18

Hallo an Alle die meinen Text lesen.
Ich muss mich mal etwas ausweinen und habe niemanden der mich versteht oder mir irgendwie helfen kann.
Zurzeit geht es mir überhaupt nicht gut. Ich bin derzeit in Elternzeit und mit meinem 8 Monate alten Sohn Zuhause. Er ist gerade irgendwie mein einziges Glück, neben meinem Mann im Leben.
Mein Mann arbeitet viel und kommt immer erst spät Nachhause. Und da beginnt auch mein Problem.
Ich fühle mich zurzeit schrecklich einsam und alleine. Und das nicht nur weil ich mit dem Kleinen alleine bin, sondern weil ich in letzter Zeit sehr viele Menschen verloren habe, die mir viel bedeutet haben.
Das ist für mich umso schlimmer, da ich in meiner Kindheit und Jugend keine Freunde hatte, gemobbt wurde und mein Vater schon immer Affären hatte und diese und auch deren Kinder bevorzugt hat. Ich habe mich schon immer wertlos und abgelehnt gefühlt.
Dann mit 17 wurde alles irgendwie anders. Ich lernte meinen Mann kennen, war in der Ausbildung beliebt und sogar Klassensprecher, hatte plötzlich einen großen Freundes und Bekanntenkreis.
Das änderte sich jedoch in letzter Zeit. Der Freundeskreis der Freunde von meinem Mann reduzierte sich, da wir uns einfach weiterentwickelt haben, und viele der alten "Freunde" absolut nicht mehr auf unsere Wellenlänge sind. Bin jetzt auch 28. Sodass nur noch der beste Freund meines Mannes übrig blieb.
Meine eine Freundin ist weggezogen und mit ihrem Freund kamen wir nie so zurecht.
Die andere hatte nie Zeit und war nur mit sich selbst beschäftigt. War nie da wenn ich mal jemanden gebraucht hatte.
Zumal ich dazu sagen muss, dass ich ein sehr loyaler Freund bin, der sich immer Zeit für Freunde nimmt, zuhört, tröstet, keine Kosten und Mühen scheut und gerne Leuten eine Freude macht.
Ich hatte einen besten Freund, der mich nur als Kummerkasten missbraucht hat und mich an Silvester sehr verletzt hat, damit dass ich mich nicht so anstellen soll, wenn ich nicht hochschwanger weg fahren will, dann muss ich halt alleine zuhause bleiben. Nur als ein Beispiel.
Meine angeblich beste Freundin hat es vorgezogen an meinem Entbindungstermin zu heiraten,
mich aus ihrer Hochzeit, Jungesellinnenabschied etc. komplett auszuschließen und dann bei mir zu jammern wie doof der Abschied war. Und gab es noch soviele Punkte, aber das führt jetzt zu weit.
Eine Arbeitskollegin mit der ich mich sehr gut verstanden habe, hat sich irgendwann gar nicht mehr gemeldet, als ich die Stelle verlassen musste.
Ich habe mit meiner Oma gebrochen, weil sie ein furchtbarer emotionsloser und wahnsinnig anstrengender Mensch ist.
Und die Familie meines Mannes ist auch nicht existent.
Ich habe nur meinen Mann, meinen Sohn, meine Mutter, die ich auch nicht oft sehen kann, weil sie
Weiter weg wohnt und kein Auto hat. Und ich immer fahren muss.
Und eine letzte Freundin, die jetzt auch Mama geworden ist und erstmal ihre Ruhe braucht.
Im Großen und ganzen wurde ich von geliebten Menschen nur enttäuscht und verletzt.
Und im Job sieht es nicht besser aus. Ich war bisher nur befristet. Wurde entweder gemobbt oder ich war nicht gut genug. Bei meinem
Letzten Job, wo sie mich behalten wollten, da ich gute Arbeit leisten würde, musste ich gehen, weil endlich unser Kinderwunsch geklappt hatte.
Ich weiß noch nicht wo ich nach der Elternzeit unterkommen werde. Aber ich habe Angst vor einer weiteren mobbenden Chefin, ich habe null Selbstwertgefühl mehr.
Ich lebe derzeit in dem Glauben, ich bin zu nichts zu gebrauchen, weder im Job noch als Freund.
Wenn ich andere Menschen sehe, werde ich so traurig. Ich bin keine beste Freundin, keine Trauzeugin, keine Patin. Ich habe keine tollen Schwiegereltern und keine tolle Familie. Ich bin für niemanden
außer meinem Mann und meinem
Sohn etwas besonderes.
Mir fehlt so sehr jemand mit dem
Ich spontan was unternehmen kann, lachen kann. Der mich aufbaut. Mein Mann schafft das leider auch nicht wirklich.
Ich weiß nicht was ich tun kann, um
dieses Gefühl ein komplett Versager zu sein loszuwerden.
Das Gefühl abgelehnt zu werden steckt so tief in mir. Und es macht mich so unendlich traurig.

