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Hazy

Hazy
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Hallo Smile

Kennt ihr das auch, wenn man nach einem Treffen mit Freundin/Familie/Bekannten total müde und kraftlos ist? Ich muss mich da so konzentrieren und auf den anderen einstellen, dass mich das total anstrengt.

Meistens flüchte ich schon fast nach Hause, damit ich endlich wieder meine Ruhe habe und mein eigenes Ding machen kann, obwohl ich die Leute mag und mich vorher auch auf das Treffen eingestellt und gefreut habe. Das nervt mich total Sad

Viele Grüsse
Hazy

04.10.2018 x 6 #1


134 Antworten ↓
kalina

kalina
Mitglied

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Ja, ich kenne das leider auch schon so lange, dass es für mich mittlerweile schon normal wurde, ich versuch es bei mir zu akzeptieren.

Zitat von Chingachgook:
Grundsätzlich ist eine gewisse Reizoffenheit natürlich sehr anstrengend. Wenn zuviel auf einen einströmt und man sich nicht ausreichend abgrenzen kann, ist schnell Erschöpfung da.


Das ist bei mir glaub ich der Grund. Eine Überempfindlichkeit gegenüber vielen Reizen; das ist aber auch abhängig davon, wie es mir gerade geht. Je schlechter, desto empfindlicher, und wenn es mir grad mal recht gut geht, kann ich auch mehr ertragen.

Wenn ich mich in der Natur bewege oder Natur anschaue, hat das einen sehr beruhigenden Effekt auf mich.

Menschenmassen, hektisch, laut, da bin ich ziemlich schnell reizüberflutet.

Aber z. B. Menschen von einem ruhigen Café aus beobachten, das kann ich stundenlang.

Treffen mit Freunden, Familie oder Bekannten: da kommt es sehr drauf an, wie diejenige Person ist. Es gibt ein paar, die kann ich stundenlang um mich haben ohne dass mich das stresst. Wo man nebeneinander sitzen kann ohne dass irgendwas gefordert oder erwartet wird, wo man einfach zusammen hockt und entspannt plaudert.
Wenn ich merke, ich kann ganz Ich sein ohne irgendwelche Ansprüche erfüllen zu müssen, ich werde voll und ganz akzeptiert, dann ist das gut für mich.

Aber es gibt auch Menschen, die ständig die volle Präsenz des Anderen brauchen, das laugt mich dann schneller aus. Danach brauch ich wieder Abstand.

Zitat von hazyhue:
Oder wenn es um die Depression geht, die ich nun schon 16 Jahre mit mir rumschleppe: "geh doch mal mehr spazieren und unter Leute, dann wird das besser!"

Boa da könnte ich echt ausrasten.


Bei leichteren Depressionen kann das ja auch ein bisschen helfen, zumindest kurzfristig. Aber die Leute haben einfach keine Ahnung was eine schwere Depression ist und gehen dann nur von ihren Erfahrungen aus, was sie machen, wenn sie mal einen Durchhänger haben.
Ich bin den Leuten da nicht mehr böse, dass sie es halt irgendwie gut meinen und nur helfen möchten.

Was mich dabei nur nervt ist, dass die Erkrankung dadurch harmloser hingestellt wird als sie ist und ich dadurch falsch eingeschätzt und beurteilt werde; außerdem fühle ich mich dann irgendwie allein mit dem Mist.

Deswegen hilft es mir sehr, wenn ich hier die Berichte von anderen lese, die genau das schreiben, wie es mir auch geht.
Dann weiß ich, dass ich nicht so "verkehrt" bin, sondern "ganz normal depressiv oder angstkrank" oder was auch immer.
gemeinsam


Zitat von Chingachgook:
Es ist natürlich immer die Frage wieviel Spielraum man hat, sich grundlegend zu ändern. Mancher hängt ein Leben lang fest wie in einem Schacht und kommt da nicht raus.
Manches Leiden ist gekoppelt an ein bewusstes oder unbewusstes Selbstideal, das man nicht aufgeben will.
Wer z. B. immer fair und angemessen reagieren will, die Motivation des anderen verstehen und würdigen möchte, überzieht allzu oft sein Konto.
Sowas kostet Kraft und Energie.Und am Ende fühlt man sich belämmert und erschöpft.

Ich finde es schon legitim, Leuten höflich aber bestimmt zu sagen, wenn sie mich gerade anstrengen oder zutexten.Oder dass ihre Ratschläge immer die gleichen sind und meinem Problem nicht gerecht werden.

Darüber hinaus fand ich es hilfreich, meinen kognitiven Grundumsatz zu verringern, indem ich mich beispielsweise durch Meditation auf ganz Weniges focussiere( etwa die Atmung).
Dann bin ich belastbarer, wenn es wieder mal anstrengend wird.


