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Hallo!

Mich würden eure Erfahrungen zur Partnersuche in Zusammenhang mit Ängsten interessieren. Habt ihr es eurem Partner schon bei der Beziehungsanbahnung erzählt oder erst danach? Oder ganz verschwiegen, dass ihr unter Ängsten, Phobien oder Panikattacken leidet?

Zu meiner Situation: Ich (Anfang 30) bin vor ca. 3 Monaten bei meinem (jetzt) Exfreund ausgezogen. Vor der Beziehung habe ich noch keine körperliche Symptome gehabt, die haben "erst" vor ca. zwei Jahren angefangen. Vor ca. 1,5 Jahren bin ich dann zu einer Psychologin gegangen, die nicht über die Krankenkasse abrechnet. Aufgrund der Kosten bin ich erst alle zwei Wochen, als es mir besser ging, alle 4 Wochen hingengangen. Seit dem Auszug ging es mir wieder schlechter, sodass ich nun einen Psychologen aufgesucht habe, der von der Kasse bezahlt wird und den ich wahrscheinlich 1x pro Woche konsultieren werde.
Seine Diagnose: "generalisierte Angststörung". Mir wurde klar, dass ich das eigentlich schon vor dem eigentlichen Ausbruch hatte, da ich mir öfter über viele Sachen Sorgen gemacht habe, die unrealistisch waren. (Z. B. Was mache ich wenn ich das Studium nicht schaffe, etc.) Diese übertriebenen Sorgen hatte ich also auch schon vorher und damit auch längere Beziehungen geführt, ohne dass es eine Beeinträchtigung gab.

Meine neuste Sorge: Wie stehen die Chancen, mit dieser Diagnose einen Partner zu finden, da jetzt auch körperliche Symptome (motorische Unruhe, Angstattacken) hinzugekommen sind?

Im Alltag bin ich nach außen hin kaum eingeschränkt: Ich gehe Vollzeit arbeiten (auch wenn es oft nicht einfach ist), kann mit dem Flugzeug fliegen und reisen, öffentliche Verkehrsmittel benutzen, Auto fahren, etc. Die Angst ist nur leider oft mein Begleiter, was dann meine Lebensfreude etwas einschränkt, auch wenn es erstmal nicht so schlimm klingt.
Meine Freunde (die, denen ich es nicht erzählt habe) haben auch noch nichts gemerkt. Ich suche auch niemanden, der mich rettet, ich kann meinen Alltag auch ohne Hilfe bewältigen.

Auch wenn noch keine neue Beziehung in der Anbahnung ist, fühle ich mich "minderwertig" als potenzielle Partnerin.

03.10.2013 21:28 • 04.04.2020 #1


9 Antworten ↓


ach komm, es hat doch jeder irgendwelche probleme. bei dir drückt es sich halt so aus u bei anderen auf nem anderen weg. dein zukünftiger partner wird sich schon daran gewöhnen. und du machst ja therapie, was ich sehr gut u wichtig finde! u wenn du jemanden kennenlernst, muss das ja nicht das erste sein, was du von dir erzählst. also wieso solltest du mit der diagnose keinen partner finden?!

04.10.2013 09:45 • x 1 #2



Partnersuche und GAS

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Stimmt, eigentlich bin ich auch gefestigter und in mir geht es emotional besser, seitdem ich zu der Psychologin gegangen bin. Vorher war ich wahrscheinlich eine anstrengendere Freundin.
Die Bezeichunung "psychisch krank" bringt halt leider immer noch negative Assoziationen hervor, besonders bei Menschen, die sich gar nicht damit auskennen.

05.10.2013 15:02 • #3


tom79
Hallo,

ich denke Du kannst doch stolz auf Dich sein, dass Du trotz Angststörung ein normales Leben führen kannst. Stolz darauf, Dich von niemandem abhängig machen zu wollen, keinen Retter zu brauchen / suchen, die Angststörung nicht als Entschuldigung vorzuschieben, dass Du dies und jenes nicht machen kannst.

Wenn das jemand nicht anerkennt und Dir nur einen Stempel „psychisch krank“ auf die Stirn drückt, bzw. sich nicht die Mühe macht, sich damit auseinanderzusetzen, dann sollte das eher auch dessen Problem sein und nicht Deines. Auf die Menschen, die es gerne einfach haben, kann man im Leben ohnehin getrost verzichten – vor allem als Partner, denn jeder macht mal schwierige Zeiten mit sich selbst durch, und spätestens dann würde man von solch einem Menschen alleine gelassen werden. Frag Dich, welche Enttäuschung größer wäre – wenn Du offensiv mit Deinem Problem umgehst und von den entsprechenden Menschen gleich verschont wirst, oder wenn Dir nach Jahren jemand sein wahres Gesicht in dieser Hinsicht zeigen würde…

06.10.2013 20:11 • #4


So schlimm, wie es ist oder sein kann von einer psychischen Erkrankung betroffen zu sein, so macht es Dich jedoch nicht zwangsläufig zu einer schlechteren Partnerin. Gerade da Betroffene sich viel mit Empfindungen, Wahrnehmungen, Stimmungen auseinander setzten (müssen), sind sie oft auch einfühlsamer und verständnissvoller ihren Mitmenschen gegenüber.
Unter Betroffenen habe ich oft das Gefühl verstanden zu werden.
Sicherlich wird man mit einem psychisch erkrankten Menschen manchmal Situationen gemeinsam meistern müssen, die man nicht wirklich versteht oder nachvollziehen kann. Dafür bekommt man aber vielleicht auch eine Beziehung zu einem sensiblen und gefühlvollem Menschen.

06.10.2013 22:44 • #5


Hallo Pumpkin ,

ich denke jeder Mensch hat so seine Probleme. Du kennst deine und arbeitest daran, bekommst dein Leben sogar noch einigermaßen gut gemeistert. Das ist alles sehr Positiv. Ich erkenne im Prinzip keinen Grund der gegen einen Partner sprechen sollte. Jeder Mensch ist so wie er ist, und genau das macht jeden einzigartig, ich habe noch niemanden kennengelernt der keine Macken hat.

07.10.2013 21:17 • #6


Vielen Dank für den lieben Zuspruch von euch!

Meine Unsicherheit resultiert auch zum Teil aus meiner letzten Beziehung. Mein Exfreund sagte am Ende zu mir, dass er schon auf der Suche nach einer neuen Freundin sei (was auch sein gutes Recht ist), ich sollte aber lieber noch an meiner Krankheit arbeiten und erstmal nicht in eine neue Beziehung gehen, bevor ich nicht meine Probleme gelöst habe. Ich denke, dass das zum Teil auch wieder Manipulation war. Ich bin aktiv und habe einen funktionierenden Freundeskreis (im Gegesatz zu ihm), ist also jetzt nicht so, als würde ich alle Leute sofort in den Wahnsinn treiben.

08.10.2013 19:55 • #7


04.04.2020 21:40 • #8


Zitat:
Ich fühle mich hässlich, abstoßend, minderwertig. Und mache mir Gedanken, warum ich keine abkriege.


Genau da liegt der Hund begraben.

Eine Frau "abkriegen"? Hallo,werden wir auf dem Wochenmarkt verschachert^^...?

04.04.2020 21:54 • x 4 #9


NIEaufgeben
Also wenn du auf einer Flirtapp mit deinen psychischen Problemen kommst dann ist es kein Wunder das es nicht klappt..
Sorry aber das ist wohl der falsche weg...
Du musst nicht gleich beim ersten treffen oder schreiben mit deinen Problemen kommen....
Alles zu seiner zeit

04.04.2020 21:56 • x 2 #10



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