20.10.2016 15:36 • 24.10.2016 #1


22 Antworten ↓


alfred
Zitat von Taio:
Der Freundeskreis der Freunde von meinem Mann reduzierte sich, da wir uns einfach weiterentwickelt haben, und viele der alten "Freunde" absolut nicht mehr auf unsere Wellenlänge sind. Bin jetzt auch 28. Sodass nur noch der beste Freund meines Mannes übrig blieb.
Meine eine Freundin ist weggezogen und mit ihrem Freund kamen wir nie so zurecht.


Hallo!
Ich möchte dich mal zu überlegen ermutigen.
Alle Menschen die dir etwas bedeuten mit denen kannst du es nicht besonders.
Mit dem Freund der Freundin hattet ihr es nicht..kein wunder das sich die Freundin verabschiedet hat.
Du mußt mit ihm nicht auskommen aber axeptieren das deine Freundin es tut.
Die Freunde deines Mannes liegen nicht mehr auf eurer Linie.
Vieleicht sollte man Menschen so axeptieren wie sie sind......nicht so wählerich sein.
Menschen habe Fehler die man aber bei Freunden mit einem lächeln übersieht.
Vieleicht sehe ich das aber auch falsch................
Für mich liest es sich aber so.
Möchte dich nicht beleidigen.........sorry aber nimm mir die Post nicht übel.
Lg Alfred

20.10.2016 16:13 • #2


Zitat von Taio:
Meine angeblich beste Freundin hat es vorgezogen an meinem Entbindungstermin zu heiraten,
mich aus ihrer Hochzeit, Jungesellinnenabschied etc. komplett auszuschließen und dann bei mir zu jammern wie doof der Abschied war. Und gab es noch soviele Punkte, aber das führt jetzt zu weit.


Was war zuerst da? Der Hochzeitstermin oder der Entbindungstermin?

20.10.2016 16:25 • #3


Ja danke. Der Post hat mir noch mal eine reingedrückt. Ich bin sicherlich nicht wählerisch, aber ich glaube auf Freunde die nur kommen wenn Sie was brauchen, die einen wenn man selbst mal jemanden braucht keine Zeit haben oder kein Interesse. Freunde die auf der Couch einschlafen wenn man sie besucht oder nur am Handy tippen, Freunde denen die Geburt deines Kindes egal ist. Das mein ich mit Wellenlänge.
Der Entbindungstermin war vor dem Hochzeitstermin. Da sollte ich mich ja auch nicht so anstellen. Bin übrigens dann überraschend mit nem wenige Tage altem Baby und im Wochenbett 60km weit in ne eiskalte Kirche gefahren, und man hat es noch nicht mal für nötig gehalten mit mir ein Brautfoto machen zu wollen. Die anderen Gäste waren da auch wichtiger.

20.10.2016 16:53 • #4


Miral
Hallo Taio

Wow was für eine Lebens"beichte", wohl besser Lebensschilderung ...... wie mir scheint, hast Du wohl auf die falschen gesetzt, fällt mir dazu spontan ein. Ich glaube nicht, dass Du zu wählerisch bist, eher das Dir die Erfahrung im Umgang mit der Spezies "Mensch" fehlt.

