hallo,

ich würde gerne mal wissen wie ihr mit eurer Angst umgeht ? Was ihr dagegen tut ?
Persönlich habe ich gute Erfahrungen mit Progessiver Muskelentspannung, Kaugummi kauen und wenn es geht sanfte Musik ( z.B. Andreas Bocelli ) oder meine Lieblingsbands hören.

Glückauf

Thomas

11.10.2009 15:42 • 14.04.2019 #1


34 Antworten ↓


Hey...

Ich versuche immer mit viel ablengung mit meiner Angst um zu gehen
viel reden und mit meinem Sohn spielen oder wenn ich mein buch lese angst bewältigen.
Nehme aber auch seit 3 wochen medikamente weil ich es sont nicht aus hielte da mein 2 kind erst verstorben ist und danach es schlimmer wurde,
was mir aber in der schwangerschaft sehr geholen hat ist Hypnose und deswegen habe ich eine Hypnoseausbildung gemacht und mache jeden 2 tag selbst hypnose.......


LG Darkrose 2005

12.10.2009 22:17 • #2


Ich konfrontiere mich,, geh meinem Hobby nach( ,,,und geh unter die Leute,,( Freunde ) treffen,,und bin dabei mir das Grübeln abzugewöhnen... ,, das hilft mir enorm ..und meine Familie die mir Kraft und halt/ Liebe Geborgenheit Unterstützung gibt.Das Leben ist so kurz um es nicht wenigstens versuchen zu geniessen... das hab ich begriffen,,und gewinne täglich mehr Lebensqualität... also alles eine innere Einstellungs und Bewertungssache,, .Es war ein harter Weg.

Möget ihr für Euch auch den richtigen Weg finden !

LG Suma

13.10.2009 06:59 • #3


Muß dazu noch sagen, das ich mich auf der Arbeit meinem kollgen anvertraut habe unter was ich leide.
Jetzt weiß er auch, warum ich auf der Arbeit öfters eine Pause einlege um mich dann mit der Muskleentspannung zu erholen.
Er hat volles Verständnis dafür, weil er selber mal unter Angst und Panikanfällen litt.
es tut richtig gut, das man auf der Arbeit nicht als Spinner hingestellt wird.


Glückauf

Thomas

13.10.2009 15:55 • #4


Hy,

bei mir tut ein Spaziergang schon Wunder. Z.b. Atmungstechiken und Meditieren hilfen mir auch, aber wenn ich merke das ich schon zu Nervoes und Angespannt bin und wenn dann die ersten Angstgefuehle kommen, dann gehe ich 1-2Std mit meinen Hund Spazieren falls ich Zeit habe.
Schon nach 5 Min draussen versupere ich eine Verbesserung, und wenn ich vom Spaziergang zurueckkomme ist es im 90% der Faelle alles OK und fuehle mich gut. Aber wenn ich dann wieder 3,4 Std am Computer arbeite wiederhollt sich die Sache und dann wieder von vorne

Aber Ok, ich muss mich da noch verbessern, dann wirds schon

14.10.2009 22:15 • #5


bluesky
Hallo,

auch mir hat Progressive Muskelentspannung sehr geholfen.

Nebenbei versuche ich oft mit erfolg meine Gedankenmuster umzuprogrammieren mit dem ABC der Gefühle, das auch sehr oft in sehr vielen Büchern beschrieben wird.
So auch im PDF Ratgeber "Soziale Phobie" von Dr. Doris Wolf, der mir auch sehr gut gefällt.

Medikamente helfen mir auch dabei mehr Lebensqualität zu erlangen.
Ich weiß das dies nicht der ultimative Weg ist aber man muß gemeinsam mit dem Arzt und in Hinblick auf Schweregrad und Erfahrungen und Risiko eine persönliche Entscheidung treffen.
Man muß es sich nicht unbedingt schwerer machen als es ist und Hilfe ausschlagen, solange man sich nicht nur auf diese eine stützt.
Man kann die Krücken dann ja wieder fallen lassen wenn man sie nicht mehr braucht. .

