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Liebes Forum,

ich bin neu hier und versuche mal mein Problem zu beschreiben, was mich ziemlich verzweifeln lässt.

Ich bin weiblich und 36 Jahre. Ich hatte drei lange Beziehungen. Die letzte, vor vier Jahre, war allerdings sehr heftig und von physischer und psychischer Gewalt geprägt (er war/ist Narzisst). Mit ihm habe ich es vier Jahre ausgehalten. Im letzten Jahr meldete sich mein Bauchgefühl und ich fing an zu grübeln, ob ich diesen Menschen noch liebe. Dieses furchtbare Bauchgefühl habe ich ein Jahr ausgehalten. Es hat mich voll bestimmt, ich konnte nicht mehr essen, an nichts anderes mehr denken, ich hatte ständigen Brechreiz und fühlte mich wie gelähmt. Ich wollte es einfach nicht wahr haben, dass ich diesen Menschen aufgrund der ganzen Verletzungen nicht mehr liebe, was dazu führte, dass ich diesen inneren Kampf mit mir ausgetragen habe. Schließlich kam es dann doch zur Trennung und mir ging es langsam besser.

In den vier Jahren meines Single-Lebens habe ich immer wieder Männer kennengelernt und ich suche eigentlich auch aktiv nach dem "Endgegner" in meinem Leben. Ich wünsche mir sehr eine Beziehung. Dennoch kann ich natürlich auch mit mir alleine sein, das ist nicht das Problem.

Nun ist es so, dass wenn mich ein Mann interessiert, sich sofort diesen lähmende Bauchgefühl einschaltet. Ich muss das dann schnell beenden, da ich sonst einfach nicht mehr funktioniere und völlig neben mir stehe, meinen Alltag nicht mehr bewältigen kann. Interessiert mich ein Mann nicht oder es ist klar, dass das Gegenüber nur an Sex interessiert ist, meldet sich dieses Gefühl nicht. Interessiere ich mich aber für jemanden und das Interesse beruht auf Gegenseitigkeit, geht es sofort und meist schon nach dem ersten Treffen los. Ich versuche dann nochmals ein Treffen aber meist geht's mir dann so schlecht, dass ich es danach beenden muss.

Ich traue mir dabei nicht mehr selbst über den Weg. Mein Bauch und mein Körper in dem Fall schreit mit jeder Faser "nein, zu das auf keinen Fall, der ist nicht gut für dich" und ich fange an zu grübeln. Ich finde aber meist keinen Grund dafür. Nun habe ich wieder jemanden kennengelernt und ich fühle mich ganz einfach furchtbar Dabei waren die Dates und auch der Sex gut, er will mich besuchen kommen, ich fühle mich körperlich zu ihm hingezogen, wir können uns unterhalten etc.

Zu meiner Frage: ich kann dieses Gefühl nicht mehr deuten! Ist es Angst oder ist es wirklich Intuition und sagt nein, der ist's wieder nicht. Ich bin wirklich verzweifelt! Es scheitert immer an diesem Bauchgefühl. In der alten Beziehung kann ich es mir so erklären, ja, er war nicht gut für mich und mein Bauch wollte mir das damit sagen oder ich hatte Angst vor den Konsequenzen (wir haben zusammen gewohnt und ich hatte mir eigentlich eine Zukunft mit ihm ausgemalt).

Also ist es Angst oder doch eine Warnung? Warum werde ich dann immer GLEICH gewarnt und habe nicht mal die Chance mein Gegenüber überhaupt kennenzulernen? Kenn das jemand hier? Was meint ihr dazu? Gibt es Gleichgesinnte?

Ich würde mich wirklich sehr über Antworten freuen. Dafür schonmal ein großes DANKESCHÖN.

PS: sorry für den laaaangen Text .

29.08.2020 18:31 • 18.09.2020 x 1 #1


17 Antworten ↓


Calima
Zitat von Depri83:
Also ist es Angst oder doch eine Warnung? Warum werde ich dann immer GLEICH gewarnt und habe nicht mal die Chance mein Gegenüber überhaupt kennenzulernen?


Weil es keine Warnung ist. Du hast negative Erfahrungen gemacht und assoziierst *feste Beziehung* mit diesen.

Was du brauchst ist die Möglichkeit, neue positive Verknüpfungen zu erschaffen, um die alten zu überschreiben. Das braucht Mut, weil die Angst lieber kein Risiko eingehen würde.

