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Hey
ich hätte nie gedacht, dass ich Mal in so einem Forum um Hilfe bitten würde.
Es ist mir unangenehm, aber ich bin nun schon ein halbes Jahr auf einer neuen Schule. Ich gehe in die 11. Klasse eines Gymnasiums und keiner kannte sich. Anfangs hatte ich eine eigentlich gute Freundin, welche mich dann aber doch schon recht schnell ersetze und jetzt ignoriert. Das Problem ist, dass ich mich zu sehr auf sie fokussiert habe und nun keine Freunde mehr habe.
Jeder ist in seiner Clique glücklich und ich bin wie Luft. Angesprochen werde ich nur, wenn jemand abschreiben will oder mich als Kummerkasten missbraucht. (Btw weiß gar nicht, was ich da machen soll. Meistens höre ich einfach zu und gebe meine Hausaufgaben. ). Sobald ich aber nach Hausaufgaben frage, oder einfach mit jemandem reden möchte, will man mich so schnell wie möglich loswerden. Ich weiß nicht, ob ich noch auf andere zugehen soll, oder nicht. Ich habe oft versucht, mich irgendwo einzugliedern, aber jeder ist glücklich in seiner Clique. Außerdem fühlt man sich dann doch irgendwie dumm, wenn man ständig hinterherdackelt und quasi um kurze Antworten betteln muss.

Ich spüre, dass ich unerwünscht bin. Im Unterricht komme ich mehr oder weniger gut damit klar. Bei Partnerarbeiten warte ich so lange, bis der Lehrer mich zu jemandem schickt. Alleine sitzen ist zwar schon unangenehm, aber nichts im Vergleich zu den Pausen. Ich weiß nicht, was ich da machen soll. Selbst wenn mich keiner mobbt, fühle ich mich einfach wie das letzte Opfer. Jeder steht bei seiner Gruppe und da es keinen Aufenthaltsraum gibt, bleiben mir nur das Mädchenklo, der "Pausenhof" (Raucherecke + Autoparkplatz) oder irgendeine Wand, an die ich mich lehnen kann, übrig.
Ich weiß nicht, was davon am besten ist.
Die Tatsache, dass ich außerhalb der Schule 4 sehr gute Freunde habe, hilft mir in solchen Momenten auch nicht wirklich. Alleine wenn ich daran denke, noch 2,5 Jahre 5× die Woche mindestens 8h da sitzen zu müssen, wird mir schlecht und ich würde am liebsten die Schule abbrechen.

Was würdet ihr an meiner Stelle tun?

05.02.2020 11:04 • 05.02.2020 #1


12 Antworten ↓


kritisches_Auge
Hallo,
also erst einmal begrüße ich dich ganz herzlich in unserem Forum und finde es gut, dass du dir Hilfe geholt hast, hier gibt es einige die die gleichen Probleme haben oder hatten

Deine Klasse hat doch sicher einen Klassensprecher, könntest du nicht einmal mit ihm reden?

05.02.2020 11:10 • x 1 #2



Hallo zyx,

Alleine und ausgegrenzt in der neuen Schule

x 3#3


Danke für die schnelle Antwort kritisches_Auge ! Wir haben einen Klassensprecher, aber das ist leider der jetzt beste Freund von meiner alten Freundin.. Ich würde nur sehr ungern mit ihm oder sonst irgendeinem darüber reden..

05.02.2020 11:16 • #3


Hedwig
Gibt es denn wirklich niemanden, der auch etwas Abseits ist? Ich war auch nie so der Gruppenmensch. Ich hab mich meist nach denen umgeschaut, dass ich die auch nirgends so richtig hin passten.

05.02.2020 11:23 • x 1 #4


kritisches_Auge
Habt ihr einen Vertrauenslehrer?

05.02.2020 13:32 • x 1 #5


Zitat von Hedwig:
Gibt es denn wirklich niemanden, der auch etwas Abseits ist? Ich war auch nie so der Gruppenmensch. Ich hab mich meist nach denen umgeschaut, dass ich die auch nirgends so richtig hin passten.


Ich werde Mal besser auf die 12. oder 13. Klässler achten. Danke für deine Nachricht.
Aber ist es nicht komisch, sie einfach so anzusprechen...?

