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Lieber Forenbesucher,

dieses Forum dient dazu, Menschen zu unterstützen und Austausch zu ermöglichen. Wer Hilfe braucht, findet sie hier, und wer helfen möchte, ist willkommen. Moderatoren achten darauf, dass der Umgang respektvoll bleibt. Für eine angenehme Atmosphäre sind verständnisvolle, ermutigende und einfühlsame Beiträge explizit erwünscht. Verletzende oder verurteilende Beiträge sind nicht erlaubt.

B

berliner
Gast

Hallo,

ich fühle mich z.Zt. nicht gut. Diese Woche sind lauter seltsame Dinge passiert, ich hatte hier ja schon geschrieben, dass ich einen Streit oder sowas in der Art hier hatte (davor auch schon einen, auch online) und dass ich von diesem Therapeuten enttäuscht war. Er hat mich auch etwas durcheinander gebracht, weil er so wirkte, als wenn er die Methoden meines bisherigen Therapeuten anzweifelt, die mir ja aber gehofen haben.

Am nächsten Tag ist dann auch etwas seltsames passiert, was mich sehr belastet hat, aber das möchte ich jetzt hier nicht so genau erklären. Naja, ich schäme mich für ein total verrücktes Verhalten von mir, was ich selbst nicht nachvollziehen kann, und ich fürchte, dass das Konsequenzen haben könnte .

Am Tag danach war dann plötzlich meine E-Mail-Ablage zerschossen und nicht mehr lesbar, also sind meine gespeicherten Mails irgendwie weg. Auch die Sicherheitskopie geht nicht mehr. Ich hab dann das Programm meines Providers neu installiert und seit dem fliege ich ständig aus dem Internet raus und oft komme ich dann auch oft nicht wieder rein, weil sich mein Computer dann aufhängt.
Das beinahe Einzige, was mir im Moment noch etwas Freude gemacht hat (im Internet mit Leuten reden) geht also auch nicht so richtig. Naja, ein Lichtblick ist, dass ich eh bald einen ganz neuen Internetanschluss bekomme, nur leider ist auch da vieles falsch gelaufen und es dauert ewig.

Dann habe ich gestern früh wieder Krankheitsängste bekommen, die schwer zu kompensieren sind, aber dank meiner Therapie geht es halbwegs, nur ich stehe dadurch ständig unter Strom, bin sehr angespannt und in Konflikten.

Und gestern abend war ich dann wieder so traurig, weil ich keine Freundin habe und war dann völlig hoffnungslos und wollte fast gar nicht mehr leben. Irgendwie hatte ich dann auch ein bisschen Selbsthass, am liebsten wollte ich mir irgendwas antun, aber ich schaffe das nicht.
Ich habe dann in der Nacht etwas mit meiner Mutter geredet, dann ging es, und ich habe geschlafen, aber jetzt fühle ich mich auch schon wieder so angespannt und traurig, weil ich keine Freundin habe.
Und wenn sich plötzlich doch etwas ergeben würde, würde ich ja vermutlich doch Angst bekommen und das gar nicht können, ich glaube, ich bin für alles zu blöd.
Wenn es mir schlecht geht, frage ich mich manchmal, ob es überhaupt richtig war, dass ich damals von den Ärzten gerettet wurde, als ich so schwer krank war, vielleicht sollte ich ja eigentlich sterben, weil ich für das Leben zu blöd bin ?

Ich denke manchmal, ich werde völlig verrückt.

Gruß Berliner

22.01.2010 #1


99 Antworten ↓
Christina

Christina
Mitglied

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Zitat von berliner:
Würde so ein guter Arzt oder Therapeut reagieren ? Würde er nicht eher sich fragen, was er denn falsch gemacht oder falsch rübergebracht hat, wenn es mir nicht hilft ? Mir gut zureden ? Verständnis zeigen ?
Vielleicht würde ein guter Therapeut angesichts heftiger Gegenwehr nochmal überdenken, wie er das, was er sagen möchte, rüberbringt. Aber: Gute Therapeuten sind v.a. ehrlich. Meine Analytikerin hat mir vier Jahre lang dabei zugesehen, wie ich zu Hause vor mich hin vegetierte und mein Studium vor die Hunde ging. Sie hat mir gut zugeredet, "wusste", dass meine Eltern "Schuld" hatten, und hatte unglaublich viel Verständnis dafür, dass ich nichts unternahm. Das hat nicht wirklich geholfen... BTW: Dass hier keine Therapeuten am Werk sind, merkt man schon daran, dass der simple therapeutische Grundsatz "Arbeite niemals mehr als der Patient selbst" nicht berücksichtigt wird - im Gegenteil, alle legen sich ziemlich für dich ins Zeug.

