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dieses Forum dient dazu, Menschen zu unterstützen und Austausch zu ermöglichen. Wer Hilfe braucht, findet sie hier, und wer helfen möchte, ist willkommen. Moderatoren achten darauf, dass der Umgang respektvoll bleibt. Für eine angenehme Atmosphäre sind verständnisvolle, ermutigende und einfühlsame Beiträge explizit erwünscht. Verletzende oder verurteilende Beiträge sind nicht erlaubt.

L

Leviathan
Gast

Wie gern würd ich mich von denen die ich liebe verabschieden. Sie noch einmal in den Arm nehmen während beide wissen das es die letzte Umarmung sein wird.
Wie gern würd ich euch sagen warum und euch alle offenen Fragen beantworten.
Es gibt vieles was ich gern noch tun würde aber ihr lasst mich nicht.
Ihr sagt ihr liebt mich aber was man liebt muss man auch loslassen können.
Könntet ihr es ?
Nein.
Euch wär egal was ich will, was ich denke und was ich fühle.
Ihr würdet sagen ich sei krank, soll mich behandeln lassen und würdet nicht mal davor zurückschrecken dafür zu sorgen das ich gegen meinen Willen behandelt werde.
Warum ?
Weil ich etwas will was nicht in eure Vorstellung passt ?
Weil eure Verlustangst größer ist als eure Liebe zu mir ?

Ein paar Fragen, von denen ich denke das sie kommen werden, kann ich in einem Brief, den ihr später erhalten werdet, beantworten.
Auf die übrigen Fragen werdet ihr nie eine Antwort erhalten weil ihr selbst es verhindert habt...




keine Ankündigung

18.03.2010 #1


273 Antworten ↓
G

Gauloise
Mitglied

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Zitat von Leviathan:
ok im Moment ist auch noch `n halber Becher Fett und 2 Zwiebeln da -

Schön, dass Du Deinen Humor nicht verloren hast! Sarkasmus ist ja auch eine Art Humor

Aber erstmal Hallo, Levi!

Zitat:
bis zum nächsten Geld reichts trotzdem nicht. Verhungern werd ich nicht gleich, weiß ja wo im Wald die Pilze stehen und die findet man das ganze Jahr.

Ehrlich? Pilze findet man das ganze Jahr über?? Die gefrieren doch und werden ungeniessbar? Und bis sie richtig gewachsen sind, das dauert doch ein ewig?
Ist das jetzt ein Witz oder stimmt das wirklich?

Zitat:
Würde aber bedeuten noch mehr Bettelanträge zu stellen. ich hatte eigentlich gehofft ich kann damit irgendwann mal aufhören

Ich weiss, wie das ist, Levi!
Ich war selbst lange genug Sozialhilfeempfängerin und kenne zur Genüge die "Bettelanträge", oder die Gesichter, die Dir lautlos ins Gesicht schreien: "wohl zu faul zum Arbeiten!" oder "Sozialhilfeempfänger sind alle selbst schuld!", "Wer arbeiten will, der findet auch Arbeit", etc. etc.
Ich wuchs quasi als Sozialhilfeempfângerin auf und kenne auch die Blicke von Lehrern und Mitschülern, wenn man kein Geld für Turnsachen, Malsachen, einen ordentlichen Füllfederhalter, etc. hat. Irgendwann habe ich begonnen, Sport und Zeichnen/Handarbeiten zu schwäntzen, weil ich die Ausreden und das "Geseufze" der Lehrer satt hatte.
Von Schulausflügen will ich erst gar nicht anfangen!
Und was mich daran heute noch so ärgert ist, dass so viele Menschen nicht wissen und sich auch nicht vorstellen können, wie schnell man in eine solche Situation reingeraten kann.
Ein sehr hoher Prozentsatz der Sozialhilfeempfänger sind alleinerziehende Mütter, wo die Väter nicht zahlen, bzw. nicht zahlen KÖNNEN, weil vielleicht einfach ihre Firma dicht gemacht hat oder weil sie selbst gerade mal so viel verdienen, dass es für sie selbst kaum zum Überleben reicht.
Es kann jeden von uns treffen und keiner sollte über andere richten!
(Übrigens wäre das ein potentielles Kampffeld für Dich: werde politisch aktiv, beteilige Dich an Selbsthilfegruppen, organisiere Dich und kämpfe!

Aber klar, zuerst musst Du überhaupt nochmal einen Willen zum Leben haben, und damit meine ich nicht nur "Überleben. Ich habe Dich, denke ich, verstanden.

