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Hi,

ich ziehe Mitte Dezember (in einem Monat) in meine erste eigene Wohnung.
Ich bin 25, habe einen festen (unbefristeten) Job und kann sie mir leisten.
Soweit so gut.

Nun macht mir mein Vater extremen Druck, da er nicht will das ich ausziehe ("größter Fehler deines Lebens", "machst du nur weil *(meine Ex) das immer von dir wollte", "Lässt mich im Stich", "Ich unterstütze dich dabei nicht").
Es ist kaum auszuhalten, meine Schwester meint es ist emotionale Erpressung.
Was ist wenn er Recht hat und ich am Ende in eine Schuldenfalle gerate oder so?

Generell läuft es bei mir sehr mäßig.
Oma ist todkrank.
Diverse Problem mit und wegen meiner Ex. (Sie verhält sich im Moment wie eine wütende Diva und trotzdem hänge ich noch an ihr)
Was wenn mein Vater recht hat... Der Rest meiner Familie unterstützt mich, aber mein Vater verhält sich so als wolle er mich vor der Zerstörung meines Lebens bewahren.
Ich habe meinen Vater echt gerne und er hatte schon sehr oft mit deinen Prognosen recht.
Ich bin einfach total verunsichert.

15.11.2018 13:30 • 23.12.2018 #1


82 Antworten ↓


waage
Hallo Sky_diver,

mein Sohn ist mit 20 J. in seine eigene Wohnung gezogen (vor 5 Jahren) bis heute alles o.k.

Warum solltest du nicht in deine eigenen vier Wände ziehen, du bist doch alt genug... laß dich von deinem Vater nicht unter Druck setzen. Es ist dein Leben.

Ich wünsche dir alles Gute und zieh`e es durch!

L.G. Waage

15.11.2018 13:36 • x 3 #2



Erste Wohnung und nur Probleme

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Hallo,
Ich kann verstehen, dass dein Vater vielleicht Schwierigkeiten hat los zu lassen, aber wichtig ist, dass du dich dazu bereit fühlst. Du bist erwachsen und triffst eine eigene, Erwachsene Entscheidung. Was sollte denn schief laufen? Du hast einen festen Job, du kannst sicher einkaufen, allein essen, bisschen Papierkram und selbst da können Eltern ja von aussen immer noch helfen,.....was daran ist denn da genau der größte Fehler? Hast du deinen Vater mal gefragt?

15.11.2018 13:36 • x 1 #3


Ich weiß nicht was schief laufen sollte.
Er meint halt, ich solle so lange wie möglich zuhause wohnen bleiben und Reserven zusammensparen.
Er meint auch ich solle niemals mieten, sondern mir direkt ein Haus kaufen, da die monatlichen Raten seiner Meinung nach genauso hoch seien wie Mietkosten und ich dann nach 30 Jahren ein eigenes Haus hätte.

Nicht nur das ein Haus für n Single viel zu groß ist, ich habe außerdem kein großes Eigenkapital ergo kein günstiger Kreditvertrag.
Das Eigenkapital lässt er nicht gelten, da ich ja bei ihm bleiben könnte und dieses aufbauen könnte.
Single lässt er auch nicht gelten, da ich bei ihm bleiben könnte bis ich wieder eine Partnerin habe und dann kann ich immernoch ausziehen.

usw.

15.11.2018 13:45 • #4


kalina
Ich finde, eine eigene Wohnung ist für die eigenständige persönliche Entwicklung enorm wichtig.
Mach es.

15.11.2018 15:11 • x 4 #5


Ich konnte zumindest über einen Freund von meinem Opa (Anwalt) sicher gehen, dass der Vertrag in Ordnung ist (oft zugunsten des Mieters(mir), verstehe ich zwar nicht ganz, aber der Anwalt wirds wissen).
Ich übernehme einige Sachen (Sofa, Küche(inkl. Spülmachiene und Kühlschrank), einige Tische) vom aktuellen Mieter für insgesamt unter 3k (Wert knapp 5kEuro Einkaufspreis ca halbes Jahr alt )
Durch meine Großeltern, meinen Onkel und meine Schwester hab ich auch fast n ganzen Hausrat zusammen (Nur die Waschmachiene fehlt noch)

Mit Kaution und Abschlag für die Möbel reduziere ich mein Erspartes erheblich, bin fast bei Null... brauche aber keine finz. Unterstützung.
Die Miete verschlingt warm ca 42% des Nettolohns, aber dank der Staffelung (Betriebsjahr-Lohn) sollte sich das gegen März auch verbessern.

Der Umzug liegt eine Woche nach meinem Geburtstag und eine Woche vor Weihnachten. Kann sich ja positiv auf meine Situation auswirken.
Trotzdem würde es mir deutlich besser gehen zu wissen das mein Vater hinter mir steht...