Zitat von berliner:
Ich habe ein langfristiges Problem (diverse Ängste, Konflikte, Trauma, ect.), so, darüber schreibe ich aber im Moment gar nichts oder kaum etwas, sondern nur über akute Probleme (schlechte Woche, depressive Gedanken).
Man könnte das vergleichen, wenn ein Patient meinetwegen Rheuma hat und dann wegen seinem Rheuma hinfällt und sich den Arm aufratscht. Wenn er dann ins Krankenhaus mit der Wunde kommt, fangen die auch nicht damit an, sein Rheuma zu analysieren und ihn auszufragen, warum er denn nicht diese oder jene Therapie gegen Rheuma macht, sondern die versorgen erstmal die akute Wunde und fragen vielleicht noch mal vorsichtig nach dem Rheuma oder ob er da versorgt ist.
Das ist ein guter Vergleich. Wenn der Patient im Krankenhaus nämlich erzählt, dass wegen des Rheuma nichts unternommen wird und sein behandelnder Arzt (falls er einen hat) einfach nur abwartet, wird er von den Akutbehandlern der Schürfwunde umgehend und eindringlichst darüber aufgeklärt, dass das keine gute Idee ist - weil das Rheuma nur schlimmer werden und er immer wieder deswegen hinfallen wird.

Zitat von berliner:
@ Christina :
Also ich fand Deine Beiträge schon interessant, aber wenn Du meinst, ich könne ja eh nicht zur Selbsthilfegruppe, wie soll ich dann in eine Klinik kommen ? Und Du selbst hast doch gesagt, dass Dir die Klinik selbst gar nicht geholfen hat, sondern der Kontakt zu den Mitpatienten.
Du kommst in eine Klinik, indem du dich - notfalls von deiner Mutter - im Auto dahin fahren lässt, egal wie beschissen du dich dabei fühlst. An der Angst stirbt man nicht. Notfalls lässt du dir vorher ein Beruhigungsmittel geben und hängst debil grinsend auf dem Beifahrersitz, bis dich in der Klinik zwei Leute da raus heben. Bei mir damals war die Klinik ca. 500 km von zu Hause entfernt. Horror pur. Ich habe ein halbes Jahr auf den Platz gewartet und jeden Abend bei den Nachrichten, beim Wetter auf der Karte gesehen, wie unendlich weit das doch weg war. Die Nacht vor der Aufnahme habe ich nur geheult - aus Angst und Verzweiflung. Und nein, die Therapie in der Klinik hat mir nicht geholfen. Aber die Mitpatienten sind nunmal nicht zu mir nach Hause gekommen. Ich musste in die Klinik, um überhaupt etwas zu verändern, um überhaupt in die Situation zu kommen, andere Menschen zu treffen und kennenzulernen. Ich brauchte den Abstand zum sicheren, warmen Nest, weil es zu verlockend gewesen wäre, entweder gleich zu Hause zu bleiben oder bei nächster Gelegenheit wieder unterzukriechen.

Zitat von berliner:
Und gerade gestern habe ich es wieder erlebt, meine Mutter hat Angst davor, dass ich in eine Klinik gehe, wenn ein Arzt das anspricht oder ich in meiner Verzweiflung erwähne, wird sie traurig und ängstlich, und versucht mich eher zu überzeugen, nicht in eine Klinik zu gehen. Und da ich auch sowieso Angst vor a) Kliniken (wg. Kindheitserfahrungen) und b) weit weg von zu hause sein und c) auf sich allein gestellt sein habe, ist Klinik eine völlige Überforderung für mich, erst Recht, wenn ich mich damit auch noch gegen den Willen meiner Mutter stellen müsste.
Das sind alles gute Gründe, auf jeden Fall in eine Klinik zu gehen. Das darf doch wohl nicht wahr sein, dass deine Mutter ihre eigene Angst, dich loszulassen, derart über dein Wohlergehen stellt! Sie sollte dringend selbst mal ein paar Gespräche beim Therapeuten machen. BTW sind psychosomatische Kliniken nicht wie Kliniken, in denen Krebserkrankungen behandelt werden. Und deine Ängste wirst du nicht los, wenn du sie nicht überwindest - d.h., dazu musst du auch mal weit weg von zu Hause und auf dich allein gestellt sein. Dass du Angst hast, heißt nur, dass du Angst hast, nicht dass du es nicht kannst. Du wärst auch nicht gleich auf dich allein gestellt, denn Patienten mit solchen Ängsten hat man in psychosomatischen Kliniken scharenweise, dort sind also Profis, die dir helfen würden.

Zitat von berliner:
Ich denke meine Chancen wären :
a ) tiefenpsychologische Therapie (bin aber skeptisch und habe wohl (?) erstmal genung davon)
b ) Selbsthilfegruppe
c ) ich dachte dieses Forum ... ?
d ) selber üben (raugehen, U-Bahn fahren, einkaufen, ect. )
e ) immer mehr selbst machen

a) Da bin ich zum jetzigen Zeitpunkt auch sehr skeptisch, denn wenn du mit Ängsten zu tun hast, die dich im Alltag nicht "funktionieren" lassen, kann dich eine tiefenpsychologisch fundierte Therapie bei einem sehr verständnisvollen Therapeuten u.U. jahrelang ans Haus fesseln, wenn's dumm läuft sogar die Symptome verschlimmern.

b) Vielleicht wenn du hinkommst, dort Menschen triffst, die dir liegen, die Gruppe sich vergleichsweise häufig trifft (die meisten Gruppen treffen sich maximal alle zwei Wochen) und Menschen dabei sind, die sich aktiv um dich bemühen. Aber selbst beim Best-Case-Szenario halte ich die Wahrscheinlichkeit, zu Hause zu versacken, für extrem hoch.

