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BlaueLilie86
Hallo,

ich hatte vor einiger zeit schon mal das thema familie und probleme aufgegriffen. wenn ich mich recht erinnere, ging es damals schon darum, dass mir die beziehung zu meiner familie eigentlich nicht gut tut. ganz aufgeben konnte ich sie bisher nicht weil ich mich einfach nach diesem bild der familie sehne. also hielt ich sporadisch kontakt mit meinen eltern, wurde aber immer wieder enttäuscht. wir telefonierten miteinander und ich merkte mehr und mehr, dass kein interesse an meinem leben besteht. sie haben bis heure nicht gefragt, wie unser urlaub in heidelberg war, sie fragen nicht, was ich zum geburtstag geschenkt bekomme, wie es mir gesundheitlich geht, wie meine ergotherapie voran geht etc. ich bekomme zum geburtstag geld und es wird kurz pseudomäßig angerufen. dann habe ich noch 2 schwestern (wir alle wohnen mehrere hundert kilometer entfernt). die eine ist 1 jahr älter als ich, die andere 6 jahre jünger. mit der jüngeren hab ich die letzten jahre immer mal wieder telefoniert, gesimst und sie hatte mich einmal alle 2 jahre hier in leipzig besucht. mit der anderen hatte ich ein zerwürfnis nachdem sie vor einigen jahren mit ihrem freund hier war (der sich daneben benommen hat). wir hatten dann aber wieder kontakt angefangen. allerdings simsen wir nur, wenn es von mir ausgeht. telefonieren bisher alle 2 monate oder so und nur auf meine initiative.

mit der kleinen schwester gibt es immer wieder kontaktabbrüche. sie ist sehr egoistisch, interessiert sich null für andere, ist vom kopf sehr kindisch und hat eine negative sicht auf alles. ich versuche ihr dinge zu erklären, ihr passt das nicht weil sie nicht erkennen möchte dass sie vlt oft zu egoistisch ist, also beshcimpft sie mich per whatsapp aufs derbste. ich breche den kontakt ab, nach einigen wochen kommt sie wieder an und tut so als wäre nix. das reden darüber bringt mit ihr nix. aber jetzt reicht es mir endgültig!
gestern haben wir wieder mal getelt nach einem mehrwöchigen kontaktabbruch. war alles wie immer. heute schrieb sie dann ob ich lust hätte dass sie mal wieder zu mir käme über nacht. ich meinte, hätte sie am telefon gefragt, hätte ich ihr erklären können warum nicht. wenn sie wolle, könne ich das auch per sms, aber sie könnte es falsch verstehen. sie wollte es wissen also schrieb ich die wahrheit. nämlich dass ich mit ihr immer das gefühl habe, sie für dinge motivieren oder begeistern zu müssen, dass sie meistens negative stimmungen hat und ich mir mein wochenende davon nicht kaputt machen lassen möchte. noch dazu komtm dass ich ne schmerkkrankheit habe und auf mich achten muss. das hat sie nicht verstanden und meinte dann, ich wäre jetzt wohl so drauf wie ihre ehemalige freundin. die hatte ihr endlich mal die meinung gesagt (egoistisch, negative einstellung etc.) und den kontakt abgebrochen. ich bin ruhig geblieben, erklärt, sie wollte doch meine meinung wissen. daraufhin sie: es wundert mich dass du überhaupt noch kontakt zu deiner familie hast wenn dir deine zeit zu wertvoll ist, sie mit uns zu verschwenden.
ich hab ihr dann offen gesagt dass ich keine lust mehr auf so kindische spielchen habe wie bisher. und wenn sie mit mir abrechen wolle, wäre das für immer. dass sie dann nicht wieder wie bisher einfach so ankommen könne. und dass ich mein leben nicht mit jmd verschwenden möchte, der keine ehrlichen meinungen hören und auch mal was annehmen möchte. und dass sie aus dieser kleinigkeit nicht wieder sowas großes machen müsse.
tja und dann kamen beleidigungen von ihr, wortwörtlich: " Das nennst du eine Kleinigkeit? Schau doch mal wie du mit Ubd über deine eigene Familie sprichst..... du kannst froh sein dass Mama und Papa überhaupt noch Kontakt zu dir haben bzw. dir jedes Mal noch was zum Geburtstag schenken, ich hoffe dass sich das auch mal einstellen wird
 Und denkst du wirklich ich lass mir von einer depressiven Person, die keine Freunde hat, und sich vllt mal jedes halbe Jahr meldet, sagen, wie ich bin?"

ich überlege jetzt, was meine große schwester und meine eltern hinter meinem rücken über mich denken und reden. ohne grund wird sie sowas ja nicht sagen. vielleicht sollte ich zu allen den kontakt abbrechen. wirklich bereichernd ist er ja nicht, im gegenteil. ich habe mich schon so oft geärgert. aber dann gibt es noch weniger menschen in meinem leben, mit denen ich michb austauschen kann.
ich weiß, das klingt jetzt alles sicherlich wie vorpubertäre probleme. aber ich war bisher nie bereit vollkommen los zu lassen. mir tut so vieles weh. leute, die in meinem leben mal eine große rolle gespielt haben und jetzt weg sind: gute freunde, meine ex-freunde, meine oma (sie ist leider vor vielen jahren gestorben, ebenso wie meine damals beste freundin als wir 12 waren). vielleicht bin ich nicht stark genug, andere menschen ziehen zu lassen?