Vielen Dank für diesen Beitrag! Ich finde damit triffst Du es sehr gut.

Das Abgrenzen und Bei-sich-bleiben-lernen (auch durch Meditation) ist sehr wichtig und muss ich immer wieder üben.

13.08.2018 11:09 • x 2 #68


Zum Beitrag im Thema ↓

A


Erschöpfung nach sozialen Kontakten

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C

Crazy-Monkey
Gast

Ich finde, dass Veranlagung und Genetik ein äußerst interessantes Thema sind , auch im Bezug auf die Entstehung von psychischen Erkrankungen. Gerade, wenn man erkrankt ist, stellt man sich ja mal die Frage, warum vielleicht in der eigenen Familie Depressionen oder anderes gehäuft vorkommen und warum man selbst erkrankt ist. Es gibt dazu eine sehr spannende Doku einer Journalistin, die sich auf die Suche nach der Antwort begibt, da sie selbst die Befürchtung hat aufgrund ihres von ihr selbst und anderen als sonderbar empfundenen Charakters, sie könne die Krankheit ihrer Mutter geerbt haben. Sie trifft dann unter anderen auf einen Gehirnforscher, der die Genetik von Schwerstkriminellen untersucht und selbst eine Disposition bei sich entdeckt. Diese kam bei ihm aber nicht zum "Ausbruch". Nach dem Stand der Forschung ist es so, dass man eine genetische Veranlagung hat, die dann durch äußere Faktoren wie persönliche negative Erfahrungen erst wie ein Schalter angeknippst wird oder eben nicht. Er selbst hatte also diese genetische Veranlagung zu einem Schwerstverbrecher, eine starke Veranlagung zur Aggressivität, die aber durch eine intakte Familie und "Glück" durch positive Erfahrungen nicht ausbrechen konnte. Genauso verhält es sich mit psychischen Erkrankungen. Wir kommen mit einem individuellem Nervensystem zur Welt und auch hormonell ist nicht jeder gleich.Wenn man dann eine erhöhte Sensibilität besitzt, dann traumatisches erlebt und dann nicht das Glück einer intakten Umwelt zur Verarbeitung hat... Ich bin mir sicher, dass auch eine Hochsensibilität eben angeknippst werden kann mit der passenden Veranlagung oder eben nicht. Wenn man zum Beispiel als sensibler Mensch in einem unsicheren Umfeld mit Gewalt aufwächst, ist es sicher nicht verwunderlich, wenn man auf jedes Geräusch, jeden Reiz etc, hochsensibel reagiert. Eine Bekannte von mir betont immer, dass sie ja ach so hooochsensibel sei und fast klingt es häufig so als sei sie stolz darauf wie auf ne super Leistung und könne sich so immer aus jeder Konfrontation schön herausziehen. Ich empfinde sie sogar als sehr narzistisch, muss ich sagen. Es ist nicht besser. Es ist wie es ist, aber kann auch viele Nachteile mit sich bringen, aber macht einen nicht automatisch zu einem besseren Menschen, finde ich. Huch, jetzt habe ich aber viel geschrieben. Dabei bin ich doch am renovieren eyyyyy.....

25.09.2018 16:27 • x 2 #118


Zum Beitrag im Thema ↓


F
Mir geht es ganz genauso.
Deswegen verabrede ich mich auch kaum noch....
So 1-2 Stunden krieg ich meist noch einigermassen relaxed hin aber dann merk ich schon,dass ich innerlich oft "abgleite" im Gespräch und dann auch nicht den Eindruck vermitteln möchte,ich hätte kein Interesse am Gegenüber.
Ich krieg dann manchmal so "Druck im Kopf" und/oder Leere im Kopf,unangenehm.

Wenn so ein Treffen ZU lange dauert,bin ich am Ende hochangespannt und muss dann auch dringendst nach Hause um wieder in meine Mitte zu finden.
Das kann dann Stunden und sogar Tage dauern.

Wenn ich andere sehe,wie sie unbefangen und ausgelassen miteinander sein können,werd ich manchmal traurig,dass ich das nicht so kann.

Habe desqwegen auch den Job als Haushaltshilfe,weil ich da überwiegend für mich alleine bin.

x 3 #2


Hazy
Kann ich total verstehen. Deswegen finde ich 1 zu 1 Dates auch doof. Am besten ist es, wenn wir uns mit mehreren treffen. Da kann ich mich auch mal ausklinken. Hast du irgendwelche Strategien?

#3


M
Ja das geht mir ganz genau so. Oder wenn bei uns Besuch is dann bin ich froh wenn die bald wieder gehen. Oder halt genau so wie du es beschreibst.

x 1 #4


F
Zitat von hazyhue:
Hast du irgendwelche Strategien?