c) Vergiss es! Das hier ist keine Therapiegruppe. Du kannst sicher Tipps bekommen (die du aber herzlos findest und nicht alle hören möchtest). Wohl auch Zuspruch. Trost, wenn's mal nicht so gut läuft. Aber ich hoffe für dich, dass du hier niemanden findest, der dir Zuspruch in der Art gibt, dass er deine Sackgasse als Ausweg absegnet.

d) Könnte funktionieren, wenn du dir realistische Ziele setzt, dich forderst und die Grenzen der Selbsttherapie siehst. Z.B.: Wenn du in vier Wochen Ziel XY nicht erreicht hast, meldest du dich in einer Klinik an.

e) Da versteh' ich gerade den Unterschied zu d) nicht...

Zitat von berliner:
Medikamente sind wohl auch keine Lösung, weil ich selbst skeptisch und ängstlich bin und meine Mutter noch viel mehr...
Nee, wenn du Angst davor hast und deine Mutter noch mehr, können Medikamente natürlich nichts bringen... Das ist totaler Blödsinn, eine weitere Ausrede, nichts tun, nichts ausprobieren und kein Risiko eingehen zu müssen! Wahrscheinlich ist es der einzige Punkt, in dem du hier relativ viel Zustimmung ernten wirst, weil viele Medikamenten gegenüber skeptisch sind. Sie sind ja auch nicht die Lösung. Aber sie können helfen, mal zu irgendeiner Lösung zu kommen, und wenn sie erstmal nur die Angst dämpfen, wenn du dich von zu Hause entfernst.

Zitat von Pilongo:
Das heißt, du bist jetzt wie lange schon Daheim? 2 Jahre, 3, 4, 5, 6? Ich denke, wenn es bis jetzt nicht mit den Methoden geklappt hat, mit denen du es bisher versucht hast, dann muss was Anderes her, sonst ändert sich nie was. Dann muss vielleicht mal ein Klinikaufenthalt her oder ein anderer Therapeut oder auch mal Medikamente, die dir helfen, zumindest wieder ins Leben zurück zu finden.
Genau so ist es.

Liebe Grüße
Christina

21.01.2010 01:47 • #68


Zum Beitrag im Thema ↓

A


Fühle mich ziemlich schlecht :-(

x 3


B

berliner
Gast

Ich habe eigentlich keine Lust mehr, mich rechtzufertigen, aber nundenn :

Zitat:
yep, das soll es ja auch. Helfen kannst du dir nur selber, aber wenn gefühlte 10 Menschen in einem Thread ähnlich argumentieren, könnte vielleicht doch etwas dran sein?

Ich möchte aber nicht beunruhigt werden, dass kann ich allein sehr gut, ich möchte beruhigt werden.
Das ist mir aber heute nun auch alleine gelungen.

Zitat:
Denn, wie es schon andere hier geschrieben haben: wenn du panische Angst vorm Einkaufen hättest, würdest du lieber verhungern?

Ich verstehe den Vergleich überhaupt nicht. Aber warum begreifst gerade DU, afuman, plötzlich gar nicht mehr worum es geht ? Bist Du schlecht drauf zur Zeit ?



Zitat:
Was mich nur umtreibt und was ich den anderen auch unterstelle, ist, warum und dass du nicht wirklich willst. Es ist traurig, dir dabei zuzusehen, wie du deine Lebenszeit vergeudest.

Ein Teil von mir ist noch ein Kind, will nicht erwachsen werden, traut sich kein Leben auf eigenen Beinen zu, fürchtet sich vor der Abiturprüfung, vor Vorstellungsgesprächen, davor, von anderen abgelehnt zu werden und sieht sich wohl immer noch in der Rolle des kranken Kindes, welches einerseits gequält, andererseits verwöhnt wird. (lt. meinem Therapeut, "posttraumatische Belastungsstörung") Wie oft soll ich das noch erklären ?

Vergeuden ist auch relativ, wäre ich jetzt Fabrikarbeiter, der jeden Tag 10 Stunden am Fließband steht, wärd ihr alle zufrieden und ich wäre "gesund" oder "normal", aber mein Leben wäre aber genau so beschissen.

Zitat:
Naja, das ist schon etwas ungewöhnlich, wenn es um einen erwachsenen, nicht-behinderten Mann von Mitte 20 geht.


Es gehört schon ein gewisser Idealismus dazu, nicht skeptisch bei Psychiatern und Psychologen zu sein... Sorry.

Zitat:
Hier wirst du ganz einfach mehr oder weniger zartfühlend mit anderen Sichtweisen konfrontiert.


Eher weniger.

Zitat:
Das Leben selbst, die Zeit, setzt dich unter Druck bzw. würde dich unter Druck setzen, wenn du dir die Konsequenzen eines "Weiter-so" anschautest. Vielleicht würde dein Erschrecken über deine dann zu erwartende Zukunft so groß sein, dass es die agoraphobischen Ängste übertrifft und dich so in die Welt hinaus treibt.


Was mich im Moment halt traurig macht, ist das ich keine Freundin habe, ja. Und klar, wäre es besser, eigenes Geld zu verdienen. Aber was hat das mit erschrecken zu tun ?

