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Hallo,
habe heute diese Seite entdeckt. Ich bin 46 Jahre u. leide seit 1996 unter Angstzuständen welche sich in heftigem Drehschwindel m. Erbrechen äußern. Nach zwei Jahren Doktorshopping -heute gehe ich zu keinem Arzt mehr vor lauter Angst- haben meine Angsterkrankung ans Licht gebracht.
Zu Anfang habe ich immer nur gelacht ...."ich doch nicht".... "ich bin doch nicht verrückt" .... . Der richtige Glaube fehlt mir auch nach so vielen Jahren mit bisher 80 Therapiestunden noch.
Ganze zwei Jahre war ich "fast" beschwerdefrei. Vor drei Wochen gings dann wieder los mit leichten Schwindelanfällen bishin zu Drehschwindel m. Erbrechen.
Wenn Ihr alle über Schwindel schreibt, habt Ihr dann auch diesen fürchterlichen "Drehschwindel"?

Würde mich über eine Antwort sehr freuen.

Gruß

Elke

24.02.2004 16:57 • 03.01.2019 #1


126 Antworten ↓


hallo elke auch mir geht es so nur habe ich voralem angst das ich sterben muss.. wen es sich bei mir alles dreht und machnmachl di augen einfach so zuklapen bekomme ich noch merh angst und ich fange an zu hüperventilisieren.... ist es bei dir auch so? weist du den überhaup unter was dür eine angst du leidest?

26.02.2004 19:14 • #2



Angst- und Panikattacken - was tun ?

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hallo elke!
angst- u /oder panikstörungen bedeuten nicht, dass du verrückt bist!
sie sind vielmehr die konsequenz einer dauerhaften "überlastung":
stress soll eine hauptursache von ängsten u panik sein.
wo u wann hattest du die symptome zum ersten mal u wann hast du sie sonst? was denkst u fühlst du dabei? welche konsequenz haben die symptome auf dein leben?
du solltest dir zu diesen fragen antworten überlegen, um der ursache deiner angst bzw. panik näher zu kommen
vielleicht schaffst du es auf diese weise selbst, dich sozusagen von der angst bzw panik zu befreien...ich wünsche dir jedenfalls alles gute dabei!

27.02.2004 22:18 • #3


07.08.2007 10:16 • #4


Hallo Ulrich !

Deine Symptome kenne ich zu genüge. Es geht mir nicht anders, bis darauf dass mir mittlerweile die Freundin fehlt.
Richtig wohl fühle ich mich nur zu Hause.
Es gibt zwar auch Tage, wo es mir richtig Freude macht draussen Fahrrad zu fahren, die Natur zu geniessen.
Aber es gibt halt auch etliche Tage, wo ich mich zu Hause verkrieche und möglichst niemanden sehen will.

Aber der Vorteil, oder Nachteil, ich weiss es nicht, ist, dass ich mich jeden Tag zwinge vor die Tür zu gehen.
Ich wohne allein und ich kaufe nicht auf Vorrat ein, sondern bin jeden Tag gezwungen vor die Tür zu gehen und mich meiner grossen Angst zu stellen: Einkaufen.
Seitdem ich vor 2 Jahren das erste Mal im Supermarkt zusammengebrochen bin und im Krankenhaus gelandet bin habe ich Angst vor dem Einkaufen. Ist mir auch noch mal passiert.
Aber egal, ich gehe trotzdem einkaufen.
Ich habe mir klar gemacht, dass es egal ist, wenn ich dort zusammenklappe.
Im schlimmsten Fall lande ich wieder in der Klinik.
Na und ?
Den einzigen, den das wirklich stört ist meine Krankenkasse.
Aber mir passiert ja eigentlich nichts.
Ein kurzer Besuch dort und dann ab nach Hause.
Und seitdem ich mir das klar gemacht habe, ist es auch nie wieder passiert.

Grüße,
Otter.

