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wunna
Bin 2007 hierher gezogen.

Habe seitdem nur eine neue Freundin gefunden. Und diese Dame auch nur durch einen stationären Aufenthalt. Sonst habe ich nur 1-2 alte Freundinnen, die ich ganz selten mal treffe.

Kann mich nicht überwinden allein irgendwohin zu fahren.

Und ich kann mich unter der Woche nach der Arbeit zu nichts aufraffen. Keine Power oder eben sogar Angst.

Habe Angst allein in die Stadt oder gar in andere Städte zu fahren.

Verschiebe dann Termine oder Treffen mit Freundinnen.

Und das schreckt die Leute natürlich ab. Ganz klar.

Dabei brauche ich soziale Kontakte so dringend. Für meine seelische Gesundheit. Weiß ich ja.

Woran kann es liegen? Wie kommt man dagegen an?

07.09.2009 14:37 • 08.09.2009 #1


8 Antworten ↓


Zitat von wunna:
Woran kann es liegen? Wie kommt man dagegen an?

Indem Du vielleicht eine gute Erfahrung mit einer neugewonnen Freundschaft machst?
Dazu mußt Du natürlich erst jemanden kennen lernen, ich weiß!
Versuch es doch über´s Internet. Es gibt Seiten, nicht nur um zu flirten, sondern auch um Freundschaften zu schließen. Dabei kannst Du gezielt in Deiner Stadt danach suchen. Und glaub mir, die die Du dort triffst, sind entweder total offen für neue Freundschaften, oder ihnen geht es ganauso wie Dir. Versuch´s doch mal! Und halte bis zum Schluß durch und mach nicht kurz davor einen Rückzieher. Nach Deiner ersten guten Erfahrung damit, wirst Du jedes Mal weniger Probleme haben! Viel Erfolg dabei!!

07.09.2009 17:57 • #2



Wo ist das Problem neue Freunde zu finden?

x 3


Danke dir für die schnelle Antwort.

Kannst du mir einen Tipp geben, welche Seite da seriös und effektiv wäre?

07.09.2009 18:02 • #3


Zitat von tochter:
Danke dir für die schnelle Antwort.

Kannst du mir einen Tipp geben, welche Seite da seriös und effektiv wäre?

Z.B. http://www.friendscout24.de/ und http://community.freenet.de/freunde-finden/



Lieben Gruß,
Carla

07.09.2009 18:35 • #4


Zitat von wunna:
Bin sehr übergewichtig

Was hindert Dich am abnehmen? Ich hab fast keine essbaren Sachen im Haus, d.h. ich *muss* raus, wenn ich mehr als nur überleben will.
Zitat von wunna:
Das ist ja auch nicht mein einziges Problem und Stress habe ich reichlich.

Jeder hat soviel Zeit, wie er sich nimmt. Ich denke, auf Stress trifft das auch zu.

07.09.2009 20:19 • #5


@ wunna

warum genau hast du diese angst? was könnte schlimmstensfalls passieren, wenn du alleine in die stadt gehst? wie genau äußert sich deine angst?

das mit dem stress hört sich leider für mich ein bisschen nach einer vorgeschobenen ausrede an.

lg kayleigh

07.09.2009 20:26 • #6


wunna
Also, um das jetzt direkt klarzustellen,
der Stress wurde hier in meinem Posting nicht erwähnt und somit auch nicht vorgeschoben.

Ich bin nur darauf eingegangen, weil der Vorredner wild aus anderen Beiträgen - übrigens zurückliegenden - kopiert hat.

Stress hat mit meiner Suche nach Freunden direkt nichts zu tun. Klar, es gibt da immer nen Teufelskreis, Angst führt zu Isolation, führt zu, führt zu, usw.

Daher muss man eben an einer Stelle ansetzen. Und ich habe mich für die fehlenden sozialen Kontakte entschieden. Daran will ich was ändern.

Wovor habe ich Angst? Einerseits ist es die Angst vor der Angst, der Panikattacke. Soweit so analysiert. Aber es geht darüber hinaus, denn es ist im Laufe der Jahre mehr geworden. Die Angst, allein zu sterben. Die Angst, allein zu sein. Die Angst ohne Hilfe zu sein, wenn ich sie brauche, egal ob jetzt wegen der Angst oder aus gesundheitlichen Gründen. Klar, alles schon gehört, aber eben nicht einfach mit dem Wissen um den Angstkreislauf wegzudenken.

