Pfeil rechts

hallo, oh mein gott!! ich bin am ende,seit monaten kämpfe ich mit der angst zu sterben.
durch krankheit, unfall oder organversagen. ich bin kerngesund und erst 22 jahre jung.
seid ein paar tagen gings mir wieder richtig gut, hatte spass, freude
und wieder diese lebenslust in mir.
doch heute nahm alles wieder ein jähes ende..
mit 28 jahren ist eine nahestehende person von uns gegangen. 2 wunderhübsche kinder, partner, die gütigste person der welt wurde durch einen autounfall aus dem leben gefetzt..
was soll ich noch sagen? ich glaube in gewisser weise an ein leben danach, aber zurzeit ist einfach alles zuviel!!
wie soll ich das nur überstehen ? ;(

05.10.2010 13:03 • 09.10.2010 #1


10 Antworten ↓


bin am überlegen ob ich auf die beerdigung gehen soll bzw. kann?
ich hab riesen angst davor! ich kann keine särge sehen und das man da so tief unter die erde kommt macht mir dermaßen angst das ich nicht weiss ob ich das überhaupt schaffe.
ist es unrecht sein eigenes wohl über eine beerdigung zu stellen? und wie sollte ich das ü erhaupt erklären? ich bin zwar eine nahestehende person aber den engsten verwandte zu sagen man könne die situation nicht aushalten is irgendwie schon hart! den die leiden wohl noch viel mehr..
ich hab echt sooo angst vor sowas, wie würdet ihr in meiner situation handeln?
brauche echt rat.
danke

05.10.2010 14:57 • #2



Bitte helft mir! todesfall

x 3


jadi
ich habe das selbe gerade durch mit einem todesfall im freundeskreis...motorradunfall.....eine kleine wunderbare family wurde auseinander gerissen.......ich kann es immer noch nicht fassen.......ist noch ganz frisch

05.10.2010 15:12 • #3


Chili
Hallo Melanie,

erstmal mein Herzlichstes Beileid......

Ich stecke selber noch in Trauer, es ist immer schlimm, wenn liebe Menschen und dazu noch so jung von uns gehen. Was die Beerdigung angeht, handel nach deinem Bauchgefühl !

Du brauchst dich auch nicht dafür zu schämen, wenn du den Verwandten sagst, das du es nicht schaffst. Denn jeder geht mit Trauer auch anders um. Stehe zu deinen Gefühlen und den Schmerz, den du empfindest. Zumal du ja auch vorbelastest bist durch deine Angsterkrankung.
Hast du jemanden, der dich zur Beerdigung begleiten wird, der dich unterstützen kann?

Ich wünsche dir viel Kraft.........

lg Chili

05.10.2010 18:02 • #4


hallo *melanie*,

du kannst dich wie du willst von dem menschen verabschieden. mit einem gebet, einer träne, einem brief. das vor dem sarg stehen ist eine formalität. es ist deine entscheidung.

wenn du etwas für deine gesundheit tust - vor allem in jungen jahren, dann wird es dir dein körper danken.

wenn du etwas tun möchtest - nun du könntest der familie in irgendeiner form helfen. z. b. die kinder in irgendeiner form betreuen, dort im haushalt helfen.

und irgendwann musst auch du wieder anfangen zu leben und zu lachen.

ok?

liebe grüße
dirk

05.10.2010 18:11 • #5


Zitat von *melanie*:
bin am überlegen ob ich auf die beerdigung gehen soll bzw. kann?
ich hab riesen angst davor! ich kann keine särge sehen und das man da so tief unter die erde kommt macht mir dermaßen angst das ich nicht weiss ob ich das überhaupt schaffe.
ist es unrecht sein eigenes wohl über eine beerdigung zu stellen? und wie sollte ich das ü erhaupt erklären? ich bin zwar eine nahestehende person aber den engsten verwandte zu sagen man könne die situation nicht aushalten is irgendwie schon hart! den die leiden wohl noch viel mehr..
ich hab echt sooo angst vor sowas, wie würdet ihr in meiner situation handeln?
brauche echt rat.
danke

Hallo Melanie,

ich sehe es genauso wie du. Es ist immer wenigstens ein kleiner Trost für die schwer trauernden Angehörigen, dass es offenbar viele Anteil nehmende, anwesende, sich Zeit und die Nerven nehmende Menschen gibt, die mitkommen und ihre/n Tote/ auf diesem Weg begleiten. Es heißt ja auch nicht ohne Grund "einem Toten die letzte Ehre erweisen".

