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LoneSomeOne
Ich bin männlich, 30 Jahre alt und weiß nicht mehr weiter.

Soweit ich denken kann, war ich schon immer eine zurückhaltende Person und ich tue mich schwer damit, Freundschaften langfristig aufrecht zu halten. Ich bin nicht gerade der gesprächigste und kann nur mit Leuten meine Gedanken teilen, dennen ich blind vertrauen kann.

Ich sehne mich nach einen Menschen, der meine überzeugungen mit mir teilt. Einen Menschen, der einfühlsam ist und nicht so ist, wie die meisten anderen Menschen. Ich kann mit oberflächlichen, selbstfixierten Narzisten nichts anfangen, die sich selbt immer in den mittelpunkt stellen müssen und des vertrauens unwürdig sind. Menschen, die nur an sich selbst denken. Und leider hatte ich es bisher immer nur mit solchen leuten zu tun gehabt.

Für mich sind eigenschaften wie enthaltsamkeit, bodenständigkeit, zurückhaltung, treue, ehrlichkeit und loyalität von größter bedeutung. Aber ich habe immer mehr das Gefühl, das es solche Menschen nicht gibt oder ich hatte einfach nur das große Pech gehabt, nie so einen Menschen kennen zu lernen. Ein Mensch mit gewissen, der nicht ruhig schlafen kann, wenn er weiß, das sein nachbar arm dran ist und mit leeren Magen im Bett liegt, bis er diesen geholfen hat. Menschen, die menschlichkeit zeigen, indem sie anderen Menschen helfen.

Ich habe es nur mit gegenteiligen MEnschen zu tun. Leute, die große Freude empfinden, wenn ihren mitmenschen etwas schlechtes passiert.
Leute, die jede gelegenheit nutzen, um über andere abzulästern. Es scheint so, als wäre es die Lebensaufgabe der meisten Menschen, über andere herzuziehen und sich selbst immer im recht zu sehen, obwohl sie der größte Abschaum der Gesellschaft sind.


Ich weiß echt nicht mehr weiter. Alles, wonach ich mich sehen, ist ein ehrlicher, gewissenhafter Mensch. Aber durch meine zurückhaltende Person bin ich einfach nicht in der Lage, fremde Leute anzusprechen und ich sehe keine andere möglichkeit für mich, als es über diesen Weg zu versuchen.

Die Sehnsucht nach wahrer, echter Liebe zereißt mir noch das Herz. Und durch die Leute in meiner Umgebung fühle ich mich noch viel einsamer, weil das alles egoistische Kreaturen sind, die nur für sich selbe das beste wünschen und sich darüber freuen, wenn andere leiden. Anstatt den leidtragenden zu helfen, machen sie sich lustig über sie. Ich werde diese Menschheit nie begreifen.

10.09.2017 16:35 • 02.10.2017 #1


42 Antworten ↓


Veritas
Bist Du noch Jungfrau?

10.09.2017 17:06 • #2



Warum muss alles so elend sein? Echte Liebe finden

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LoneSomeOne
ja bin ich

10.09.2017 17:11 • #3


Hast du schon versucht über Internet allgemein Leute kennenzulernen, Partnerbörsen, Kleinanzeigen usw. oder eventuell über eine ehrenamtliche Tätigkeit wo du normalerweise auf Menschen die hilfsbereit sind treffen könntest?

10.09.2017 19:21 • x 1 #4


LoneSomeOne
ich habe nichts unversucht gelassen. unzählige tage damit verbracht, einen menschen auf gleicher augenhöhe zu finden. Die meisten Frauen haben es beendet, obwohl sie anfangs immer zugetan waren und mich nett usw. fanden. Später kamen dann immer ausreden wie: Du wohnst zu weit weg. Mein Vater ist krank ich kann nicht hier weg. Ich habe schlecht geträumt von uns. Dein Gesicht sieht nicht süß genu aus, ich will einen mann mit babyface. Was ich mir nicht alles an ausreden anhören musste....

und ehrenamtliche tätigkeit kommt nicht in frage, da mir mein job schon so an den kräften zehrt. hätte garkeine nerven dazu und ich wüsste auch nicht, wo ich überhaupt ehrenamtlich tätig werden könnte. und für sowas wäre ich sowieso viel zu schüchtern und verklemmt.

10.09.2017 19:31 • #5


Ah, gerade den Thread hier gesehen.
Mir fällt zunehmend auf, dass Leute, die Probleme haben, andere Menschen kennen zu lernen, andere für oberflächlich und egoistisch halten.
Den gleichen Eindruck von anderen Menschen habe ich auch. Da stellt sich mir die Frage, ob das wirklich so ist oder nur Einbildung.
Nach vielen Jahren dieses Denkens glaube ich jedoch, dass das nicht bloß Einbildung ist.
Sondern Tatsache. Eine Tatsache, die eben Leute wie uns von denen unterscheidet, es uns aber auch deutlich schwerer macht, Kontakte zu knüpfen.

