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Hallo an alle Leser und Helfer und Opfer =),

ich habe ein bzw. mehrere Probleme, die alle irgendwie miteinander zusammenhängen.

Zu mir: ich bin 23 Jahre, männlich und komme aus Hessen.

Mein größtes Problem ist grade, das alles zu schreiben und ich verirre mich ständig in meinen Gedanken und habe ständig das Gefühl es wird zuviel - das liest doch keiner durch.
(Falls es einer Lesen mag, kann ich es ja mal posten)

Im Endeffekt fühle ich mich trotz tollen Freunden, Schule und meiner Freizeitbeschäftigung (Jugendtrainer) wieder mal einsam, weil ich das Gefühl habe, dass mich niemand richtig versteht, mir fehlt jemand zum Reden, über die Themen, die ich versuche zu schreiben =)


Liebe Grüße

28.03.2011 19:37 • 12.04.2011 #1


12 Antworten ↓


Mercutio
Hallo boredomx,

hallo und schreib doch einfah mal was dir im kopf so umananderschwirrt...

30.03.2011 07:54 • x 1 #2



Problem folgt auf Problem

x 3


Hallo!

Ich würde auch sagen, schreibe das hier doch einfach mal. Wenn dir jemand zum Reden fehlt, solltest du evt einfach mal reden (bzw schreiben

30.03.2011 21:53 • #3


Hallo und danke erstmal an Euch, für die Antworten!

Ich füge mal den ursprünglich kompletten Text einfach ein und hoffe jemand wird schlau daraus =):


Ich habe ein Problem!
Ich bin männlich und 23, Single seit so ewig langer Zeit. Ich bin momentan wieder Schüler. Sonst bin ich nett, hilfsbereit, lustig. Aber ich bin ruhig, sensibel, schaue gerne romantische Filme und höre gefühlvolle Musik (Slow RnB) am liebsten.
Ich bin nicht unbedingt schüchtern, aber sehr zurückhaltend. Ich brauche lange, bis ich wirklich mit jemandem mehr als ein paar Worte rede und aus dem Smalltalk rauskomme.

Ich habe gute und nette Freunde (meinen besten Freund seit 16 Jahren). Wir sind füreinander da, ich bin auch für alle da. Ich helfe gerne und bin mit Rat und Tat an deren Seite und sie für mich. Und ich habe trotz meines jungen Alters, viel erlebt und durchgemacht, weshalb ich manchmal schneller Lösungen finde oder intuitiv erkenne, was meine Freunde für Sorgen und Probleme haben.

In der Klasse und auch sonst, habe ich lieber mit Mädchen zu tun. Ich mag Jungs einfach nicht, immer nur Fussball, Autos und Sex ... ist zwar ein Klischee, aber es ist doch meistens war, wie ich sehen kann =(

Das Problem dreht sich um ein Mädchen aus der Gruppe, mit denen ich meistens zusammenhänge. Sie hat etwas (soweit bin ich gekommen mit dem Problem) an sich, was mich an einen Freund erinnert. Die Macht - mir weh zu tun. Ein Wort, ein fieses Wort. Ignorieren oder nicht auf SMS schreiben. Mir nichts sagen, sich nicht öffnen. Es ist schwer in Worte zu fassen.

"Angst vor Ablehnung" und viele andere Themen treffen bei mir zu, aber nur bei IHR (bzw meinem Freund) ... ich kann es nicht zuordnen, aber sie ist mir wichtig und ich habe den Drang sie zu schützen und für sie da zu sein, aber sie lässt mich nicht bzw für mich ist dort ein Gefühl der Blockade.

Es ist so, sie hat großen Einfluss auf mein Gemüt und meine Laune, genau wie mein Kumpel. Es ist nur bei diesen Beiden so. Und trotz, dass ich sie kaum kenne, hat sie einen solchen Einfluss.

Das Thema ist viel größer, das ist sehr kurz gefasst, weil ich kann das keinem zumuten, aber ich bin halt ratlos.
Und mich versteht keiner, eine Freundin sagte nur, ich sei verknallt - da bin ich mir aber sicher, dass es nicht so ist.

Mir fällt nur in der Zeit auch auf, dass ich einsam bin. Mir fehlt ein Mensch (Mädchen) in meinem Alter, die so tickt, wie ich und genau versteht, wie es mir geht und warum.
Mir fehlt jemand, mit dem ich darüber sprechen kann ohne ein Vorurteil oder mir noch mehr Ärger aufzuhalsen, was ich schon oft erlebt habe. Viele können mit Geheimnissen nicht umgehen.

