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Irgendwas ist schief gelaufen. Mit mir. Es ist, als wäre ich auf diesen Planeten/in diesem Universum ausgesetzt worden, ohne zu wissen, warum. Ich sehne mich nach wahrhaft "guten" Menschen, Harmonie, Empathie, Tiefsinn, Vertrauen, Selbstlosigkeit und Zuverlässigkeit.

Was ich sehe, was ich bekomme, was alle bekommen ist Unsicherheit, Sinnlosigkeit, eine schier unendliche Oberflächlichkeit, Selbstsucht und eine Ignoranz die mir die Brust so zugedrückt, dass ich kaum atmen kann. Wäre ich gläubig, ich würde wohl denken, das ist bereits die Hölle. Ist sie das vielleicht?
Oder ist das der hoffentlich(?) vermeintliche(?) Höhepunkt unserer "Zivilisation"?
Ich verliere mich in Gedanken. Kann nicht aufhören dort weiter zu denken, wo die meisten nicht mal damit angefangen haben. Ich schreibe es nicht um die Hintergründe auszuführen oder um Rat zu erfahren. Ich schreibe einfach so. Ohne Sinn, wie alles, was ist. Ich bin so müde, so
verdammt müde. Ich gehöre nicht hierher.

03.02.2021 16:12 • 09.04.2021 x 15 #1


93 Antworten ↓


Annalehna
Solche Gedanken hatte ich früher auch oft....oft ist es so....wenn kein gutes Fundament da ist,vielleicht hast du auch eine Depression?
Ja in dieser Gesellschaft braut man starke Ellbogen um sich durchzusetzen....das kann man lernen...doch ich kann dir versichern es sind nicht alle Menschen schlecht. Liebe Grüße

03.02.2021 16:19 • x 4 #2



Was ist das für eine Welt?

x 3


portugal
Ich stimme Dir 1000 Prozent zu.

Ich habe schon überlegt, ob Gott uns ein Zeichen setzt. Wer weiß das schon?

In dem Heimatland meines Mannes Portugal ist grad das Gesundheitssystem zusammen gebrochen. Deutsche Soldaten werden eingeflogen.

Ich guck auch nur ganz wenig Nachrichten, einfach, weil es mir nicht gut damit geht.

Tja was soll ich sagen. Keine Ahnung.

03.02.2021 16:31 • x 2 #3


-IchBins-
Ich denke, dass diese Art von Gedanken besonders dann in unser Bewusstsein treten, wenn es einem besonders schlecht geht. Ich habe mir durch meine lange depressive Phase vieles kaputt gemacht, weil ich jeden Tag daran gedacht habe, nicht mehr leben zu wollen in einer so schrecklichen Welt. Aber es liegt immer an einem selbst, das zu ändern. Man kann viele Türen öffnen, aber durchgehen muss man nun mal allein. Anfangs erscheint das unmöglich, aber es ist machbar und wenn es nur im Gänsemarsch ist.

03.02.2021 16:53 • x 3 #4


Annalehna
Ja genau so ist es..der Weg ist das Ziel..

03.02.2021 16:55 • x 3 #5


-IchBins-
Du kannst dich immer wieder neu entscheiden, deine Gedanken bewusst zu steuern.
Hier mal ein Tipp, den ich persönlich ziemlich gut empfand:

03.02.2021 16:58 • x 4 #6


Peke
So fühle ich mich auch oft, als wäre ich irgendwo ausgesetzt worden, wo ich nicht hingehöre...und hinterfrage vieles. Doch denke ich, dass es keine Depression ist. Ich kann ja schöne Dinge sehen um mich herum, aber eben nicht nur das. Smalltalk liegt mir nicht so, aber ich weiß das mein Umfeld mit meinen Gedanken, die ziemlich große Kreise ziehen, oftmals überfordert sind. Deswegen sage ich nichts. Und versuche gar nicht erst mehr tiefer in Gespräche zu gehen. Aber dadurch fehlt mir auch sehr viel. Es könnte vieles so viel einfacher sein...

06.02.2021 10:04 • #7


Schlaflose
Zitat von -IchBins-:
Ich denke, dass diese Art von Gedanken besonders dann in unser Bewusstsein treten, wenn es einem besonders schlecht geht.


Ich hatte solche Gedanken noch nie, egal wie schlecht es mir ging.

06.02.2021 10:15 • x 3 #8


-IchBins-
Zitat von Schlaflose:
Ich hatte solche Gedanken noch nie, egal wie schlecht es mir ging.


Ja Schlaflose, du bist halt eine Ausnahme...ist doch schön, wenn du das nicht hast, dann freu dich..

06.02.2021 11:01 • x 2 #9


Ich habe die Gedanken selbst dann, wenn es mir nicht besonders schlecht geht. Hatte ich in abgewandelter Form schon als Kind. Da war es so ein "ich gehöre nicht hierher und würde am liebsten für immer von hier verschwinden in ein Nichts, mich auslöschen". Ich hatte den Tick, die Luft anzuhalten als Versuch, mich selbst zu ersticken. Klappte nur nie, weil irgendwann ja doch der Atemreflex einsetzt.