Wenn ich so weiter machen würde, wie jetzt, glaube ich, dass ich weiter langsame Fortschritte machen würde, das erst mal dazu. Wenn ich aber nichts täte, oder meine Fortschritte zu klein wären, dann würde ich halt hier leben, bis meine Eltern sterben und dann schlimmstenfalls in ein Pflegeheim kommen. Soll ich mich jetzt erschrecken ? Erstens glaube ich nicht, dass es so kommt, sondern das ich irgendwann schon weiterkommen werde, zweitens weiß ich eben nicht, wovor ich mich mehr fürchte, davor, oder vor Vorstellungsgesprächen, Diskos, Verantwortung und all diesen Dingen.


Zitat:
Ich nehme aber an, dass dir keine Nachteile daraus erwachsen sind, dass sie also ihre Drohungen, mit denen sie dich zwingen wollte, zumindest nicht konsequent durchgezogen hat.


Ich habe ja auch zurückgedroht, ja, ich weiß, dass ist nicht schön, aber ich kann in solchen Situationen nicht anders. Und dann kann sie nicht anders. Nicht das wir uns missverstehen, ich keine Straftaten angedroht oder so etwas.

Zitat:
Ist das nun eher ein Zeichen dafür, dass du mit deiner Unterstellung völlig falsch gelegen hast, oder dafür, dass du ins Schwarze getroffen hast? Was hat sie eigentlich davon abgehalten, dich rauszuwerfen?

1. Das weiß ich natürlich auch nicht 100 %ig, aber sie sagt, es wäre nicht so.
2. Du kannst nicht ernsthaft erwarten, dass eine liebende Mutter ihr psychisch krankes Kind bei Minusgraden vor die Tür setzt ?

Zitat:
Deshalb schreibe ich z.B. keine tröstenden Beiträge und erwarte sie auch nicht.


Das sehe ich völlig anders. Ich schreibe und erwarte tröstende Beiträge.

Zitat:
Und ich möchte dich aus meiner Erfahrung heraus davor warnen, sechs Jahre des Rumhängens zu Hause ohne wirkliche Besserung auf die leichte Schulter zu nehmen und dich falschen Hoffnungen hinzugeben.


Das finde ich (wieder mal, wie so oft) ziemlich gemein, dass hier meine Erfolge einfach missachtet werden. Ich bin nämlich, wie Ihr eigentlich wisst, auch Hypochonder, und saß früher fast täglich in Notaufnahmen und bei Ärzten. Letztes Jahr war ich dank meiner Therapie von Januar bis September gar nicht beim Notarzt und eigentlich auch so gut wie nicht bei normalen Ärzten, und das war teilweise ziemlich schwierig. Ja, ab September hatte ich dann diverse Krisen und war vereinzelt wieder bei Ärzten, aber deutlich seltener als früher.
Außerdem ist es auch nicht leicht, hier mit Leuten zu schreiben.
Ich habe meine Nachbarin angeschrieben, obwohl ich Riesenangst davor hatte.
Ich konnte früher kaum zum Müll gehen, heute kann ich dank üben fast 2 km raus gehen.
Ich mache einige Dinge auch hier zuhause, die ich früher mich nicht getraut habe oder die ich nicht konnte oder wollte.
Meine Hautkrankheit ist fast verschwunden, auch das sollte ein Zeichen der Besserung sein.
Vielleicht bin ich auch ein bisschen selbstbewusster geworden und vor allen, ich habe besser verstanden, was mit mir los ist und warum ich Angst habe.
Das alles habe ich wohl zu einem großen Teil meiner Therapie zu verdanken.
Aber klar, einiges habe ich noch nicht geschafft und ich weiß auch vermutlich warum, das habe ich ja oben schon geschrieben.

Ja, und im Gegensatz zu Dir, bin ich hier eben eher auf der Suche nach (Online)-Freunden, natürlich aber auch zum Austausch über Angst, darum geht es mir.
Aber eben auch, mal aufgemuntert zu werden oder andere aufzumuntern, eine Therapie kann das hier eh kaum ersetzen.
Wir haben also, wie schon gesagt, sehr unterschiedliche Auffassungen von diesem Forum.

Liebe Grüße, Berliner

22.01.2010 00:19 • #82


Zum Beitrag im Thema ↓


P
Ach berliner... du bist nicht zu blöd zum Leben. *knuff*
Du bist ein so lieber Mensch, du bist klug und denkst viel nach. Du bist sehr sensibel und verletzlich. Aber das ist okay.
Du bist ein tolles Gesamtpaket.

Ich glaube nur, du bist einfach so lange passiv geblieben und hast dich therapieren lassen, dass du gar nicht mehr weißt, wie das echte Leben eigentlich so geht.
Du hast so viel Zeit daheim und mit deiner Krankheit verbracht, dass du jetzt nur schwer zurück findest. Kein Wunder, dass du langsam denkst, verrückt werden zu müssen. Das hab ich auch gedacht in der sinnlosen freien Zeit zwischen Abitur und Studium. Wenn man ohne geregelten Tagesablauf vor sich hin lebt, dann fällt einem irgendwann die Decke auf den Kopf. Man beginnt, sich im Gedankenkarussel im Kreis zu drehen, und man ist sehr anfällig für düstere Gedanken -weil einem jegliche Ablenkung fehlt.

