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Hallo.

Ich habe eine Sozialen Phobie fühle mich im Moment sehr Einsam.
Würde gerne eine Frau kennenlernen, aber ich weiß nicht wo und wie.
Das Kontakt Forum auf der Internetseite von meiner Stadt wurde geschlossen und Singlebörsen sind nichts für mich.

Eine Frau die nicht Oberflächlich oder auf Materielle Dinge fixiert ist. Gibt es solche Frauen heute noch? Wenn ja wo hätte ich eine Chance eine zu finden?

Eine Frau mit der ich mein Leben teilen kann, mit der man den tristen Alltag übersteht, mit der ich Spazieren gehen kann. Oder sie einfach nur in den Armen nehmen kann.
Eine Frau an meiner Seite um die ich mich kümmern kann, wenn sie krank ist. Und die sich um mich kümmert wenn ich mal krank sein sollte. Ich hab viel Zeit, aber weiß mit meiner Zeit nichts anzufangen.

Aber eine „normale“ Frau wäre nichts für mich. Mir fällt es auch nicht leicht jemanden zu vertrauen. Außerdem ist die Frage ob ich mich überhaupt verlieben kann. Und ob es überhaupt Sinn hätte sich mit mir zu beschäftigen. Da bräuchte ich schon eine Frau die sehr stark und geduldig ist.

Hobbys oder richtige Interessen habe ich schon seit längerem auch nicht mehr.
Vor etwa einem Jahr habe ich angefangen zu fotografieren, hab mich da viel drüber Informiert. Blende, Verschlusszeiten, Brennweite, Blickwinkel etc.
Ich war in der Zeit ein paar mal unterwechs und hab Fotos gemacht.
Aber das Thema hat sich mittlerweile auch erledigt. Ist aber auch normal bei mir. Ich verliere sehr schnell das Interesse an etwas.
Musik höre ich fast auch nur noch nebenbei. Und nehme auch die manchmal gar nicht mehr richtig wahr.
Ist es denn überhaupt möglich Gefühle und Emotionen zurückzubekommenen bzw. die restlichen die man hat nicht ganz zu verlieren?

Bisher habe ich auch schon bei so vielen Firmen gearbeitet, und so vieles abgebrochen was ich angefangen habe. Da könnte man schon fast ein Buch daraus machen.

Ich weiß auch nicht warum ich so bin. Bin von Natur aus eher ein ruhiger Typ. Kann mich nicht daran erinnern, dass ich früher gemobbt wurde oder so. Außer hin und wieder von ein paar Leute geärgert. Aber das ist nicht besonders erwähnenswert.

Aber es ist auch die Gesellschaft und das Leben an sich mit dem ich einfach nicht klarkomme.
Man muss mittlerwile um alles kämpfen bzw. verteidigen.
Man muss um (s)eine Wohnung kämpfen, um seine Freunde, um (s)einen Arbeitsplatz, um den Partner etc. Ich komme damit einfach nicht klar.

Um das zu schreiben habe ein paar Tage gebraucht.
Ich kann mich auch nicht besonders gut ausdrücken, fress lieber alles in mich rein.
Aber vielleicht ist es jetzt auch schon zu spät für mich was zu ändern.
Große Hoffnung mache ich mir nicht mehr.
Bin jetzt fast 30 und glaube der Zug ist für mich endgültig abgefahren.
Dann werde ich immer mehr zu einem Zombie der bald nur noch vor sich hin vegetiert.
Aber habe ja auch selbst schuld. Hatte eigentlich genug Chancen aber hab sie alle vertan.

Wie heißt es so schön: Jeder bekommt das, was er verdient.

Falls sich jemand hier ein bisschen wiedererkennt, dem würde ich doch Raten so schnell wie möglich irgendetwas zu dagegen zu unternehmen. Oder es wenigstens es zu versuchen.
Ich habe zu lange gewartet und nichts gemacht. Hab gedacht ich schaff das schon irgendwie alleine.
Da hab ich mich wohl doch getäuscht.

