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Hallo/Guten Abend,

ich bin neu hier und wollte mich vorstellen. Bin ein vierteljahrhundert alt und bin von ein Männchen in der Gattung Mensch.
Ich nenne mich in diesem Forum "Einsamer Wolf", weil ich in gewisser Weise schon vor langer Zeit zu einem geworden bin. Ein sog. Einzelgänger. Aber nicht ganz freiwillig. Meine Kindheit hatte da die Schuld mitzutragen.
Ich hatte als zweijähriger Leukämie. Diese überlebte ich recht gut (Versteht mich bitte nicht falsch, aber manchmal wünschte ich, dass ich sie nicht überlebt hätte. Das Warum erkläre ich jetzt.)
Meine Krankheit war für meine Eltern eine sehr hohe Belastung. So hoch, dass sie sich in einem heftigen Rosenkrieg scheiden ließen. Meine Krankheit war nicht der einzige Grund gewesen, aber einer der Hauptgründe.
Mein ältere Bruder wurde wegen meiner Krankheit durch mangelnde Aufmerksamkeit zu einem Klassenclown.
Wegen der starken Chemotherapie hatte ich als Langzeitfolge Konzentrationsstörungen. Somit also ein Problemkind in der Schule.
Einige Jahre später (da war ich dann ca. 14 Jahre alt) fing meine Mutter an zu trinken. Die Gründe hierfür waren: mobbing am Arbeitsplatz, Probleme mit ihrer Mutter und Schwester, die schwierige Scheidung von meinem Vater und meine Leukämie.
Leider trinkt sie heute noch. Mittlerweile habe ich den Kontakt zu ihr abgebrochen.

Aufgrund der Leukämie bin ich schon als Kind anderes gewesen, als andere Kinder. Was kleine Kinder lustig fanden, fand ich nie komisch. Ich war geistig und seelisch schon reifer als andere Kinder gewesen. Somit hatte ich in meiner Kindheit eigentlich niemanden zum spielen (außer meinem älteren Bruder). Aber das machte mir damals nichts aus. Ich spielte sehr gerne allein. So musste ich mich niemals auf andere beim spielen Rücksicht nehmen.
Nach der Scheidung meiner Eltern zogen wir in einer anderen Stadt. Zugleich war es der Beginn meiner Schulzeit. Alle Kinder waren mir natürlich fremd gewesen. Leider blieb das auch so. Zwar wurde ich einige Male mal zu einem Geburtstag eingeladen oder zum spielen einladen, aber das hielt sich sehr in Grenzen, dass keine Freundschaften entstehen konnten. Auch in dieser Zeit machte das mir nichts aus. Mir fehlten keine Freunden. Damals habe ich da keine Priotät in Freundschaften gesetzt.
Wir zogen wieder um. Andere Stadt und andere Schule. Jetzt war ich in der dritten Klasse. Da ich damals schon ein zurückhaltender Mensch war, blieben die Kontakte aus. Mein Bewusstsein hatte sich aber ein wenig verändert. Nun wollte ich Freunde haben, aber wie macht man sowas wie Freundschaften schließen? Da ich mir selbst keine Antwort geben konnte, verfiel ich einer Art Selbstschutz. Ich wurde zum "einsamen Wolf". Ich wollte auch irgendwann einsam sein. Einsame Menschen sind nicht von anderen abhängig. Müssen auf niemanden Rücksicht nehmen. Der sog. Einsame Wolf, der sein Leben allein meistert und keine Schwäche zeigte. Ab und zu hatte ich freundschaftliche Kontakte, die aber nie tiefer wurden, dass ich heute sagen könnte: "ja, das war ein Freund." Eher waren das Spielkameraden. Ich wollte zwar Freunde haben, aber diesmal war mir was anderes im Wege. Meine Eltern hatten mir leider etwas schlimmes vorgelebt. Privaten von beruflichen zu trennen. Dies hatte zufolge, dass ich dies auch so machte. Ich trennte die Schule strikt von meinem Zuhause. Und das bedeutete, dass ich wenig Kontakte außerhalb der Schule pflegte.
Erst als ich älter wurde, wurde mir bewusst, wie wichtig es ist Freunde zu haben. Aber ich wusste immer noch nicht genau, wie man so etwas macht. Zudem begann meine Mutter Alk. zu trinken. Daher hatte ich keine Zeit und Nerven mich für´s Suchen von Freunden zu kümmern.
Eine gewisse Mitschuld daran, dass ich niemals gute Freundschaften herstellen konnte, war die Schulleitung. Sie hielten es für richtig jedes Schuljahr die Klassen durchzumischen. So wollte man erreichen, dass man mehr Freunde bekommt. Bei mir war das aber nicht der Fall gewesen. Für mich war es von Jahr zu Jahr immer wieder eine Art Neuanfang.
Ich war dann aber froh, dass sich dieses Verfahren sich in der achten und neunten Klasse in Grenzen hielt. Nur war das zu spät gewesen, denn meine Schulzeit ging zu Ende. Ich bedauerte es sehr, dass nun die Klassengemeindschaft, in der ich mich immer wohler fühlte, nun sich auflöste. Die Lehrjahre begannen und ich verlor zu einigermaßen guten Klassenkameraden (keine richtigen Freunde) den Kontakt.
Die Lehrzeit zum Konditoren war ein absuluter Alptraum gewesen. Mobbing am Arbeitsplatz. Schlecht in der Berufsschule gewesen. Meine Mutter trinkt Zuhause. In meinem Verein (Freiw. Feuerwehr) viel ich immer mehr in"Ungnade", da ich so viel um die Ohren hatte. Der Stress war so groß, dass ich irgendwann körperliche Probleme hatte. Z.B. habe ich sehr viel in meiner Lehrzeit geschlafen. Bin von der Arbeit Heim gekommen, habe dann was gegessen und bin schlafen gegangen, am späten Abend wieder aufgewacht, was gegessen und wieder schlafen. Fast jeden Tag ging das so. Ich entwickelte einen Waschzwang. Ich musste mich sehr lange nach der Arbeit duschen. Mehr sehr oft die Hände waschen usw.
Wie gesagt: die drei Lehrjahre waren keine schöne Zeit gewesen.
Nun habe ich auf Lager und Logistik umgesattelt und bin damit auch sehr zufrieden. Bin in meinem Betrieb relativ beliebt. Ich werde auch nicht mehr gemobbt. Der Betrieb hat mich quasi wieder aufgebaut. Ich bekam dadurch mehr Selbstbewusstsein und wurde auch gefördert. Nun bin ich ein stellv. Abteilungsleiter und Sicherheitsbeauftragter.
Leider wurde mein privates Umfeld nicht besser. Ich war immer noch alleine und meine Mutter schaffte es nicht mit dem Trinken aufzuhören.
Mit 22 Jahren zog ich aus Zuhause aus, um nun selbstständig zu sein. Desweiteren flüchtete ich vor meiner Mutter und dem Alk..
Bei meinem Auszug halfen mir insgesamt 11 Kameraden der Feuerwehr. Damals war ich stolz zu so einer Truppe zu gehören. Leider habe ich in meinem Verein genausso gemacht, wie in der Schulzeit. Bzw. Ich konnte einfach nichts mit Freundschaften anfangen bzw. wie man sie bekommt, entsteht oder gar pflegt.
Ich versprach, dass wenn einer von meinen Kameraden mal umziehen sollte, dass ich auf jeden Fall mithelfen werde. Man wolle auf mein Angebot zurückkommen, wenn es soweit ist. Doch leider wurde nichts daraus. Einige zogen wirkich von A nach B, aber ohne mich zu fragen, ob ich helfen könnte. Als ich dies mal ansprach, sagte man mir, dass es genug Manne gewesen waren. Meine Hilfe wäre dann zu viel gewesen. Ob das eine Ausrede war konnte ich nicht sagen. Aber mir wurde schnell bewusst, dass meine Dienste, egal welcher Art- ob Vereinsmäßig oder Privat nicht erwünscht war.
Also kurz gesagt: bei der Freiw. Feuerwehr waren auch nur gute Kollegen/Kameraden aber keine Freunde zu finden.

