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29.05.2012 08:41 • 10.10.2019 #1


43 Antworten ↓


Hallo

Also ich leide auch sehr unter Panikattacken, die sich aber nicht mit Übelkeit und Kopfschmerzen bemerkbar machen. So fühle ich mich eher, wenn es am Wetter liegt. Es ist viel zu warm und hatte gestern sehr starkes Herzklopfen, etwas Übelkeit und einen Druck auf dem Kopf, und ich wusste, es liegt an dem Wetter, denn ich vertrag diese Hitze und dieses Wechselhafte einfach nicht
Hast Du denn noch andere Symptome? Geh doch solange zu einem Vertretungsarzt. Der kann doch sehen ob es ein Infekt ist. Hattest Du denn irgendwie Stress vorher gehabt? Dann habe ich auch oft Magen oder Darmbeschwerden mit Übelkeit..

Liebe Grüsse

29.05.2012 12:03 • #2



Wie schafft ihr es arbeiten zu gehen?

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Hallo!

Nein, ich hatte heute keinen Stress. War sogar super entspannt (lerne gerade autogenes training) und hab mich schon über meine entspanntheit gewundert. Tja, und dann dachte ich auf einmal "und was wenn du hier in der arbeit einen nervenzusammenbruch kriegst?" tja, und dann gings wohl los. Übelkeit, Durchfall, Schwindel, dieses Gefühl völlig neben sich zu stehen. Hielt dann auch daheim noch eine Weile an. Jetzt hab ich noch ziemliche Kopf- und Magenschmerzen.
Morgen ist mein Arzt wieder da. Dem muss ich erst von meinen PAs erzählen.
Vielleicht sind das auch die Nachwehen der letzten Wochen, da war ich ziemlich gestresst. Darum auch wieder die PA´s vor denen ich sehr lange Ruhe hatte.

Bin einfach nur depremiert. Ich will nicht, dass das alles wieder so los geht wie vor ein paar Jahren.

29.05.2012 15:13 • #3


Wichtig ist vor allem, morgen gleich wieder hin zu gehen und sich vor Augen zu führen, dass es gar nicht schlimm wäre, selbst wenn du auf der Arbeit einen Nervenzusammenbruch bekommen würdest. Was nicht passien wird. Problem ist, wenn du anfängst zu vermeiden, so wird es immer schwerer wieder einzusteigen, weil die nagst vor der Arbeit immer schlimmer wird. Du bist eigentlich niergendwo so sicher wie auf der Arbeit, denn da sind immer Leute die dir helfen könnten sollte dir was passien. Und peinlich muss dir auch nichts sein. Bitte überwinde dich und gehe wieder hin und halte dort die Panik aus.

29.05.2012 19:50 • x 1 #4


Ja..., wenn es einen Morgen gibt. Als ich vor Jahren Panikattacken hatte, die waren nachts, 2-3 mal die Woche Notarzt oder Krankenhaus. Das ging erstmal eine ganze Weile so. Dann war es zwar etwas besser, aber immer noch schlimm genug, etliche Tage die Woche nachts nie geschlafen. Dann aber eine verantwortungsvolle Arbeit, Leute unter sich, immer volle Konzentration gefragt. Das geht aber NUR, wenn man AUSGERUHT und fit ist.

Einige Monate ging es bei mir, weil ich mich eben bemühte, den Job zu machen. Irgendwann kam dann der völlige Zusammenbruch. Ich war nicht mal mehr in der Lage, in eine U-Bahn zu steigen. Auf Arbeit saß ich nur noch mit Panik, extremer Übelkeit, Dauerdurchfall und Kotzen auf dem Klo.

Nein, es ist NICHT richtig, sich unter allen Umständen zu bemühen, ja noch den Job zu machen. Das A und O ist die Gesundheit und arbeiten kann man gut, wenn man gesund und fit ist. Man muss nicht um jeden Preis funktionieren! DAS genau ist nämlich der Fehler und warum immer mehr Leute psychisch krank werden. Weil sie funktionieren wollen, müssen oder wie auch immer.

29.05.2012 21:06 • #5


Eine von Vielen
Zitat von Skalar:
Hallo!
Nein, ich hatte heute keinen Stress. War sogar super entspannt (lerne gerade autogenes training) und hab mich schon über meine entspanntheit gewundert. Tja, und dann dachte ich auf einmal "und was wenn du hier in der arbeit einen nervenzusammenbruch kriegst?"


