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Maverick162
Hallo liebe Leidensgenossen,

Kennt ihr das, wenn ihr vom Leben gar nichts mehr erwartet? Ich zumindest habe irgendwie akzeptiert niemals Freunde oder eine Freundin zu finden. Ich bin zwar erst (schon?) 25, für mich ist mein Leben aber irgendwie vorbei.

Wenn ich nicht zu Hause bin, bin ich bei einem meiner 2 Jobs oder im Fitnessstudio. Die Leute auf der Arbeit sind zwar nett, wollen aber keinen privaten Kontakt - hab's versucht. Und im Fitnessstudio macht irgendwie einfach jeder sein Ding und will seine Ruhe - verständlich.

Habe noch einige Internetbekanntschaften, mit denen ich regelmäßig (aber seit einigen Wochen nicht mehr, weil mir die Lust fehlt) online spiele, aber auch die haben entweder keine Zeit oder keine Lust sich auf eine Freundschaft außerhalb der Online-Welt einzulassen. Einige wohnen auch viel zu weit weg dafür.

Um nicht ganz alleine zu sein, verspiele ich mein Geld neuerdings abends in Spielotheken um einfach mal unter Menschen zu sein, wohlwissend, dass man dort gar nichts gewinnen kann - aber das Spielen lässt mich für einige Stunden sehr gut meinen Kummer vergessen. Aber langsam wirds problematisch, ich muss aufhören.

Ich weiß irgendwie selber gerade nicht, was ich von diesem Thema jetzt erwarte, vielleicht wollte ich mir das einfach nur von der Seele schreiben. Habt ihr etwas, was euch auf der Seele lastet?

Liebe Grüße

04.10.2019 22:23 • 12.12.2019 x 4 #1


59 Antworten ↓


Lottaluft
Hey
Hattest du das Problem mit den mangelnden Kontakten schon immer oder war das ein eher schleichender Prozess?

04.10.2019 22:26 • x 1 #2


portugal
Jeder hat sein paeckchen zu tragen. Auch wenn es von aussen her oft anders aussieht.

ja, natuerlich kenne ich das und ganz viele andere auch, dass man vom leben nichts mehr erwartet. Hast du mal die sympthome einer depression gegoogelt?

In der spielhalle wirst du kaum jemanden kennenlernen und ich hoffe sehr, dass du nicht abgleitest! (nicht boese gemeint).

04.10.2019 22:31 • x 2 #3


Maverick162
Es war eher ein Cut. Wir sind vor 12 oder 13 Jahren von NRW nach Bayern gezogen und ich habe fast mein gesamtes soziales Umfeld verloren. Meine Schulfreunde, mit denen ich mich so gut verstanden habe, meine erste Freundin.

In Bayern habe ich dann den Anschluss verpasst, weil ich nicht wusste, wie man sich als Neuer verhält. Die Schüchternheit hat mich dann sozusagen gekillt. Ich habe mir immer eingeredet es wird irgendwann besser, aber wurde es nicht.

04.10.2019 22:32 • x 1 #4


portugal
aber auch schuechterne menschen finden freunde. Du bist erst 25 - das leben hat dir soviel zu bieten. Hoert sich sch. an ist aber so. Lass dir das von einer 50jaehrigen sagen, die mit depressionen lebt

04.10.2019 22:37 • x 1 #5


Maverick162
Ich weigere mich, an einer Depression zu erkranken. Ich bin nicht depressiv - ich fühle mich oft leer und einsam, zugegeben weine ich ab und zu, weil ich es einfach ungerecht finde, alleine zu sein. Ich bin ein ganz normaler Typ. Kein Gesichtskrapfen, kein Psychopath, jemand mit viel Emphatie und Humor. Ich finde es einfach so ungerecht, dass andere ihr Leben leben dürfen und ich mich mmit so einem schei. rumschlagen muss.

04.10.2019 22:38 • #6


portugal
wir sind hier ja keine aerzte aber deine symptome treffen auf eine milde depressive phase hin. Wenigstens hast du dich hier angemeldet und das ist ja schon mal ein erster schritt.

Du schreibst, du hast humor. ist das weg im moment? ich wollte vor 15 jahren auch nicht wahrhaben, dass ich depries hab. Wenn man sich dem schicksal annimmt, dann geht es bergauf, Bitte verzweifel nicht.

