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Hallo, machmal glaube ich, ich komme von einem anderen Stern. Ich fühle mich so fremd hier und finde keinen Kontakt zu anderen. Ich weiß auch nicht, warum ich auf der Erde inkarniert bin. Ich bin sehr, sehr einsam und sehne mich nach Menschen, die mich wahrnehmen, die mit mir reden, mich verstehen und mich mögen. Aber es hört und sieht mich niemand. Was ist los mit mir?
Sedana

19.12.2015 23:20 • 03.01.2016 x 2 #1


39 Antworten ↓


Icefalki
Hallo Sedena,

Sag du es uns. Was ist los mit dir? Warum fühlst du dich so?

19.12.2015 23:28 • #2



Isoliert und ausgegrenzt

x 3


Ja, wenn ich das wüßte...

Sedana

20.12.2015 14:13 • x 1 #3


goldmelisse
Hallo Sedana!

Wie gehst du auf andere zu?
Was würdest du gerne machen, bzw. was würde dir Spaß machen?
Es ist manchmal wichtig, den ersten Schritt zu tun, das bedeutet, sich zu überlegen, was Spaß machen könnte und wie man dazu kommt!
Wie lange fühlst du dich schon so?

21.12.2015 23:52 • #4


Hallo goldmelisse,
danke für Deine Nachricht.
Ich gehe eigentlich nicht auf andere zu, weil ich sehr zurückhaltend bin und Angst vor Zurückweisung habe. Wenn andere auf mich zugehen, freue ich mich, antworte auch und versuche, mich "normal" zu verhalten. Aber innerlich bin ich irgendwie nicht beteiligt.
Ich würde gerne gemeinsam etwas mit anderen unternehmen: Kinobesuch, Gespräche, Wandern, Shoppen etc.
Ich bin so einsam, seit sich meine Freundin vor 37 Jahren das Leben genommen hat.
Sedana

22.12.2015 12:06 • x 1 #5


Hotin
Hallo Sedana,

Zitat:
Ich gehe eigentlich nicht auf andere zu, weil ich sehr zurückhaltend bin und Angst vor Zurückweisung habe.
Wenn andere auf mich zugehen, freue ich mich, antworte auch und versuche, mich "normal" zu verhalten.
Aber innerlich bin ich irgendwie nicht beteiligt.


Bitte jetzt nicht erschrecken. So kann das überhaupt nicht funktionieren.

Wer und warum, soll denn auf Dich zu gehen? Womit machst Du denn Werbung für Dich? Klimperst Du mit den Augenlidern, wippst Du mit dem Fuß, oder stellst du anderen schon mal ein Bein? Wie werden andere auf
Dich aufmerksam?

Wie verhält man sich normal? Kannst Du das beschreiben? Was machst Du dann, wenn Du "normal" sein willst?

Viele Grüße

Hotin

22.12.2015 12:28 • #6


Ich weiß auch nicht, warum ein anderer auf mich zugehen sollte. Wie macht Ihr anderen das, daß Leute sich für Euch interessieren?
Manchmal beobachte ich Menschen im Café oder in der U-Bahn, aber ich weiß nicht wirklich, wie Kommunikation funktioniert.
Vielleicht bin ich gefühlsarm oder es fehlt mir sonst etwas, das andere beherrschen. Vielleicht bin ich ja auch verrückt? Das behauptet jedenfalls mein Mann. Aber ich glaube es nicht.
Sedana

22.12.2015 19:38 • #7


Mit "normal" meine ich, daß ich mich so verhalte, wie ich glaube, daß es erwartet wird. Und halt den allgemeinen Höflichkeitsregeln entsprechend. Wahrscheinlich bin ich hochgradig verhaltensgestört.
Sedana

22.12.2015 19:45 • #8


Hotin
Hallo Sedana,


Zitat:
Ich weiß auch nicht, warum ein anderer auf mich zugehen sollte.


So lange Du diese Frage nicht klar beantworten kannst, wirst Du immer Schwierigkeiten haben,
mit Menschen ins Gespräch zu kommen.
Kommunikation startet meistens mit einem Lächeln, mit einem freundlichen "Guten Tag", mit einer
einfachen Frage, "warten sie auch hier?", "können sie mir mal helfen?" "Ich suche, brauche ..."
"Wissen sie, wie das hier abläuft?"

Zitat:
aber ich weiß nicht wirklich, wie Kommunikation funktioniert.