Mittlerweile habe ich mich von vielen Dingen in meinem Leben abgekapselt. Zur Feuerwehr gehe ich nur noch selten bis gar nicht mehr. Kontakt zu meiner Mutter habe ich nicht mehr- mit dem Vater habe ich schon seit ca. 15 Jahren keinen Kontakt mehr. Freunde habe ich keine bzw. habe ich immer noch keine Menschen gefunden, die auf einer Wellenlänge mit mir sind. Konkret lebe ich nur noch um zu arbeiten.
Mir ging es immer schlechter. Die Einsamkeit ist in meinem Leben sehr laut geworden. Sie dominiert praktisch mein Leben durchgehend. Vor 1 1/2 Jahren hatte ich Selbstmordgedanken gehabt. War dann bei einem Psychaiter gewesen und fühlte mich noch einsamer. Der Psychaiter war sehr eingebildet. Er meinte zu meiner Geschichte, dass es im meinem Alter völlig normal sei. Ich solle die Anti-Depressiva nehmen, Sport machen, Freunde finden und mir eine Freundin zulegen. Ich dachte nur "Hey! darauf wäre ich ja nie gekommen! Warum haben Sie denn keinen Medizinnobelpreis erhalten?

Vor einem Jahr bin ich zur einer Partnervermittlung gegangen. Nun habe ich in wochenabständen Gespräche mit der Psychologin der Partnervermittlung. Allerdings ist das nicht immer ein Zuckerschlecken. Sie hält mir andauernt einen Spiegel vor das Gesicht. Dies führt dazu, dass ich mich noch beschissener fühle, als ich es eh schon tue. Sie kann mir keine Frauen vermitteln, wenn ich nicht mein Leben so aufbaue, dass sich eine Frau darin wohlfühle. D.H. ich müsste die seelischen Schmerzen die meine Mutter angerichtet hat hinter mir lassen und aktzeptieren. Ich solle Freunde finden bzw. ein solides Sozialleben aufbauen. Lernen mich selbst anzunehmen und zu lieben. Lernen was Liebe ist.
Das was die Psychologin von mir will, klingt ja ganz schön, nur wie macht man das alles?! Klar, es gibt die einfachen wege, wie sich vor dem Spiegel stellen und sich selbst einreden, dass man ein toller Mensch ist. Aber das klappt nicht bei mir. das wäre nämlich gelogen. Aufgrund dessen, dass ich niemals sowas wie Freunde hatte, halte ich mich nicht für einen guten Menschen.
Auch andere praktischen Vorschläge zur Besserung des inneren Selbst sind bei mir nutzlos. Warum? Ich bin Atheist. d.h. dass ich weder an Gott noch an den Teufel glaube. Auch glaube ich nicht an das Glück oder Pech. Und solche Psychotricks funktionieren daher nicht, da ich alles hinterfrage bzw. den "erweiterten Sinn" nicht sehe.
Die Psychologin meinte mal, dass ich arrogant wäre. Ich weiß nicht, ob sie da die Wahrheit trifft.
Aber je öfter ich zu dieser Frau gehe und je länger ich alleine (wirklich 24 Stunden täglich) lebe, desto mehr leide ich unter meiner Einsamkeit/Kontaktarumut. Die Psychologin ist kein schlechter Mensch. Sie versucht mir wirklich zu helfen, aber dennoch habe ich immer ein trauriges und einsames Gefühl nach dem Gespräch.
Mittlerweile weiß ich mir nicht mehr zu helfen. Zur Zeit läuft mein Leben eher wie ein Protokoll ab. Ziemlich langweilig also. Man kann ja jetzt sagen: "Geh raus! Geh in Discos! Geh in einem anderen Verein!...." Aber all dies alleine? Zudem bin ich kein Discomensch. Ich kann auch nicht so ohne weiteres auf Menschen oder sogar auf Frauen zugehen. Die Angst vor Ablehnung ist da zu groß, denn ich fühle mich wie ein emotionales Pulverfass.
Hat jemand einen Rat, der wirklich weiterhelfen kann?
Habt schon einmal Dank für Eure Mühe.
Gruß
Einsamer Wolf

18.05.2013 00:32 • 16.08.2014 #1


47 Antworten ↓


Zitat:
und bin von ein Männchen in der Gattung Mensch.




Willkommen!

Hört sich sehr traurig an, deine Geschichte.
Leider kann ich dir keinen ultimativen Tipp geben, denn ich bin selbst nicht gut darin, wirkliche Freundschaften zu halten.
Bisher wurden mir Bezugspersonen immer wieder genommen, so dass ich denke, das es wohl besser ist, mich nicht als Freundin zu haben.
Dir wünsche ich aber alles Gute!

18.05.2013 01:19 • #2



Einsamer Wolf

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Herzlich willkommen hier im Forum !
Deine Geschichte beschreibst Du , wie ich finde, sehr analytisch und klar einsamer Wolf.

Schön, dass du zu dieser Psychologin gehst- Das ist schon der erste Schritt.
Veränderungen passieren nur nicht so schnell- das weißt Du selber.

Du hängst wohl noch sehr an Deiner Mutter- seh ich das richtig?