Miral

20.10.2016 17:12 • #5


Erst bin ich zu wählerisch. Jetzt fehlt mir Erfahrung mit Menschen. Klasse dieses Forum. So wahnsinnig aufbauend und hilfreich.

20.10.2016 17:23 • x 1 #6


Was mir auffällt, jetzt gerade: du urteilst sehr schnell. Ich wollte dich nur fragen, um besser zu verstehen. Manchmal gibt es Menschen, die einfach sehr negativ sind und die nie darauf kommen könnten, dass sie vielleicht auch ein bisschen Mitschuld sind. Woher soll ich wissen, was für ein Typ Mensch du bist? Daher frage ich.

20.10.2016 18:07 • #7


alfred
Zitat von Taio:
Erst bin ich zu wählerisch. Jetzt fehlt mir Erfahrung mit Menschen. Klasse dieses Forum. So wahnsinnig aufbauend und hilfreich.




So böse war das nicht gemeint.
Du kannst dich ja gerne erklären ..
Habe ja höflich geschrieben das ich mich auch irren kann.
Ich kenne halt ein paar Menschen bei denen sind immer alles die anderen schuld.
Wenn es bei dir nicht so ist dann sorry nochmal.
Mfg.Alfred

20.10.2016 19:14 • #8


Entwickler
Zitat von alfred:
Zitat von Taio:
Erst bin ich zu wählerisch. Jetzt fehlt mir Erfahrung mit Menschen. Klasse dieses Forum. So wahnsinnig aufbauend und hilfreich.




So böse war das nicht gemeint.
Du kannst dich ja gerne erklären ..
Habe ja höflich geschrieben das ich mich auch irren kann.
Ich kenne halt ein paar Menschen bei denen sind immer alles die anderen schuld.
Wenn es bei dir nicht so ist dann sorry nochmal.
Mfg.Alfred

Wieso hast du es ihr denn erstmal unterstellt, dass die selber schuld ist, ohne überhaupt nur ansatzweise ihre Lage zu kennen? Du bist doch keinen Deut besser als ihre Mitmenschen. Selbst hier im Forum versuchen sich noch Sadisten, am Leid der Mituser aufzugeilen und sie noch weiter runterzuziehen. Pfui!

20.10.2016 19:24 • x 3 #9


alfred
Zitat von Entwickler:
Wieso hast du es ihr denn erstmal unterstellt, dass die Anderen schuld sind, ohne überhaupt nur ansatzweise ihre Lage zu kennen? Du bist doch keinen Deut besser als ihre Mitmenschen. Selbst hier im Forum versuchen sich noch Sadisten, am Leid der Mituser aufzugeilen und sie noch weiter runterzuziehen. Pfui!



Das ist jetzt aber gemein.
Das mache ich bestimmt nicht und das wars jetzt für mich.
Du kennst mich auch nicht und urteilst genau so.

20.10.2016 19:26 • x 1 #10


Entwickler
Zitat von Taio:
Ja danke. Der Post hat mir noch mal eine reingedrückt. Ich bin sicherlich nicht wählerisch, aber ich glaube auf Freunde die nur kommen wenn Sie was brauchen, die einen wenn man selbst mal jemanden braucht keine Zeit haben oder kein Interesse. Freunde die auf der Couch einschlafen wenn man sie besucht oder nur am Handy tippen, Freunde denen die Geburt deines Kindes egal ist. Das mein ich mit Wellenlänge.
Der Entbindungstermin war vor dem Hochzeitstermin. Da sollte ich mich ja auch nicht so anstellen. Bin übrigens dann überraschend mit nem wenige Tage altem Baby und im Wochenbett 60km weit in ne eiskalte Kirche gefahren, und man hat es noch nicht mal für nötig gehalten mit mir ein Brautfoto machen zu wollen. Die anderen Gäste waren da auch wichtiger.

