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Hallo,

ich fühle mich z.Zt. nicht gut. Diese Woche sind lauter seltsame Dinge passiert, ich hatte hier ja schon geschrieben, dass ich einen Streit oder sowas in der Art hier hatte (davor auch schon einen, auch online) und dass ich von diesem Therapeuten enttäuscht war. Er hat mich auch etwas durcheinander gebracht, weil er so wirkte, als wenn er die Methoden meines bisherigen Therapeuten anzweifelt, die mir ja aber gehofen haben.

Am nächsten Tag ist dann auch etwas seltsames passiert, was mich sehr belastet hat, aber das möchte ich jetzt hier nicht so genau erklären. Naja, ich schäme mich für ein total verrücktes Verhalten von mir, was ich selbst nicht nachvollziehen kann, und ich fürchte, dass das Konsequenzen haben könnte .

Am Tag danach war dann plötzlich meine E-Mail-Ablage zerschossen und nicht mehr lesbar, also sind meine gespeicherten Mails irgendwie weg. Auch die Sicherheitskopie geht nicht mehr. Ich hab dann das Programm meines Providers neu installiert und seit dem fliege ich ständig aus dem Internet raus und oft komme ich dann auch oft nicht wieder rein, weil sich mein Computer dann aufhängt.
Das beinahe Einzige, was mir im Moment noch etwas Freude gemacht hat (im Internet mit Leuten reden) geht also auch nicht so richtig. Naja, ein Lichtblick ist, dass ich eh bald einen ganz neuen Internetanschluss bekomme, nur leider ist auch da vieles falsch gelaufen und es dauert ewig.

Dann habe ich gestern früh wieder Krankheitsängste bekommen, die schwer zu kompensieren sind, aber dank meiner Therapie geht es halbwegs, nur ich stehe dadurch ständig unter Strom, bin sehr angespannt und in Konflikten.

Und gestern abend war ich dann wieder so traurig, weil ich keine Freundin habe und war dann völlig hoffnungslos und wollte fast gar nicht mehr leben. Irgendwie hatte ich dann auch ein bisschen Selbsthass, am liebsten wollte ich mir irgendwas antun, aber ich schaffe das nicht.
Ich habe dann in der Nacht etwas mit meiner Mutter geredet, dann ging es, und ich habe geschlafen, aber jetzt fühle ich mich auch schon wieder so angespannt und traurig, weil ich keine Freundin habe.
Und wenn sich plötzlich doch etwas ergeben würde, würde ich ja vermutlich doch Angst bekommen und das gar nicht können, ich glaube, ich bin für alles zu blöd.
Wenn es mir schlecht geht, frage ich mich manchmal, ob es überhaupt richtig war, dass ich damals von den Ärzten gerettet wurde, als ich so schwer krank war, vielleicht sollte ich ja eigentlich sterben, weil ich für das Leben zu blöd bin ?

Ich denke manchmal, ich werde völlig verrückt.

Gruß Berliner

16.01.2010 14:42 • 22.01.2010 #1


99 Antworten ↓


Ach berliner... du bist nicht zu blöd zum Leben. *knuff*
Du bist ein so lieber Mensch, du bist klug und denkst viel nach. Du bist sehr sensibel und verletzlich. Aber das ist okay.
Du bist ein tolles Gesamtpaket.

Ich glaube nur, du bist einfach so lange passiv geblieben und hast dich therapieren lassen, dass du gar nicht mehr weißt, wie das echte Leben eigentlich so geht.
Du hast so viel Zeit daheim und mit deiner Krankheit verbracht, dass du jetzt nur schwer zurück findest. Kein Wunder, dass du langsam denkst, verrückt werden zu müssen. Das hab ich auch gedacht in der sinnlosen freien Zeit zwischen Abitur und Studium. Wenn man ohne geregelten Tagesablauf vor sich hin lebt, dann fällt einem irgendwann die Decke auf den Kopf. Man beginnt, sich im Gedankenkarussel im Kreis zu drehen, und man ist sehr anfällig für düstere Gedanken -weil einem jegliche Ablenkung fehlt.