07.08.2007 10:42 • #5


ZZerRburRuSs
hi uli
also deine sympthome kenne ich zur genüge denn auch ich trage sie schon 20 jahre mit mir spazieren .
im moment ,schon längere zeit, bin ich aber sehr stabil und es geht mir im gegensatz zu früher richtig gut .
ist doch schon mal super das du in therapie bist und auch das du immer wieder versuchst arbeiten zu gehen .das ist ja nicht so schlimm wenn es nicht immer klappt ,aber hör nicht auf es zu versuchen !
ich habe im laufe der zeit mehrere therapieansätze gebraucht bis ich mal "richtig " nach vorne gekommen bin das lag aber wohl weniger an den therapeuten als mehr an mir .
wärend jeder therapie habe ich eh den kopf voll von 100ten von gedanken gehabt und war teilweise überfordert oder hab gar nicht kapiert was die da von mir wollten !aber im laufe der zeit hab ich dann doch verstanden was mit dem einen oder anderen "hinweis" gemeint war .und dann konnte ich auch vieles besser umsetzen ,was schliesslich zu einem ,für mich, wahnsinnigen erfolg geführt hat !

ein kleines beispiel:
ich hatte ,wie Otter, auch immer angst in grossen kaufhäusern .
viele therapeuten hatten mir dazu immer empfohlen ,ich solle dann in kaufhäuser gehen und wenn die angst kommt ,mich ihr stellen und sie aushalten.
das habe ich dann auch ewig geübt ,mit schwankendem erfolg .
mal wars gut und mal hats gar nicht geklappt und ich musste nach hause rennen !
Und dann kam therapeut X daher und sagte zu mir "man herr ... ZZerRburRuSs,sie sollen nicht dahin gehen und auf die angst warten und dann auf sie "reagieren"!
sie sollen von anfang an zu hause los gehen mit dem ziel ,die angst zu suchen und sie auch zu finden und wenn sie nicht im erdgeschoss ist dann suchen sie vom keller bis zum dachboden !und wenn sie sie dann finden stellen sie sich ihr und halten sie so gut es geht aus (immer ein bischen und dann ein bischen mehr).
also von anfang an "agieren" "!
was soll ich sagen ?!... im kaufhaus habe ich sie nicht ein einziges mal wieder getroffen ! und ich geh noch heute suchen .
also für mich war das enorm wichtig das mir jemand mal klar sagte "geh und mach" und nicht "wenn, dann".
das hat meine ganze herangehensweise an die kaufhaus sache zum sehr guten verändert !
danach konnte ich mir auch die ganze therapie anders zu nutze machen !

ich möchte dir damit sagen dass du nicht den mut verlieren sollst auch wenn es immer mal berg auf und berg ab geht !
manches muss man eben erst verstehen lernen .du findest bestimmt auch noch einen weg die therapie richtig für dich zu nutzen!

alles gute für dich

07.08.2007 13:50 • #6


Hallo Otter76 und ZZerRburRuSs!

Danke für eure Erfahrungsberichte.
Mein Therapeut sagt mir auch immer, ich soll mich meiner Angst stellen und z.B. zur Arbeit fahren und wenn ich sie dort bekomme, dann soll ich sie aushalten.
Aber zur Zeit ist genau an diesem Punkt noch mein ganz großes Problem.
Sobald ich merke, dass ich eine Panikattacke bekomme, oder bekommen könnte, ergreife ich die Flucht. Sprich. Bin ich auf dem Weg zur Arbeit, oder bei der Arbeit und ich merke schon ein leichtes Unwohlsein, so flüchte ich gleich.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass ich die körperlichen Symptome, die ich bekomme aushalten kann. Ich muss dafür zu Hause sein. Das klingt jetzt wahrscheinlich so, als sei ich voll das Weichei, aber eigentlich bin ich das nicht.
Mein Therapeut sagt, dass diese Symptome mich nicht umbringen (das sehe ich eigentlich auch so), aber für mich sind diese Symptome irgendwie nicht auszuhalten. Ich denke zwar:"schei. egal, wenn du stirbst", aber dies hilft nur, wenn ich mich gerade gut fühle.
Habe ich die Symptome, denke ich, dass mir nur mein zu Hause helfen kann und wenn es nicht hilft, kann ich immer noch meine Mutter oder meine Freundin anrufen, die dann zu mir kommen.

07.08.2007 15:56 • #7


Hallo Ulrich !

