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W
Tach zusammen! Viele Freunde hatte ich noch nie. Eher nur diese guten Bekannten. Beachtung oder Anerkennung erfahre ich nur durch Arbeit oder wenn ich jemandem helfen kann. Ansonsten gibt sich eigentlich keiner mit mir ab. Sei es bei der Arbeit oder in der Freizeit, immerzu werden meine gesellschaftlichen Kontakte auf meine Tatkraft reduziert. Ein Stubenhocker bin ich eigentlich nicht, wieder und wieder gehe ich unter Menschen, immer mit dem Vorsatz: Heute läuft es mal anders. Doch dann ist es wie immer. Dann wird nur das nötigste mit mir gesprochen, ansonsten werde ich übersehen, ignoriert...
Einer meiner guten Bekannten brachte es dann auf den Punkt: Gutmütiger Trottel, bist derart durchschnittlich und berechenbar, sowas von uninteressant und langweilig. Kennst ja nur was vom arbeiten, bist der ständig helfende Nebendarsteller. Ok, also wieder traurig nach Hause. Anrufbeantworter: Leer. Keine neuen E-Mails. Alles wie gehabt. Ablenkung durch Hausarbeit, damit alles in Ordnung ist, wenn mal unverhofft Besuch kommt...

23.12.2011 11:43 • 29.12.2011 #1


15 Antworten ↓


N
Hallo,
hiermit grüßt Dich noch so ein Nebendarsteller.
Auch ich werde für meine Hilfe gelobt. Und,ist doch schön, also ich freu mich.
Ich helfe auch nur solchen Leuten,es gibt ja auch welche,denen fällt noch nicht
mal auf,was Du tust.
Ich mach mir auch kein Problem damit,ein Nebendarsteller zu sein,
ist doch auch noch besser als nichts!
Immerhin freuen sich meine lieben Tiere,das ich für sie da bin.
Und diese Liebe ist IMMER ehrlich,und darüber freu ich mich.
Hab sogar Weihnachtsgeschenke bekommen,obwohl ich keine mehr
machen kann.
Also,bist nicht allein, ich versuch in letzter Zeit immer was positives zu finden,
und,das klappt auch.
Also,ich wünsch Dir erstmal schöne Weihnachten,und fürs nächste Jahr
das,was Du brauchst.
LG,Nelly.

23.12.2011 14:16 • #2


A


Preis für den besten Nebendarsteller.

x 3


B
hallo,

herzlich willkommen hier im forum.

schwierig zu beantworten für mich, da ich dich nicht einen funken kenne.
aber nun gut, ich versuchs trotzdem mal kurz.


1 punkt: freunde hat jeder nur ganz wenige und viele gar keine, sondern nur gute bekannte, das ist leider so.
also ergeht es dir nicht als einziger so, schwamm drüber.

2 punkt: auch fast die gleiche antwort wie bei punkt 1.
viele bekommen beruflich bestätigung aber kaum privat.
es sei denn, man kann im privaten mit was anderem glänzen.

3 punkt: helfen? wie sieht das helfen aus? ist das ausnutzen? mutter theresa spielen?


warum ignoriert man dich oder warum wirst du übersehen?
bist du ein kleines mäusschen was still in der ecke sitzt oder bist du schüchtern?
oder bist du nicht gepflegt und riechst unangenehm?


äääääähm, wie schaut es aus mit....... selbstwahrnehmung?
wie siehst du dich, wie sehen dich die anderen ERGO: was fällt dir dabei auf?

hast du hobbys?
wäre mal zeit für veränderung in deinem leben, auch neue leute also neues umfeld?

(wenn man dich so kennt wie man dich kennt und du aber was anderes möchtest oder anders gesehen werden willst, dann solltest du die bisherigen verhaltensweisen ändern).
mach doch mal gar nichts und achte auf die reaktion deiner mitmenschen.
sicherlich würden auf einmal fragen kommen.

du bist doch ein taffer mensch oder nicht?
dann stell dich doch mal den neuen herausforderungen des lebens.
und dreh den spieß um und lass doch mal die anderen machen und du guckst zu.

habe keine ahnung ob dir meine antwort irgendwie was gebracht hat.
feedback wäre toll von dir.



