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H

hope19
Mitglied

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Mitglied seit:
Hallo zusammen

Ich weiss gar nicht wo anfangen...ich war schon vor ein paar Monaten in diesem Forum unterwegs und heute halte ich es mal wieder gar nicht aus.

Wie schafft man es allein? Wie kommt man alleine durchs Leben, wenn man sonst niemanden hat?
Ich bin 20 Jahre alt und habe niemanden. Keine Freunde (nicht einmal welche, die man alle paar Monate mal sieht). Ich weiss einfach nicht mehr weiter. Auf andere Menschen zugehen kann ich überhaupt nicht. Was sagt man? Ich studiere, aber auch da schaffe ich es einfach nicht, ich kann einfach keine Kontakte knüpfen. Falls es mal zu einem Gespräch kommt, sind schnell keine Gesprächsthemen mehr vorhanden. Andere erzählen Geschichten, die sie mit Freunden erlebt haben oder vom letzten Wochenende, aber ich habe nichts zu erzählen. Wenn ich erzählen würde, dass ich jedes Wochenende zuhause hocke, weil ich keine Freunde zum weggehen habe, dann sucht doch gleich jeder das Weite?!
Es ist Freitagabend und ich würde sooo gerne weg, aber nicht alleine (wer geht schon alleine weg?).
Ich bin eigentlich nur zuhause, weil ich nicht weiss, was ich draussen alleine machen soll. Logisch lerne ich da niemanden kennen, das ist mir bewusst. Aber was soll man denn alleine machen?
Ich fühle mich echt mehr als nur einsam und glückliche Menschen zu sehen bringt mich fast um. Gibt es Menschen, die einfach nicht für das Zusammenleben mit anderen geschaffen sind? Die es alleine schaffen sollen?

Dieses Wirrwar tut mir leid...ich habe versucht die Gedanken in meinem Kopf wenigstens einigermassen zu ordnen.

29.05.2012 #1


59 Antworten ↓
D

DeineProjektion
Gast

Zitat:
ich kenne das eher so, man lernt sich kennen, mag sich, verbringt zeit, redet über dies und jenes, trifft sich lernt einen Teil der Freunde des anderen kennen, dann begegnet man sich mal während es einem nicht so gut geht und dann kommt das erste intimere Gespräch, über sorgen, Probleme und da sieht man, ob der gegenüber in dem Punkt auch mit einem harmoniert. Wenn nicht dann nicht, wenn doch dann spricht man sich gegenseitig gezielt dazu auch an. Langsames wachsen eben.