05.02.2020 14:10 • #6


Zitat von kritisches_Auge:
Habt ihr einen Vertrauenslehrer?


Ja, sogar mehrere ausgebildete Psychologen überlege ich mir. Danke für deine Nachricht

05.02.2020 14:13 • #7


Hedwig
Zitat von zyx:
Ich werde Mal besser auf die 12. oder 13. Klässler achten. Danke für deine Nachricht. Aber ist es nicht komisch, sie einfach so anzusprechen...?

Ich kann es dir nur aus meiner Sicht sagen. Ich war 12./13. Klasse so reif, dass ich es eher mutig fand, wenn jemand auf uns zu kam. Ich bin aber eh generell immer der Außenseiter und Exotenmagnet gewesen. Mit Normalos kam ich kaum klar, weil ich in dem Alter schon so viel erlebt hatte, dass Schmink und Klamottenprobleme für mich irrelevant waren.

05.02.2020 14:20 • x 1 #8


Zitat von Hedwig:
Ich kann es dir nur aus meiner Sicht sagen. Ich war 12./13. Klasse so reif, dass ich es eher mutig fand, wenn jemand auf uns zu kam. Ich bin aber eh generell immer der Außenseiter und Exotenmagnet gewesen. Mit Normalos kam ich kaum klar, weil ich in dem Alter schon so viel erlebt hatte, dass Schmink und Klamottenprobleme für mich irrelevant waren.


Ich mag deine Worte. Ich werde jetzt aufjedenfall jemanden ansprechen, der dann bisschen älter aber hoffentlich auch reifer ist.
Ich fühle mich total dumm, weil ich das nicht vorher so gesehen habe... Da hätte ich auch selbst drauf kommen müssen.. Wahrscheinlich liegt es daran, dass ich das Thema in einer Freistunde erstellt habe und nicht so gut drauf war.

Nochmal danke!

05.02.2020 14:29 • #9


Huch das erinnert mich an meine letzten Schuljahre. Die zum Glück der Vergangenheit angehören

Ich habe aber die Erfahrung gemacht, dass es min. 1 Person gibt die genau das selbe "Problem" hat und man sich früher oder später zusammentut. Aber bedenke, dass es kein Zwang ist und diese Zeit auch vorbeigeht.

Nach der Schule trennen sich die meisten Wege sowieso wieder und Freundschaften zerbrechen, weil sie eben nur durch die Schule fundamentiert waren. Einer neuer Lebensabschnitt beginnt und jeder schaut nur auf sich.

Und das ist auch mein Rat. Es ist deine Schulzeit meistere sie, wenn auch alleine, denn je früher du lernst alleine klar zukommen, desto einfacher wird dein weiterer Werdegang.

05.02.2020 14:33 • x 1 #10


Hedwig
Ich glaube auch, dass du nicht allein bist mit dem Problem. Du musst nur ein Gespür für bekommen wer auch betroffen ist.

05.02.2020 14:36 • x 1 #11


kritisches_Auge
Höre auf, dich dumm zu finden.
Du hattest das Bedürfnis und als Betroffener kommt man einfach manchmal nicht auf etwas, deshalb leisten ja andere Hebammendienste.

05.02.2020 14:37 • x 1 #12


Zitat von GestörteNudel:
Huch das erinnert mich an meine letzten Schuljahre. Die zum Glück der Vergangenheit angehören Ich habe aber die Erfahrung gemacht, dass es min. 1 Person gibt die genau das selbe "Problem" hat und man sich früher oder später zusammentut. Aber bedenke, dass es kein Zwang ist und diese Zeit auch vorbeigeht. Nach der Schule trennen sich die meisten Wege sowieso wieder und Freundschaften zerbrechen, weil sie eben nur durch die Schule fundamentiert waren. Einer neuer Lebensabschnitt beginnt und jeder schaut nur auf sich. Und das ist auch mein Rat. Es ist deine Schulzeit meistere sie, wenn auch alleine, denn je früher du lernst alleine klar zukommen, desto einfacher wird dein weiterer Werdegang.


Danke für deine aufbauenden Worte!

05.02.2020 14:39 • #13




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