und hinzu kommt noch dass ich heute einen streit mit meinem freund hatte. er ist der große halt in meinem leben und wir haben uns wegen was belanglosem gestritten. er hat spätschicht und wenige minuten bevor er gehen musste, hat sich das aufgebauscht. es war nix großes, aber er ist im streit gegangen. wir haben uns nicht wie sonst geküsst, umarmt und richtig verabschiedet. danach war das simsen mir meiner schwester.

tut mir leid, ich hatte das gefühl, das einfach mal loswerden zu müssen. ich hoffe auch, es ist nicht zu konfus geschrieben. mir fällt es immer schwerer, solche dinge knapp und verständlich zusammen zu fassen.

danke an alle, die bis hierhin durchgehalten haben.

grüße,
lilie

27.07.2017 15:02 • 31.07.2017 #1


4 Antworten ↓


Hallo,

Wenn das herz voll ist will es erleichtert werden.

Von mir bekommst du was bzg. den Kontaktabruch betrifft keine Antwort da ich meine das du es entscheiden solltest.
Du tust dich schwer einen Entschluss zusuchen. Kontaktabruch ja oder Nein und das geht ,Tag für tag so weiter.
Im schlimmsten Fall , bekommst du durch dieses Ungleichgewicht Ängste sprich Depressionen.
Hast du dir schon mal überlebt ,ob es vielleicht nie zu einem Abbruch kommen soll da du trotzallem was geschah deine geschwister liebst. ich denke das ich ein gesundes Denken nur dann würde ich mich nehmen so wie ich bin.

27.07.2017 16:09 • #2



Kontaktabbruch mit Schwester/Familie?

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BlaueLilie86
Danke Tuffie für deine Worte.
Ich habe die letzten Tage viel mit meinem Freund darüber gesprochen. Wir haben gemeinsam entschieden: Kontaktabbruch zur Schwester ja, bei den Eltern nicht. Da ich mit diesen sowieso kaum Kontakt habe, muss ich keinen Bruch erzwingen.

Im Gegensatz zu anderen Menschen habe ich bzgl. der Familie eine andere Auffassung: Auch wenn es die Schwester, Bruder etc. wäre, habe ich ein Recht darauf, mit Respekt behandelt zu werden. Ich beurteile Menschen nicht danach, ob sie zufällig blutsverwandt mit mir sind, sondern danach, wie sie mit mir umgehen.

Trotzdem tat es gut, Feedback zu bekommen und sich erleichtenr zu können

30.07.2017 12:29 • x 2 #3


Hallo,

Ich habe zum Thema eine ganz klare Meinung. Wenn Eltern oder Geschwister sich schei. benehmen ( also grundsätzlich, nicht nur temporär), dann würde ich den Kontakt abbrechen.
So Floskeln, dass man das nicht tun sollte, weil es die Familie ist, sind nichts wert.

Denn letztlich zählt nur, WAS jemand tut und nicht, WER er ist. Und wenn sich Eltern eher wie Fremde verhalten, dann werden sie der Elternrolle ganz einfach nicht gerecht.

31.07.2017 15:21 • x 3 #4


...das, was Du so über Deine Familie schreibst, erinnert mich sehr an die meine, und ich fürchte so selten ist das gar nicht, dass man sich nur für sich selbst interessiert. Ich erlebe das seit zig Jahren, dass Gespräche mit Familienangehörigen sich nur um deren Themen drehen, niemals jemand fragte, bist Du krank? Bist Du wieder gesund? Wo warst du im Urlaub? etc... es ist einfach wirklich kein Interesse da. Ich habe das in meiner Familie auch niemals angesprochen, denn was sollte das auch für einen Sinn machen, soll man sagen "interessiere dich doch bitte für mich, frag mich auch mal, wie es mir geht" das ist doch geradezu lächerlich. Das nächste mal kommt dann demonstrativ die Frage: "Wie geht's dir denn?" Und man weiß aber doch ganz genau, das wirklich kein Interesse da ist. Man kann das Interesse, die Empathie, Gefühle überhaupt, nicht erzwingen, dort wo keine sind. Ich habe das später im Bekanntenkreis immer wieder bemerkt, die Leute erzählen am liebsten über sich selbst, suchen jemand, der an ihrem Leben teilnimmt, es genügt, wenn man ihnen zuhört und kommentiert. Dabei ist es ziemlich belanglos wer man selber ist, was einem Sorge und Freude macht etc... Ich registriere das mit unzähligen Erfahrungen immer sofort. ---- Die Entscheidung, wie Du Dich nun konkret Deiner Familie gegenüber verhältst, kann Dir keiner abnehmen. Ich habe damals den Kontakt nicht abgebrochen, weil ich keinen Streit, irgendeine Dramatik da reinbringen wollte. Wir sehen uns ein bis zwei mal im Jahr, ich bin höflich, höre mir das alles an, fahre wieder nach Hause - und gut is... So können alle Beteiligten gut damit leben. Was ich über Familie und Bekannte denke, ahnt niemand. Sie wären wahrscheinlich überrascht, wie ich sie beobachte und beurteile. Aber soweit gehen ihre Überlegungen gar nicht. Wichtig ist mir immer zu wissen, wen ich vor mir habe, und was und ob überhaupt ich von dem Menschen zu erwarten habe. Und das ist in den allermeisten Fällen leider gar nichts

31.07.2017 16:51 • x 3 #5




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