Zitat:
Man kann aber eine Vorstellung davon bekommen wie es ist wenn man selbst ein Kind im Arm hält.

Kannst Du Dir auch vorstellen wie es ist, wenn DU, als erwachsener Mensch, Dich selbst in den Arm nimmst? Das ist für mich eine unmögliche Vorstellung! Schaffe ich einfach nicht! Immer fallen mir mein eigenes oder andere Kinder ein. Aber ich schaffe es einfach nie, gedanklich MICH in den Arm zu nehmen. Seltsam, oder?
(Trotzdem denke ich, dass ich auf einem guten Weg bin, meinen Interessen und Vorstellungen nachzugehen).

Zitat:
Als ich meins das erste Mal im Arm hielt war mir klar ich würde nicht die selben Fehler machen wie meine Mutter. Wenigstens in dem Punkt hab ich nicht versagt...

Oh! Das habe ich mir auch gesagt! Und in der Tat habe ich nicht die gleichen Fehler wie meine Mutter gemacht. Trotzdem muss ich mir eingestehen, dass ich ANDERE Fehler mache!
Ich bin ja - wen wunderts in diesem Forum - eine eeeetwas ângstliche Person und erstens kriegt meine Tochter diese Ängste mit und zweitens übertrage ich auch viele Ängste auf sie.
Es ist für meine Tochter alles andere als angenehm, wenn sie miterlebt, wie ihre Mutter Panikattacken schiebt! Und immer diese Ängstlichkeit, wenn sie irgendwo hin will.....und sie ist selbst eher ängstlich!! Das habe ich ihr mitgegeben! Glücklicherweise bin ich nicht die einzige, die Einfluss auf ihr Werden hat. Da ist ja auch noch der Papa und Geschwister und Lehrer und Freunde und Verwandte und Bekannte...und und und!
Vorallem hatte ich grosses Glück, als meine Tochter von dem Hund ihrer Freundin "gebissen" wurde (naja,eigentlich hat er nur ihren Arm mit seinem Maul festgehalten) und bei mir als HUNDEPHOBIKERIN die Panik von Nacht zu Nacht grösser wurde, bis ich meine Tochter am liebsten nicht mehr aus dem haus gelassen hätte. In dem Moment hat die Besitzerin des Hundes sofort eingegriffen, hat mich mit zu ihrem Tierarzt genommen, damit der mir erklärt, dass der Hund nicht böse ist. Das hat mich erstmal beruhigt. Und dann hat die Besitzerin, das werde ich ihr nie vergessen, begonnen, meine Tochter wieder Stück für Stück an zuerst an ihren und dann auch ann andere Hunde heranzuführen.
Meine Tochter, Tochter einer Hundephobikerin, geht heute mit Respekt, aber angstfrei auf Hunde zu!!

Weisst Du, Levi, das hat mir ungeheuren Mut gemacht, dass auch andere "meine fehler" und Mängel ausgleichen können. Ich muss nicht alle Verantwortung alleine tragen und: ICH KANN MIR HILFE HOLEN, WENN ICH WELCHE BRAUCHE!
Denn eines kann ich nicht: mich wie Münchhausen selbst am Schopfe aus dem Sumpf ziehen!

Ups, jetzt habe ich ja einen ganzen Roman geschrieben!
Verzeih'!

Bis demnächst,
Gauloise

11.02.2010 13:43 • #77


Zum Beitrag im Thema ↓

A


Gedanken eines "Selbstmörders"

x 3


Christina

Christina
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Mitglied seit:
Zitat von Leviathan:
Zitat von Christina:
Laut Gesetz und sicher auch entsprechend einem allgemeinen ethischen Empfinden geht die Freiheit des Einzelnen zur Selbstverwirklichung nur so weit, wie andere dadurch nicht eingeschränkt bzw. geschädigt werden.

Werden andere nicht auch eingeschränkt wenn ich irgendwann im Rollstuhl sitze, bettlägerich werde o.ä. und rund um die Uhr auf ihre Hilfe angewiesen bin ?
Es geht um die Freiheit zur Selbstverwirklichung, die da begrenzt ist, wo andere in negativer Weise davon betroffen werden. Wenn man zum Pflegefall wird, beruht das i.d.R. nicht auf einer freien Entscheidung... Natürlich würde es deinem Umfeld und der Allgemeinheit mehr Mühe machen und sie auch mehr Geld kosten, dich zu pflegen und zu versorgen, als dir nur ein paar Blumen aufs Grab zu stellen. Aber auch wenn es in einigen Familien und z.T. in einer immer egoistischer scheinenden Gesellschaft pervertiert wird: Familie/Gemeinschaft/Gesellschaft ist dazu da, Kranke und Schwache aufzufangen und zu versorgen. Mal abgesehen davon sind solche Mühen oft wesentlich leichter zu (er)tragen als die Qual von Selbstvorwürfen, die der Suizid eines nahestehenden Menschen fast immer hinterlässt.

