passiert, den ganzen Tag an den Tod denken, ich weiß auch nicht weiter, gerne würde ich dir Tipps geben, aber ich weiß leider keine, ist bei mir auch wieder sehr akut seit letztem Jahr Dezember.

26.12.2017 22:15 • #4


XYZabc
Vor allem ist das Problem, dass meine Mutter sich in der Hinsicht auch nichts sagen lässt. Wenn ich sie bitten würde, dass sie meine Tante morgen ins KH oder zumindest zum Arzt bringt, würde sie die Augen verdrehen und behaupten, dass ich übertreibe. Na schön, und wenn dann doch was passiert? Dann steht sie da und denkt, Mist, hätte ich mal auf "XYZabc" gehört. Ja, wir sind alle erwachsen, und ja, meine Tante wird wohl wissen, was sie tut oder was sie nicht tut und aus welchem Grund sie was nicht tut. Aber ich steigere mich da wirklich so rein, dass ich über nichts anderes mehr nachdenken kann. Vor allem ist das sowieso gerade so krass bei mir, dass die Leute in meiner Umgebung nur etwas häufiger und ausgiebiger husten brauchen und ich diagnostiziere ihnen schon den schlimmsten Lungenkrebs. Ich bin so sauer auf mich selbst. Ich verbock mir mein Leben mit dem schei.. Mitte 20 und schon so kaputt.

26.12.2017 22:21 • #5


XYZabc
Ich poste hier mal weiter, dann muss ich keinen neuen Thread mit dem Titel aufmachen.
Inzwischen ist es mal wieder meine Mutter, um die ich mir Gedanken mache. Andere, die manchmal oder auch täglich mit ihr zu tun haben, sagen, das sei Quatsch und sie selbst sagt das auch. Ich bin der Meinung, ihr Augenweiß ist dunkler als bei "normalen" Menschen. Also tendiert eher so in Richtung grau. Wie sieht es bei euch aus? Sie sitzt viel vorm PC, kann das vielleicht auch damit zusammenhängen?
Bei Google finde ich nichts darüber...
Entschuldigt bitte meine blöde Fragerei, ich komme mir dabei selbst dämlich vor, aber ich mag ihr inzwischen schon nicht mehr in die Augen gucken...

10.04.2018 10:56 • #6


XYZabc
...ich kann natürlich verstehen, dass keiner mehr auf diesen Blödsinn antwortet, aber wollte es einfach mal loswerden. Wenn keine Antwort kommt, gehe ich mal davon aus dass es nicht schlimm ist. Und dass keiner ein leuchtend weißes Augenweiß hat. Vielleicht ist das auch normal bei braunen Augen? Mein Vater hat auch braune Augen und bei dem ist es auch nicht wirklich hell.

10.04.2018 11:16 • #7


Hi XYZabc !

Ich habe auch Verlustängste, aber nicht in dieser Form.

Ich lese heraus, das du dein Leben teilweise nicht mehr genießen kannst, da du dir starke Sorgen um andere Menschen machst.

Nehmen wir als Beispiel deine Mutter. Auch wenn sich das jetzt nicht schön anhört und fast jeder Mensch gerne darauf verzichten würde... dein Mutter wird irgendwann einmal sterben! Da hilft keine Therapie und kein Medikament, so ist das Spiel des Lebens. Das dieses für einen Menschen mit Verlustängsten tragischer sein kann als für einen anderen, kann man sich gut vorstellen. Sprich du mit deiner Mutter darüber? Ich tue das mit meiner Mutter sehr oft, die ist schon 78!

Mein Tipp: Genieße die Zeit mit deiner Mutter und mach sie nicht wahnsinnig mit deinen Ängsten. All diese Verlustängste stehlen dir wertvolle Zeit, die du vielleicht mit schöneren Gedanken oder auch mit ihr verbringen könntest.

Liebe Grüße
BM

10.04.2018 22:22 • #8




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