Ich weiss, es ist unheimlich schwer das auszuhalten, aber glaube mir es hilft.
Du wirst nicht sterben !
Angst bringt dich nicht um.
Wenn es hochkommt wirst Du ohnmächtig.
Das ist nicht tötlich und gerade, wenn Du erst auf dem Weg zur Arbeit bist, wirst Du doch auch schnell gefunden.
Dir kann nichts passieren !
Es ist schwer, aber versuch es.
Es klappt vielleicht nicht beim ersten mal, aber Du wirst es schaffen.
Vertraue uns !

Alles Liebe,
Otter.

07.08.2007 21:10 • #8


lieber ulrich!
ich weis es ist nur blöd daher gesagt aber mach dir immer wieder klar das dir NIX passieren kann. es sind nur deine gedanken du kannst nicht umfallen und nicht ersticken! du schaffst es ganz bestimmt!
liebe grüsse
jenny

07.08.2007 21:46 • #9


ZZerRburRuSs
ich schliesse mich meinen vorschreibern an .
dir passiert nichts !
tschuldigung wenn ich mal deinen text aufgreife und auch amüsant finde "dir ist nur schei. ob du stirbst ,wenn es dir gut geht?"
dir sollte überhaupt nicht schei. sein ob du stirbst !
du schreibst immer von deinem madel und deinem heimchen wo du dich so gut fühlst.ich finde die hätten beide verdient das es dir nicht egal ist .
zu deinen atacken muss ich noch sagen ,wenn es dir tatsächlich noch so schwer fällt diese wege zu gehen dann solltest du versuchen irgendeine möglichkeit zu finden kleinere wege zu beschreiten .
also erstmal nur bus fahren oder überhaupt erstmal alleine gewisse wege zu beschreiten und nich gleich die krasse methode!
wärend meiner therapie hab ich gelernt kleine schritte immer wieder zu gehen und immer ein stückchen weiter .
kannst du deine "eingliederung" nicht verschieben und erstmal wieder ein bischen therapieren ?
den therapie ist schon arbeit satt.

nich aufgeben .
wirklich nicht!
es lohnt sich .

07.08.2007 23:27 • #10


Hallo zusammen,

danke für eure Tipps und Aufmunterungen!
Ich werde wohl oder übel über meinen Schatten springen müssen und die Panikattacken aushalten müssen.
Ich hab nur echt große Angst davor. Wenn ich nämlich erstmal diese körperlichen Symptome habe, ist mein Körper stärker als mein Kopf und mein Körper sagt:"Bring mich in Sicherheit!"
Zur Zeit bin ich wieder auf einem absoluten Tiefpunkt angelangt, an dem ich glaube, dass überhaupt nichts mehr geht. Außerdem macht mich auch der Gedanke krank, dass es bald wieder Herbst bzw. Winter wird und alles grau und dunkel wird. Oh man, ich will endlich, dass das alles aufhört und ich wieder Gesund werde.
Ich hab hier im Forum gelesen, dass viele mit dieser Krankheit schon seit Jahren kämpfen. Ist denn überhaupt keine 100% Genesung in Sicht?
Ich bin wirklich am verzweifeln. Ich hab echt das Gefühl das ich ganz alleine dastehe und das mir übnerhaupt niemand helfen kann.
Außerdem frage ich mich bis heute, wie es bei mir zu dieser Krankheit kam. Irgendwie ist sie aus dem Nichts aufgetaucht.

08.08.2007 07:56 • #11


ulrich schrieb am Di, 07 August 2007 10:16
Aber warum?!


sehr wahrscheinlich hast du dir schonmal gedanken darüber gemacht, wozu es eigentlich schmerzen gibt : der körper reagiert dabei mit diesem symptom auf irgendeine grunderkrankung oder verletzung um uns aufmerksam zu machen. es gibt also einen sinn, schmerzempfindung als warnsignal ist ein resultat der evolution. ähnlich stelle ich mir das mit der angst vor : sie zeigt eine umbruchsituation; eine gefühlsmässige, geistige änderungssituation mit hoher belastung. vielleicht solltest du dich tatsächlich mal intensiver mit dem warum, mit dem sinn in deiner eigenen lebenssituation auseinandersetzen - er muss da sein. noch ein kurzes zitat :
wenn wir uns der Angst mehr stellen, dann bekämen wir mehr Zugang zu dem, was verändert werden muss, aber auch zu dem, was uns Halt gibt

08.08.2007 09:52 • #12


Erstmal danke für deinen Tipp no fear.