Meine persönliche Meinung ist die, dass wir Psychos tatsächlich eine ganze Portion mehr Charakter-Tiefe haben. Deshalb können wir mit Oberflächlichkeit nichts anfangen. Das können andere gerne anders sehen, mein Eindruck bleibt bestehen

10.09.2017 19:33 • x 1 #6


LoneSomeOne
diejenigen, die versuchen gut zu sein und mitgefühl zeigen, bleiben meist auf der strecke. mit guten taten kann man nicht seine miete bezahlen und die menschen sind sowieso von natur aus undankbar. es ist ein teufelskreis. was sollen wir bloß machen uns gegenseitig trösten und auf das ende warten


wenn die menschen nicht egoistisch wären, dann wäre diese welt nicht so erbärmlich.

10.09.2017 19:41 • #7


Von mir aus kann es ja egoistische Menschen geben. Die sollen mir am Ar.ch vorbei gehen. Doof ist halt, dass Leute wie wir nur einen kleinen Teil ausmachen.

10.09.2017 19:54 • x 1 #8


LoneSomeOne
naja wer weiß. vielleicht werden wir ja am ende dafür belohnt, das wir nicht so waren, wie die breite masse. es kommt doch nur darauf an, sein leben in übereinstimmung mit seinen gewissen zu leben. Am Ende zählen nur die Taten, alles weltliche bleibt hier und wird uns nicht von nutzen sein, wenn wir unter der erde liegen. Ich bin jetzt 30 und mein leben kam mir wie ein witz vor. An das meiste erinnere ich mich garnicht mehr und die schönen erinnerungen sind wie kleine bruchstücke, verschwommen. Das _Leben geht schnell vorbei und der luxus und reichtum wird uns garnichts bringen.

Selbst wenn wir das leben in vollen zügen genießen, alles was bleibt, sind verschommene erinnerungen, die nur ein noch größeres loch in die brust reißen.

10.09.2017 20:07 • #9


Veritas
Da isser wieder.

10.09.2017 20:42 • #10


Zitat von Veritas:
Da isser wieder.


Wer?

10.09.2017 20:44 • #11


Veritas
Der tausendste DP-Klon. Einsam, hässlich, Jungfrau, alle Frauen/Menschen sind schlecht. Taucht alle paar Wochen/Tage auf.

10.09.2017 20:53 • x 3 #12


DP-Klon? I need clarification.

10.09.2017 20:54 • #13


Hallo LonesomeOne,

Das klingt wirklich traurig, sich dreißig Jahre lang allein und unverstanden zu fühlen. Ich würde aber sagen, warte nicht auf die Erlösung von außen. Die wird nicht kommen. Wenn du nichts unternimmst, wird sich nichts verändern. Viele Männer haben ja diese Vorstellung, wenn ich nur die richtige Frau finden könnte, die ganz für mich da ist, mich versteht, mich annimmt wie ich bin usw., dann wäre alles gelöst, dann könnte mein Leben endlich richtig losgehen…

Ich sage dir, Pustekuchen. Frauen merken das sehr schnell wenn ein Mann eigentlich eher eine Therapeutin oder Krankenschwester bzw. eine Mama sucht, die ihn bemuttert und umsorgt, und nehmen so schnell wie möglich Reißaus. Die meisten Frauen wollen einen Partner auf Augenhöhe. Außer Frauen mit Helfersyndrom aber so eine willst du dir auch nicht anlachen. Außerdem sind auch nur wenige gerne mit einem Miesepeter bzw. Misanthropen zusammen, der sich selbst für moralisch überlegen gegenüber dem Rest der Menschheit hält. Wenn du noch nie eine Beziehung hattest dann weißt du auch nicht unbedingt, wie kompliziert das mit Treue und Verlässlichkeit und Mitgefühl in der Praxis dann sein kann.

Ich würde sagen, arbeite an dir selbst. Es gibt viele gute Therapiemethoden die man alleine zu Hause ausführen kann und damit die Last an alten (oder neuen) negativen Gefühlen verringern kann. Dann strahlst du auch für andere was besseres aus und ziehst eher positive warmherzigere Menschen an.

Viel Glück!

10.09.2017 21:42 • x 5 #14


LoneSomeOne
Danke für den Tipp. Aber es fällt mir schwer, nach außen hin fröhlich zu wirken. Diese Welt macht mich einfach nur depressiv, wenn ich mir die Lage der Welt anschaue, wie alles immer weiter den Bach runter geht. Die ganzen Kriege, die geführt werden. Das Leid der Welt, das keinen zu interessieren scheint. Man wird ja immer und überall mit negativen konfrontiert. Auf der anderen Seite der Welt werden die Menschen mit drohnenangriffen bombadiert. Kleine Kinder werden getötet oder müssen als vollwaise ganz allein durchs leben gehen und keiner hinterfragt diese Kriege, warum sie geführt werden. Amerika unterdrückt die ganze Welt und diktiert den anderen ländern, was sie tun und was sie sein lassen sollen. HAben schon überall auf der Welt militärbasen eingerichtet und keinen juckt es. Keiner hinterfragt, was das Endziel dieser Tyranen ist.

