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I

INFJ
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Irgendwas ist schief gelaufen. Mit mir. Es ist, als wäre ich auf diesen Planeten/in diesem Universum ausgesetzt worden, ohne zu wissen, warum. Ich sehne mich nach wahrhaft "guten" Menschen, Harmonie, Empathie, Tiefsinn, Vertrauen, Selbstlosigkeit und Zuverlässigkeit.

Was ich sehe, was ich bekomme, was alle bekommen ist Unsicherheit, Sinnlosigkeit, eine schier unendliche Oberflächlichkeit, Selbstsucht und eine Ignoranz die mir die Brust so zugedrückt, dass ich kaum atmen kann. Wäre ich gläubig, ich würde wohl denken, das ist bereits die Hölle. Ist sie das vielleicht?
Oder ist das der hoffentlich(?) vermeintliche(?) Höhepunkt unserer "Zivilisation"?
Ich verliere mich in Gedanken. Kann nicht aufhören dort weiter zu denken, wo die meisten nicht mal damit angefangen haben. Ich schreibe es nicht um die Hintergründe auszuführen oder um Rat zu erfahren. Ich schreibe einfach so. Ohne Sinn, wie alles, was ist. Ich bin so müde, so
verdammt müde. Ich gehöre nicht hierher.

18.06.2025 x 18 #1


105 Antworten ↓
Q

Quasinemo
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Zitat von autumnleaf:
Im Gegenteil, die Mobber haben ein Problem, sie projektieren ihren Selbsthass auf ein willkürlich gewähltes Opfer, das sie für schwach halten.


.....um sich selbst aufzuwerten, genau! Zwar bin ich mir nicht so sicher, ob dahinter immer nur Selbsthass steckt, auf jeden Fall jedoch begleitet Mobber eine latente Unzufriedenheit mit ihrer Situation. Ich habe auch Mobbing kennengelernt.

Zitat von autumnleaf:
Das schlimme was depressve Menschen immer wieder erleben, ist das sie sich rechtfertigen sollen.


Leider haben Menschen wie du und ich auch gelernt, sich immer wieder zu rechtfertigen in der Hoffung, der/die andere möge einen doch endlich verstehen! Oft genug geht dann der "Schuss nach hinten los", weil unser Gegenüber gar kein Interesse zeigt, mal ein wenig Feingefühl zu entwickeln - im Gegenteil! Dadurch winden wir uns nur noch mehr in Erklärungen und der Kreis schließt sich.

Personen, die einer körperlichen Bedrohung ausgesetzt sind (z. B. durch Geiselnahme) verbessern ihre Situation selten durch Flehen. Je größer das Klagen, um so mehr fühlt sich der Täter in seinem Vorgehen bestätigt und schrumpft die Aussicht, ungeschoren davon zu kommen. Für das Zufügen von psychischem Leid gilt das Gleiche entsprechend - aber: als in Freiheit lebende Menschen sind wir in der Lage, selbst zu entscheiden, welchen Kontakt und wieviel davon wir zulassen - das ist der Unterschied! Heißt: keiner muss sich rechtfertigen, wenn er das nicht will. Wer dir wohlgesonnen ist, benötigt keine rechtfertigenden Worte und wer es nicht ist, ändert seine Haltung sowieso nicht. Letztere Sorte kann man ignorieren.

Liebe @autumnleaf, warum bist du wieder abgemeldet?

Zitat von LeroyDingsbums:
Das gilt im Übrigen leider immer noch für Menschen mit psychischen Erkrankungen jedweder Art.
Bei körperlichen Krankheiten ist das Verständnis der Gesellschaft erheblich größer.


Jain, würde ich sagen. Erstens: die Masse macht es (in der Regel). Je mehr Personen von einer Krankheit betroffen sind, desto größer fällt das Verständnis hierfür aus - unanbhängig davon, ob es sich um eine psychische oder körperliche handelt.

Zweitens. das individuelle nähere Umfeld spielt eine große Rolle. Was auf der einen Stelle toleriert wird, kann auf der anderen zur Ausgrenzung des/der Betroffenen führen.

Drittens: Menschen, die aufgrund zahlreicher Ablehnungserfahrungen bereits psychisch erkrankt sind, laufen eher Gefahr, bei hinzukommenden körperlichen Erkrankungen nicht hinreichend ernst genommen oder mit anderweitiger Ablehnung bestraft zu werden.