Ich habe mir schon Gedanke gemacht, woher die Gründe meiner Angst kommen könnten.
Ich möchte euch an dieser Stelle mein Leben (bzw. Tagesablauf) innerhalb des letzten Jahres kurz beschreiben.

Vielleicht seht ihr einen Zusammenhang, wodurch sich meine Angst ergeben hat.

Ich habe Mathematik studiert. Dort habe ich auch meine jetzige Freundin kennengelernt, mit der ich zusammenlebe. Als Student hat man seine Pflichten (Lernen, Prüfungen, etc.), aber auch seine Freiheiten (viel Freizeit). Ohne Zweifel, dies war eine wunderschöne Zeit. Nun ja.
Im Oktober 2006 habe ich mein Diplom erfolgreich bestanden. Ich habe die Diplomarbeit in einer Firma geschrieben, in der ich mich sehr wohl fühle und auch mit allen Kollegen klar komme. Während der Diplomphase war ich 2x in der Woche beim Arbeitgeber und den Rest von zu Hause aus erledigt. Dies hat alles super funktioniert.

Seit November 2006 arbeite ich in der Firma, in der ich meine Diplomarbeit schrieb. Sie haben mich übernommen. Seitdem fahre ich jeden Tag 30 km hin und 30 zurück bei einer 37,5 Std.woche.
Jeden Tag sitze ich nun im Büro und arbeite. Mal habe ich zu tun und der Tag geht schnell rum und mal ist absolut nichts los und ich langweile mich 8 Stunden lang. Diese Zeit ist fürchterlich für mich. Ich weiß nicht recht, was ich machen soll. Dies belastet mich schon.
Sicherlich, das ist erstmal ne Umgewöhnung.

Jedoch treibe ich auch viel Sport. Ich gehe 6x die Woche ins Fitnessstudio und stemme Gewichte. Dies mache ich schon seit 5 Jahren. Das tut gut. Das will ich auch nicht missen. Natürlich fällt einem das Training nach einem harten, langweiligen Tag schwerer als üblich, aber es ist ok.

Ich brauche etwas Bewegung und den ganzen Tag nur im Büro zu setzen...(nicht gut, wenn man nichts zu tun hat)

Dann ist es abend und ich sehe meine Freundin. Wir essen, unterhalten uns, gucken fern und dann gehen wir schlafen.

Und täglich grüßt das Murmeltier...(der nächste Tag läuft genauso ab)

Hier vermisse ich, dass ich kaum noch Zeit mit meiner Freundin verbringen kann (da war die Studienzeit doch das wahre Paradies).

An manchen Tagen kam es mir vor, als ob ich nicht alles unter den Hut kriegen würde: Arbeit, Fitness, Freundin. Damit meine ich, dass ich alles zeitlich nicht schaffe.
Das hat mich ehrlich gesagt ein wenig belastet.

Diesen Tagesablauf habe ich bis Ende Februar 2007 "ausgehalten" bzw. erlebt, bis es dann zu meiner Krankheit kam.

Noch ein paar Worte zu meiner Freundin:
Sie versteht meine Krankheit nicht wirklich. Das kann ich aber auch verstehen. Hätte mir jemand seinen Zustand geschildert, wenn ich Gesund wäre, ich hätte vielleicht auch nicht ganz dran geglaubt, ihn aber trotzdem unterstützt.
Hierbei belastet mich aber, dass ich mit meiner Freundin nicht ganz offen reden kann und das ich sie in mancher hinsicht belügen muss. Sie sagt immer, reiß dich zusammen, du hast doch nichts....
Mit der Wiedereingliederung meint sie, ach komm arbeite wieder normal, ist doch alles gut, dabei ist überhaupt nichts gut. Ich sage ihr, das ich bei der Arbeit war, obwohl das gar nicht stimmt etc.
Manchmal droht sie mir, dass sie mit mir Schluß machen würde, wenn nicht bald alles wieder normal sei und ich regelmäßig arbeiten gehen...
Au man, das tut schon weh.
........

