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Hallo zusammen,
wie meine Überschrift schon sagt, hab ich oft das Gefühl in dieser Welt hier falsch zu sein. Bin einfach anders als andere und komme irgendwie mit den Menschen nicht klar oder aber die Menschen kommen mit mir nicht klar. Das tut weh und ich fühl mich total einsam, woran ich langsam auch wirklich verzweifel.
Ich fange mal ganz am Anfang an: Bin in einer alles andere als normaöen Familie aufgewachsen. Vater Alki, der meine Mutter oft geprügelt hat, Mutter depressiv, mehrere Selbstmordversuche und in der Klink gewesen. Ich war natürlich dadurch auch immer irgendwie Außenseiter. Schüchtern, verängstigt, scheu.
Später- in der Jugend- kannte ich viele Leute, aber war halt auch mehr oberflächlich. Hatte dann auch mal paar Freunde-zumindest dachte ich, es wären welche. Wie sich aber irgendwann gezeigt hat, hatte ich mich aber wohl getäuscht. Wie diese ihren Partner/in kennengelernt haben, war ich abgemeldet. Eine "Freundin" machte sich an meinen damaligen Freund ran. Vor kurzem hab ich noch die letzten 3 "Freunde" verloren. Da wurde auch nur genommen, aber nichts gegeben.
Immer war es in meinem Leben so, dass ich gemacht und getan habe, gesprungen bin, wenn jemand was brauchte oder wollte, aber wehe ich brauchte mal jemanden....da war ich allein.
Tja, nun hab ich außer meiner Mutter, die ich aber leider auch nur sehr selten sehe, niemanden mehr. D.h.ich gehe arbeiten, danach sitz ich daheim und fühle diese Leere und Einsamkeit. Habe wohl noch einen Freund, aber da stoße ich auch immer nur auf Unverständnis und eigentlich haben wir uns nicht wirklich was zu sagen.
Naja, ich hab die Erfahrung gemacht, dass die meisten Leute einfach nur oberflächlich sein wollen. Die wollen nichts investieren, nichts geben, sich keine Probleme anhören. Ich kann auf dieses immer nur oberflächliche Blabla so gar nicht. Ok, ist auch mal nett, aber nur übers Wetter reden, ist mir einfach zu blöd. Irgendwie schaff ich es nicht was mit Leuten aufzubauen. Hm...wahrscheinlich bin ich halt irgendwie anders, weil ich eben viel schei. erlebt habe. Vielleicht wird man da automatisch irgendwie emotionaler, tiefgründiger und negativer,und was weiß ich was.

Naja, ich würde mich freuen, wenn hier eine Resonanz auf meinen Beitrag käme. Auch wäre es super, wenn ich es hier vielleicht Leute gibt, die Interesse an einem Kontakt haben.

LG,
Paulinchen

03.05.2009 16:23 • 10.05.2009 #1


28 Antworten ↓


Das stimmt Paulinchen-Je mehr man erlebt,desto reifer wird man,und das ist gut so.Oft ist man aber auch so verletzt,dass man über die Probleme gar nicht reden kann.Hast du mit allem Nachdruck Deinen Freunden gesagt,dass Du jetzt über Dich reden magst,oder bist Du auch so eine,die denkt,das muß der Andere doch spüren.(kenn ich von mir)
Ich habe auch,und ich bin älter aber noch gut drauf-meine freunde genau angeschaut,und dann irgendwann mal sortiert.
Das kommt im Leben vor,und ich seh es als Befreiung

03.05.2009 16:29 • #2



Bin wohl falsch in dieser Welt.

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Liebes Paulinchen..
wie sehr sich unsere Kindheit doch gleicht.Wer in der Kindheit mit Gewalt,Schläge usw.aufwächst hat sein Leben lang darunter zu leiden.Ohne Liebe ohne Zuneigung gross zu werden ist wohl das schlimmste was es gibt.