05.10.2019 08:35 • x 1 #7


Maverick162
Hi, sorry für die späte Antwort.

Ne, das ist eigentlich nie wirklich weg, ich kann jeden Tag lachen. Aber Depressionen habe ich trotzdem nicht, denn ich weiß einfach, dass ich nicht der Typ dafür bin. Ich möchte nicht überhebich klingen, aber ich halte mich für emotional stärker als die meisten Leute. Wenn ich beispielsweise sehe, wie einige Leute im Alltag oder im Internet nach Aufmerksamkeit lechzen mit irgendwelchen privaten Dramen, angeblichen Depressionen und "missglückten" Suizidversuchen, kann ich das irgendwie nie nachvollziehen.

Ich fühle mich so oft einfach am Boden und leer, habe aber noch nie mit jemandem darüber gesprochen. Niemand in meinem Umfeld würde auch nur im Entferntesten daran denken, dass ich ein Loser ohne Freunde bin, dessen Leben einfach an ihm vorbeizieht.

Was ist vor 15 Jahren bei dir passiert?

Liebe Grüße

05.10.2019 21:56 • #8


Gleichklang
Also ich möchte nun doch gerne etwas dazu schreiben. Ich habe eine mittelgradige Depression und LACHE trotzdem gerne und viel. Menschen, die Depressionen haben sitzen doch nicht im Keller und machen alles dicht. Sicherlich gibt es das, je nach Schwere der Depression und den Umständen, aber ich zb heule nicht 365 Tage im Jahr oder so. Nee, ist jetzt wirklich nicht böse gemeint!
Warum magst du deinen Symptomen nicht den Namen leichte Depression geben? Fällt es dir schwer dahinter zu stehen oder Angst dadurch kränker zu werden oder abgestempelt zu werden?

Gibt es eine Möglichkeit alte Kontakte wieder aufleben zu lassen?

Alles Gute!

06.10.2019 00:15 • x 4 #9


relinquished
Ich kenne das absolut. Ich habe lange Zeit auch jeden Tag daran gedacht, mir endlich ein Ende zu setzen. Die letzten 2 Jahre hab ich mir jeden Tag mit Alk. Abhilfe geschafft. Ich war eigentlich auch nie derjenige, der sich bei anderen ausgeheult hat. Ich lebe sehr isoliert, habe seit 10 Jahren knapp keinerlei Kontakte mehr. Auf meiner Suche nach einer Partnerin war ich bislang genauso erfolglos wie du. Ich erwarte vom Leben auch nichts mehr, warte nur noch auf den Tod. Ich versuche ein wenig Schadensbegrenzung zu betreiben, hab z.B. auch aufgehört zu trinken, aber ich mache mir keine Hoffnungen oder so.

06.10.2019 00:56 • #10


Maverick162
Zitat von Schmetterling23:
Also ich möchte nun doch gerne etwas dazu schreiben. Ich habe eine mittelgradige Depression und LACHE trotzdem gerne und viel. Menschen, die Depressionen haben sitzen doch nicht im Keller und machen alles dicht. Sicherlich gibt es das, je nach Schwere der Depression und den Umständen, aber ich zb heule nicht 365 Tage im Jahr oder so. Nee, ist jetzt wirklich nicht böse gemeint!Warum magst du deinen Symptomen nicht den Namen leichte Depression geben? Fällt es dir schwer dahinter zu stehen oder Angst dadurch kränker zu werden oder abgestempelt zu werden?Gibt es eine Möglichkeit alte Kontakte wieder aufleben zu lassen?Alles Gute!


Hi, das hat ja auch niemand behauptet. Das ist mir alles bewusst. Schwer fallen tut es mir ebenfalls nicht, aber es ist einfach nicht realistisch. Heutzutage macht jeder aus den kleinsten Kleinigkeiten ein riesen Trara, besonders beim Thema Depressionen.

Wenn man bei jedem Depressionen diagnostizieren würde, weil derjenige eine negative Lebensphase durchmacht, wäre die gesamte Menschheit depressiv.