Hast Du denn noch Hobbies?
Liebe Grüße pax

18.05.2013 09:27 • #3


Danke FragileWings und pax für Eure antworten!

Das ist leider keine richtige Psychologin, die sich auf Depressionen, Ängste,.... speziallisiert hat. Sie ist die Psycholgin der Partnervermittlung, die mir nur immer wieder Denkanstöße gibt. Mein jetztiges Ich in einem schlechten Licht darstellt und mir helfen will ein neues bzw. besseres Ich zu finden. Meist fühle ich mich aber immer wieder schlecht bei diesem Gespräch.
Ich wollte ja mal eine echte Psychotherapie machen, aber da sind mir gewisse Dinge im Weg. Zum einem gibt es in meiner Stadt sehr wenige Psychologen und Psychaiter. Die sind so sehr ausgebucht, dass man eine Wartezeit von mindestens einem Jahr hat. Ich brauche aber jetzt hilfe und nicht in einem Jahr. Zudem sagte mir damals der Psychaiter, der mir solch "intelligenten" Ratschläge gab, dass meine Probleme nicht ausreichend wären, um eine Psychotherapie anzufangen. Ich solle mich nicht so hängen lassen, mir Freunde suchen, eine Freundin suchen und viel Sport machen.

Ob ich an meiner Mutter hänge? Ja!
Sie ist ja meine Mutter. Sie war es damals, die wie eine Löwin um mich gekämpft hat, damit ich zu den richtigen Ärzten kam. Sie pflegte mich während meiner Leukämiezeit. Sie rannte auch nach der Chemotherapie immer wieder mit mir zur Kontrolle- und das jahrelang. Dadurch entstand eine sehr enge Bindung mit meiner Mutter. Nicht auf die klassische Art wie Mama und Sohnemann. Nein- eine andere Art Bindung. Ich wusste wie es ihr ging, wenn ich ihr Gesicht sah. Ich wusste eigentlich immer was ich sagen musste, um sie wieder aufzubauen. Und sie wusste alles was mich betraf. Sie war immer für mich da gewesen. Wir waren Mutter und Sohn-Freundin und Freund.
Sie hat auch sehr viel im ihrem Leben gemeistert, wo andere zerbrochen wären. Mein Bruder war ein Schreikind gewesen. Ich hatte in Kindesalter Leukämie gehabt. Der Rosenkrieg mit meinem Vater und die darausfolgende Scheidung. Ich als Problemkind in der Schule.... Ich bewundere meine Mutter sehr.
Als dann meine Mutter angefangen hatte Alk. zu trinken, wollte ich ihr unbedingt helfen. Ich dachte damals, dass ich ihr helfen könnte. Aber von Jahr zu Jahr wurde es schlimmer. Ich verstand sie immer weniger. Sie hatte anscheinend nicht mehr die Kraft und den Willen mehr gehabt gegen den Alk. anzukämpfen. Innerlich zerbrach ich immer wieder, wenn sie mich im Suff anschrie, beleidigte, mich körperlich angriff, ich sie mit Gewalt zur Ruhe bringen musste. Ich muss aich leider gestehen, dass ich sie auch geschlagen habe. Glaubt mir bitte, dass ich darauf in keinster Weise stolz bin. Ich schäme mich sehr dafür. Ich halte mich daher auch für einen schlechten Menschen, dass ich sowas gemacht habe und es nicht geschaft habe ihr mit dem Alkohlproblem zu helfen. Natürlich kann man jetzt sagen, dass es nicht meine Schuld ist. Das mag sein, aber mein Innerstes Selbst ist da wenig damit einverstanden. Ich mache mir sehr schwere Vorwürfe deswegen.
Obwohl nun der Kontakt zu meiner Mutter nun vollständig zusammengebrochen ist, liebe ich sie noch immer sehr. Allerdings muss ich hier noch was dazu sagen. Ich liebe meine Mutter, wie sie war bevor sie mit dem Alk. angefangen hatte. Das was sie jetzt ist hasse ich wie die Pest. Das was heute in meiner Mutter ist, ist nicht meine Mutter. Deshalb denkt sie, dass sie hassen und verachten würde. In gewisserweiser stimmt dies auch.

Hobbies? Nun ja- hält sich in Grenzen. Ich höre viel Musik. Mag Filme. Lese ab und zu mal ein Buch. Habe bei mir Zuhause ein kleines Aquarium stehen, wo sich ca. 20 Fische tummeln. Gehe gerne Abends spazieren um von Zuhause mal raus zu kommen. Mit Sport habe ich nicht sehr viel gemein, denn ich habe einen körperlich anstrengenden Beruf und da ist man mal froh, wenn es privat mal ruhiger zugeht. Bin noch bei der Frei. Feuerwehr. Aber da bin ich in Ungnade gefallen. Zudem erlaubt es mein Schichtsystem nicht mehr so recht zu Feuerwehrübungen zu gehen.
Ansonsten fällt mir da jetzt nichts mehr ein
Lg
Einsamer Wolf

18.05.2013 14:30 • #4


Deine sozialen Probleme kann ich gut nachempfinden. Auch die Sache, dass du als Kind schon weiter in der Entwicklung warst und daher nie etwas mit gleichaltrigen anfangen konntest. Vermutlich bst du auch zu deinem jetzigen Zeitpunkt einfach viel weiter. Du hast ja sehr früh viele prägende Erfahrungen gemacht die einen auch sehr viel Lehren. Da lernt man Dinge, die haben andere mit 60 Jahren noch nicht gelernt und ich würde meinen, du hast dadurch einfach oft eine ganz andere Sichtweiße und Einstellung zu den Dingen als die breite Masse.
Das macht es umso schwerer gleichgesinnte zu finden. Gleichgesinnte ist aber das a und o wenn es um wirklich Freundschaften geht. Da müssen einfach einige bestimmte Punkte übereinstimmen. Es ist ganz einfach nur schwer einen Menschen zu finden, der zwischenmenschlich zu einem wirklich passt, wenn man psychosozial eben nicht der breiten Masse angehört.

