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Hi,

ich wollte euch was fragen, was ihr in meiner Situation tun würdet.
Mein Vater hat sich nach der Scheidung nie um mich gekümmert und mir auch davor schon gezeigt das ich für ihn nichts wert bin.
Jetzt kommt das verwirrende. Ich hab einen Brief von ihm erhalten indem er schreibt, dass er mich liebt. Sprich er will schriftlichen kontakt. Will wissen wies mir so ergangen ist ect.
Verstehe nicht was das soll. War ihm doch immer schei. egal.

Soll ich ihm antworten? Ihm schreiben was unteranderm dank ihm aus mir schreckliches wurde?
Was bringt es, wenn ich antworte und ihm schreibe was für ein psychisches Wrack er aus mir gemacht hat?

27.01.2011 19:16 • 28.01.2011 #1


12 Antworten ↓


Hallo Dragona,

Ich denke Menschen sind dazu in der Lage sich zu ändern. Er mag frpher als du ihn wirklich gebraucht hast kein guter Vater gewesen sein, aber jetzt ist er älter. Erhat mehr erlebt und ist vielleicht innerlich gewachsen, gereift. Ich kann verstehen dass du wütend bist weil er dich "verkorkst" hat, und du hast sicherlich allen Grund dazu wütend auf ihn zu sein.
Aber ich meine: Er ist dein Vater. Deine Familie, irgendwie, oder?
Es kann nicht schaden ihm zu antworten. Ruhig auch ehrlich mal sagen dass du wütend bist und dass du ihn damals sehr vermisst hast als er nicht da sein konnte oder wollte. Aber er ist inzwischen sicher ein anderer Mensch, so wie du auch anders bist als damals.
Und ich denke er hat eine Chance verdient wenn er sich schon aufrafft und seinen Mut zusammen nimmt und dir nach all der Zeit einen netten Brief schreibt. Damit geht er einen großen Schritt auf dich zu, öffnet sich, zeigt sich auch verletzlich.
Du kannst ihn jetzt vor die Brust stoßen wo er am meisten verwundbar ist, oder ebenfalls einen Schritt nach Vorne tun und ihm entgegen kommen.
Die Entscheidung liegt ganz bei dir
Aber ich finde es mutig dass er dir geschrieben hat.

Liebe Grüße,
Bianca

27.01.2011 19:38 • #2



Auf Brief antworten?

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Gute frage, auch ich habe so Probleme mit meinen Vater. Manchmal denke ich er will mich nur aushorchen. Aber bei Dir ist er ja wirklich sehr ehrlich und schreibt das er dich liebt. Vielelicht solltest du ihn eine Chance geben.

LG

27.01.2011 19:42 • #3


Ich weiss nicht was ich machen soll. Ich kann ihm einfach nicht verzeihen.
Es tut immernoch weh an ihn zu denken.
Wieso sollten sich seine gefühle mir gegenüber geändert haben? Vor Jahren hat er mir unmissverständlich gesagt das er micht hasst, weil ich wie meine Mutter bin.

27.01.2011 20:22 • #4


Auch ich werde immer gedemütigt und verzeihe ihn immer, aber der checkt das nicht. Mich tut das immer wahnsinnig beschäftigen warum macht er das nur....

Schau doch mal ob dein vater sich geändert hat, aber erst wenn du bereit bist.

27.01.2011 20:26 • #5


Hi,
ich weiss nicht ob ich ihm sachlich schreiben kann. Ich denke das es eher ein Hassbrief werden würde.
Aber das will ich auch nicht.
Er soll doch nur begreifen was er angerichtet hat...dass er mein Leben zerstört hat.

27.01.2011 20:41 • #6


Vielleicht solltest du deine Wut rauslassen. danach fühlst du dich bestimmt besser. Und dann siehst du ja was er antwortet bzw ob überhaupt eine Antwort kommt.

LG

27.01.2011 20:42 • #7


Entweder das, oder du schreibst ihm dass du ihm im Moment eben noch nicht verzeihen kannst und dich meldest wenn du bereit dafür bist?