Ja, so kenne ich das auch - aus meiner Jugend. Prinzessin, ich weiß nicht wie alt Du bist und meine geringe Hoffnung ist, dass Du nicht noch adoleszent bist. Deine Beiträge klingen jedenfalls nicht so. Es ist deswegen meine Hoffnung, weil das die andere Hoffnung in mir wachhält, dass es nochmal so werden kann und es nur an der falschen Umgebung und den falschen Menschen um mich herum liegt. Wie gesagt, ich kenne das aus der Vergangenheit auch so wie Du. Aber inzwischen erlebe ich es so, dass ich offen und ehrlich und auch ungezwungen bin, was erleben will und die vermeintlichen Freunde, erzählen wenig über sich, blocken teilweise ab etc. Das habe ich ja schon wo anders geschildert. Die können sich nicht öffnen. Das hatte ich sogar schon in Partnerschaften, oder besser "Beziehungen". Das blieb alles oberflächlich irgendwie, ging aber nicht von mir aus, weil ich mich sehr gerne über vieles austausche. Es ist wie gegen eine Wand zu laufen und das wie gesagt auch nach Jahren oder in "Beziehungen". Dennoch wird gemeinsam etwas unternommen, aber von diese Nähe und Offenheit ist einfach nichts da. Da kommen eher flotte Sprüche, immer so eine ironische Art der Abgrenzung hinter der sich versteckt wird. Teilweise kann man gar keine "normalen", aufrichtigen Antworten mehr erwarten. Und Ironie ist sehr weit verbreitet und erzeugt bekantlich Doppelbindungen, also Halb-Distanz, wo keiner mehr genau weiß woran er ist. So wie es auch häufig an Arbeitsplätzen der Fall ist, weil ja die Leute gezwungenermaßen etwas miteinander zu tun haben, sich auch austauschen, aber nicht weil sie sich "ausgesucht haben", sondern weil sie mehr oder weniger zufällig zusammengewürfelt wurden. Da ist man dann eben ironisch, weil man sich einerseits humorvoll udn freundlich begegnen, andererseits auch nicht zu nahe kommen möchte. Das dürfte Dir ja bekannt sein so ein Umgang. Und den erlebe ich auch in meinem privaten Umfeld leider nur noch. Das war freilich früher anders. Da wurde auch häufiger etwas gemeinsam unternommen und sich mehr interessiert und ausgetauscht. Z.B. mehrmals die Woche. Das erwarte ich ja nicht in der Frequenz, das geht auch gar nicht, aber alle 3-6 Monate mit derselben Person ist auch etwas mager. Was soll da bitte wachsen und entstehen über welchen Zeitraum? Da kocht einfach jeder sein Süppchen udn ab und alle paar Monate trifft sich für ein paar Stunden. Ich finde das einfach etwas wenig und auch unverbindlich. Da ist kein wirklicher Zusammenhalt. Vielleicht kenne ich die falschen Leute. Mir erscheint es so es geht nur noch um "Überlegenheit" mittels flotter Sprüche, Ironie, zur Schau gestellter Unabhängigkeit etc. Emotionale Verbundenheit und Austausch sind irgendwie nicht drin. Und wenn man selbst anders gestrickt ist und auch so auf die Leute zugeht, wird das noch belächelt oder ins Lächerliche gezogen. Und ich bin so naiv udn denke dann immer, och war ja wieder super, das ließe sich ja zeitnah wiederholen, mache sogar den Vorschlag, der wird angenommen und dann aber nicht umgesetzt, selbst wenn ich da "hinterher bin". Deshalb mache ich das inzwischen auch nicht mehr. Vergeudete Energie. Komischerweise sagen mri dann dieselben Leute, wenn ich erzähle, dass ich vielleicht wegziehe, dass ich doch da bleiben soll. Ich bin doch nicht der dumme Hampelmann, der da bleibt, um auf Abruf verfügbar zu sein. Ich weiß nicht, was in denen Vorgeht. Einerseits ist es so unverbindlich, dass man sich wirklich selten sieht und dann soll ich nicht wegziehen. Für mich scheinen diese Leute ob bewusst oder unbewusst Abhängigkeitsverhältnisse herstellen zu wollen. Wenn ich nämlich mal absage, dann sind sie ganz pikiert. Kam auch schon vor. Aber selbst wird sich das fleißig rausgenommen. Und das ist mir wirklich schon oft so passiert. Finde ich total sonderbar. Auch diese geringe Intimität oder gar der Spott darüber. Das ist alles sehr widersprüchlich.

20.05.2012 16:02 • #28


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A


Wie schafft man es allein?

x 3


D

DeineProjektion
Gast

Prinzessin, Dein Kommunikationsstil ist immer wieder eine Wonne.

Motto: "Emotional bloß keine Stellung beziehen."

Zitat:
Natürlich sind mir Menschen begegnet, die mich nicht möchten und dies auch zum Ausdruck gebracht haben, keine frage, aber als Ausgrenzung habe ich das nicht erlebt. Weil es immer etwas war, was sich zwischen mir und dem anderen abgespielt hat.

Total abgebrüht - könnte man meinen.