Ich geniesse auch oft laute Musik.

Ich belohne mich für kleine Erfolge.
Ich versuche gut zu mir zu sein wie ein guter Freund es täte.

Ich achte immer öfter darauf das ich ausreichend erholsamen Schlaf bekomme.

Ich habe eine Einschlaf CD ( Hans Grünn/ Einfach zuhören und die Angst besiegen)

Im großen und ganzen hat mir am meisten geholfen das ich in einem Buch gelesen habe das Angst und Entspannung Gegensätze sind.

Alles in allem habe ich bemerkt das die Misserfolge der vielen Jahre nicht unnötig waren sondern wertvolle Erfahrung sind die darauf warten nützen zu können.

Ich habe bereits 2/3 bis 3/4 meiner sozialen Ängste überwunden und im Griff.
Das heißt der Leidensdruck und somit auch ein großer Teil der Motivation sind weniger geworden.
Das letzte Stück werde ich wieder in einer Therapie mit Begleitung gehen.

Also ich kann mit 100 %iger Sicherheit sagen das man sich von (auch sehr starken) Ängsten befreien kann.

Ich kann nur jeden ermutigen weiterzugehen und nicht aufzugeben.

Es gibt meistens mehr Chancen als man erkennen und nutzen kann.

Gehe weiter und es geht weiter.

Genug gefaselt, ich wünsche Euch allen viel Mut und Zuversicht und

15.10.2009 16:51 • #6


super post bluesky.

wie ich sehe hast du eine sehr gute taktik. werd ich versuchen auch etwas bewusster alles zu machen...

1A post

15.10.2009 21:54 • #7


Hallo,

ich gehe gerne lange spazieren, fahre Rad oder gehe reiten, höre klassiche Musik oder mache Muskelentspannung. Aber all das hilft mir nur in dem Moment, dass ich im Alltag zu Hause (krank geschrieben) mehr entspannt bin. Ich muss dazu sagen dass ich das erst seit kurzen machen, mich seit 2 Wochen an neue Medis gewöhne und auch erst jetzt eine Therapie beginne. Denn all das was man so macht, hilft mit im Moment der Angst, nämlich im Restaurant, nicht wirklich.

Ist das bei Euch auch so?

Viele Grüße
Arwen

13.11.2009 09:59 • #8


Hallo Arwen,

mir gehts genauso. Wenn ich grad entspannt bin, stell ich mir vor, wie ich es "meistere" ganz locker zu bleiben sobald eine Attacke einsetzt. Er heute mittag hat eine ganz schwere Attacke mit Zittern am ganzen Körper. Ich hab mir zwar immer wieder gesagt, dass mir nix passieren kann, aber das hat meinen Körper nicht so richtig interessiert.

Somit hab ichs halt einfach über mich ergehen lassen. Bin schon seit 2 Wochen deshalb krankgeschrieben, weils so massiv geworden ist. Ab Montag geh ich wieder arbeiten, hab ich mir fest vorgenommen. Das wird auf jeden Fall Anspannung pur sein, aber ich muss da durch. Ich will wegen so einem Mist nicht mein Leben komplett ruinieren. Ich leide schon zu lange darunter und hab diesen Attacken nun den Kampf angesagt.

Lieben Gruß
Lilly

17.11.2009 16:30 • #9


Huhu,

ohne eine komplette Gedankenumstellung wird man die Ängste eh nicht los.

Man muss sich wirklich immer wieder während einer Attacke sagen (am besten sogar beim ersten Anflug) dass es nichts SChlimmes ist, man die anderen Attacken auch überlebt hat, es ist ein doofes Gefühl aber der Kopf muss lernen, dass es nix Schlimmes ist und das geht nur mit ewiger Überei und sich selber einreden, dass alles gut ist.