Alles in Allem ist mir meine sensible Ader wieder etwas im Weg - ich nehme vieles wahr (Gefühle, Laune, Stimmung) und wenn ich sehe, jemanden bedrückt etwas ... dann beschäftigt mich das, auch wenn ich ihm nicht so nahe stehe. =(

Liebe Grüße und in der Hoffnung auf Hilfe

PS: Das Thema ist umfassend, es kann sein, dass hier einiges Missverständlich ist oder unvollständig.

31.03.2011 20:43 • #4


Mercutio
hm,.. wie schauts in deiner Familie aus?

31.03.2011 22:32 • #5


Öhm Eltern geschieden seit meinem 11. Lebensjahr. 2 Geschwister, beide ausgezogen.

Vater und Bruder - kein Kontakt.
Mutter (ich lebe bei ihr) und Schwester - Kontakt. Und verstehe mich mit meiner Schwester und meinen Großeltern in der Familie am Besten.

Ansonsten spielte ab der Scheidung meine Familie eher eine Nebenrolle, meine Freunde sind damals sehr in den Vordergrund gerückt für mich.

31.03.2011 22:37 • #6


Mercutio
hm,.. und hast du schon mal dran gedacht mit nem therapeuten darüber zu reden?

02.04.2011 13:51 • #7


Huhuuu

ich war mal bei einer Therapeutin, allerdings damals wegen anderen Problemen (Arbeit, Mobbing, Burn-Out) - die Themen betrafen allerdings weniger mich. Damals wusste ich nicht mehr, wie ich den anderen "Opfern" helfen sollte. Es war schlimm, Menschen starben aufgrund massiver Fehler und getan hat sich bis heute dort nix.

Sie (die Therapeutin) war damals zwar nett, ich bekam einen Zugang zu ihr und konnte mich aussprechen, aber sie half nicht wirklich. Sie machte mir Mut, dass ICH ja bald meine Ausbildung beginne und zeigte mir alles positive auf - aber das Problem lösen konnte Sie nicht, ich auch nicht.

Von daher, ich bezweifel ... dass mir sowas helfen wird, bin aber offen für Ideen, vielleicht war mein Beispiel zuuuu negativ!

Lieben Gruß!

02.04.2011 19:03 • #8


Also ich kenn das auch, dass die Freunde super wichtig für einen werden, sobald sich die Eltern trennen. Meine Freunde sind auch mein Familienersatz....auch wenn man sich nur 1x im Jahr zu Weihnachten oder so sieht, aber man muss sich auf jeden Fall besuchen

Ich hätte jetzt nicht gedacht (so wie du das geschildert hast), dass du in das Mädchen verknallt bist (auch wenn das durchaus auch eine Möglichkeit wäre, die erklären würde, warum grade dieses Mädchen dir so wichtig ist....aber da glaube ich deiner Selbsteinschätzung einfach mal ). Ich weiß ja auch nicht, was ihr in eurer Gruppe so macht, wie nahe du dem Mädchen stehst etc .... und ich bin jetzt auch keine Psychologin, kann das also nicht 100%ig einschätzen, aber ich hab bei dir so ein bisschen das Gefühl (einfach von dem, was du jetzt geschrieben hast - kann auch ein falsches Gefühl sein, also nur ein Vorschlag, was es sein könnte), dass du evt einfach viel zu sehr aufs Helfen fixiert bist? Mein erster Gedanke war Helfersyndrom, allerdings kenn ich da jetzt wirklich auch absolut nicht die Symptome und was genau das nun ausmacht (deshalb würd ich jetzt sagen, mein Gedankengang geht nur so in die grobe Richtung).... also so von diesem, dass du immer gleich spürst, wenn jemand ein Problem hat, dass du in Therapie warst, weil du anderen nicht helfen konntest.....

Ich würde jetzt auch sagen, dass du dich vielleicht einfach aufdrängst....also für mich, wenn ich das so lese, besteht diese Möglichkeit einfach....du merkst, einer deiner Freunde hat ein Problem. Und so wie ich dich jetzt (nach dieser kurzen Beschreibung) einschätze, willst du wahrscheinlich sofort helfen. Aber wer weiß, vielleicht bildest du dir das Problem nur ein (bzw überinterpretierst da was), oder deinem Gegenüber ist noch gar nicht bewusst, dass da ein Problem besteht...und da kann es dann irritierend sein, wenn man auf etwas hingewiesen wird, von dem man vorher noch nicht wusste. Bzw noch irritierender ist es, wenn du dann darauf bestehst, dass das Problem da ist (ich spreche da aus Erfahrung: Meine ehemalige Mitbewohnerin hat mir - bei max 10 Min Kontakt pro Woche - unterstellt, dass ich depressiv sei, und ist auch nach mehrmaligen Beteuerungen meinerseits, dass dem nicht so sei und sie das ja nicht einschätzen könne, nicht von ihrer Meinung abgewichen, was letztendlich auch unsere Beziehung zueinander kaputt gemacht hat). Oder wenn jemand dauernd Hilfe anbietet, obwohl man absolut keine Hilfe will / noch schlimmer: wenn man gar nicht wollte, dass die anderen sehen, dass man ein Problem hat, und auf einmal ist da jemand, der da dauernd drin rum bohrt und nicht damit aufhört. Da wird man automatisch abweisend.

