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Guten Abend Leute,

ich bin Anfang 20 und neu hier im Forum. Ich bin glücklich, dass es hier die Möglichkeit gibt, seine Probleme zu klären. Aber nun zu meinem Problem. Ach ja, ich bin männlich.

Seit Jahren, vor allem wieder seit zwei Monaten versuche ich, Frauen kennenzulernen. Und es stockt immer von Anfang an. Man muss wissen, ich bin schüchtern, im normalen Alltag ist dies aber kein Problem! Scjlimm wird es dann, wenn ich in der Nähe einer attraktiven Frau bin. Selbst dann, wenn ich "nur"mit einer Frau chatte. Denn in solchen Situationen fange ich reflexartig an, wegzuschauen und meine Wahrnehmung ausschließlich darauf zu beschränken, wie ich wohl von aussen optisch/gestisch wirken könnte. Es ist schwierig, das zu erklären. Bisher habe ich noch kein Fachwort dafür gefunden.
Es ist so, dass ich in meinem Leben noch nie eine Freundin hatte, besonders viel Kontakt zu frauen, von ausgedrückten Gefühlen brauche ich nicht zu reden. Meine Eltern hatten immer das Ziel, mich vernünftig zu erziehen, jedoch fehlt beiden bis heute auch nur ansatzweise die Gabe, jemadem ihr Liebesgefühl zu vermitteln. Als ich klein war, waren diese schon dabei, sich zu trennen.
Es ist schade. Ich habe schon so oft im Leben Frauen getroffen, Welche von mir angesprochen werden wollten, jedoch schaffte ich es nicht einmal, deren Blicke zu erwidern. Das einzige, was ich in solchen Situationen konnte, war schlicht ein Blick ins Leere, flaches Atmen und die Vorstellung, wie ich in dem Moment von der Person beobachtet werden könnte. Selbst als ich einmal 3 Stunden neben einer interessierten Dame im Zug saß, schaffte ich es nicht einmal, ihr in die Augen zu schauen, da ich eine extremste Blockade diesbezüglich hatte. Das einzig schöne Gefühl, was ich kenne, ist es sozusagen, von einer Frau beobachtet zu werden und ich habe es satt! Seit Jahren weis ich, dass dieses Verhalten Schwachsinn ist, aber auch langer Selbstarbeit hat sich nichts getan...
Wie verdammt nochmal werde ich das los. Während mir es gelingt, über alles mögliche herzhaft zu lachen, schaffe ich es nicht, jemandem ein liebevolles Lächeln zu schenken.
Hat jeman einen Ansatz? :-\

Im Voraus danke für Eure antworten!

17.06.2016 22:50 • 22.06.2016 #1


12 Antworten ↓


Hast du schonma lan eine Therapie gedacht?

18.06.2016 03:28 • #2



Unmögliche Partnersuche durch Blockade

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Noch nicht. Da habe ich keinen Schimmer.

18.06.2016 07:37 • #3


Da musst du erstmal mit dinem Hausarzt drüber reden, denn von ihm erhältst du die Überweisung(en). Und dann musst du dich auf Therapeutensuche begeben. Das ist meist gar nicht so ganz einfach. Viele haben ein Aufnahmestopp oder erhebliche Wartezeiten. Aber zum Erstgespräch laden sie dich meinstens ziemlich rasch ein. Dann kannst du dich zumindest mal ein Bild machen und dich auf die Warteliste setzen lassen. Du kannst dir mehrere Überweisungen holen und bei mehreren Psychologen und/oder Therapeuten (ich halte Therapeuten für die effektivere Lösung. Sie sind besser ausgebildet) vorsprechen. Damit erhöhst du eine Chance, relativ zeitnah zu einer Therapie zu kommen und du kannst dir die Ärzte vorher anschauen, und die aussortieren, bei denen du dir das auf keinen Fall vorstellen kannst. Denn das ist ja schon auch eine Vertrauenssache.

Ich muss aber auch einräumen, ich bin mit meinem Therapeuten auch erstmal ziemlich angeeckt und konnte ihn überhaupt micht mehr ausstehen. Heute denke ich, ich hätte keinen besseren erwischen können.

Es gibt sehr unterschiedliche Therapieformen. Auch diese Tatsache ist der Nachfrage wert. Denn sie soll ja nachher zu dir passen. Scheue dich also besser nicht, bei dienem Arzt da nachzufragen und ihm um seine Meinung (mit Begründung) zu bitten.