Zitat:
Und ich will ja auch gar nicht behaupten, dass es keine egoistischen Menschen gibt, gibt es bestimmt, eben nicht nur und ausschließlich, nicht mal in der Überzahl.
Diese Feststellung ist doch trivial. Wieso möchtest Du so häufig den anderen ihr subjektives Erleben absprechen? Rational wird ihnen dieses Faktum der Relativität bewusst sein. Was sollen diese steten Relativierungen? Die Verallgemeinerungen sind doch nur Ausdruck der Frustration.
Außerdem: Was willst Du denn behaupten? Ständig diese doppelten Verneinungen: Bloß keine Stellung beziehen? Alles schön relativieren. Was soll das? Kommt mir vor wie programmiert.

Zitat:
Ich will gar nicht sagen, dass ich es nicht auch so sehe, dass man seine Theorie ändern muss um dauerhaft erfolgreich zu sein, ich denke auch nicht, dass sich das eine und das andere ausschließt.

Wieder nur doppelte Verneinungen, wie eine Politikerin. Bloß keine Stellung beziehen? Ganz schlechter Kommunikationsstil. Ja, was sagst Du denn? Ja, was denkst Du denn? Jetzt weiß ich nur, was Du nicht sagst, nicht denkst. Die Menge der Sachen die Du sagen udn denken könntest bleibt unbestimmt. Was ist denn Deine Position.

Zitat:
Du bist halt in deiner Kommunikation hier sehr fokussiert auf den theoretischen Teil, ich eher auf den praktischen.

Die Gewaltfreie Kommunikation sagt "Du bist"-Aussagen sind gewaltätig, weil sie Urteile darstellen. Tatsächlich bin ich auf gar nichts fokussiert. Das ist ein Vorurteil.

Zitat:
Das liegt bei mir vor allem daran, dass ich solche philosophischen Diskussionen lieber live führe da in dieser schriftlichen Form einfach zu schnell zu viele Missverständnisse auftauchen. Das erlebe ich hier ja auch ständig, gerade in solchen Treads. Ich halte dieses Medium dafür einfach für supoptimal.

Das kannst Du ja alles so halten. Andere halten das eben anders. Zum Glück ist Dein Urteil nicht maßgebend.

Zitat:
Und wenn ich mich in einer aktutkriesensituation befinde, dann Wünsche ich mir eher hilfreiche Tipps zum ausprobieren um die akutsituation zu bewältigen.

Das muss ja nicht für andere auch so gelten. Die meisten wollen glaube ich eher eine Verbindung herstellen als Holzhammer-"Tipps". Weißt Du was der Unterschied ist?

Zitat:
Damit stelle ich aber deinen Ansatz weder in frage noch Sage ich damit dass ich nicht zustimme.

Wieder die nicht greifbaren doppelten Verneinungen. Ganz schlechter Stil. Das weißt Du aber sicherlich. Was sagst Du denn? Wieder keine Stellung bezogen. Vor was hast Du denn Angst? Dass Deine Position auf Ablehnung stoßen könnte? Welches Bedürfnis lieg denn diesem diffusen Sprachstil zugrunde?

Zitat:
Aber wie gesagt, bei einer Diskussion dieses Umfanges sind Missverständnisse im Gründe unvermeidbar. Gerade weil man den gegenüber nicht kennt.

Das ist immer und überall so, insbesondere wenn man sich kennen lernt. Deshalb spricht man ja miteinander und klärt Dinge. Wer erwartet niemals Missverständnisse zu haben, wer alle Missverständnisse vermeiden will, hat überzogene und unrealistische Erwartungen. Muss bei Dir immer alls Friede-Freude-Eierkuchen sein? Immer alles klar? Keine Missverständnisse? Welches Bedüfnis liegt diesem Wunsch zugrunde?

20.05.2012 20:15 • #47


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C
Hallo hope

Deinen Schmerz kann ich verstehen, da ich ungefähr das selbe durchmache...
Du sagst du studierst? Wie schaut es mit deinen Studienkollegen aus? Verstehst du dich mit denen nicht gut? Wenn ich Geschichten wie deine lese wünsche ich mir bei denen zu sein... Dann könnten wir was unternehmen, aber leider sind hier alle so weit weg...
Im wie vielten Studienjahr bist du denn?