Und das war vermutlich auch der Auslöser.. Deine " Angstgedanken "
Wenn du dir ängstliche Gedanken machst MUSS dein Körper mit Angst / Panik reagieren - Wenn er das nicht würde, wäre das äußerst seltsam - Gedanken machen Gefühle!!
Du hast dir Gedanken darüber gemacht, was wäre wenn... und *schwupps* hast du dich auch so gefühlt.
Einen Infekt kann ich natürlich nicht ausschließen, dass muss ein Arzt machen aber mit ziemlich hoher Wahrscheinlichkeit, war es eben dieser Gedanke.

Autogenes Training braucht Übung... Leider hilft das nicht von heute auf morgen..
Wenn du aber ohnehin dabei bist, solltest du in genau solchen Situationen die Atemübung / Schwereübung - oder was dir eben gut tut - machen!
Das ist Sinn und Zweck, des Autogenen Trainings - Keines Falls, dass es dir "immer unentwegt gut geht" sondern, dass du es einsetzten kannst, wenn eine PA kommt!

Der vorangegangene Stress hat sicherlich etwas dazu beigetragen.
Stressbewältigungsstrategien wären dir anzuraten.

Ich persönlich fahre sehr gut mit klinischer Hypnose.

Ich kann deine Situation aber seeehr gut nachvollziehen, als es bei mir mit den PA´s los ging von ca. 3 Monaten hätte ich einen neuen Job bekommen, welchen ich aber nicht angetreten bin, wegen der PA´s. Mittlerweile geht es mir jedoch wieder so gut, dass ich mir in den Ar*** beißen könnte, dass ich nicht einfach hin gegangen bin, weil ich festgestellt habe, dass es seeeeehr gut zu bewältigen ist - Ja, es ist eig. garkein Problem!!

Ich habe in den nächsten Wochen Vorstellungsgespräche und freue mich rießig darauf, denn eines kann ich dir mit Sicherheit sagen : Daheim zu sitzen und sich den ganzen Tag über ängstliche Gedanken machen zu können, ist alles andere als produktiv!

Das "Schlimmste" ist die Überwindung.
Ein Versuch ist es allemal wert!!
Raff dich auf, gehe Arbeiten und es wird sicherlich alles Gut - wenigstens halb so schlimm, wie du dachtest!

Arbeitslosigkeit etc. bringt nur noch viiiiiiel mehr Sorgen und Ängste mit sich.
Das kannst du dir ersparen!

29.05.2012 23:47 • #6


Wenn ich manche Leute hier lese..., ich glaube, euch ging es nicht so schlecht.

30.05.2012 00:21 • #7


Eine von Vielen
Glaube mir, es ging mir sehr schlecht.
Ich sahs nur noch zu hause in meinem Zimmer.
Habe meine Arbeit und meinen Freund verloren.
Konnte meine neue Arbeit nicht antreten.
Habe zwecks "blöd" zuhause rum sitzen und der Meinung ich müsse mich schonen 5 Kilo zugenommen - super für das ohne hin schon angeschlagene Selbstbewusstsein.

Der Unterschied ist, ob man das weiterhin so haben will - ob man Angst haben will und sich in Selbstmitleid baden möchte ( Man hat ja auch immer einen Krankheitsgewinn ) -- z.B nicht Arbeiten "müssen"... oder dass man von anderen umsorgt wird oder diese einem Dinge abnehmen.

Man ist seinen Ängsten nicht ausgeliefert und jedes kann und muss für sich entscheiden, wie er damit umgehen WILL!

30.05.2012 00:31 • x 1 #8


Es kommt auch immer auf die Schwere an. Mit einer leichten psychischen Erkrankung geht sicher noch viel oder fast alles, bei einer mittleren kann es schon schwer werden. Bei einer, sagen wir mal schweren Depression mit Panik, ist aber keiner mehr arbeitsfähig. Oder zumindest nicht mehr lange.

Man muss hier also auch unterscheiden.

30.05.2012 00:46 • #9


also ich habe endogenen depressionen, belastungsstörung und Panikattacken.. hab damals auch ALLES verloren.. Den vater meiner tochter, der mich ständig geschlagen hatte und alki war, die arbeit verloren weil ich nur gemobbt wurde und ständig magenkrämpfe hatte und ewig gefehlt hatte, 4 jahre lang einsamkeit, probleme mit dem vermieter, räumungsklage, schulden, weil ich nichts mehr bezahlen konnte, habe mich nur zuhause verkrochen.. und das ende vom lied war.. nachts mit krankenwagen in die geschlossene weil ich mir die ganzen arme aufgeritzt hatte, weil ich mich selbst gehasst hatte und nichts mehr auf die reihe gekriegt habe und niemand für mich da war ausser meine beste freundin, die den krankenwagen rief..
Jetzt habe ich einen tollen mann, 2 wundervolle kinder und werde bald heiraten..bin endlich glücklich.. trotzdem kamen sie wieder..diese attacken..