Zusätzlich hast du es ja auch mehrmals betont, dass ihr euch nicht so gut kennt. Und trotzdem verhälst du dich ihr gegenüber als wärt ihr super gut befreundet. Mit manchen Problemen will man auch nur mit der besten Freundin oder den Eltern reden.
So vom Prinzip her: Hast du dir mal überlegt, dass sie vielleicht keine Hilfe will? Bzw keine Hilfe von dir will, weil für sie Freunde (um nicht zu sagen du) vielleicht auch nicht so wichtig sind wie Verwandte? Vielleicht ist das ein familiäres Problem, über das sie nicht reden kann bzw will, weil es (außer der besten Freundin, der man ja bekanntlich alles erzählt ) ihrer Meinung nach sonst niemanden was angeht? Und dass sie dich nicht ignoriert, um dir wehzutun, sondern weil du dich aufdrängst und nicht locker lässt (was für dich bestimmt eine positive Eigenschaft ist, denn du willst ja aus deiner Perspektive heraus nur helfen, aber manchmal ist es halt auch zu viel und man muss warten, bis andere auf einen zukommen und um Hilfe bitten) und sie keine andere Möglichkeit sieht, dich davon abzubringen?

Aus meiner Perspektive (also wenn ich jetzt das Mädchen wäre, von dem du redest) hast du vielleicht ein Problem mit Grenzen bzw stehst unter diesem Zwang, ihr helfen zu müssen. Du weißt, ihr zwei steht euch nicht so nahe, und sie scheint dir ja Signale zu geben, dass sie deine Hilfe nicht will (bzw, es kann auch genau so gut sein, dass du ihre "Signale" einfach überinterpretierst und sie sich dir gegenüber normal verhält, du dir aber anderes Verhalten wünschen würdest....wenn ihr euch nicht so gut kennt, sieht sie vielleicht keinen Grund, deine Sms zu beantworten, und kennt dich nicht gut genug, um zu wissen, inwieweit du bissige Kommentare verträgst) und trotzdem kannst du nicht aufhören, darüber nachzudenken und in ihre Privatsphäre einzudringen. Du solltest dich zurück halten, was sie angeht, auch wenn es dir schwer fällt.

Keine Ahnung, ob ich da jetzt viel Sinn gemacht habe, ich wollte einfach nur mal ne Gegenperspektive konstruieren. Ich kann das ja wie gesagt nicht so gut einschätzen, das sind nur Vorschläge. Inwieweit sie überhaupt zutreffen könnten, musst du entscheiden

Hab auch grad irgendwie das Gefühl, dass ich voll vom Thema abgekommen bin. Ging es dir nur um das Mädchen, oder auch darum, dass du niemanden hast, dem du die Problematik darlegen kannst .... bzw hast du das Gefühl, dass du allen hilfst, aber niemand bereit ist, dir zu helfen? Da hab ich grad irgendwie den Faden verloren
Es ist natürlich auch schwierig, wenn du einerseits nur schwer Beziehungen aufbaust zu anderen, und dann aber schnell aufdringlich wirst, wenn du mal eine Beziehung aufgebaut hast (also falls das zutrifft, das ist ja jetzt auch nur ein Beispiel, dass du genannt hast, muss ja nicht die Regel sein ). Du scheinst doch gute Freunde zu haben......fehlt da dann nur die körperliche Nähe zu jemandem?

09.04.2011 21:14 • #9


Zitat von boredomx:
Damals wusste ich nicht mehr, wie ich den anderen "Opfern" helfen sollte. Es war schlimm, Menschen starben aufgrund massiver Fehler und getan hat sich bis heute dort nix.

Wenn Du denen geholfen hättest, wärst Du 1) nicht ins Burn-Out gekommen und 2) wohl ziemlich begossen dagestanden, das ist der Preis fürs nachhaltige Helfen. Egal.
Zitat von boredomx:
Sie (die Therapeutin) war damals zwar nett, ich bekam einen Zugang zu ihr

Du drückst zwar verständlicherweise damit aus, dass "die Chemie" zwischen euch gestimmt hat, aber Formulierungen sind oft sehr aufschlussreich. Zum einen beschreibst Du Dich aktiv im Zugang bekommen zu ihr, zum anderen erwartet man normalerweise, dass der Therapeut den Zugang zum Klienten findet - oder auch nicht.