Ich will auch nicht mehr auf Menschen zugehn die meisten sind oberflächlich und dumm,denken nur an sich ,seit Kindheit an wurde ich enttäuscht von Menschen und mit der Zeit habe ich eingesehn lieber für mich allein zu sein.

Meine Kinder waren immer mein ganzer Lebensinhalt darin habe ich den Sinn meines Lebens gesehn.Nun ist mein jüngstes Kind 15,und ich merke so langsam das es Zeit ist für mich los zulassen,ich werde immer weniger gebraucht und fühle mich nutzlos.
Ich habe meine Bedürfnisse,meine Wünsche immer zurück gestellt,immer gegeben und auf vieles verzichtet.
Ich merke das es nun Zeit wird sich mehr um mich zu kümmern auch mal egoistisch zu sein und zu fordern.Das Problem ist ,ich kann es nicht.
Ich würde gerne so viel tun, habe viele Interessen, nehme mir viel vor aber halt nur in meinen Gedanken,ich schaffe es einfach nicht aus meinen Schneckenhaus zu kommen.
Die Welt ist so grausam und kalt,jeder denkt nur an sich nur an seinen eigenen Vorteil da komm ich nicht zurecht und gehe unter.Äusserlich bin ich angepasst wirke auf viele sogar arrogant,aber das ist nur mein Schutzschild,im Inneren bin ich noch immer das kleine traurige Kind geblieben was ich war.
Manchmal meine ich ich komme nicht von dieser Welt ich fühle mich fehl am Platz.
Wie man da raus kommt weiss ich leider nicht ,aber seitdem ich hier bin weiss ich das ich nicht allein bin,ich bin nicht verrückt die Welt da draussen ist es.

Lg.Eva

03.05.2009 18:35 • #3


ja, das denke ich auch, dass man sein Leben lang darunter zu leiden hat. Weil man durch so ein Aufwachsen ja Unsicherheit und Angst quasi schon anerzogen kriegt. Und ehrlich gesagt, denke ich mittlerweile, dass man das auch nie wirklich weg bekommen wird. Habe zwei Therapien gemacht, aber genutzt hat es nichts. Ich bin genauso unsicher und ängstlich wie vorher auch. Ich habe kein Selbstbewußtsein.
Und ich mag diese Oberflächlichkeit einfach nicht. Egal wie oft man mir erzählt, man muß auch das können. Ich kann es nicht, und ich mag es auch nicht.
Keine Ahnung, vielleicht weil ich weiß, dass Klamotten und solche Dinge nicht wirklich wichtig sind, und weil ich einfach nicht an der Realität vorbeischaue. Viele wollen eben auch nur den "Sonnenschein" sehen, aber vor negativem wird weggelaufen.
Manchmal hab ich auch schon gedacht, es wäre einfacher so oberflächlich zu sein, aber es gibt eben keinen Schalter an dem man dreht und plötzlich ein anderer Mensch ist. Und irgendwie will ich auch gar nicht zu dieser Kategorie gehören.
Ich war immer schon so der Mensch, der sich angesprochen fühlt, wenn andere Probleme haben und ich helfen kann. Keine Ahnung, vielleicht so eine Art Helfersyndrom. Hm, vielleicht sollte ich irgendwo ehrenamtlich was machen, da wo Hilfe benötigt wird.
Du, mir gehts wie dir. Ich kann auch nicht egoistisch sein und an mich denken. Auch mir fallen immer mal wieder Dinge ein, die ich tun könnte, aber ich krieg es auch nicht gebacken. Mich hemmt einfach auch die Angst vor den Menschen, die sich für mich eben oft kalt und grausam darstellen. Mir wurde übrigens auch schon nachgesagt, ich sei arrogant, aber ich bin es nicht. Aber so kommt es wohl bei anderen manchmal rüber, wenn man man unsicher und ruhig ist. Ja, ich bin auch das kleine, traurige, verlassene Kind von damals, und ich komme aus dieser Position einfach nicht raus.

Eva, wo kommst du her? Wie alt bist du?