Aber was hast du zu verlieren? Entweder geht es gut und wird schön, dann ist alles gut oder eben nicht. Um rauszufinden, ob man zusammenpasst, muss man sich aufeinander einlassen. Du wirst nie die Sicherheit kriegen, nicht mehr enttäuscht zu werden.

29.08.2020 21:15 • x 2 #2



Partnersuche schwierig - Intuition oder Angst?

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Zitat von Calima:
Weil es keine Warnung ist. Du hast negative Erfahrungen gemacht und assoziierst *feste Beziehung* mit diesen.Was du brauchst ist die Möglichkeit, neue positive Verknüpfungen zu erschaffen, um die alten zu überschreiben. Das braucht Mut, weil die Angst lieber kein Risiko eingehen würde.Aber was hast du zu verlieren? Entweder geht es gut und wird schön, dann ist alles gut oder eben nicht. Um rauszufinden, ob man zusammenpasst, muss man sich aufeinander einlassen. Du wirst nie die Sicherheit kriegen, nicht mehr enttäuscht zu werden.


Lieben Dank für deine Antwort. Ich verstehe was du sagst! Leider ist es so, dass mich dann aber permanent dieses schlimme Gefühl beherrscht und ich nicht mal mehr richtig meinen Alltag bewältigen kann. Wie kann ich dagegen angehen? Es ist eben auch schwer sich dann auf jemand zu freuen, wenn man die ganze Zeit Panik hat oder einem kotzübel ist

30.08.2020 07:45 • #3


Hoffnungsblick
Zitat von Depri83:
Dabei waren die Dates und auch der Sex gut, er will mich besuchen kommen, ich fühle mich körperlich zu ihm hingezogen, wir können uns unterhalten etc.


Ein Problem kann es sein, wenn man sich zu schnell auf Sex einlässt.
Körperliche Anziehung ist kein Garant für eine seelisch-geistige Anziehung.
Du schreibst, dass er dich besuchen kommen will. Erst nachdem du mit ihm (schon) Sex hattest? Entschuldige die intime Frage. Ich erwarte natürlich keine Antwort. Das ist auch ganz und gar nicht moralisch gemeint, sondern beziehungstechnisch.

Besser ist die umgekehrte Reihenfolge: Sich zuerst kennen lernen und prüfen, ob man Gemeinsamkeiten hat, ob eine tragfähige, seelische Übereinstimmung da ist.

Das kannst du jetzt ja noch nachholen: prüfen, auf welchen Ebenen er zu dir passt und was du von einer Beziehung erwartest.

Was dir längerfristig villeicht auch gut täte, wäre, deine vergangenen Erfahrungen bewusst zu verarbeiten, z.B. mit Hilfe eines Therapeuten.
Auf jeden Fall solltest du eine bewusste Beziehung zu dir selbst eingehen.

30.08.2020 09:47 • #4


Pfingströschen
Natürlich meldet sich dein Körper, du hast eine schlimme Erfahrung hinter dir und du willst das nicht noch ein Mal durch machen.

Du musst erst langsam wieder lernen, zu vertrauen und dich darauf einzulassen.

Besteht denn die Möglichkeit, diese Beziehung ganz langsam anzugehen? Damit meine ich nicht den Sex, sondern die Gefühlsebene. Wenn dein potentieller Partner sich deiner Erfahrung bewusst ist, dann wird er es sicherlich auch verstehen, dass du Zeit brauchst.
Man kann sich doch auch erst 20 mal Daten, bevor man überhaupt von einer Beziehung sprechen möchte.

Hierfür kannst du ruhig offen und ehrlich sein, direkt bei den ersten Treffen. Männer verstehen das oft viel besser, als wir ihnen zutrauen würden.

Ich wünsche dir alles Gute!

30.08.2020 12:32 • #5


Zitat von Hoffnungsblick:
Ein Problem kann es sein, wenn man sich zu schnell auf Sex einlässt. Körperliche Anziehung ist kein Garant für eine seelisch-geistige Anziehung.Du schreibst, dass er dich besuchen kommen will. Erst nachdem du mit ihm (schon) Sex hattest? Entschuldige die intime Frage. Ich erwarte natürlich keine Antwort. Das ist auch ganz und gar nicht moralisch gemeint, sondern beziehungstechnisch.Besser ist die umgekehrte Reihenfolge: Sich zuerst kennen lernen und prüfen, ob man Gemeinsamkeiten hat, ob eine tragfähige, seelische Übereinstimmung da ist. Das kannst du jetzt ja noch nachholen: prüfen, auf welchen Ebenen er zu dir passt und was du von einer Beziehung erwartest.Was dir längerfristig villeicht auch gut täte, wäre, deine vergangenen Erfahrungen bewusst zu verarbeiten, z.B. mit Hilfe eines Therapeuten.Auf jeden Fall solltest du eine bewusste Beziehung zu dir selbst eingehen.