06.02.2021 13:34 • x 2 #10


Könnte es sein das ihr vielleicht hochsensibel seid? Eine Bekannte von mir meinte das sie das Gefühl kannte nicht hierher zu gehören bis sie wusste das sie hochsensibel ist

06.02.2021 13:38 • #11


Zitat von INFJ:
Irgendwas ist schief gelaufen. Mit mir. Es ist, als wäre ich auf diesen Planeten/in diesem Universum ausgesetzt worden, ohne zu wissen, warum. Ich sehne mich nach wahrhaft "guten" Menschen, Harmonie, Empathie, Tiefsinn, Vertrauen, Selbstlosigkeit und Zuverlässigkeit. Was ich sehe, was ich bekomme, was ...

Lieber INFJ,
es ist gar nichts schiefgelaufen. Dein Wunsch nach dem Guten, Harmonie, Empathie, Tiefsinn, Vertrauen, Selbstlosigkeit und Zuverlässigkeit ist genau die richtige Richtung. Du verdrehst aber die Richtung der richtigen Richtung. Du bist es, der all das verwirklicht. Du bekommst es nicht, solange du es verlangst. Wenn du es verwirklichst, ist es plötzlich überall. Du bist hier auf diesem Planeten völlig richtig.
Wofür steht die Abkürzung "INFJ"?
Ganz liebe Grüße

06.02.2021 14:38 • x 2 #12


Veritas
Das geht mir so seit Ich 17 bin. Schulwechsel, zu den alten Kollegen wenig bis kaum Kontakt, auf der neuen Schule (die sehr ghettomaäßig war, Wallah, Alda) war Ich ziemlich schlecht und dann gab es noch dieses Erlebnis (Skinhead-Subkultur v.a. und die Massenmedien), was mich maßgeblich prägte. Detroit Techno (Underground Resistance) auch. Depressionen fingen auch an (Schizophrenieschub?). Ich fühle mich den meisten Menschen nicht verbunden, da Ich meist völlig andere Sichtweisen, Hobbys, politische Meinungen etc. habe, andere Musik höre. Ist aber normal, wenn man einer Subkultur angehört.

06.02.2021 23:37 • #13


-IchBins-
Wenn man als Kind nichts anderes kennt, hat das nichts mit hochsensibel zu tun. Man darf nicht vergessen, dass halt jeder Mensch individuell unterschiedlich auf seine Art und Weise ist.
Bei mir ist es so, dass ich negative Emotionen bekomme, wenn ich negative Gedanken habe. Dazu gibt es auch einige Modelle. Zumindest habe ich es so in Therapien und Kliniken gelernt. Deshalb bin ich froh, dass ich es lernen durfte und um einiges bewusster und gesünder damit umgehen kann.

07.02.2021 16:38 • #14


@-IchBins-
Das war kein Angriff! Hochsensibilität ist überhaupt nichts schlechtes die Empathie fehlt leider einigen Menschen heutzutage.
Wollte nur von der Erfahrung meiner Bekannten berichten.

07.02.2021 17:23 • #15


-IchBins-
Zitat von Felic:
@-IchBins- Das war kein Angriff! Hochsensibilität ist überhaupt nichts schlechtes die Empathie fehlt leider einigen Menschen heutzutage. Wollte nur von der Erfahrung meiner Bekannten berichten.


Hab ich doch auch nicht als Angriff gelesen. Alles gut! Beim Schreiben kann oftmals etwas falsch verstanden werden, weil man sich ja nicht gegenüber steht.

07.02.2021 17:27 • #16


Ja leider kommt es häufig zu Missverständnissen, aber dann ist ja alles gut!

07.02.2021 17:29 • #17


-IchBins-
Zitat von Felic:
Ja leider kommt es häufig zu Missverständnissen, aber dann ist ja alles gut!


Alles gut

07.02.2021 17:33 • #18


portugal
Zitat von Felic:
@-IchBins- Das war kein Angriff! Hochsensibilität ist überhaupt nichts schlechtes die Empathie fehlt leider einigen Menschen heutzutage. Wollte nur von der Erfahrung meiner Bekannten berichten.


Du kannst Menschen nicht ändern deswegen gräme Dich nicht.
Wenn Du in sie investierst und nichts zurückbekommst, dann melde Dich nicht mehr.
Wie gesagt, viele haben von Haus aus weniger Emphatie und andere eben mehr.
Vielleicht ist ihr Leben immer glatt gelaufen und sie können Dich in Andere nicht hineinversetzen.
Nimm es nicht persönlich, denn das bringt nichts.
Umgebe Dich mit Menschen, die Du magst.
Qualität nicht Quantität.

07.02.2021 18:14 • x 1 #19


@portugal
Besser hätte man es nicht formulieren können.
Leider habe ich in letzter Zeit gemerkt wie viel ich für andere Menschen sei es Freunde/Familie getan habe, welche es jedoch nicht ansatzweise schätzen

07.02.2021 18:35 • x 1 #20



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