Vielleicht hat ja Alles irgendwie einen Sinn. Vielleicht sollte dein Internet kaputt gehen, damit du gezwungen bist, dir mal wieder die Welt außerhalb deiner eigenen sicheren vier Wände anzuschauen?
Vielleicht ist es gar kein Problem sondern eine Chance?
Vielleicht brauchst du gar keinen neuen Therapeuten sondern einfach Veränderung?
Vielleicht brauchst du keine Therapie, sondern einfach endlich mal Leben?

Ich will dir nichts vorwerfen, dich nicht bedrängen, ich kenne dich nicht persönlich.
Ich will nur sagen: Dude, du bist 25. Dein ganzes Leben liegt noch vor dir. Du warst jahrelang Daheim und hast nachgedacht, über dich, das Leben, deine Krankheit, deine Probleme, die Anderen, die Gesellschaft, die Menschheit.
You talked the talk. Now walk the walk.

Aufmunternde Grüße,
Bianca

16.01.2010 15:35 • #2



Fühle mich ziemlich schlecht :-(

x 3


Zitat von berliner:
... vielleicht sollte ich ja eigentlich sterben, weil ich für das Leben zu blöd bin ?

Ja, das sind wir alle, deshalb leben wir ganz von alleine.... ... auf die gleiche Art werden wir auch sterben, egal welche Ursache es dafür geben wird.

Die meisten haben Angst davor - du, wir nicht.
Wo liegt dann das Problem?



Der Weisheit Anfang ist der Zweifel.
Aristoteles

16.01.2010 16:09 • #3


Hallo,

mein Provider hat mich gnädigerweise nach vielen Versuchen mal wieder ins Netz gelassen, darum nun folgende Reaktion :

Zitat:
Die meisten haben Angst davor - du, wir nicht.
Wo liegt dann das Problem?

Wie meinst Du das ? Ich hätte keine Angst vorm sterben ?!?! Wie kommst Du darauf ?

Lg Berliner

16.01.2010 17:59 • #4


lieber berliner

du hast schon soviel in deinem leben geschaft , lasse den kopf nicht hängen, mein motto seit dem du weisst was ich meine ist , es gibt nochwas schlimmeres , denke du weisst was ich meine

rockie

16.01.2010 18:29 • #5


Oh man, das ist wirklich schlimm, ich fliege ständig aus dem internet und komme manchmal gar nicht rein .
Immerhin kann ich im Internet mal mit anderen Menschen in Kontakt treten, im Gegensatz zum RL.

Zu Pilongos Antwort :

Wenn ich so ein tolles Gesamtpaket wäre, dann ginge es mir ja vermutlich nicht schlecht und ich wäre total beliebt und die Menschen würden sich darum reißen, mit mir zu tun zu haben. Und ich hätte keine Ängste und keine Probleme.

Einfach rausgehen ist nicht, ich hab nun mal Agoraphobie, ich kann zwar spazieren, aber die letzten drei Male, die ich draußen war, haben mich immer eher total runtergezogen und ich war hinterher schlechter drauf als vorher.
Weil man halt draußen Dinge erlebt, die einen noch depressiver machen. Z.B. glückliche Paare sehen oder Frauen, die unerreichbar sind (für mich). Und der Psychotherapeut war auch draußen und hat mich depressiv gemacht - vorher war ich gar nicht depressiv. Ich bin sonst eigentlich nicht depressiv.

Wenn ich versuche, zu leben, dann scheitere ich immer. Ich bin zu blöd dazu. Und jetzt geht noch nicht mal mehr das Internet, was meine Hoffnung war, weil hier kann ich ja Kontakt zu Leuten haben.

@rockie : Ja, aber sowas befürchte ich ja auch immer .

Berliner

16.01.2010 18:40 • #6


Zitat von berliner:
Wie meinst Du das ? Ich hätte keine Angst vorm sterben ?!?! Wie kommst Du darauf ?

... na weil du das geschrieben hast:
... am liebsten wollte ich mir irgendwas antun, aber ich schaffe das nicht.
Also hast du zwar Angst vorm Sterben, fürchest aber den Tod nicht... ist das richtig?

Oder war es nur so gemeint: Wenn ich etwas nicht kriege und nicht so bin, wie ich sein möchte, will ich nicht mehr da sein?