Zitat von Leviathan:
Ach nee - dann gibts ja wieder die Möglichkeit mich irgendwoanders unterzubringen wobei natürlich wieder niemanden interessiert was ich will und wie ich mich dabei fühle...
Sind die Menschen, die sich um dich kümmern würden, wirklich so, dass sie dich einfach irgendwo unterbrächten? BTW - so lange du dich noch äußern kannst, hast du da mitzureden. Für den Fall, dass du dich nicht mehr äußern kannst, besteht die Möglichkeit, mittels Patientenverfügung lebensverlängernde Maßnahmen auszuschließen.

Zitat von Leviathan:
Zitat:
dass der Wunsch zu sterben nichts anderes als das Symptom einer Krankheit ist, die eben nicht unheilbar sein muss.

Nur sollte die Entscheidung ob eine Krankheit behandelt werden soll oder nicht jedem selbst überlassen sein.
Diese Entscheidung wird jedem selbst überlassen, niemand kann in Psychotherapie gezwungen werden. Leider ist die Entscheidung gegen die Behandlung bei psychischen Störungen mitunter ebenso ein Symptom wie die Suizidalität. Das lässt sich von außen nicht beurteilen und bei vielen Betroffenen stellt es sich nach misslungenen Suizidversuchen so heraus. Da finde ich es verständlich, wenn man es nicht auf einen gelungenen Suizid ankommen lässt.

Zitat von Leviathan:
Zitat:
Bringst du dich um, verletzt du andere, tust du es ihnen zuliebe nicht, fühlst du dich im Leben gefangen

Alternative wär auswandern - Verschollen im Nirgendwo...
Wär die Ungewissheit nicht schlimmer als die Nachricht vom Tod ?
Ich bin eigentlich der Meinung lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende aber ich denke auch da seid ihr wieder anderer Meinung.
Ich habe nicht wirklich eine Meinung dazu, ob du dich umbringen dürfen solltest oder nicht. Es ist einfach eine Tatsache, dass jede deiner Entscheidungen nicht nur Konsequenzen für dich, sondern eben auch für andere hat. Würdest du dich für eine Psychotherapie entscheiden und hätte diese Erfolg, könntest du vielleicht zufrieden bis zu deinem natürlichen Tod leben und dir und deinem Umfeld deinen Selbstmord ersparen. Schlägt die Psychotherapie fehl, geht es dir u.U. noch schlechter. Es ist deine Entscheidung, ob du dieses Risiko eingehen würdest, um andere zu schonen. Bringst du dich um, ist es für dich ein Ende mit Schrecken, ob es für die anderen auch das Ende des Schreckens wäre, weißt du nicht. Es ist immer eine Entscheidung, die nur du treffen kannst, aber m.E. machst du dir etwas vor, wenn du glaubst, dass es auch eine Entscheidung wäre, die nur dich allein betrifft. Wie du die möglichen Konsequenzen (die tatsächlichen kennt man ja vorher nicht) für andere bewertest, liegt wiederum nur bei dir.

Liebe Grüße
Christina

04.02.2010 13:52 • #29


Zum Beitrag im Thema ↓


V
"Ich bin eine Leiche. Leiche ist Mist, der Mist ist Erde. Wenn aber die Erde eine Gottheit ist, so bin ich nicht eine Leiche, sondern ein Gott."
Alkmaion

#2


B
Hallo,

Zitat:
was man liebt muss man auch loslassen können.

Mmh, ist das logisch ? Ist es nicht normal, dass man Menschen oder Dinge, die man liebt, möglichst bei sich haben möchte und nicht loslassen möchte ? Erscheint mir nicht logisch.


Zitat:
und würdet nicht mal davor zurückschrecken dafür zu sorgen das ich gegen meinen Willen behandelt werde.