Im übrigen bin ich inzwischen sicher, dass im Sarg nur der Körper der Person liegt. Die Person selber (ihre "Seele") werden nicht in die Erde versenkt. In jungen Jahren habe ich das nicht geglaubt, aber inzwischen ... alles andere ist total unlogisch.
Wenn man schon mal miterlebt hat, wie ein Mensch stirbt, dann kann man es sofort selber wahrnehmen, dass die Seele schlagartig aus dem Körper verschwindet, obwohl der Körper noch haargenau derselbe ist.

Also mein Rat ist: Nimm sichtbar Anteil am schlimmen Verlust der Freunde und zeige auch deine eigene Trauer, die du ja wohl auch hast, durch deine Anwesenheit. Dir wird da gar nichts passieren. Außer dass du vielleicht auch weinen wirst, aber das ist in diesem Fall völlig angemessen und es tut auch gut, die Trauer rauszuweinen.

Ich war kürzlich auch auf einer Beerdigung einer gleichaltrigen sehr guten, langjährigen Bekannten ... der Ehemann weinte, wir weinten. Das ist normal, menschlich und gut.

05.10.2010 20:28 • #6


hallo ihr lieben!! erstmal ein riesen dankeschön an euch alle!! eure worte halfen mir sehr.
ja ich habe leute die mich begleiten, meine ganze familie wird anwesend sein. hab viel nachgedacht und werde ziemlich sicher an der beerdigung teilnehmen.
wir sind eine große familie, die vom glück bis jetzt sehr verwöhnt wurde, dafür bin ich dankbar. generell bin ich für alles dankbar, was mir bis jetzt zuteil wurde!auch jede panikattacke hat mich irgendwie weitergebracht!
es hört sich vielleicht komisch an aber ich betrachte den tod nun anders. denn wenn so eine gutmütige, liebende junge mutter, die stets half wo sie konnte dem leben entrissen wird ensteht ein riesen loch. und das ewige "warum"? bleibt für immer. ich habe angst zu sterben, es schnürt mir die kehle zu und lässt mich so sehr zweifeln. aber noch bin ich ein erdbewohner und ich werde kämpfe gegen die angst und für das leben!! ich werde das leben geniessen, und ihr alle solltet das auch tun!! ich schliesse euch in mein gebet ein, danke für die unterstützung! schlaft schön!!

05.10.2010 21:03 • #7


Das finde ich sehr schön, melanie!

06.10.2010 10:03 • #8


guten abend an alle!

ich wollte euch nur kurz mitteilen ich habs geschafft!! ich war auf der beerdigung und es war die schönste die ich jemals sah!
es war wirklich hart, und einfach nur extrem traurig. über 350 leute nahmen an diesen letzten Reise von unserer lieben silvia teil. sogar der pfarrer vergoss ein paar tränen.
am grab wurden über 100 rote herzlufballons in die luft gelassen.alles nur für sie.
ihre beiden kinder 2 und 4 jahre sind extrem tapfer.
die ältere hat schon voll verstanden das mama jetzt im himmel ist. und sie hat es im moment gut verarbeitet,was noch kommt weiss niemand.
ich war heute echt 4 mal kurz vor einer panikattacke doch ich hab es geschafft.
ich hab noch immer angst vor dem tod, doch sie ist kleiner geworden und ich konnte abschied nehmen.
ich hoffe as ich noch sehr lange auf diesem planeten sein darf und viele nette meschen kennen und lieben lerne!! ich möchte noch viel erleben und sehen,staunen und lachen,weinen und hoffen,helfen und geholfen werden. und dann werde ich diesen planeten eines tages glücklich und zufrieden losslassen können. dann geht die reise weiter und da bin ich mir ganz sicher.
schönen abend an euch alle,lasst mehr liebe und frieden in die welt aber vor allem in eure herzen!

08.10.2010 20:33 • #9


Chili
Hallo Melanie,

das hast du schön geschrieben und sei stolz auf dich, dass du die Beerdigung so gut geschafft hast. So konntest du Abschied nehmen........auch wenn dieser letzte Gang sehr schwer war. Du hast es geschafft.........

Ich wünsche dir für deine weitere Zukunft alles, alles Gute, Liebe, Glück und Zufriedenheit!

vlg Chili

09.10.2010 11:48 • #10


Hallo Melanie,

ch schließe mich Chilis Worten an.

Du hast es m.E. richtig gemacht und hast für dich eine schöne, konstruktive Einstellung zum Leben, zum Tod und zum Danach gefunden. Ich wünsche dir, dass du es wirklich so genießen und gestalten wirst.

LG
GastB

09.10.2010 12:36 • #11



x 4




Auch interessant

Hits

Antworten

Letzter Beitrag