LG,
Sandra

03.05.2009 20:02 • #4


Wie alt bist Du?Hab ich da was überlesen??

03.05.2009 21:22 • #5


Ich bin knapp 37.

Wieso, was meinst du, ob du was überlesen hast, wild?

03.05.2009 21:48 • #6


Hallo Paulinchen...

Ich bin 40 jahre alt und komme aus Gelsenkirchen.

Lg.

04.05.2009 08:24 • #7


meine Gedanken kreisen heute und ich überlege, ob es vielleicht am besten ist sich mit den Gegebenheiten und dem Alleinsein abzufinden. Nur:Wie kann man das lernen?

LG,
paulinchen

04.05.2009 13:34 • #8


ach paulinchen..
mir geht es wirklich ähnlich..auch ich fühle mich so alleine und habe so oft das gefühl falsch hier zu sein auf dieser welt..warum bekommen die bösen immer alles?warum haben sie einen partner,freunde und sind meist so happy?und warum bekommen die guten,netten,die sich für andere einsetzen und auch tiefgründiger sind immer einen Ar.?
ich finde die welt so unfair und weiß nicht,wie ich jemals zurecht finden soll und glücklich sein soll..ich weiß ich kann die welt nicht ändern aber mich ändern?soll ich auch ein arroganter oberflächlicher böser mensch werden?das kann ich auch nicht..
würd mich freuen wenn wir mal reden..

liebe grüße

04.05.2009 21:39 • #9


Hallo Kathy,
diese Fragen stelle ich mir auch immer mal wieder, warum man immer nen Ar. bekommt, obwohl man macht und tut. Keine Ahnung, vielleicht weil es verdammt viele Leute gibt, die das einfach nur ausnutzen?!
Ja, die Welt ist ungerecht. Sehe ich auch so. Manchmal denk ich, dass wenn man schon in die Sch..... hineingeboren wurde, man ewig auch Sch..... anzieht. Vielleicht ist man eben durch die Kindheit, Jugend, die ja verdorben war, irgendwie auch selber komisch und kompliziert geworden.
Du, ich hab manchmal auch gedacht, man muß ein Ar. auf dieser Welt sein, dann lebt es sich leichter und sorgenfreier. Aber ich kann so eben auch nicht sein. Wobei ich heute schon auch Nein sagen kann, wenn jemand was will. Früher bin ich IMMER gesprungen, wenn jemand was wollte. Heute würde ich das nicht mehr so tun, aber ich tu trotzdem immer noch zu viel, wie mir scheint.
Hm...wie sieht es denn bei dir aus mit Freunden, Bekannten, Familie? Und hast du irgendwelche Hobbys?

Würd mich freuen wieder von dir zu lesen. Gerne auch ne private Nachricht.

Liebe Grüße,
paulinchen

05.05.2009 13:43 • #10


Guten Abend,

tja, das ist ja das Blöde. Eigentlich möchte man auch gern mal so´n richtiger Ar. sein. Dumm, oberflächlich, unsensibel, große Fresse, ein Benehmen wie die Axt im Walde usw. Besonders, wenn man dann noch mitkriegt, dass die doch ganz wunderbar klarkommen, ja oftmals richtig beliebt sind!

Aber das geht ja nicht. Man ist ja nicht so und kann sich auf Dauer auch nicht verstellen, selbst wenn man wollte. Also bleibt man, wie man ist, würde einem ja auch jeder Therapeut raten. "Akzeptiere und liebe dich, wie du bist, dann tun es auch die anderen", heisst es da gern. Ach ja?

Das Problem ist, man bleibt trotzdem allein. Weil "wir" ja offenbar ziemlich in der Minderheit sind und zudem meist Schwierigkeiten haben, aufeinander zuzugehen.