Vielleicht wärst Du hinterher sogar dankbar ?!
Ja, ich weiß, solche Maßnahmen sind nicht schön und sollten möglichst vermieden werden. Aber es gab bestimmt auch schon Leute, die zumindest hinterher froh waren, dass man ihnen das Leben gerettet hat. Ich kenn sogar mehr oder weniger so einen Fall in meiner Verwandschaft.


Zitat:
keine Ankündigung


Wollen wir mal das Beste hoffen...


Zitat:
"Ich bin eine Leiche. Leiche ist Mist, der Mist ist Erde. Wenn aber die Erde eine Gottheit ist, so bin ich nicht eine Leiche, sondern ein Gott."
Alkmaion


??

Lg, Berliner

#3


L
Zitat von berliner:
Ist es nicht normal, dass man Menschen oder Dinge, die man liebt, möglichst bei sich haben möchte und nicht loslassen möchte ?

Nicht um jeden Preis !



Zitat:
Vielleicht wärst Du hinterher sogar dankbar ?

Andere vielleicht - ich nicht !
Könnte aber sein das die sich dann wünschen sie wären tot...

#4


V
Zitat von berliner:
Ist es nicht normal, dass man Menschen oder Dinge, die man liebt, möglichst bei sich haben möchte und nicht loslassen möchte ?

Nein, nicht normal.

Zitat von berliner:
Und das soll jetzt aufmuntern Shocked ??

Nein, warum?

#5


V
Zitat von Leviathan:
Zitat:
Vielleicht wärst Du hinterher sogar dankbar ?

... Könnte aber sein das die sich dann wünschen sie wären tot...

Wie käme das zustande?

#6


B
Zitat:
Nein, nicht normal.


Nein, wenn ich jemand liebe, möchte ihn ihn natürlich loswerden. [/Ironie]


Zitat:
Nein, warum?


Achso, das ist hier ein Forum, dass nicht helfen, sondern verschlimmern soll, nagut, jetzt wird mir einiges klar.


Zitat:
Wie käme das zustande?


Ja, das verstehe ich auch nicht ganz.

#7


V
Zitat von berliner:
Nein, wenn ich jemand liebe, möchte ihn ihn natürlich loswerden. [/Ironie]

Merkst du keinen Unterschied zwischen Loswerden und Loslassen?

Zitat von berliner:
... sondern verschlimmern soll

Fehlininterpretation. Wer kann Gottheiten für ein Übel halten? Wer sagt, dass ein Nicht-Aufmuntern ein Verschlimmern ist?

Wozu möchtest du aufmuntern, zu einem Leben, dass du führst? Oder schlimmer oder besser?

Oder heißt es vielleicht eher nicht 'Aufmuntern', sondern 'Handeln' wenn ein Anderer in Gefahr ist? Ist hier jemand in Gefahr?

#8


L
Zitat von vent:
Merkst du keinen Unterschied zwischen Loswerden und Loslassen?

Den merken die meisten Menschen nicht bzw. wollen ihn nicht merken


Zitat:
Wozu möchtest du aufmuntern, zu einem Leben, dass du führst?
Genau das ist es doch was von den Meisten kommt. Sie sehen nur ihr Leben und sind der Meinung es ist bei allen so.
Dabei gehts nicht mal nur um das Thema Selbstmord, Weihnachten. Geburtstage, Silvester usw ist doch das Selbe. Alle sind der Meinung das muss gefeiert werden und erwarten das ich es genauso sehe. Tu ich aber nicht. Ich brauch kein Weihnachten um denen die ich liebe zu sagen und zu zeigen das ich sie liebe, das kann ich jeden Tag. Ich muss dafür nicht warten bis mal wieder Weihnachten ist. Und nur weil andere Sylvester und Geburtstag unbedingt feiern müssen muss ich das nicht auch.
Ich feier wenn mir danach ist und nicht wenn andere sagen ich soll feiern oder irgendein Kalendertag sagt es ist Feiertag.
Ich hab Jahre gebraucht allein meiner Mutter und meinen Geschwistern klar zu machen das ich nicht das Selbe will wie sie allen anderen geh ich einfach aus dem Weg, die kapieren es ja doch nie.
Wenn die nicht mal so einfache Dinge verstehen wie soll ich denen dann verständlich machen warum ich an Selbstmord denke ?




Zitat:
Oder heißt es vielleicht eher nicht 'Aufmuntern', sondern 'Handeln' wenn ein Anderer in Gefahr ist? Ist hier jemand in Gefahr?

