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Nina32
Guten Morgen,
aufgrund meiner Erkrankung habe ich meine Freunde verloren weil diese nicht wussten wie sie mit mir umgehen sollen. Mittlerweile bin ich zu einer Einzelkämpferin geworden, mag kaum noch jemanden an mich heranlassen. Ich hatte immer viele liebe Menschen um mich herum und nun stehe ich alleine da.
Ich würde mich freuen, wenn sich nette Leute zwecks Austausch melden würden!
Glg

27.04.2015 07:01 • 19.05.2015 x 1 #1


34 Antworten ↓


Hallo Nina

sei nicht traurig..das waren dann keine Freunde ..sonst wären sie noch da .Bei mir ist ein einziger geblieben seit fast 19 Jahren mein bester Freund-alles andere ist nicht mehr da ....welche Erkrankung hast du denn genau ? Hast du Familie oder Kinder ? Weil du schreibst Einzelgängerin .....hey Kopf hoch du bist nicht alleine

27.04.2015 07:18 • x 1 #2



Fühle mich sehr einsam - wer hat Lust zu schreiben?

x 3


Nina32
Hallo Melanie,

danke für deine lieben Worte.
Anfangs war ich auch der Meinung, dass es keine richtigen Freunde waren, andererseits kann ich auch verstehen, dass man sich irgendwann zurückzieht...allerdings nicht dauerhaft. War immer der Überzeugung, mich auf meine Mädels verlassen zu können aber meist zeigt sich tatsächlich erst in schwierigen Zeiten, wer wirklich hinter dir steht.
Ich habe Depressionen, Ängste und eine chronische Erschöpfung, die dazu führt, dass ich viel schlafen muss.
Musste aus gesundheitlichen Gründen meinen Job kündigen. Alles erscheint mir seit 2 Jahren so sinnlos.
Habe meine Lebenslust verloren... Ich habe meine Familie (keine eigenen Kinder), allerdings ist die Bindung nicht so eng.
Mein neuer Partner steht voll hinter mir aber mir reicht es nicht aus.

Wie ist es zu deiner Einsamkeit gekommen?

27.04.2015 07:39 • #3


Hallo Nina,

erstmal Willkommen im Forum! Mich hat damals auch das Thema Einsamkeit hierher geführt und ich freue mich immer, wenn LeidensgenossInnen dazukommen - obwohl es ja eigentlich nicht erfreulich, sondern sehr traurig ist, dass es mehrere mit diesem Problem gibt. Aber: Wir beide sind in einer ganz ähnlichen Situation (Depression fraß mein altes Leben auf) und ich würde mich über Austausch freuen.

Lieben Gruß,
juwi

27.04.2015 07:44 • #4


auch durch meine Angsterkrankung...und durch meinen Mann der mit Leuten soweit nix zu tun haben will ...( hat auch viele Enttäuschungen erlebt) ich hab mich von den meisten distanziert als ich herausgefunden habe wie hinter meinen Rücken über mich erzählt wird ...ich mag solche Kinderkake nicht alles was mit Lästern Neid oder Gemeinheiten zu tun hat will ich in einer Freundschaft nicht sonst ist es keine deswegen hab ich alle entfernt hab dafür natürlich erstmal noch mehr Spott abgekriegt aber das macht mir nix ...sowas brauch kein Mensch wenn du hilfst bist du gut sagst du mal nein bist du ein Ar. und das hass ich .........welche Lebenslust hast du genau verloren ? also bei mir ist es ja extrem weil ich nicht rauskann ich glaube wenn ich nicht so ein Gemüt hätte wär ich schon durchgedreht...aber ich bin alles andere als zufrieden ...was mich auch belastet wir sind umgezogen in eine schönere Wohnung aber erst jetzt sehen wir was wir da für Nachbarn haben....hätte ich das vorher gewusst .....naja aber die Wohnung is genial ....die alte war zu klein die Decken viel zu niedrig da hat man ja Platzangst gekriegt ....wie kommt diese chronische Erschöpfung zustande ? Aber das ist ja schon mal gut das dein Partner hinter die steht ....welche Ängste hast du ?

27.04.2015 07:52 • #5


Zimt93
Hallo

Ich kann dich gut verstehen seit meinem Unfall und der daraus resultiernden Körperlichen einschränkung habe ich meine letzten Kontakte verloren.
Wenn meine Mutter nicht wäre wüsste ich nicht mal wie ich den alltag meistern sollte.

Ich wünsche dir noch viel Kraft und einen ganz schönen Tag.

27.04.2015 13:31 • #6


Nina32
Hey Zimt,

vielen Dank...
Du bist noch so jung. Darf ich fragen was passiert ist?

LG

27.04.2015 14:01 • #7


Zimt93
Zitat von Nina32:
Hey Zimt,

vielen Dank...
Du bist noch so jung. Darf ich fragen was passiert ist?

LG


Ich sag mal so ich weiss jetzt wieso man beim Downhill Biken Ellbogenschützer tragen sollte.