Hallo Hoffnungsblick, danke für deine Antwort! Wir haben uns im Internet kennengelernt und etwa einen Monat geschrieben. Zu der Zeit war ich sechs Wochen im Heimaturlaub. In meiner Heimat haben wir uns dann nach dem Monat schreiben getroffen, beim zweiten Treffen kamen wir uns dann näher (Sex). Ich wohne 800 km weit weg, daher die Sache mit dem besuchen kommen

30.08.2020 13:05 • x 1 #6


Zitat von Pfingströschen:
Natürlich meldet sich dein Körper, du hast eine schlimme Erfahrung hinter dir und du willst das nicht noch ein Mal durch machen.Du musst erst langsam wieder lernen, zu vertrauen und dich darauf einzulassen. Besteht denn die Möglichkeit, diese Beziehung ganz langsam anzugehen? Damit meine ich nicht den Sex, sondern die Gefühlsebene. Wenn dein potentieller Partner sich deiner Erfahrung bewusst ist, dann wird er es sicherlich auch verstehen, dass du Zeit brauchst.Man kann sich doch auch erst 20 mal Daten, bevor man überhaupt von einer Beziehung sprechen möchte. Hierfür kannst du ruhig offen und ehrlich sein, direkt bei den ersten Treffen. Männer verstehen das oft viel besser, als wir ihnen zutrauen würden. Ich wünsche dir alles Gute!


Hallo Pfingströschen,

danke für deine Antwort. Ich habe ihm erzählt was mit mir los ist und er hat verständnisvoll reagiert. Da bin ich dann schon relativ offen und das Ganze wird schon langsam angegangen

Mein Problem ist aber, dass ich sozusagen permanent dieses schlechte Bauchgefühl habe und dadurch meinem Alltag nicht mehr schaffe oder essen kann. Unabhängig ob er nun da ist oder nicht, es steht einfach im Raum und fängt mit einem Kennenlernen an. Es ist dann schwierig bis fast unmöglich dieses Gefühl zu unterdrücken. Ich weiß nicht wie ich das schaffen soll. Wie soll ich mich auf jemanden freuen oder mit ihm eine schöne Zeit verbringen, wenn mir die ganze Zeit schlecht ist und mein Körper einfach NEIN schreit? Ich fühle mich als wenn ich mich selbst vergewaltige, wenn ich gegen dieses Gefühl handel. Das macht mich wirklich sehr fertig und auch sehr traurig

30.08.2020 13:10 • #7


Zitat von Hoffnungsblick:
Ein Problem kann es sein, wenn man sich zu schnell auf Sex einlässt. Körperliche Anziehung ist kein Garant für eine seelisch-geistige Anziehung.Du schreibst, dass er dich besuchen kommen will. Erst nachdem du mit ihm (schon) Sex hattest? Entschuldige die intime Frage. Ich erwarte natürlich keine Antwort. Das ist auch ganz und gar nicht moralisch gemeint, sondern beziehungstechnisch.Besser ist die umgekehrte Reihenfolge: Sich zuerst kennen lernen und prüfen, ob man Gemeinsamkeiten hat, ob eine tragfähige, seelische Übereinstimmung da ist. Das kannst du jetzt ja noch nachholen: prüfen, auf welchen Ebenen er zu dir passt und was du von einer Beziehung erwartest.Was dir längerfristig villeicht auch gut täte, wäre, deine vergangenen Erfahrungen bewusst zu verarbeiten, z.B. mit Hilfe eines Therapeuten.Auf jeden Fall solltest du eine bewusste Beziehung zu dir selbst eingehen.