Wenn dann wär es keine Gefahr sondern Erlösung (für mich zumindest)
Heut und Morgen tu ich es sicher noch nicht und wenn ich es tue werd ich nicht so blöd sein das vorher anzukündigen.
Mag ja sein das solche Ankündigungen bei vielen nur ein Hilfeschrei sind. Bei mir würde es aber kein Hilfeschrei sondern es wär eine gut überlegte Entscheidung. Ich würde mich auch nie vorn Zug werfen oder vom Hochhaus springen wo vielleicht Kinder oder Spaziergänger Zeuge werden. Um zu verhindern das Kinder oder Spaziergänger über ne Leiche stolpern gibts die Möglichkeit die Behörden vorher selbst zu informieren was, wann, wo zu finden ist. (Mail an die Internetpolizei z.B.) Mit der richtigen Methode würden die für ne Rettung zu spät kommen.

Was könnte man gegen meine Entscheidung machen ?
Nichts !
Durch Zwangseinweisung und damit verbundener Zwangsbehandlung würde es nur verzögert.
Festplatte ganz austauschen geht nicht, man könnte sie nur vorrübergehend lahmlegen was nur unnötig Kosten verursacht.

Was ich schei. finde ist eben das jemand der die Absicht hat Selbsmord zu begehen keine Möglichkeit hat sich zu verabschieden bevor er geht weil jeder versuchen würde ihn daran zu hindern. Niemand würde versuchen seine Entscheidung zu verstehen und zu akzeptieren.
Man will es nicht verstehen weil es etwas ist was man sich für sich selbst nie vorstellen könnte und alles was anders denkt als man selbst ist krank und gehört weggesperrt - richtig ?

#9


V
Zitat von Leviathan:
Festplatte ganz austauschen geht nicht, man könnte sie nur vorrübergehend lahmlegen was nur unnötig Kosten verursacht.

Nicht die Festplatte, sondern die Software ist mit dem (Weiter)Leben unkompatibel, und die ist austauschbar.

Zitat von Leviathan:
Was ich schei. finde ist eben das jemand der die Absicht hat Selbsmord zu begehen keine Möglichkeit hat sich zu verabschieden bevor er geht weil jeder versuchen würde ihn daran zu hindern. Niemand würde versuchen seine Entscheidung zu verstehen und zu akzeptieren.

Ja, das tut sicher weh wenn einer sagt: Nicht einmal du bist mir Wert das Leben weiterhin mit dir zu teilen, ich lasse dich allein zurück. So wird es meist aus der Sicht der Anderen gesehen... Was würdest du ihnen antworten? Sie sollen loslassen, während du deine Idee ein Menschenleben zu beenden nicht loslassen konntest? Ist dann das eigene Leid mehr Wert als das der Anderen? Nein, es ist nur ein Leid, das geteilt wird.

Zitat von Leviathan:
Man will es nicht verstehen weil es etwas ist was man sich für sich selbst nie vorstellen könnte und alles was anders denkt als man selbst ist krank und gehört weggesperrt - richtig ?

Ja, die Welt ist verrückt. Es wird pauschal ge- und verurteilt obwohl die Allgemeinheit i.d.R. kein anderes Lebenskozept als Angepasstheit und Befriedigung eigener Bedürfnisse anzubieten hat, außer paar Illusionen, die auf der Grundlage eigener Emotionalität entstehen und auch wieder eigene Vorteile sichern sollen. Das ist aber wirklich nicht alles, was das Leben ausmacht, nur wissen das die wenigsten. Und genau dieses Wissen ermöglicht es Entscheidungen anderer Menschen - egal wieviel Leid sie mit sich bringen - zu respektieren. Selbst wenn wir es so gerne hätten, die Welt ist nun mal kein Paradies.

#10


Christina
Zitat von Leviathan:
Was ich schei. finde ist eben das jemand der die Absicht hat Selbsmord zu begehen keine Möglichkeit hat sich zu verabschieden bevor er geht weil jeder versuchen würde ihn daran zu hindern. Niemand würde versuchen seine Entscheidung zu verstehen und zu akzeptieren.
Ich glaube schon, dass es Menschen geben kann, die diese Entscheidung verstehen und vielleicht sogar akzeptieren können. Andererseits sind viele, die an Selbstmord denken oder es versuchen, "nur" akut suizidal - in einer akuten Krise, nach deren Abklingen sie doch leben möchten (was nicht heißt, dass es ihnen weniger ernst wäre). Und auch bei chronischer Suizidalität könnte es doch sein, dass es an der richtigen Hilfe fehlt und dem Betroffenen krankheitsbedingt (ohne das als Wertung zu verstehen) der Blick dafür verstellt ist. Und ja, dann versuchen die anderen meist, den Betroffenen zu retten und auch sich selbst das Leid zu ersparen, das der Selbstmord einer nahestehenden Person für sie bedeuten würde.