Paulinchen, um Deine Frage zu beantworten, ob man das lernen könne, sich mit dem Alleinsein abzufinden... - Nein, zumindest nicht 100 %ig. Ich z.B. bin zu ca. 80 % (schon seit meiner Kindheit) Einzelgänger, wohl schon so auf die Welt gekommen. (Zu) ruhig, introvertiert, schüchtern, (über)sensibel etc. Das wurde in meinem Elternhaus noch bestärkt. Kaum nötig zu erwähnen, dass ich schon als Jugendlicher meist alleine war. Nur vereinzelt mal einen Freund oder Bekannten, schon gar keine Clique. Es zog sich eigentlich durch mein ganzes Leben. 80 % meiner Persönlichkeit war und sind damit zufrieden. Ich kann mich gut allein beschäftigen, mag Lesen, Musik, Natur u.a. und verabscheue demgegenüber Trubel, Parties, Menschenmassen, Weihnachtsfeiern...

Aber dann kommen die anderen 20 % meines Wesens. Die sich nach Austausch mit anderen sehnen. Gemocht, geliebt und gewertschätzt werden so, wie man nun mal ist, auch wenn man vielleicht ernster, tiefgründiger und nachdenklicher ist. Man ist ja deswegen nicht humorlos und ohne Bedürfnisse und möchte auch mal mit anderen lachen, lieben, quatschen etc.

Mittlerweile aber geht es mir wie Dir, Paulinchen, ich arbeite (und funktioniere da insoweit ganz ordentlich) und dann komme ich nach Haus und bin allein. Bis vor kurzem hatte ich auch nur noch meine Mutter, aber die ist jetzt auch nicht mehr da. Und gerade an Wochenenden, vielleicht noch durch ein paar Feiertage verstärkt, fühle ich mich verdammt mies. Es tut einfach weh...

LG Jens

05.05.2009 22:04 • #11


Hi..
das kommt mir alles so bekannt vor:
Unsicherheit wird mit Arroganz betitelt,
die Unfähigkeit der vielen Menschen, den Tatsachen ins Auge zu blicken, es ist eben NICHT alles rosa..
Die Bösen bekommen alles, die Guten nen Ar.: und dennoch werde ich niemals 2 Jahre meinen partner betrügen..

Ob die bösen so die besten freunde haben, wage ich zu bezweifeln: Das wahre Gesicht zeigt sich im Ernstfall.. und den -sorry- wünsche ich so manchem aus meinem Umfeld. dieses ewige affektierte: Mir gehts soooo gut.. dir doch auch nun stell dich mal nicht so an, du hast Kind, wohnung, Auto, Job. was willst du noch? sei doch MAL zufrieden...hahahaha.. auf die schnauze fallen lassen und nachtreten will ich.
Entwickelt ihr auch eine Art "Hass" auf euer Umfeld? Wenn es kein Hass ist, was ist es dann? Neid? ich will nicht neidisch auf jemanden sein, der ein Klon der Modeindustrie ist, ich will nicht so oberflächlich sein, und die Unwichtigen Probleme der Nichtwichtigen promis oder nicht promis runterbeten können, das ist NICHT wichtig.
Mich beschleicht so das gefühl -da drücke ich mich jetzt mal vorsichtig aus- daß hier die normalen Leute sind, Leute die kapiert haben, was WICHTIG ist im Leben, aber gehindert werden an und von den Unfähigen..
ich hoffe auf einen regen Austausch, Anregung, etc. Kontakte halt.. hoffe sehr, in irgendeiner Weise verstanden zu werden, wenn nicht hier, WO dann?.. auch wenn virtuell nicht lebendig ist, es ist zumindest ein Kontakt!
Viele Liebe Grüße

05.05.2009 22:11 • #12


Zitat von Jens:
"Akzeptiere und liebe dich, wie du bist, dann tun es auch die anderen" ............ die anderen 20 % meines Wesens. Die sich nach Austausch mit anderen sehnen. Gemocht, geliebt und gewertschätzt werden so, wie man nun mal ist, auch wenn man vielleicht ernster, tiefgründiger und nachdenklicher ist. Man ist ja deswegen nicht humorlos und ohne Bedürfnisse und möchte auch mal mit anderen lachen, lieben, quatschen etc......Und gerade an Wochenenden, vielleicht noch durch ein paar Feiertage verstärkt, fühle ich mich verdammt mies. Es tut einfach weh...LG Jens


