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was tun bei panik?
früher dachte ich, eine panikattacke "überfällt" mich sozusagen aus heiterem himmel. heute weiß ich, dass dies nicht so ist. irgendwas an der jeweiligen situation geht mir gewaltig gegen den strich. man verkrampft innerlich und beginnt (unbewusst), zu flach zu atmen. das löst dann die PA aus. sie ist sozusagen "selbst gemacht" und dieser gedanke beruhigt mich irgendwie, da ich tatsächlich immer dachte, sie kommt einfach so und ich hätte keine kontrolle darüber.
vor kurzem habe ich mir eine kleine liste angelegt mit dingen, die mir helfen. diese liste habe ich jetzt immer bei mir, da ich in akuten paniksituationen meist völlig kopflos bin und alles wieder vergesse.
aaalso.. da die hauptursache einer PA vorallem zu flaches atmen ist, hilft mir am besten die sogenannte "nasen- atmung", um wieder tiefer und ruhiger atmen zu können. man hält dazu ein nasenloch zu und atmet gaaaaanz tief durch das andere nasenloch ein. dann hält man das andere zu und atmet so lange durch das offene nasenloch aus, bis nichts mehr kommt. das wiederholt man solange, bis man eine beruhigung spürt. vorallem kann man diese übung auch relativ unbemerkt machen, selbst wenn leute dabei sind.
da ich bei einer PA regelrecht erstarre, hilft mir außerdem, zu hüpfen (klingt albern, hilft aber wirklich) und dabei arme und beine kräftig zu schütteln. das geht auch im sitzen, indem man z.b. die hände kräftig schüttelt, als würde man etwas von sich AB- schütteln. oder ich bitte jemanden, mich an den schultern zu fassen und kräftig durchzuschütteln (hilft tatsächlich)
ich gehe übrigens sehr offen mit diesem thema um und habe noch nie eine blöde bemerkung gehört, im gegenteil. die meisten sagen "ach, das kenne ich" oder "das hat meine mutter, tante etc. auch". das hilft enorm.
so, weiter.. sehr gut gegen diese "erstarrung" hilft auch, mehrmals mit der faust kräftig auf das brustbein zu klopfen (ich bekomme dann wieder besser luft) oder auch die arme abwechselnd auszustrecken und kräftig mit der faust zu beklopfen (von oben nach unten und wieder zurück).
eine andere übung habe ich in einem buch über akkupressur gefunden. dabei werden mit den fingernägeln von daumen und zeigefinger die einzelnen fingerkuppen der jeweils anderen hand leicht gekniffen. das beruhigt und lenkt ab.
eine weitere übung zur beruhigung habe ich vom EFT übernommen. dazu klopfe ich mit einem finger eine weile zwischen die augenbrauen oberhalb der nase.
wenn möglich, sollte man sich auch ein ruhiges plätzchen suchen, sich kurz hinlegen und die beine hoch legen, z.b. indem man die füße gegen eine tür oder wand lehnt. (dazu schön "nasen- atmen" )
seit einiger zeit mache ich zu hause (oder wenn ich mich irgendwo zurückziehen kann) die übungen der "5 tibeter". das kräftigt und beruhigt zugleich. außerdem helfen mir ein kurzer spaziergang oder rad fahren sehr gut, um mich wieder "runterzufahren".
so, ich hoffe, ich konnte euch damit weiterhelfen.
außerdem möchte ich euch an dieser stelle noch ein paar bücher empfehlen, die mir sehr geholfen haben:
lynn grabhorn "aufwachen, dein leben wartet"
louise l. hay "gesundheit für körper und seele"
werner ablass "leide nicht- liebe"
pierre franck "das gesetz der resonanz"
franz a. koch "alles kann sich ändern" sowie
osho "jenseits der grenzen des verstandes"