Was meint Ihr?
Danke.

08.08.2007 11:01 • #13


nimmst du steroide ? die erzeugen angst. rauchst du Ha.? das erzeugt angst. andere Dro. insbesondere Dro., Dro. ? angst! appetitzügler ? erzeugen auch angst. blutdrucksenker, betablocker, gutelaunetabletten ? erzeugen angst

ansonsten sieh das als umbruchsituation, vielleicht musst du mal einige sachen grundlegend ändern und du hast das schon unterbewusst erkannt, die angst ist dann vielleicht reaktion auf die erkenntnis, die sicherheit der eingelaufenen pfade verlassen zu müssen....

zeig deiner partnerin mal diese site und lass sie mal stöbern, vielleicht bekommt sie eine andere sichtweise

08.08.2007 11:31 • #14


Ich nehme keine Dro..
Dies wäre natürlich ein Grund für die Krankheit, da diese Dro., die du aufgelistet hast, diese Nebenwirkungen haben können.

Es ist leider so wie immer. Von Bodybuildern denkt man immer gleich das sie irgendwelche Dro. nehmen.

Ich mache diesen Sport nur damit ich mich gut fühle. Man kann sich auspowern und fühlt sich gut dabei.
Außerdem habe ich ehrlich gesagt auch Angst davor, irgendwelche Dro. zu nehmen, weil ich schon jetzt an meine Gesundheit denke und nicht in 10 Jahren im Rollstuhl sitzen will, weil mein kompletter Körper durch Dro. ruiniert worden ist.
Außerdem habe ich es nicht nötig Dro. zu nehmen, weil ich diesen Sport nur als Sport / Hobby ansehe und nicht als Beruf / Präsentierteller oder Sonstiges.

Das einzigste was ich als Nahrungsergämzungsmittel zu mir nehme ist Eiweiß. Dies ist jedoch ungefährlich und ruft nicht diese Krankheit hervor.
Dies hat mir auch mit behandelnder Arzt bestätigt.

Das ich mich in einer Umbruchstimmung befinde ist möglich. Jedoch frage ich mich, warum ich so "komisch" darauf reagiere. Ich habe doch auch alle anderen bisherigen Umbrüche in meinem Leben ohne Probleme gemeistert.

08.08.2007 11:55 • #15


ulrich schrieb am Mi, 08 August 2007 11:55
Ich habe doch auch alle anderen bisherigen Umbrüche in meinem Leben ohne Probleme gemeistert.



ok, vollständige induktion hilft nicht weiter, sondern eher das bild vom überlaufenden fass und dem tropfen...
das mit den medis war nur eine idee von vielen, den zusammenhang zwischen serotonin - wohlfühlen beim auspowern - und panikattacken kann man bestimmt herstellen, ist aber unspezifisch für angst. was dir mit sicherheit hilft, ist ein blick in die statistik bzw. normalverteilung: relativ frische panikstörung mit hoher wahrscheinlichkeit ziemlich kurzfristig wieder zu verschwinden

08.08.2007 13:22 • #16


ZZerRburRuSs
hallö

allein das du deine freundin belügen "musst" ist schon hart !
musst du das wirklich ?
ich kenne natürlich das problemchen nicht verstanden zu werden .
auch verstehe ich leute die mich und mein problem nicht verstehen ,hat aber lange gedauert!

das deine freundin sagt sie mache mit dir schluss wenn nicht bald alles wieder "normal" wird zeigt ja dass sie diese situation auch sehr anstrengt.
zu diesem thema solltest du hier mal die experten fragen finde ich !

und , Ja ! spring über deinen schatten und fang an zu üben !
dir als gewichtheber kann man als beispiel anführen das es sich mit dem "aushalten von panikatacken" ähnlich verhält wie mit dem "hochhalten von gewichten" !
passt sogar ziehmlich genau .langsam trainieren bis zum gewünschten erfolg.
immer mal nen kilöchen mehr auflegen und dieses dann immermal n sekündchen länger halten !

surf noch mal über diese seite hier und gukk mal unter stress und stressbewältigung ,da solltest du auch was für dich finden .