Lg Crisis

#2


N
Hallo Hope19
Ich bin auch viel allein. Als meine Probleme schlimmer wurden sind auch die letzten Freunde weggeblieben. Naja, tolle Freunde. In dem Ort hier ist auch nichts los. Hier ist der Hund begraben. Und wo soll man hingehen? Und dann noch allein. Ich bin auch nicht so der Typ der die Leute einfach so anquatscht. Und man wird ja auch immer älter. Je älter man wird, um so schwieriger wird es Kontakt zu finden Habe fast 9 Jahre allein gesessen.
Da wird man schon ein wenig depressiv
LG, Nachtschatten

#3


H
Naja ich kann jetzt nicht sagen, dass ich mich mit den anderen Studierenden nicht gut verstehe. Viel eher kommt es halt gar nicht erst zu einem richtigen Gespräch. Vllt mal ein paar wenige Sätze. Ich habe auch mittlerweile das Gefühl, dass sich gar niemand mit mir unterhalten will, dadurch ziehe ich mich halt auch eher wieder etwas zurück.

Ich bin jetzt im 2. Semester. Am Anfang war ich total optimistisch, weil ich dachte, dass es da so viele Leute hat, da werde ich doch wohl jemanden finden. Aber das hat sich relativ schnell geändert. Irgendwie höre ich auch total oft Leute so Sachen sagen wie "Ich habe genug Freunde, ich habe es nicht nötig mir hier neue zu suchen." etc. (Also jetzt nicht zu mir, aber halt unter sich.). Das verpasst mir dann auch immer wieder einen Dämpfer, aber es ist doch so. Wer Freunde hat, will keine neuen. Und wer keine Freunde hat, wird schief angeschaut und alle denken mit der stimmt doch was nicht, wer hat schon keine Freunde?

Meine letzte Freundin hat sich vor einem Jahr aus dem Staub gemacht, als ich ihr erzählt habe, dass es mir nicht so gut geht...tolle Freundschaft ehrlich...sie hat sich kein einziges Mal mehr bei mir gemeldet danach

#4


P
@Nachtschatten:
Da hast du wahr. Je älter man wird, desto weniger Leute gibt es, die man noch kennenlernen würde. Übrigens ist "Nachtschatten" ein gleichnamiges Lied meiner Lieblingsband

@hope19
Wie müsste ein Freund mit Zukunft für dich denn beschaffen sein? Was für Eigenschaften müsste er haben?

#5


N
@Pogopuschel
Dann ist das bestimmt ne ganz coole Band. Wie heißt die?
Ja, ab einem bestimmten alter haben alle Arbeit, Familie, Freundeskreis und bleiben zu Hause. Früher hat man sich noch getroffen, heute sitzen die alle am Rechner und keiner geht raus. Ich seh die nichtmal beim einkaufen! Wie machen die das? Das alleinsein macht
mich noch völlig fertig. Wenn ich nicht schon ne Macke hätte würde ich sie bald bekommen.

@hope19
Wenn sich Freundeskreise aufgebaut haben ist es schlecht da reinzukommen. Ging mir auf
der Arbeit auch so. Zusammenarbeiten und sich locker verstehen, das ging ja. Aber nach Feierabend dann nichts mehr. Die erzählen was sie zusammen unternehmen, aber rein
kommt man da nicht. Ich dachte immer das es nur mir so geht, aber wenn ich sehe wie viele hier schreiben - da bin ich wohl doch nicht der einzige. Man zieht sich immer mehr zurück und versucht es gar nicht mehr. Und von Vereinen halte ich auch nichts, bin ich einfach nicht der Typ für. Da hattest Du ja ne tolle Freundin, vergiss die bloß. Ich hatte auch mal so einen Kumpel. Später kam er dann wieder an, aber da wollte ich nicht mehr.
Wenn er das einmal macht, dann macht er es wieder. Und ich bin nicht sein Lückenbüßer.