Mehrfacher Ellbogenbruch mit Beschädigung das Radialisnerv dadurch habe ich vom Ellbogen abwärts eine http://de.wikipedia.org/wiki/Radialisl%C3%A4hmung Lähmung.

Wir wohl Jahre dauern bis es wieder weg geht, falls überhaupt.

27.04.2015 14:20 • #8


Hallo und Nina und herzlich Willkommen

Was du schreibst, erinnert mich an mich. Mir erging es ähnlich... Bin auch immer hin und hergerissen zwischen, das ich mich im Stich gelassen und nicht verstanden fühle von ehemaligen Freunden. Und dem Verständnis das andere ja das Recht haben sich von einem seelisch kranken Mädel abzugrenzen...

Hm...sollten Freunde immer da sein...?

Naja, auch ich habe zu gemacht und bin zeitgleich einsam. Crazy. Da steht man sich wunderbar selbst im Wege

27.04.2015 14:23 • #9


Nina32
Dankeschön


@ Flocke: Ich weiß ganz genau was du meinst... Ob Freunde immer da sein müssen? Also ich hatte jedenfalls immer ein offenes Ohr für meine Freunde (wenn auch nur telefonisch). Ich erwarte kein Verständnis denn wer nicht selber betroffen ist, weiß einfach nicht wie schlimm es sich anfühlt. Das einzige was ich wollte war, dass man meine Erkrankung akzeptiert und mir glauben schenkt. Das war zu viel verlangt. Genau das macht mich traurig. Solange man funktioniert, ist alles wunderbar!

@Zimt: Das tut mir leid. Ich hoffe, dass dein Ellbogen irgendwann wieder heilt und die Lähmung vollständig verschwindet.

27.04.2015 16:27 • #10


Hallo Nina32,

das tut mir wirklich sehr leid für Dich - kann mich den Anderen hier nur anschließen. Richtige Freunde stehen zu einem, egal was auch passiert.
Bin auch neu hier - mir geht es nicht anders wie Dir.

Gruß
Luckygirl

28.04.2015 19:54 • #11


karlson
Ich klinke mich einfach mal ein,....... ich nur noch zwei richtige Freunde die sehe ich manchmal Monatelang nicht. aber wenn ich sie brauche sind sie da ...immer Tag und Nacht...was nützen mir zig bekannte die nur solange da sind wie es mir gut und ich funktioniere ....und sobald ein kleiner Windhauch kommt sind sie weg?

28.04.2015 20:15 • #12


Ja, Karlson - da hast Du wirklich Recht. Das ist auch meine Meinung.
Lieber ein oder 2 Freunde, als 10 oder 15 und wenn Du in Not bist - wo sind Sie dann? Habe ich Selbst erlebt und Heute habe ich noch 1 Freundin.

Das Leben ist veränderlich, so ist es nun einmal.

28.04.2015 20:18 • #13


karlson
Ich habe vor gar nicht allzulanger Zeit die Erfahrung gemacht das ich auf einmal nicht mehr der große Macher bin der alles im Griff hat, sondern nur noch ein Häufchen Elend....und dann kommen auf einmal leute um die Ecke mit denen du niemals gerechnet hättest und geben dir Halt...und die ,die dir immer schöngetan haben rammen dir noch das Messer rein

28.04.2015 20:32 • #14


Nina32
Guten Morgen ihr Lieben,

anfangs haben sie sich noch regelmäßig gemeldet aber ich habe völlig dicht gemacht-was hatten sie dann noch für eine Möglichkeit? Ich versuche immer noch die andere Seite zu sehen.
Versuche damit abzuschließen und nach vorne zu schauen aber dieses Loch frisst mich auf.
Habe derzeit keine Perspektive... der Druck im Nacken, eine neue Arbeit zu finden obwohl ich mich absolut arbeitsunfähig fühle.

29.04.2015 06:35 • x 1 #15


Zitat von Nina32:
Habe derzeit keine Perspektive... der Druck im Nacken, eine neue Arbeit zu finden obwohl ich mich absolut arbeitsunfähig fühle.


Dieser Satz hat mich angesprochen. Warum? Nun... Ich bin im August 2010 zusammengeklappt. Depressionen, Ängste etc. ... Das volle Programm. Das war nicht das erste Mal, aber es war das erste Mal so schlimm. Seither hat sich meine Beziehung zur Arbeit sehr verändert. Mein Vater hat mir immer eingebläut, daß der Job das wichtigste sei im Leben. Ich habe allerdings die Erfahrung gemacht, daß das nicht die ganze Wahrheit ist. Denn was nützt es mir, einen Job zu haben, aber darüber hinaus kaputt zu gehen? Ich habe mich damals krank schreiben lassen und hätte mir zu dem Zeitpunkt nicht träumen lassen, daß ich mich damit fast eineinhalb Jahre aus dem Verkehr ziehen würde. Aber das war gut so. Ich habe eine stationäre Therapie gemacht, war 8 Wochen in einer Klinik, die... naja... sagen wir mal ungewöhnliche Ansätze hatte. Ich habe im Anschluß (und als Ergebnis dieser Therapie) alles in Frage stellen dürfen - inklusive meines Berufes.