Vielleicht hat ja Alles irgendwie einen Sinn. Vielleicht sollte dein Internet kaputt gehen, damit du gezwungen bist, dir mal wieder die Welt außerhalb deiner eigenen sicheren vier Wände anzuschauen?
Vielleicht ist es gar kein Problem –sondern eine Chance?
Vielleicht brauchst du gar keinen neuen Therapeuten –sondern einfach Veränderung?
Vielleicht brauchst du keine Therapie, sondern einfach endlich mal Leben?

Ich will dir nichts vorwerfen, dich nicht bedrängen, ich kenne dich nicht persönlich.
Ich will nur sagen: Dude, du bist 25. Dein ganzes Leben liegt noch vor dir. Du warst jahrelang Daheim und hast nachgedacht, über dich, das Leben, deine Krankheit, deine Probleme, die Anderen, die Gesellschaft, die Menschheit.
You talked the talk. Now walk the walk.

Aufmunternde Grüße,
Bianca

#2


V
Zitat von berliner:
... vielleicht sollte ich ja eigentlich sterben, weil ich für das Leben zu blöd bin ?

Ja, das sind wir alle, deshalb leben wir ganz "von alleine".... ... auf die gleiche Art werden wir auch sterben, egal welche Ursache es dafür geben wird.

Die meisten haben Angst davor - du, wir nicht.
Wo liegt dann das Problem?



"Der Weisheit Anfang ist der Zweifel."
Aristoteles

#3


B
Hallo,

mein Provider hat mich gnädigerweise nach vielen Versuchen mal wieder ins Netz gelassen, darum nun folgende Reaktion :

Zitat:
Die meisten haben Angst davor - du, wir nicht.
Wo liegt dann das Problem?

Wie meinst Du das ? Ich hätte keine Angst vorm sterben ?!?! Wie kommst Du darauf ?

Lg Berliner

#4


R
lieber berliner

du hast schon soviel in deinem leben geschaft , lasse den kopf nicht hängen, mein motto seit dem du weisst was ich meine ist , es gibt nochwas schlimmeres , denke du weisst was ich meine

rockie

#5


B
Oh man, das ist wirklich schlimm, ich fliege ständig aus dem internet und komme manchmal gar nicht rein .
Immerhin kann ich im Internet mal mit anderen Menschen in Kontakt treten, im Gegensatz zum RL.

Zu Pilongos Antwort :

Wenn ich so ein tolles Gesamtpaket wäre, dann ginge es mir ja vermutlich nicht schlecht und ich wäre total beliebt und die Menschen würden sich darum reißen, mit mir zu tun zu haben. Und ich hätte keine Ängste und keine Probleme.

Einfach rausgehen ist nicht, ich hab nun mal Agoraphobie, ich kann zwar spazieren, aber die letzten drei Male, die ich draußen war, haben mich immer eher total runtergezogen und ich war hinterher schlechter drauf als vorher.
Weil man halt draußen Dinge erlebt, die einen noch depressiver machen. Z.B. glückliche Paare sehen oder Frauen, die unerreichbar sind (für mich). Und der Psychotherapeut war auch "draußen" und hat mich depressiv gemacht - vorher war ich gar nicht depressiv. Ich bin sonst eigentlich nicht depressiv.

Wenn ich versuche, zu "leben", dann scheitere ich immer. Ich bin zu blöd dazu. Und jetzt geht noch nicht mal mehr das Internet, was meine Hoffnung war, weil hier kann ich ja Kontakt zu Leuten haben.

@"rockie" : Ja, aber sowas befürchte ich ja auch immer .

Berliner

#6


V
Zitat von berliner:
Wie meinst Du das ? Ich hätte keine Angst vorm sterben ?!?! Wie kommst Du darauf ?

... na weil du das geschrieben hast:
"... am liebsten wollte ich mir irgendwas antun, aber ich schaffe das nicht."
Also hast du zwar Angst vorm Sterben, fürchest aber den Tod nicht... ist das richtig?

Oder war es nur so gemeint: Wenn ich etwas nicht kriege und nicht so bin, wie ich sein möchte, will ich nicht mehr da sein?

Dann nämlich gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder man mag sich so wie man ist und verzichtet darauf Dinge haben zu wollen, die ihm nicht zustehen, oder man versucht sich zu ändern um dann leichter an die Dinge, die mal haben will, ran zu kommen.

Bei der ersten Möglichkeit kann leicht passieren, dass man dank seiner Gelassenheit, Geduld usw. Dinge geschenkt bekommt, die man sich so nie hätte erkämpfen können. Das ist dann Glück. Bei der zweiten Möglichkeit wird man nie auf Dauer glücklich sein können, weil es immer wieder Dinge geben wird, die man noch nicht hat, außer man wird zum Phlegmatiker und gehört zu den Leuten, die schon lange vor ihrem Tod nicht mehr leben.

Wenn man keine der beiden Möglichkeiten wählt, steht man in der Warteschleife... und es geschieht nichts. Vielleicht ein Leben lang.
Gar nicht so einfach das Ganze.