Dem ist von meiner Seite aus nichts mehr hinzuzufügen ausser die frage:
Wie geht sich selbst lieben? wir wissen alle was gemeint ist, aber wie geht das? wie nehme ich mich selbst an? Wie akzeptiere ich mich, wenn ich auf Ablehnung stoße? Wie kann ich mich toll finden, wenn andere mich eben nicht toll finden? hat da wer nen rat?
viele liebe grüße

05.05.2009 22:15 • #13


Mach mal ne Liste,mit Deinen positiven Eigenschaften,was Du gut kannst.ich weiß,das ist schwer und Dir wird am Anfang nicht so arg viel einfallen,aber probiers.
Dann Freunde sortieren,wer tut mir gut,wer nicht.

06.05.2009 08:49 • #14


Hi wild..
Danke. diese Liste existiert schon, aber sie gibt mir nichts.. es steht da nichts drauf, was nicht Millionen andere auch schaffen oder haben, das ist es ja. Du meinst ich soll bei den verbliebenen 2 auch noch sortieren? Das trau ich mich nicht.
habe gestern mal noch hier geschaut und mir Videos angesehen: Zu dem Fazit gekommen, daß mein Problem wohl woanders liegt: mangelndes selbstwertgefühl inkl. Versagensängste und Angst vor Ablehnung haben mich wohl in diese Isolation getrieben bzw. habe ich mich getrieben. Ich werde daran mal arbeiten und mich gerade machen, im Job habe ich ja Übungsmöglichkeiten.. ich werde berichten, wie es war.. Im Mom überlege ich, ob ich diese Frage mit dem sich selbst lieben, mal den Profis hier stellen soll. Viel gefunden habe ich noch nicht dazu, was meint ihr?
Liebe grüße

06.05.2009 18:03 • #15


Ja, das hört man immer von Therapeuten, dass man sich so akzeptieren und lieben soll, wie man ist, aber sagen kann man eben viel, besonders dann, wenn man selbst nicht drin steckt. Ich weiß auch nicht, wie das gehen soll. Das hat ja auch was mit Selbstbewußtsein und ich denke auch mit der eigenen Geschichte (Kindheit) zu tun, das man so ist wie man ist. Und ich wage zu bezweifeln, dass man jemals das so ganz weg kriegt, was man anerzogen bekommen hat. Mir wurde halt als Kind und Jugendliche immer schon vom Vater vermittelt, dass ich doof bin und zu nichts zu gebrauchen. Ich hab mich als Kind schon unsicher gefühlt und war sehr zurückhaltend und schüchtern. Ich habe irgendwann selbst angefangen daran zu glaube, dass ich ein Nichtsnutz bin und zu allem zu blöd. Sicher hatte ich auch paar Erfolgserlebnisse, wo ich mir beweisen konnte, dass ich so doof nicht bin, aber dennoch: Wenn man sowas viele Jahre lang eingeimpft bekommt, ist das schwer wieder rauszukriegen. Naja, und wie soll man sich selbst akzeptieren können, wenn nicht mal die eigenen Eltern das konnten und einem vermittelt haben, das man im Weg ist und stört?!