Ich kenne es auch nicht anders, und ich kenne auch keine Menschen, die wirkliche Freunde haben. Erst gestern habe ich mir eine freie Kirchengemeinde ausgesucht. Scheint der einzige Ort zu sein, wo man Menschen begegnen kann, die einen freudig aufnehmen und nicht danach fahnden, womit sie einen am schnellsten abwerten können. Die Welt ist wirklich ziemlich beschissen geworden. Du darfst es nicht zulassen, derart abgelehnt zu werden. Es gibt noch vernünftige Menschen da draußen. Man findet sie nur nicht im Alltag. Bei mir hat es auch gedauert, bis ich darauf gekommen bin, dass man im Kleinen nichts finden kann, wenn das große Ganze vergiftet ist.

20.10.2016 19:28 • #11


Miral
Auch wenn ich hier nicht ernst genommen werde ......

Freunde, die nur kommen, wenn sie etwas brauchen ..... Freunde, die einschlafen, wenn Du sie besuchst .....

Das sind doch keine Freunde !?!

Das sind offensichtlich Menschen denen Du egal bist. Das finde ich sehr schade, dass Du Dich an solchen Menschen orientierst und sie auch noch Freunde nennst.

21.10.2016 00:06 • x 3 #12


Ich bin auch schnell enttäuscht von Menschen,versuche aber jetzt,mir klarzumachen,dass die wenigsten Menschen sich bewusst ablehnend verhalten.
Viele sind schlichtweg zu sehr mit sich selbst beschäftigt und mal ehrlich: Sind wir das nicht manchmal auch?
Sind wir wirklich so perfekt,dass wir dies von anderen ebenfalls erwarten können?
Manche sind auch einfach gedankenlos,sicher,das ist nicht schön aber auch kein Weltuntergang.
Was ich sagen will: es hat oftmals einen Haufen Gründe,warum Menschen sich wie verhalten und es halt selten was mit uns selbst zu tun.
Ich bin aber auch so ein Kandidat,der sich jeden Schuh anzieht und schnell was persönlich nimmt,das ist aber nicht die Schuld meiner Mitmenschen.

Was mir immer wieder sauer aufstösst,ist,wenn Menschen etwas geben und im gleichen Moment schon innerlich die Hand aufhalten nach dem Motto: "Und was krieg ich jetzt dafür?"
Sicher,in einer Freundschaft ist es ein Geben und Nehmen aber manchmal gibt es eben Phasen wo man auch mal länger mehr gibt als nimmt.
Insgesamt sollte es so sein,dass einen das Geben an sich glücklich macht,dieses Aufrechnen ist kopflastig und kommt nicht von Herzen und sowas spüren die Menschen.


Wenn man das häufig erlebt,dass Menschen einen tatsächlich ablehnen,ist es wichtig ,seine eigene Einstellung sich selbst gegenüber zu überprüfen.
Erachtet man sich selbst nur dann als wertvollen Menschen,wenn andere einen mögen ,hat man im Prinzip schon verloren.
Die Meinung/Einstellung anderer uns gegenüber sagt nichts über uns selbst aus( viel mehr über das Gegenüber) und schon gar nichts über unseren Wert.

Die TE sucht ja schon förmlich nach "Fehlverhalten" und wer suchet,der findet.Garantiert.
Anders gesagt: Alles,worauf man seinen Fokus richtet,verstärkt sich.
Für die TE wäre es denke ich wichtig,sich in Erinnerung zu rufen,dass ihr auch Gutes widerfahren ist.
Und sich auf die Menschen zu konzentrieren,die ihr wirklich wichtig sind und ihnen ihrerseits zu zeigen,dass sie ihr wichtig sind.Das macht glücklich.
Und es müssen nicht viele Menschen sein,da zählt die Qualität,nicht die Quantität.

21.10.2016 07:10 • x 5 #13


Entwickler
Zitat von Miral:
Das sind doch keine Freunde !?!
Und was soll uns das jetzt sagen? Was kann die TE dafür?
Zitat:
Das sind offensichtlich Menschen denen Du egal bist. Das finde ich sehr schade, dass Du Dich an solchen Menschen orientierst und sie auch noch Freunde nennst.