18.06.2016 14:13 • #4


Hm. Was beredet denn der Therapeut mit seinem Patienten? Gibt es nicht vielleicht ein Hilfebuch für Menschen, welche Probleme haben, beobachtet zu werden?

19.06.2016 20:03 • #5


Mein Therapeut überlässt mir die Wahl der Themen.

19.06.2016 22:25 • #6


Hallo,
ich würde sagen, du bist einfach nur sehr, sehr schüchtern.
Das kann sehr liebenswert sein und wenn die richtige in dein Leben tritt, dann kann sich das ganz schnell ändern,
bzw. wenn du gefunden wirst, wird das Mädel alles daran setzen, dass du ihr in die Augen schaust und zack wird alles gut.

Ich bin überzeugt davon, dass sich das alles regelt.

Du setzt dich viel zu sehr unter Druck !

Du bist noch so jung, du hast noch soviel Zeit !

19.06.2016 22:46 • #7


Das ist ja genau das Problem. Es ist für Andere eine ganz lapidare Sache, aber nach langejahrer Arbeit kriege ich das immer noch nicht hin. Ich würde es sogar verallgemeinern und sagen, dass ich eine soziale Phobie habe, insoweit, dass ich mich zwinge, nahezu alle Bewegungsabläufe so auszuführen, wie es alle machen, im nicht aufzufallen. Mir ist bewusst, dass es auch anders geht. Ich kann es aber nicht. Wie seid Ihr Ihr selbst? Gibt es da eine Anleitung. Ich muss mich irgendwie von außen beobachten... Ansonten geht es mir ziemlich gut.

20.06.2016 06:15 • #8


Hallo!

Die Probleme, die du hier beschreibst, kenn ich nur zu gut und leide mehr oder weniger selbst schon lange darunter.
Ich bin ebenfalls 20 und habe extreme Probleme das Interesse von Männern zu erwidern, selbst wenn ich jemanden sehr gerne mag.
Bin sehr schüchtern und hab auch in solchen Situationen immer das Bedürfnis wegzuschauen und "absichtlich" kein Interesse zu zeigen.
Versteif mich dann immer sehr darauf wie ich wirke und kann mich auf keine normalen Kommunikation einlassen und den Moment an sich genießen. (Das Ganze verschwindet bei mir nur nach Alk. )

Ich hab auch generell Probleme mit sozialen und gesundheitlichen Ängsten und die Bindungsängste sind eben ein Teil dieses größeren Problems...
Daher werde mich daher bald an meinen Hausarzt wenden um das Ganze in Angriff zu nehmen mit einer Therapeutensuche. Ich denke, dass für dich dieser Schritt auch ganz wichtig wäre, hoffe du findest die Überwindung dazu!

Alles Gute!
LG

21.06.2016 01:51 • #9


Ja, was besprichst du denn dann mit deinem Therapeuten? Kann man das nicht mit einem guten bekannten besprechen?

21.06.2016 06:07 • #10


hm ich denke da gehts um die grundsätzliche Aufarbeitung von wo die Angststörung kommt usw.
Bei mir sind das unter anderem Familienprobleme, meine Schwester hat auch eine generalisierte Angststörung. Also ich denke für mich wäre das keine Option, da ich ja sowieso mit meinen Freunden und Familie darüber rede, jedoch die Angst an sich muss man ja mit Verhaltenstherapie u.a bekämpfen.
Du kannst es ja mal versuchen dich wem anzuvertrauen und dann entscheiden ob du weitere Hilfe benötigst!

21.06.2016 22:06 • #11


Kennt vllt. jemand nützliche Literatir zum Thema? Was ist mit "raus aus dem Schneckenhaus"...is sich n Buch?

22.06.2016 06:09 • #12


Es gibt vom VSSP zumindest mal einen kostenfreien Leitfaden, denn du dir per PDF herunterladen kannst.

http://www.vssp.de/nr-4-auswirkungen-so ... tnerschaft

und dazu noch einen Folgeleitfaden:

http://www.vssp.de/nr-4-2-soziale-phobi ... exualitaet


Vielleicht hilft dir das ja schonmal ein wenig.


Und noch einen anderen:

http://www.vssp.de/nr-5-wege-der-selbst ... ler-phobie

22.06.2016 17:10 • #13



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