gruß

23.12.2011 14:21 • #3


W
Hallo, zusammen! E-Mails! Super! Hätte nicht gedacht, dass sich so schnell jemand meldet. @Nelly55: Vielen dank für Deine Antwort, Du hast vollkommen Recht. Es heisst ja wahrscheinlich nicht zu Unrecht, dass ein schwanzwedelnder Hund niemanden anlügt. Leider darf ich in meiner Wohnung keinen Hund halten. Fische werden mir gestattet (nein, keine Silberfische, die im Aquarium).
Positive Sachen - schöne Dinge, die ich sehe oder erlebe, oder auch kleinere und größere Erfolge - helfen mir nur bedingt durch den Tag, da ich sie leider mit sonst keinem teilen kann oder es schlichtweg niemanden interessiert.
Helfen tu ich im Grunde gerne (schlechtes deutsch, entschuldige), ob Lob hin oder her. Zumindest in dieser Zeit bin ich abgelenkt und Teil einer kleinenGemeinschaft. Danach ist aber wieder Stille angesagt.
Naja, ich sehe aber, mir geht es nicht allein so. Schön, dass es hier Leute gibt, die sich ein wenig interessieren und helfen wollen.
Auch Dir (und Deinen Tieren) schöne Feiertage und alles Gute fürs neue Jahr!

LG

@ Bommel1: Auch Dir vielen Dank für Deine schnelle Antwort. In Deinen Punkten 1 und 2 hast Du wahrscheinlich vollkommen Recht. Ich könnte auch gut mit beidem leben, aber... Das bringt uns zu Punkt 3. Wie ich weiter oben schon angedeutet habe, gibt mir das Helfen ein gewisses Zugehörigkeitsgefühl. Sicherlich erhoffe ich mir dadurch auch gesellschaftlichen Zugang. Schade ist dabei nur, dass ich diesen aber nur bedingt bis gar nicht finde. Mit Sicherheit lasse ich mich auch oft - nun gut, nennen wir es ausnutzen, das nehme ich aber in Kauf.
Ja, ein Hobby hab ich auch. Da lass ich mich dann gerne - auch mal nachts - von Sirene und Melder zu Brand- Rettungs- oder sonstigen Hilfseinsätzen rufen. Da haben wir es wieder. Helfen tu ich gern. Während solcher Einsätze genieße ich ein Zusammengehörigkeitsgefühl. Doch danach ...
Auf mein Äußeres achte ich im Grunde schon (sehr). Wie Du kommst gegangen... Gut, an meinem generellen Äußeren kann ich natürlich nichts machen. Eigentlich bin ich auch immer bemüht, mich an Gesprächen usw zu beteiligen, aber meistens endet das damit, dass ich der am Ende des Tisches oder in der Ecke bin.
Ich denke, ich werde Deinen Rat befolgen und mal eine Zeit lang gar nichts oder nur Dienst nach Vorschrift machen. Mal Abwarten.

Auch Dir schöne Feiertage und alles Gute fürs neue Jahr, vielen Dank nochmal!

Bis dahin

23.12.2011 22:54 • #4


G
Hallo Widder,

meine Vorgängerinnen haben sicher Recht.
Zitat von Widder76:
Eigentlich bin ich auch immer bemüht, mich an Gesprächen usw zu beteiligen, aber meistens endet das damit, dass ich der am Ende des Tisches oder in der Ecke bin.

Zusätzlich möchte ich fragen: Bringst du auch mal selber ein eigenes Thema ein, oder wartest du immer darauf, ob und wie du dich an den Gesprächen der anderen beteiligen kannst?

24.12.2011 15:44 • #5


W
Hallo GastB,

eigentlich ist es mir ganz ehrlich lieber, wenn ich in ein laufendes Gespräch einsteigen kann. Da weiß ich dann, dass es um ein Thema geht, welches die anderen auch interessiert. Für andere interessante Themen zu finden um selber ein Gespräch zu beginnen, damit tu ich mich sehr schwer.

Vielen Dank für Deinen Beitrag, schöne Feiertage!

25.12.2011 10:32 • #6


G
Zitat von Widder76:
Vielen Dank für Deinen Beitrag, schöne Feiertage!

Danke.

Zitat:
eigentlich ist es mir ganz ehrlich lieber, wenn ich in ein laufendes Gespräch einsteigen kann. Da weiß ich dann, dass es um ein Thema geht, welches die anderen auch interessiert. Für andere interessante Themen zu finden um selber ein Gespräch zu beginnen, damit tu ich mich sehr schwer.

Das muss man aber auch ab und zu mal tun. Sonst ist man gesellschaftlich gesehen eigentlich ein Schnorrer.

Nach meiner Erfahrung ist es erstmal nicht entscheidend, ob das Thema die anderen interessiert, was man ja nicht immer vorhersehen kann, sondern ob es dich selber interessiert.
Wenn es dich nämlich nicht interessiert, wirst du es so gelangweilt und langweilig vorbringen, dass die anderen garantiert nicht drauf eingehen werden. Wenn du es mit Spaß und/oder Engagement vorbringst, wirst du zumindest ihren Respekt bekommen. Vielleicht wird sich aber auch der eine oder andere dranhängen. Und vielleicht ergibt das ein interessantes Gruppengespräch. Und wenn nicht, ist auch nicht schlimm. Dann hast du wenigstens einen Beitrag gelefert.