Dann nämlich gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder man mag sich so wie man ist und verzichtet darauf Dinge haben zu wollen, die ihm nicht zustehen, oder man versucht sich zu ändern um dann leichter an die Dinge, die mal haben will, ran zu kommen.

Bei der ersten Möglichkeit kann leicht passieren, dass man dank seiner Gelassenheit, Geduld usw. Dinge geschenkt bekommt, die man sich so nie hätte erkämpfen können. Das ist dann Glück. Bei der zweiten Möglichkeit wird man nie auf Dauer glücklich sein können, weil es immer wieder Dinge geben wird, die man noch nicht hat, außer man wird zum Phlegmatiker und gehört zu den Leuten, die schon lange vor ihrem Tod nicht mehr leben.

Wenn man keine der beiden Möglichkeiten wählt, steht man in der Warteschleife... und es geschieht nichts. Vielleicht ein Leben lang.
Gar nicht so einfach das Ganze.

16.01.2010 18:42 • #7


Mmh,
naja, ich hab wohl schon Angst vorm sterben und vor dem Tod, aber so ein richtiges Leben ist das jetzt ja vielleicht auch nicht.
Vielleicht habe ich manchmal das Gefühl, ich halte das nicht mehr aus und bekomme deshalb so Ideen.

Sich was antun (wie oben geschrieben) muss ja auch nicht Selbstmord heißen, aber ich hab halt zu viel Angst vor allem, kann mir wohl nichts antun.

Aber manchmal denke ich, ich halte das alles nicht mehr aus und es scheint eh alles hoffnungslos. So viel Schlimmes auf einmal, soviel Angst, soviele Konflikte, soviele Peinlichkeiten, soviel Pech.

16.01.2010 19:19 • #8


Ergänzung :

Also, um das nochmal klar zu stellen : Ich hatte wohl schon Selbstmordgedanken, habe es aber nicht versucht, mich umzubringen.

Aber ich denke halt manchmal, ich halte das alles nicht aus oder ich schaffe eh nichts, kann nichts, bin unfähig oder so.
Und oft hab ich halt auch Angst, das mir wieder sowas schlimmes passiert.

16.01.2010 19:30 • #9


Oh mann, jetzt denke ich, ich hätte das hier alles nicht schreiben sollen. Und das Internet spinnt usw.

16.01.2010 20:01 • #10


Oh, ich bin so angespannt und verwirrt und auch depressiv vielleicht.

Kann so ein Forum überhaupt wirklich gegen Einsamkeit helfen ? Das war wohl meine Hoffnung hier...

16.01.2010 20:02 • #11


vent hat es schön ausgedrückt, darum kopiere ich dir diese weisen Worte noch mal:
Zitat:
Wenn man keine der beiden Möglichkeiten wählt, steht man in der Warteschleife... und es geschieht nichts. Vielleicht ein Leben lang.


Kein Forum kann gegen Einsamkeit helfen.
Kein Therapeut kann gegen Einsamkeit helfen.
Hier kannst Du Dir höchstens Tipps holen und Anregungen. kleine Stützen, kleine Denkanstätze, kleine Krücken für Deinen Weg.

Dir helfen, Dein Leben verändern, so, dass es Dir passt -das kannst bloß Du.

16.01.2010 22:09 • #12


Ein Forum kann dir dann evtl. helfen, wenn du selber nach einer Änderunsgmöglichkeit suchst. Nach einem Weg, dein Verhalten zu ändern.

Einem das Gefühl der Einsamkeit wegnehmen kann ein Forum nur vorübergehend. Du fühlst dich ja trotz des Forums weiterhin einsam, also kann das Forum dich offensichtlich nicht weniger einsam machen. Die Einsamkeit ist deine eigene Haltung und dein Zustand.

Wenn du wirklich eine Verbesserung deines seelischen und sozialen Zustand willst, Berliner, dann würde ich an deiner Stelle genau auf die Leute hören, die dir eine andere Meinung als die bisherige deine präsentieren. Denn mit deiner bisherigen Einstellung bist du dort hingekommen, wo du bist, und dort stagnierst du ganz offensichtlich, bzw. es geht womöglich sogar noch bergab. Du brauchst m.E. neue, andere Gesichtspunkte und den Willen, andere Gesichtspunkte aufzunehmen und einzunehmen. Du brauchst Abrissbirnen, keine Krankenschwestern. Du brauchst eine Abrissbirne als Therapeut, keinen Krankenpfleger. Keine Händchenhalter, sondern Asskicker.

