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Hallo,
ich bin neu hier und habe etwas auf dem Herzen.
Ich leide seit 24 Jahren an Depressionen und Panikattacken.
Seit 2018 habe ich die volle Erwerbsminderungsrente.
Anfang diesen Jahres habe ich dann eine Verlängerung beantragt.
Heute hatte ich den Ablehnungsbescheid im Briefkasten.
Das hat mich echt getroffen wie ein Faustschlag - vor allem die Begründung.
Dort stand ich hätte nur eine Seelische Erkrankung und eine Angsterkrankung und das wäre kein Grund für eine Verlängerung da ich durchaus in der Lage sei 6 Stunden täglich arbeiten zu gehen.
Dabei bin teilweise nicht mal in der Lage einkaufen zu gehen.
Ich habe heute Nachmittag bei 2 meiner 3 behandelnden Ärzte angerufen und festgestellt, dass die DRV dort nicht mal ein aktuelles Gutachten oder aktuelle Unterlagen angefordert hat.
Das letzte mal war 2018.
Das kann doch so wohl auch nicht richtig sein, denn vorstellig war ich bei der DRV für eine Untersuchung beim Amtsarzt auch das letzte mal 2017.
Wie wurde denn dann über meine Rente entschieden?
Ich verstehe wirklich die Welt nicht mehr.
Mir geht es jetzt natürlich richtig schlecht.
Ich bin komplett neben der Spur, habe extreme Ängste wie es weitergeht und fühle mich komplett überfordert.
Ich habe mir einen Termin beim Fachanwalt besorgt, da ich mich dem ganzen in keinster Weise gewachsen fühle.

Ich habe wirklich Angst das nicht weiter Rente gezahlt wird und ich ab 01.08. zu Job Center muss.
Ich bekomme auf Grund meines Alters eh nur sehr wenig Rente aber wenn die jetzt auch noch wegfällt.
Allein der Gedanke wieder zu einem anderen Amt zu müssen ängstigt mich sehr.
Ich fühle mich leider bei den kleinsten Kleinigkeiten überfordert.

Das musste ich mal los werden im Kreis von Leuten die es nachvollziehen können wie man sich mit dieser Erkrankung fühlt.

LG

26.05.2020 16:18 • 02.07.2020 #1


27 Antworten ↓


FeuerWasser
Zitat von Moonlights:
Dort stand ich hätte nur eine Seelische Erkrankung und eine Angsterkrankung und das wäre kein Grund für eine Verlängerung da ich durchaus in der Lage sei 6 Stunden täglich arbeiten zu gehen.

Du musst einen Einspruch einlegen. Ein kurzer 2 Zeiler reicht dafür. Das müssen sie bearbeiten und dann wirst du üblicherweise zu einem Gutachter vorgeladen. Dort nimmst du alle aktuellen Befunde mit.

Damit wird gerne Angst gemacht mit solchen Ablehnungen. Im äußersten Fall würde ich über das Sozialgericht klagen. So weit wird es mutmaßlich nicht kommen. Optimal wäre es wenn du eine Vertrauensperson hast die mit dir die notwendigen Schritte geht.

26.05.2020 16:34 • x 4 #2




petrus57
Zitat von Moonlights:
Wie wurde denn dann über meine Rente entschieden?


Meist wird nach Aktenlage entschieden. Ein Einspruch hilft oft weiter.

26.05.2020 17:00 • x 2 #3


Zitat von FeuerWasser:
Optimal wäre es wenn du eine Vertrauensperson hast die mit dir die notwendigen Schritte geht.


Ich habe zwar zwei Leute die mir behilflich sind - leider sind sie bei solchen Dingen genau wie ich unbedarft.
Daher der Termin beim Fachanwalt. Ich hoffe die Beratung dort wird mir die Angst etwas nehmen.
Ich habe mich jetzt ein bissel informiert und es scheint ja fast schon normal zu sein, das diese Antrage abgelehnt werden.
Traurig echt....vor allem wenn man eh nicht mehr belastbar ist und mit dem Mist sofort überfordert ist.

26.05.2020 17:11 • x 1 #4


FeuerWasser
Zitat von Moonlights:
Ich habe mich jetzt ein bissel informiert und es scheint ja fast schon normal zu sein, das diese Antrage abgelehnt werden.
Traurig echt....

Ja das stimmt. Es ist auch im Endeffekt niemandem damit geholfen, außer, dass man die Leute mit Angstmacherei noch weiter destabilisiert. Sinnvoller wäre es aktiv Hilfen anzubieten.

26.05.2020 17:26 • x 3 #5


cube_melon
Zitat von Moonlights:
Ich habe mich jetzt ein bissel informiert und es scheint ja fast schon normal zu sein, das diese Antrage abgelehnt werden.

Das ist leider der Regelfall heutzutage. Dieses Schreiben kostet sie kaufmännisch vielleicht 30Euro. Und wenn der Antragsteller dann keinen Widerspruch einlegt sparen sie die Rente plus Kosten für Bearbeitung, Gutachten, Reisekosten......
Mach dir keinen Kopp, Widerspruch einlegen und wie @FeuerWasser sagt, werden die es dann erst bearbeiten.
Wenn der Widerspruch abgelehnt wird > Rechtsbeistand und Klage.

26.05.2020 17:31 • x 3 #6


Orangia
Meine Rente wurde bisher anstandslos zwei mal verlängert. Es wurden aber auch Unterlagen, Befunde, Medis etc.
von meinem Psychiater angefordert. Der hat mich extra einbestellen lassen, um mit mir die aktuelle Situation zu besprechen.
Da hab ich wohl Glück, wenn ich das so lese.
Viel Erfolg bei deinem Widerspruch.