Auf der anderen Seite gibt es auch riesen probleme in unserer Gesellschaft. Reiche werden immer reicher und arme immer ärmer. Die Nahrungsmittelproduktion liegt in den händen weniger konzerne. Nahrungsmittel haben keinen echten nährwert mehr. In den Medien wird nur gelogen und manipuliert. Die Leute werden immer egoistischer, die Scheidungsrate liegt bei 50% usw. und sofort.

Es wird der Zeitpunkt kommen, das sich alles irgendwann im Chaos auflösen wird und ich kann nicht begreifen, wie Menschen all diese Probleme einfach ignorieren können und so tun als ob nichts sei.

Es ist nicht die Zeit um glücklich zu sein und sein leben ausgelassen und voller freude zu leben. Das kann man nur machen, wenn man seine Augen vor der realität verschließt. Es ist einfach traurig, das sich kein Mensch finden lässt, der genauso denkt.

Und nur, weil ich nicht grinsend durchs leben gehe heisst das doch nicht, das ich irgendwie ein pflegefall bin oder von jemanden bemuttert werden muss.
Du schreibst, Frauen merken schnell, wenn ein mann nen therapeuten sucht usw. Also gibs du selbst du, das die Frauen herzlos und egoistisch sind? Es ist doch immer die Rede davon, wie liebevoll und mitfühlend Frauen sind.... Tja pustekuchen. Alles lügen. Viele Frauen sind genauso oder noch schlimmer als männer, weil die meisten von ihnen nur am Geld, am Aussehen und am Status der Männer interessiert sind und ich soll mich jetzt verstellen und etwas vorspielen, damit ich so eine oberflächliche Frau abkriege? Nein danke.

Wenn es keine vernünftige, mitfühlende Frau mehr für mich gibt auf dieser Welt, dann muss ich das wohl oder übel akzeptieren.

11.09.2017 16:01 • #15


Was spricht denn dagegen trotz des vielen Elends und Leid auf der Welt auch für sich selber zu sorgen und hier und da glückliche Momente und Stunden zu verleben? Vielleicht kann man grade dadurch Kraft tanken, die man dann wiederum einsetzen kann um etwas in der Welt zu bewegen. Finde da eine gewisse Balance wichtig und dazu gehört eben auch für seine eigene Stabilität und sich selbst zu sorgen und sich nicht (nur) vom Elend der Welt runterziehen zu lassen.
Und es gibt durchaus Menschen die etwas tun, natürlich fängt man da oft im kleinen Bereich an, aber das ist doch auch was wert.
Natürlich geht es jetzt nicht darum 24 h ausgelassen zu feiern als gäbs kein morgen mehr, aber ohne mal ein paar entspannte und fröhliche Momente geht man doch selbst zugrunde und damit ist der Welt irgendwie auch nicht geholfen oder?

11.09.2017 16:10 • x 2 #16


LoneSomeOne
man soll ja auch nicht ständig traurig und wütend sein, sondern seine energie dazu nutzen, gegen den strom zu schwimmen. Den supermarkt fraß ablehnen, eigenen gemüsegarten bestellen, weniger fernsehen, mehr bücher lesen, mit gleichgesinnten zusammentun, was auf die Beine stellen. Andere Menschen aufzuklären und zu informieren. Ein eigenes kleines Dorf gründen und der Welt zeigen, das es auch anders geht, autark und unabhängig werden.

Aber mit den leuten in dieser Gesellschaft kannst du so ein vorhaben gleich vergessen. Dazu sind die leute alle viel zu bequem und nachgiebig.

11.09.2017 16:16 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

Uropanoel
Zitat von LoneSomeOne:
Aber mit den leuten in dieser Gesellschaft kannst du so ein vorhaben gleich vergessen. Dazu sind die leute alle viel zu bequem und nachgiebig.


Es reicht doch das du der beste bist.

11.09.2017 16:30 • x 1 #18


Luna70
Zitat von LoneSomeOne:
Den supermarkt fraß ablehnen, eigenen gemüsegarten bestellen, weniger fernsehen, mehr bücher lesen,


Diese Dinge zumindest könntest du ja tun, oder nicht? Dazu brauchst du nicht zwingend andere Leute. Man kann inzwischen sogar Beete mieten, wenn man keinen eigenen Garten hat. Da wird man dann vermutlich auch gleichgesinnte Leute treffen. Und einen Bioladen wirst du wahrscheinlich auch in der Nähe haben.

Das mit dem Dorf gründen, okay, das stelle ich mir auch etwas schwieriger vor.

Aber du könntest deinen Urlaub nutzen um ein Praktikum auf einem Selbstversorgerhof zu machen. Im Internet findet man dazu sicher was.

11.09.2017 16:35 • x 2 #19


LoneSomeOne
einen gemieteten garten habe ich schon seit 10 jahren

11.09.2017 16:38 • #20



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