#6


P
An der Uni finden doch auch freizeitangebote wie Sport oder so in kleineren Gruppen statt. Willst du dich nicht da irgendwo anschließen? Freundschaften sind ja nicht einfach da, sie entwickeln sich, weil man sich sympathisch ist, gemeinsame Interesse hat und Spaß hat gemeinsam zeit zu verbringen. Dann kommen irgendwann die Gelegenheiten, dass man sich gegenseitig hilft oder sich intimeres anvertraut. Wenn es dir so schwer fällt Gespräche zu führen, würde ich da ansetzten. Du hast natürlich recht, wenn man kaum was macht in seiner Freizeit, dann hat man auch wenig zu erzählen, daher gestallte deine Freizeit aktiver. Abends alleine weggehen ist Mist, daher Stürze dich erstmal auf den Tag, daraus kann sich dann was entwickeln und man kann sich darüber unterhalten.

#7


P
Zitat von Nachtschatten:
@Pogopuschel
Dann ist das bestimmt ne ganz coole Band. Wie heißt die?
Ja, ab einem bestimmten alter haben alle Arbeit, Familie, Freundeskreis und bleiben zu Hause. Früher hat man sich noch getroffen, heute sitzen die alle am Rechner und keiner geht raus. Ich seh die nichtmal beim einkaufen! Wie machen die das? Das alleinsein macht
mich noch völlig fertig. Wenn ich nicht schon ne Macke hätte würde ich sie bald bekommen.


Lacrimosa heisst die Band. Es geht mir auch total aufn Keks, dass das so ist. Vor allem, wenn man mit diesem ganzen konventionellen Standard-Lebensentwurf nichts anfangen kann - nicht mit der Zeit geht und all das (bin 31, fühle mich aber überhaupt nicht so, wie andere in meinem Alter, will weder Partner, noch Familie gründen... ich will einfach nur sein dürfen, wer ich bin und angenommen werden, wie ich bin... aber das ist wohl schon zuviel). Und lass dich mal knuffen - ich glaub, die Macken kommen mit zunehmender Einsamkeit so oder so. Ich merk das auch. Je länger ich allein bin, desto mehr Zeit hab ich zu grübeln. Und je mehr ich grüble, desto mehr bewege ich mich weg von jeglichen Kommunikationsgesetzen und werde immer blinder gegenüber den Bedürfnissen anderer Leute. Ich will es selbst nicht, aber ich merke, dass ich so werde mit zunehmender Einsamkeit. Manchmal glaube ich, wenn sich da jetzt nicht etwas ändert, dann werde ich völlig verwahrlosen und es gibt keinen Weg mehr da raus.



Zitat von Nachtschatten:
@hope19
Wenn sich Freundeskreise aufgebaut haben ist es schlecht da reinzukommen. Ging mir auf
der Arbeit auch so. Zusammenarbeiten und sich locker verstehen, das ging ja. Aber nach Feierabend dann nichts mehr. Die erzählen was sie zusammen unternehmen, aber rein
kommt man da nicht. Ich dachte immer das es nur mir so geht, aber wenn ich sehe wie viele hier schreiben - da bin ich wohl doch nicht der einzige. Man zieht sich immer mehr zurück und versucht es gar nicht mehr. Und von Vereinen halte ich auch nichts, bin ich einfach nicht der Typ für. Da hattest Du ja ne tolle Freundin, vergiss die bloß. Ich hatte auch mal so einen Kumpel. Später kam er dann wieder an, aber da wollte ich nicht mehr.
Wenn er das einmal macht, dann macht er es wieder. Und ich bin nicht sein Lückenbüßer.



Ach, das ist doch immer mehr so. Gerade im Bereich der Partnerschaft. Als "nur"-Freund ist man doch eh abgeschrieben, sobald der andere nen Partner hat. Hab das jetzt so oft durch, dass ich Leute schon aussortiere, sobald sie sagen, dass sie nen Partner haben. Ich kann diese Symbionten nicht ertragen, die ihre Individualität für ein "Wir" aufgeben. Heute hat man keine Freunde mehr neben der Partnerschaft - heute hat man nur noch einen Partner, der einem jeden Freund ersetzt und Freunde braucht man nicht mehr.