Ein guter Freund von mir hätte sich wohl schon längst umgebracht, wenn er eine für ihn akzeptable Möglichkeit dazu hätte. Seine Gründe liegen in der Sammlung seiner psychischen Symptome und v.a. darin, mit diesen Symptomen der Gesellschaft (als Grundsicherungsempfänger und in den Augen der Sachbearbeiter offensichtlich Schmarotzer oder potenzieller Sozialbetrüger) sowie wenig einfühlsamen Behandlern ausgeliefert zu sein. Verständlich, wenn man daran verzweifelt, jede Briefmarke beantragen und gegen Widerstand durchsetzen zu müssen, obwohl die (psychische) Kraft manchmal kaum reicht, um vom Bett zum Klo zu kommen. Aber: Mit einem ganz einfachen Mittel wäre es überhaupt nicht so weit gekommen, mit Geld nämlich. Dann hätte er zwar immer noch seine Symptome, aber nicht mehr den Rattenschwanz von Demütigungen und Ohnmacht und Existenzangst. Also eigentlich will er nicht sterben, sondern "nur" nicht so leben. Und mir, die ich eine optimistischere Haltung habe, was mögliche grundlegende Veränderungen der Lebensumstände angeht, erschiene sein Selbstmord unnötig, vermeidbar...

Zitat von Leviathan:
Man will es nicht verstehen weil es etwas ist was man sich für sich selbst nie vorstellen könnte und alles was anders denkt als man selbst ist krank und gehört weggesperrt - richtig ?
Ich glaube nicht, dass es dabei darum geht, anders zu denken. Du hast sicher Recht, was andere Themen wie Feiertage und verordnete Fröhlichkeit angeht, aber beim Thema Suizid scheinen viele eher zu glauben, dass es damit getan ist, den Betroffenen mal eben mittels Zwangseinweisung vor sich selbst zu schützen. In der Psychiatrie wird er dann schon wieder eingenordet, merkt, dass er sich eigentlich gar nicht umbringen will und ist dankbar für die Rettung. Das kommt zwar vor, aber die Probleme, die zur Suizidalität geführt haben, bleiben dann gerne dem Betroffenen wieder allein überlassen, sobald die akute Suizidgefahr gebannt scheint.

Hier noch zwei Links einer Leidensgenossin von dir, und vielleicht möchtest du dich ja mit ihr austauschen:

Liebe Grüße
Christina

#11


L
Zitat von vent:
Sie sollen loslassen, während du deine Idee ein Menschenleben zu beenden nicht loslassen konntest? Ist dann das eigene Leid mehr Wert als das der Anderen? Nein, es ist nur ein Leid, das geteilt wird.

Nicht ein Menschenleben sondern meins und was mit meinen Leben geschieht will ich selbst entscheiden dürfen. Ich zwing auch niemanden etwas zu tun was er nicht will also erwarte ich umgekehrt das Selbe.
Würde ich jemanden ständig seine Pläne ausreden oder kaputt machen würde der sich darüber aufregen. Was gibt dem dann das Recht es bei mir zu tun ??

Warum soll ich eine Entscheidung mich selbst betreffend aufgeben wenn ich davon überzeugt bin das es für mich die einzig richtige Entscheidung ist ?

Und mein Leid teilen ist (mal davon abgesehen das ich das nicht will) überhaupt nicht möglich denn dazu müssten sie erst mal verstehen was ich fühle. Geht nicht wenn man es nie selbst gefühlt hat.

#12


B
Hallo,

was ist, wenn Deine Idee, Du bräuchtest eine Erlösung (durch den Tod) einfach nur eine Fehleinschätzung ist ?

Wir alle, die wir mit psychischen Krankheiten zu kämpfen haben, leiden unter Fehleinschätzungen. Manche bilden sich (als einfaches Beispiel) ein, sie könnten es aus Angst nicht schaffen, z.B. mit der U-Bahn zu fahren, aber das ist nur eine Fehleinschätzung, natürlich können sie es objektiv.

Vielleicht gibt es für Dich ganz andere Möglichkeiten der Erlösung bzw. Besserung, die Du nur gerade nicht wahrnimmst, weil Du die ganze Situation möglicherweise falsch einschätzt.