Wir leben in einem Land, in welchem wir uns das leisten können (Krankengeld und so...) und dafür bin ich dankbar. Das Ergebnis meiner ganz persönlichen Reise zu mir selbst ist, daß ich in meinem Beruf geblieben bin, mir allerdings eine Nische gesucht habe, in der ich auch klar komme. Und: ich arbeite nicht mehr Vollzeit. Schei* auf die Kohle! Denn ich habe gelernt, daß nicht der Job das Wichtigste in meinem Leben ist, sondern die Tatsache, daß ich mit dem Leben zu seinen Bedingungen klar komme. Ich habe gelernt, daß ich nicht so leistungsfähig bin, wie mich andere gern hätten, daß ich Pausen brauche, wo andere durchmarschieren. Manchmal hader ich noch mit dieser Erkenntnis, möchte gern sein, wie andere mich haben wollen. Aber im Großen und Ganzen bekomme ich das hin. Heute steht meine geistige Gesundheit an erster Stelle. Würde mich meine Arbeit daran hindern gesund zu bleiben (bzw. den Stand zu halten, auf dem ich jetzt bin), dann würde ich kündigen.

Ich wünsche dir was: Ich wünsche dir, daß du erkennen darfst, daß DU die wichtigste Person in deinem Leben bist. Ich wünsche dir, daß du dich von den Werten, die uns unsere Gesellschaft vermittelt, verabschieden darfst und du deinen eigenen Weg findest, mit dir klar zu kommen (und der Welt, in der du lebst). Denn nur dann haben Menschen mit unseren Eigenschaften (nein... nicht Problemen oder Beeinträchtigungen) eine Chance.

Ich komme aus der Selbsthilfe-Szene. Selbsthilfe = hilf dir selbst =Lerne, wie du es hinbekommst, mit dir klar zu kommen. Dort habe ich auch gelernt, keine Ratschläge zu geben, sondern nur von mir zu erzählen und von meinen Erfahrungen. In diesem Sinne: Ich hoffe, ich habe dich nicht überrollt und ich hoffe, meine Erfahrungen sind hilfreich für dich.

Danke für's Lesen...

29.04.2015 17:19 • x 3 #16


Adea
Hallo Nina,

ein verspätetes Willkommen auch von mir.

Mir geht es ähnlich. Habe durch eine chronische Erschöpfung auch meine Freunde verloren. Man muss selbst erlebt haben, was chronische Erschöpfung bedeutet, sonst denken die Menschen, man habe keine Lust sich mit ihnen zu treffen, weil sie nicht nachvollziehen können, wenn die Kraft einfach nicht mehr reicht.

Viele Grüße,
Adea

29.04.2015 17:29 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

AnnaLuisa
Hallo Nina und alle Mitleser!

ich bin gerade so erstaunt, dieses Forum gefunden zu haben und damit gleichzeitig Menschen, denen es ganz genauso geht wie mir!
Gerade wenn man einsam ist und isoliert, hat man ja irgendwie das Gefühl, der einzige Mensch zu sein, dem es so ergeht. - Klar, schließlich
kapseln sich ja Gleichgesinnte ebenso ein (ob jetzt freiwillig oder nicht).

Es wäre auch für mich unglaublich schön, mich mit anderen austauschen zu können. Denn mir geht es ganz ähnlich wie vielen hier: ich bin auch
krank geworden (vor etwa zwei Jahren) und leide unter anderem sehr stark am Erschöpfungssyndrom und Depressionen. Ich musste meinen Job, mein Studium und quasi sämtliche Freundschaften aufgeben und wieder zurück nach Hause ziehen. Ich versuche sehr stark jeden Tag dafür zu kämpfen, da wieder raus zu kommen, aber die Einsamkeit wirkt oft wie ein Sog, gegen den man nur schwer ankommt.

Ich bin mir jetzt allerdings nicht ganz sicher, wie ihr euch den Austausch vorstellt? Nur hier im Forum zu texten, oder privat per Mail?

Ganz liebe Grüße,
AnnaLuisa

29.04.2015 22:28 • #18


Adea
Herzlich Willkommen, AnnaLuisa

29.04.2015 23:10 • #19


Entwickler
Hallo AnnaLuisa,

man kann hier auch per PN schreiben.

Ich bin zum Glück bis auf weiteres nur abends so erschöpft, dass ich nichts mehr tun kann. Ich arbeite seit 1 1/2 Jahren durch, weil ich selbständig bin und keinen bezahlten Urlaub kriege. Ob das noch lange so weitergeht, weiß ich nicht. Ich hatte mal einen Burnout, der auch ein bore-out gewesen sein kann. Danach war ich drei Wochen krankgeschrieben. Ein halbes Jahr später wurde mir gekündigt. Das war in 2011, und danach wurde es nie wieder so wie davor. Das hat aber auch andere Gründe. Ich bin auch leicht depressiv und zeitweise komme ich morgens schwer aus dem Bett, aber das kann auch daher kommen, dass ich mir keinen Urlaub gönne. Oder dass ich nicht mehr weiß, was Liebe ist.

29.04.2015 23:27 • #20



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