Zitat von relinquished:
Ich kenne das absolut. Ich habe lange Zeit auch jeden Tag daran gedacht, mir endlich ein Ende zu setzen. Die letzten 2 Jahre hab ich mir jeden Tag mit Alk. Abhilfe geschafft. Ich war eigentlich auch nie derjenige, der sich bei anderen ausgeheult hat. Ich lebe sehr isoliert, habe seit 10 Jahren knapp keinerlei Kontakte mehr. Auf meiner Suche nach einer Partnerin war ich bislang genauso erfolglos wie du. Ich erwarte vom Leben auch nichts mehr, warte nur noch auf den Tod. Ich versuche ein wenig Schadensbegrenzung zu betreiben, hab z.B. auch aufgehört zu trinken, aber ich mache mir keine Hoffnungen oder so.


Erzähle uns deine Geschichte (wenn du möchtest).

06.10.2019 10:40 • #11


Hoffnungsblick
Lieber Maverick,

dein Bericht berührt mich. Es ist nicht einfach, allein zu sein und sich nach einem lieben, verständnisvollen Menschen zu sehnen. Dieses Gefühl kenne ich auch. Andererseits hat fast jeder Mensch irgend etwas, das er braucht. Es gibt so viele Menschen, die zum Beispiel hungrig sind. Manchmal sind wir einfach zu sehr auf uns selbst bezogen oder zu sehr mit unseren Problemen beschäftigt. Was mir hier schon geholfen hat: Den Blickwinkel wechseln: weg von mir selbst, hin auf andere. Mich für andere engagieren. Plötzlich denke ich an die Probleme der anderen. Daraus sind auch schon gute Kontakte entstanden.
Der andere Punkt, der mir hilft, ist es, mich mit meinem Alleinsein anzufreunden. Es ist ein großes Abenteuer, zu meditieren. Das tue ich schon lange und man braucht sehr viel Zeit und Geduld, vielleicht auch einen Lehrer. Die eigene Traurigkeit kann noch deutlicher werden. Aber warum sollte ich mich nicht lieben, nur weil ich traurig bin? Nach einiger Zeit kann sich einfach Wohlgefühl mit Gott und sich selbst einstellen und Selbstakzeptanz. Meditieren ist auch spannend, weil man sich selbst kennen lernt.
In Wikipedia steht auch ein hilfreicher Artikel zum Thema Einsamkeit.
Als ich mein erstes Buch über Hochsensibilität gelesen habe, da ging es mir besser, weil ich mich besser verstanden habe. Es gibt ca. 20 % hochsensible Menschen und sogar auch Tiere. Hochsensibilität ist keine Krankheit, sondern eine Erscheinung der Natur. Vielleicht kannst du dich da auch wiederfinden. Das Problem bei Hochsensibilität ist nur, dass man alles genauer wahrnimmt und darum auch verletzlicher ist. Aber die Erfahrungen und Erlebnisse sind andererseits reicher. Anderen gegenüber braucht man vielleicht eine dickere Haut. Andererseits ist nicht jeder einsame Mensch hochsensibel.
Wie auch immer bei dir die Ursachen sind, auf jeden Fall wünsche ich dir herzlich viel Erfolg und Lebensfreude, vor allem nach und nach auch echte Freunde. Du bist jung und tatkräftig. Die Welt braucht Menschen wie dich.

06.10.2019 15:48 • x 4 #12


Es ist auffällig, wie viele junge Menschen über Einsamkeit klagen in unserer angeblich so gut vernetzten Welt.

07.10.2019 14:15 • x 3 #13


Hoffnungsblick
Hallo Bernie,

ja, das ist wahr. Vielleicht sollte die Welt heute wieder mehr auf Wesentliches setzen. Das Internet ist halt nur virtuell und meist kalt.

07.10.2019 14:29 • x 1 #14


Maverick162
Zitat von Bernie1970:
Es ist auffällig, wie viele junge Menschen über Einsamkeit klagen in unserer angeblich so gut vernetzten Welt.


Ich bin der Meinung, in den sozialen Netzwerken geht es mehr darum zu zeigen, wie vermeintlich schön sein Leben ist, was man alles hat, wo man alles im Urlaub war, irgendwelche scheinklugen Waisheiten, etc. zu teilen. Es geht weniger darum mit anderen Menschen tatsächlich zu kommunizieren.

07.10.2019 15:26 • x 4 #15


Hi,
sehe ich genauso und je mehr Freunde eine Person hat, umso unwahrscheinlicher
ist es doch ob alle Freundschaften Freundschaften sind.