Und überhaupt : Woher willst du so genau wissen, ob der Tod überhaupt eine Erlösung ist ?

Lg, Berliner

#13


L
Zitat von Christina:
Andererseits sind viele, die an Selbstmord denken oder es versuchen, "nur" akut suizidal...

Wie z.B. jemand der es aus Liebeskummer will, gerade seinen Job verlor, Stress im Elternhaus hat usw.
Alles Situationen die nicht von Dauer sind und in solchen Fällen find ich es gut wenn Hilfe da ist.


Zitat:
Und auch bei chronischer Suizidalität könnte es doch sein, dass es an der richtigen Hilfe fehlt und dem Betroffenen krankheitsbedingt (ohne das als Wertung zu verstehen) der Blick dafür verstellt ist.

Kommt es da nicht auch auf die Gründe an ?
Jemand der alles erlebt hat was er erleben wollte sagt sich wenn es am schönsten ist soll man gehen. Er schmeist noch ne Party um von allen Abschied nehmen zu können und will danach gehen.
Ist der auch krank nur weil er über sein Ende selbst bestimmen und vielleicht verhindern will irgendwann mal von anderen abhängig zu sein was für ihn unerträglich wär ?
Soll er ein für ihn unerträgliches Leben führen nur weil andere es so wollen ?


Zitat:
Und ja, dann versuchen die anderen meist, den Betroffenen zu retten und auch sich selbst das Leid zu ersparen.

Und genau da denke ich nicht das man den anderen helfen will, es geht nur darum sich selbst Leid zu ersparen.
Alle wollen das ich Rücksicht auf sie und ihre Gefühle nehme aber was ist mit mir und meinen Gefühlen ?


Klar gibts bei mir auch finanzielle Probleme, die sind aber nicht der Grund für Suizidgedanken. Dafür gibts ne Lösung an der auch schon gearbeitet wird. In den Punkten wo Hilfe von außen nötig ist hol ich mir die auch. Allerdings nicht weil andere mich dazu zwingen sondern weil ich es selbst will.


Zitat von berliner:
was ist, wenn Deine Idee, Du bräuchtest eine Erlösung (durch den Tod) einfach nur eine Fehleinschätzung ist ?

In den Augen anderer wird sie das immer sein...


Zitat:
Vielleicht gibt es für Dich ganz andere Möglichkeiten der Erlösung bzw. Besserung, die Du nur gerade nicht wahrnimmst, weil Du die ganze Situation möglicherweise falsch einschätzt.

Klar, ich könnt mich jeden Tag besaufen um den ganzen Mist um mich rum nicht mehr mitzubekommen...
Eine Falscheinschätzung ist es nur aus der Sicht von anderen.
Sicher gibt es Möglichkeiten an meiner momentanen Situation etwas zu ändern. Ich will die Situation aber nicht ändern sondern beenden.
Was ich will interessiert nur keinen. War aber schon immer so...
Ich hatte die falschen Freunde, wollte den falschen Beruf und alles andere was ich tat war nach Meinung anderer auch falsch.
Ich hab trotzdem getan was ich will und nie etwas davon bereut.
Ich weiß der Tod ist entgültig. Da kann man hinterher nichts bereuen oder ändern. Weshalb die entgültige Entscheidung auch erst fällt wenn ich mir sicher bin alles was ich noch tun will auch getan zu haben.
Nochmal zurück um schnell noch was zu erledigen geht ja dann nicht.


Zitat:
Und überhaupt : Woher willst du so genau wissen, ob der Tod überhaupt eine Erlösung ist ?

Ich weiß es nicht, ich kann es aber rausfinden. Würde nur leider keine Gelegenheit mehr haben hier davon zu berichten

#14


V
Zitat von Leviathan:
Nicht ein Menschenleben sondern meins und was mit meinen Leben geschieht will ich selbst entscheiden dürfen.

Und was ist, wenn diese vermeintliche Freiheit auch nur ein Produkt unserer Fantasie ist, eine Illusion..? Was ist man eigentlich 'selbst', der Körper oder vielleicht das Bewußtsein? Andere haben auch 'ein' Bewußtsein und dein tragischer Tod wird möglicherweise manche Menschen dazu veranlassen ihr ganzes Leben lang daran zu denken, wie einsam und verlassen du dich ev. im Augenblick des Sterbens gefühlt hast, wie groß dein Schmerz gewesen sein muss, der den Trennungsschmerz übertroffen hat, und vielleicht auch daran, dass während des Sterbens sich manchmal der Selbsterhaltungstrieb zum Wort meldet - und man dann doch unfreiwillig stirbt, nur weil eben keiner da ist, der helfen kann.