#7


B
Mmh,
naja, ich hab wohl schon Angst vorm sterben und vor dem Tod, aber so ein richtiges Leben ist das jetzt ja vielleicht auch nicht.
Vielleicht habe ich manchmal das Gefühl, ich halte das nicht mehr aus und bekomme deshalb so Ideen.

Sich was antun (wie oben geschrieben) muss ja auch nicht Selbstmord heißen, aber ich hab halt zu viel Angst vor allem, kann mir wohl nichts antun.

Aber manchmal denke ich, ich halte das alles nicht mehr aus und es scheint eh alles hoffnungslos. So viel Schlimmes auf einmal, soviel Angst, soviele Konflikte, soviele Peinlichkeiten, soviel Pech.

#8


B
Ergänzung :

Also, um das nochmal klar zu stellen : Ich hatte wohl schon Selbstmordgedanken, habe es aber nicht versucht, mich umzubringen.

Aber ich denke halt manchmal, ich halte das alles nicht aus oder ich schaffe eh nichts, kann nichts, bin unfähig oder so.
Und oft hab ich halt auch Angst, das mir wieder sowas schlimmes passiert.

#9


B
Oh mann, jetzt denke ich, ich hätte das hier alles nicht schreiben sollen. Und das Internet spinnt usw.

#10


B
Oh, ich bin so angespannt und verwirrt und auch depressiv vielleicht.

Kann so ein Forum überhaupt wirklich gegen Einsamkeit helfen ? Das war wohl meine Hoffnung hier...

#11


P
vent hat es schön ausgedrückt, darum kopiere ich dir diese weisen Worte noch mal:
Zitat:
Wenn man keine der beiden Möglichkeiten wählt, steht man in der Warteschleife... und es geschieht nichts. Vielleicht ein Leben lang.


Kein Forum kann gegen Einsamkeit helfen.
Kein Therapeut kann gegen Einsamkeit helfen.
Hier kannst Du Dir höchstens Tipps holen und Anregungen. kleine Stützen, kleine Denkanstätze, kleine Krücken für Deinen Weg.

Dir helfen, Dein Leben verändern, so, dass es Dir passt -das kannst bloß Du.

#12


G
Ein Forum kann dir dann evtl. helfen, wenn du selber nach einer Änderunsgmöglichkeit suchst. Nach einem Weg, dein Verhalten zu ändern.

Einem das Gefühl der Einsamkeit wegnehmen kann ein Forum nur vorübergehend. Du fühlst dich ja trotz des Forums weiterhin einsam, also kann das Forum dich offensichtlich nicht weniger einsam machen. Die Einsamkeit ist deine eigene Haltung und dein Zustand.

Wenn du wirklich eine Verbesserung deines seelischen und sozialen Zustand willst, Berliner, dann würde ich an deiner Stelle genau auf die Leute hören, die dir eine andere Meinung als die bisherige deine präsentieren. Denn mit deiner bisherigen Einstellung bist du dort hingekommen, wo du bist, und dort stagnierst du ganz offensichtlich, bzw. es geht womöglich sogar noch bergab. Du brauchst m.E. neue, andere Gesichtspunkte und den Willen, andere Gesichtspunkte aufzunehmen und einzunehmen. Du brauchst Abrissbirnen, keine Krankenschwestern. Du brauchst eine Abrissbirne als Therapeut, keinen Krankenpfleger. Keine Händchenhalter, sondern Asskicker.

Und mach dir keine Illusionen, dass "eine Freundin" deine Probleme lösen oder dir ein besseres Selbstbewusstsein geben würde. Solche Situationen kann man in einer Partnerschaft häufig erleben. Dafür muss man stabil sein. Andernfalls fällt man viel zu oft in ein zu tiefes Stimmungsloch.

Hast du das mitbekommen, wie letztes Jahr in allen Medien vom dicksten Teenager der Welt berichtet wurde? Die Mutter dieses hyperdicken Sohnes hatte ihn jahrelang zwanghaft abhängig gehalten und (mit Essen) "verwöhnt", bis er völlig von der Mutter abhängig, lebensuntüchtig und fast lebensunfähig wurde (d.h. dadurch schon vom Tod bedroht war ).

Der Sohn musste schließlich fast mit Gewalt von seiner Mutter entfernt werden, um überhaupt körperlich und seelisch therapiert werden zu können.

ABER: Es war nicht nur der Sohn, sondern vor allem seine Mutter, die psychisch erheblich gestört war. Die Mutter wollte ihren Sohn selbst dann noch nicht loslassen, als er kurz vorm Kollaps war, sie brach mehrmals zusammen, als der Sohn in einer Abspeckklinik war, selbst wenn es nur wenige Nächte waren; er kehrte dann immer wieder nach Hause zurück. Es brauchte viel Anstrengung seitens der Ärzte, Sozialarbeiter u.ä., bis die Mutter bereit war, ihren Sohn loszulassen und statt dessen selber eine Therapie zu machen.