Das wissen leider sehr wenige. Daher läuft so viel schief in unserer Gesellschaft. Und es wird immer
schlimmer. Alle haben Angst ein Gespräch zu beginnen.
Natürlich musst Du immer damit rechnen, das jemand Dein Gesprächsangebot ablehnt. Dann ist es eben so.
Du darfst dies für Dich nur nicht als Niederlage sehen.
Zitat:
Mit "normal" meine ich, daß ich mich so verhalte, wie ich glaube, daß es erwartet wird.


Nur äußerst selten kannst du erahnen, was andere von Dir erwarten. Besser ist, Du beginnst Die
Kommunikation mit einer Frage. Dann sagt Dir der andere, was er erwartet. Und dies ist sehr häufig
etwas anderes, als Du gedacht hast.

Zitat:
Wahrscheinlich bin ich hochgradig verhaltensgestört.


Wahrscheinlich bist Du das nicht. Jedoch scheinst Du hochgradig verunsichert
zu sein, was richtig und was ehern nicht so passend ist. Dies kannst Du durch
beobachten, Fragen stellen und ausprobieren sehr einfach lernen.

Versuche es einfach mal. Ist am Anfang bestimmt etwas schwierig.
Viel Erfolg dabei.


Viele Grüße

Hotin

23.12.2015 10:05 • #9


Vielen Dank für die Tips, lieber Hotin. Wenn ich das lese, scheint es gar nicht so schwierig zu sein. Ich werde es jedenfalls ausprobieren.
Sedana

23.12.2015 12:05 • #10


Schlaflose
Zitat von Sedana:
Vielleicht bin ich gefühlsarm oder es fehlt mir sonst etwas, das andere beherrschen. Vielleicht bin ich ja auch verrückt? Das behauptet jedenfalls mein Mann. Aber ich glaube es nicht.


Du hast es immerhin geschafft, einen Mann abzubekommen. Das hast du mir voraus. ich bin 53 und hatte noch nie eine Beziehung. So isoliert und ausgegrenzt bist du ja dann nicht, denn du hast eine Familie.

23.12.2015 18:21 • #11


Hallo Schlaflose,
danke für Deinen Beitrag. Es war sehr schwer für mich, ihn zu finden.
Ich weiß nicht, ob ich Dir etwas voraushabe, weil ich einen Mann "abgekriegt" habe. Ich hätte ihn gerne wieder los. Ihn zu heiraten war der größte Fehler meines Lebens. Er ist ein Fremder für mich. Ich weiß nicht, was ich jemals an ihm gefunden habe. Du fändest es bestimmt auch nicht gut, wenn Dein Mann Dich für verrückt hielte und absolut nichts mit Dir absprechen würde. Ich weiß, daß ich ihm haushoch überlegen bin, aber er unterdrückt mich, macht mich klein. Ich darf nichts entscheiden. Noch sehe ich keine Möglichkeit mich von ihm zu trennen, aber in spätestens zwei Jahren, wenn mein zweiter Sohn aus dem Haus ist, beginne ich mein eigenes Leben.
Warum hattest Du nie eine Beziehung? Schreibe mir bitte mehr über Dich.
Liebe Grüße
Sedana

23.12.2015 21:35 • #12


Schlaflose
Zitat von Sedana:
Du fändest es bestimmt auch nicht gut, wenn Dein Mann Dich für verrückt hielte und absolut nichts mit Dir absprechen würde. Ich weiß, daß ich ihm haushoch überlegen bin, aber er unterdrückt mich, macht mich klein. Ich darf nichts entscheiden.


Stimmt, das würde ich mir nicht gefallen lassen. So jemanden hätte ich schon längst vergrault oder rausgeschmissen

Zitat von Sedana:
Noch sehe ich keine Möglichkeit mich von ihm zu trennen, aber in spätestens zwei Jahren, wenn mein zweiter Sohn aus dem Haus ist, beginne ich mein eigenes Leben.


Warum denn noch warten? Es werden Millionen von Ehen geschieden, wo die Kinder noch klein sind. Das ist heutzutage eher die Regel als die Ausnahme. Dein Sohn bekommt doch bestimmt mit, dass dein Mann dich schlecht behandelt und würde das verstehen.

Zitat von Sedana:
Warum hattest Du nie eine Beziehung? Schreibe mir bitte mehr über Dich.


