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Hallo,
kennt Ihr das: urplötzliches Zittern, Herzrasen bis zum Hals, knochentrockener Mund, keine Atem und keine Möglichkeit mehr zum Sprechen, weiche Knie und das Gefühl, ihr fallt gleich um.
Bestimmt kennt Ihr das, aber: man nennt es allgemein Panikattacke und die meisten haben bestimmte Auslöser dafür. Ja, ich ja eigentlich auch, aber es ist etwas verworren.
Da unterhalt ich mich mit jemandem noch ganz normal und im nächsten Moment ist es da. Ich fühle keine Angst oder Panik, aber diese "Zustände" machen mich panisch. Peinlich ist es mir bis hintengegen. Was soll der andere denn denken, wenn ich plötzlich zittere wie Espenlaub? Ich würd liebend gern etwas trinken, mein Mund ist so trocken, kann aber das Glas nicht mehr festhalten. Guckt der andere mich jetzt wirklich so komisch an, wie ich denke? Nachfragen haben ergeben, dass es dem anderen nicht so doll auffällt wie mir. Hab ja auch schon lange daran geübt, es zu verstecken. Aber es irritiert schon, dass ich plötzlich total verkrampfe und verdorben eigentlich alles. Werde ich irgendwo eingeladen, denke ich nicht mehr: "Oh, das wird sicher lustig." sondern nur "Hilfe, wird es mich wieder überfallen?" und der Drang, gar nicht hinzugehen um das nicht erleben zu müssen, ist unüberspürbar. Ich muss mich unter die Leute treten. Und ist es beim ersten Kontakt nicht aufgetreten, kann es aber in der Folge umso schlimmer kommen. Ich weiß, dass es besser wird, wenn ich mich bewege. Aber man kann ja nicht überall urplötzlich anfangen, in der Gegend rumzutanze oder zu hüpfen.
Ist das "Sozialphobie"? Kennt Ihr das? Wisst Ihr, wie man am besten damit umgeht?
Wär toll, wenn mir jemand antworet.
Zittrige Grüße, Petra

25.12.2006 09:30 • 16.02.2007 #1


10 Antworten ↓


Dr. Doris Wolf
Hallo Petra

ohne weitere Angaben von dir ist es schwierig zu sagen, woran du leidest. Mach mal die Angst Tests hier


Dann hast du mehr Klarheit. Melde dich dann noch mal und sage, was dabei herausgekommen ist.

Schönen 1. Weihnachtsfeiertag

Grüße
Dr. Doris Wolf

25.12.2006 09:54 • #2



Herzrasen und Zitterei

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Hallo Dowo,
hab die Tests gemacht. Geht schon sehr in soziale Phobie, aber da fehlten noch 5 Punkte. Was mich überrascht hat war, das ich bei "generalisierte Angststörung" schon alles ankreuzen konnte. Ohweh, so weit ist es schon? Ich denk, sich Sorgen machen ist schon so normal für mich, dass ich mir gar nicht vorstellen kann, dass es gut und richtig ist, ohne Sorgen zu leben. Um irgendwas muss ich mich immer sorgen. Hm.
Die Seite, die Du mir da gezeigt hast, gefällt mir. Da stehen viele interessante Sachen drauf, die werd ich erst mal öfter besuchen. Gruß, Petra

26.12.2006 08:01 • #3


Dr. Doris Wolf
Hallo Petra,
wenn du Angst hast, dich vor anderen zu blamieren, und den Kontakt meidest oder nur mit höchster Anstrenung weiterführst, dann ist das höchstwahrscheinlich eine Sozialphobie. Schau einmal nach, welche Gedanken dir vor dem Zittern durch den Kopf gehen oder ob es Situationen sind, in denen du emotional sehr bewegt bist. Diese lösen dein Zittern aus. Keinesfalls solltest du meiden. Erlerne ein Entspannungsverfahren oder erlaube dir zu zittern. Denke zuende, ob wirklich etwas Schlimmes passieren könnte, wenn andere diese sehen.
Die Angst vor dem Zittern kannst du überwinden. Ich wünsche dir viel Kraft dabei.