Aber mal abgesehen davon: wie willst du weitervorgehen?
- Für Kontakte gibts ja diverse Dating Apps, da gibts garantiert auch Leute,
die tiefer gehende Kontakte suchen und die in deiner Nähe wohnen und in deren Clique du
dann mit reinrutscht.
- Vereine (Sport, Musik, Kunst)
-VHS: da gibts verschiedenes von regelmäßigen Sprachkursen bis zu coolen Wochenende-
Seminaren (zB hab ich da mal eine Schokoladenverkostung mitgemacht)
- ausgehen/Cafes/Konzerte besuchen
- hat irgendein Familienmitglied einen Hund? beim Gassi gehen kommt man vielleicht ins
Gespräch?
- Gruppenreisen/join my trip .de

hoffe ich konnte ein bisschen inspirieren

08.10.2019 23:38 • x 3 #16


Maverick162
Hi, danke für deinen Inspirationversuch, aber mit Mitte 20 wird man einfach keine Freunde mehr finden.

Zu deinen Vorschlägen: Leute, die Dating Apps nutzen sind generell oberflächlich, das ist nichts für mich. Habe ich nebenbei gesagt auch schon oft ausprobiert. Für Vereine und VHS bleibt keine Zeit, da ich 2 Arbeitsstellen habe. Bin froh wenn ich Zeit fürs Fitness finde. Alleine will ich auch nicht ausgehen. Reicht mir schon wenn ich abends von der Spielothek nach Hause dackle und Normalos sehe, die gemütlich in Cafes mit ihren Freunden oder Partnern sitzen. Einen Hund hat auch keiner und Gruppenreisen mit fremden sind auch nicht mein Ding.

Ich denke, ich muss mein Leben einfach so akzeptieren, wie es ist. Für mich, und natürlich viele andere, bleibt das Leben eine frustrierende Einsamkeit.

Danke für deine Mühe

09.10.2019 21:12 • x 1 #17


Soul1977
Verstehe Dich, Einsamkeit tut schrecklich weh, vorallem wenn dieser Zustand länger anhält. Das kann auf Dauer richtig krank machen. Viele unterschätzen das, dass sind aber meistens Leute, die sich da nicht reinversetzen können, entweder weil sie nie einsam waren oder keine Empathie besitzen. Diese Leute sollte man tunlichst meiden, denn Leute die einen nicht verstehen, braucht man nicht.

Sehr wichtig ist es das Du initiativ wirst. Gehe einfach dorthin, wo die Menschen die gleichen Interessen haben. Du solltest ganz ungezwungen weggehen, nicht mit dem Ziel das du eine Partnerin oder einen Freund kennen lernen möchtest, sondern einzig und allein, damit Du unter Menschen kommst. Du darfst da nicht verzweifelt und bedürftig wirken, auch wenn das in so eine Lage natürlich schwer fällt.

Dann ist es wichtig, dass du andere ansprichst, z.B kannst Du sie fragen wie sie die Location finden oder sagen das Dir das Lied gefällt das gerade läuft.

Du solltest regelmäßig weggehen, egal ob VHS-Kurs, Bibliothek, Single-Treff, Literatur-Vorlesung etc. Du könntest auch eine Kontaktanzeige aufgeben. Es ist immer besser mehrgleisig zu fahren.

Du kannst am ersten Abend, nach 2 Monaten oder erst in 3 Jahren jemanden kennen lernen. Du kannst nichts erzwingen, aber wenn Du regelmäßig weggehst, steigen deine Chancen, irgendwann auf jemanden zu treffen, mit dem Du auf einer Wellenlänge liegst. Du brauchst Geduld.

Du musst natürlich auch auf andere zu gehen, aus Dir heraus kommen, sonst passiert nichts. Desweiteren ist es wichtig das Du nicht nur von Dir redest, sondern auch auf dein Gegenüber eingehst, Fragen stellst. Das kommt immer gut, wenn man sich für andere interessiert, diesen das Gefühl gibt wichtig zu sein.

Du solltest einfach Du selbst sein, ganz entspannt, Smalltalk führen. Tiefsinnige Gespräche kann man führen, wenn man sich besser kennt.

Humor ist ebenfalls wichtig, dass man zusammen lacht, dass entspannt die Situation.

