✔ Empfohlene Antwort
Hallo zusammen ... nun gut, dann werde ich an dieser Stelle gerne nochmal Stellung nehmen. Ich gebe mein Bestes !
Als erstes muss ich anmerken, dass ich beruflich sehr starkr eingebunden bin und intensiv mit fremden und immer wieder neuen Menschen zu tun habe und nicht wenige davon sogar näher kennenlerne. Vor diesem Hintergrund komme ich sogar oft auch Samstags-Abends erst recht spät nach Hause, folglich genieße ic hdann das Alleinsein sogar regelrecht. So war das auch Heilig-Abend 2015 ... hatte nichts und niemanden und trotzdem habe ich mich pudelwohl in meiner Haut gefühlt ! Es liegt auch daran, dass ich es seit dem Tod meiner Mutter vor fast 20 Jahren fast gar nicht anders gewohnt bin. Auf Grund der Tatsache, dass ich sehr viel unter Menschen bin, ob beruflich, Sport oder sonst was habe ich es gelernt das Alleinesein sogar mehr oder weniger zu genießen (was aber nicht immer klappt !), wobei "genießen" jetzt nicht unbedingt das richtige Wort dafür ist.
Tja, und seit gut 10 Jahren befasse ich mich mit dem Leben, mit unserem Dasein, mit Philosophie, insbesondere der Philosophie Arthur Schopenhauers, die, wie so oft wortwörtlich zitiert "nicht gerade glücklich, dafür aber sehr gelassen macht". Ich muss auch zugeben, um das überhaupt zu begreifen habe ich Jahre gebraucht ! Und das Alter spielt scheinbar auch noch eine wesentliche Rolle. Werde bald 54 und ich finde, man wird insgesamt ruhiger und wirklich gelassener. Viele Ilusionen und überzogene Erwartungen sind bereits wie Seifenblasen zerplatzt, was allerdings keineswegs weh tut ! Ich mache fast mein Leben lang Musik und ich denke auch das hilft ... man kompensiert ... man hat einen Halt.
Es fällt mir hier nicht gerade leicht, die richtigen und passenden Wort zu finden ... real Reden fällt mir sehr viel einfacher als anonym zu schreiben ... man kann schnelle mißverstanden werden ! Vielleicht hat sich bei mir mittlerweile auch schon Resignation breitgemacht und ich merke es nur selber nicht so richtig, ich weiß es nicht.
Von etwa Anfang 20 bis Mitte 30 habe ich mehr oder weniger an der Flasche gehangen ... mannomann war ich in der Zeit depressiv ! Alle hatten das gr0ße Glück und ich gehört einfach nicht dazu ... folglich habe ich nie Erfahrungen im Umgang mit dem anderen Geschlecht sammeln können/dürfen. Ich weiß gar nicht, wie das das beschreiben soll.
Heute ist genau das Gegenteil der Fall ... ich spreche die Damen einfach an, habe Null Berührungsängste oder derartiges. Und in der Tat, ob Ihr es glaubt oder nicht, ich habe deshalb sogar viele Neider. Und trotzdem komme ich nie so richtig an mein Ziel. Manchmal habe ich dann doch eine Blockade in mir, wenn es dann richtig darauf ankommt. Therapie ist für mich übrigens auch kein Fremdwort ! Im Grunde könnte ich mich hier totschreiben, aber dann doch bitte lieber in kleineren Portionen ...
10.08.2016 21:43 •
x 2 #22
Zum Beitrag im Thema ↓