Nicht wirklich...Vermeidung.... Confused
Mir reichen schon die Kontakte über die Arbeit und Familie,selbst das ist mir manchmal zuviel....

x 2 #5


F
Irgendwie ähneln sich Symptome bei psychischen Erkrankungen. Lebensenergie wird abgesaugt.

x 2 #6


M
Ich bin von Haus aus auch den ganzen Tag erschöpft müde kaputt . Hat das sonst noch wer ?

x 1 #7


F
Ja ich. Bei mir wurde es im Laufe einiger Jahre immer schlimmer. Mittlerweile kann ich fast nur noch um den Häuserblock laufen und bin danach fertig. Soziale Kontakte sind gar nicht mehr möglich. Nach einer halben Stunde bin ich total erschöpft.

x 4 #8


M
Gibt's da nichts was einem die Müdigkeit und Erschöpfung nimmt ?

#9


boomerine
Wer hat hier das passende Rezept dazu, ich gehöre nämlich auch zu der Kategorie.
Auf der einen Seite möchte ich Kontakte und wenn ich sie hab dann mache ich den Rückzieher.

#10


S
Zitat von Fabberlin:
Ja ich. Bei mir wurde es im Laufe einiger Jahre immer schlimmer. Mittlerweile kann ich fast nur noch um den Häuserblock laufen und bin danach fertig. Soziale Kontakte sind gar nicht mehr möglich. Nach einer halben Stunde bin ich total erschöpft.

Mit der Depression zu leben ist wie durchgehend mit ner starken Grippe rumzulaufen.

x 1 #11


F
Genauso ist es. Hab ich bei vielen gehört, die unter psychischen Erkrankungen leiden. Auch mit Medikamenten bleibt die Erschöpfung meist. Bei manchen hilft Sport. Bei mir hilft Sport immer nur ein paar Stunden. Ich würde es als Seelenkrebs bezeichnen.

x 1 #12


M
Gehört Müdigkeit kraftlos eigentlich auch zur depression dazu ? Ständig so ne bleierne Müdigkeit. Und vorallem das man ständig das Bedürfnis hat zu liege

x 1 #13


F
Ja Müdigkeit und Erschöpfung gehört fast zu allen psychischen Erkrankungen. Manche sind überaktiv, ohne etwas Sinnvolles zustande zu bringen und manche kommen nicht mehr hoch Smile

#14


S
Zitat von Fabberlin:
Genauso ist es. Hab ich bei vielen gehört, die unter psychischen Erkrankungen leiden. Auch mit Medikamenten bleibt die Erschöpfung meist. Bei manchen hilft Sport. Bei mir hilft Sport immer nur ein paar Stunden. Ich würde es als Seelenkrebs bezeichnen.

Wirklich schlimm wird es, weil man ja nach außen nichts sagen kann.
Man sieht einem nichts an, man sieht nicht krank aus, also kann man es auch nicht sein.

Man kann halt kein Verständnis von seiner Umwelt erwarten und wird als Simulant hingestellt.

Als ob das unser Fehler wäre, dass man die Psychiatrie noch keine objektiven Parameter entwickelt hat.

x 3 #15


Hazy
Laut Therapeuten soll genau das helfen. Sich regelmässig stellen, ausprobieren, immer wieder rein in die Situation und es soll besser werden. Ich mache das schon Jahre lang. Der Erfolg ist mäßig.

x 1 #16


F
Die Erkrankung wirft an sich viele Fragen auf. Schwer zu erklären, woher dieser Energieverlust kommt. Natürlich könnte man jetzt tausend Tipps geben, wie z.B. versuch Meditation, mach mehr Sport, geh mal in den Wald spazieren, ändere deine Ernährung, mache eine körperliche Untersuchung, etc.

#17

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S
Zitat von Fabberlin:
Schwer zu erklären, woher dieser Energieverlust kommt.

Soweit ich weiß, hat man ja erhöhte Entzündungswerte bei der Depression.
Und bei erhöhten Entzündungswerten stellt der Körper den Eisenstoffwechsel auf Sparflamme, so dass quasi "anämisch" ist, wodurch man letztlich permanent fix und alle.

x 1 #18


M
Hab mir beim ostheopaten mal den mcp1 wert testen lassen. Das ist ein entzünsugswert . Der War viel zu hoch.
Dann hab ich mir zeitgleich den normalen entzündungswert vom Hausarzt testen lassen. Den crp oder wie der heißt. Der War normal

#19


F
Ja die Theorie mit der Enzündung des Nervensystems klang für mich auch sehr plausibel. Ich habe nachgeforscht und mir ein spezielles Antibiotikum aus dem Internet bestellt. Es wird bei Hautenzündungen eingesetzt. Hab das einen Monat lang genommen. Leider ohne Erfolg. Gute Idee, vielleicht nehm ich den Rest noch ein.

#20


A


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