Zitat von kyro:Das Lustige ist ja, ich habe mir genau ausgerechnet gehabt, ab wann ich unkündbar bin. Bisdahin habe ich ziemlich mitgespielt und der Chef hate mir sogar einen Unternehmensanteil angeboten. Da ich aber die Papiere kannte und wußte, dass die nichts wert sind, habe ich dankend abgelehnt. Aufeinmal versteht der die Welt nicht, dass ich auf einmal nicht mehr einsatzfreudig bin.
Ganz fair war das aber auch nicht, oder? Verstehe mich bitte nicht falsch, ich bin nach wie vor der Meinung dass es Arbeitsschutz-Vorschriften zu Recht gibt und sich ein Vorgesetzter daran auch halten muss. Urlaub ist Urlaub und wenn jemand krank ist, muss er in Ruhe gelassen werden. Dein Chef hat versucht, dich auszunutzen und nun lässt du ihn mit einer unechten Krankmeldung auflaufen. Kann ich verstehen.
Aber ich glaube, du solltest gewissen Grundregeln der Fairness einhalten. Wenn du in einem solchen Mini-Betrieb mit insgesamt drei Leuten (oder sind es mehr?) auf Konfrontation mit deinem Chef gehst, hast du am Ende vielleicht ein unerträgliches Arbeitsklima und schadest dir und deiner psychischen Gesundheit am Ende selbst. Außerdem muss er dir irgendwann ein Zeugnis schreiben, wenn du einen neuen Job gefunden hast und das sollte doch vorzeigbar sein.
Solange du noch dort bist, solltest du deinen Job korrekt machen und dir trotz allem Mühe geben, schließlich bekommst du ein Gehalt dafür. Die Empfehlung der Arbeitsagentur, du solltest dich immer wieder krank schreiben lassen, um deinen Chef zu erziehen, finde ich übrigens ein bisschen merkwürdig. In kleinen Betrieben gibt es für die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall sowieso eine Versicherung, über die die Arbeitgeber das Geld wieder bekommen.
Genieße deine freien Tage ruhig noch. Meine ganz persönliche Meinung ist aber, du solltest deine Arbeits-Einstellung ein kleines bisschen überdenken.