Das ist zumindest das, was ich erlebt hab

#8


M
guck mal da hast du doch 4 nette leute zum reden gefunden

#9


H
Hallo zusammen

Erstmal danke für die Antworten, das freut mich echt
Zitat von Pogopuschel:
@hope19
Wie müsste ein Freund mit Zukunft für dich denn beschaffen sein? Was für Eigenschaften müsste er haben?

Hmm...das ist irgendwie eine schwierige Frage. Eigentlich bin ich gar nicht so anspruchsvoll. Was ich mir wünsche wäre einfach ein ehrlicher Mensch. Einer, der nicht nur an sich denkt, auch mal fragt wie es dem Gegenüber geht und dann nicht gleich das Weite sucht, wenn es dem andern nicht so gut geht.

Für Vereine bin ich irgendwie nicht gemacht. Als Kind war ich in zwei Vereinen, allerdings beide Male nur kurz, es hat nicht so wirklich zu mir gepasst.
Ich frage mich, wie man es anstellen soll, wenn man nicht in bestehende Freundeskreise hineinkommt. Praktisch muss man sich dann doch Leute suchen, die auch niemanden haben und mit denen eine/n Freundschaftskreis aufbauen (?). Aber eigentlich würde mir ja schon ein Mensch ausreichen.

An der Uni gibt es verschiedenste Angebote (vor allem Sport). Habe da auch schon mehrere Sachen ausprobiert, aber irgendwie stressen die da alle von der Uni zum Sport und danach sind sie genau so schnell wieder weg.
Zitat von Pogopuschel:
Ach, das ist doch immer mehr so. Gerade im Bereich der Partnerschaft. Als "nur"-Freund ist man doch eh abgeschrieben, sobald der andere nen Partner hat. Hab das jetzt so oft durch, dass ich Leute schon aussortiere, sobald sie sagen, dass sie nen Partner haben. Ich kann diese Symbionten nicht ertragen, die ihre Individualität für ein "Wir" aufgeben. Heute hat man keine Freunde mehr neben der Partnerschaft - heute hat man nur noch einen Partner, der einem jeden Freund ersetzt und Freunde braucht man nicht mehr.

Das ist zumindest das, was ich erlebt hab

Ja das habe ich auch schon erlebt. Der Partner ist allgegenwärtig und sie kleben aneinander wie ein Klumpen. Wenn man dann mal was andeutet, dann ist man eifersüchtig und gönnt der andern das Glück nicht blablabla

Im Moment habe ich leider noch Prüfungsstress, aber in meinen Semesterferien möchte ich die Sache echt an die Hand nehmen und irgendwie hier raus finden. Aber aller Anfang ist leider schwer

#10


N
Hi Pogopuschel
Mit dem Standart-Lebensentwurf kann ich auch nichts anfangen. Meine früheren Kumpels, die können das. Geht bei denen ganz leicht.
Ich bin 39 und habe es akzeptiert das bei mir alles anders läuft. Was soll Ich auch sonst machen? Aber ich versuche es so gut zu machen wie`s geht. Und ändern werd ich mich auch nicht mehr.
Mich nervt das auch das andere erst gute Freunde sind und wenn sie einen Partner gefunden haben ist Ende. Haben keine Zeit mehr. Waren das überhaupt Freunde? Man ist einfach uninteressant geworden. Nur wenn sie was wollen kommen sie an und wehe man springt dann nicht. Aber das man hier darüber schreiben kann find ich gut. Hätte gar nicht gedacht das es soviele gibt mit dem selben Problem. Hätte mich schon früher anmelden sollen. Vorher hab ich meinen Schrank immer vollgequatscht, aber der ist wohl auch was besseres. Hat noch nie geantwortet
LG, Nachtschatten.