Ich habe eine soziale Phobie und eine ängstliche (vermeidende) Persönlichkeitsstörung. Das hat etwas mit meiner Jugend zu tun. Ich war schon immer moppelig und damals ist man damit noch aufgefallen, weil es kaum dicke Kinder und Jugendliche gab. Als Kind hat mir das nichts ausgemacht und ich war auch sehr selbstbewusst. In der Pubertät ist es mir jedoch bewusst geworden, zumal meine Mutter ständig darauf herumgeritten ist und mich dauernd auf Diät setzen wollte. Ich fing an, mich wegen meinem Aussehen zu schämen und wurde immer gehemmter. Als ich mit 16 in der Tanzschule war, wurde ich nie aufgefordert und das hat in mir ein richtiges Trauma verursacht. Seitdem bekomme ich richtige Panikzustände, wenn mich ein Mann anspricht. Ich könnte mir allenfalls eine rein platonische Beziehung vorstellen, aber dadurch, dass ich schon immer allein war, würde selbst das nicht funktionieren, weil ich nicht bereit bin, Kompromisse einzugehen und Rücksicht zu nehmen. Ich bin es gewohnt, zu tun und lassen, was ich will, alle meine Entscheidungen alleine zu treffen und niemandem Rechenschaft ablegen zu müssen.

24.12.2015 10:44 • #13


Hallo, liebe Schlaflose,
danke für Deine Antwort. Du bist mir sehr sympathisch. In Deinem Profil habe ich gelesen, daß Du Lehrerin für Englisch und Französisch warst. Hattest Du da diese soziale Phobie noch nicht? Ich könnte nicht vor einer Klasse stehen und unterrichten. Hast Du lange unterrichtet? In Deinem Verwaltungsdienst bist Du ja wahrscheinlich unterfordert?
Ich würde auch gerne alles alleine entscheiden und mir von niemandem sagen lassen, was ich zu tun habe. Es wäre für mich auch sehr schön, wenn ich keine Familie mehr versorgen müßte, sondern nur noch für mich alleine verantwortlich wäre. Na ja, irgendwann wird es soweit sein... Ich trenne mich jetzt noch nicht von meinem Mann, weil mein Sohn sehr an uns beiden hängt. Meine Mutter hat die Familie wegen eines anderen Mannes verlassen als ich 15 Jahre alt war. Ich möchte meinem Sohn nicht das gleiche antun.
Machst du eine Therapie wegen der Panikzustände, die auftreten, wenn Dich ein Mann anspricht? Auf Deine erste Nachricht hin, dachte ich, Du hättest auch gerne eine Beziehung. Aber zu einer Beziehung gehören selbstverständlich Rücksichtnahme und Kompromisse. (Das sollte sich mein Mann ´mal zu Herzen nehmen!)
Hast Du auch Probleme mit Frauenfreundschaften? Ich hätte sehr gerne wieder eine Freundin.
Du bist ja berufstätig, wie Du in Deinem Profil geschrieben hast. Wie kommst du da mit Deiner sozialen Phobie zurecht? Bitte schreibe mir mehr von Dir.
Ich wünsche Dir eine schöne Zeit!
Sedana

24.12.2015 15:53 • #14


Schlaflose
Ich musste meinen Beruf als Lehrerin vor 4 Jahren aufgeben, eben wegen der sozialen Phobie und der Persönlichkeitsstörung.
Als ich anfing zu studieren, wusste ich noch nicht, was mit mir los war, aber ich hatte damals schon Angst davor, irgendwann vor einer Klasse stehen zu müssen. Aber ich dachte, dass sich das mit dem Älterwerden und der Erfahrung von alleine gibt. Es war aber nicht so. Ich habe mich über 20 Jahre damit gequält und mich gegen meine Natur der Situation gestellt. Das hat sich von Anfang an mit extremen Schlafstörungen gerächt. Ich habe mich die ganzen Jahre zuerst mit Schlaftabletten und dann mit schlafanstoßenden Antidepressiva über Wasser gehalten, aber am Ende halfen die immer weniger und ich hatte immer wieder Nervenzusammenbrüche mit längeren Krankschreibungen. Schließlich war ich fast ein Jahr krank geschrieben.
Mithilfe meines Therapeuten (durch ein entsprechendes Gutachten) und meines ehemaligen Schulleiters (dank seiner Beziehungen zum Bildungsministerium) habe ich die Stelle in der Verwaltung bekommen. Unterfordert fühle ich mich dort nicht. Ich bin im Referat für Gymnasien und habe viel mit der Vorbereitung des Abiturs zu tun. Es ist zwar hauptsächlich Schreibkram, aber doch mit viel Verantwortung. Was ich, im Gegensatz zu meinen Kollegen, nicht machen muss (und auch nicht könnte), ist Unterrichtsbesuche bei Lehrern machen, die sich für eine Beförderung beworben haben, Sitzungen leiten, Vorsitzende in Abiturprüfungskommissionen sein, bei Schulleiterdienstbesprechungen zu reden u.ä. Die Kollegen nehmen viel Rücksicht auf mich und es geht mir psychisch auch sehr gut, seitdem ich dort bin.