27.01.2011 22:34 • #8


Zitat von Dragona:
Mein Vater hat sich nach der Scheidung nie um mich gekümmert und mir auch davor schon gezeigt das ich für ihn nichts wert bin.
Dass dein Vater sich nach der Scheidung "nicht um dich gekümmert hat", hat dir weh getan. Aber aus seiner Sicht kann das ganz anders sein. In fast allen mir bekannten Fällen liegt es an der Mutter, dass Vater und Kind(er) sich entfremden. Viele Mütter unterbinden den Kontakt total, verraten den Kindern auch nicht, dass der Vater Kontakt zu ihnen möchte - und so bekommen die Kinder natürlich den Eindruck, der Vater interessiere sich gar nicht für sie.

Deswegen würde ich immer empfehlen, wenn man dann erwachsen ist, den angebotenen Kontakt aufzunehmen und die Beziehung neu anzusehen und sich auch genau und ohne misstrauisches Vorurteil anzuhören, was der Vater zu der Zeit nach der Scheidung aus seiner Sicht zu sagen hat.

Ich kenne Väter, die extrem unglücklich über die Trennung von ihren Kindern sind, die Mütter jeden Kontakt unterbinden, aber den Kindern einreden, ihr Vater sei ein schlechter Mensch und desinteressiert an ihnen.

Wie hat er dir denn vor der Eltern-Trennung "gezeigt", dass du für ihn nichts wert bist?
Dass du es so empfunden hast, ist keine Frage. Aber bist du wirklich sicher, dass du seine Situation aus deiner damaligen Kindersicht richtig einschätzen konntest?

28.01.2011 01:12 • #9


Hallo Dragona,

ich könnte mir vorstellen, daß ein Schritt auf Deinen Vater zu, auch wenn ein Verzeihen (noch) nicht möglich ist, auch für Dich persönlich ein wichtiger Schritt in Richtung psychischer "Heilung" sein kann.

Ob und wann Du dazu bereit bist, kannst natürlich nur Du entscheiden.

Liebe Grüße

28.01.2011 01:19 • #10


trostlos
hallo.
ich habe es ähnlich erlebt... und ich habe meiner mum nach sehr vielen jahren auch eine chance gegeben, es gab eine aussprache, auch wenn ich ihr nich gleich verzeihen konnte... aba wie haben ein gutes verhältnis gehabt und sie hat mir auch vermittelt in der zeit, das ich ihr wichtig bin... und es zeigte sich das es richtig war... bei uns hat es mehrere versuche gegeben...

ich finde es sehr mutig von deinem vater, das er auf dich zu kommt, und hör dir an, was er sagt, sag ihm was du fühlst, vielleicht ist ein persönliches gespräch besser als ein brief...

ich würde an deiner stelle, auch kein klares wort schreiben können...

gib ihm eine chance, wenn es sich nicht lohnt, dann kannst du immer noch den kontakt abbrechen, wenn du jetzt nicht mit ihm redest, wirst du dich vielleicht immer wieder fragen, ob es richtig war...

alles gute.

28.01.2011 08:16 • #11


@GastB: Soweit ich mich erinnern kann hat er mich nur verprügelt und ich meine mehr als nur ein klaps. Jegliche Kindliche zuneigung wurde mit schlägen bestratft.
Mit 19 gab es schonmal eine persönliche kontakt aufnahme und da sagt er mir ins gesicht das ich wie meine Mutter sei und er mich deshalb nicht mag.

Mag sein das meine Mutter ihn absichtlich von mir ferngehalten hat zu meiner Sicherheit.

Aber ich verstehe nicht wie er ein Kind fast krankenhausreif schlägt und dann jahrzente später was von liebe heuchelt.
Das schlimme ist ja er war nichtma Alk., es geschah alles in vollem bewusstsein was er tat.

28.01.2011 09:29 • #12


Na dann liegt es doch auf der Hand was du zu tun hast....nach körperlichen Misshandlungen würde ich mich nicht dort melden.....wer weiß was der wahre Grund seines Briefes ist....

Lg.eva

28.01.2011 09:35 • #13



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