26.05.2020 17:57 • x 2 #7


cube_melon
Früher war das gefühlt etwas anders als heute. Die haben halt vermutlich irgendwann den Hahn zugemacht.

26.05.2020 19:45 • #8


Hallo Moonlights,
kämpfe nicht alleine gegen die Rentenversicherung. Suche Dir einen kompetenten Anwalt für Sozialrecht. er wird Akteneinsicht verlangen und dann genau wissen, wie er Dir zur Rentenverlängerung helfen kann. Alleine würde ich nichts tun, dass kostet nicht nur unnötige Zeit, sondern auch Energie, und diese hast Du im Moment auch nicht wie mir scheint.

Kopf hoch, nicht unterkriegen lassen.

Das sind die gewohnten Spielchen der DRV - mürbe-mach-Taktik.
Wünsche Dir viel Erfolg und wie gesagt, lass den Anwalt machen.

30.06.2020 23:16 • #9


Geh mal morgen zum Svod die helfen dabei. Oder stell einen Widerspruch alleine das ist ganz einfach. Ich könnte Dir dabei behilflich sein. Bist du bei Ärzten in Behandlung ! Lg

30.06.2020 23:33 • #10


Schlaflose
Zitat von Jules80:
Geh mal morgen zum Svod die helfen dabei. Oder stell einen Widerspruch alleine das ist ganz einfach. Ich könnte Dir dabei behilflich sein. Bist du bei Ärzten in Behandlung ! Lg

Das hat sie hoffentlich alles schon gemacht, denn jetzt wäre es schon zu spät. Widrspruch muss man spätestens 4 Wochen nach Zugang des Bescheids einlegen.

01.07.2020 06:19 • #11


Gorilla
Wie kam es denn dazu das du die Rente beantragt hast ? Also ich meine wurdest du dazu aufgefordert oder hast du das von dir aus gemacht ?

Und wenn man eine Verlängerung beantragen muss für wie lange bekommt man diese denn gezahlt ? Also wann muss man die Verlängerung beantragen ?

01.07.2020 06:25 • #12


Hallo zusammen,
ich habe mir einen Anwalt genommen der das ganze jetzt klärt.
Die DRV hat in der Begründung für die Ablehnung genau das Gegenteil von dem geschrieben was im Gutachten von meinen Doc stand.
Mal sehen wie es jetzt weitergeht.
Danke für eure Antworten

01.07.2020 06:54 • x 1 #13


Zitat von Gorilla:
Wie kam es denn dazu das du die Rente beantragt hast ? Also ich meine wurdest du dazu aufgefordert oder hast du das von dir aus gemacht ?Und wenn man eine Verlängerung beantragen muss für wie lange bekommt man diese denn gezahlt ? Also wann muss man die Verlängerung beantragen ?


Ich habe sie aufgrund meines Zustandes selbst beantragt.
Ist dann rückwirkend genehmigt worden für 3 Jahre.
6 Monate vor Ablauf muss man eine Verlängerung beantragen.

01.07.2020 06:57 • x 1 #14


Ich hab sie seit 2008. wurde aufgefordert vom Jobcenter damals. Beim 2. mal wurde auch abgelehnt. Dann hab ich Widerspruch eingereicht und sieht da es hat geklappt. Echt ne Frechheit bei dir der Grund der Ablehnung. Ich hab immer so ca 2-4 Jahre Fristen.

01.07.2020 07:13 • #15


Gorilla
Zitat von Moonlights:
Ich habe sie aufgrund meines Zustandes selbst beantragt.Ist dann rückwirkend genehmigt worden für 3 Jahre.6 Monate vor Ablauf muss man eine Verlängerung beantragen.


Und wurdest du auch begutachtet oder reichten da die Ärztlichen Unterlagen deiner behandelnden Ärzte?

01.07.2020 07:59 • #16


Gorilla
Zitat von Moonlights:
Hallo zusammen,ich habe mir einen Anwalt genommen der das ganze jetzt klärt.Die DRV hat in der Begründung für die Ablehnung genau das Gegenteil von dem geschrieben was im Gutachten von meinen Doc stand.Mal sehen wie es jetzt weitergeht.Danke für eure Antworten


Wie wollen die das ohne Begutachtung entscheiden?

01.07.2020 08:01 • #17


Es wurde bei ersten mal als ich die Ablehnung bekommen habe auch ohne Begutachtung entschieden - sie entscheiden nach Aktenlage.
Da wird man dann nicht begutachtet.

Beim ersten Antrag musste ich vorstellig werden, natürlich wurden trotzdem noch Gutachten meiner Ärzte verlangt.

01.07.2020 08:12 • #18


Gorilla
Zitat von Moonlights:
Es wurde bei ersten mal als ich die Ablehnung bekommen habe auch ohne Begutachtung entschieden - sie entscheiden nach Aktenlage.Da wird man dann nicht begutachtet.Beim ersten Antrag musste ich vorstellig werden, natürlich wurden trotzdem noch Gutachten meiner Ärzte verlangt.


Ich weiß nicht ob das so gut ist mit der Rente denn man möchte ja noch arbeiten. Könnte nicht sagen ob ich das mit 39 Jahren beantragen würde.

01.07.2020 09:58 • #19


Zitat von Gorilla:
Ich weiß nicht ob das so gut ist mit der Rente denn man möchte ja noch arbeiten. Könnte nicht sagen ob ich das mit 39 Jahren beantragen würde.


Sorry aber was ist das denn für eine Aussage?
Wenn ich arbeiten könnte, würde ich auch lieber arbeiten gehen!
Wer lebt schon freiwillig am Existenzminimum?!

01.07.2020 10:17 • x 3 #20



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