Deine Psychologin betitelt dich als arrogant? Vllt noch sogar als unnahbar? Nun, von zwei Posts kann man das nun nicht sagen ob sie da recht hat oder nicht, aber du scheinst mir eher unsicher im Bezug zu dir selbst zu sein.
Du betitelst dich selber als "Einsamer Wolf der alles alleine schaft ohne Schwäche zu zeigen". Das ist oft was von vielen Menschen als Arrogant und Unnahbar empfunden wird obwohl es sich eher um eigene Unsicherheiten handelt. Starken inneres Misstrauen anderen gegenüber ruft auch so eine Ausstrahlung hervor. Nun ich an deiner Stelle an zb kein Vertrauen mehr in Menschen wenn alle zwischenmenschlichen Beziehungen immer auseinander brechen, man gemobbt wird, wenn man merkt man kommt mit anderen nicht klar weil man anderes ist, etc.
Hast du denn vllt auch einen inneren Widerspruch in dir? Du hast selbst nicht (immer) das beste BIld von dir, da du geschrieben hast du hälst dich nicht für einen guten Menschen nur weil du keine Freunde hast und hattest (wobei das nichts miteinander zu tun hat find ich^^) andererseits hast du in deinem Leben schon viel gemeistert worauf du eigentlich stolz sein kannst? Kann es sein, dass du dir oft nicht selber zugestehen kannst was du gut gemacht hast, worin du gut bist aber auch worin deine Schwächen liegen? Die willst du ja (deinem Usernamen zu urteilen) nämlich selber gar nicht sehen und noch weniger das andere sie sehen.

18.05.2013 14:50 • #5


Wenn ich arrogant wäre/bin, dann nicht mit absicht. es ist eine art schutzschild, das ich mir in den letzten jahren zugelegt habe. Ich lasse einfach nicht mehr so viel an mich herankommen. Das lässt mich wahrscheinlich kalt und gefühlslos erscheinen. das bin ich aber nicht. wenn die menschen wüssten, wie einsam, verlassen und verletzt ich bin, dann würde man mir gegenüber anderes reagieren. daher auch der der Username. es war mehr oder weniger zufall, dss ich mir diesen namen ausgedacht habe. Ich bin aber kein einsamer wolf auf der jagt, sondern ein einsamer olf auf bezug auf zurückgezogenheit. Um mich da selbst wieder in die Gemeindschaft zu intergrieren brauche ich nicht nur theoretische sondern auch praktische Hilfe. Nur gute Ratschläge helfen mir nicht sonderlich weiter.
Wiedersprüche: na klar. wer hat die nicht? der eine mehr der andere weniger. Ein wiederspruch ist z.B.: meine Leukämie hat Schuld an das Ausmaß meiner Familie. aber für meine Leukämie kann ich nichts.

Worauf sollte ich bitte schön stolz sein? Ich habe in meinem Leben noch nichts erreicht, was erwähnenswert wäre. Sowas wie durchhaltevermögen gegenüber der Alk. mutter finde ich weniger erwähnenswert. Auch dass ich die Leukämie überstanden habe ist kein verdienst an mich, sondern an meine Mutter und den damaligen Ärzten. In der Schule habe ich nie was geleistet, was lob verdient hätte. In meiner Lehre war ich sogar noch schlechter. Ich bin in dieser geschichte ein bisschen das schwarze schaf in meiner familie. Meine Mutter hat so vieles gemeistert. Mein Bruder hat ein 2 Abitur, ein 1 Studium und hat jetzt vor kurzem seine doktorarbeit abgegeben. Ich hingegen habe niemals etwas derartes erreicht. Klar, man soll sich nicht an andere messen, aber leider geht es nicht anders. Ich kann auch noch weiter machen.
viele gleichaltrige Leute dich kenne haben freunde, feste freundin, verheiratet, haben schon Kind/er und sind im beruf erfolgreich. Klar, nicht alles was glänzt ist auch gold, aber dennoch bin ich der meinung, dass sie besser dran sind als ich.
Ich habe nur meine Abhängigkeit von meiner Mutter geschaft. Aber was gebracht hat es nichts. Ich bin immer noch einsam.

18.05.2013 15:47 • #6


Mein Respekt hast Du grad einsamer Wolf.
Es ist nicht einfach, aber Du stellst Dich zu nem gewissen Maße.
Die Psycholgin der Partnervermittlung ist ,was ich gerade lese , gar nicht so verkehrt.

Dass Du danach im grübeln bist- gehört zur Verarbeitung auch dazu. Bewerte es mal nicht über.
Natürlich wird man erst nach ner gewissen Denkarbeit klarer.

Du hast recht- Deine Mutter bedarf nun Hilfe.
Es gibt gute Kliniken.
Vermutlich schafft man es nicht das erste Mal. Aber wenn magst schreib mir Pn- ich wüßte eine Gute.

Wenn Musik magst- kennst Du in Deiner Nähe gute Kleinkunstbühnen?

Also für mich ist das ein Ort, wo man gut und gerne mal ins Gespräch kommt.

18.05.2013 16:24 • #7


vor ungefähr drei Jahren war sie in einer Suchtklinik gewesen (Wied) (Länge acht Wochen). Ich hatte sehr große Hoffnungen gehabt, dass es nun meiner Mutter helfen würde. Leider wurde meine Hoffnung schon am Tag ihrer Ankuft im eigenen Heim zugleich wieder getrüppt. Ich kam zu besuch um sie wieder in die arme schließen zu können. Doch da sah ich sie wieder betrunken vor dem Fernseher. Dieser Tag war für mich sehr verletzend für mich gewesen.
Am nächsten Tag stellte ich sie zur rede. Ihre Begründung kann man im Nachhinein schon verstehen, allerdings machte es das Ganze auch nicht einfacher. Sie hatte Angst was nach der Therapie kommen würde. Angst vor dem arbeiten gehen. Angst, wieder zurück zu fallen. Sie sagte aber, dass sie nun viel gelernt habe und nun besser wüsste, wie man mit Problemen umgehen müsse. Ich glaubte ihr, dass sie sich nun zusammenreissen würde, doch wieder wurde meine Hoffnung auf eine bessere Zukunft mit ihr wieder zerstört. Einige Tage fand ich sie wieder besoffen in der Wohnung. Die ganzen acht wochen Klinikaufenthalt waren für´s Klo gewesen.
Nun weigert sie sich eine Therapie zu machen. Sie meinte, dass sie das beruflich nicht machen könnte. Sie ist Zeitarbeiterin. Wenn sie nun wieder so lange nicht arbeiten würde, würde sie nie mehr einen Arbeitsplatz bekommen, der ihr gefiele bzw. den sie auch körperlich schaffen würde. Klar, meine Mutter ist nicht mehr die allerjüngste (52 Jahre) und hat auch schon das eine und andere Gebrechen. Zudem ist ihr Alter wirklich ein Grund zur Sorge, denn im ihrem Alter finden wirklich nur noch wenige Menschen einen guten Job. Aber sie tut so als ob ihr Leben eh schon vorbei ist. Sie würde dann nie mehr in die Arbeit rein kommen. Ich gehe einfach mal davon aus, dass sie mit den Jahren richtige Blockaden im Hirn bekommen hat, die ihr Leben verschlechtern.
Als ich zuletzt mit ihr telefonierte stellte ich ihr mein letztes Ultimatum: entweder kein Alk. oder keinen Kontakt zu mir mehr. Ihre Antwort war dann weitgehenst eindeutig. Sie sage, dass sie nicht mehr ohne Alk. mehr könne bzw. ohne Alk. den Berufs-und normalen Alltag nicht mehr meistern könne. Zuletzt sagte sie mir dann noch, dass wir uns dann eben nie mehr wieder sehen würden.
Meine Mutter, die ich so sehr liebe wirft unser gemeinsames Verhältnis in den Müll und trinkt lieber Alk.. Das musste ich dann erst einmal schlucken. Da kann mir jeder sagen was er will, aber das ist grausam gegenüber seinen Kindern, wenn ein Getränk wichter ist als Menschen die man liebt.