Also, es gibt durchaus Zeiten, wo ich auch gerne allein bin und froh bin, wenn man mich in Ruhe läßt. Ich wage sogar zu sagen, dass ich das manchmal brauche. Aber es gibt eben auch diese anderen Zeiten, wo es weh tut. Z.B. dann wenn man andere sieht, die mit nem Freundeskreis irgendwas zusammen unternehmen, Frauen sieht, die mit ner Freundin durch die Geschäfte ziehen, Nachbarn sieht, die Besuch bekommen...und mal selber hat das alles nicht.......Da kommen Selbstzweifel bei mir. Und ganz gewiss auch irgendwie Neid. Auch kenne ich diese Hassgefühle und dieses Denken "Alles A....löcher. Die haben alles, ich nichts. Hoffentlich fallen die auch mal auf die Fresse usw." Oh ja, das kenne ich. Das beste Beispiel sind die Eltern meines Freundes...das sind die Hassobjekte schlechthin für mich. Weil das auch so ganz arrogante, ignorante und kalte Leute sind, die alles haben, und nichts von Leid, Sorgen oder Problemen wissen wollen, und die mir das Gefühl geben ein Stück Sch..... zu sein, indem sie mich ignorieren. Ok, mittlerweile gehe ich diesen Menschen aus dem Weg, aber wenn ich nur was von denen höre, könnt ich kotzen. Oder beispielsweise auch jemand, wo ich dachte, das wäre ne Freundin, und die mich total hängen gelassen und letztlich fallen lassen hat, weil ich eben auch mal ne Erwartung an sie hatte (das sie da ist, wenn ich sie brauche). Diese Frau hat mir dann gesagt auf sowas hätte sie keinen Bock, sie will normale Gespräche, keine Auseinandersetzungen . Normale Gespräche sind bei ihr übers TV, Computer, Wetter oder ähnliches. Ja, da krieg ich auch Hass und solchen Leuten wünsche ich auch, dass sie irgendwann mal richtig abkacken und dann allein dastehen.

Bei alledem denk ich aber auch, dass es scheinbar irgendwie auch an mir liegt, dass das mit anderen Leuten nicht so klappt. Vielleicht bin ich zu verkorkst, vielleicht hab ich zu hohe Erwartungen, vielleicht klammere ich zu sehr, vielleicht grübel ich zu sehr..........vielleicht hab ich einfach nen Rad ab und man kann mit mir nicht klar kommen. Ich weiß es nicht.......aber ich kann und will nicht zu diesen oberflächlichen Menschen gehören, die NUR über bedeutungsloses Zeug reden. Muß man sicher auch können, aber eben nicht nur.

LG,
paulinchen

06.05.2009 18:11 • #16


Achso...Freunde sortieren kann ich nicht mehr, denn es sind keine mehr da.

Und positive Eigenschaften hab ich sicherlich auch, aber was hilft mir das? Nichts....bin trozdem allein.

06.05.2009 18:16 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

Na,hast ganze Arbeit geleistet?
Mir kommt es so vor,wie wenn Du einen riesen Hass auf die Menschen hast,weil sie vielleicht mal rumalbern,etwas oberflächlich sind usw....
Das gehört auch zum Leben-das sind die Erholungsphasen.
Wie würde es Dir gehen,wenn du Tag für Tag hochintelligente-jedes Wort auf die Goldwaage gelegte Gespräche führen müsstest.
Paulinchen,ist es das was Du willst?Befriedigt Dich das-ist das genau in Deinem Sinn?
Wie wäre es sich selbst nicht leid zu tun,sondern zu überlegen,wie Dein Verhalten offensichtlich bei Anderen ankommt.
Ich kann doch nicht von Menschen,die ich irgendwo-irgenwie ablehne,auch noch erwarten,dass sie freudestahlend in meine Arme rennen wollen.
Wenn Du ein negatives Bild von Menschen hast (sicher sehr enttäuscht worden,unbenommen)dann solltest du Deine Sichtweise verändern und nicht verlangen,dass sich alle Dir anpassen und damit die Leichtigkeit des Seins verlieren,weil Dir das besser bekannt vorkommt.

