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GarbageBoy
Hi Leute,

ich möchte mich hiermit vorstellen und werde einfach mal ein paar
Gedanken los die mir durch den Kopf schwirren in der Hoffnung
ein paar Leuten zu "begegnen" die das nachvollziehen können.

(Erstmal eine Warnung: Zuerst, ich bin ziemlich unerfahren was Foren angeht.
Außerdem könnte dies ein ziemlich Ich-bezogener "Monolog" werden,
dazu hab ich Schwierigkeiten klare Strukturen zu schaffen.
Darum bitte ich dafür um Entschuldigung)


Wie es die Kategorie vermuten lässt bin ich einsam, obwohl ich das allein sein liebe. Ich denke ihr wisst was ich meine..
Doch so langsam habe ich es satt, meine Gleichgültigkeit fängt an mir so dermaßen über den Kopf zu wachsen das ich
bereits jeglichen Bezug zur Realität verloren habe. Sie ist allerdings schon seit mehreren Jahren ein Teil von mir, doch so
richtig schlimm wird es wohl erst jetzt.
Ich kann mich echt über absolut nichts mehr freuen und wo davor "wenigstens" noch Trauer herrschte, weicht diese jetzt
einer immer größer werdenden unbeschreiblichen Leere, als wäre ich ein Zombie. Ich denke schon seit langem daran mich
aus diesem Leben zu verabschieden, jedoch war ich noch nie so nah dran es tatsächlich umzusetzen wie momentan.
Ich hasse mich sehr, jedoch glaubt mir das niemand und ich kann mich wirklich keinem anvertrauen, das belastet mich stark.
Von anderen werde ich immer als glücklich betrachtet und das obwohl ich in meinen teils extrem depressiven Phasen echt
alles und jeden wie Dreck behandel, aber das interessiert wohl einfach niemanden. Falls es dann doch mal vorkommt das
sich jemand dafür interessiert spiele ich sowieso alles runter. Genauso wenig kann ich andere Emotionen noch groß spüren,
z.B. Liebe, in den letzten Jahren habe ich sogut wie alle meine "Freunde" verloren, Single bin ich ebenfalls seit sehr langer
Zeit und auch meine Familie ist mir komplett egal. Mir würde auf Anhieb nicht ein Mensch einfallen für den ich irgendetwas
geben würde und umgekehrt verhält es sich genauso.
Dabei fällt es mir echt leicht neue Bekanntschaften zu schließen, es ist sogar meistens so dass die Leute auf mich zu gehen
und versuchen eine Freundschaft/Beziehung zu mir aufzubauen. Aber ich glaube ich bin dazu einfach nicht in der Lage, ich
weiß wahrscheinlich nichtmal was das ist und oft habe ich das Gefühl das die Menschen auch nur um meine Aufmerksamkeit
ringen weil ich so schwer zu erreichen bin ( Wie mit Kindern die genau das haben wollen was sie nicht bekommen können ).
Ein Teil dieser starken Expansion meiner Depression liegt wahrscheinlich auch darin das ich seit dem Abschluss meiner Aus-
bildung letzten Jahres zuhause sitze. Anfangs war ich sehr motiviert und hab sogar 2 Stellen gefunden bei denen ich, nach
Probearbeiten und allem drum und dran sogar hätte anfangen können. Aber wie immer waren mir die Menschen dort viel zu
fremd, ich habe sowieso das Gefühl als wäre ich ein Alien und deshalb hab ich natürlich auch keine der Stellen angenommen.
Faulheit kann dabei auch eine große Rolle spielen, ich bin wohl einer der faulsten Menschen die es gibt, ich bin quasi chronisch
Müde und das Einzige wozu ich mich aufrappeln kann sind Dinge, die meinem Wohlbefinden dienen, das sind allerdings auch
nicht viele.

Naja falls ihr bis hierher gelesen habt bedank ich mich schonmal. Ich weiß auch garnicht wohin ich mit diesem Post möchte
aber fühlt euch frei alles was euch dazu einfällt offen und ehrlich auszusprechen.