Ich hatte ja geschrieben, dass ich im Moment nur noch für die Arbeit lebe. Traurig aber wahr. Meine Arbeit lenkt mich etwas von meinem einsamen Leben ab. Leider hat aber auch die Arbeit einen Schönheitsfehler: der Urlaub. Eigentlich ist es immer so, dass ich so selten wie möglich Urlaub mache. Und wenn dann nur eine woche. Wenn man niemanden hat, mit dem man die Zeit verbringen kann, dann braucht man auch keinen Urlaub. Selbst verlängerte Wochenenden wie jetzt zu Pfingsten sind schlecht für mich. Ich sitze tagelang zuhause vor dem PC oder dem Fernseher (leider sind das meine einzigen Freunde- ein jämmerliches Armutszeugniss für mich).
Was macht ihr denn so, wenn ihr keinen habt?

18.05.2013 21:34 • #8


Deine Mutter ist Alk.. Teil der Krankheit ist, das der kranke Mensch irgendwann nur noch den Gedanken an Alk. hat. Wie beschafft er sich täglich die nötige Menge. Ein Alk. brauch jeden Tag ein gewisses Mass an Alk., und der Gedanke daran wird zum Ein und Alles.Jeder, der ihm den Alk. "wegnehmen" will, wird zum Feind, wird nicht wahr genommen als Hilfe. Andere Dinge zählen nicht mehr, Familie und Freunde. Der Alk. sieht diese Dinge nicht mehr. Das ist unfassbar für Freunde und Familie. Deine Mutter kann nicht anders, sie ist krank, sie sieht Dich nicht mehr. Ich bin jedoch davon überzeugt, das sie Dich liebt. Vielleicht hilft Dir dieses Wissen ein wenig, ein ganz klein wenig. Sie hat Dich nicht weg geschickt, weil sie Dich nicht gern hat, nein sie hat Dich nicht mehr gesehen...
Hast Du keine Interessen ausser Tv und Pc? Für was interessierst Du Dich denn? Horch doch mal in Dich hinein, ob es da irgendwas gibt...
Liebe Grüsse

19.05.2013 12:44 • #9


Arikose:
du hast da leider Recht.
Leider war meine Mutter aber eine andere Art von Alk.. Sie war keine, die dauernd sich auf einem bestimmten Pegel hinaufsaufen musste. Nein- sie war eine, die trank um schlechte Erinnerungen, schwere Depressionen, ungelöste Konflikte,.... zu vergessen/weg zu saufen oder in eine Art Traumwelt zu enfliehen. Natürlich klappt das nicht. Sie hätte eigentlich jederzeit das Trinken lassen können und sich ihren Problemen stellen und/oder verarbeiten können. Sie hatte sogar ein Jahr eine Therapie gemacht. Hatte aber auch nichts gebracht. Meine Mutter hat ihren Stolz und Denkweisen so verbogen, dass Hilfe gar nicht mehr richtig ankamen. Ich habe ihr öfters vorgehalten, dass sie lieber mit wehenden Fahnen untergeht, anstatt sich helfen zu lassen. Leider hat sie mir auch immer wieder mit bestimmten Aktionen Recht gegeben. Z.B. musste ich sie einmal von der Polizei abholen, da sie Alk. hinterm Steuer erwischt wurde. Der Führerschein war natürlich weg + eine hohe Geldstrafe. Das andere Mal ist sie im ihrem Keller betrunken zusammengebrochen. Nachbarn haben Polizei und Rettungswagen gerufen. Mit Gewaltanwendung wurde sie dann in das nahestehende Klinikum gebracht. Ich war zu diesem Zeitpunkt auf der Feuerwache gewesen und absolvierte gerade meine praktische Zwischenprüfung zum Feuwehrmann. Mittendrinn kam unser stellv. Kommandant und holte mich heraus. Die Polizei würde mich suchen. Am Telefon erklärte man mir was passiert ist. Zugleich fragte mich der Polizist, warum ich meine Mutter im diesem Zustand alleine lassen würde. Warum wäre ich nicht zuhause? Wenn ich Zuhause gewesen wäre, hätte man sich das alles sparen können. Das ich den Polizisten nicht gleich am Telefon zur Sau gemacht habe, verdankt er nur deswegen, weil ich vor meinem Kommandanten keine Szene machen wollte. Ich schluckte brav, was der Kerl mir alles sagte.
Später war ich im Klinikum gewesen. Dort war meine Mutter einigermaßen wieder ansprechbar. Zwei andere Polizisten waren noch bei ihr. Als wir dann im Behandlungszimmer waren und meine Mutter sich ein Wortgefecht mit der einen Polizisten leistete, konnte ich mich nicht mehr zurückhalten. Ich griff meine Mutter sehr lautstark an. Sie schoß selbstverständlich zurück. Irgendwann beleidigten wir uns sogar bis unter die Gürtellinie. Die beiden Polizisten waren anscheinend sehr über unser "Gespräch" verstört gewesen, denn beide standen schweigend an einer Wand und hielten die Köpfe nach unten. Irgendwann kam ein Arzt. Er untersuchte in windeseile meine Mutter- anscheinend dass wir so schnell wie möglich hier raus kommen. Als wir dann aus dem Behandlungszimmer hinaus gingen, starrten uns wartende Patienten mit großen Augen an. Zwei bis drei grinsten bis über beide Ohren. Wie es mir dabei ging, kann ich nicht in Worte fassen. Man könnte es fast Hass gegen seine eigene Mutter bezeichnen- aber nur fast. Schlimm war auch noch, dass ich in Eile meine Feuerwehrklamotten noch anhatte. So hatte ich ungewollt den Namen meiner Feuerwehr beschmutzt. Denn, die Leute verbinden gleich alles mit allem. Da heißt es dann wo möglich "die Feuerwehr, ja die hat..."
Wir wurden dann von der Polizei heim gefahren. Das war ein Tag, den ich liebend gerne vergessen würde, aber leider kann ich das nicht.
Ich habe einfach kein Verständiss mehr für meine Mutter. Schlechte Zeiten können mal sein- genauso wie gute Zeiten. Aber irgendwann muss doch auch mal die schlechten Zeiten vorbei sein. Es MUSS doch auch mal wieder bergauf gehen. Es kann doch einfach nicht so weiter gehen. Da von meiner Mutter in dieser Richtung nichts mehr zu erwarten war, ergriff ich die Initiative. Ich brach den Kontakt ab.