Zitat von Fauda:
Sehr gut zusammengefasst. Viel zu oft gibt es noch das Denken, ein leidender Mensch sei selbst schuld an seinem Leiden. Eine völlig falsche Ansicht, die wahrscheinlich denjenigen, die sie vertreten, das Gefühl geben soll, vor Leiden geschützt zu sein, indem sie alles "richtig" machen.


Da ist was dran. Allerdings bin ich auch davon überzeugt, dass - wie in vielen Lebenslagen zu beobachten - die Anklage anderer dafür genutzt wird, von eigenen Verfehlungen abzulenken. Wer immer wieder einen Leidenden mit der pauschalen Schuld an dessen Situation konfrontiert, ohne ihm diese konkret zu erläutern, entzieht sich selbst seiner Verantwortung, genau hinzusehen.

Und ......natürlich bilden wir unser Urteil darüber, wie das Leben funktioniert, aufgrund unserer Erfahrungen. Angenommen, es gäbe für einen Versuch zwei bis dato körperlich und psychisch gesunde Personen - ich nenne sie einfach mal A und B. Stellen wir uns nun vor, beide würden für die Versuchsdauer aus ihrem bisherigen Lebensumfeld heraus und in Isolationshaft genommen, dabei aber von denen, die sie versorgen müssen, regelmäßig auf die gleiche Weise schikaniert.

Nach einer Weile werden beide stark depressiv. Man entlässt sie aus der Isolation, aber noch nicht aus dem Versuch, denn als nächstes sollen die Probanden durch einen großen Raum laufen, in dem sich einige fremde Menschen aufhalten. Beide werden getrennt voneinander angewiesen, sich auf eine leere Bank zu setzen.

Auf A werden nun Menschen aufmerksam. Diese begeben sich auf den Depressiven zu, fragen nach dem Grund seiner schlechten Verfassung und zeigen insgesamt Betroffenheit und Anteilnahme.

Auf B wird niemand aufmerksam. B sieht sich um, doch niemand würdigt ihn nur eines Blickes. Er rafft sich sogar auf, den einen oder anderen anzusprechen: "Hallo, mir geht es nicht gut. Bitte sagen Sie mir, wie ich hier raus komme......." Er wird nur dumm angestarrt und einfach stehengelassen.

Das Experiment endet hier - beide dürfen wieder in ihr vertrautes Umfeld zurückkehren. Was sie erzählen werden:
A: "Mir ging es wirklich schlecht. Aber es gibt auch in der schlimmsten Situation Hilfen. Man muss sie nur annehmen."
B: "Ich kann nicht mehr."

27.03.2021 17:56 • x 2 #81


Zum Beitrag im Thema ↓

A


Was ist das für eine Welt?

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A

autumnleaf
Gast

Die Wahrheit ist doch die, das es sowas wie "einfach normal" gar nicht gibt. Jedes Tierchen hat seine Plessierchen, mag ein abgeschmackter alter Spruch sein, beinhaltet aber mehr Wahrheit als manche "Analysen" die existieren. So oder so, ich denke das das eigentliche Problem darin wurzelt, das es diese Alpha Typus Menschen gibt (jedenfalls in ihren eigenen Köpfen), und dann sagen wir die "genügsamen" Menschen, die vielleicht einfach ein weniger stark ausgeprägtes Ego haben. Andererseits ist es nach meiner Erfahrung tatsächlich so, das ja zum Beispiel die Mobber in Wahrheit die "schwachen" sind, denn sie müssen sich ja über das "bashen" von ihren ausgewählten Opfern "aufwerten". Naja, nicht so einfach das ganze, und selbst wenn man den Mechanismus versteht, ändert es nichts daran, das die Seele bereits verletzt wurde. Und da wieder raus zu kommen, das ist so schwer, braucht doppelt und dreifach so viel Kraft. Denn was man sucht ist Freundschaft, Akzeptanz, eine Chance zu zeigen das man garnicht so ist, wie einem vielleicht "angedichtet" wird, aber man wird einfach "beurteilt", oder "verurteilt", und wenn man mal in der Spirale, oder dem Sog der Selbstzweifel gefangen ist, dann kommt man da kaum noch alleine raus. Zum Beispiel sehe ich mich selbst nur noch als alt, hässlich, schrullig, seltsam, schwierig usw. an, obwohl mir mein Umfeld immer wieder sagt das das nicht wahr sei. Aber mein Selbstbild ist so sehr beschädigt, das ich mich selber nicht mehr als "schön" oder gar "liebenswert" erkennen kann.