15.11.2018 15:37 • #6


Zitat von Sky_diver:
Der Umzug liegt eine Woche nach meinem Geburtstag und eine Woche vor Weihnachten. Kann sich ja positiv auf meine Situation auswirken.
Trotzdem würde es mir deutlich besser gehen zu wissen das mein Vater hinter mir steht...
Verständlich. Aber wie es aussieht, wird es Dir nicht so einfach machen.

Ich bin mit 25 ausgezogen, es war für mich und meine Eigenständigkeit sowie persönliche Entfaltung, das Beste was ich machen konnte. Meine Mutter unstütze mich dabei, und so sollte es sein.

Sätze wie "Du lässt mich im Stich" sind schon grenzwertig, und emotionale Erpressung trifft es da ganz gut. Bestimmt hat dein Vater angst, aber Du hast Dich eben um DIch zu kümmern und "Flügge" werden ist essentiell für das Leben. Mach es!

Deinen Finanzen scheinen doch voll und ganz solide zu sein. Lass Dich nicht unter Druck setzen. Von niemanden. Toi, toi.

15.11.2018 15:53 • x 1 #7


Ich rate selten so konkret, aber hier würde ich NICHT auf den Vater hören.

Geh Deinen Weg und hab Vertrauen in Dich.

Ich würde auch versuchen, dem Vater klarzumachen, dass Du Entmutigung nicht gebrauchen kannst und es unfair ist, wenn er Dir andauernd ausreden will, was Du tun möchtest - Du bist längst volljährig und somit für diesen Schritt wahrhaftig alt genug - und dass Du dankbar für Unterstützung Deiner Pläne wärst.

Viel Glück.

15.11.2018 15:57 • x 1 #8


Luna70
Das, was dein Vater sagt, mag aus seiner Sicht richtig sein, zumindest der Teil, was ein eigenes Haus betrifft. Fast die Hälfte des Gehaltes für Miete (was ist mit den Nebenkosten, sind die da schon drin?) ist viel. Großartig ansparen für eine eigene Immobilie wird da erstmal nicht drin sein.

Aber: wer sagt, dass du mal ein eigenes Haus haben willst? Du bist jung, du weißt ja gar nicht wo das Leben dich noch hin verschlägt. Vielleicht gehst du mal ins Ausland, findest eine Frau, die schon ein Haus hat oder sonstwas, was das Leben noch so für dich bereithält. Von daher würde ich dir auch raten, setze deinen Plan in die Tat um und stelle dich auf eigene Füße.

Wenn Eltern mit solchen Aussagen kommen, würde ich mich immer nach den Motiven fragen. Hat dein Vater Angst vor Einsamkeit? Es hört sich so an, das mit dem "im Stich lassen". Das ist meiner Meinung nach Quatsch, du hast das Recht auf ein eigenes Leben und um die Oma kannst du dich auch kümmern, wenn du eine eigene Wohnung hast. Vielleicht kannst du herausfinden, warum dein Vater so extrem reagiert. Wenn er Angst hat, ganz alleine da zu stehen, dann vereinbare vielleicht einen festen Tag in der Woche, an dem ihr abends zusammen esst oder so.

15.11.2018 16:02 • x 2 #9


In der Miete ist alles drin Heizkosten, Nebenkosten, sogar die Miete für den KFZ-Stellplatz.

Sparen mach ich schon mit n kleinen Bausparvertrag (Hab ich seit meiner Ausbildung vor 6 Jahren regelmäßig bedient)

Ich glaube die Angst bei meinem Vater rührt einerseits daher, dass ich der einzige Kerl in dem Haushalt ware (Mutter + 3 Schwestern ergaben eine Konstellation von 2 zu 4, nicht im Sinne von Gegnern oder Wettbewerb, eher im Sinne von verstehen und verstanden werden, wenn ihr wisst was ich meine), andererseits fallen Veränderungen meinem Vater immer schon sehr schwer.

Ich habe halt Angst um das Verhältnis zu meinem Vater... Vor n halben Jahr (kurz bevor sich meine Ex getrennt hat) hatten wir einen heftigen Streit, wo er nicht mehr mit mir geredet hat, bis zur Trennung. Nach dieser war er voll und ganz für mich da. Generell war es ein extrem schlechtes, anstrengendes, schmerzhaftes Jahr für die ganze Familie (Krankheit, Trennungen, OPs, Oma, etc.). Er fühlt sich glaube ich echt "im Stich gelassen".

Zitat von Luna70:
Wenn er Angst hat, ganz alleine da zu stehen, dann vereinbare vielleicht einen festen Tag in der Woche, an dem ihr abends zusammen esst oder so.