Jetzt soll noch wer sagen, hier ging es einem noch nie wirklich schlecht..lach

30.05.2012 09:42 • #10


Ich hatte in dem Moment einfach zu viel Angst um eine Übung vom autogenen Training anzuwenden.

Hab nachher dann Termin beim Arzt.
Mein Magen rebelliert immer noch. Kann fast nichts essen weil ich nix runter krieg und das was drin ist verursacht sofort Bauchschmerzen.
Ich fürchte es ist Gastritis oder sowas. (hatte ich leider schon mal)

30.05.2012 09:54 • #11


So, wieder zurück vom Arzt. Hab Gastritis von dem ganzen Stress in letzter Zeit. Deswegen auch die Panikattacken. Hab keine Medis bekommen außer was für den Magen. Soll mich entspannen.

Ich würd so gern alles aufarbeiten was in mir drin steckt aber ich komm einfach nicht ran. bin irgendwie blockiert. weiß da wer rat?

30.05.2012 11:26 • #12


Jaleolina

Das ist sehr schlimm und da kamen dann aber auch etliche Sachen zusammen. Es ist aber bei allem auch immer noch die Frage, was überhaupt los ist, also welche psychische Krankheit vorhanden ist. Es gibt Krankheitsbilder, da ist es vorteilhafter, wenn die Person Beschäftigung hat, raus kommt, unter Menschen ist. Darum ist ja auch in Kliniken mit Schwerpunkt Depression der ganze Ablauf in die Richtung gelegt.

Dann gibt es aber auch psychische Störungen, wenn auch deutlich seltener, da ist es umgekehrt. Die Betroffenen sind schnell überfordert, reizüberflutet, nicht fähig, sich in einer Gruppe/Team zu integrieren. Alles in der Richtung, auch Zwang, verschlimmert die Krankheit. Wie gesagt, solche Krankheitsbilder sind selten, aber es gibt sie.

30.05.2012 12:19 • #13


Hallo

Genau so, wie es grosse Unterschiede im jeweiligen Krankheitsbild gibt, gibt
es auch grosse Unterschiede in der inhaltlichen Art der Erwerbsarbeit.

Ich selber kenne zwar kaum Panikatacken, aber dafür Dauerangst und Dauer-
anspannung (bedingt durch Asperger-Symptomatik).
Meine letzte normale Vollzeitarbeit (2001) war das Programmieren, Steuern
und Bedienen von Computergestützten Werkzeugmaschinen (Metallverarbeitung).
Im Minuten-, teils im Sekundentakt mussten bei höchster Konzentration Kontrollen
und Einstellungen an den Maschinen vorgenommen werden. Ein Tippfehler hätte
zu Schäden von vielen tausend DM/Euro und zur Kündigung geführt.

Eine "Zwangskonfrontation" an schlechten Tagen wäre nahezu unverantwortlich
gewesen. Und sedierende Medikamente, die die Reaktionszeit beeinflussen, wären
ebenfalls unmöglich gewesen.

Liebe Grüsse, Der Beobachter

30.05.2012 14:45 • #14


Beobachter

Ähnlich ist es bei mir auch.

Nun muss man aber auch sagen, die Masse hier hat keine Ahnung von Autismus, Asperger oder auch schizoider Persönlichkeitsstörung. Was ja auch nicht schlimm ist. Nur sollte man sich dann vorsehen mit irgendwelchen Äußerungen, wie eben z.B. "Mitwirkungspflicht bei Medikamenten" oder "geh mal arbeiten und alles wird gut". Bei manchen Krankheitsbildern ist nämlich genau das Gegenteil hilfreich.
Trotzdem hatte ich bis vor wenigen Jahren auch immer gearbeitet und nicht wenig. Das hatte aber auch was mit gezwungener Anpassung zu tun und genau das macht dann bei bestimmten Krankheitsbildern irgendwann auch noch körperlich richtig krank. Menschen verändern sich, werden z.T. mit zunehmendem Alter auch sensibler, anfälliger und das oft schon mit um die 40, man muss also keine 80 sein.

30.05.2012 15:27 • #15


Huhu crazy030

Arbeit (Beschäftigung, Anerkennung, Sinn ...) kann ein, auch "therapeutisch",
guter und richtiger Weg aus Krisen (z.B. Depressionen) sein.