Mir fallen leider keine anderen Hobbies mehr ein. einer meiner größten war die Feuerwehr gewesen. Doch das hat sich ersteinmal erledigt. Ich würde sehr gerne mal einigen Kameraden meine kranke Verganenheit erzählen, doch ich traue es meinen Kameraden nicht zu, dass sie dies alles verstehen. Ich habe leider schon öfters erlebt, dass wenn ich was erzählt habe, diese Menschen dann nichts mehr dazu zu sagen hatten. Ich habe sie anscheinend damit überfordert. Und das will ich nun auch nicht. So bleibt mir nichts anderes übrig selber damit klar zu kommen.

19.05.2013 14:02 • #10


In diese Sucht gerät man schleichend. Anfangs hin und wieder, dann öfter, usw... Mensch merkt nicht, das er abhängig ist, oder erst, wenn er abhängig ist. Dann kann Mensch aber nicht mehr aufhören, weil der Körper abhängig ist, nicht nur die Psyche.
Mein Freund ( ich bezeichne ihn auch gern als meinen Bruder ) ist Alk. und hat mir viel zu diesem Thema erklärt. Früher habe ich das Thema auch sehr abfällig behandelt. Dann kam er und ich hab an ihm nen Narren gefressen und wollte mich deshalb mit dem Thema auseinander setzen. Manchmal habe ich auch diese Wut auf ihn, denke weshalb stellt er sich dieser oder jener Sache nicht. Hm dann fällt mir der Vergleich mit meinem rauchen ein. Habe vor einem Jahr aufgehört und bin zwei Mal für jeweils ne Woche rückfällig geworden. Weil mein Leben gerade dann verzwickt wurde und ich in der Vergangenheit dann ne Ziggi brauchte. Das ist einfacher, sich damit zu beruhigen, als sich Situatiuonen zu stellen, die weh tun. Sicherlich habe ich keinem anderen Menschen mit meiner Ziggi geschadet, war halt ein Vergleich zur Sucht. Man muss schon nen Ar. in der Hose haben, um manches im Leben auszuhalten bzw sich anders zu verhalten. Das ist für jeden Menschen unterschiedlich schwer.
An Deiner Stelle würde ich das Thema schon mal anschneiden bei Deinen Kameraden. Musst Du ja nicht allen erzählen, vielleicht gibts da den ein oder anderen, zu dem Du einen Draht hast. Und wenn Du eh oft vorm PC sitzt, es gibt ja auch mehrere Plattformen für dieses Thema. Da kann ich Dir nur sagen, das Du wirklich nicht allein bist und vielleicht findest Du in Deiner Nähe eine Gruppe. Ich sach ma so, für Deine Kindheit, Krankheit, Trunksucht Deiner Mutter kannst Du nichts. Aber für Dein Leben bist Du verantwortlich, Du kannst es in die Hand nehmen ))
Such Dir eine Selbsthilfegruppe für Angehörige, arbeite Vergangenes auf, entmülle Dein Leben und evtl findest Du in so einer Gruppe DIE Freunde !? Ganz viel Glück.

19.05.2013 17:00 • #11


hi einsamer wolf,

also ganz ehrlich du hast meine anerkennung verdient! was du schon alles durchmachen musstest ist unglaublich .. vorallem in deinem alter! es gibt wenige menschen die soviel durchgemacht haben und immer noch unter uns sind - sei stolz auf dich dafür!

ich habe das gefühl du machst dich selber schlechter als du bist .. du bist eine unglaublich starke persönlichkeit, aber willst das selbst nicht sehen! wie viele menschen halten diesem druck, diese trauer, diese kränkung und verletztung stand - nicht viele!

es tut mir wirklich leid für dich, dass du dich so einsam fühlst .. ich würde dir gerne dieses gefühl abnehmen, denn es ist grauenhaft.

vl musst du aber auch etwas über deinen schatten springen .. du sagst viele halten dich für arroggant und gefühlskalt, naja von nichts kommt nichts .. du bist bestimmt nicht so wie andere dich sehen, aber du gibts dich ihnen gegenüber so .. klar ich kann verstehen wenn man so viel herbe enttäuschungen wie du durchmachen musste, dann ist man vorsichtig und lässt nicht schnell menschen an sich heran .. musst du ja auch nicht, vertrauen ist etwas, dass man sich verdienen muss! aber tus für dich und geh auf andere zu .. mach den ersten schritt .. ich glaub es wäre keine schlechte idee wenn du vl doch wieder zur freiw. feuerweh gehst .. oder hast du vl ein paar nette arbeitskollegen mit denen du privat mal was machen kannst ?!

trau dich auf andere zuzugehen .. öffne dich nicht sofort aber gib ihnen auch eine chance dich kennen zu lernen .. denn wenn du dich immer verschließt lässt du anderen gar keine chance in dein wolfsrudel zu kommen ..

es ist bestimmt schei. den urlaub alleine zu verbringen oder auch die wochenenden .. aber unternimm was (klar is schei. alleine) und versuch wirklich aktiv auf leute zu zugehen .. man glaubt gar nicht wie viele andere herum laufen und sich wünschen würden angesprochen zu werden - ich weiß wovon ich rede

und bitte tu mir einen gefallen und vergleich dich nicht mit anderen .. nur weil dein bruder das und das und das gemacht hat heißt das noch lange nicht dass er "besser" ist .. und auch die anderen die in beziehungen leben, oder einen rießen freundeskreis haben - ja mein gott .. jeder von uns ist ein eigenständiger mensch, es bringt leider nichts sich mit anderen zu vergleichen ..

also ich kann dir nur nocheinmal sagen, dass ich größten respekt vor dir habe! du bist ein mensch mit extrem vielen erfahrungen (nicht nur guten leider) und einer enormen reife für dein alter - ich bewundere dich!

ich weiß in einem forum ist das nicht das selbe wie in der realität, aber wenn du jemanden zum reden brauchst - ich höre wirklich gerne zu .. du kannst dich gerne melden

05.06.2013 13:23 • #12


Chihuahua Love
Erstmal herzlich Willkommen einsamer Wolf!
Habe mich gerade durchgelesen und bekomme das Gefühl nicht los, das Du Dir am Alk. Deiner Mutter (und die Probleme drumherum Familie, Schule usw.) die Schuld gibst. Möchte Dir nichts unterstellen, aber ist das möglich?