Wieso unterstellst du ihr das? Sie hat doch gar nicht gesagt, dass sie sich an ihnen orientiert. Frag dich lieber mal, warum es davon so viele gibt.

21.10.2016 07:25 • #14


Menschen ändern sich und die Zeiten auch...ich hatte früher auch viele Freunde und war unterwegs und hatte nen unbeschwerteres Leben als jetzt...
Jetzt bin ich Mama zwei kleiner Kinder und verheiratet ...jetzt tickt das alles anders und wir sind wieder umgezogen...also heißt es ran an das soziale Leben und neu anfangen...nen anderen Rezept gibt es nicht...ich heule auch oft hinterher...aber ich kann auch niemanden dazu zwingen noch mit mir befreundet zu sein...und andere haben auch ihr Leben...mit oder ohne Kindern...du kannst es nur beeinflussen in dem du offen bist für neue Kontakte.

Grüßle
Melanie

21.10.2016 07:44 • x 1 #15


Sassa
Zitat von Taio:
Hallo an Alle die meinen Text lesen.
Ich muss mich mal etwas ausweinen und habe niemanden der mich versteht oder mir irgendwie helfen kann.
Zurzeit geht es mir überhaupt nicht gut. Ich bin derzeit in Elternzeit und mit meinem 8 Monate alten Sohn Zuhause. Er ist gerade irgendwie mein einziges Glück, neben meinem Mann im Leben.
Mein Mann arbeitet viel und kommt immer erst spät Nachhause. Und da beginnt auch mein Problem.
Ich fühle mich zurzeit schrecklich einsam und alleine. Und das nicht nur weil ich mit dem Kleinen alleine bin, sondern weil ich in letzter Zeit sehr viele Menschen verloren habe, die mir viel bedeutet haben.
Das ist für mich umso schlimmer, da ich in meiner Kindheit und Jugend keine Freunde hatte, gemobbt wurde und mein Vater schon immer Affären hatte und diese und auch deren Kinder bevorzugt hat. Ich habe mich schon immer wertlos und abgelehnt gefühlt.
Dann mit 17 wurde alles irgendwie anders. Ich lernte meinen Mann kennen, war in der Ausbildung beliebt und sogar Klassensprecher, hatte plötzlich einen großen Freundes und Bekanntenkreis.
Das änderte sich jedoch in letzter Zeit. Der Freundeskreis der Freunde von meinem Mann reduzierte sich, da wir uns einfach weiterentwickelt haben, und viele der alten "Freunde" absolut nicht mehr auf unsere Wellenlänge sind. Bin jetzt auch 28. Sodass nur noch der beste Freund meines Mannes übrig blieb.
Meine eine Freundin ist weggezogen und mit ihrem Freund kamen wir nie so zurecht.
Die andere hatte nie Zeit und war nur mit sich selbst beschäftigt. War nie da wenn ich mal jemanden gebraucht hatte.
Zumal ich dazu sagen muss, dass ich ein sehr loyaler Freund bin, der sich immer Zeit für Freunde nimmt, zuhört, tröstet, keine Kosten und Mühen scheut und gerne Leuten eine Freude macht.
Ich hatte einen besten Freund, der mich nur als Kummerkasten missbraucht hat und mich an Silvester sehr verletzt hat, damit dass ich mich nicht so anstellen soll, wenn ich nicht hochschwanger weg fahren will, dann muss ich halt alleine zuhause bleiben. Nur als ein Beispiel.
Meine angeblich beste Freundin hat es vorgezogen an meinem Entbindungstermin zu heiraten,
mich aus ihrer Hochzeit, Jungesellinnenabschied etc. komplett auszuschließen und dann bei mir zu jammern wie doof der Abschied war. Und gab es noch soviele Punkte, aber das führt jetzt zu weit.
Eine Arbeitskollegin mit der ich mich sehr gut verstanden habe, hat sich irgendwann gar nicht mehr gemeldet, als ich die Stelle verlassen musste.
Ich habe mit meiner Oma gebrochen, weil sie ein furchtbarer emotionsloser und wahnsinnig anstrengender Mensch ist.
Und die Familie meines Mannes ist auch nicht existent.
Ich habe nur meinen Mann, meinen Sohn, meine Mutter, die ich auch nicht oft sehen kann, weil sie
Weiter weg wohnt und kein Auto hat. Und ich immer fahren muss.
Und eine letzte Freundin, die jetzt auch Mama geworden ist und erstmal ihre Ruhe braucht.
Im Großen und ganzen wurde ich von geliebten Menschen nur enttäuscht und verletzt.
Und im Job sieht es nicht besser aus. Ich war bisher nur befristet. Wurde entweder gemobbt oder ich war nicht gut genug. Bei meinem
Letzten Job, wo sie mich behalten wollten, da ich gute Arbeit leisten würde, musste ich gehen, weil endlich unser Kinderwunsch geklappt hatte.
Ich weiß noch nicht wo ich nach der Elternzeit unterkommen werde. Aber ich habe Angst vor einer weiteren mobbenden Chefin, ich habe null Selbstwertgefühl mehr.
Ich lebe derzeit in dem Glauben, ich bin zu nichts zu gebrauchen, weder im Job noch als Freund.
Wenn ich andere Menschen sehe, werde ich so traurig. Ich bin keine beste Freundin, keine Trauzeugin, keine Patin. Ich habe keine tollen Schwiegereltern und keine tolle Familie. Ich bin für niemanden
außer meinem Mann und meinem
Sohn etwas besonderes.
Mir fehlt so sehr jemand mit dem
Ich spontan was unternehmen kann, lachen kann. Der mich aufbaut. Mein Mann schafft das leider auch nicht wirklich.
Ich weiß nicht was ich tun kann, um
dieses Gefühl ein komplett Versager zu sein loszuwerden.
Das Gefühl abgelehnt zu werden steckt so tief in mir. Und es macht mich so unendlich traurig.