LG
Gabi

18.11.2009 09:00 • #10


Ich bin jetzt fast eine Woche wieder krank geschrieben. es ging nichts mehr auf der Arbeit.
Hatte vor allem was ich tun sollte eine fürchterliche Angst. Bis ich eines Morgens wach wurde und mich vor lauter Angst nicht mehr rühren konnte.
Zum Glück konnte ich an gleichen Tag noch zu meiner Ärztin die mich jetzt erstmal 3 Wochen krank geschrieben hat.
Es ärgert mich, denn ich war auf einem guten Weg, mit Muskelentspannung, Medis dachte ich ich hätte alles im Griff, war aber nicht so.
Jetzt berappel ich mich so langsam wieder, geht schon jeden Tag besser, heute Morgen haben meine Frau und ich sogar herzhaft gelacht.
Also es geht doch.

Glückauf

Thomas

18.11.2009 10:53 • #11


Hallo,

wenns einem grad "gut" geht, ist man hochmotiviert. Kommt aber eine Attacke, sind meist die guten Vorsätze vergessen.

Ich weiss, man soll es nicht Es kostet halt immens Kraft.

Gruss
Lilly

18.11.2009 11:29 • #12


Huhu,

darum muss man dran arbeiten, es gar nicht zu einer Attacke kommen zu lassen - man merkt schon den ersten Anflug, dann sofort gegensteuern.

Sich nicht reinsteigern......

Man muss auch in den guten Phasen was für sich tun, sonst holt der Körper sich die Dinge eben durch die Angst die ihm fehlen.
Wenn er merkt, dass man sich nur mit sich beschäftigt während einer Angst, dann kommt auch die Angst.

LG
Gabi

18.11.2009 12:05 • #13


Hallo Thomas,

als Entspannungstrainer wende ich natürlich die
Progressive Muskelentspannung an, wenn die ersten
Anzeichen der Angst da sind.
Ansonsten lass ich die Angst zu, ich wehre mich nicht
mehr, denn ich weiss, sie geht wieder weg.

Ich lebe jetzt seit einiger Zeit ohne PA's. Die Angst
kommt zwar hin und wieder, aber lange nicht mehr so
stark.
Ich tue viel mehr für mich, bin viel in der Natur und arbeite
seit 1,5 Jahren nur noch 36 Stunde die Woche.

Herzlichen Gruß aus dem Saarland
Michael

21.11.2009 17:04 • #14


Hallo Prisenbär...
Als mir alles zu viel wurde,hab ich meinem Job geschmissen...

Denke einfach nicht mehr dran"Ich muss" und seitdem habe ich keine Attacken mehr gehabt...
Habe wieder angefangen mit Sport,könne mir ab und an ne Welnessmassage,gehe wieder feiern..

Das Leben ist echt zu schön um es mit Ängsten zu vergolden und vielleicht auch zu kurz...


Liebe Grüsse
und
Alles Gute

Eva

24.11.2009 16:53 • #15


Zitat:
Als mir alles zu viel wurde,hab ich meinem Job geschmissen...

Das hast Du doch nicht vor Prisenbär oder?
Zitat:
jetzt erstmal 3 Wochen krank geschrieben hat.

Das ist mal ganz gut so. Komm zur Ruhe und dann
Zitat:
haben meine Frau und ich sogar herzhaft gelacht.

Weiter so, du schaffst das Prisenbär

24.11.2009 17:04 • #16


nach fast 20 jahren Vollzeitarbeit mit 3 Kindern und alleinerziehend war das wohl der grösste Knackpunkt in meinem leben...

24.11.2009 17:54 • #17


Ich bin gerade mal wieder krank geschrieben, meinen Job schmeißen ? Nein daran habe ich noch nicht gedacht, muß ja schließlich von etwas Leben.
Im Moment geht es so lala, wenn die Angst kommt, dann lasse ich sie auch zu, denn ich weiß sie geht auch wieder.
Danke für eure positiven Antworten, sie geben mir Kraft. Danke.


Glückauf

Thomas

25.11.2009 14:27 • #18


Auf das es Dir bald wieder besser geht....