05.06.2013 14:12 • #13


Hallo Chihuahua Love,

verzeihe bitte, dass ich erst jetzt etwas zu deinem Plog was schreibe. Ich bin seit einigen Wochen in einem dunklen Loch gefangen. Da hat man einfach keine Lust mehr irgendetwas zu tun. Das schlimme ist, dass es nicht besser wird. Aber gut- ich mache einfach mal ein wenig Galgenhumor-- Ich kann eigendlich zufrieden sein, denn noch einsamer als ich ist der Tod. Also bin ich doch in bester Gesellschaft! :/

Würdest du dir denn nicht auch die Schuld an den Alk. an der Mutter geben?!
Meine Mutter hat mal was einschneidendes zu mir gesagt. Das war zwar im Suff gewesen und in einem großen Streit: "...hätte ich dich doch nie geboren!"
Gut, man sollte nicht darauf schließen, dass sie es so gemeint hätte. Im Streit und vor allem im Suff sagt man hin und wieder mal was, was man nicht so gemeint hat. Aber normalerweise sagt man der betreffenden Person wie es gemeint war oder man entschuldigt sich. Meine Mutter jedoch macht nichts davon. Also gibst sie mir die Schuld für gewisse Dinge. Warum sollte ich das nicht auch so sehen?

24.06.2013 12:32 • #14


Mein Vater ist auch ein Säufer,
hab seit 19 Jahren nix mehr von ihm gehört.
was aus ihm wurde weiß ich nicht,
es geht mir auch total am Popo vorbei was der Penner macht.
Er hat immer meiner Muter die Schuld gegeben.
aber er hat gesoffen, sie hat ihn nach der Trennung nicht dazu gezwungen.

Schuld alleine hat der Säufer, der sich dazu entscheidet.
KEIN ANDERER!

24.06.2013 12:54 • x 1 #15


ClicliDinoim:
das mag zwar sein, dass zumeist derjenige Schuld hat, der letztlich zum Alk. greift. Man muss das aber auch mal von der anderen Seite sehen. Meine Mutter z.B. hat keine schöne Kindheit gehabt. Sie hatte in der Pubertät Tuberkolose gehabt. Ihre Eltern haben zwar meiner Meinung ihre Tochter geliebt, aber auf eine andere Art, wie es meine Mutter gebraucht hatte. Leider kann ich das nicht weiter erklären, denn darüber weiß ich nur recht wenig. Die Ehe zwischen meiner Mutter und meinem Vater sei auch nicht die Welt gewesen. Sie sagte mir einmal, dass sie sich am liebsten nach der Geburt meines älteren Bruders von meinem Vater scheiden lassen wollte. Komischerweise hielt die Ehe noch weitere 14 Jahre. Sie sagte mir auch, dass sie ihn auch schon vor meiner Geburt nicht mehr lieben würde. Da frage ich mich immer wieder, wie ich das Licht der Welt erblicken könnte? Wie kann man zusammen ein Kind zeugen, wenn die Ehe im tieferen Sinne zu Ende ist? Ca. zwei Jahre später kam meine Leukämie. Mein Bruder wurde zum Klassenclown durch mangelnde Aufmerksamkeit.
Nach der Scheidung entstand ein Rosenkrieg, der fast 7 Jahre ging. Irgendwann bekam meine Mutter Streit mit ihrer Schwester. Dieser ging auf ihre Eltern hinaus.
Als meine Mutter auch noch am Arbeitsplatz gemobbt wurde, kippte meine Mutter um. Sie flüchtete sich in eine Traumwelt, die anscheinend schöner war, als die Realität. Meine Mutter hat sehr viel schlechtes erlebt. Sie war sehr stark gewesen. Aber irgendwann war es zu viel gewesen. Irgendwann kippt jeder um.
Ich mache meiner Mutter keinen Vorwurf, dass sie mit dem Trinken angefangen hatte. Was ich ihr vorwerfe ist, dass ich ihre ganze schei. schlucken musste. Ich musste Aggressionen, Trauer, Verzweiflung, hysterische Anfälle, Launen, peinliche Augenblicke, .... ertragen. Ich musste zusehen, wie meine starke Mutter zu einer lallenden und torkelten Bestie wurde. Desweiteren werfe ich ihr vor, dass sie bis heute nicht mit dem Trinken aufgehört hat. Es hätte auch irgendwann der Tag kommen können, wo sie wieder zu alter Stärke geworden wäre. Aber leider ist dieser Tag bis heute nicht gekommen- und wird auch wahrscheinlich nie kommen.

Ich komme aus meinem Loch nicht mehr raus. Es geht mir immer schlechter. Ich bin schon fast der Überzeugung, dass mir keiner mehr helfen kann. Psychaiter und Psychologen sind für mich nur Menschen, die denken, einen Menschen zu ihren Willen manupulieren zu können. Zudem sind alle solche Leute gleich. Man könnte es als Betriebsblindheit ansehen oder wie ich es nenne: Zu viele Erfahrungen- zu viel Rutine. Sie glauben jeden Mensch in eine Schublade stecken zu können. Zu wissen wie man dies und jenes behandelt. Wenn du anderer Meinung bist als diese Menschen, dann gilst du als "nicht kooperationsbereit". Sie sagen dir gleich, dass sie dir nur helfen können, wenn man sich auf das einließe, was sie sagen.
Mir kommt es schon fast vor, als müsse sich der Patient auf den Psychaiter oder Psychologen einstellen und nicht umgekehrt wie es man erwarten würde.