Und mach dir keine Illusionen, dass eine Freundin deine Probleme lösen oder dir ein besseres Selbstbewusstsein geben würde. Solche Situationen kann man in einer Partnerschaft häufig erleben. Dafür muss man stabil sein. Andernfalls fällt man viel zu oft in ein zu tiefes Stimmungsloch.

Hast du das mitbekommen, wie letztes Jahr in allen Medien vom dicksten Teenager der Welt berichtet wurde? Die Mutter dieses hyperdicken Sohnes hatte ihn jahrelang zwanghaft abhängig gehalten und (mit Essen) verwöhnt, bis er völlig von der Mutter abhängig, lebensuntüchtig und fast lebensunfähig wurde (d.h. dadurch schon vom Tod bedroht war ).

Der Sohn musste schließlich fast mit Gewalt von seiner Mutter entfernt werden, um überhaupt körperlich und seelisch therapiert werden zu können.

ABER: Es war nicht nur der Sohn, sondern vor allem seine Mutter, die psychisch erheblich gestört war. Die Mutter wollte ihren Sohn selbst dann noch nicht loslassen, als er kurz vorm Kollaps war, sie brach mehrmals zusammen, als der Sohn in einer Abspeckklinik war, selbst wenn es nur wenige Nächte waren; er kehrte dann immer wieder nach Hause zurück. Es brauchte viel Anstrengung seitens der Ärzte, Sozialarbeiter u.ä., bis die Mutter bereit war, ihren Sohn loszulassen und statt dessen selber eine Therapie zu machen.

Zitat:
80 Kilo - Dickster Jugendlicher der Welt (19) wäre fast gestorben
Billy Robbins aus Texas ist 19 Jahre alt und war mit einem Gewicht von 380 Kilo der weltweit dickste Jugendliche. Bis ein Arzt warnte, dass der Junge sterben könnte, wenn sein Leben so weitergeht, wie es bis dahin war. Neben dem Essen hatten das Fernsehen und Videospiele höchste Priorität bei dem Jungen.

Von seiner Mutter bekam er alles, was er brauchte. Grund dafür ist, dass ihr erstes Kind bereits in jungen Jahren starb, deshalb verwöhnt sie ihren anderen Sohn so gut es geht.

Mittlerweile lebt er in einer Reha-Klinik getrennt von seiner Mutter, welche sich in psychologischer Behandlung befindet, da sie ihr Kind wohl aufgrund Angst vor einem weiteren Verlust zu sehr verwöhnte.


Kannst du da eine Parallele zu deinem Fall sehen?

Und: Wurde das schon mal - v.a. in deiner Therapie - angesprochen, wie es um die seelische Verfassung deiner Eltern, v.a. deiner Mutter, bestellt ist?

GastB

An die, die sich jetzt auf mich stürzen wollen, ohne alles von Berliner gelesen zu haben,

16.01.2010 22:37 • #13


Ja, das ist eine gute Frage, die wahrscheinlich jeder anders beantworten wird. Generell gesagt ja, fühlt man sich allein, klickt man die Community an - und schwups!... schon ist man mitten in Problemen anderer, die ja einen so gut von den eigenen ablenken. Aber warum nicht, auch auf die Art erkennt man immer wieder, wie sich eigene Schwierigkeiten, die vorher so bedrohlich gewirkt und das eigene Denken völlig dominiert haben, doch nur ein Teil der allgemeinen Schwierigkeiten sind.

So auch wenn du schreibst: Mir geht's heute so bescheuert, denken sich viele mir auch. es ist ja gar nich so unüblich und deshalb nicht tragisch wenn es einem übelst geht, so etwas passiert halt und gehört dazu. Das alles reicht natürlich nicht, das Leben soll ja einigermaßen erträglich ablaufen, und dann hat es auch an den Tagen, an denen es einem schlecht geht, einen Sinn zu überlegen, wie man seine Situation verbessern könnte. Vielleicht ist es sinnvoll gerade an den schlechten Tagen nach Lösungen zu suchen, weil negative Energie auch eine Art Energie ist, die umwandelbar ist und zu einem Entschluß führen kann: Jetzt ist genug, ab jetzt soll es anders werden.