Ich habe schon mehrere Therapien gemacht gemacht, auch eine psychosmatische Reha vor 6 Jahren, aber da ging es immer im die Schlafstörungen und meine Probleme im Beruf. Wegen meiner Angst vor Männern habe ich nie etwas unternommen und habe auch in den Therapien ausdrücklich gesagt, dass ich darüber nicht reden will, weil mich das nicht belastet. Ich bin zufrieden mit meiner Situation. Nur als ich noch jung war, hat mich das zermürbt, aber nicht, weil ich unbedingt einen Partner haben wollte, sondern weil ich nicht erfüllen konnte, was die Gesellschaft von einem als Frau erwartet. Ich kam mir einfach mmindertwertig vor, dass ich nicht schaffte, was alle anderen schafften, nämlich eine Familie zu gründen. Aber das habe ich so mit Mitte 30 überwunden.

Ich habe eine sehr gute Freundin. Wir kennen uns schon seit 30 Jahren von unserem Auslandsaufenhalt in England. Sie hat die ganzen Jahre, als es mir so schlecht ging und ich mich völlig zurückgezogen habe, immer zu mir gehalten und sich nicht entmutigen lassen, wenn ich mich nie gemeldet habe. Und seitdem es mir gut geht, treffen wir uns häufig zum Kaffeetrinken nach der Arbeit (sie ist auch Lehrerin und ihre Schule ist nur ein paar Minuten vom Ministerium entfernt). Oder ich fahre zu ihr nachhause und verbringe einen Tag bei ihr.
Ich hatte noch eine andere gute Freundin aus meiner Schulzeit, die ist aber vor ein paar Jahren an Krebs gestorben. Ansonsten habe ich keine richtigen Freundschaften, verstehe mich aber mit meinen Kollegen sehr gut. Das war auch so, als ich im Schuldienst war. Aber immer nur während der Arbeit, privat hat man keinen Kontakt, d.h. es geht eher von mir aus, dass ich nicht mehr Nähe will. Das würde mich dann doch überfordern.

In meiner Freizeit mache ich viel Sport. Damit habe ich mit Mitte 30 angefangen und es hat mir immer sehr gut getan. Am Anfang war es ziemlich hart, weil ich vorher nie etwas gemacht habe, aber dann klappte es immer besser und mittlerweile gibt es kaum einen Tag, wo ich nicht etwas mache, sei es nur eine Stunde Walking in der Mittagspause. Im Sommer gehe ich immer bei uns ins Naturfreibad, wo ich inzwischen mit vielen "Stammgästen" gut bekannt bin und nette Gespräche habe. Es sind zwar hauptsächlich Rentner, aber das macht nichts. Das ist aber auch erst so, seit es mir gut geht. Davor habe ich mich immer abseits gehalten, höchstens mal gegrüßt.

Bist du auch berufstätig? Warst du auch schon in Therapie?

Ich wünsche dir auch ein schönes Weihnachtsfest.

24.12.2015 17:11 • #15


Danke für Deinen ausführlichen Bericht. Das klingt für mich alles ziemlich "normal". Du hast eine Freundschaft und soziale Kontakte, einen Beruf, der Dich fordert, netten Kontakt zu Deinen Kollegen und bist mit Deinem Leben zufrieden. Dann schreibst Du zu dem Thema "Isoliert und ausgegrenzt" nur um anderen zu helfen? Das finde ich gut. Ich bewundere die Menschen hier im Forum, die trotz eigener Probleme anderen helfen, indem sie ihnen schreiben. Mir gelingt das nicht so gut. Ich bin wohl selbst zu bedürftig.
Ich habe keinen Beruf, bin "nur" Hausfrau. Früher habe ich in einem Notariat und später in Rechtsanwaltskanzleien als Schreibkraft gearbeitet. Aber nur, weil ich Geld brauchte. Für mich sollte Beruf immer mit Berufung gleichzusetzen sein. Und meine Berufung habe ich immer noch nicht gefunden.
Nach dem Tod meiner Mutter (2011) habe ich eine Gesprächstherapie gemacht. Das hat mir aber nicht wirklich etwas gebracht und ich habe keine Fortsetzung beantragt.
Ich denke, mein Problem ist, daß ich in diesem Leben nicht verwurzelt bin, ich fühle mich nicht hierhergehörig und würde gerne wieder in die jenseitige Welt verschwinden. Und das versteht niemand.
Ich wünsche Dir auch schöne Feiertage und grüße Dich herzlich.
Sedana

25.12.2015 14:27 • #16


Schlaflose
Zitat von Sedana:
Das klingt für mich alles ziemlich "normal".