Ich habe das selber auch im Rahmen meiner Erzieherzusatzausbildung so ge-
lernt, und ich hatte mich auch selber, quasi als "Ersatz" für das fehlende soziale
und private "Beziehungsleben" in der Vergangenheit nur auf mein Berufsleben
fixiert.

Das dort ständige Erleben und die Reaktionen auf mein "anders sein", haben
aber vor etwa 10 Jahren erst zum wirklichen "Krankheitsausbruch" (zunehmende
Ängste, Depressionen bis hin zum nicht mehr leben wollen, Krankenhaus/Therapie
und Medikamente, heute eben EU-Rente) geführt.

Ich habe das aber leider zu spät erkannt, zu lange stand "normal funktionieren
zu wollen/müssen" auf der Zielliste.

Derzeit könnte ich gefahrlos alternative Arbeitsversuche machen, ich hatte das
auch vor, nicht nur wegen dem zusätzlichen Geld. Aber die innere Angst lässt es
nicht mehr zu, niemals wieder möchte ich in einem Arbeits-/Abhängigkeitsverhält-
nis "Mobbing und Weggestossen werden wegen Andersartigkeit" erleben wollen.

PS:
Von allen sogenannten Fachärzten, Psychologen und Therapeuten hat diesen Zu-
sammenhang (Asperger-Mobbing-Frustration/Depression) bisher nur die Gutachter-
in der Rentenversicherung verstanden, denn nur sie hatte als einzige das Ganze
betrachtet und die Zusammenhänge erkannt.

Die Frage, ob letztendlich meine Symptomatik oder das Verhalten der Umwelt da-
rauf, meinen Ausstieg aus der Gesellschaft (und irgendwann auch aus dem Leben
selbst) bedingt hat, möge im Auge des Betrachters liegen bleiben.

Liebe Grüsse, Der Beobachter

30.05.2012 16:38 • #16


Beobachter

Das Problem ist auch, wenn es zu speziell wird, dann muss man überhaupt erstmal die richtigen Fachleute finden.

30.05.2012 17:04 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

Huhu, und meine Erfahrung:

Die meisten "Hirnklemptner" beissen sich an einem Einzelereignis im
"Hier und Jetzt" fest.

Dies ist bei vielen "Erkrankungen" (Einzeltraumata, reaktive Depression)
oder in sehr frühen Lebensjahren auch durchaus ein guter und richtiger
Weg, aber nicht in absolut jedem Fall und bei jeder Krankheitsgeschichte
und bei jedem Patienten.

Im Krankenhaus vor 11 Jahren hat sich mein behandelnder Arzt sofort
nach dem Erstgespräch an meiner Alk. festgebissen.
Diese lag damals bereits 17 Jahre (absolut problemlos und rückfallfrei)
zurück. Trotz damals diagnostizierter Asperger-Symtomatik verweigerte
er die Arbeit mit mir, und wollte mich zu den Anonymen-Alkoholikern zu
Gesprächen schicken. Das ganze restliche Team war darüber sprachlos.

Ein Psychiater hatte mich vor etwa 3 Jahren sogar einmal mit einem an-
deren Patienten aus seiner Praxisvergangenheit verwechselt. Trotz aller
Klärungsversuche (Krankenkasse und Hausarzt) war er nicht von seinem
Fehler zu überzeugen (der Fall ist aktenkundig, so unglaubhaft er sich
auch im ersten Moment anhört).

Ich könnte diese Liste durchaus noch ergänzen ...

Heute gehe ich zu keinem psychologischen Arzt mehr, vertraue nur noch
meinem alten Hausarzt, der meine Geschichte im Ganzen relativ gut kennt,
aber natürlich mit psychologischen Möglichkeiten überfordert ist.

PS:
Daher auch meine (schon 1 Jahr vorher) Angst vor der Rentenweiterbe-
willigung. Ich ertrage dieses "Bei 0 anfangen und 50 Jahre Leben in 10
Minuten verständlich darstellen/erklären" nicht noch einmal mehr.

Liebe Grüsse, Der Beobachter

30.05.2012 17:39 • #18


Ja, Beobachter, es ist auch nervig, wenn es um die Deutsche Rentenversicherung geht. Und auch sonst...

Ich hab mir aber ganz gut abgewöhnt, mich da zu sehr verrückt zu machen, auch wenn es manchmal schwer fällt.

30.05.2012 18:24 • #19


Ich habe noch 12 Jahre bis zur natürlichen Altersverrentung,
das könnte also noch 5-6 EU-Rentenverlängerungen (mit
allen Terminen, Untersuchungen etc.) mit sich bringen . . .

30.05.2012 18:40 • #20



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