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Meine Vergangenheit hat mich geformt, und so stehe ich Heute da und habe niemanden mit dem ich darüber sprechen kann.
Wenn sich jemand in den folgenden Zeilen wiederfinden kann und mit mir per Mail Kontakt aufnehmen will, ja dann freut mich das.

Vorab möchte ich noch anmerken, das ich mehr Therapien und Therapeuten hinter mir habe als ich je Freunde gehabt habe. (Erspart mir Bitte also solche Tipps)

Es ist so, das ich eigentlich gerne Alleine bin. Aber damit kommt ja auch die Einsamkeit die natürlich nicht gewollt ist. Auf Menschen zuzugehen und ein Gespräch zu führen fällt
mir nicht sonderlich schwer. Über Belanglose Dinge zu sprechen hingegen ist für mich ein Alptraum, und so gestalten sich die Gespräche auch immer sehr kurz. Längerer persönlicher
Kontakt wird für mich unerträglich wenn mein gegenüber mir nicht das Gefühl gibt auch zuhören zu können.
Meine Gutmütigkeit wird grundsätzlich ausgenutzt und da ich ein Hilfsbereiter Mensch bin, ist es für mich selbstverständlich zu Helfen wo ich kann.
Sehr oft Denke ich über die Grausamkeiten der Menschen nach, die nur an sich selbst Denken und anderen keine Hilfe zuteil werden lassen.
Deshalb habe ich auch ein Ehrenamt in einen Seniorenheim.
Natürlich kann ich aber auch hier keine Menschen finden, mit denen ich mich austauschen kann(ich bin 47), aber diese Arbeit hilft mir trotzdem sehr.
Ich habe einfach immer das Gefühl das Menschen mich einfach nur ansehen und feststellen das kein nachträglicher Kontakt erwünscht ist.
Klingt schon ein bischen Paranoid, aber es sind genau die Menschen mit denen ich dann später eine Auseinandersetzung habe.

So das war jetzt die Kurzform. Wer immer daran Interesse hat kann mich gerne Kontaktieren!

29.08.2013 13:42 • 06.09.2013 #1


6 Antworten ↓


Lieber Yooh 66,

irgendwie empfinde ich deinen thread als ein weing feindsehlig oder stark distanziert (liegt vielleicht auch mit an meiner Unsicherheit). Mir ist nicht ganz klar, wonach genau du hier auschau hälst. Man kann dir schreiben und dann? Willst du dich über dieses Thema austauschen oder suchst du Kontakt? Ist mir nicht ganz klar.

29.08.2013 14:26 • #2



Gerne Alleine und deshalb auch Einsam und umgekehrt

x 3


Ich würde es übervorsichtig nennen, und keinesfalls feindselig. Ich bin sehr Kopfgesteuert und Negative Erfahrungen kosten mich Tage und Wochen um sie zu verarbeiten.
Deshalb meine Vorsicht.

Gesucht wird Kontakt und Austausch gleichermaßen. Ich Denke in dieser Forumecke habe wir ja alle mehr oder weniger dieses Problem.

29.08.2013 15:16 • #3


mhm ja da hast du wohl etwas wahres gesagt!

29.08.2013 22:12 • #4


"Längerer persönlicher Kontakt wird für mich unerträglich wenn mein gegenüber mir nicht das Gefühl gibt auch zuhören zu können."

Hört sich für mich persönlich jetzt nach einem sehr einseitigen Kontakt an - also du redest und der andere soll gefälligst zuhören

Vielleicht ist es wichtig, dass nicht nur der andere zuhört, sondern auch du zuhören kannst.

Ich kenne auch jemanden (nicht ich), der in seiner Vergangenheit sehr Hilfsbereit war in jeder Lebenslage.
Das ist schön und gut, aber es wird defintiv von den Menschen ausgenutzt, die es eigentlich nicht nötig haben - fragt man dann seinerseits nach Hilfe, wird man im Regen stehen gelassen.
Das sind die Sorte Leute, die - meiner Meinung nach - deine Hilfe nicht verdienen und die deiner überhaupt nicht wert sind.

Hier muss man dann schon auch seine Grenzen festlegen und auch mal ganz klar "Nein" sagen können.
Ansonsten wird das nie enden und du wirst immer ausgenutzt werden - mache dir bewusst, dass du nicht weniger Wert bist, als dein Gegenüber.
Ich habe für mich festgestellt - manchmal muss man sich einfach sagen "sch... auf die anderen, jetzt bin ich dran" - und wenn man nichts zu verlieren hat, dann ist das auch so.

01.09.2013 04:16 • #5


Ganz ehrlich? Das könnte ich geschrieben haben. Mir geht es ganz genauso wie dir. Und am Ende bin ich immer alleine. Ich weiss nicht warum.
Ich möchte gerne mit anderen Leuten weggehen, ist es dann soweit, bleib ich doch lieber daheim.
Manchmal weiss ich einfach nicht weiter......momentan erzwinge ich mir Aufmerksamkeit durch eine Essstörung....heisst, Mitleid, damit ich nicht einsam bin..und bin es trotzdem. Versteht man das? Verstehst du, was ich meine?

Lg
Wittchen

03.09.2013 16:05 • #6


Silver
Ich kann mich im hier Gesagten gut wiederfinden. Oberflächlichkeit, wenn es mir chronisch vorkommt, ist mir auch ein Graus. Ich fühle mich zu Menschen hingezogen, die etwas Ungewöhnliches, Spezielles an sich haben und die mit mir auf einer (zumindest ähnlichen) Wellenlänge sind. Man fühlt es nach einer Weile einfach. Mit solchen Menschen komme ich leider nicht in Kontakt, weil ich selber nichts dafür tue. Aber das ist derzeit (noch) nicht zu ändern. Vielleicht wenn meine Tochter größer ist werde ich mich mehr um mich selbst kümmern können im realen Leben. Für's Erste, denke ich, dass es ein guter Anfang ist, die Klappe zumindest hier im Forum aufzumachen.

Zitat:
Längerer persönlicher Kontakt wird für mich unerträglich wenn mein gegenüber mir nicht das Gefühl gibt auch zuhören zu können.

Das kann ich unterschreiben ... einseitige Gespräche stören empfindlich das Gleichgewicht von Geben und Neben. Ich hüte mich vor Menschen, die mir nicht gut tun und bei denen ich genau merke, dass ich ihnen nicht gut tue. Misstrauen spielt auch eine große Rolle ... nein, sagen wir mal: Aufbau von Vertrauen. Das dauert meinerseits lange, auch wenn ich gefühlsmäßig denke, schon vertrauen zu können. Gebrannte Kinder scheuen meiner Meinung nach zu Recht das Feuer. Es könnte ja schließlich zu heiß sein. Sich langsam herantasten aber ohne dem Gegenüber das Gefühl zu geben, dass man ihm misstraut, sondern eben nur länger als "normal" braucht, um Vertrauen aufzubauen. Frage mich nicht, ab welcher Zeitspanne es "normal" ist jemand neues vertrauen zu können. Da gibt es kein Patentrezept. Viele Faktoren spielen dabei eine Rolle.

Zitat:
Hört sich für mich persönlich jetzt nach einem sehr einseitigen Kontakt an - also du redest und der andere soll gefälligst zuhören

Vielleicht ist es wichtig, dass nicht nur der andere zuhört, sondern auch du zuhören kannst.

Ich will jetzt nicht stänkern, aber warum hörte es sich für Dich so an, dass nur er redet und der andere gefälligst zuhören soll, Rolli08? Ich sehe da null Grund für eine solche Annahme.

06.09.2013 10:34 • #7




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