25.12.2011 12:29 • #7


W
Hallo, GastB,

im Grunde würde ich ganz gerne auch mal ein Gespräch beginnen. Das fällt mir aber mangels Selbstbewusstsein, welches mir im Laufe der Zeit auf gesellschaftlicher Ebene mehr und mehr abhanden gekommen ist, nicht leicht.
Ich nenne es bewusst auf gesellschaftlicher Ebene, denn auf beruflicher ist die Sache eine ganz andere. Da bin ich selbstsicher, selbstbewusst und ehrgeizig. In meinem Beruf erlebe ich Erfolgsmomente, da erfahre ich, wie weiter oben schon geschrieben, Beachtung und Anerkennung, hier weiss ich: ja, ich bin gut.
Auf gesellschaftlicher Ebene fehlen mir Erfolgsmomente, die mein Auftreten sicherer machen würden. Gäbe es Selbstbewusstsein im Laden, hätte ich wahrscheinlich sehr viel weniger Probleme.

Gruß

26.12.2011 04:29 • #8


S
Zitat von Widder76:

Gäbe es Selbstbewusstsein im Laden, hätte ich wahrscheinlich sehr viel weniger Probleme.

Gruß

Falls du denn doch einen Laden entdecken solltest bring mir bitte ein paar Tüten von dem Zeug mit.

26.12.2011 08:16 • #9


G
Zitat von Widder76:
im Grunde würde ich ganz gerne auch mal ein Gespräch beginnen. Das fällt mir aber mangels Selbstbewusstsein, welches mir im Laufe der Zeit auf gesellschaftlicher Ebene mehr und mehr abhanden gekommen ist, nicht leicht.
Ich hab ja auch nicht gesagt, dass es leicht ist.
Aber wenn man etwas erreichen will, muss man sich auch mal anstrengen.

Und Übung macht bekanntlich den Meister.

Worin besteht denn deiner Meinung nach der Unterschied zwischen beruflichem Auftreten und privatem Auftreten?

26.12.2011 12:21 • #10


B
ich hätte da eine einfache idee für dich.

selbstbewusstsein findet zuerst bei dir und in dir statt.

1 übung!
nehme einen spiele und wenn du telefonierst, gucke dir dabei zu, wie du dich verhälst von der mimik her.
damit hast du ziel 1 erreicht.
das ganze muss aber regelmässig und so lange getan werden, bist du es im schlaf kannst.

dein mitmenschen merken es dir an das du dann selbstsicherer und selbstbewusster wirst.



2 übung

lerne deinen körper mit allen sinnen zu geniessen und zu lieben.
keinem menschen gefällt alles an einem selber das ist klar.
auch die schlechten körperlichen begebenheiten kannst du an dir lieben usw.
die selber mögen wenn du dich selber anfasst usw.


3 übung
wie wärs mit tanzen?
wenn du es nicht kannst, dann versuch es allein zu hause usw.
tanz nach dem rhythmus und nicht nach der musik.
da kannst du ebenfalls ein gutes körperempfinden lernen..



frage:
hast du deine engsten freunde, bekannten schone inmal gefragt, was sie an dir toll und nicht toll finden?
auch das hilft beim erlangen von selbstbewusstsein.


gruß

26.12.2011 18:27 • #11


F
Punkt 1: Sei froh, dass du einen Beruf hast und darin auch Erfolge hast.

Punkt 2: Sei froh, dass wenigstens hin und wieder jemand um deine Hilfe bittet bzw. dass du immerhin der Nebendarsteller sein darfst.

Warum ich das sage? Weil selbst diese Dinge bei einigen Menschen nicht erfüllt sind.

zu deinen Wünschen nach mehr Beachtung und einem selbstbestimmterem Leben:
Jeder Mensch ist anders und hat seine Fähigkeiten. Nicht jeder kann die Rolle des Hauptdarstellers spielen, das gilt für den neuesten Hollywood-Streifen genauso wie im richtigen Leben.

Falls du aber mehr aus deinem Leben machen willst, rate ich dir, mehr Selbstwertgefühl aufzubauen. Dazu einfach entsprechende Begriffe googlen. Ich bin auch gerade dabei, also können wir gemeinsam anfangen.