26.12.2006 09:32 • #4


Hallo Dowo,
ja, ich denke, da müsste ich mal ein paar Spalten im Forum höher rutschen und mich bei Sozialphobie einordnen.
Was Du sagst ist alles richtig, nicht meiden, weitermachen, es geht da lang, wo die Angst ist ...Mach ich auch, denn lebendig begraben will ich mich ja nicht.
Nur bei "erlaube Dir zu zittern" sträuben sich mir die Nackenhaare. Hab ich schon ein paar mal gehört, natürlich von Leuten, die das nicht haben. "Akzeptiere es, dann geht es weg." Was passiert? Ich versuche "krampfhaft", es zu "akzeptieren", nur mit dem einen Ziel, dass es weggeht und ich wieder frei sein kann. Wenn ich mir sage, dass ich es akzeptiere, belüge ich mich gewaltig und das klappt nicht.
Viele Grüße, Petra

28.12.2006 06:43 • #5


Dr. Doris Wolf
Hallo, Petra,
das ist ganz normal, dass man sich an Anfang vorkommt, als ob man sich belügt. Du kannst zunächst aber auch einen anderen Weg einschlagen: Begib dich in die Beobachterposition, ohne zu bewerten: Jetzt zittern meine Hände, ejtztt habe ich Angst, ein anderes sieht es, jetzt beobachte ich meine Hände verstärkt, usw.
Liebe Grüße
dowo

28.12.2006 10:43 • #6


Hallo Dowo,
kann Deine Antworten schlecht lesen, sind teilweise stark verstümmelt, muss irgendwie am Textformat liegen. Werd das mal so versuchen mit dem Beobachten. Die Wurzel dafür, dass ich mich für mich schäm, liegt tief und wird ne ganze Zeit brauchen, um behoben zu sein. Ist halt nur schwer, in der "Zwischenzeit" damit umzugehen.
Bin sogar schon auf die Idee gekommen, wenn ich so ein Ereignis absehen kann, einen Beta-Blocker zu schlucken. Weil, das ganze ist ja ein Riesen-Adrenalin-Stoß und wenn die Adrenalin-Rezeptoren geblockt sind, fällt es nicht so schlimm aus. Dass dadurch der Blutdruck sinkt und man nach dem Ereignis fix und fertig ist, wenn die übermäßige Adenalinzufuhr aufhört, hab ich in Kauf genommen.
Eine Entspannungsmethode erlernen? Theoretisch sehr sinnvoll, praktisch sehr schwierig. Wenn ich vesuche, mich zu entspannen, werd ich erst mal ganz rappelig.
Ich wünsch Dir einen guten Rutsch in das neue Jahr! Petra

31.12.2006 09:29 • #7


Dr. Doris Wolf
Hallo Mikesch

was meinst du damit, dass meine Antworten teilweise sehr verstümmelt sind? Ich kann alle Beiträge - auch die meinen - einwandfrei sehen. Geht es den anderen auch so wie Mikesch?

Alles Gute für das neue Jahr
dowo

31.12.2006 10:48 • #8


Hallo Mikesch,

woher weißt Du, daß Adrenalin bzw. Noradrenalin Auslöser für Deine Leiden sind?

Betablocker sind hier nicht geeignet.

Lasse Dich bitte von einem Arzt, welchem Du vertraust, beraten

02.01.2007 00:16 • #9


Hallo ASS500,

na, das hab ich gelernt.
Da ich aber hier kein Rezept für Medikamentenmissbrauch ins Netz stellen möchte, musst Du mir das einfach mal glauben.

Gruß, Mikesch

02.01.2007 06:13 • #10


ich hab gute Erfahrungen mit dieser Muskelanspannung gemacht (weis jetzt nicht wie die heisst)
denn diese übermässige Anspannung, diese Angst und den Wunsch nach Schreien und hüpfen abbauen, in dem ich kurz auf WC gehe und ganz ruhig atme...
und dann für ein paar Atemzüge langsam eine faust mache, bis ganz ganz fest und dann wieder langsam ganz langsam entspanne.

Geht auch in der strassenbahn ganz gut. Und beim Einschlafen.
Man kann alle Muskeln im körper durchgehen (füsse - beine, bauch, rücken, gesicht)

ist eine supereinfache möglichkeit um die angstspannung im körper abzubauen

huch? hab in amazon gesucht ob ich die CD wiederfinde die mir so gut getan hat um dir den link zu zeigen
und siehe da es gibt sogar eine CD von frau wolff, die ja diese forum glaub mit entworfen hat (irgendwie gehört das forum glaub zu ihrem Angebot, so vom Palverlag)

schau mal... ich hatte zwei CDs ich weis nicht mehr welche (eine war freundlich und gut, die andere nicht so gut) die gute war. Hat sich aber super gelohnt.
Ich glaub mit der CD von Frau wolff liegst du bestimmt richtig.
Und die muskelentspannung ist die idee von jacobsen (das war der name den ich vergessen hatte)



vielelicht nützt es dir ja

16.02.2007 05:11 • #11



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