Liebe Taio,

mit den guten Freunden verhält es sich mitunter wie mit der Liebe. Wenn die Zeit reif genug dafür ist gelangen Menschen in dein Leben, die dir von Anfang gut tun und du ihnen.

Es ist dann kein mühsames Gezerre mehr nach Aufmerksamkeit und Zuneigung. Du musst dich nicht wegen jeder Bagatelle erklären und Missverständnisse, die es nun mal in jeder zwischenmenschlichen Beziehung gibt, immer wieder bis zum Erbrechen durchkauen. Du wirst von selbst bemerken das du deinem Gegenüber wichtig bist und er dir.

Aber auch solche Freundschaften benötigen liebevolle Pflege und Aufmerksamkeit. Denn ohne diese Pflege werden sie stumpf und trocknen aus.

Jeder auf diesem Erdball sehnt sich nach Geborgenheit und Liebe. Ein warmes Ofenfeuer in der Nacht. Eine Laterne in der Dunkelheit. Menschen in dessen Gegenwart man so sein kann wie man ist, ohne Teile seiner Persönlichkeit verstecken zu müssen.

Dieses zwanglose Fliessen von Gefühlen und Gedanken, ist etwas was sich also jeder wünscht. Gleichgültig ob er dem Menschen zugetan ist oder ihn infolge verletzter Gefühlen eher meidet. Das Kind in jedem von uns ruft, und es wird ihm eines Tages geantwortet werden.

Niemand kann dir diese Schwere nehmen, Taio, außer du selbst. Du solltest versuchen deiner inneren weise Taio zuzuhören, die sich schon seit deiner Geburt wünscht deine Freundin zu sein.

Selbst in Momenten in denen du dich schuldig und abscheulich fühlst, einem guten Leben nicht würdig und irrtümlicherweise glaubst niemanden eine gute Freundin sein zu können, so sagt dir dieser weisere Aspekt in dir, dass das nicht stimmt.