Mir scheint, Du bist (auch wegen Zitat 1) massiv am Weltretten. Therapie.

10.04.2011 13:41 • #10


Hallo!
Danke erstmal für die Antworten =)

saidndone:

1) Ja - obwohl meine Suche nach Hilfe nicht mir helfen sollte ... ich dachte, mir kann eine Person aus dem Medizinbereich wirklich helfen, das Problm zu lösen.

2) Ich wollte damit erklären, dass ich den Zugang gefunden habe, überhaupt über das Thema mit einer Therapeutin zu sprechen.

Gesges:

Danke, du hast dich nur etwas ... verannt

Also prinzipiell ist es manchmal so, bzw so gewesen. Ich versuchte oft Leuten meine Hilfe aufzuzwingen und erkenne mich in einigen deiner Beispiele wieder, aber das war einmal und besonders bei Ihr, ist das Gegenteil der Fall. Ich halte mich dort sehr zurück in der Hinsicht, eben aus Angst zu weit zu gehen.

Ich habe es mir aber abgewöhnt den Helfer zu spielen. Wenn ich allerdings merke jemand ist dauerhaft schlecht drauf, spreche ich ihn an ... verweise aber darauf mit jemanden mal zu sprechen ... vielleicht hilft es. Ich rücke mich nie mehr als Ansprechperson in den Mittelpunkt.

Aber MIR fehlt jemanden mit dem ich über genau diese Sachen sprechen kann, über mein Verhältnis zu diesem/diesen Mädchen und ja mir fehlt auch irgendwie eine beste Freundin.
Jemand, der mich versteht und ernst nimmt, der auch meinen Gedanken folgen kann.
______
Das Thema Therapeutin und Helfen:

Das klingt etwas wirr. Es war ein sehr umfangreiches Thema, ich arbeitete in der Pflege, es starben Menschen, es kündigten viele, es wurden viele psychisch krank gemacht wurde das Klima und die Leitung.
Mein Fall war, dass mich das a) alles kaputt machte und ich b) bei einem Patient der dann starb irgendwann die Distanz verlor und mich sein Schicksal sehr mitnahm und c) ich mir erhoffte Hilfe und Tipps zu finden, wie ich dort etwas ändern kann und diejenigen ihre gerechte Strafe erhalten.

Naja gebracht hatte es nichts, es wurde teils schlimmer.

10.04.2011 19:11 • #11


Ja, ich dachte mir schon, dass ich leicht vom Thema abgekommen bin

Wenn du mal als Pfleger gearbeitet hast, dann würde das ja schon ein bisschen auf Helfersyndrom hindeuten.
Und ich würde auch sagen, dass eine Therapie bestimmt eine gute Lösung war damals. Ich stell mir das auch sehr hart vor, immer diese Distanz zu waren....man kann seine Arbeit ja nicht immer bei Feierabend abstreifen und alle Probleme am Arbeitsplatz lassen.

Du bist dann hier im Forum schon richtig...auch wenn das kein Allheilmittel ist. Du kannst deine Probleme hier in die Welt hinaus schreiben, und hoffen, dass jemand darauf antwortet. Aber ich habe die Erfahrung gemacht, grade ab nem gewissen Alter ist es super schwer, eine(n) beste(n) Freund/in zu finden....man findet evt neue Freunde, aber bei den besten muss man halt super viel Glück haben, dass es auch passt und die Chemie stimmt....keine Ahnung, klar entwickelt sich so ne Freundschaft auch und dann passiert es quasi einfach, aber ich finde, das so was schwieriger wird, je älter man ist.
Hattest du dahingehend überhaupt ne Art Frage gestellt? Oder wolltest du dich nur mitteilen

12.04.2011 00:09 • #12


Huhu,


danke nochmal, ja ein bisschen "Helfersyndrom" trifft in jedem Fall zu, aber ich sehe darin auch bis zu einer gewissen Grenzen meinen "Sinn des Lebens" zu helfen, aber ohne zu übertreiben oder ausgenutzt zu werden, aber mir liegen diese Berufe in der Medizin-Branche sehr.

Und ja, sowas ähnliches wollte ich hören bzw.darauf hinaus. Klar ist es schwer, wirklich eine/n beste/n Freund/in zu finden, aber naja. Vielleicht auch nur jemanden, mit dem man wirklich über diese Art Themen sprechen kann.


Danke jedenfalls und eine schöne Woche

12.04.2011 15:32 • #13



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