Einige kleine Tipps, die ich mittlerweile gut umsetzen kann:
- Telefonate selbständig beenden (nicht immer warten, bis der andere das Gespräch beendet)
- immer zuerst den Aufzug betreten und herausgehen, bei großen Menschenmengen zuerst gehen und nicht warten, bis man vorbeigelassen wird
- nach Uhrzeiten fragen
- an der Körperhaltung arbeiten! (immer aufrecht gehen und im Restaurant aufrecht sitzen)
- viel lächeln, und zwar ein selbstbewusstes anziehend Lächeln
- viel flirten und auch hier die Kontrolle selber haben
- sein Leben nicht von den Reaktionen anderer abhängig machen! Menschen, die immer nur von einem wollen, offen kommunizieren, dass man sich geändert hat und in Zukunft auch dann respetkiert werden will, wenn man Nein sagt

Ich habe schon erste Fortschritte. Viel Erfolg auch dir!

27.12.2011 00:59 • #12


W
Hallo, zusammen!
@ snekistar: Oder vielleicht ne gute Fee, ich geb auf jeden Fall Bescheid!

@GastB: Sicher ist es nicht einfach, aber deswegen hab ich mich hier angemeldet. Um zu erfahren, was ich ändern kann, anstatt mich weiter zu grämen. Der Unterschied zwischen beruflichem und privatem Auftreten? Ganz klar(auf mich bezogen): Das eine kann ich, das andere nicht. Mein Handwerk beherrsche ich, man fragt mich um Rat oder meine Meinung, man geht auf meine Vorschläge ein, mein Wissen und Handeln werden gebraucht. Im Privaten werde ich ... eher geduldet. Versteh das bitte nicht als Wehklagen, sondern als Erörterung.

@Bommel1, @frederick: Wie gaaanz weit oben schon erwähnt, attestierte mir mein eigentlich bester Bekannter Netter Kerl, verläßlich, null Ausstrahlung. Gibt mir kein Selbstbewusstsein, aber Gewissheit. Mit dem Ausstrahlungsproblem hat er wohl Recht. Hab mir vorgestellt, wie es wäre, wenn ich keinen Job hätte. Sch..ße, da käm ich mir total überflüssig vor, nicht nur nach Feierabend. Zu dem einen Schluß bin ich hier nach einigem Lesen in diesem Forum gekommen: Bevor ich an irgendetwas wie Selbstwertgefühl oder Selbstbewusstsein steigern denken kann, muß ich wohl erstmal (klingt abgedroschen) meine Grundeinstellung zu mir ändern. Eure Tipps werden mir hoffentlich helfen können,wenn auch nicht sofort. Danke Euch dafür!

Bis denne!

28.12.2011 23:09 • #13


S
Ein guter Job ist das Beste was es gibt

28.12.2011 23:18 • #14


B
zu deinem bekannten:
jeder mensch hat eine ausstrahlung auch DU!
deine wahrnehmung wird falsch sein mehr nicht.

daher die übungen.

29.12.2011 08:48 • #15


G
Ich habe einen Bekannten, dessen Ausstrahlung um 100 % wechselt, je nachdem, ob es sich um etwas Sachlich-Berufliches handelt oder um etwas Persönlich-Privates bzw. einfach: Nicht-Berufliches.

Alternativ: Je nachdem, ob er dabei nur mit Männern zu tun hat (=beruflich) oder auch oder nur mit Frauen.

Wenn es sich um etwas Sachliches handelt und er dabei nur mit einem Mann oder Männern spricht, sitzt er sehr gerade da, sogar leicht nach hinten gestreckt; das Gesicht ist klar und selbstbewusst bis etwas machohaft (kommt sehr gut!) und die Bewegungen knapp und männlich.

In allen anderen Fällen fällt er buchstäblich in sich zusammen, sitzt krumm, sein ganzes Fleisch wackelt und wabbelt, er schwingt seinen Unterkiefer beim Sprechen so unkontrolliert hin und her, dass mir beim Zusehen übel wird (ich werde richtig seekrank davon); und seine Armbewegungen sind ausladend und wie die Bewegungen von Schlangen: auf und nieder in Wellenform - furchtbar.

Ich bin immer total entsetzt, wenn ich ihn so sehe. Leider ist das meistens so. Nur 1x hatte ich Gelegenheit, ihn in einer Führungsposition zu beobachten - da war ich von seiner guten, selbstbewussten Ausstrahlung total geplättet.

In beiden Situationen kommt das alles von innen und hat nichts mit Fakten oder Wissen zu tun, denn auch in den privateren Situationen kann er sehr viel Wissen vorweisen und tut das auch. Aber eben auf eine ganz andere, sich irgendwie anschleimende Art - grässlich.

29.12.2011 15:07 • #16


A


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