Was du vor allem brauchst ist innere Klarheit. Momente der Gelassenheit und Besinnung, um dich besser kennenzulernen. Wer bin ich eigentlich und warum erlaube ich mir nicht, die zu sein, die ich bin? Das sind u.a Fragen die auffammen werden. Und dann kann es passieren das alte unverarbeitete Gefühle nach oben schwappen und sich daraufhin alte Szenarien aus deiner Vergangenheit vor deinen geistigen Augen abspielen.

Einsamkeit ist die Abwesenheit von Liebe. Man fühlt sich kalt und klein und unbedeutend. Kein Wunder, dass auch die Außenwelt so erscheint, als würde sie einen nicht mögen.

Es gibt leider kein Patentrezept dir aus dieser Lebenskrise zu helfen. Nur du selbst bist in der Lage dich aus ihr zu befreien.

Aber bedenke stets dabei, dass es ja auch noch dein Kind und deinen Mann gibt, die dich lieben und für dich da sind.

Liebe Grüße,
Sassa

21.10.2016 08:53 • x 2 #16


kleinerIgel
Zitat von Entwickler:
Zitat von Miral:
Das sind doch keine Freunde !?!
Und was soll uns das jetzt sagen? Was kann die TE dafür?
Zitat:
Das sind offensichtlich Menschen denen Du egal bist. Das finde ich sehr schade, dass Du Dich an solchen Menschen orientierst und sie auch noch Freunde nennst.

Wieso unterstellst du ihr das? Sie hat doch gar nicht gesagt, dass sie sich an ihnen orientiert. Frag dich lieber mal, warum es davon so viele gibt.

Es gibt einen Unterschied zwischen Freunden und Bekannten.

Zitat von Taio:
hat geschrieben:
Erst bin ich zu wählerisch. Jetzt fehlt mir Erfahrung mit Menschen.

Ich glaube schon, dass es etwas mit Menschenkenntnis zu tun hat, diesen Uneterschied zu erkennen.

Sei wählerisch wenn es um Freunde geht!

Bekannte sind oft einfach da, mit allen Macken die sie nunmal haben, da kann man nichts dran ändern. Aber man sollte sich von Bekannten nicht ausnehmen lassen, du kannst etwas für sie tun wenn du möchtest, du kannst es aber auch lassen, wenn du nicht möchtest. Das ist in Ordnung, weil die es genauso machen werden.

Grüße vom kleinen Igel

21.10.2016 18:29 • #17


Vielen Dank für die vielen und auch sehr ausführlichen Antworten. Habe mir vieles zu Herzen genommen.

22.10.2016 18:00 • #18


Hey taio
Weiß genau was du meinst! Fühle das gleiche und kann das alles gut nach vollziehen. Leider gibt es falsche Freunde. Und Richtige zu finden ist schwierig. Und wenn der Partner und Kind nicht da wären hätte man niemand aber dann ich muss ehrlich sagen ich würde ausreißen. Mit Kind ändert sich alles. Zumal mein Mann 6 Uhr aus dem Haus geht und 18 Uhr wieder kommt. Wochenende hat er frei nur muss ich samstags immer arbeiten. Würde ich keine Arbeit haben wäre ich dauerhaft allein. In Mein Job habe ich gefühlte 100 Kunden am zu beraten und meine Erfahrung mit einzubringen. Ist Wochenende bin ich allein. Ich hab als ich zw 19-25 wirklich viele Freunde gehabt. Auch beste. War nie allein. Seit 5 Jahren bin ich es total. Hab nie wieder mit jem ein Kaffee getrunken oder einfach mal schwimmen gehen. Abends Kino. Nix. Es ist so schwer. Lg

23.10.2016 20:17 • #19


Entwickler
@silentpain: Ich möchte aber auch dazu sagen, dass das mit den eigenen Freunden in einer Ehe grundsätzlich problematisch ist, weil entweder schwer durchführbar ist oder letzten Endes früher oder später ein Hintergehen des Partners/der Partnerin bedeutet. Meine Frau und ich haben nur noch gemeinsame Freunde, die übrigen sind in den Bekanntenstatus zurückgestuft worden. Ist für Alle besser.

23.10.2016 20:46 • #20




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Dr. Reinhard Pichler