In jedem Fall wünsche ich euch einen guten Tag


Grüße

01.01.2018 17:06 • 01.01.2018 x 1 #1


12 Antworten ↓


kl Schnecke
Willkommen
Warum heißt du denn Mülljunge

01.01.2018 17:21 • #2



Willkommen in meiner Welt

x 3


GarbageBoy
Danke sehr.
Naja weil der Name ziemlich gut zu mir passt. Niemand kann Müll leiden und alle gucken weg wenn er am Boden liegt..

01.01.2018 17:40 • #3


Cati
Hallo, herzlich willkommen.

Das ist typisch für Depressionen, dass man an nichts mehr Freude hat und sich
zurückzieht. Traurig, dass Du niemanden hast, dem Du Dich anvertrauen kannst.
Das muss sehr schlimm sein.
Ich habe auch Depressionen und fühle mich oft wertlos. Aber ich habe Menschen,
mit denen ich darüber reden kann, das hilft ( ein wenig ).

01.01.2018 18:10 • x 2 #4


kl Schnecke
Zitat von Cati:
Hallo, herzlich willkommen.

Das ist typisch für Depressionen, dass man an nichts mehr Freude hat und sich
zurückzieht. Traurig, dass Du niemanden hast, dem Du Dich anvertrauen kannst.
Das muss sehr schlimm sein.
Ich habe auch Depressionen und fühle mich oft wertlos. Aber ich habe Menschen,
mit denen ich darüber reden kann, das hilft ( ein wenig ).

Wie kommst du da drauf, dass du wertlos bist?

01.01.2018 18:20 • x 1 #5


Cati
Zitat von kl Schnecke:
Wie kommst du da drauf, dass du wertlos bist?


Ich bin nicht wertlos, aber ich fühle mich oft so.
Das ist die Sch...Depression.

01.01.2018 18:40 • #6


GarbageBoy
Zitat von Cati:
Traurig, dass Du niemanden hast, dem Du Dich anvertrauen kannst.
Das muss sehr schlimm sein.


Naja das gute ist dass meine Gleichgültigkeit fast alle Gefühle killt momentan, von daher ist es nicht
all zu traurig auch wenn ich das sicher schon oft anders gesehen habe.


Zitat von Cati:
Ich bin nicht wertlos, aber ich fühle mich oft so.


Ich kenne das, ich rede mir das auch so oft ein aber ich komme tzdm immer wieder an diesen
Punkt zurück..

01.01.2018 19:53 • x 1 #7


Veritas
Kann Ich total nachvollziehen, diese Sinnlosigkeit, Einsamkeit, Verrat (angebliche Freunde), Arbeitslosigkeit (war ich früher auch direkt nach der Ausbildung). Wenn es ganz schlimm ist, sollte man sich Hilfe holen, das wäre das Beste (sagt sich leicht...). Denke nicht, das hier jemand wertlos ist, das sind für mich persönlich die Piiiiep aus dem Reichstag in B...!

Lass' den Kopf nicht hängen.

01.01.2018 20:07 • #8


ich hatte so ziemlich die gleichen Symptome wie du
Bist du mal zum Arzt gegangen und hast ihm deine Symptome geschildert?
Wenn nicht , tu es !
Ich litt auch unter chonischer Müdigkeit , habe Freunde verloren , habe nur so vor mich hingelebt in einer totalen Gefühlsleere und hatte schließlich in den Akutphasen Suizidgedanken. Ich hab mich dann überwunden , bin zum Hausarzt der mir dann Escitalopram ( Antidepressiva-SSRI ) in der kleinsten Dosierung verschrieben hat.
Ab dem 2 Tag habe ich eine deutliche Antriebssteigerung erlebt und ab dem 6 Tag wurden die Depressionen besser.
Ich nehme es jetzt seit fast 4 Wochen und hatte seither nur noch vereinzelt mal so kleine Einbrüche die aber auch nicht lange angehalten haben.