Naja, im Vergleich zu den meisten andere Leuten ist es nicht wirklich normal, denn ich bin doch die meiste Zeit außerhalb des Berufs allein. Ich lebe mit meiner Mutter (79) und habe sonst nur eine Cousine und einen Cousin und deren Familien als Verwandtschaft, und sie wohnen 300km weit weg.
Aber wie gesagt, leide ich nicht darunter und kann mich gut allein beschäftigen.
Ich bin vor viereinhalb Jahren zufällig in dieses Forum geraten, als ich nach einem Medikament gegoogelt habe. Es war zu der Zeit, als ich so lange krank geschrieben war und viel Zeit hatte. Ich bin hier eher aus Zeitvertreib hängen geblieben. Da ich ein gutes Allgemeinwissen und auch recht viel medizinisches Fachwissen habe, kann ich oft Fragen von Usern bezüglich Krankheiten und Symptomen beantworten.

Zitat von Sedana:
würde gerne wieder in die jenseitige Welt verschwinden. Und das versteht niemand.


Ich verstehe das schon, denn in den Jahren als es mir so schlecht ging, habe ich mir auch oft gewünscht einfach zu sterben. Ich habe auch ernsthaft erwogen mich unzubringen, aber das konnte ich meiner Mutter nicht antun, denn sie hat auch niemand außer mir.

Ich finde, es ist wirklich an der Zeit, dass du dich von deinem Mann trennst und endlich ein wenig Freude im Leben hast. Das Leben kann wirklich Spaß machen, wenn man ein paar Dinge findet, die einem gut tun. Für mich ist das Sport, in der Natur sein und sich an den Pflanzen erfreuen, Shoppen gehen (wobei es nicht ims Kaufen, sondern in erster Linie ums Schauen und Anprobieren geht), stundenlang in Supermärkten umher zu schweifen und nach Lebensmitteln zu schauen, Kochen und Backen. Überlege mal, was du gerne machst und tu es einfach, ohne darüber nachzudenken, was dein Mann oder sonstwer dazu sagt.

25.12.2015 15:56 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

Icefalki
Sedena, das was du schreibst klingt nach einer Depression, evtl. geschuldet aus deiner unglücklichen Beziehung.

Vielleicht überlegst du dir nochmals evtl.,einen PsYchiater aufzusuchen, um medikamentös Unterstützung zu erfahren.

25.12.2015 15:58 • #18


Danke für Eure Antworten, liebe Schlaflose und liebe Icefalki. Medikamente will ich nicht nehmen. Die Psychopharmaka, die ich vor 45 Jahren verschrieben bekam, haben mich nur dumpf und gleichgültig gemacht. So eine Wirkung gefällt mir nicht. Ich würde allenfalls Pillen nehmen, die mich glücklich machen. Aber sowas gibt es wohl nicht, sonst gäbe es ja nicht so viele depressive Menschen.
Ich weiß, daß mein Mann an meiner Depression "schuld" ist. Heute habe ich erneut - wider besseres Wissen - versucht mit ihm zu reden. Jetzt bin ich nur noch am Heulen. Ich erwäge ernstlich die Möglichkeit, mich durch einen Walk-in ersetzen zu lassen.
Sedana

25.12.2015 17:14 • #19


Icefalki
Liebe Sedena, heute gibt es deutlich bessere medis. Ein Antidepressiva hat mich damals gerettet.

Ich hatte, als es wirkte, nach ewig langer Zeit mal eine innere Ruhe und die Depri löste sich auf. Erst dann konnte ich vernünftig an mir arbeiten.

Ich war in keinster Weise stumpf und gleichgültig. Aber, du kannst das selbst entscheiden.

Und kein Mann ist es wert, dass du so leidest, zumindest nicht so, dass du dich selbst zerstören willst.

Und deine Kinder brauchen dich auch. Also, zumindest weg mit dem letzten Gedanken.

25.12.2015 17:46 • #20



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