Haben wir bereits mit dem gemeinsamen Verein, seit über 10 Jahren ist das unser gemeinsamer Abend

15.11.2018 16:15 • #10


Luna70
Das hört sich alles so an, als würdest du gut überlegt handeln, dir Gedanken machen und dich nicht Hals über Kopf in irgendein Abenteuer stürzen, wenn du sogar so was spießiges wie einen Bausparvertrag hast.

Zitat von Sky_diver:
Ich habe halt Angst um das Verhältnis zu meinem Vater.


Das ist verständlich, aber was wäre denn die Alternative? Lebenslang bei den Eltern wohnen? Das kann ja keine ernsthafte Option sein. Scheinbar ist euer Verhältnis ja nicht wirklich schlecht, also wird euch auch das nicht auf Dauer entzweien. Der heftige Streit liegt ihm wahrscheinlich noch im Magen, sowas kann man nicht von heute auf morgen vergessen. Und dann noch die ganzen anderen Einflüsse... Es gibt manchmal Situationen, da hat man das Gefühl man kann jetzt beim besten Willen nicht noch was ertragen.

Ich würde an deiner Stelle ruhig bleiben, ihm signalisieren dass du weiter mit ihm eure Männer-Aktivitäten machen willst und auf keinen Fall provozieren lassen. Aber trotzdem ausziehen. Vielleicht kannst du ihm noch was anbieten, was ihm die Sache leichter macht. Dann wird das schon. Du machst ja nichts schlimmes, sonders gehst einfach deinen Weg.

15.11.2018 16:53 • x 2 #11


Miami
Mir scheint das Problem auch mehr der Vater als die Wohnung zu sein.

Ganz realistisch betrachtet, was kann passieren?

FALLS was schiefgeht hast Du noch max. 3 Monatsmieten zu zahlen (und das ist überschaubar weil es nichts ist dagegen das Du noch viele Jahre arbeitest) und kannst zurück nach Hause ziehen.

Im Normalfall kommt zu den inkl. Nebenkosten noch Strom, GEZ, Kabel TV-Empfang) Telefon und Heizung dazu.
Falls das Wasser schon in den NK mit drin ist.

15.11.2018 17:14 • x 1 #12


Ich glaube auch nicht, dass allzuviel passieren kann.

Es ist eine Festmiete mit einer Pauschale für NK (inkl Wasser und Strom), sowie einer extra ausgewiesenen Pauschale für Heizkosten.
GEZ und Internet noch dazu (Kabel-TV und Telefon brauch ich nicht, da Handy und Internet-TV)
Dann noch Essenskosten (ca 50Euro pro Woche)... Benzinkosten fallen so gut wie weg, da ich nur mit dem Fahrrad fahre (auch im Winter)
Ich sehe einfach keine großen Hindernisse.

Ich habe auch keine Schulden oder ähnliches. Bis auf den laufenden Handy-Vertrag, der KFZ-Steuer und Versicherung habe ich keine laufenden Kosten

15.11.2018 17:38 • x 1 #13


Miami
Dann machs!

Schade das Dein Vater sein-was-auch-immer-Problem so auslebt das er Dir Unsicherheit vermittelt.

Ich wünsche Dir eine tolle Zeit in Deinem eigenen Reich!

15.11.2018 17:45 • x 2 #14


Zitat von Miami:
Dann machs!

Mach ich

Ich hoffe halt nur, dass ich alles bedacht habe, oder zumindest das Nicht-Bedachte kompensieren kann.
Ich habe schon fast Angst(ja auch wegen meinem Vater) vor dem was kommt, das große Unbekannte auf den eigenen Beinen stehen.
Ich weiß das ich mich auf meine Familie verlassen kann, will denen aber auch nicht auf der Tasche liegen...

15.11.2018 17:50 • #15


Miami
Dann schließt noch Haftpflichtversicherung ab wo Wohnungsmietschäden mir drin sind (gibts ab 40 Euro pro Jahr) und dann ist alles zusätzlich abgesichert.

Du HAST an alles gedacht.
Ready to go

15.11.2018 17:54 • x 1 #16


Sehr gute Idee

15.11.2018 18:02 • x 1 #17

Sponsor-Mitgliedschaft

Safira
Da sind sogar Katzen mit abgesichert. Schaffe dir eine Hauskatze an, dann hast du noch was zum schmusen.

15.11.2018 18:04 • #18


Leider keine Haustiere erlaubt
Außerdem werde ich mit Katzen irgendwie nicht warm

15.11.2018 18:07 • #19


Ara
Was ist denn wohl die größere Schuldenfalle - Die Mietwohnung aus der du innerhalb weniger Monate auch wieder ausziehen kannst und die notfalls das Amt zahlt; oder der Kredit im sechstelligen Bereich der dir auf die Füße fällt wenn du arbeitslos/berufsunfähig etc. wirst oder sich bei dem Haus zahlreiche Mängel herausstellen?

15.11.2018 18:47 • x 2 #20



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