01.01.2018 20:09 • #9


Cati
GarbageBoy , ist es vielleicht ein Schutzmechanismus, dass deine ' Gleichgültigkeit
alle Gefühle killt'. Weil es sonst gar nicht auszuhalten wäre.

01.01.2018 20:53 • x 1 #10


Hallo GarbageBoy und herzlich Willkommen.
Wie schon erwähnt, sind das die typischen Zeichen einer Depression. Und da ist doch auch schon mal etwas positives zu entdecken. Es ist dir nicht egal, denn du vertraust dich uns an!

Ich kann dir auch nur wärmstens empfehlen Hilfe ärztliche und therapeutische anzunehmen. Das ist anfangs immer ein nerviger und schwieriger Schritt, aber es lohnt sich.

Liebe Grüße

01.01.2018 21:02 • x 1 #11


GarbageBoy
Zitat von Veritas:
Verrat (angebliche Freunde)


Trifft es echt gut, aber so weiß man wenigstens das die, die am Ende noch da sind, einen dafür
mögen was man ist.
Ich könnte zwar niemals mit denen ernsthaft darüber reden aber jeder weiß eigentlich bescheid.
Ich schäme mich auch zu sehr dafür. Sich im Internet anzuvertrauen ist leicht, hier muss man
niemanden dabei ansehen und kann über seine Worte nachdenken, ob mir das in echt gelingt ist
fraglich..


Und ja mir wurde Hilfe zugewiesen, hab diese Woche quasi mein "Vorstellungsgespräch" in einer
Klinik. Bin echt gespannt was dabei rauskommt, oft fühle ich mich auch wie ein totaler Heuchler
wegen dem wie ich mich fühle und befürchte das die mir eventuell nicht glauben könnten und
ich so weiterleben muss.
Medikamente würde ich eigentlich nur sehr ungern einnehmen, ich bin da ziemlich paranoid was
das angeht. Ich möchte mich nicht von etwas abhängig machen, vorallem nicht von Dingen wie
der Pharmaindustrie.
Außerdem frage ich mich auch wie Medikamente bei einem psychischen Problem helfen sollen?


Zitat von Cat:
Schutzmechanismus


Darüber habe ich noch garnicht nachgedacht, das ist eine starke Erkenntnis und ich wette du
hast recht.

01.01.2018 21:28 • x 1 #12


Cati
Zitat von GarbageBoy:

Trifft es echt gut, aber so weiß man wenigstens das die, die am Ende noch da sind, einen dafür
mögen was man ist.
Ich könnte zwar niemals mit denen ernsthaft darüber reden aber jeder weiß eigentlich bescheid.
Ich schäme mich auch zu sehr dafür. Sich im Internet anzuvertrauen ist leicht, hier muss man
niemanden dabei ansehen und kann über seine Worte nachdenken, ob mir das in echt gelingt ist
fraglich..


Und ja mir wurde Hilfe zugewiesen, hab diese Woche quasi mein "Vorstellungsgespräch" in einer
Klinik. Bin echt gespannt was dabei rauskommt, oft fühle ich mich auch wie ein totaler Heuchler
wegen dem wie ich mich fühle und befürchte das die mir eventuell nicht glauben könnten und
ich so weiterleben muss.
Medikamente würde ich eigentlich nur sehr ungern einnehmen, ich bin da ziemlich paranoid was
das angeht. Ich möchte mich nicht von etwas abhängig machen, vorallem nicht von Dingen wie
der Pharmaindustrie.
Außerdem frage ich mich auch wie Medikamente bei einem psychischen Problem helfen sollen?




Darüber habe ich noch garnicht nachgedacht, das ist eine starke Erkenntnis und ich wette du
hast recht.


Bei mir war es jedenfalls so !
Und wenn die Gefühle dann zurückkehren, ist das erstmal schmerzhaft ( sehr schmerzhaft
bei mir ), aber man LEBT wieder !

01.01.2018 22:04 • x 2 #13



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Univ.-Prof. Dr. med. Isabella Heuser