06.05.2009 18:41 • #18


Zitat von paulinchen:
....Mir wurde halt als Kind und Jugendliche immer schon vom Vater vermittelt, dass ich doof bin und zu nichts zu gebrauchen. Ich hab mich als Kind schon unsicher gefühlt und war sehr zurückhaltend und schüchtern. Ich habe irgendwann selbst angefangen daran zu glaube, dass ich ein Nichtsnutz bin und zu allem zu blöd. Sicher hatte ich auch paar Erfolgserlebnisse, wo ich mir beweisen konnte, dass ich so doof nicht bin, aber dennoch: Wenn man sowas viele Jahre lang eingeimpft bekommt, ist das schwer wieder rauszukriegen. Naja, und wie soll man sich selbst akzeptieren können, wenn nicht mal die eigenen Eltern das konnten und einem vermittelt haben, das man im Weg ist und stört?!......Bei alledem denk ich aber auch, dass es scheinbar irgendwie auch an mir liegt, dass das mit anderen Leuten nicht so klappt. ....... vielleicht hab ich zu hohe Erwartungen, vielleicht klammere ich zu sehr, vielleicht grübel ich zu sehr..........vielleicht hab ich einfach nen Rad ab und man kann mit mir nicht klar kommen. Ich weiß es nicht.......aber ich kann und will nicht zu diesen oberflächlichen Menschen gehören, die NUR über bedeutungsloses Zeug reden. Muß man sicher auch können, aber eben nicht nur


Hi paulinchen,
du schreibst meine story.. Mein daddy meinte auch immer wieder, du kannst nix du taugst nix was willst du überhaupt, wenn du dann noch zu hören bekommst: ich zeuge doch keinen Krüppel (ich bin nur schwerhörig) ist es mit dem bedingungslosen Vertrauen zu den Eltern vorbei. Schön wäre gewesen, wenn er dann irgendwann mal aufgehört hatte damit, aber nein: meine Ausbildung habe ich zu schlecht bestanden (4), meine Wohnung ist kein Schloss, von Garten keine Ahnung (der schönste in der Reihe).. etc. pp. Ich weiss das aber besser, insofern juckt mich das nun nicht mehr so dolle, aber der Grundstein ist, wie du schon sagtest, in der Kindheit gelegt worden. Den bekommt man wohl nur mit einem totalen Bruch mit den Eltern hin, denn einsehen würden meine ihre Fehler nie im Leben. Es gibt keinen Gott ausser ihn. Meine Ma schaute zu und hat nicht wirklich für mich Partei ergriffen..
Das einzige, was ich hinbekommen habe ist meine Tochter, die wird vergöttert und ich enterbt.. wieder.. ich will weg davon, sie macht mich auch einsam.. ich glaube langsam, ich sollte das Leben nicht so verbissen nehmen, ein wenig lockerer und mit weniger Erwartungshaltung, die meisten Problemchen erledigen sich von alleine. Aber einen Couch braucht man, um wieder aktiv am leben teilhaben zu können, ganz alleine stelle ich mir sauschwer vor..
Viele Grüße

06.05.2009 18:55 • #19


@ Wild

Was soll das denn heißen, dass ich ganze Arbeit geleistet habe?
Ich muß hier mal was klar stellen, denn es ist nicht so als begegne ich von vornherein Leuten mit Hass, aber wenn ich permanent ignoriert werde, wie z.b. von seinen Eltern, wenn auf all meine Kontaktversuche absolut keine Reaktion kommt, dann krieg ich schon Hass. Dann soll man doch bitteschön den Bagger aufmachen und sagen, wenn man keinen Wert auf mich legt, dann ist es gut. Aber gerade mal 10 Sätze in einer ganzen Woche mit mir zu reden, abblocken von Einladungen mit Ausreden wie keine Zeit, nicht mal ne Reaktion zu geben, wenn man ne Geburtstagskarte schickt.........sorry, das find ich eklig und da krieg ich Hass. Mittlerweile will ich mit diesen Menschen auch nichts mehr zu tun haben. Die können mich mal.

Wie mein Verhalten bei anderen ankommt? Sorry, wo ist das Fehlverhalten, wenn ich eben nicht auf ständiges oberflächliches Gelaber kann? Ist ja mal ganz okay, aber nur übers Wetter und so labern, ist nicht mein Ding. Aber das ist eben genau das, weshalb ich sage, ich bin scheinbar verkehrt in dieser Welt....im übrigen habe ich nirgendwo verlangt, das man sich mir anpasst.

06.05.2009 21:00 • #20



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