Ängste abzubauen heißt trainieren, üben, aber ohne sich dabei Gewalt anzutun. Ich denke wenn du spazieren gehst und aus irgendeinem Anlass depressiv wirst, dann dreh dich einfach umd und geh nach Hause, mache es dir gemütlich und entschließe dich z.B. nicht mehr an den Wochenenden, wenn viele Pärchen unterwegs sind, raus zu gehen. So bist du von dem Problem befreit, du bist es, der dafür sorgt, dass es dir besser geht. Und das vertreibt Depressionen, denn du handelst - und zwar in deinem Interesse. Sage dir: Nein, ich pfeife darauf, ich werde nur noch unter der Woche rausgehen. Dann gehst du montags raus, schaust vorsichtig nach, was die Mädchen in der Buchhandlung so treiben, oder was im Park los ist.... schau, du bist einer der glücklichen Menschen die Nur-Freiziet und die Freiheit haben zu tun, wonach es ihnen gerade ist.

Wir sind einfach viel zu streng zu uns und setzen uns dauernd unter Druck. Warum? Weil sich bestimmte Denkweisen bei ungüngstigen Verhältnissen im sozialen Umfeld während der Kindheit als eine gute Überlebensstrategie bzw. die einzige mögliche Strategie, die uns in der kindlichen Einfachheit eingefallen ist, erwiesen haben, und weil nun das Problem besteht, dass sich die Bedingungen geändert haben, dass durch das Erwachsen-Sein eine neue Situation entstanden ist, für die diese erstarrten Muster nicht mehr greifen. Also kann nur das Umdenken die Lösung sein. Selbstliebe, Selbstwertschätzung.

Und hier im Forum sind so viele, die daran arbeiten, oder arbeiten möchten.., in dem Fall ist die gegenseitige Unterstützung nützlich und kann das Gefühl der Einsamkeit mindern. Schwieriger wird es, wenn man hier nur nach der Ablenkung von der eigenen Überzeugung, dass das Leben allgemein schwierig und die eigene Situation aussichtslos ist, sucht. In dem Fall kann die Gemeinschaft der Leidgenossen nur eine gemeinsame Ohnmacht bedeuten und wird das Gefühl der Einsamkeit auf längere Sicht noch verstärken.

Zitat:
Also, um das nochmal klar zu stellen : Ich hatte wohl schon Selbstmordgedanken, habe es aber nicht versucht, mich umzubringen.

Ja, das kennen wir alle. Es gibt viele Gedanken, auch solche, manche verwirft man sofort, manche erst später, manche verarbeitet man etwas länger... Das ist noch lange keine Handlung, und deshalb nicht ganz so tragisch, wenn auch sicher nicht angenehm. Deshalb wünsche ich dir gute Ideen und eine gute Besserung für dich - und ebenfalls deinen Internetzugang..!

16.01.2010 22:46 • #14


Christina
@ vent GastB: Klasse-Beiträge, wollte ich nur mal gesagt (geschrieben) haben...

16.01.2010 23:13 • #15


Hallo,

@GastB :

Ich wusste nicht, dass man marode, einsturzgefährdete Häuser mit einer Abrissbirne reparieren kann.
Meine Mutter mestet mich nicht. Ich bin auch nicht übergewichtig.
Und warum verstehst Du nicht, dass mir gerade eine Freundin oder auch normale Freunde dabei helfen würde und mich motivieren könnten, mein Verhältnis zu meinen Eltern zu normalisieren ? Oder eben auch, wieder mehr rauszugehen ?


Würde mein Computer nicht spinnen, hätte ich gestern vermutlich eine ziemlich wütende Antwort geschrieben.