Zitat:
80 Kilo - Dickster Jugendlicher der Welt (19) wäre fast gestorben
Billy Robbins aus Texas ist 19 Jahre alt und war mit einem Gewicht von 380 Kilo der weltweit dickste Jugendliche. Bis ein Arzt warnte, dass der Junge sterben könnte, wenn sein Leben so weitergeht, wie es bis dahin war. Neben dem Essen hatten das Fernsehen und Videospiele höchste Priorität bei dem Jungen.

Von seiner Mutter bekam er alles, was er brauchte. Grund dafür ist, dass ihr erstes Kind bereits in jungen Jahren starb, deshalb verwöhnt sie ihren anderen Sohn so gut es geht.

Mittlerweile lebt er in einer Reha-Klinik getrennt von seiner Mutter, welche sich in psychologischer Behandlung befindet, da sie ihr Kind wohl aufgrund Angst vor einem weiteren Verlust zu sehr verwöhnte.


Kannst du da eine Parallele zu deinem Fall sehen?

Und: Wurde das schon mal - v.a. in deiner Therapie - angesprochen, wie es um die seelische Verfassung deiner Eltern, v.a. deiner Mutter, bestellt ist?

GastB

An die, die sich jetzt auf mich stürzen wollen, ohne alles von Berliner gelesen zu haben,

#13


V
Ja, das ist eine gute Frage, die wahrscheinlich jeder anders beantworten wird. Generell gesagt ja, fühlt man sich allein, klickt man die Community an - und schwups!... schon ist man mitten in Problemen anderer, die ja einen so gut von den eigenen ablenken. Aber warum nicht, auch auf die Art erkennt man immer wieder, wie sich eigene Schwierigkeiten, die vorher so bedrohlich gewirkt und das eigene Denken völlig dominiert haben, doch nur ein Teil der allgemeinen Schwierigkeiten sind.

So auch wenn du schreibst: Mir geht's heute so bescheuert, denken sich viele "mir auch". es ist ja gar nich so unüblich und deshalb nicht tragisch wenn es einem übelst geht, so etwas passiert halt und gehört dazu. Das alles reicht natürlich nicht, das Leben soll ja einigermaßen erträglich ablaufen, und dann hat es auch an den Tagen, an denen es einem schlecht geht, einen Sinn zu überlegen, wie man seine Situation verbessern könnte. Vielleicht ist es sinnvoll gerade an den schlechten Tagen nach Lösungen zu suchen, weil negative Energie auch eine Art Energie ist, die umwandelbar ist und zu einem Entschluß führen kann: Jetzt ist genug, ab jetzt soll es anders werden.

Ängste abzubauen heißt trainieren, üben, aber ohne sich dabei Gewalt anzutun. Ich denke wenn du spazieren gehst und aus irgendeinem Anlass depressiv wirst, dann dreh dich einfach umd und geh nach Hause, mache es dir gemütlich und entschließe dich z.B. nicht mehr an den Wochenenden, wenn viele Pärchen unterwegs sind, raus zu gehen. So bist du von dem Problem befreit, du bist es, der dafür sorgt, dass es dir besser geht. Und das vertreibt Depressionen, denn du handelst - und zwar in deinem Interesse. Sage dir: Nein, ich pfeife darauf, ich werde nur noch unter der Woche rausgehen. Dann gehst du montags raus, schaust vorsichtig nach, was die Mädchen in der Buchhandlung so treiben, oder was im Park los ist.... schau, du bist einer der glücklichen Menschen die Nur-Freiziet und die Freiheit haben zu tun, wonach es ihnen gerade ist.

Wir sind einfach viel zu streng zu uns und setzen uns dauernd unter Druck. Warum? Weil sich bestimmte Denkweisen bei ungüngstigen Verhältnissen im sozialen Umfeld während der Kindheit als eine gute Überlebensstrategie bzw. die einzige mögliche Strategie, die uns in der kindlichen Einfachheit eingefallen ist, erwiesen haben, und weil nun das Problem besteht, dass sich die Bedingungen geändert haben, dass durch das Erwachsen-Sein eine neue Situation entstanden ist, für die diese erstarrten Muster nicht mehr greifen. Also kann nur das Umdenken die Lösung sein. Selbstliebe, Selbstwertschätzung.

Und hier im Forum sind so viele, die daran arbeiten, oder arbeiten möchten.., in dem Fall ist die gegenseitige Unterstützung nützlich und kann das Gefühl der Einsamkeit mindern. Schwieriger wird es, wenn man hier nur nach der Ablenkung von der eigenen Überzeugung, dass das Leben allgemein schwierig und die eigene Situation aussichtslos ist, sucht. In dem Fall kann die Gemeinschaft der Leidgenossen nur eine gemeinsame Ohnmacht bedeuten und wird das Gefühl der Einsamkeit auf längere Sicht noch verstärken.

Zitat:
Also, um das nochmal klar zu stellen : Ich hatte wohl schon Selbstmordgedanken, habe es aber nicht versucht, mich umzubringen.

Ja, das kennen wir alle. Es gibt viele Gedanken, auch solche, manche verwirft man sofort, manche erst später, manche verarbeitet man etwas länger... Das ist noch lange keine Handlung, und deshalb nicht ganz so tragisch, wenn auch sicher nicht angenehm. Deshalb wünsche ich dir gute Ideen und eine gute Besserung für dich - und ebenfalls deinen Internetzugang..!