Als ich ein wenig außerhalb gewohnt habe, hatte ich z. B. Angst im Dunkeln nach Hause zu gehen. Dann konnte ich nicht mehr in die Stadt, weil ich hier niemanden kannte, der mich hätte begleiten oder fahren können. Ich hatte anfangs vorgesorgt und mich in Gruppen angemeldet, um gar nicht erst unterzugehen, als ich hierhergezogen bin. Da konnte aber niemand mitkommen. Es kam so, Einsamkeit durch Alleinsein und Angst.

Und so entwickelt sich das eben. Schlimm wurde es aber erst, als ich starke gesundheitliche Probleme bekam und operiert wurde. Danach ging es einfach bergab, weil ich mir nicht mehr sagen konnte, dass ich kerngesund bin. Und weil die OP (u. a. Krebsverdacht) für mich ein Trauma war. Ich hatte zuviele Baustellen, ich war ausgelaugt, Komplikationen nach der OP, Stress auf der Arbeit, Wohnungssuche, Umzug, kreisende Pleitegeier und diverse andere Probleme.

Wie auch immer, es ist mir eben aus den Fingern geglitten, ich hatte nicht mehr den Eindruck Kontrolle über mein Leben zu haben.

Aber das will ich ändern. Zumindest damit, dass ich mir einen Freundeskreis zulege.

Früher hat das immer ganz einfach über Schule oder Arbeit geklappt. Aber diesmal habe ich mit den Arbeitskollegen wenig gemeinsam und obwohl sie ganz nett sind, sind sie alle wesentlich jünger als ich und wir haben irgendwie ganz andere Ansichten und Freizeitbeschäftigungen.

Also müsste ich jetzt irgendwie anders, sozusagen aktiv an Freunde kommen.

Ok, klar, Internet. Aber die Schwelle des Treffens ist groß. Daran hätte ich echt zu knacken. Werd ich wohl versuchen. Aber Friendscout ist wohl eher für Singles, wenn ich das richtig sehe.
Habe hier gestern auch eine Anzeige aufgegeben.

Nur, ja, schwierig, man muss sich zwingen. Sich zum eigenen Glück zwingen und eben hinnehmen, wenn man dem Gegenüber doch nicht gefällt. Angst vor der Ablehnung, klar.

Wo ist der mobile Stiefel, der mich in den Ar. tritt?

07.09.2009 21:05 • #7


*holt mal den virtuellen stiefel raus*

ne, im ernst. das hört sich für mich nicht nach 08/15-angst an so von wegen, ich habe angst, irgendwo alleine hinzugehen, weil ich dann niemanden kenne. das hört sich nach wirklicher phobie an. bist du deswegen irgendwie in behandlung?

tut mir leid, dass ich auf das thema stress eingestiegen bin. ich kenne das nur von mir, wenn ich mal wieder vor einem treffen mit jemandem kneife. und bei mir ist es wirklich nur vorgeschoben.

ich finde die möglichkeit, freunde übers internet kennenzulernen übrigens ganz gut. auch ich habe eine gehörige portion angst, dass mein gegenüber mich dann doch plötzlich mögen könnte, obwohl man sich doch vorher so gut verstanden hat. man kann es in kleinen schritten versuchen, erst per mail, dann sms, telefon, skype... ich finde vor allem wichtig, meine hintertürchen mit der zeit zu schließen. ich bin jemand, der kneift, wenn es ihm zu eng wird - im sinne, wenn das gefühl von angst übermächtig wird. deshalb verschließe ich mir nach und nach die fluchtwege in der hoffnung, dass jemand auf MICH zukommt, wenn ich mal wieder versuche zu kneifen.

vielleicht findest du ja hier einen netten kontakt. und ihr könntet euch ja beide über diese angst vor dem ersten treffen hinweghelfen.

ich wünsche dir viel glück,
alles liebe, kayleigh

07.09.2009 21:21 • #8


wunna
Danke, Kayleigh!

Ja, also, Panikattacken, Depression, Hypochondrie. Das greift aber auch alles ineinander, auch was die Angst vor Ablehnung angeht und natürlich diese gewisse Betäubung, die einen so passiv bleiben lässt.

Früher hatte ich soziale Ängste, die ich aber fast alle überwinden konnte im Laufe der Jahre. Wurde mir aber später erst bewusst. Konnte damals körperliche Nähe nicht zulassen, Berührung und war sehr, sehr schüchtern usw. Habe auch mit starker Ablehnung reagiert, aus Angst, dass ich abgelehnt werden könnte. Habe dann eher die Leute vergrault, auch um keine Emotionen zeigen zu müssen. Gut, heute nicht mehr, außer manchmal eben, wenn es schlecht läuft.

Aber ich denke schon, dass ich mich überwinden kann. Nur... naja, wie gesagt, Stiefel her.

So gesehen ist die Frage ja im Prinzip beantwortet.

Danke dir.

08.09.2009 09:32 • #9




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