Und ich möchte ihn ja gerne weiter kennenlernen und schauen ob es eben auch auf einer gefühlsmäßigen Ebene passt. Aber dieses Bauchgefühl schreit immer nur NEIN und ich habe nicht mal die Möglichkeit jemanden näher kennenzulernen, da mich dieses Gefühl total bestimmt. Mir ist schlecht, ich kann nicht essen, ich bekomme meinen Alltag nicht mehr hin, ich kann mich auf nichts mehr freuen und dann natürlich auch nicht auf ihn oder eine gemeinsame Zeit

30.08.2020 13:14 • #8


Calima
Zitat von Depri83:
Mir ist schlecht, ich kann nicht essen, ich bekomme meinen Alltag nicht mehr hin, ich kann mich auf nichts mehr freuen und dann natürlich auch nicht auf ihn oder eine gemeinsame Zeit


Dann bleibt dir nur, auf die Beziehung zu verzichten und dich darauf zu konzentrieren, deine Angst therapeutisch in den Griff zu kriegen.

30.08.2020 13:29 • #9


Zitat von Calima:
Dann bleibt dir nur, auf die Beziehung zu verzichten und dich darauf zu konzentrieren, deine Angst therapeutisch in den Griff zu kriegen.


Genau das möchte ich ja eigentlich nicht Das bezieht sich nicht auf die Therapie.

30.08.2020 13:43 • #10


Calima
Zitat von Depri83:
Genau das möchte ich ja eigentlich nicht Das bezieht sich nicht auf die Therapie.


Tja, was soll man dazu sagen? Die Entscheidung kannst nur du treffen. Keiner hier hat ein Rezept, wie es dir besser gehen kann. Das musst du für dich selbst rausfinden.

30.08.2020 13:55 • #11


Hoffnungsblick
Du könntest vielleicht auf jeden Fall eine Therapie machen und die Beziehung erst mal gelassen sehen, ohne Entscheidungsdruck.

Wenn du eine Therapie machst, dann ändern sich dein Blickwinkel, deine Erfahrungen, Empfindungen und Gefühle. Du erlebst dann deine Beziehung anders.

30.08.2020 20:48 • x 1 #12


Zitat von Hoffnungsblick:
Du könntest vielleicht auf jeden Fall eine Therapie machen und die Beziehung erst mal gelassen sehen, ohne Entscheidungsdruck.Wenn du eine Therapie machst, dann ändern sich dein Blickwinkel, deine Erfahrungen, Empfindungen und Gefühle. Du erlebst dann deine Beziehung anders.


Hallo Hoffnungsblick, genau das würde ich ja gerne. Ich weiß nur nicht, wie ich mich gegen dieses Gefühl auflehnen soll, wenn es mich doch 24 Stunden bestimmt.

31.08.2020 10:16 • x 1 #13


Hoffnungsblick
Du kannst dich gegen ein Gefühl nicht auflehnen. Es ist eben da. Ich habe auch schon oft Gefühle mit mir herumgeschleppt, die ich nicht haben wollte, seinen sie positiv oder negativ gewesen.

Aber auf indirektem Weg kannst du Gefühle bearbeiten, eben z.B. durch eine Therapie.
Sonst könntest du dir Bedenkzeit ausbitten und auf Abstand gehen, deinetwegen, weil du dich und deine traumatisierten Gefühle ernst nimmst. Aber du willst die Beziehung ja weiterführen.

Manchmal gibt es keinen anderen Ausweg und keine andere Hilfe als eine Therapie.

31.08.2020 21:20 • #14


FeuerWasser
Zitat von Depri83:
Die letzte, vor vier Jahre, war allerdings sehr heftig und von physischer und psychischer Gewalt geprägt (er war/ist Narzisst). Mit ihm habe ich es vier Jahre ausgehalten

Ich werde bei solchen Darstellungen immer hellhörig. "Der Narzisst" braucht einen Gegenspieler der alles mit sich machen lässt. Der die Wutausbrüche mitmacht, der sich klein halten lässt, der möglichst wenig Selbstbewusstsein hat und ihn glänzen lässt etc. Ich finde wenn man solche Partner hat dann musst du mit genauso vielen Fingern wie du auf ihn zeigst, auch auf dich selbst zeigen.

Ich finde auch diese Bezeichnung komisch "ich suchte nach dem Endgegner in meinem Leben". Ist eine Beziehung für dich ein Schlachtfeld?