@ vent :

Naja, ich weiß nicht, ob ich das gut ausgedrückt habe, aber mit den Paaren draueßen, ich frage mich dann halt manchmal, warum das für alle anderen so einfach und selbstverständlich ist, Du hältst es ja scheinbar auch für selbstverständich, und wenn ich dann draußen nette Mädchen sehe, dann kann ich nur traurig werden, weil es für mich eh keine Chance gibt. Neulich mal beim Therapeuten, vor mir kam eine junge Frau raus, und ich hab fast weinen müssen, weil ich keine Chance habe, mit ihr (oder anderen) in Kontakt zu treten. Aber immerhin hier im Internet, ja das fand ich toll - und jetzt geht das nicht mehr wegen den ständigen Abstürzen, darum bin ich vielleicht auch so verzweifelt. Mich würde doch eh keine wollen.

@ Christina :

Was ist denn so toll, wenn Gast B mir Verhältnisse unterstellt, die sie gar nicht beurteilen kann, sie mir eine Freundin missgönnt, und meint, man dürfe nicht nett zu mir sein, sondern müsste mir noch mehr wehtun ?!

Gruß Berliner

18.01.2010 13:01 • #16


Dir ist wirklich nicht zu helfen, Berliner.

18.01.2010 13:31 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

Zitat von berliner:
Naja, ich weiß nicht, ob ich das gut ausgedrückt habe, aber mit den Paaren draueßen, ich frage mich dann halt manchmal, warum das für alle anderen so einfach und selbstverständlich ist, Du hältst es ja scheinbar auch für selbstverständich...

Berliner, ich könnte genau so denken wie du... jeder könnte es.
Es ist nur ein Denkfehler von dir, während mit dir selbst alles ok ist.

Zitat von berliner:
... und wenn ich dann draußen nette Mädchen sehe, dann kann ich nur traurig werden, weil es für mich eh keine Chance gibt. Neulich mal beim Therapeuten, vor mir kam eine junge Frau raus, und ich hab fast weinen müssen, weil ich keine Chance habe, mit ihr (oder anderen) in Kontakt zu treten.

... und wenn es nur ein Zwangsgedanke ist, durch den du dich unter Druck setzt? Ich trete draußen auch mit keinem in Kontakt und bin deshalb nicht traurig?

Zitat von berliner:
Aber immerhin hier im Internet, ja das fand ich toll - und jetzt geht das nicht mehr wegen den ständigen Abstürzen, darum bin ich vielleicht auch so verzweifelt.

Welchen Provider hast du? Jeder von ihnen hat eine spezielle Nummer vom Technischen Kundendienst, bei vielen ist sie kostenlos. Falls der Fehler intern ist, geht der Berater mit dir alle Internet-Einstellungen durch, bis es klappt.

Zitat von berliner:
Mich würde doch eh keine wollen.

Aha? Was ist denn so schlimm an dir?
Außer dass dir die unmöglichsten Gedanken einfallen und du dich mit ihnen auch noch beschäftigst?
Aber auch das ist kein Problem. Bei etwas Geschick muss man sie sich nicht anmerken lassen.

18.01.2010 14:15 • #18


Berliner, was ist so schlimm daran, wenn Gast B meint, dass du die Mauern, die Du um Dich unbewußt gebaut hast, so langsam einzureissen versuchst.
Ich glaube schon, dass Du durch Deine frühe Krankheit von Deiner Mutter schon sehr überbehütet aufgewachsen bist. Das mein ich jetzt nicht abwertend.
Nun bist Du erwachsen und schaust in eine andere Richtung. Im Moment noch durch Deine Mauern. Und Du kommst da anscheinend im Moment nicht so richtig weiter.
Du schaust hinter Deinen Mauern hervor, und suchst nach einer Freundin. Das ist soweit alles ok.
Doch Du mußt erst mal die Mauern niederreissen, um überhaupt gesehen zu werden.
Das wünsche ich Dir sehr.

18.01.2010 14:19 • #19


Zitat von berliner:
Ich wusste nicht, dass man marode, einsturzgefährdete Häuser mit einer Abrissbirne reparieren kann.


....... wenn marode, einsturzgefährdete Häuser für Denkmuster, die nichts gutes bringen stehen, braucht man sie weder abzureißen noch zu reparieren.

Die läßt man vorerst stehen und baut daneben neue Häuser.

Eine Stadtsanierung kann bei Bedarf der zweite Schritt sein.

18.01.2010 14:44 • #20



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