Zitat von Leviathan:
Ich zwing auch niemanden etwas zu tun was er nicht will also erwarte ich umgekehrt das Selbe.
Würde ich jemanden ständig seine Pläne ausreden oder kaputt machen würde der sich darüber aufregen. Was gibt dem dann das Recht es bei mir zu tun ??

Wenn du von einem Plan schreibst... er setzt Aktivität voraus. Und wenn ein Mensch keine Möglichkeit hat die Welt oder sich selbst auf konstruktive Art zu verändern, greift er eben zu destruktiven Verhaltensweisen. Und darum kann man auch sagen, dass diese Energie umwandelbar ist und darum versucht man auch Menschen vor ihrer Autoaggression zu 'retten'.

Zitat von Leviathan:
Warum soll ich eine Entscheidung mich selbst betreffend aufgeben wenn ich davon überzeugt bin das es für mich die einzig richtige Entscheidung ist ?

Du siehst dich viel zu getrennt von den Anderen, das verursacht Einsamkeitsgefühle und psychischen Schmerz.

Zitat von Leviathan:
Und mein Leid teilen ist (mal davon abgesehen das ich das nicht will) überhaupt nicht möglich denn dazu müssten sie erst mal verstehen was ich fühle. Geht nicht wenn man es nie selbst gefühlt hat.

Man kann die Situation auch umkehren. Es gibt viel Leid in der Welt und durchs die Anteilnahme am Leid der Anderen fällt die Unsinnigkeit der Meins-Deins-Aufteilung auf.

Ich denke wenn du auch im RL aufrichtig bist und deine Notlage nicht verheimlichst, es sicher Menschen geben wird, die dich in den Arm nehmen und dir den Quatsch ausreden werden. So viel besser geht es den Anderen eben nicht, der Schein trügt - und deshalb können Menschen sogar in einem Forum einiges davon, was du schreibst, gut nachvollziehen.

#15


L
Zitat von vent:
versucht man auch Menschen vor ihrer Autoaggression zu 'retten'.

Und das es Menschen gibt die nicht gerettet werden wollen interessiert niemanden, Hauptsache das eigene Gewissen wird beruhigt.

Was bringt es wenn man mich mit Medis vollstopft die mich nur noch blöd grinsend rumlaufen lassen ?
Das bin dann nicht mehr ich. Man presst mich damit in irgend ne Form in die ich nicht will.
Was bin ich dann ?
Ne Maschine die irgendwie funktioniert ?
Nen eigenen Willen darf ich ja dann nicht mehr haben.

Die Reaktionen beim Thema Selbstmord sind aber immer die Gleichen.
Sinnlos weiter zu versuchen darüber zu reden

#16


V
Zitat von Leviathan:
Was bringt es wenn man mich mit Medis vollstopft die mich nur noch blöd grinsend rumlaufen lassen ?
Das bin dann nicht mehr ich. Man presst mich damit in irgend ne Form in die ich nicht will.
Was bin ich dann ?

Ist das deine Erfahrung, oder eine Befürchtung?

#17

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L
Zitat von vent:
Ist das deine Erfahrung, oder eine Befürchtung?

Nichts von beiden.
Totale Ausschaltung wär aber die Einzige Möglichkeit mich von den Gedanken abzubringen und damit wär ich nicht mehr als ne funktionierende Maschine.
Nur noch ein leerer Körper der am Leben gehalten wird weil andere es so wollen.

#18


V
Zitat von Leviathan:
Totale Ausschaltung wär aber die Einzige Möglichkeit mich von den Gedanken abzubringen...

Ja, aber diese Gedanken entstehen nicht aus dem Nichts. Sie haben einen Hintregrund, eine Ursache. An der zu arbeiten würde bewirken, dass diese Gedanken gar nicht mehr entstehen und du auch keine Betäubungsmittel brauchen würdest um sie loszuwerden.

#19


L
Zitat von vent:
Ja, aber diese Gedanken entstehen nicht aus dem Nichts.

hab ich auch nie behauptet

Zitat:
An der zu arbeiten...

will ich nicht !
aber ich geh mal davon aus was ich will bzw nicht will ist anderen mal wieder egal

#20


A


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