Schau nie zurück ...immer nur nach vorn in die Zukunft


Weiterhin Gute Besserung
schickt Dir
aus deinem Nachbarörtchen



Eva

25.11.2009 14:50 • #19


was tun bei panik?

früher dachte ich, eine panikattacke "überfällt" mich sozusagen aus heiterem himmel. heute weiß ich, dass dies nicht so ist. irgendwas an der jeweiligen situation geht mir gewaltig gegen den strich. man verkrampft innerlich und beginnt (unbewusst), zu flach zu atmen. das löst dann die PA aus. sie ist sozusagen "selbst gemacht" und dieser gedanke beruhigt mich irgendwie, da ich tatsächlich immer dachte, sie kommt einfach so und ich hätte keine kontrolle darüber.

vor kurzem habe ich mir eine kleine liste angelegt mit dingen, die mir helfen. diese liste habe ich jetzt immer bei mir, da ich in akuten paniksituationen meist völlig kopflos bin und alles wieder vergesse.

aaalso.. da die hauptursache einer PA vorallem zu flaches atmen ist, hilft mir am besten die sogenannte "nasen- atmung", um wieder tiefer und ruhiger atmen zu können. man hält dazu ein nasenloch zu und atmet gaaaaanz tief durch das andere nasenloch ein. dann hält man das andere zu und atmet so lange durch das offene nasenloch aus, bis nichts mehr kommt. das wiederholt man solange, bis man eine beruhigung spürt. vorallem kann man diese übung auch relativ unbemerkt machen, selbst wenn leute dabei sind.

da ich bei einer PA regelrecht erstarre, hilft mir außerdem, zu hüpfen (klingt albern, hilft aber wirklich) und dabei arme und beine kräftig zu schütteln. das geht auch im sitzen, indem man z.b. die hände kräftig schüttelt, als würde man etwas von sich AB- schütteln. oder ich bitte jemanden, mich an den schultern zu fassen und kräftig durchzuschütteln (hilft tatsächlich)

ich gehe übrigens sehr offen mit diesem thema um und habe noch nie eine blöde bemerkung gehört, im gegenteil. die meisten sagen "ach, das kenne ich" oder "das hat meine mutter, tante etc. auch". das hilft enorm.

so, weiter.. sehr gut gegen diese "erstarrung" hilft auch, mehrmals mit der faust kräftig auf das brustbein zu klopfen (ich bekomme dann wieder besser luft) oder auch die arme abwechselnd auszustrecken und kräftig mit der faust zu beklopfen (von oben nach unten und wieder zurück).

eine andere übung habe ich in einem buch über akkupressur gefunden. dabei werden mit den fingernägeln von daumen und zeigefinger die einzelnen fingerkuppen der jeweils anderen hand leicht gekniffen. das beruhigt und lenkt ab.

eine weitere übung zur beruhigung habe ich vom EFT übernommen. dazu klopfe ich mit einem finger eine weile zwischen die augenbrauen oberhalb der nase.

wenn möglich, sollte man sich auch ein ruhiges plätzchen suchen, sich kurz hinlegen und die beine hoch legen, z.b. indem man die füße gegen eine tür oder wand lehnt. (dazu schön "nasen- atmen" )

seit einiger zeit mache ich zu hause (oder wenn ich mich irgendwo zurückziehen kann) die übungen der "5 tibeter". das kräftigt und beruhigt zugleich. außerdem helfen mir ein kurzer spaziergang oder rad fahren sehr gut, um mich wieder "runterzufahren".

so, ich hoffe, ich konnte euch damit weiterhelfen.

außerdem möchte ich euch an dieser stelle noch ein paar bücher empfehlen, die mir sehr geholfen haben:

lynn grabhorn "aufwachen, dein leben wartet"

louise l. hay "gesundheit für körper und seele"

werner ablass "leide nicht- liebe"

pierre franck "das gesetz der resonanz"

franz a. koch "alles kann sich ändern" sowie

osho "jenseits der grenzen des verstandes"

09.01.2010 15:18 • #20




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