Das was du alles beschreibst ist für mich keine klassische Bindungsangst sondern ein Abwehrmechanismus. Du reagierst körperlich auf eine Situation weil dir meiner Einschätzung nach eine gesunde Distanz und Abgrenzung fehlt. Du konntest dich auch 4 Jahre lang nicht aus einer schädigenden Beziehung lösen, was ein sehr langer Zeitraum ist um sich kaputt spielen zu lassen.

Du hast prinzipiell mehrere Möglichkeiten: die Situation belassen wie sie ist. Den Kontakt zu ihm abbrechen. Eine Therapie beginnen. Es bleibt dir überlassen.

10.09.2020 17:46 • x 1 #15


Zitat von FeuerWasser:
Ich werde bei solchen Darstellungen immer hellhörig. "Der Narzisst" braucht einen Gegenspieler der alles mit sich machen lässt. Der die Wutausbrüche mitmacht, der sich klein halten lässt, der möglichst wenig Selbstbewusstsein hat und ihn glänzen lässt etc. Ich finde wenn man solche Partner hat dann musst du mit genauso vielen Fingern wie du auf ihn zeigst, auch auf dich selbst zeigen.Ich finde auch diese Bezeichnung komisch "ich suchte nach dem Endgegner in meinem Leben". Ist eine Beziehung für dich ein Schlachtfeld?Das was du alles beschreibst ist für mich keine klassische Bindungsangst sondern ein Abwehrmechanismus. Du reagierst körperlich auf eine Situation weil dir meiner Einschätzung nach eine gesunde Distanz und Abgrenzung fehlt. Du konntest dich auch 4 Jahre lang nicht aus einer schädigenden Beziehung lösen, was ein sehr langer Zeitraum ist um sich kaputt spielen zu lassen.Du hast prinzipiell mehrere Möglichkeiten: die Situation belassen wie sie ist. Den Kontakt zu ihm abbrechen. Eine Therapie beginnen. Es bleibt dir überlassen.



Danke für deine Antwort.

Ja, dazu gehören immer zwei, das ist mir klar! Ich zeige hier auf niemanden mit einem Finger. Ich weiß selbst, dass ich auch daran Schuld bin und hätte "einfach" gehen können. Aber so einfach ist es dann eben doch nicht, wenn man erstmal in diesem Strudel ist und keinerlei Selbstbewusstsein oder keinerlei Gefühl von Selbstwert mehr hat. Dennoch habe ich mit Hilfe eines Klinikaufenthalts den Schritt geschafft.

Die Suche nach dem "Endgegner" ist für mich nur eine genutzte Metapher in dem Sinne, dass ich jemanden für den Rest des Lebens und keine schnelle Nummer suche. Ich sehe somit Beziehungen nicht als Schlachtfeld.

Durch den Klinikaufenthalt habe ich an mir gearbeitet und mich mit Hilfe wieder aufgebaut, auch durch eine abschließende Therapie danach. Ich habe gelernt besser Grenzen zu setzen, auch wenn mir das nicht immer gelingt (mal mehr, mal weniger gut).

Was genau meinst du mit einer gesunden Distanz und Abgrenzung?

10.09.2020 18:02 • #16


Ich finde schon beides wichtig, ich denke Angst kann schon ein guter Schutzmechanismus sein.Aber zuviel davon ist auch nicht gut.

17.09.2020 14:13 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

Zitat von Depri83:
Liebes Forum,ich bin neu hier und versuche mal mein Problem zu beschreiben, was mich ziemlich verzweifeln lässt.Ich bin weiblich und 36 Jahre. Ich hatte drei lange Beziehungen. Die letzte, vor vier Jahre, war allerdings sehr heftig und von physischer und psychischer Gewalt geprägt (er war/ist Narzisst). Mit ihm habe ich es vier Jahre ausgehalten. Im letzten Jahr meldete sich mein Bauchgefühl und ich fing an zu grübeln, ob ich diesen Menschen noch liebe. Dieses furchtbare Bauchgefühl habe ich ein Jahr ausgehalten. Es hat mich voll bestimmt, ich konnte nicht mehr essen, an ...


Hast du mal versucht eine freundschaftliche Bez. Zu einer dieser Männer mal aufgebaut?
So lernt man einen mann/Frau am besten finde ich.
Mann lernt seine innerwerte kennen und wenn deine Gefühle zu im positiv werden, dann wirst du ein anderes Gefühl für diese Person empfinden.
Übrigens das nennt sich Misstrauen das was du fühlst.

18.09.2020 18:20 • x 1 #18



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