Ist auch nicht so wichtig was Du sagst, sondern was Du fühlst, wie Du etwas rüber bringst.

Solltest Du den Leidensdruck nicht mehr aushalten können, solltest Du einen Psychologen oder Arzt aufsuchen. Da Einsamkeiit auch Depressionen verursachen kann, wäre es ratsam nach Absprache des Arztes ein Antidepressiva einzunehmen. Denn auf längere Sicht, wird das Gefühl einen zerfressen, daher ist es wichtig ein Medikament einzunehmen, dass etwas die Stimmung aufhellt.

10.10.2019 01:23 • x 7 #18


Zitat von Maverick162:
aber mit Mitte 20 wird man einfach keine Freunde mehr finden.


Hey, etz hör aber auf! Man könnte grad glauben, mit Mitte Zwanzig (!) wäre das Leben halb vorüber. Wer hat Dir denn diese Überzeugung vermittelt?

Ich habe bis auf einen meiner Jugendfreunde heute leider alle "außer Reichweite". Die beiden anderen habe ich mit 35 und 41 kennengelernt.

Alleine ausgehen ist im Grunde auch nichts anderes als in der Spielhalle abhängen - nur in einer anderen Lokalität. Habt Ihr z. B. in der Nähe einen Fußballverein? Fast jeder halbwegs mittelgroße Ort hat Punktspiele an Samstagen oder Sonntagen. Unter den Zuschauern findest Du alle Altersklassen, quer Beet. Da kannst Du sehr leicht Kontakte knüpfen (und wenn´s nur mit dem gemeinsamen Gemurre über ein gegnerisches Foul beginnt). Als ich noch ins Eishockey ging, hatte ich auf den Schlag 5 gute Bekannte mehr. Zwei davon wurden gute Freunde, bis ich aus gesundheitlichen Gründen wegziehen musste.

Ich ging in Deinem Alter sehr gerne (!) alleine in Kneipen. War nicht grad ein Tresenzecher und manchmal hatte ich sogar ein Buch dabei oder hab einfach die Leute und die Barkeeper beobachtet. Auch wenn kein einziger längerer Satz gewechselt wurde, empfand ich das als schönen Abend. Ging sogar alleine Darten, Billardspielen. Ich war gerne "unter Leuten alleine". Aber ich glaube, das ist nicht das, was Du willst, oder?

Wünsch Dir trotzdem, dass Du nicht aufgibst und sende liebe Grüße..

10.10.2019 09:05 • x 3 #19


Hi,
bitte nicht aufgeben, das ist alles ein Entwicklungsprozess (hoffe ich zumindest).

finde auch, dass gerade wenn man älter ist, intensivere Freundschaften pflegt, weil man weiß worauf man Wert legt und sich selbst besser kennt.
Aus persönlicher Erfahrung kann ich sagen, dass ich zu Schulzeiten viele Freunde hatte, die halt gerade da waren, aber keine außerhalb meines beschränkten Horizonts.
Für Leute, die etwas älter oder jünger waren als ich, war ich viel zu schüchtern.
jetzt 20 Jahre später habe ich viele Kontakte, habe irgendwie gelernt:

das ist kein Stress, Kontakte kommen, gehen oder bleiben lose Kontakte.
ich habe die Wahl und es selbst in der Hand.

Seitdem ich das so entspannt und pragmatisch sehe, bin ich auch in der Lage mich auf mehr einzulassen und nachdem ich mich ein paarmal blamiert habe oder das eis gebrochen (der grad ist sehr schmal), ist mir auch wenig peinlich. wenn man sich sympathisch findet , reicht eh ein lächeln (80prozent ist Körpersprache) und wie es angefangen hat, ist auch schnell vergessen.

eines meiner hobbies ist inzwischen auch: in einem cafe sitzen , Kaffee trinken und leute beobachten und das am liebsten alleine. hätte ich früher niemals gemacht.
hast du irgendwelche familiären Kontakte (Geschwister , Eltern, etc) mit denen du ein bisschen üben kannst oder die dir Sicherheit geben?
ich hoffe, dir damit ein bisschen Mut gemacht zu haben. bitte berichte wie es dir weiter so geht!

10.10.2019 22:56 • x 2 #20





Dr. Reinhard Pichler