War vorhin beim Arzt und habe jetzt eine Überweisung zum Facharzt. Fühle mich jetzt erstmal etwas erleichtert. Hoffe das es etwas bringt.

Um das zu veröffentlichen musste ich mir auch erst mal Mut an trinken. Da würde ich eher jemanden auf der Straße nach der Uhrzeit fragen, als das hier zu posten.
Wollte das nur gerne mal loswerden. Vielleicht hilft es mir, vielleicht auch nicht. Wer weiß.

Als ich das geschrieben habe war ich sehr depressiv. Wird langsam wieder besser, aber essen kann ich immer noch nicht richtig.
Aber auch ohne Depressionen sterbe ich langsam innerlich weiter....

16.11.2015 17:17 • 15.12.2015 #1


6 Antworten ↓


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Zitat von MrDark:
Hallo.

Ich habe eine Sozialen Phobie fühle mich im Moment sehr Einsam.
Würde gerne eine Frau kennenlernen, aber ich weiß nicht wo und wie.
Das Kontakt Forum auf der Internetseite von meiner Stadt wurde geschlossen und Singlebörsen sind nichts für mich.

Eine Frau die nicht Oberflächlich oder auf Materielle Dinge fixiert ist. Gibt es solche Frauen heute noch? Wenn ja wo hätte ich eine Chance eine zu finden?

Natürlich gibt es die noch. Du musst sie nur finden und kennenlernen. Wenn du nicht mit Schönheit und überwältigendem Charme ausgestattet bist, musst du trotzdem aktiv werden und die Initative ergreifen. Orte wo man Frauen kennenlernen kann: Hobbys, Kurse, Vereine und notfalls auch einfach so z.B. im Einwohnermeldeamt beim Warten. Du wirst aber deine eigene Komfortzone verlassen müssen.

Zitat von MrDark:
Eine Frau mit der ich mein Leben teilen kann, mit der man den tristen Alltag übersteht, mit der ich Spazieren gehen kann. Oder sie einfach nur in den Armen nehmen kann.
Eine Frau an meiner Seite um die ich mich kümmern kann, wenn sie krank ist. Und die sich um mich kümmert wenn ich mal krank sein sollte.

Genau das suchen doch die meisten Menschen, auch Frauen.

Zitat von MrDark:
Hobbys oder richtige Interessen habe ich schon seit längerem auch nicht mehr.
Vor etwa einem Jahr habe ich angefangen zu fotografieren, hab mich da viel drüber Informiert. Blende, Verschlusszeiten, Brennweite, Blickwinkel etc.
Ich war in der Zeit ein paar mal unterwechs und hab Fotos gemacht.
Aber das Thema hat sich mittlerweile auch erledigt. Ist aber auch normal bei mir. Ich verliere sehr schnell das Interesse an etwas.
Musik höre ich fast auch nur noch nebenbei. Und nehme auch die manchmal gar nicht mehr richtig wahr.
Ist es denn überhaupt möglich Gefühle und Emotionen zurückzubekommenen bzw. die restlichen die man hat nicht ganz zu verlieren?

Es ist offensichtlich, dass du an einer Depression leidest. Du solltest diese behandeln. Dann ist es auch wieder möglich ein normales Leben zu führen.

Zitat von MrDark:
Aber vielleicht ist es jetzt auch schon zu spät für mich was zu ändern.
Große Hoffnung mache ich mir nicht mehr.
Bin jetzt fast 30 und glaube der Zug ist für mich endgültig abgefahren.
Dann werde ich immer mehr zu einem Zombie der bald nur noch vor sich hin vegetiert.
Aber habe ja auch selbst schuld. Hatte eigentlich genug Chancen aber hab sie alle vertan.

Wie heißt es so schön: Jeder bekommt das, was er verdient.

Herrlich wie du in Selbstmitleid zerfliesst. Kenn ich von mir selbst und man fängt an sich darin zu suhlen.
Hör zu, ich sage dir was wichtig ist: Du hast eine Krankheit, die dein Denken befallen hat. Das ist aber nicht das Ende der Welt, sondern behandelbar.
Letztlich ist alles - auch persönliches Glück - nur eine Frage der Perspektive. Leider liegt da nun eine Verzerrung bei dir vor.