#11


N
Hallo Hope19
Die meißten Leute denken nur an sich und an ihre Probleme. Wenn man von den eigenen erzählt hören die gar nicht richtig zu. Das ist unsere Überflußgesellschaft. Oberflächlich.
Und finde mal einen erlichen Menschen.
Ja, man muß sich die selben Menschen suchen. Aber woran erkennt man die? Wo Soll man in Kontakt kommen? Man spricht ja nicht irgendwen auf der Strasse an, oder beim einkaufen. Und Vereins- oder Kneipenmenschen haben nicht meine Interessen. Würde auch nicht halten wenn man es versucht.
Ich möchte gar nicht wissen was die Leute über mich denken hier am Ort. Wahrscheinlich : Schau mal da, der da. Der ist voll komisch und immer allein. Lass uns mal die Strassenseite wechseln...
Aber hier haut das doch schon hin! Wir sind doch alles Leute mit den selben Problemen.
Und damit auch eine Gruppe. Hier weiß jeder was der andere durchmacht. Ich finde das gar nicht schlecht hir!
LG, Nachtschatten

#12


P
Alleine der Ansatz, in einen Freundeskreis dazustossen zu wollen, ist komisch. So funktioniert das ja nun nicht. Freundeskreise sind doch von jeder beteiligten Person unterschiedlich, es gibt eine gewisse schnittmenge und eben einige Abweichungen. Solche Cliquen wie in der Schule, gibt es bei Erwachsenen kaum noch. Da kennt man Leute durch die Arbeit die man sympathisch findet und mit denen man sich deswegen auch privat trifft, oder vom Sport oder Freizeit wo Sympathie da ist und man darüber hinaus noch was miteinander macht. Manche kennt man noch aus der Schule und und und. Die unterschiedlichen Freunde begegnen sich oft kaum oder nur an Feierlichkeiten. Und frisch verliebt verbringen natürlich die meiste zeit, gerade am Anfang, gemeinsam. Aber nicht nur. Und Freunde des neuen pärchens freuen sich für sie und akzeptieren das, denn ein normaler Alltag wird sich ja auch da einstellen.

#13


D
Zitat von prinzessin22589:
Solche Cliquen wie in der Schule, gibt es bei Erwachsenen kaum noch. Da kennt man Leute durch die Arbeit die man sympathisch findet und mit denen man sich deswegen auch privat trifft, oder vom Sport oder Freizeit wo Sympathie da ist und man darüber hinaus noch was miteinander macht. Manche kennt man noch aus der Schule und und und. Die unterschiedlichen Freunde begegnen sich oft kaum oder nur an Feierlichkeiten.


Hallo Prinzessin,

das ist eine sehr treffende Beschreibung. So nehme ich das auch wahr. Was ist aber, wenn einen genau dieses Entkoppelte, diese Unverbindlichkeit, die mangelnde Gemeinschaft, der mangelnde Zusammenhalt, dass jeder nur sein Süppchen kocht, wenn einem genau das zu schaffen macht, weil man sich mehr Zusammenhalt, Verbindlichkeit, Gemeinschaft wünscht? Was dann? Wieso wird dieses unverbindliche, selbst unter sog. "Freunden" so blindlings akzeptiert, nur weil es üblich ist? Das geht mir nicht in den Kopf. Was ist, wenn das einen nicht zufrieden stellt, was wenn man sich deswegen einsam fühlt, weil man mehr möchte und da auch mehr investiert und sich einbringt, aber nichts oder nur sehr wenig zurück kommt, weil im Grunde alles lose, unverbindlich, entkoppelt von statten geht und kein wirklicher Zusammenhalt und keine Intimität besteht - man bespricht, wenn überaupt ja eh alles mit dem Partner - selbst vermeintlich guten Freunden gegenüber zeigt man nur die Schokoseite, stellt sich dar, das alles immer rosig ist, das ist ja auch nicht schwer, weil man die ja nur alle paar Wochen mal sieht. aber wirkliche geistige Intimität, Begegnung ist nicht drin? Was dann? Sollen das die "Freundschaften" sein? Wenn man einfach mehr braucht, wünscht, möchte, muss man dann das Land oder den Planeten verlassen? Ist das etwa ein "unnatürliches" Bedürfnis? Ich kapiere es nicht, was in den überweigen Teil der Menschen gefahren ist, dass sie niemanden mehr an sich heran lassen können. Alles wird "gemanaged" selbst die sog. "Freundschaften". Ich halte das persönlich für unmenschlich und krank. Gemeinschaft, Intimität oder das was sie dafür halten gibt es bestenfalls im Schlafzimmer. Aber sie sind ja "erwachsen", was immer das bedeuten soll. Vielleicht kommen sie sich auch nur "erwachsen" vor.