21.03.2021 20:04 • x 2 #55


Zum Beitrag im Thema ↓


A
Solche Gedanken hatte ich früher auch oft....oft ist es so....wenn kein gutes Fundament da ist,vielleicht hast du auch eine Depression?
Ja in dieser Gesellschaft braut man starke Ellbogen um sich durchzusetzen....das kann man lernen...doch ich kann dir versichern es sind nicht alle Menschen schlecht. Liebe Grüße

x 4 #2


S
Ich stimme Dir 1000 Prozent zu.

Ich habe schon überlegt, ob Gott uns ein Zeichen setzt. Wer weiß das schon?

In dem Heimatland meines Mannes Portugal ist grad das Gesundheitssystem zusammen gebrochen. Deutsche Soldaten werden eingeflogen.

Ich guck auch nur ganz wenig Nachrichten, einfach, weil es mir nicht gut damit geht.

Tja was soll ich sagen. Keine Ahnung.

x 2 #3


I
Ich denke, dass diese Art von Gedanken besonders dann in unser Bewusstsein treten, wenn es einem besonders schlecht geht. Ich habe mir durch meine lange depressive Phase vieles kaputt gemacht, weil ich jeden Tag daran gedacht habe, nicht mehr leben zu wollen in einer so schrecklichen Welt. Aber es liegt immer an einem selbst, das zu ändern. Man kann viele Türen öffnen, aber durchgehen muss man nun mal allein. Anfangs erscheint das unmöglich, aber es ist machbar und wenn es nur im Gänsemarsch ist.

x 3 #4


A
Ja genau so ist es..der Weg ist das Ziel..

x 3 #5


I
Du kannst dich immer wieder neu entscheiden, deine Gedanken bewusst zu steuern.
Hier mal ein Tipp, den ich persönlich ziemlich gut empfand:

x 4 #6


Peke
So fühle ich mich auch oft, als wäre ich irgendwo ausgesetzt worden, wo ich nicht hingehöre...und hinterfrage vieles. Doch denke ich, dass es keine Depression ist. Ich kann ja schöne Dinge sehen um mich herum, aber eben nicht nur das. Smalltalk liegt mir nicht so, aber ich weiß das mein Umfeld mit meinen Gedanken, die ziemlich große Kreise ziehen, oftmals überfordert sind. Deswegen sage ich nichts. Und versuche gar nicht erst mehr tiefer in Gespräche zu gehen. Aber dadurch fehlt mir auch sehr viel. Es könnte vieles so viel einfacher sein...

#7


Schlaflose
Zitat von -IchBins-:
Ich denke, dass diese Art von Gedanken besonders dann in unser Bewusstsein treten, wenn es einem besonders schlecht geht.


Ich hatte solche Gedanken noch nie, egal wie schlecht es mir ging.

x 3 #8


I
Zitat von Schlaflose:
Ich hatte solche Gedanken noch nie, egal wie schlecht es mir ging.


Ja Schlaflose, du bist halt eine Ausnahme...ist doch schön, wenn du das nicht hast, dann freu dich.. Wink

x 2 #9


J
Ich habe die Gedanken selbst dann, wenn es mir nicht besonders schlecht geht. Hatte ich in abgewandelter Form schon als Kind. Da war es so ein "ich gehöre nicht hierher und würde am liebsten für immer von hier verschwinden in ein Nichts, mich auslöschen". Ich hatte den Tick, die Luft anzuhalten als Versuch, mich selbst zu ersticken. Klappte nur nie, weil irgendwann ja doch der Atemreflex einsetzt.

x 2 #10


F
Könnte es sein das ihr vielleicht hochsensibel seid? Eine Bekannte von mir meinte das sie das Gefühl kannte nicht hierher zu gehören bis sie wusste das sie hochsensibel ist

#11


F
Zitat von INFJ:
Irgendwas ist schief gelaufen. Mit mir. Es ist, als wäre ich auf diesen Planeten/in diesem Universum ausgesetzt worden, ohne zu wissen, warum. Ich sehne mich nach wahrhaft "guten" Menschen, Harmonie, Empathie, Tiefsinn, Vertrauen, Selbstlosigkeit und Zuverlässigkeit. Was ich sehe, was ich bekomme, was ...