#14


Christina
@ vent & GastB: Klasse-Beiträge, wollte ich nur mal gesagt (geschrieben) haben...

#15


B
Hallo,

@GastB :

Ich wusste nicht, dass man marode, einsturzgefährdete Häuser mit einer Abrissbirne reparieren kann.
Meine Mutter mestet mich nicht. Ich bin auch nicht übergewichtig.
Und warum verstehst Du nicht, dass mir gerade eine Freundin oder auch normale Freunde dabei helfen würde und mich motivieren könnten, mein Verhältnis zu meinen Eltern zu normalisieren ? Oder eben auch, wieder mehr rauszugehen ?


Würde mein Computer nicht spinnen, hätte ich gestern vermutlich eine ziemlich wütende Antwort geschrieben.


@ vent :

Naja, ich weiß nicht, ob ich das gut ausgedrückt habe, aber mit den Paaren draueßen, ich frage mich dann halt manchmal, warum das für alle anderen so einfach und selbstverständlich ist, Du hältst es ja scheinbar auch für selbstverständich, und wenn ich dann draußen nette Mädchen sehe, dann kann ich nur traurig werden, weil es für mich eh keine Chance gibt. Neulich mal beim Therapeuten, vor mir kam eine junge Frau raus, und ich hab fast weinen müssen, weil ich keine Chance habe, mit ihr (oder anderen) in Kontakt zu treten. Aber immerhin hier im Internet, ja das fand ich toll - und jetzt geht das nicht mehr wegen den ständigen Abstürzen, darum bin ich vielleicht auch so verzweifelt. Mich würde doch eh keine wollen.

@ Christina :

Was ist denn so toll, wenn Gast B mir Verhältnisse unterstellt, die sie gar nicht beurteilen kann, sie mir eine Freundin missgönnt, und meint, man dürfe nicht nett zu mir sein, sondern müsste mir noch mehr wehtun ?!

Gruß Berliner

#16


G
Dir ist wirklich nicht zu helfen, Berliner.

#17

Mitglied werden - kostenlos & anonym

V
Zitat von berliner:
Naja, ich weiß nicht, ob ich das gut ausgedrückt habe, aber mit den Paaren draueßen, ich frage mich dann halt manchmal, warum das für alle anderen so einfach und selbstverständlich ist, Du hältst es ja scheinbar auch für selbstverständich...

Berliner, ich könnte genau so denken wie du... jeder könnte es.
Es ist nur ein Denkfehler von dir, während mit dir selbst alles ok ist.

Zitat von berliner:
... und wenn ich dann draußen nette Mädchen sehe, dann kann ich nur traurig werden, weil es für mich eh keine Chance gibt. Neulich mal beim Therapeuten, vor mir kam eine junge Frau raus, und ich hab fast weinen müssen, weil ich keine Chance habe, mit ihr (oder anderen) in Kontakt zu treten.

... und wenn es nur ein Zwangsgedanke ist, durch den du dich unter Druck setzt? Ich trete draußen auch mit keinem in Kontakt und bin deshalb nicht traurig?

Zitat von berliner:
Aber immerhin hier im Internet, ja das fand ich toll - und jetzt geht das nicht mehr wegen den ständigen Abstürzen, darum bin ich vielleicht auch so verzweifelt.

Welchen Provider hast du? Jeder von ihnen hat eine spezielle Nummer vom Technischen Kundendienst, bei vielen ist sie kostenlos. Falls der Fehler intern ist, geht der Berater mit dir alle Internet-Einstellungen durch, bis es klappt.

Zitat von berliner:
Mich würde doch eh keine wollen.

Aha? Was ist denn so schlimm an dir?
Außer dass dir die unmöglichsten Gedanken einfallen und du dich mit ihnen auch noch beschäftigst?
Aber auch das ist kein Problem. Bei etwas Geschick muss man sie sich nicht anmerken lassen.

#18


P
Berliner, was ist so schlimm daran, wenn Gast B meint, dass du die Mauern, die Du um Dich unbewußt gebaut hast, so langsam einzureissen versuchst.
Ich glaube schon, dass Du durch Deine frühe Krankheit von Deiner Mutter schon sehr überbehütet aufgewachsen bist. Das mein ich jetzt nicht abwertend.
Nun bist Du erwachsen und schaust in eine andere Richtung. Im Moment noch durch Deine Mauern. Und Du kommst da anscheinend im Moment nicht so richtig weiter.
Du schaust hinter Deinen Mauern hervor, und suchst nach einer Freundin. Das ist soweit alles ok.
Doch Du mußt erst mal die Mauern niederreissen, um überhaupt gesehen zu werden.
Das wünsche ich Dir sehr.

#19


V
Zitat von berliner:
Ich wusste nicht, dass man marode, einsturzgefährdete Häuser mit einer Abrissbirne reparieren kann.


....... wenn marode, einsturzgefährdete Häuser für Denkmuster, die nichts gutes bringen stehen, braucht man sie weder abzureißen noch zu reparieren.

Die läßt man vorerst stehen und baut daneben neue Häuser.

Eine Stadtsanierung kann bei Bedarf der zweite Schritt sein.

#20


A


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