Schönen Sonntag,
DeineProjektion

#14


P
Zitat von Nachtschatten:
Mich nervt das auch das andere erst gute Freunde sind und wenn sie einen Partner gefunden haben ist Ende. Haben keine Zeit mehr. Waren das überhaupt Freunde?


Laut der Definition dieser Leute waren es sicher Freunde. Aber eben nur in diesem normativen Kontext - sobald man da rauskommt, stimmt die Definition nicht mehr.

Zitat von Nachtschatten:
Vorher hab ich meinen Schrank immer vollgequatscht, aber der ist wohl auch was besseres. Hat noch nie geantwortet


Das sind auch verdammt elitäre schei., diese Schränke. Muss son Ehrenkodex zwischen denen sein. Meiner redet auch nie mit mir!

Zitat von Nachtschatten:
Ja, man muß sich die selben Menschen suchen. Aber woran erkennt man die? Wo Soll man in Kontakt kommen? Man spricht ja nicht irgendwen auf der Strasse an, oder beim einkaufen. Und Vereins- oder Kneipenmenschen haben nicht meine Interessen. Würde auch nicht halten wenn man es versucht.


Ach, das ist doch nur das Gelaber von jemandem, der nie in so einer Situation war! Als ob man durch bloßes Anquatschen von Leuten auf der Straße jemals einen nachhaltigen Freund gefunden hätte Vor allem wenn man selbst anders ist, findet man dort niemanden. Und Vereinsmeierei ist auch nichts, was mich interessieren würde. Mal abgesehen davon, dass das auch wieder Geld kostet - und für etwas, das ich eigentlich nur mal ausprobieren würde, um hinterher festzustellen, dass es nix ist, ist mir das einfach zu teuer.

Ich hab ne gute Idee - Du, hope19 und ich, wir machen nen Club auf. Den Club der ewigen Loner-Pomeranzen und sind uns gegenseitig Freunde. Wie wärs?

#15


N
Hi Pogopuschel
Also als Pomeranze würde ich mich nicht bezeichnen. Dafür bin ich doch zu mänlich.
Aber das wir uns gegenseitig Freunde sein können, da bin ich dabei.

#16


P
Ach, das mit den Pomeranzen war doch ironisch gemeint ^^ Hab schon geschnallt, dass du männlich bist. Aber ich kann Frauen auch W*chser nennen, für mich sind derartige Bezeichnungen ziemlich unisex ^^

Hast du MSN, Nachtschatten? Dann könnte man mal quatschen.

#17

Mitglied werden - kostenlos & anonym

N
Was ist MSN ? Kenn mich mit dem ganzen Computer/ Internetkram noch nicht so gut aus

#18


P
Das ist ein Programm, bei dem man Leute, die auch MSN haben, hinzufügen kann und mit denen labern kann über Textnachrichten oder über Voicechat. Das gute daran ist, dass man sich das aussuchen kann, mit wem man quatscht. Wenn derjenige sein MSN angeschaltet hat, sieht man ihn online und kann ihn antexten. So eine Art privater Chat mit einzelnen Menschen.

#19


N
Nö, hab ich nicht, leider

#20


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Dr. Reinhard Pichler
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