Zitat von MrDark:
Falls sich jemand hier ein bisschen wiedererkennt, dem würde ich doch Raten so schnell wie möglich irgendetwas zu dagegen zu unternehmen. Oder es wenigstens es zu versuchen.
Ich habe zu lange gewartet und nichts gemacht. Hab gedacht ich schaff das schon irgendwie alleine.
Da hab ich mich wohl doch getäuscht.

War vorhin beim Arzt und habe jetzt eine Überweisung zum Facharzt. Fühle mich jetzt erstmal etwas erleichtert. Hoffe das es etwas bringt.

Ja letztlich schaffst du es ja auch alleine. Und den ersten richtigen Schritt hast du auch getan.

16.11.2015 17:33 • #2


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Einsamkeit frisst mich langsam auf

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Zitat von Reisender:
Herrlich wie du in Selbstmitleid zerfliesst. Kenn ich von mir selbst und man fängt an sich darin zu suhlen.
Hör zu, ich sage dir was wichtig ist: Du hast eine Krankheit, die dein Denken befallen hat. Das ist aber nicht das Ende der Welt, sondern behandelbar.
Letztlich ist alles - auch persönliches Glück - nur eine Frage der Perspektive. Leider liegt da nun eine Verzerrung bei dir vor.


Genau das ist das was ich nicht wollte, deswegen schreibe ich in Foren kaum etwas. Aber du kennst mich nicht. Auch Psychologen können niemals sagen wie es in einem aussieht.
Das kann niemand. Und von der Therapie erwarte ich nicht viel. Wie soll einen jemand helfen der das nicht selber durchmacht?

Schei.. drauf, was soll ich tun um nicht Selbstmitleidig zu wirken? Deswegen habe ich ja geschrieben, dass ich lieber alles in mich reinfresse. Wäre vielleicht auch diesmal besser gewesen.

16.11.2015 18:06 • #3


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Zitat von MrDark:
Zitat von Reisender:
Herrlich wie du in Selbstmitleid zerfliesst. Kenn ich von mir selbst und man fängt an sich darin zu suhlen.
Hör zu, ich sage dir was wichtig ist: Du hast eine Krankheit, die dein Denken befallen hat. Das ist aber nicht das Ende der Welt, sondern behandelbar.
Letztlich ist alles - auch persönliches Glück - nur eine Frage der Perspektive. Leider liegt da nun eine Verzerrung bei dir vor.


Genau das ist das was ich nicht wollte, deswegen schreibe ich in Foren kaum etwas. Aber du kennst mich nicht. Auch Psychologen können niemals sagen wie es in einem aussieht.
Das kann niemand. Und von der Therapie erwarte ich nicht viel. Wie soll einen jemand helfen der das nicht selber durchmacht?

Schei.. drauf, was soll ich tun um nicht Selbstmitleidig zu wirken? Deswegen habe ich ja geschrieben, dass ich lieber alles in mich reinfresse. Wäre vielleicht auch diesmal besser gewesen.


Sollte von mir nicht als Angriff gemeint sein auf dich und auch keinesfalls böse. Als ich das gelesen habe, hab ich mich halt selbst erkannt, weil ich früher auch schon mal so gedacht habe. Natürlich kenn ich dich nicht, aber diesen Aspekt deines Denkens kann ich zumindest nachvollziehen.

Eine Therapie wird dir trotzdem helfen, ja sie ist meist das einzige, was einem aus dem Teufelskreis des Grübelns heraus holen kann. Und ich nehme an, dass du tatsächlich immer wieder die gleichen negativen Gedankengänge hast den ganzen Tag hindurch oder?