Nun habe ich ein weiteres Problem. Ich glaube, dass nun die meisten von euch mich für total bescheuert oder total naiv halten. Nur zu- ist ja auch war.
Ich habe mich spasseshalber mal auf eine Kontaktanzeige gemeldet. Es war eine Kontaktanzeige einer Frau in meinem Alter. Zudem wohnt sie in meiner Stadt. Ich meldete mich also bei ihr. Mithilfe einer kostenpflichtigen Vermittlung ließ ich mich zu ihr vermitteln. Schon beim ersten Telefonat verstanden wir uns sehr gut. Immer wieder rief ich bei ihr an. Wir telefonierten einmal sogar 4,5 Stunden. Ich wollte sie treffen, aber immer wieder war da was im Wege. Entweder hatte sie keine Zeit oder meine Schicht kam uns in die Quere. Zuletzt wurde sie krank. Eine Kehlkopfentzündung mit anschließender Erkältung ließ es zu keinem Treffen kommen. Während ihrer Krankheit wollte sie nichts öffentliches machen, da sie krankgeschrieben war und Angst um ihren Arbeitsplatz hatte. Zudem wollte sie mich erst dann sehen, wenn sie wieder fit war. Als ich mich nun wieder melden wollte, kam mir was anderes dazwischen. Die Telekom hatte mich für diese Kontaktvermittlung gesperrt. Ich rief dann bei der Telekom an und fragte warum das so war. Da erfuhr ich, dass ich ca. 700€ an diese Kontaktvermittlung vertelefoniert hatte. Nun sperrten sie mir aus Schutz diese Nummer. Ich war so in diese Frau verbissen gewesen, dass ich die Telefonkosten nicht mitbedacht habe. Jetzt denke ich, dass ich das eigendlich besser wissen musste, aber ich war so froh, dass ich mit jemanden Kontakt hatte, dass ich alles andere vergaß. Nun hat die Telekom sich anscheinend das Geld von meinem Konto geholt. Prompt bekam ich eine Nachricht von meiner Bank, dass wegen der hohen Belastung mein Konto eingefroren wurde. Nun bin ich am Ar.. Und das jetzt zu Monatsmitte. Das hat man nun davon, dass man sich etwas sozial öffnen wollte. Ich kann ich sie nicht mehr anrufen. Sie wird denken, dass ich nichts mehr von ihr will, weil ich mich eben nicht mehr melde. Ich habe versucht sie per E-Mail zu erreichen, doch sie antwortet mir nicht mehr. Sie hatte mir erzählt, dass sie die Kontaktanzeige aus dem Netz genommen hatte. Vielleicht gehörte dazu auch die dazugehörige E-Mail Adresse?
Ich fühle mich in vielerlei Hinsicht echt schei.. Zum einem wollte ich Kontakt zu jemanden haben. Das wurde mir nun durch die Telefonrechnung nun gründlich vermiest. Durch die Telefonrechnung wurde mein Konto eingefroren. Wir haben erst den 14. des Monats. Ich habe zwar ein Dispo, aber der wurde anscheindend erheblich überzogen. Ich bin also pleite.
Wenn mein Leben ein Mensch wäre, wäre er ein sadistischer Kotzbrocken.
Und nun lacht bitte alle über mich! Lacht über meine Dummheit etwas verändern zu wollen und kläglich gescheitert und nun pleite ist.
Ich hasse mein Leben.

14.07.2013 20:28 • #16


Dubist
Ach was ich lache nicht,. ne du.
Es gibt Menschen die nicht gesund werden wollen(deine Mutter vielleicht?)
Du bist nicht dumm nur hättest du dir eher keine kostspielige Seite für eine Anonce suchen sollen sondern eine kostenfreie.
Da bin ich grad ein wenig aufmerksam geworden.
Der Trick ist oft von der Agentur, das haben sie mal im fern gebracht.
Auch da gibt es viele Betrüger, die Frauen halten die MÄnner warm,wenn sie sich treffen wollen heisst es dann immer Autounfall, krank geworden und viel mehr! Die haben kein Interesse an dir, oder an dem Mann sondern nur das Geld ist ihr Ziel und die Agentur!


Vielleicht kannst die Betrügereien aufdecken und dein GEld wieder bekommen.
lerne daraus.
Für die Liebe mußt du normalerweise nicht zahlen.
Lern doch mal eine Frau kennen wo es kostenlos ist.
Zeitschriften, oder kostenlose Datingzeiten.
Und nie, nie nie auf eine fixiert sein solange nichts fester ist.
So hast du nie die Fixition auf eine-
Sorry für meinen dummen Brief am Abend. aber mir fällt nichts besseres ein.

14.07.2013 20:38 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

Was die Frau angeht, ich glaub da sind schon viele Männer auf sowas reingefallen. Meist steckt nur eine "Stimme" dahinter wo es unglaublich viel Geld kostet mit zu telefonieren. Zu einem Treffen kommt es dann meistens gar nicht . Die wollen nur Dein Geld. Glaub nicht dass da einer drüber lacht denn das sind ganz miese Tricks und denen kommt man gerichtlch kaum bei.

Was das andere angeht, hör auf Entschuldigungen zu suchen für das was Deine Mutter gemacht hat. Egal was ihr passiert ist, es rechtfertigt mal so gar nix!

14.07.2013 20:39 • #18


Dubist
Also, ich hab auch mal eine Seite getestet die seriös galt.
Der Knüller war, der Typ schrieb immer den selben Text.
Und als ich mich als Model und gepierct ausgab hatte ich von dem Betrüger auch urplötzlich die Handynummer bekommen.
Ich habe die Nummer nie angerührt.
Aber ich wußte er ist ein Betrüger und ganz fieser Lügenbaron.

14.07.2013 20:40 • #19


Einsamer Wolf: Bitte such einen Rechtsanwalt auf und lasse ihn für dich schnellstmöglich das Konto wieder freigeben sowie mit der Gegenseite einen Ratenzahlungsvergleich schließen.
Wenn dein Konto "eingefroren" wurde, wie du so schön schreibst, liegt bereits ein Pfändungs- und Überweisungsbeschluss vor und dem ging normalerweise auch die ein oder andere Mahnung sowie möglicherweise ein Mahnbescheid voraus.
Mich wundert, dass du das nicht bemerkt hast. Man hat da schließlich alles ermittelt und das dauert schließlich eine Weile. Öffnest du deine Post denn nicht?
Der Titel ist in der Welt, die Forderung ist berechtigt. Du wirst nicht umhin kommen, die Summe, die du verursacht hast, zu bezahlen.
Aber dazu kannst du Raten vereinbaren und vor allem dein Konto wieder frei schalten. Denn ansonsten bekommst du in der Folge Ärger mit dem Vermieter, dem Stromanbieter usw.
Ich hatte viele solcher Fälle in der Kanzlei. Es wird dir eine Lehre sein.
Aber du MUSST nun handeln. Bitte suche die Bank direkt morgen auf und evtl. auch direkt einen Anwalt. Wenn die Forderung durch Pfändung deines Kontos nicht getilgt wurde, wird man als nächstes deinen Lohn beim Arbeitgeber pfänden und der Gerichtsvollzieher wird bei dir auf der Matte stehen. Die Kosten für die Zwangsvollstreckungsmaßnahmen, den Gerichtsvollzieher, möglicherweise den gegnerischen Anwalt (muss aber nicht sein, denn Firmen haben eigene Forderungsabteilungen im Hause) musst du auch tragen.

Dass man so einen Unfug mit kostenpflichtigen Nummern nicht macht, muss ich nicht erwähnen. Ich denke, das passiert dir nicht noch einmal.

14.07.2013 20:49 • #20



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