Lieber INFJ,
es ist gar nichts schiefgelaufen. Dein Wunsch nach dem Guten, Harmonie, Empathie, Tiefsinn, Vertrauen, Selbstlosigkeit und Zuverlässigkeit ist genau die richtige Richtung. Du verdrehst aber die Richtung der richtigen Richtung. Du bist es, der all das verwirklicht. Du bekommst es nicht, solange du es verlangst. Wenn du es verwirklichst, ist es plötzlich überall. Du bist hier auf diesem Planeten völlig richtig.
Wofür steht die Abkürzung "INFJ"?
Ganz liebe Grüße Smile

x 2 #12


E
Das geht mir so seit Ich 17 bin. Schulwechsel, zu den alten Kollegen wenig bis kaum Kontakt, auf der neuen Schule (die sehr ghettomaäßig war, Wallah, Alda) war Ich ziemlich schlecht und dann gab es noch dieses Erlebnis (Skinhead-Subkultur v.a. und die Massenmedien), was mich maßgeblich prägte. Detroit Techno (Underground Resistance) auch. Depressionen fingen auch an (Schizophrenieschub?). Ich fühle mich den meisten Menschen nicht verbunden, da Ich meist völlig andere Sichtweisen, Hobbys, politische Meinungen etc. habe, andere Musik höre. Ist aber normal, wenn man einer Subkultur angehört.

#13


I
Wenn man als Kind nichts anderes kennt, hat das nichts mit hochsensibel zu tun. Man darf nicht vergessen, dass halt jeder Mensch individuell unterschiedlich auf seine Art und Weise ist.
Bei mir ist es so, dass ich negative Emotionen bekomme, wenn ich negative Gedanken habe. Dazu gibt es auch einige Modelle. Zumindest habe ich es so in Therapien und Kliniken gelernt. Deshalb bin ich froh, dass ich es lernen durfte und um einiges bewusster und gesünder damit umgehen kann.

#14


F
@-IchBins-
Das war kein Angriff! Hochsensibilität ist überhaupt nichts schlechtes die Empathie fehlt leider einigen Menschen heutzutage.
Wollte nur von der Erfahrung meiner Bekannten berichten.

#15


I
Zitat von Felic:
@-IchBins- Das war kein Angriff! Hochsensibilität ist überhaupt nichts schlechtes die Empathie fehlt leider einigen Menschen heutzutage. Wollte nur von der Erfahrung meiner Bekannten berichten.


Hab ich doch auch nicht als Angriff gelesen. Alles gut! Beim Schreiben kann oftmals etwas falsch verstanden werden, weil man sich ja nicht gegenüber steht.

#16


F
Ja leider kommt es häufig zu Missverständnissen, aber dann ist ja alles gut!

#17

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I
Zitat von Felic:
Ja leider kommt es häufig zu Missverständnissen, aber dann ist ja alles gut!


Alles gut Wink

#18


S
Zitat von Felic:
@-IchBins- Das war kein Angriff! Hochsensibilität ist überhaupt nichts schlechtes die Empathie fehlt leider einigen Menschen heutzutage. Wollte nur von der Erfahrung meiner Bekannten berichten.


Du kannst Menschen nicht ändern deswegen gräme Dich nicht.
Wenn Du in sie investierst und nichts zurückbekommst, dann melde Dich nicht mehr.
Wie gesagt, viele haben von Haus aus weniger Emphatie und andere eben mehr.
Vielleicht ist ihr Leben immer glatt gelaufen und sie können Dich in Andere nicht hineinversetzen.
Nimm es nicht persönlich, denn das bringt nichts.
Umgebe Dich mit Menschen, die Du magst.
Qualität nicht Quantität.

x 1 #19


F
@portugal
Besser hätte man es nicht formulieren können.
Leider habe ich in letzter Zeit gemerkt wie viel ich für andere Menschen sei es Freunde/Familie getan habe, welche es jedoch nicht ansatzweise schätzen

x 1 #20


A


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Dr. Reinhard Pichler
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