16.11.2015 20:06 • #4


M
So, ist jetzt auch schon wieder einen Monat her als ich das geschrieben habe.
Habe mich jetzt noch einmal hier in dem Forum angemeldet weil ich noch ein paar Dinge klarstellen wollte:

1. Habe ich für diesen Text 3 Tage gebraucht in der ich heftig depressiv war. Ist deshalb ein sehr zusammengewürfeltes Etwas geworden das ich sehr häufig geändert habe. Und selbst mitleidig sollte es nicht sein, auch wenn es vielleicht so rüberkommt.
Außerdem war nicht unbedingt die Rede davon das ich hässlich bin nur weil das vielleicht danach klang. Mit der Oberflächlichkeit ist auch nicht nur das aussehen gemeint. Auch Kleidung gehört mit zur Oberfläche. Und ich trage eigentlich nur schwarz. Das könnte vielleicht auch viele abschrecken.

2. Ich denke schon das man sich nichts vormachen sollte. Bin jetzt fast 30 und der Meinung der Zug für mich abgefahren. Außerdem möchte ich keine Frau die 10 Jahre jünger ist. Und ich finde das ich das nicht negativ betrachte sondern einfach nur realistisch. Sicher habe ich noch ein paar Jahre um irgendetwas in der Richtung zu unternehmen, aber mir kostet es so viel Kraft das es vielleicht doch besser wäre es sein zu lassen.


Zitat von Reisender:
Eine Therapie wird dir trotzdem helfen, ja sie ist meist das einzige, was einem aus dem Teufelskreis des Grübelns heraus holen kann. Und ich nehme an, dass du tatsächlich immer wieder die gleichen negativen Gedankengänge hast den ganzen Tag hindurch oder?


Und um jetzt nochmal direkt um auf deine Frage zu antworten: Ja ich habe immer die gleichen wiederkehrenden Gedanken. Und das schon seit vielen Jahren. So etwas werde ich mit Sicherheit nie mehr ganz los. Selbst wenn es mir “gut” geht, habe ich sehr oft negative Gedanken. Aber auch mit Therapie werde ich da nie ganz herauskommen.

Jetzt hast du wenigstens noch eine Antwort von mir bekommen. Hat zwar etwas gedauert, aber besser spät als nie

Und da ich nicht möchte das du oder jemand anders noch etwas dazu schreibt, soll das Thema geschlossen werden. Danke.

15.12.2015 07:21 • #5


anjaf
Ich denke du solltest nicht aufgeben. Mit 30 ist doch weiss Gott kein Alter. Ich bin 45 Jahre alt. Du hast noch jede Menge Zeit eine Frau kennenzulernen. Und was spricht dagegen nur schwarze Kleidung zu tragen? Im Metal oder Gothic Bereich ist das eh gang und gaebe sich so zu kleiden. Finde ich ueberhaupt nicht schlimm. Ich trage auch sehr gern schwarz zwar nicht ausschliesslich. Aber schwarz sieht immer elegant aus.

Lg Anja

15.12.2015 12:50 • #6


M
Zitat von anjaf:
Ich denke du solltest nicht aufgeben. Mit 30 ist doch weiss Gott kein Alter. Ich bin 45 Jahre alt. Du hast noch jede Menge Zeit eine Frau kennenzulernen. Und was spricht dagegen nur schwarze Kleidung zu tragen? Im Metal oder Gothic Bereich ist das eh gang und gaebe sich so zu kleiden. Finde ich ueberhaupt nicht schlimm. Ich trage auch sehr gern schwarz zwar nicht ausschliesslich. Aber schwarz sieht immer elegant aus.

Lg Anja


Danke für deine Antwort, auch wenn ich keine mehr wollte. Naja das mit dem Alter sieht wohl jeder ein bisschen anders. Ich werde aber wohl auch noch Jahre brauchen, bis ich für eine Biziehung einigermaßen was tauge. Wenn ich nicht immer wieder Rückfälle bekomme. Aber ich bin es auch schon zu sehr gewöhnt aleine zu sein. Muss ich mir eben andere Dinge suchen.

Ja schwarz ist elegant, aber mit Gothic und Metal hab ich nichts mehr am Hut. Da ist es auch normal. Aber ändern will ich es auch nicht mehr.
Wenn man mich in Weiß beerdigen sollte, werde ich als Zombie wiederkommen und mich dafür persönlich bedanken

Aber bitte jetzt keine Antworten mehr. Ich komme klar.

15.12.2015 16:34 • #7





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