alles gute

08.08.2007 15:30 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

Hallo ZZerRburRuss,
die Einstellung die Angst zu suchen und NICHT auf sie zu warten, welch ein Blödsinn überhaupt, ist sicherlich die richtige Einstellung. Wenn es nur immer so einfach wäre, aber wer sagt schon, daß es einfach ist. Da ich selber seit ca. 18 Jahren dieses Problem mehr oder weniger mit mir rumtrage, kann ich Dir nur beipflichten. Man kann nicht davor weglaufen, denn man trägt sie wie jeder andere Mensch immer bei sich. Ich fand es es schwer die Angst zu verstehen.
Nun ja, wie schon gesagt, ist es auf jeden Fall der richtige Weg nicht auf die Angst zu warten.

alles Gute

Sven

11.08.2007 20:58 • #18


Hallo Ulrich,

habe mich in deinem Symptombild selber wieder gefunden!

Als Beispiel:
-vor einer vermeintlich anstehenden Panikattacke habe ich auch das
Bedürfniss einer Flucht! (Bei der Arbeit versuche ich aber das
Problem mit nem Gang auf die Toilette zu lösen o.ä.). Aber trotzdem
habe ich ein starkes verlangen na Hause zu gehen!

-habe u.a. auch diese Gedanken "es könnte mir was passiern"..

-kann nichts Essen..


Aber kurz zum Zeitpunkt meiner ersten Panikattacke.
Hatte Nachtschicht und saß bequem mit meinen Arbeitskollegen im
Pausenraum und laß 'ne Zeitung...
Das Thema was ich gelesen hatte, war "Bluthochdruck" und da damals
mit ca 17J. der Arzt Bluthochdruck bei mir mal festgestellt hatte,
hatte es mich interessiert und so laß ich mir die möglichen Folge
durch... Irgendwann beim lesen schlug mein Herz auf einmal
schneller, meine erste Angst "hoffentlich falle ich nicht um", so
lief ich schnell zum Wasserspender und trank erstmal ca. 1l
Wasser, es ging mir danach zwar besser, aber hatte die ganze Zeit
so ein komisches Gefühl - Angst!
Heute denke ich dass mir nicht das Wasser an sich geholfen hat,
sondern einfach nur die Ablenkung die ich beim holen und trinken
genossen hab...
War dann beim Hausarzt, der mit mir div. Tests durchführte
u.a. Blut,Lunge,EKG etc., es war alles in bester Ordnung, selbst
Bluthochdruck konnte er nicht bei mir feststellen! Nach dem Arzt-
besuch fühlte ich mich die darauf folgende Woche sehr gut, hatte
keine Panikattacken nichts!!
Bis mir wieder Gedanken durch den Kopf schossen, "was ist wenn
der Arzt unrecht hatte", "was ist wenn das doch schlimmer war" etc.
Und wieder klopfte mein Herz schneller, hatte Angst zu sterben
oder einen Schlaganfall erleben zu müssen, Angst zu ersticken!

Naja, und nun versuche ich meine Attacken selber in den Griff
zu bekommen, in dem ich ohne Einschränkungen weiter etwas mit
Freunden unternehme, ich sehe z.B. lange Autofahrten als Test an
ob ich des schaffe... Und bis jetzt klappts, einmal musste ich
aus der Disco flüchten, weils mir echt schlecht ging und ich
permanent den Gedanken hatte in Ohnmacht zu fallen... Ob das so
richtig war, weiss ich auch nicht. Aber in dem Moment ist halt
das Körpergefühle stärker als der Kopf.

Naja, hoffe es wird nicht stärker und bald besser...



Grüsse

11.08.2007 23:07 • #19


ZZerRburRuSs
hallo sven

im leben würd ich net behaupten das es einfach sich ihr zu stellen !
da gehört sogar ne ganze menge dazu und das dumme daran ist , es sind sogar sachen dabei auf die man wenig einfluss hat .
ausserdem kann das , sich stellen , auch nur in kleinen schritten passieren .

aber ich finde man muss anfangen !

es ist tatsächlich schwer!aber es geht .

12.08.2007 04:47 • #20



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